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Steuererklärung jedes jahr

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Frederik Frey

Wenn ich einmal eine Steuererklärung abgegeben habe, muss ich das immer tun

Die Steuererklärung muss immer bis zum 31.05. für das Vorjahr eingereicht werden

Steuerbescheide können nur innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe geändert werden

Eine Schätzung des Finanzamts entbindet von der Abgabepflicht von Steuererklärungen

Ergeht der Bescheid jedoch nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung bzw. wird dieser aufgehoben, kann der Steuerpflichtige nur innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist gegen den Schätzbescheid vorgehen. Tut er dies nicht und reicht er die Steuererklärung erst nach Ablauf der Einspruchsfrist ein, kommt wieder die Regelung nachträglich bekannt gewordener Tatsachen zum Tragen (siehe Nummer 3 ), d.h. Änderungen zugunsten des Steuerpflichtigen werden in der Regel nicht berücksichtigt (z.B. niedrigere Einkünfte), wenn ein Verschulden vorliegt, während Änderungen zuungunsten des Steuerpflichtigen grundsätzlich unbeschränkt vorgenommen werden können. In gewissem Rahmen werden jedoch steuermindernde Tatsachen dennoch mitberücksichtigt. Trotzdem gilt es, diese Situation möglichst zu vermeiden, weshalb eine fristgerechte Abgabe bzw. eine Abgabe vor Ablauf der Einspruchsfrist stets zu empfehlen ist.

Mein Einkommensteuerbescheid weist eine Erstattung aus, dann muss ja alles richtig sein

Übrigens: An dieser Stelle sei auch noch der Trugschluss erwähnt, dass etwas bisher vom Finanzamt Anerkanntes auch für die Zukunft gelten muss. Dem ist leider nicht so. Hat das Finanzamt in den früheren Jahren einen bestimmten Sachverhalt anerkannt, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass das nun immer gelten muss. Es kann sich dabei z.B. um einen Rechtsanwendungsfehler oder mangelnde Aufmerksamkeit des Finanzbeamten gehandelt haben. Fällt ihm dieser Fehler später auf oder kommt es zu einem Finanzamts- oder Sachbearbeiterwechsel, kann es durchaus sein, dass nun von einer anderen Rechtsauffassung ausgegangen wird. Sich nun auf die Vorjahre zu berufen, bringt an dieser Stelle leider meist nicht viel bzw. könnte unter bestimmten Umständen sogar zu einer sog. Verböserung führen.

Arbeitslosengeld, Elterngeld etc. sind immer steuerfrei

Abzugrenzen sind im Übrigen die Lohnersatzleistungen, die unter den Progressionsvorbehalt fallen, von anderen Leistungen, die gänzlich steuerfrei sind. Hierzu zählen u.a. das Arbeitslosengeld II (besser bekannt unter dem Namen „Hartz IV“) sowie der von der Bundesagentur gewährte Gründungszuschuss.

Ausländische Einkünfte sind immer steuerfrei

Meine Krankheitskosten kann ich von der Steuer absetzen

Ganz allgemein sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass nicht jeder Kauf in einer Apotheke und nicht jede Behandlung bei einem Arzt als außergewöhnliche Belastungen zu werten sind. Insbesondere nicht verschreibungspflichtige Medikamente (Hustensaft, Grippemittel etc.) sowie Vitaminpräparate gehören nicht zu den außergewöhnlichen Belastungen, es sei denn, Sie sind im Rahmen einer bestimmten Therapie ärztlich angeordnet bzw. verschrieben worden. Ebenso ist ein Eingriff beim Schönheitschirurgen nicht als außergewöhnliche Belastung zu werten, wenn diese Operation medizinisch nicht erforderlich ist..

Ich kann jede Handwerkerrechnung für mein privates Haus von der Steuer absetzen

Übrigens: Als Eigenheim gelten auch innerhalb der EU gelegene (selbstgenutzte) Ferienwohnungen. Somit kann man – unter Einhaltung der oben genannten Kriterien – auch die Malerrechnung seiner spanischen Finca steuerlich absetzen.

Als sog. Kleinunternehmer kann ich immer Umsätze von bis zu 17.500,- € im ersten Jahr und nicht mehr als 50.000,- € im zweiten Jahr haben

An dieser Stelle sei auch der Irrtum erwähnt, dass man ja „im ersten Jahr bloß 5.000,- € Umsatz gemacht hätte und damit ja definitiv Kleinunternehmer sei“. Falsch! Es kommt darauf an, wann Sie Ihre Tätigkeit begonnen haben, da das Finanzamt Ihre Umsätze auf das Kalenderjahr hochrechnet. Somit wären 5.000,- € Umsatz schädlich, wenn Sie Ihre Tätigkeit erst am 01.10. begonnen haben, da Sie dann hochgerechnet nicht 5.000,- €, sondern 20.000,- € Umsatz im Jahr hätten und somit über der Kleinunternehmergrenze von 17.500,- € liegen würden.

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der oben gemachten Angaben wird keine Haftung übernommen. Je nach individuellem Einzelfall sind Abweichungen möglich. Sollten Sie daher zu einem dieser Themen Beratungsbedarf haben, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Viele Bürger werden äußerst ungern an die Steuererklärung erinnert. Wann Sie zur Abgabe verpflichtet sind und warum sich eine freiwillige Abgabe lohnt, erklären wir hier.

Die Nachricht klingt erstmal gut: Nicht jeder muss eine Steuererklärung abgeben. Sind Sie beispielsweise ledig und Arbeitnehmer, so behält der Staat automatisch jeden Monat einen Teil Ihres Lohns als Einkommensteuer ein. Das heißt: Ihre Einkünfte sind zu diesem Zeitpunkt bereits versteuert und Sie können sich unter Umständen die Formulare für das Finanzamt sparen. Dennoch besteht für viele Arbeitnehmer die gesetzliche Pflicht eine Steuererklärung abzugeben, die sogenannte Veranlagungspflicht.

Unser Video gibt Ihnen in Sekundenschnelle einen Гњberblick:

Bei der Veranlagungspflicht nimmt das Finanzamt an, dass es den Arbeitnehmern nicht genug Steuern abgezogen hat. Das trifft zum Beispiel auf folgende Fälle zu:

  • Wenn Sie Гјber ihren Arbeitslohn hinaus zusГ¤tzliche EinkГјnfte von insgesamt mehr als 410 Euro im Jahr haben. Das kГ¶nnen zum Beispiel EinkГјnfte aus Vermietung und Verpachtung oder Renten sein.
  • Wenn Sie und Ihr Ehe- oder Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer von Ihnen nach der Steuerklasse V oder VI besteuert wird oder wenn Sie und Ihr Ehe- oder Lebenspartner die Steuerklasse IV mit Faktor gewГ¤hlt haben.
  • Wenn das Finanzamt bei Ihnen einen Freibetrag eingetragen hat, beispielsweise fГјr die Fahrtkosten zur Arbeit oder fГјr Kinderbetreuungskosten, und Ihr Arbeitslohn als Single mehr als 11.000 Euro oder als Ehepaar mehr als 20.900 Euro im Jahr betrГ¤gt.
  • Wenn Sie von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Lohn erhalten haben.
  • Wenn Sie steuerfreie EntgeltersatzleistungenВ von insgesamt mehr als 410 Euro im Jahr bekommen haben.
  • Wenn Sie geschieden wurden und Sie oder Ihr Ex-Partner im gleichen Jahr wieder geheiratet haben.

Eine anschauliche Zusammenfassung bietet Ihnen unsere Infografik:

Pflichtveranlagung bei Kapitalerträgen mit Kirchensteuer

Wer Kapitalerträge – also zum Beispiel Zinsen oder Dividenden – hat, der muss Abgeltungssteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer bezahlen. Behält die Bank die Kirchensteuer automatisch ein, müssen Sie keine Steuererklärung machen. Behält die Bank aber keine Kirchensteuer ein, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben – denn dann müssen Sie die Anlage KAP ausfüllen. Seit 2015 hat sich dieser Punkt aber erledigt, denn seither ziehen Banken die Kirchensteuer automatisch ein. Lesen Sie mehr dazu in unserem Steuer ABC zur Abgeltungssteuer. Wer nicht Mitglied einer Kirche ist, bekommt natürlich auch keine Kirchensteuer abgezogen.

Seit der Rentenreform im Jahr 2005 müssen auch immer mehr Rentner Steuern zahlen und unter Umständen eine Steuererklärung abgeben. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel: Wann muss ich als Rentner Steuern zahlen? Und wie viel?

Die freiwillige Steuererklärung lohnt sich

Selbst wenn Sie keine SteuererklГ¤rung abgeben mГјssen – Sie dГјrfen eine abgeben! Und das lohnt sich. Oftmals kГ¶nnen gerade diejenigen Steuerzahler, die nicht zu einer Abgabe verpflichtet sind, mit einer SteuerrГјckerstattung rechnen und sich zu viel gezahltes Geld vom Staat zurГјckholen. Egal ob Arbeitnehmer, Rentner oder Auszubildender – die Experten der VLH empfehlen generell jedem, eine SteuererklГ¤rung abzugeben.

Eine Steuererklärung abzugeben lohnt sich vor allem, wenn Sie

  • hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder auГџergewГ¶hnliche BelastungenВ haben.
  • Steuerermäßigungen beispielsweise fГјr haushaltsnahe BeschГ¤ftigungs- oder DienstleistungsverhГ¤ltnisse geltend machen mГ¶chten.
  • wenig verdienen und beispielsweise eine zweite Berufsausbildung machen. Dann kГ¶nnen Sie einen sogenannten VerlustvortragВ machen und ihr Minus steuersenkend verrechnen.
  • als Arbeitnehmer wГ¤hrend eines Kalenderjahres nicht ununterbrochen in einem DienstverhГ¤ltnis gestanden haben.
  • die HГ¶he Ihres Arbeitslohns im Laufe des Kalenderjahres variiert.
  • Ihre Steuerklasse im Laufe des Jahres geГ¤ndert haben.

Wenn Sie eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben, obwohl Sie das nicht müssen, nennt sich das im Steuerrecht Antragsveranlagung.

Sie fragen sich, mit welcher SteuerrГјckerstattung Sie bei einer freiwilligen Abgabe der SteuererklГ¤rung rechnen kГ¶nnen? Die Experten der VLH helfen Ihnen gerne weiter. Hier geht es zur Beratersuche.В

Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben

Geben Sie ihre Steuererklärung freiwillig ab, so sind Sie nicht an die üblichen Abgabefristen gebunden. Sie können sich wesentlich mehr Zeit lassen und Ihre Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 können Sie bis zum 31.12.2019 ausfüllen und beim Finanzamt einwerfen. Früher nannte man die freiwillige Steuererklärung übrigens auch Lohnsteuerjahresausgleich.

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Steuer ABC

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Einmal Steuererklärung – dann immer wieder?

Die Liste der Gründe, warum man eine Steuererklärung nicht macht, ist schon verdammt lang. An der Spitze stehen Klassiker wie „Ich kann das eh nicht.“, „Das lohnt sich bei mir bestimmt nicht.“ und „Ich hab es nicht so mit Zahlen.“ Da wollen wir uns jetzt gar nicht groß drüber auslassen, aber natürlich sind das nur Ausflüchte. Jede und jeder kann mit unserer Online-Lösung smartsteuer die Steuererklärung machen und sich damit Geld vom Staat zurück holen.

Es gibt aber auch Gründe, die sich nicht so einfach widerlegen lassen. So kommt immer wieder der Spruch „Wenn ich die Steuererklärung einmal abgegeben habe, muss ich sie dann jedes Jahr machen.“ Ob das stimmt, erfahren Sie in diesem Text.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Nun, wir sollten an dieser Stelle kurz erklären, dass es zwei Gruppen von Steuerzahlern gibt. Das sind einerseits die, die laut Einkommensteuergesetz (EStG) zur Abgabe verpflichtet sind – und die, die es nicht sind. Geregelt ist das in Paragraph 46 des EStG für Angestellte. Selbstständige müssen hingegen immer eine Steuererklärung machen. Verpflichtet zur Abgabe sind zum Beispiel Ehepaare mit den Steuerklassen III und V (Ehegattensplitting), Arbeitnehmer mit Zusatzeinnahmen von mehr als 410 Euro (etwa Mieteinnahmen), wer steuerfreie (!) Lohnersatzleistungen wie Kranken-, Arbeitslosen- oder Elterngeld bezogen hat, wer zeitgleich bei zwei Arbeitgebern beschäftigt war und Rentner, deren steuerpflichtiger Anteil ihrer Rente über dem Existenzminimum (2016: 8.652 Euro, 2017: 8.820 Euro) lag.

Ganz klar, wer zu den „Betroffenen“ gehört, muss nicht nur in diesem Jahr eine Steuererklärung machen, sondern auch in den folgenden Jahren. Aber, und das sagt neben dem Paragraphen im Gesetz schon der gesunde Menschenverstand: Entfallen die Voraussetzungen für die verpflichtende Abgabe, entfällt auch die Pflicht zur Abgabe selbst. Hat ein Arbeitnehmer im nächsten Jahr zum Beispiel nicht mehr zwei Arbeitgeber zur gleichen Zeit, sondern ist das ganze Jahr nur bei einem Unternehmen angestellt, muss er keine Steuererklärung mehr abgeben.

Was ist bei freiwilliger Abgabe?

Ja, werden Sie sagen, das leuchtet mir ein. Aber bei mir ist es doch ganz anders: „Ich muss normalerweise überhaupt keine Steuererklärung machen. Aber 2016 habe ich im ersten Halbjahr bei der einen Firma eher so mittel verdient, im zweiten Halbjahr bei einer anderen Firma dafür viel mehr. Ein Kumpel sagte mir, dass ich da gut was bei der Steuer zurückbekommen kann, weil der Lohn so unterschiedlich war.“ Da hat der Kumpel natürlich recht.

Dieses Beispiel zeigt, dass es immer mal ein Jahr geben kann, wo sich die freiwillige Steuererklärung besonders lohnen kann. Dann machen Sie doch einfach auch die Steuererklärung, Sie haben doch keinen Cent zu verschenken, besonders nicht dem Staat. Dafür gibt es zwei gute Gründe:

  • Im EStG gibt es keine Aussage, der Sie verpflichtet, dass Sie auch im nächsten Jahr wieder eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Es sei denn, Sie erfüllen dann eines der Kriterien zur verpflichtenden Abgabe.
  • Vielleicht sind Sie auf den Geschmack gekommen? Und vielleicht steht Ihnen auch im nächsten Jahr eine Steuerrückerstattung zu, wenn sie auch nicht so hoch ausfällt? Probieren Sie es doch einfach wieder mit unserer Online-Lösung smartsteuer, denn da müssen Sie erst zahlen, wenn Sie die Steuererklärung abgeben.

Zusammenfassung : Wer einmalig seine Steuererklärung freiwillig abgibt, muss das im nächsten Jahr nicht automatisch wieder machen. Fast immer ist es aber ratsam, es trotzdem zu tun. Denn meist gibt es Geld vom Staat zurück.

Geschrieben von: Jennifer Dittmann

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

Es ist mir unverständlich, wenn Rentner eine EStErkl. Abgeben müssen, wenn

ihr steuerpflichtiger Anteil ihrer Rente über dem Existenzminimum (2016: 8.652 Euro, 2017: 8.820 Euro) lag. Ist das nicht ein Widerspruch zum Steuerfreibetrag?

Ich habe jahrelang meine EStErkl. abgegeben, obwohl sich nie eine Steuerzahlung ergab. Durch Erleichterungen für die Betreuung einer erwerbsunfähigen Tochter, durch Pauschbeträge und weitere gesetzliche Freibeträge bzw. abzugsfähige Ausgaben war das steuerpflichtige Einkommen immer zu gering für eine Steuerzahlung. Von 2013 bis 2016 habe ich durch Bestätigung meiner Anträge auf Nichtveranlagungsbescheinigung keine Steuererklärungen abgeben brauchen. Für 2017 wurde das nun abgelehnt, obwohl meine Einkommenssituation (Zusammenveranlagung mit der Ehefrau) sich nicht wesentlich verändert hat. Mein Widerspruch blieb bislang unbeantwortet.

Der allgemeine Eindruck bleibt: Das Steuersystem der BRD ist und bleibt kompliziert und kann oft vom Bürger nicht nachvollzogen werden.

Meine Frau und ich sind Rentner, besitzen keine Immobilie und haben in den

Jahren 2015 und 2016 ausser unserer Rente nur Einkommen aus Dividenden

bezogen. Wir haben freiwillig Steuererklärungen für diese 2 Jahre abgegeben mit dem Ergebnis dass uns für beide Jahre € 140,- erstattet wurden. Es sind bei uns hohe Krankheitskosten entstanden, die wir geltend gemacht haben.

Der bürokratische Aufwand hat sich also nicht gelohnt, und wir stellen die Frage, ob wir in der Zukunft verpflichtet sind Steuererklärungen abzugeben.

wenn Sie in der Vergangenheit freiwillig abgegeben haben und weiterhin keine Pflicht zur Abgabe besteht, dann müssen Sie Ihre Steuererklärung nicht abgeben.

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  • Juliane Bunte sagt Das kann man so pauschal leider nicht sagen. Wenn sie 2017 unter dem Grundfreibetrag (also nach Abzug von zB Vorsorgeaufwendungen) von 8.820€ liegt, w.
  • alexander schmidt sagt Hallo meine Mutter ist 83 Jahre muß die auch einen Steuerausgleich noch Machen wenn sie über 1100 euro Pension bekommt!
  • Juliane Bunte sagt Für solche konkreten Sachverhalte sollten Sie überlegen einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Diese Frage kann in diesem Rahmen leider nicht beantwortet w.
  • Jacqueline Malachowski sagt Hallo, Ich habe die Steuererklärung für 2015 viel zu sät abgegeben musste aber für 2015 für angebliche Mieteinnahmen 1700 Euro an das Finanzamt zahlen.
  • Juliane Bunte sagt Zu den Zahlungsmodalitäten können Sie Rücksprache mit Ihrem Finanzamt halten.

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Источники: http://frey-steuerberatung.de/die-zehn-populaersten-steuerirrtuemer/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wer-muss-eine-steuererklaerung-abgeben.html, http://www.smartsteuer.de/blog/2017/02/21/einmal-steuererklaerung-dann-immer-wieder/

Steuerklasse verheiratet ohne kind

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Die Steuerklasse nach der Heirat

Steuerklasse nach der Heirat: Die wichtigsten Fakten

  • Die Steuerklasse nach der Heirat ist automatisch die Steuerklasse 4.
  • Wer die Steuerklassenkombination 3/5 haben möchte, muss dies schriftlich beim Finanzamt beantragen.
  • Auch wenn ein Ehepartner kein Gehalt erhält, wird man automatisch in die Steuerklasse 4 eingeordnet.
  • Für Ehepaare gibt es nur folgende mögliche Steuerklassenkombinationen: 3/5 und 4/4.
  • 3/5 lohnt sich bei unterschiedlichen Verdiensten und 4/4 bei annähernd gleichen Verdiensten.

Steuerklasse nach der Heirat berechnen

Welche Steuerklassen-Kombinationen sind möglich?

Je nachdem, ob beide Ehepartner in etwa gleich viel verdienen oder ob sich ihre Bruttoverdienste erheblich voneinander unterscheiden, sollten sie nach der Heirat in der automatisch zugewiesenen Steuerklasse 4 verbleiben. Die Steuerklasse 4 sieht pro Person im Jahr 2017 einen Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro und einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro vor.

Der Kinderfreibetrag ist zwar nur halb so hoch wie in den Steuerklassen 1, 2 und 3, er wird jedoch beiden Ehepartnern gleichermaßen zugesprochen, so dass sie in der Gesamtsumme wieder auf 7.356 Euro im Jahr 2017 und pro Kind kommen.

Nicht immer ist ein sofortiger Wechsel in die für manche Ehepaare steuerlich günstigere Steuerklassenkombination 3 / 5 sinnvoll. Vor dem Steuerklassenwechsel nach einer Heirat sollte man sich Gedanken machen, wie die finanzielle Zukunft aussieht.

  • Wenn man sich in seinem Job nicht sicher ist, sollte man gut überlegen, in die Steuerklassen 3 und 5 zu wechseln. Ein nachträglicher Wechsel der Steuerklasse ist nicht einfach möglich.

Wichtige Fragen zur Steuerklasse nach der Heirat

Wann lohnt die Steuerklasse 3?

Verdient ein Ehepartner signifikant mehr als der andere, kann sich auch ein Ehegattensplitting steuerlich lohnen.

Es sieht unter anderem vor, dass der eine Ehepartner in die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

In der Steuerklasse 3 sind die Lohnabzüge deutlich geringer als in der Steuerklasse 4 oder 5. So liegt der Grundfreibetrag in dieser Steuerklasse nicht bei 8.820 Euro, sondern bei 17.640 Euro im Jahr 2017.

Sofern der gut verdienende Ehepartner diese Steuerklasse nutzt, kann dies nicht selten dazu führen, dass das Ehepaar deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, als dies in der Steuerklasse 4 der Fall wäre.

Allerdings ist es nicht selten, dass ein Ehegattensplitting bei der Einkommensteuererklärung regelmäßig zu Nachzahlungen führt und darauf sollte das Ehepaar vorbereitet sein.

Wem nutzt die Steuerklasse 5?

Die Steuerklasse 5 ist für den Ehegatten mit dem geringerem Einkommen von beiden gedacht. Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 Euro und der Vorsorgepauschbetrag in individueller Höhe könnten in dieser Steuerklasse unverändert geltend gemacht werden.

Allerdings hat das Ehegattensplitting speziell für den Ehepartner in der Steuerklasse 5, neben der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, Steuern nachzahlen zu müssen, einen weiteren Nachteil. Er wird deutlich höhere Lohnabzüge hinnehmen müssen, als dies in den meisten anderen Steuerklassen der Fall wäre.

  • In der Steuerklasse 5 gibt es weder einen Grundfreibetrag noch einen Kinderfreibetrag.

Was ist vor dem Wechsel der Steuerklassen bei Ehepaaren zu bedenken?

Bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat sollte man immer Weitblick walten lassen, da ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr möglich ist.

Daher ist es wichtig, die weitere Entwicklung zu überblicken. Ist es zum Beispiel absehbar, dass ein Ehepartner in naher Zukunft Lohnersatzleistungen wie

beziehen wird, sollte dies bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat berücksichtigt werden. Denn die Lohnersatzleistungen berechnen sich nach dem letzten Nettoeinkommen.

  • Bei der Steuerklasse 3 ist das Nettoeinkommen höher als bei der Steuerklasse 5. Vor der Geburt eines Kindes kann es sich daher lohnen, vorher in Steuerklasse 3 zu wechseln. Auf diese Weise würde sich das Elterngeld erhöhen.

Wer sollte die Steuerklasse 6 wählen?

Immer dann, wenn sich einer der beiden Ehepartner entscheidet, mehrere Jobs gleichzeitig auszuführen, wäre die Steuerklasse 6 von Bedeutung.

  • In der Steuerklasse 6 gibt es keinerlei Freibeträge. Deshalb sind die Abzüge sehr hoch.

Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn beide Ehepartner nebenbei jobben und auf diese Weise ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

Steuerklasse nach der Heirat: Wechselformular und ELStAM

Wer von der Steuerklassenkomination 4/4 in die Steuerklassen 3 und 5 wechseln möchte, muss dies mit dem ‚Antrag auf Steuerklassenwechsel für Ehegatten‘ beantragen:

Seitdem das Verfahren ‚Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“ (ELStAM) eingeführt wurde, übermittelt die Meldebehörde automatisch nach einer Eheschließung folgende Informationen an die Finanzverwaltung:

  • den geänderten Familienstand
  • die Identifikationsnummer

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide Eheleute ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Ein weiterer Vorteil von ELStAM ist, dass auch dem Arbeitgeber die Steuerklasse als ELStAM automatisch zum Abruf zur Verfügung gestellt wird.

Szenarien/Rechenbeispiele

Im Folgenden werden drei gängige Szenarien für die Steuerklasse nach der Heirat vorgestellt. Um sich die Details zu einem der Szenarien anzusehen, klicken Sie dazu einfach auf den jeweiligen Button.

Szenario 1: Eheschließung im Mai, keine Kinder vorhanden

An dieser Stelle haben die Betroffenen sicher den geringsten Aufwand. Hintergrund: In Deutschland gilt seit einigen Jahren der Grundsatz, dass im Rahmen der Eheschließung die Finanzbehörden informiert werden.

Aufgrund dessen erfolgt automatisch die Einordnung der Ehepartner in die neue Lohnsteuerklasse. Die Steuerklasse nach der Hochzeit bewirkt also: Für beide gilt zuerst die Steuerklasse 4, welche im Anschluss individuell angepasst werden kann.

Szenario 2: Ehepartner mit sehr starkem Einkommensunterschied

Hier sieht die Situation folgendermaßen aus: Zuerst vergibt das Finanzamt nach der Hochzeit für beide Partner – ganz automatisch – Steuerklasse 4. Um die Abgabenlast positiv zu beeinflussen, kann sich der Wechsel in die Kombination Steuerklasse 3/5 lohnen. Dieser Wechsel muss aber beantragt werden. Alternativ besteht die Chance, mit der Steuerklasse 4 mit Faktor zu arbeiten.

Szenario 3: Trauung erfolgt aufgrund eines gemeinsamen Kinderwunsches

Wird die Ehe während der Schwangerschaft geschlossen, sollte sich das Paar zum Handeln entschließen. Da die Höhe des Elterngeldes ans Nettoeinkommen gekoppelt ist, hat die Steuerklasse 3/5 positive Auswirkungen. Allerdings kann es – je nach Situation – für das andere Elternteil eventuell zu Nachteilen kommen.

Welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete?

Steuerklasse für Verheiratete: Die wichtigsten Fakten

  • Verheiratete sind nach der Hochzeit automatisch in der Steuerklasse 4.
  • Ehepaare können zusätzlich zwischen den Steuerklassenkombinationen 3/5 und 4/4 mit Faktor wählen.
  • Ein Steuerklassenwechsel muss schriftlich beim Finanzamt beantragt werden.
  • Verheiratete können die Steuerklassen einmal jährlich wechseln.

Verheiratete: Welche Lohnsteuerklassen können gewählt werden?

Nach der Hochzeit kommen beide Ehepartner automatisch in Steuerklasse 4. Dort muss das Ehepaar jedoch nicht bleiben. Sie haben die Möglichkeit, zwei weitere Kombinationen zu wählen.

Steuerklassen 3 und 5

Steuerklassen 4 und 4 jeweils mit Faktor

Bringt einem Paar eine Steuerklassenkombination mehr Vorteile als die Steuerklassen, in denen sie sich gerade befinden, können die Eheleute die Klassen wechseln. Dies ist einmal jährlich möglich und muss beantragt werden.

Steuerklassen für Ehepaare in der Übersicht

Unterschiede bei Steuerklassen für Verheiratete?

Bei der Wahl der entsprechenden Steuerklasse kommt es darauf an, wie viel die beiden Ehegatten verdienen. Wenn einer der Partner ein deutlich höheres Einkommen hat als der andere, dann wäre es sinnvoll, sich für die Kombination aus Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 zu entscheiden.

Der jeweils besser verdienende Partner (die Summe sollte bei etwa 60 Prozent des Haushaltseinkommens liegen) müsste dann die Lohnsteuerklasse 3 für sich beanspruchen.

Derjenige mit dem niedrigeren Einkommen entscheidet sich für die Lohnsteuerklasse 5.

Verdienen beide Ehegatten etwa gleich viel, ist die Variante 4/4 sehr sinnvoll. Dann sind beide Partner gleichermaßen von der Höhe der steuerlichen Abzüge betroffen und zudem nicht verpflichtet, eine gemeinsame Steuererklärung vorzulegen.

Die dritte Variante, die Steuerklasse 4/4 mit Faktor, verpflichtet wieder zur gemeinsamen Steuererklärung.

Bei dieser Version zahlen beide Partner, auch wenn sie unterschiedlich verdienen, den Lohnsteuerbetrag, der dem jeweiligen Anteil am gemeinsamen Bruttoeinkommen entspricht.

Lohnsteuerklasse vor Hochzeit entscheiden

Es ist also durchaus sinnvoll, sich bereits vor der Eheschließung genauestens darüber zu informieren, welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete im eigenen Fall infrage kommt.

Ein Steuerklassenrechnerkann dabei ein nützliches Hilfsmittel sein. Mit nur wenigen Angaben kann der Rechner schnell und umkompliziert Auskunft darüber geben, welche Steuerklassenkombination für ein verheiratetes Paar am vorteilhaftesten ist.

Wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

Ändern sich die persönlichen Umstände eines Ehepaares, zum Beispiel durch Nachwuchs, bevorstehende Arbeitslosigkeit eines Partners oder eine Gehaltserhöhung, kann ein Steuerklassenwechsel sinnvoll sein. Doch wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

Zunächst einmal ist zu beachten, dass ein Steuerklassenwechsel einmal jährlich vollzogen werden kann. Dazu muss ein Antrag beim zuständigen Finanzamt gestellt werden, der diesem bis zum 30. November vorliegen muss.

  • Beide Ehepartner müssen mit dem Steuerklassenwechsel einverstanden sein. Das entsprechende Formular muss von beiden unterschrieben werden.

Schnell die Steuerklasse wechseln mit einem PDF-Formular zum Steuerklassenwechsel:

Sinnvoller Steuerklassenwechsel – ein Beispiel

Melanie erhält eine Gehaltserhöhung

Melanie und ihr Mann Jan haben für sich die Steuerklassenkombination 3 und 5 gewählt. Da Melanie bisher in Teilzeit arbeitete, verdiente sie 1500 Euro brutto im Jahr. Jan ist in Vollzeit beschäftigt und hat ein Einkommen von 3600 Euro brutto monatlich. Die Einkünfte lagen damit weit auseinander, sodass die Steuerklassen 3 und 5 die vorteilhaftesten für das Paar waren.

Nun möchte Melanie mehr arbeiten und baut ihre Stelle zu einer Vollzeitstelle aus. Ihr Gehalt erhöht sich dabei mit 3300 Euro auf mehr als das doppelte.

In diesem Fall ist die Steuerklassenkombination 3/5 nicht mehr sinnvoll. Ein Wechsel der Klassen hin zu der Kombination 4/4 ist ratsam, da beide Gehälter nun dicht beieinanderliegen.

Rentner und Arbeitnehmer: Welche Steuerklasse für Verheiratete?

Ähnlich wie die meisten Arbeitnehmer müssen sich auch die verheirateten Rentner auf eine Steuerklassenkombination festlegen.

Die Variante 3/5 ist insbesondere dann geeignet, wenn einer der beiden Ehepartner noch arbeitet und sehr gut verdient. Der berufstätige Partner sollte dann die Steuerklasse 3 nutzen, während der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

Befinden sich jedoch beide Eheleute im Ruhestand und haben ein ähnlich hohes Einkommen, bietet sich die Steuerklassenkombination 4/4 an.

Welche Steuerklasse als Ehepaar?

Steuerklasse als Ehepaar: Wichtige Fakten

  • Beide Ehepartner erhalten nach der Hochzeit automatisch die Steuerklasse 4.
  • Ein Ehepaar kann schriftlich eine andere Steuerklassenkombination beantragen.
  • Möglich sind die Steuerklassen Kombinationen 3/5 oder 4/4 mit Faktor.
  • Das Faktorverfahren verhindert größere Rück- und Nachzahlungen.
  • Die Steuerklassen kann das Ehepaar einmal im Jahr wechseln.

Welche Steuerklassenkombinationen sind für ein Ehepaar möglich?

Vor der Hochzeit dürften die meisten künftigen Partner in der Steuerklasse 1 gewesen sein. Nach der Hochzeit sind drei Kombinationen möglich:

  • Die Steuerklassen 4 und 4
  • Die Steuerklasse 3 und 5
  • Die Steuerklasse 4 und 4 mit Faktor

Nach der Trauung wird das Ehepaar automatisch in die Kombination 4 und 4 eingestuft, kann diese aber problemlos wechseln. Grundsätzlich gilt, dass ein Ehepaar jedes Jahr einmal die Steuerklasse wechseln dürfen. Die Summe der Steuerklassenkombination muss dabei immer acht ergeben.

Die möglichen Steuerklassen für ein Ehepaar in der Übersicht

Was sind die Steuervorteile der Kombinationen für ein Ehepaar?

Die Einstufung in die Steuerklasse 4 lohnt sich für ein Ehepaar dann, wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen. Die Regel lautet, dass die Differenz des Gehalts 10 Prozent nach Möglichkeit nicht überschreiten sollte.

Beide Partner erhalten in dieser Variante die gleichen Abzüge, die in etwa mit den Freibeträgen der Steuerklasse 1 vergleichbar sind. Alle Vergünstigungen werden zu gleichen Teilen gesplittet. So bleibt beim Gehalt mehr Netto vom Brutto.

  • Einer der größten Steuervorteile dieser Variante für ein zusammenveranlagtes Ehepaar ist zudem, dass nur eineSteuererklärung abgegeben werden muss.

Die Steuerklassen 3 und 5 sollten gewählt werden, wenn die beiden Partner unterschiedlich viel verdienen.

Die Faustregel lautet: Verdient einer der Eheleute 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens und der andere 40 Prozent oder gehen die Einkünfte noch weiter auseinander, sollte ein Wechsel in die Steuerklassen 3 und 5 durchgeführt werden. Der besserverdienende Partner wählt dabei die Steuerklasse 3.

Er erhält in dieser weitreichende Abzugsmöglichkeiten: Sein Freibetrag wird verdoppelt. Dies gilt ebenso für die Vorsorgepauschale.

Diese Kombination lässt dem Ehepaar dann netto die meisten Euro vom Brutto, wenn ein Partner keine Einkünfte hat oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

  • Ist absehbar, dass ein Teil vom Ehepaar bald eine Lohnersatzleistung beziehen muss, kann es Sinn machen, die Steuerklassen Kombination zu drehen. Wie viel Euro Elterngeld oder Arbeitslosengeld eine Person erhält, orientiert sich an ihrem Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate. Durch einen Tausch können diese Ersatzleistungen nach oben gebracht werden.

Ein Ehepaar kann sich auch dazu entscheiden, die Variante 4 und 4 mit Faktor zu wählen. Die Idee dahinter ist, dass jeder Partner tatsächlich nur in etwa prozentual den Teil der Steuern zahlen muss, den er zum Einkommen beisteuert.

Diese Variante eignet sich wiederum dann, wenn das Ehepaar nicht gleich viel verdient, die Gehaltsdifferenz sollte allerdings noch nicht so groß sein, dass die Variante 3 und 5 mehr Sinn macht.

Grundlage für den Faktor sind die voraussichtlichen Arbeitslöhne des laufenden Jahres. Die persönlichen Freibeträge werden sofort abgezogen. Man spricht in disem Fall davon, dass sich der Splittingvorteil direkt positiv auswirkt.

Durch den Faktor werden große Nachzahlungen (ebenso wie Rückzahlungen) am Jahresende vermieden. Entscheidet sich ein Paar für diese Variante, sollte es wissen, dass es monatlich einige Euro weniger netto vom Bruttogehalt haben kann.

Steuerklassen für ein Ehepaar – Steuerklassenrechner als Hilfsmittel

Nicht immer ist offensichtlich, welche Steuerklassenkombination für ein Ehepaar die beste ist. Mit Hilfe eines Steuerklassenrechners können Partner schnell und unkompliziert herausfinden, ob die Kombination 3/5, die Variante 4/4 oder Steuerklassen 4 mit Faktor vorteilhafter sind.

Der Rechner benötigt nur wenige Angaben. Lediglich die Jahresbruttogehälter beider Partner sowie das Bundesland, indem das Paar lebt, reichen für ein detailliertes Ergebnis aus.

Wie kann ein Ehepaar die Steuerklasse wechseln?

Ehepaare haben genau wie eingetragene Lebenspartnerschaften den Vorteil, dass sie ihre Steuerklassen frei wählen können.

Ändert sich beispielsweise durch eine Gehaltserhöhung das Einkommensverhältnis der Partner, kann ein Steuerklassenwechsel ratsam sein. Doch wie kann die Steuerklasse gewechselt werden?

Ein Steuerklassenwechsel kann einmal jährlich vollzogen werden. Dafür muss das Ehepaar einen Antrag beim zuständigen Finanzamt einreichen. Dieser muss bis zum 30. November vorliegen.

  • Möchte ein Ehepaar oder eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft die Steuerklassen wechseln, müssen beide Partner mit dem Wechsel einverstanden sein und das Formular unterschreiben.

Fallbeispiel: Wann ist ein Steuerklassenwechsel sinnvoll?

Fiona und David sind verheiratet. Fiona arbeitet Vollzeit als Bankkauffrau und verdient monatlich 2700 Euro. Ihr Partner David ist in der Marketingabteilung eines Unternehmens tätig. Dort erhält er 2800 Euro monatlich. Da die Einkünfte in etwa gleich hoch sind, hat sich das Paar für die Steuerklassenkombination 4/4 entschieden.

Nun hat sich David auf die Stelle des Marketingleiters beworben und diese auch bekommen. Mit der Beförderung ist eine Gehaltserhöhung auf 4600 Euro monatlich verbunden. Die Gehälter der beiden Partner liegen jetzt weit auseinander. Ein Steuerklassenwechsel ist daher ratsam. Die meisten Vorteile hätte das Paar in diesem Fall durch die Steuerklassenkombination 3/5. Fiona würde die Steuerklasse 5 wählen, David die Klasse 3.

Häufig gestellte Fragen: Steuerklassen bei einem Ehepaar

Welche Steuerklasse ist die richtige, wenn ein Ehepaar ein Kind hat?

Zieht ein Ehepaar Kinder groß, kommt schnell die Frage auf, welche Steuerklasse die richtige ist.

  • Grundsätzlich gilt: Ob ein Ehepaar ein Kind hat oder nicht, hat zunächst keinen Einfluss auf die Steuerklasse.

Das heißt: Möglich sind die Steuerklassenkombinationen 3/5, 4/4 und 4/4 mit Faktor. Je nach Steuerklasse können für das Kind unterschiedliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden. So richtet sich die Höhe des Kinderfreibetrags nach der Steuerklasse.

Welche Steuerklasse gilt bei Nebentätigkeiten?

Wer neben seinem Hauptjob eine oder mehrere Nebentätigkeiten ausüben möchte, muss dabei akzeptieren, dass der Nebenerwerb in die Steuerklasse 6 eingeordnet wird. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn die Nebentätigkeit auf selbstständiger oder freiberuflicher Basis durchgeführt wird.

Diese Verfahrensweise unterscheidet sich nicht von der Verfahrensweise, die auch bei Singles praktiziert wird.

Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-nach-der-heirat/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/verheiratete/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehepaar/

Zweitwohnung steuerlich absetzen rechner

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Doppelte Haushaltsführung

So sparen Sie Steuern mit der Zweitwohnung

  • Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort führt, kann grundsätzlich seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
  • Voraussetzung ist, dass Sie weiterhin einen eigenen Haushalt an Ihrem ersten Wohnort haben. Dieser muss der Lebensmittelpunkt sein.
  • Bis zu 1.000 Euro der monatlichen Unterkunftskosten am Beschäftigungsort können Sie als Werbungskosten absetzen.
  • Das Finanzgericht Düsseldorf ist – anders als die Finanzämter – der Meinung, dass zusätzlich die nachweisbaren Aufwendungen für Möbel, Gardinen, Lampen und Haushaltsartikel absetzbar sind. Diese wären dann auch absetzbar, wenn die monatliche 1.000-Euro-Grenze schon ausgeschöpft ist.
  • Ihre Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (innerhalb der ersten drei Monate) und etwaige Umzugskosten wirken sich ebenfalls steuermindernd aus.

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In Hamburg wohnen und in Berlin arbeiten: Arbeitnehmer müssen heutzutage flexibel und mobil sein. Der Fiskus belohnt das: Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Doppelte Haushaltsführung heißt das im Fachjargon.

Vier Voraussetzungen

Für eine doppelte Haushaltsführung müssen diese vier Punkte erfüllt sein:

Helfer für die Steuererklärung

  • Die Wohnung wird aus beruflichen Gründen bezogen.
  • Der Arbeitnehmer nutzt diese Zweitwohnung am Ort der „ersten Tätigkeitsstätte“, dem Beschäftigungsort. Auf jeden Fall sollte er von dieser Wohnung aus den Arbeitsplatz schneller erreichen können als von der Hauptwohnung.
  • Der Arbeitnehmer unterhält weiterhin außerhalb des Beschäftigungsorts seinen Hauptwohnsitz.
  • Dieser Hauptwohnsitz bildet zugleich seinen Lebensmittelpunkt.

Das Finanzamt berücksichtigt dann die Kosten der Zweitwohnung, Fahrtkosten, innerhalb der ersten drei Monate Zusatzkosten für die Verpflegung (Verpflegungsmehraufwendungen) und Umzugskosten. Ihre Mehraufwendungen können Sie als Werbungskosten abziehen, soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei erstattet hat. Eine anerkannte doppelte Haushaltsführung gilt unbefristet, das heißt über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes).

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Details und Beispiele in einem Schreiben vom 24. Oktober 2014 zusammengestellt (IV C 5 – S 2353/14/10002). Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 – S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen. Schließlich sind auch Fahrtkosten absetzbar.

Sie beantragen die doppelte Haushaltsführung, indem Sie die dritte Seite der Anlage N ausfüllen.

Freibetrag eintragen lassen

Weil eine doppelte Haushaltsführung in der Regel mit dauerhaften Zusatzkosten verbunden ist, können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens für sich nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dann müssen Sie aber auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

Berufliche Gründe

Eine doppelte Haushaltsführung muss beruflich veranlasst sein. Als Gründe zählen vor allem:

  • ein Wechsel des Beschäftigungsorts, weil Sie versetzt wurden,
  • ein Wechsel des Arbeitsplatzes,
  • die Aufnahme eines Beschäftigungs- oder Dienstverhältnisses außerhalb Ihres bisherigen Wohnorts und dessen Umgebung.

Immer geht es darum, dass von der Zweitwohnung aus die Tätigkeitsstätte schneller zu erreichen ist. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Eine doppelte Haushaltsführung ist ebenfalls beruflich begründet, wenn Sie Ihre Hauptwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegen – und anschließend am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt gründen, um von dort aus weiter Ihrem bisherigen Job nachzugehen (sogenannte Wegverlegungsfälle).

Eigener Haushalt

Damit der Fiskus eine doppelte Haushaltsführung berücksichtigt, müssen Sie an Ihrem Beschäftigungsort eine Zweitwohnung haben und einen eigenen Haushalt an einem anderen Ort führen, der Ihren Lebensmittelpunkt darstellt.

Ein eigener Haushalt setzt eine Ihren Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung voraus. Diese Wohnung muss Ihnen gehören, von Ihnen gemietet sein, oder Sie dürfen sie als Partner oder Ehegatte nutzen. Außerdem bestimmen Sie die Haushaltsführung selbst oder tragen wesentlich dazu bei.

Seit 2014 ist zudem eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung vorgeschrieben. Diese muss nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF) die Bagatellgrenze von 10 Prozent der monatlich anfallenden Kosten überschreiten. Hierzu zählen: Miete, Mietnebenkosten, Aufwendungen für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Während das BMF bei Ehegatten mit den Steuerklassen III, IV oder V immer eine finanzielle Beteiligung annimmt, ist sie in anderen Fällen nachzuweisen. Kritisch hinterfragt werden in der Praxis die Fälle, bei denen volljährige Kinder ein Zimmer im Elternhaus als Erstwohnsitz angeben.

Zimmer bei Eltern genügt nicht

Wenn Sie unentgeltlich ein Zimmer in der elterlichen Wohnung nutzen, gilt das nicht als eigener Hausstand. Sie müssen belegen können, dass Sie sich an den laufenden Kosten mit mindestens 10 Prozent beteiligen. Auch wer sich in einem Wohnmobil aufhält, unterhält keinen eigenen Haushalt. Dagegen kann ein eigener Hausstand vorliegen, wenn Sie im Haus Ihrer Eltern eine abgeschlossene Wohnung allein nutzen und hierfür zahlen.

Lebensmittelpunkt bestimmt Erstwohnsitz

Der Mittelpunkt Ihres Lebensinteresses muss sich auf Dauer am Erstwohnsitz befinden. Bei Verheirateten gilt in der Regel die Familienwohnung als Lebensmittelpunkt, wenn der Arbeitnehmer sie mindestens sechsmal im Jahr aufsucht. Bei Singles gilt als Lebensmittelpunkt der Ort, zu dem sie die engere persönliche Bindung haben. Wer seine Wohnung an diesem Ort weniger als zweimal im Monat besucht, sollte beispielsweise mit den Beziehungen zu Eltern, zum Lebenspartner, zur Verwandtschaft und zu Freunden argumentieren können oder auch mit der Mitgliedschaft in einem Verein.

Sonderfall Ausland: Wenn sich Ihr eigener Hausstand im Ausland befindet und deshalb weit von Ihrer Zweitwohnung entfernt ist, sollten Sie einmal im Jahr mindestens eine Heimfahrt antreten. Bei größeren Entfernungen (beispielsweise Japan oder Australien) kann auch eine Heimreise innerhalb von zwei Jahren ausreichen, damit das Finanzamt davon ausgeht, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt dort befindet. Anders als im Inland ist Voraussetzung für den Lebensmittelpunkt im Ausland außerdem, dass dort hauswirtschaftliches Leben herrscht, die Wohnung also dauerhaft bewohnt ist.

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Kosten der Zweitwohnung

Unterkunftskosten: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Es werden allerdings nur nachweisbare Kosten bis zu 1.000 Euro im Monat berücksichtigt, also bis zu 12.000 Euro im Jahr. Soweit der monatliche Höchstbetrag nicht ausgeschöpft wird, kann das übrigegebliebene Volumen in andere Monate des Bestehens der doppelten Haushaltsführung im selben Kalenderjahr übertragen werden.

Auf die Größe der Wohnung oder die ortsübliche Vergleichsmiete kommt es bei Wohnungen in Deutschland nicht an. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Ausland sind die Kosten jedoch auf eine Wohnung mit maximal 60 Quadratmetern begrenzt.

Als Haustand gilt eine Miet- oder Eigentumswohnung, ein möbliertes Zimmer, ein Hotelzimmer oder auch eine Gemeinschaftsunterkunft. Vergessen Sie auch nicht, die Kosten zum Suchen und Besichtigen der Wohnung am Arbeitsort steuerlich abzusetzen (zum Beispiel die Maklerkosten).

Der auf 1.000 Euro begrenzte Höchstbetrag für die Unterkunft umfasst folgende Aufwendungen:

  • Miete,
  • Nebenkosten zum Beispiel für Heizung und Wasser,
  • Reinigungskosten,
  • Kosten für Sondernutzungen beispielsweise für den Garten oder für den Autostellplatz,
  • Rundfunkbeitrag,
  • Zweitwohnungssteuer und
  • speziell für Eigentümer die Positionen Abschreibung und Schuldzinsen.

Kosten für Einrichtung der Zweitwohnung: Umstritten ist, wie die Kosten für Hausrat und Einrichtungsgegenstände behandelt werden. Dazu zählen die Aufwendungen für Möbel, Lampen, Gardinen und Haushaltswaren für die Zweitwohnung. Das BMF verpflichtet per Schreiben vom 24. Oktober 2014 die Finanzämter dazu, dass sie in die 1.000-Euro-Monatsgrenze auch die Einrichtungskosten einbeziehen. Das Finanzgericht Düsseldorf hält dies für falsch, weil es keine gesetzliche Begründung dafür erkennen kann (Urteil vom 14. März 2017, Az. 13 K 1216/16). Folglich wären solche Kosten zusätzlich – und zwar grundsätzlich unbegrenzt – absetzbar. Ob dies tatsächlich möglich ist, muss der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden.

Geben Sie daher Ihre Einrichtungskosten komplett in der Steuererklärung an. Lehnt das Finanzamt dies ab, legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein. Verweisen Sie dabei auf das anhängige BFH-Verfahren mit dem Aktenzeichen (Az.) VI R 18/17. So können Sie Ihren Fall bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung offenhalten.

Haben Sie die Wohnung am Beschäftigungsort gekauft, können Sie zusätzlich Erhaltungsaufwendungen, Grundbesitzabgaben und Versicherungsbeiträge absetzen.

Möbel sofort abschreiben — ab 2018 sogar bis 952 Euro

Die Kosten der Möblierung und die nötige Ausstattung mit sonstigem Hausrat für die Zweitwohnung können Sie möglicherweise unbegrenzt geltend machen (zum Beispiel die zweite Waschmaschine), soweit sich diese in angemessenem Rahmen bewegen. Wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Gegenstand nicht die Nettogrenze von 410 Euro überschreiten (Bruttorechnungsbetrag 487,90 Euro), sind sie sofort und in voller Höhe abziehbar. Höhere Kosten müssen Sie über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen und abschreiben. Für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die Sie ab 2018 anschaffen, wird der Nettowert auf 800 Euro (brutto 952 Euro) je Gegenstand erhöht, beispielsweise ein Schrank. Wer also mit der Einrichtung noch warten kann, der sollte erst ab Januar 2018 einkaufen, um davon zu profitieren. Die Aufwendungen müssen belegbar sein.

Fahrtkosten: Zu den abziehbaren Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung gehören auch die Fahrtkosten aus Anlass des Wohnungswechsels zu Beginn und am Ende der doppelten Haushaltsführung sowie für wöchentliche Heimfahrten zum Haupthaushalt. Für die erste und letzte Fahrt dürfen Sie die tatsächlichen Kosten abrechnen oder pro gefahrenen Kilometer 30 Cent.

Für Familienheimfahrten gilt hingegen die Entfernungspauschale: Pro Entfernungskilometer werden 0,30 Euro anerkannt, wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto gefahren sind (kein Dienst- oder Firmenwagen). Weil es sich um eine Pauschale handelt, müssen Sie hierfür keine Belege abgeben. Allerdings kann das Finanzamt Sie trotzdem dazu auffordern, insbesondere dann, wenn Sie für jede Woche Fahrtkosten geltend machen. Denn die Entfernungspauschale ist nur für tatsächlich durchgeführte Familienheimfahrten anwendbar.

Falls Sie nicht jede Woche nach Hause gefahren sind, sollten Sie für solche Wochen wenigstens die Telefonkosten für ein Ferngespräch mit Angehörigen (bis zu einer Dauer von 15 Minuten) ansetzen. Auch Anteile der Grundgebühr oder der Flatrate-Gebühr sind ansetzbar.

Bei Heimreisen mit dem Zug, Flugzeug oder Bus können Sie die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Reisekosten absetzen.

Verpflegungsmehraufwendungen: Für höchstens drei Monate nach dem Einzug am neuen Arbeitsort können Sie Pauschbeträge für Verpflegung von der Steuer geltend machen. Für jeden Kalendertag, an dem Sie von Ihrer Hauptwohnung abwesend waren, werden die auch bei Auswärtstätigkeiten absetzbaren Beträge anerkannt. Entscheidend ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung am Lebensmittelpunkt. Maßgeblich sind folgende Beträge:

Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

Tipp: Wird die Tätigkeit in den ersten drei Monaten für mindestens vier Wochen unterbrochen, beginnt die dreimonatige Frist für die Verpflegungsmehraufwendungen erneut zu laufen. Dies gilt auch bei Krankheiten oder Urlauben. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen sind zugleich Höchstbeträge. Selbst wenn Sie unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie damit keine höheren Kosten geltend machen.

Umzugskosten: Ihre nachweisbaren Umzugskosten setzen Sie in tatsächlicher Höhe an. Eine Pauschale wird im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nicht angesetzt.

Wahlrecht für Vielpendler

Wenn Sie außerhalb Ihres Erstwohnsitzes am Beschäftigungsort wohnen, können Sie wählen: Entweder machen Sie Ihre kompletten Aufwendungen anlässlich einer doppelten Haushaltsführung (Unterkunftskosten, Verpflegungspauschale und eine wöchentliche Heimfahrt) geltend. Oder Sie setzen sämtliche Fahrtkosten für Ihre tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnung und Beschäftigungsort im Rahmen der Entfernungspauschale an. Dieses Wahlrecht können Sie bezüglich derselben doppelten Haushaltsführung allerdings nur einmal im Jahr ausüben.

Interessant ist diese Option zum Beispiel, wenn Sie mehr als einmal pro Woche an Ihren Lebensmittelpunkt zurückkehren und Ihre dadurch entstehenden Fahrtkosten die laufenden Kosten Ihrer Unterkunft am Beschäftigungsort und nur einer Familienheimfahrt überschreiten. Eine überschlägige Berechnung im Vorfeld lohnt sich also. Zumindest in dem Jahr, in dem Sie erstmals die doppelte Haushaltsführung geltend machen, ist der Abzug der kompletten Kosten meist günstiger. Schließlich können dann auch die Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten drei Monate abgesetzt werden.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

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Doppelte HaushaltsfГјhrung: Wann kann ich Werbungskosten geltend machen?

Wenn Arbeitnehmer aus beruflichen GrГјnden eine Zweitwohnung brauchen – der Steuerberater verwendet den Begriff doppelte HaushaltsfГјhrung -, kГ¶nnen Sie die Kosten dafГјr als Werbungskosten geltend machen. Welche Voraussetzungen fГјr die steuerliche Anerkennung erfГјllt sein mГјssen und in welcher HГ¶he Sie die Kosten fГјr doppelte HaushaltsfГјhrung absetzen kГ¶nnen, lesen Sie hier.

Doppelte HaushaltsfГјhrung: Welche Voraussetzungen mГјssen erfГјllt sein?

Der Gesetzgeber hat die doppelte Haushaltsführung eingeführt, um Menschen zu entlasten, die aus beruflichen Gründen auf eine Zweitwohnung angewiesen sind. Um diese zusätzlichen Kosten abzufedern, akzeptiert das Finanzamt die Aufwendungen für die Zweitwohnung als Werbungskosten. Diese können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen und so Ihre Steuerbelastung senken. Darüber hinaus können Sie auch haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Reinigungsarbeiten) in Zusammenhang mit der Zweitwohnung steuerlich geltend machen. Die wichtigsten Voraussetzungen für die doppelte Haushaltsführung im steuerlichen Sinn sind:

  • Sie haben einen eigenen (Haupt-)Hausstand (z. B. Haus/Wohnung, in dem Ihre Familie lebt).
  • Sie haben am BeschГ¤ftigungsort (bzw. in dessen NГ¤he) eine Zweitwohnung.
  • Die doppelte HaushaltsfГјhrung ist beruflich veranlasst.

Beispiel: Sie wohnen mit Ihrer Familie in Stuttgart und werden von Ihrem Arbeitgeber von Zuffenhausen nach KГ¶ln versetzt. Es ist vereinbart, dass Sie von Montag bis Donnerstag in KГ¶ln arbeiten und freitags im Homeoffice verfГјgbar sind. Sie nehmen sich daher ein Zimmer in KГ¶ln. Diese Kosten kГ¶nnen Sie im Rahmen der doppelten HaushaltsfГјhrung steuerlich geltend machen. Das gilt auch dann, wenn Sie anstelle des BeschГ¤ftigungsorts Ihren Lebensmittelpunkt verlegen – wenn Sie also beispielsweise mit der gesamten Familie nach KГ¶ln ziehen, aber weiterhin in Zuffenhausen arbeiten.

Eine wichtige Frage in Sachen doppelte HaushaltsfГјhrung ist regelmäßig die nach dem Lebensmittelpunkt. MaГџgebliche PrГјfungskriterien sind z. B. Vergleich von Größe und Ausstattung von Zweitunterkunft und eigenem Hausstand sowie Dauer und HГ¤ufigkeit der Aufenthalte. Verheiratete haben ihren Lebensmittelpunkt in der Regel am Wohnort der Familie. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Arbeitnehmer die Familienwohnung auch mindestens 6-mal pro Jahr aufsucht. Bei einer geringeren Anzahl an Fahrten muss genauer geprГјft werden, wo sich der Lebensmittelpunkt befindet. MaГџgebliche Kriterien sind die Entfernung und damit verbundene lange Reisezeiten zwischen (auslГ¤ndischer) Wohnung und (inlГ¤ndischer) ArbeitsstГ¤tte, die HГ¶he der Fahrtkosten, wie der Kontakt zur Familie gehalten wird oder berufliche Erfordernisse, die einer Heimfahrt im Wege stehen (BFH v. 26.11.2003, VI R 152/99). Bei Alleinstehenden befindet sich der Lebensmittelpunkt an dem Wohnort, zu dem die engeren persГ¶nlichen Beziehungen (Eltern, Verlobte, Freundes-, Bekanntenkreis, VereinsaktivitГ¤ten) bestehen. Solange die Wohnung durchschnittlich mindestens 2-mal pro Monat aufgesucht wird, akzeptiert die Finanzverwaltung im Regelfall, dass sich dort auch der Lebensmittelpunkt befindet. Bei Alleinstehenden, die ihre sozialen Kontakte im Wesentlichen auf ihre Familie (Eltern, Geschwister) beschrГ¤nken, kann sich auch nach einigen Jahren auswГ¤rtiger TГ¤tigkeit der Lebensmittelpunkt nach wie vor am Wohnort der Familie befinden. Allerdings kann sich der Lebensmittelpunkt auch an den BeschГ¤ftigungsort verlagern, wenn beispielsweise der Arbeitnehmer dort mit Partner und Kind in eine familiengerechte Wohnung einzieht – auch wenn die frГјhere Familienwohnung beibehalten und zeitweise noch genutzt wird. In AusnahmefГ¤llen ist aufgrund der GesamtumstГ¤nde eine andere Beurteilung mГ¶glich (BFH, Urteil 7.5.2015, VI R 71/14).

Was versteht man unter einem "eigenen Hausstand"?

Einen eigenen Hausstand können verheiratete und alleinstehende (geschiedene, dauernd getrennt lebende) Arbeitnehmer haben. Voraussetzung dafür ist, dass

  • der Steuerpflichtige eine seinen LebensbedГјrfnissen entsprechend eingerichtete komplette Wohnung hat,
  • er diese Wohnung als EigentГјmer, Mieter oder Untermieter nutzen kann,
  • er einen eigenstГ¤ndigen Haushalt fГјhrt,
  • die Wohnung den Lebensmittelpunkt des Arbeitnehmers/Betriebsinhabers darstellt. Nicht ausreichend ist es, wenn die Wohnung nur gelegentlich zu Besuchszwecken oder fГјr Urlaubsaufenthalte bereitgehalten wird.

Mit zunehmender Dauer muss das Finanzamt jedoch prüfen, wo sich der tatsächliche Lebensmittelpunkt befindet. Trotz der gelockerten BFH-Rechtsprechung gilt weiter die Vermutung, dass Arbeitnehmer, die im Haushalt der Eltern wohnen, regelmäßig keinen eigenen Hausstand haben.

Praxis-Tipp: Sie sollten dem Finanzamt das Bestehen des eigenen Hausstands und insbesondere die Kostentragung durch geeignete Beweismittel nachweisen können, z. B. durch einen Mietvertrag, eine länger zurückliegende Ummeldung bei der Stadtverwaltung, Nachweis über Möbelkäufe, Überweisung der Nebenkosten.

Welche Kosten kann man fГјr die doppelte HaushaltsfГјhrung geltend machen?

Bei der auswärtigen Zweitwohnung am Beschäftigungsort kann es sich um eine entgeltlich oder unentgeltlich überlassene Unterkunft (z. B. Wohnung, Hotelzimmer, Kaserne, Gemeinschaftsunterkunft, Unterkunft an Bord, etwa bei Seeleuten und Binnenschiffern) handeln. Denkbar ist auch, dass sich die Unterkunft im Eigentum des Arbeitnehmers befindet. Wie oft er dort übernachtet, ist unerheblich. Ist die doppelte Haushaltsführung prinzipiell anerkannt, können folgende Kosten abgesetzt werden:

  • Umzugskosten
  • Verpflegungspauschale (fГјr maximal 3 Monate)
  • Kosten der auswГ¤rtigen (Zweit-)Unterkunft
  • Fahrtkosten fГјr die erste und letzte Fahrt sowie eine wГ¶chentliche Heimfahrt

Kosten der Zweitunterkunft

Abzugsfähig sind nur die tatsächlich angefallenen und nachgewiesenen Aufwendungen für die auswärtige Unterkunft, begrenzt auf maximal 1.000 EUR im Monat. Die Begrenzung gilt auch, wenn die Unterkunft im Eigentum des Steuerpflichtigen steht. Der Höchstbetrag umfasst sämtliche Aufwendungen wie z. B. Miete, Nebenkosten, Reinigung, Zweitwohnungssteuer, Kfz-Stellplatz oder Garage. Ebenso sind die Ausgaben für die notwendige Möblierung (Küche mit Kochausstattung und Geschirr, Essplatz mit Tisch und Stühlen, Schlafzimmereinrichtung mit Bett und Kleiderschrank), Lampen, Sitzmöbel, Teppiche, Badezimmereinrichtung) über die Abschreibung einzubeziehen. Soweit der Höchstbetrag in einem Kalendermonat nicht voll ausgeschöpft wird, kann er auf andere Monate übertragen werden, sodass im Jahr Kosten von bis zu 12.000 EUR abzugsfähig sind.

  • Fahrtkosten: FГјr die erste Fahrt zu Beginn der doppelten HaushaltsfГјhrung und die letzte Fahrt bei Beendigung der doppelten HaushaltsfГјhrung sind die tatsГ¤chlichen Kosten (bei Kfz-Nutzung ohne Nachweis 0,30 EUR je gefahrenen km) abzugsfГ¤hig. FГјr eine tatsГ¤chlich durchgefГјhrte Fahrt wГ¶chentlich zwischen dem eigenen Hausstand und der auswГ¤rtigen Unterkunft (Familienheimfahrt) kann je Entfernungskilometer die Entfernungspauschale von 0,30 EUR abgesetzt werden.
  • Umzugskosten: Zu den notwendigen abzugsfГ¤higen Kosten gehГ¶ren die durch das Beziehen oder die Aufgabe der Zweitwohnung verursachten Umzugskosten. Die Kosten sind nur auf Nachweis abziehbar. AbzugsfГ¤hig sind daneben auch die Kosten in Zusammenhang mit der Wohnungssuche (Abzug wie Reisekosten) sowie die Kosten der Renovierung der Zweitwohnung. Wird die Zweitwohnung mit Beendigung der doppelten HaushaltsfГјhrung aufgelГ¶st, zГ¤hlen die anfallenden Aufwendungen fГјr den RГјckumzug einschlieГџlich Renovierung der Zweitwohnung ebenfalls zu den Werbungskosten.
  • Telefonkosten: Haben Sie keine Familienheimfahrt durchgefГјhrt, kГ¶nnen Sie stattdessen die Kosten fГјr tatsГ¤chlich gefГјhrte Telefonate (GebГјhren fГјr insgesamt bis zu 15 Minuten wГ¶chentlich) geltend machen.
  • Verpflegungspauschale: FГјr die ersten 3 Monate ab Beginn der doppelten HaushaltsfГјhrung (Bezug der Zweitwohnung) kГ¶nnen Sie fГјr jeden vollen Tag, an dem sie vom eigenen Hausstand (24 Stunden) abwesend sind, einen Pauschbetrag von 24 EUR ansetzen. An An- und Abreisetagen zum eigenen Hausstand sind 12 EUR absetzbar.

    Wenn Sie häufiger als einmal wöchentlich zum eigenen Hausstand fahren, haben Sie ein Wahlrecht:

    Sie können die Kosten für doppelte Haushaltsführung geltend machen (Abzug einer wöchentlichen Heimfahrt/Telefonkosten, Verpflegungspauschale, Unterkunfts- und Umzugskosten) oder alle tatsächlich durchgeführten Familienheimfahrten mit der Entfernungspauschale als Wege – erste Tätigkeitsstätte abrechnen. Im zweiten Fall sind aber keine weiteren Aufwendungen (Kosten der Unterkunft usw.) abzugsfähig.

    Die Fahrten von der auswärtigen Unterkunft zur Arbeitsstätte (erste Tätigkeitsstätte bzw. Betrieb) sind in beiden Fällen zusätzlich mit der Entfernungspauschale abzugsfähig.

    Kostenersatz durch Arbeitgeber

    Der Arbeitgeber kann Ihnen die Mehraufwendungen aufgrund der doppelten Haushaltsführung bis zur Höhe eines möglichen Werbungskostenabzugs steuerfrei ersetzen. Dabei darf er für den Kostenersatz alle Kostenarten zusammenfassen. Soweit die Kosten steuerfrei ersetzt werden, entfällt bei Ihnen als Arbeitnehmer jedoch der Werbungskostenabzug.

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    Источники: http://www.finanztip.de/doppelte-haushaltsfuehrung/, http://www.tdusy.me/zweitwohnung-steuerlich-absetzen-rechner.html, http://www.steuern.de/doppelte-haushaltsfuehrung.html

  • Finanzamt steuerklassen

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    FAQ Steuerklassen

    Welche Lohnsteuerklassen können Ehe-/Lebenspartner/innen wählen, die beide Arbeitslohn beziehen?

    Die Ehe-/Lebenspartner/innen können sich entscheiden, ob sie beide in die Steuerklasse IV eingeordnet werden wollen oder ob einer von ihnen (der oder die Höherverdienende) nach Steuerklasse III und der andere nach Steuerklasse V besteuert werden will. Zudem besteht die Möglichkeit, die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor zu wählen.

    Wie unterscheiden sich die möglichen Steuerklassenkombinationen?

    Die Steuerklassenkombination III /V ist so gestaltet, dass die Summe der Steuerabzugsbeträge beider Ehe-/Lebenspartner/innen etwa der zu erwartenden Jahressteuer entspricht, wenn der/die in Steuerklasse III eingestufte Partner/in ca. 60 %, der in Steuerklasse V eingestufte ca. 40 % des gemeinsamen Arbeitseinkommens erzielt.

    Verdient der/die in Steuerklasse III eingestufte Partner/in noch mehr, so kann die Steuerklassenkombination dazu führen, dass die per Lohnsteuerabzug einbehaltene Steuer nicht ausreicht, die Jahressteuerschuld auszugleichen. In diesem Fall muss mit einer Nachzahlung gerechnet werden.

    Die Steuerklassenkombination IV/IV kann grundsätzlich immer gewählt werden. Sie ist so gestaltet, dass bei etwa gleich hohem Arbeitseinkommen beider Ehegatten/Lebenspartner/innen die Summe ihrer Steuerabzugsbeträge der zu erwartenden Jahressteuer entspricht. Eine Steuernachzahlung aufgrund zu geringen Lohnsteuerabzugs ist hier grundsätzlich ausgeschlossen.

    Seit 2010 können Ehegatten/Lebenspartner/innen die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wählen. Anhand der voraussichtlichen Arbeitslöhne wird ein Faktor mit drei Nachkommastellen berechnet. Dieser Faktor wird dann vom Arbeitgeber auf die nach der Steuerklasse IV ermittelten Lohnsteuerabzugsbeträge als Multiplikator angewendet. Dadurch entspricht die Summe ihrer Steuerabzugsbeträge fast genau der zu erwartenden Jahressteuer. Damit lassen sich Nachzahlungen vermeiden, die bei der Steuerklassenkombination III /V auftreten können.

    Wie finden wir die für unsere Verhältnisse richtige Kombination?

    Die Finanzverwaltung veröffentlich jährlich ein “Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind, das anhand von Erläuterungen, Beispielen und Tabellen die optimale Auswahl der Steuerklassenkombination ermöglicht. Noch einfacher geht es mit dem Steuerrechner des Bundesfinanzministeriums .

    An wen müssen wir uns wenden, um die Kombination zu ändern?

    Zuständig ist seit 01.01.2011 Ihr Finanzamt. Steuerpflichtige wenden sich in allen Fragen an die Info-Zentrale des Finanzamts, das für ihre Einkommensteuerveranlagung zuständig ist, in der Regel das Wohnsitzfinanzamt .

    Öffnungszeiten der Info-Zentralen:

    Montag, Dienstag, Mittwoch 08:00 – 15:00 Uhr

    Donnerstag 08:00 – 18:00 Uhr

    Freitag 08:00 – 13:30 Uhr.

    Grundsätzlich sind folgende Unterlagen vorzulegen:

    • Gültige Personaldokumente
    • Identifikationsnummer (soweit bekannt)
    • ggf. zusätzliche antragsbezogene Unterlagen

    Die Änderung der Steuerklassen sowie die gegebenenfalls notwendige Ausstellung von Bescheinigungen für den Lohnsteuerabzug ist gebührenfrei.

    Die für die Antragstellung erforderlichen Vordrucke sind beim Finanzamt erhältlich. Zudem können Vordrucke auch von der

    Internetseite der Senatsverwaltung für Finanzen oder dem

    Wann und wie oft ist ein Wechsel der Steuerklasse möglich?

    Ein Steuerklassenwechsel ist im Laufe des Kalenderjahres grundsätzlich nur einmal zulässig. Ein zweiter und weiterer Steuerklassenwechsel ist jedoch dann möglich,

    • wenn ein/e Ehegatte/Lebenspartner/in keine Einkünfte mehr aus nichtselbständiger Tätigkeit bezieht (z.B. bei Arbeitslosigkeit, Erziehungsurlaub, Rente, Selbstständigkeit) oder
    • wenn erneut wieder Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit bezogen werden (wenn z. B. nach Arbeitslosigkeit, Erziehungsurlaub, Rente, Selbstständigkeit wieder ein Dienstverhältnis aufgenommen wird) oder
    • wenn ein/e Ehegatte/Lebenspartner/in verstirbt oder
    • wenn eine dauernde Trennung vorliegt oder
    • wenn der vorherige Steuerklassenwechsel auf Grund der Eheschließung/Begründung einer Lebenspartnerschaft oder wegen Zuzugs aus dem Ausland beantragt wurde oder
    • wenn der vorherige Steuerklassenwechsel zum 1. Januar eines Jahres auf Grund eines Antrags aus dem abgelaufenen Kalenderjahr erfolgte.

    Der Steuerklassenwechsel wird zum 1. des auf die Antragstellung folgenden Monats, spätestens jedoch bis zum 30. November des laufenden Jahres berücksichtigt.

    Zusätzliche antragsbezogene Unterlagen:

    Welche weiteren Auswirkungen kann die Wahl der Steuerklassenkombination haben?

    Die Wahl der Steuerklassenkombination kann auch die Höhe von Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Unterhaltsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Elterngeld oder Mutterschaftsgeld beeinflussen. Bei Leistungen des Jobcenters kann außerdem auch der Zeitpunkt eines Steuerklassenwechsels Folgen bei der Leistungsberechnung haben. Falls Sie Lohnersatzleistungen beziehen oder dies absehbar in näherer Zukunft eintritt, sollten Sie sich bei den jeweilig zuständigen Stellen über die möglichen Folgen informieren.

    Wie kann ich die Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) wegen Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft ändern lassen?

    Bei Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft erfolgt von der Meldebehörde eine direkte Information hierüber an die Finanzverwaltung zur Änderung der persönlichen Lohnsteuerabzugsmerkmale. Dabei wird ab dem Datum der Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft die Steuerklasse IV/IV automatisiert gebildet.

    Ein Antrag auf Änderung der Steuerklassen ist bei Ihrem zuständigen Finanzamt nur noch dann erforderlich, wenn Sie eine hiervon abweichende Steuerklassenkombination wählen möchten.

    • Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern und Lebenspartnerinnen
    • Heirats-/Lebenspartnerschaftsurkunde (bei ausländischen Urkunden muss eine amtliche Übersetzung vorliegen)
    • ggf. Vollmacht des Ehegatten/Lebenspartners oder der Lebenspartnerin

    Zusätzliche Informationen finden Sie in der Lohnsteuerfibel und dem

    Wie kann ich die Steuerklassen bei Scheidung/Aufhebung der Lebenspartnerschaft ändern lassen?

    Wird eine Ehe durch Scheidung aufgelöst bzw. eine Lebenspartnerschaft aufgehoben, übermitteln die Meldebehörden nach Rechtskraft des Urteils die geänderten melderechtlichen Familienstände sowie das Datum der Scheidung der Ehe/der Aufhebung der Lebenspartnerschaft an die Finanzverwaltung. Dies führt dazu, dass zu Beginn des darauf folgenden Kalenderjahres für diese Arbeitnehmer automatisiert die Steuerklassen I gebildet werden.

    Im Jahr der Scheidung/Aufhebung der Lebenspartnerschaft, kommt grundsätzlich nur ein Steuerklassenwechsel zwischen IV/IV, IV/IV mit Faktor und III /V in Betracht. Der Antrag ist spätestens bis zum 30.11. des jeweiligen Kalenderjahres zu stellen.

    Wie kann ich die Steuerklasse bei Tod des Ehegatten/Lebenspartners oder der Lebenspartnerin ändern lassen?

    Die Steuerklasse des/der überlebenden Ehegatten/Lebenspartners oder Lebenspartnerin wird, sofern die Voraussetzungen für die Anwendung dieser Steuerklasse im Zeitpunkt des Todes vorgelegen haben, ab dem ersten des auf den Todestag folgenden Monats automatisch in Steuerklasse III geändert. Ab Beginn des zweiten Kalenderjahres nach dem Tod des/der Ehegatten/Lebenspartners oder Lebenspartnerin wird programmgesteuert die Steuerklasse I gebildet.

    • Sterbeurkunde des Ehegatten/Lebenspartners

    Wie erkläre ich, dass ich dauernd getrennt lebe oder die eheliche Gemeinschaft/Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz wieder aufgenommen habe?

    Auch im Jahr der Trennung von Ehegatten/Lebenspartnern oder Lebenspartnerinnen ist noch ein Steuerklassenwechsel (IV/IV, IV/IV mit Faktor bzw. III /V) möglich. Der Antrag kann nur bis zum 30.11. des jeweiligen Jahres gestellt werden. Ab 01.01. des Folgejahres kommt nur noch die Steuerklasse I bzw. auf Antrag die Steuerklasse II in Betracht.

    Es folgen die Inhalte der rechten Seitenspalte

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt oder rufen Sie die einheitliche Behördennummer 115 an.

    Mehr Informationen

    Hier geht es direkt zu ELSTER , der kostenlosen Software der Steuerverwaltung.

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern

    • Bei einem Steuerklassenwechsel führt kein Weg am Finanzamt vorbei.
    • Um die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, benötigt man ein spezielles Formular.
    • Nach einer Heirat erhalten beide Partner automatisch die Steuerklasse 4.
    • Sie können diese aber in eine andere Steuerklassenkombination ändern.

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – Voraussetzungen

    Um beim Finanzamt die Steuerklasse ändern zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

    So ist ein Steuerklassenwechsel immer dann möglich oder gar verpflichtend, wenn sich der Familienstand eines Steuerzahlers ändert.

    • Die freie Wahl der Steuerklasse haben grundsätzlich nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartner. Ihnen stehen drei mögliche Steuerklassenkombinationen zur Verfügung. Für alle anderen gibt es festgelegte Steuerklassen, die im Regelfall nicht gewechselt werden können.

    Ehepaare werden bei Heirat automatisch in die Steuerklasse 4 einsortiert. Die Steuerklassenkombination 4/4 ist immer dann für ein Paar günstig, wenn es in etwa gleich höhe Einkünfte hat. Liegen die Gehälter weit auseinander (Einkommensverhältnis von 60/40 Prozent oder mehr), bietet sich die Steuerklassenkombination 3/5 an. Auch die Variante 4/4 mit Faktor ist für Ehepaare denkbar. Mit dem Formular zur Änderung können Ehepaare die Steuerklasse beim Finanzamt ändern lassen.

    Singles mit/ohne Kinder

    Singles ohne Kinder werden in den allermeisten Fällen in die Steuerklasse 1. Singles mit Kindern werden nach Steuerklasse 2 veranlagt.

    Von dieser Regelung gibt es jedoch bestimmte Ausnahmen. So kann die Steuerklasse 2 nur von Personen in Anspruch genommen werden, die dauerhaft mit einem minderjährigen Kind in einem Haushalt leben, für das sie das Sorgerecht besitzen und demzufolge auch kindergeldberechtigt sind. Des Weiteren darf keine zusätzliche volljährige Person mit im Haushalt wohnen, die als Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Eingetragene Lebenspartnerschaften

    Für eingetragene Lebenspartnerschaften war es bis einschließlich 2013 nicht in allen Bundesländern uneingeschränkt möglich, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Oftmals verblieben sie in der Steuerklasse 1 oder 2, hatten unter bestimmten Umständen aber durchaus Chancen, die Steuerklassenkombination 3/5 zu wählen.

    Mittlerweile sind eingetragene Lebenspartner mit Verheirateten gleichgestellt und können genau wie diese eine von drei Steuerklassenkombinationen (4/4, 3/5 und 4/4 mit Faktor) wählen. Um die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, können eingetragene Lebenspartnerschaften auf das Formular zur Änderung zurückgreifen.

    Übersicht: Für wen gilt welche Steuerklasse?

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – mögliche Gründe

    Die Wahl der Steuerklasse haben nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften. Doch wann ist ein Steuerklassewechsel für diese Personen sinnvoll und in welchen Situationen ist es auch für Ledige, Alleinerziehende und Verwitwete ratsam oder sogar erforderlich, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern?

    Bei Heirat oder Eintragung einer Lebenspartnerschaft

    Wer heiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht, wird automatisch von Steuerklasse 1 oder 2 in Steuerklasse 4 verlegt. Ist die Steuerklassenkombination 4/4 für das frischgebackene Ehepaar ungünstig, kann es einmal jährlich die Steuerklasse wechseln. Weitere Kombinationsmöglichkeiten sind 3/5 und 4/4 mit Faktor.

    Nach der Scheidung

    Entscheidet sich ein Ehepaar dazu, fortan getrennte Wege zu gehen, hat dies auch Einfluss auf die Steuerklassen. Im Jahr der Trennung, dem sogenannten Trennungsjahr, haben die Partner die Möglichkeit, weiterhin in ihren Steuerklassen zu bleiben. Sobald das Paar allerdings als geschieden gilt, werden die ehemaligen Partner nach Steuerklasse 1 verlangt.

    Einzige Ausnahme: Ist aus der Ehe ein Kind hervorgegangen, für das einer der Partner das alleinige Sorgerecht hat, kann er Steuerklasse 2 zugeordnet werden.

    Nach der Geburt eines Kindes

    Bekommt ein Ehepaar Nachwuchs, so hat dies zunächst keinen Einfluss auf die Steuerklasse. Bekommt eine ledige Person hingegen ein Kind, hat sie die Möglichkeit, von Steuerklasse 1 in Steuerklasse 2 zu wechseln.

    Voraussetzung für die Änderung der Steuerklasse: Die Person muss das alleinige Sorgerecht haben und darf mit keinem weiteren Volljährigen zusammenleben, der als Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Tod des Partners

    Stirbt ein Ehepartner, kann die verwitwete Person im Jahr des Todes und im darauffolgenden Jahr nach Steuerklasse 3 veranlagt werden. Nach dieser Zeit wird die Witwe bzw. der Witwer als ledig angesehen und der Klasse 1 zugeordnet.

    Ist ein minderjähriges Kind vorhanden, kann es in bestimmten Fällen für Witwen günstiger sein, die Steuerklasse 2 zu wählen. Entsprechend die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, kann in diesem Fall auch vor Ablauf der Zeit in Lohnsteuerklasse 3 möglich sein.

    Änderung der Einkommensverhältnisse

    Erhält ein Ehepartner eine Gehaltserhöhung oder verringert sich das Einkommen eines Partners zum Beispiel aufgrund eines Jobwechsels, kann es für Ehepaare ratsam sein, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können zwischen den Steuerklassenkombinationen 4/4, 3/5 und 4/4 mit Faktor wählen.

    Angaben für das Formular zur Änderung der Steuerklasse:

    Das Formular zur Änderung der Steuerklasse benötigt nur wenige Angaben. So muss unter anderem:

    • der Name und der Geburtsname
    • das Geburtsdatum
    • der Wohnort und
    • der Familienstand

    eingetragen werden. Darüber hinaus muss die Steuer-Nummer und die Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer angegeben werden und selbstverständlich muss der gewünschte Wechsel aufgeführt werden. Ehe- und Lebenspartner, die beim Finanzamt die Steuerklasse ändern möchten, können dies gemeinsam oder alleine tun.

    • Für wen ein Steuerklassenwechsel möglich ist, kann diesen einmal jährlich vollziehen. Der Stichtag ist der 30. November. Wer ein persönliches Gespräch bevorzugt, sollte einen Termin mit einem Ansprechpartner im zuständigen Finanzamt vereinbaren.

    Die Situation beim Steuerklassenwechsel früher und heute

    Seit dem 1.1.2013 ist das ELStAM-Verfahren (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) aktiv. Die Meldebehörde übermittelt nach einer Eheschließung oder Scheidung die Daten automatisch an das Finanzamt.

    Nach einer Heirat werden beide Partner automatisch in die Steuerklassen 4/4 eingeordnet. Möchte man die Steuerklassen 3/5, muss diese Änderung weiterhin per Formular beantragt werden.

    • Ändert ein Ehepartner seine Steuerklasse, hat dies zwangsläufig auch Konsequenzen für den anderen Partner. So ist zum Beispiel die Steuerklasse 3 nur in Kombination mit der Steuerklasse 5 und niemals mit der Steuerklasse 4 möglich.

    Viele kennen wahrscheinlich noch folgendes Verfahren: Wer die Steuerklasse beim Finanzamt ändern wollte, musste sich vorher die Lohnsteuerkarte vom Arbeitgeber aushändigen lassen.

    Erst dann konnte man sich zusammen mit dem Formular zur Änderung der Steuerklasse zum Finanzamt begeben. War die neue Steuerklasse eingetragen, konnte die Lohnsteuerkarte sofort wieder beim Arbeitgeber hinterlegt werden.

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – ein Fallbeispiel

    Mia und Max sind verheiratet und seit ihrer Eheschließung der Steuerklasse 4 zugeordnet. Da beide ein ähnlich hohes Einkommen haben, war diese Steuerklassenkombination bilang am sinnvollsten für das Paar.

    Nun hat Mia eine Gehaltserhöhung erhalten und erzielt damit ein wesentlich höheres Einkommen als ihr Ehemann. Aus diesem Grund entscheidet sich das Paar dazu, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Sie beantragen einen Wechsel hin zu der Steuerklassenkombination 3/5.

    Häufig gestellte Fragen zur Änderung der Steuerklasse beim Finanzamt

    Wann muss die Steuerklasse gewechselt werden?

    Ein Wechsel der Lohnsteuerklasse erfolgt zwingend immer dann, wenn die Grundlage für die bisherige Einstufung entfallen ist.

    So ist ein Wechsel in folgenden Fällen erforderlich:

    • Heirat
    • Scheidung
    • Geburt eines Kindes bei Alleinerziehenden
    • Tod des Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners

    In folgenden Situationen kann es für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner zudem sinnvoll sein, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern:

    • Gehaltsprung bzw. Verringerung der Einkünfte
    • Bevorstehende Arbeitslosigkeit
    • Bevorstehender Bezug von Elterngeld

    Wann sollte man die Steuerklasse wechseln?

    Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, einen Wechsel der Lohnsteuerklasse zumindest in Erwägung zu ziehen.

    Zum Beispiel ist es ratsam, die Steuerklasse zu wechseln, wenn man verheiratet ist und einer der Partner einen deutlichen Gehaltssprung (in die eine oder andere Richtung) macht. Gewechselt wird in diesem Fall von der gemeinsamen Steuerklasse 4 in die Klassen 3 und 5.

    • Wer sich trennt, aber vor der Scheidung zumindest zeitweise noch zusammenlebt, muss nicht wechseln.

    Wann und wie wird der Wechsel der Steuerklasse vollzogen?

    Ändert sich die Lebenssituation, ist es problemlos möglich, einmal pro Jahr die Lohnsteuerklasse zu wechseln. Wie dies genau durchzuführen ist, wird weiter unten erläutert. Zunächst muss die Frage geklärt werden, wann bzw. warum es sich lohnt, die Steuerklasse zu wechseln.

    Die meisten Menschen versprechen sich sehr viel von einem Wechsel der Steuerklasse. Das liegt daran, dass viel Unklarheit über den Sinn und Zweck der Steuerklasse herrscht. Viele denken, dass der Wechsel in eine günstigere Steuerklasse auch zu einem höheren Einkommen führt. Das ist so jedoch nicht richtig.

    Der Wechsel in eine andere Steuerklasse kann zwar zu einem höheren monatlichen Nettoeinkommen verhelfen, im Rahmen einer Einkommensteuererklärung am Jahresende wird dies jedoch wieder nivelliert.

    Was muss vor dem Wechsel der Steuerklasse beachtet werden?

    Vor dem Wechsel der Steuerklasse ist zunächst einmal zu klären, wer überhaupt wechseln darf. Für die meisten Arbeitnehmer gelten gesetzlich festgelegte Steuerklassen, die sie eben nicht selbst wechseln können. So werden

    • Singles stets in Steuerklasse 1 eingeteilt
    • Alleinerziehende unter bestimmten Voraussetzungen in Steuerklasse 2
    • Menschen, die zusätzlich zu einem Vollzeitjob eine Nebentätigkeit ausführen, in Steuerklasse 6.

    Wählbar sind folglich nur die Steuerklassen 3, 4 und 5. Daraus ergibt sich, dass überhaupt nur Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften Steuerklassen wählen können.

    Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten

    Sie sind verheiratet und möchten eine andere Steuerklassen wählen? Einmal im Jahr dürfen Sie das tun – einfach nur ein Formular ausfüllen, fertig. Aber keine Angst, selbst wenn Sie nicht die günstigste Kombination gewählt haben, zahlen Sie letztendlich keinen Cent mehr Steuern. Denn: Endgültig abgerechnet wird erst in der Steuererklärung.

    Mit diesem Formular beantragen Sie für sich und den Ehepartner einen Wechsel in eine günstigere Steuerklasse:

    Wenn Sie mehr Informationen zur Steuerklassenänderung benötigen, dann empfehlen wir Ihnen unsere kleine Broschüre:

    Die Broschüre bekommen Sie kostenlos mit folgendem Gutscheincode: ALXR-2PV6-UJ5W

    Steuerklassenwahl bei Ehegatten

    Erzielt nur ein Ehepartner Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (z. B. Arbeitslohn oder eine Pension), wird in Steuerklasse III für ihn die geringste Lohnsteuer abgeführt. Das gilt auch, wenn der andere Ehepartner steuerpflichtige Einkünfte erzielt, zum Beispiel eine Altersrente.

    Wenn aber beide Ehepartner Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen, ist die Wahl schwieriger.

    Verheiratete können auswählen zwischen den Steuerklassenkombinationen

    IV-Faktor / IV-Faktor (das sog. Faktorverfahren).

    Unser Steuerklassen-Rechner hilft Verheirateten, die optimale Steuerklassen-Kombination zu wählen.

    Wann ist ein Steuerklassenwechsel möglich?

    Die Steuerklassen können Sie im Laufe des Jahres in der Regel nur einmal wechseln, und zwar spätestens bis zum 30. November des betreffenden Jahres. Auch die Wahl des Faktorverfahrens gilt als Steuerklassenwechsel. Ein weiteres Mal können Sie die Steuerklassen nur in folgenden Fällen wechseln:

    ein Ehepartner bezieht keinen Arbeitslohn mehr;

    ein Ehepartner nimmt nach Arbeitslosigkeit wieder ein Arbeitsverhältnis auf;

    Sie haben sich auf Dauer getrennt oder

    ein Ehepartner ist verstorben.

    Steuerklassenwechsel in Zeiten von ELStAM

    Mit der Umstellung auf das elektronische ELStAM-Verfahren gelten zwar die bisherigen Steuerklassenkombinationen weiter. Allerdings muss beim Faktorverfahren der Faktor jährlich neu beantragt werden.

    Bei Heirat nach 2012 erhalten im ELStAM-Verfahren derzeit in allen Fällen beide Ehepartner automatisch die Steuerklasse IV, selbst wenn ein Ehepartner gar keinen Arbeitslohn bezieht. Möchten Sie die Steuerklassenkombination III / V oder das Faktorverfahren, müssen Sie dies beim Finanzamt beantragen. Das Recht, die Steuerklassenkombination einmal jährlich wechseln zu dürfen, geht Ihnen dadurch nicht verloren.

    So wechseln Sie die Steuerklasse

    Für die Änderung der Steuerklasse gibt es den amtlichen Vordruck Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten , der von beiden Ehepartnern unterschrieben und dann an das Finanzamt geschickt werden muss.

    Keine Angst, selbst wenn Sie nicht die günstigste Kombination gewählt haben, zahlen Sie letztendlich keinen Cent mehr Steuern. Denn: Endgültig abgerechnet wird in der Steuererklärung nach Ablauf des Jahres und hier spielen die Steuerklassen für die Höhe der festgesetzten Steuer keine Rolle. Bei ungünstiger Steuerklassenwahl zahlen Sie zwar während des Jahres zu viel Lohnsteuer und verzichten dadurch auf Liquidität und mögliche Zinsen. Sie dürfen sich dann aber im nächsten Jahr mit Abgabe der Steuererklärung auf eine Steuererstattung freuen.

    Manchmal kann es für Sie sogar von Vorteil sein, eine steuerlich ungünstige Steuerklasse zu wählen. Denn die Steuerklasse beeinflusst oft die Höhe von Lohnersatzleistungen.

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    Gartenarbeiten steuerlich absetzbar

    0

    3. : Welche Gartenarbeiten das Finanzamt mitbezahlt

    Wer steuergünstig Blumen gießen soll, braucht kein Handwerker zu sein. Ein ordentlich angemeldetes Unternehmen reicht für den Steuerabzug aus.

    Sie haben in der Beispielliste gelesen, welche Arten von Tätigkeiten im Garten grundsätzlich steuerbegünstigt sind. Jetzt geht es darum, ob Sie den kompletten Rechnungsbetrag Ihres Dienstleisters geltend machen können oder nur einen Teil.

    Handwerker oder Nachbarsjunge?

    Zuerst einmal kommt es darauf an, wer die Arbeiten für Sie übernimmt. Im Gesetz und in dieser Artikelserie ist zwar von "Handwerkerleistungen" die Rede (und von haushaltsnahen Dienstleistungen). Dieser Begriff bedeutet jedoch nicht, dass Sie nur die Ausgaben für einen eingetragenen Handwerker steuerlich nutzen dürften.

    Der Finanzausschuss des Deutschten Bundestags erläutert in der Bundestagsdrucksache (BT-Drucksache 16/974 vom 15. März 2006, Seite 16) die Handwerkerleistungen:

    • Es muss sich um ein ordentlich angemeldetes Unternehmen handeln.
    • Gegenbeispiel: Ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft, der regelmäßig Ihren Rasen mäht, ist demnach kein Unternehmer. Sie können die Kosten für ihn nicht steuerlich geltend machen.
    • Der Unternehmer braucht jedoch kein Handwerker zu sein. Er muss also nicht in die Handwerksrolle eingetragen sein.
    • Es kommt nicht darauf an, ob der Dienstleister in seiner Rechnung Umsatzsteuer ausweist oder als Kleinunternehmer darauf verzichtet.

    Welche Kosten der Gartenarbeit steuerlich abziehbar sind und welche nicht

    Das Finanzamt erkennt diese Kosten Steuern mindernd an:

    • reine Arbeitskosten,
    • in Rechnung gestellte Maschinen- und Fahrtkosten samt der darauf entfallenden Mehrwertsteuer,
    • in Rechnung gestellte Kosten für Verbrauchsmittel (zum Beispiel Abdeckfolien, Reiniger, Treibstoff, Schmiermittel).
    • Kosten für Entsorgungen, die als Nebenleistung zur Hauptleistung anzusehen sind (maximal ca. 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten), zum Beispiel Abfuhr und Entsorgung der angefallenen Gartenabfälle,
    • Kosten für einen Gutachter, die als Nebenleistung anzusehen sind, maximal ca. 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten. Beispiel: Gutachten für die Standfestigkeit oder Gesundheit von Bäumen, wenn aufwändige Arbeiten zu deren Rettung oder aber ein Fällen der Bäume an das Gutachten anschließen.

    Nicht begünstigt sind dagegen:

    • Materialkosten, zum Beispiel für neue Pflanzen, Saatgut und Pflastersteine,
    • Entsorgung, wenn diese im Vordergrund steht,
    • Gutachtertätigkeit, wenn diese im Vordergrund steht,
    • Verwaltergebühren.

    Die Höhe der Arbeitskosten muss sich aus den Angaben in der Rechnung ermitteln lassen. Deshalb sollten Material- und Arbeitskosten getrennt aufgeführt sein. Das ausführende Unternehmen darf auch den Anteil der Arbeits- und Materialkosten am Rechnungsbetrag nennen, statt deren genaue Beträge anzugeben. Die Mehrwertsteuer, die auf die Arbeitskosten entfällt, muss nicht gesondert ausgewiesen werden.

    Für die Rechnung und deren Bezahlung gelten weitere Voraussetzungen.

    Hier geht’s weiter in dieser Artikelserie:

    • 1.: Steuern sparen mit dem Garten
    • 2.: Beispiele für und gegen steuerbegünstigte Gartenarbeiten
    • 3.: Welche Gartenarbeiten das Finanzamt mitbezahlt
    • 4.: Steuern sparende Gartenarbeit: Höchstgrenze, Problemfall und Optimierungstrick
    • 5.: Voraussetzungen für Steuern sparende Gartenarbeit
    • 6.: Gartenarbeit: Steuerabzug nur mit Rechnung und Überweisung
    • 7.: Antrag und Freibetrag für haushaltsnahe Leistungen

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    Garten, Hof, GrundstГјck: Rechnungen fГјr Handwerker absetzen

    Der Fiskus hilft bei der Gartenpflege: Viele Dienstleistungen zur Verschönerung Ihres Gartens können Sie von der Steuer absetzen.

    Vom Frühling bis in den Herbst hält ein Garten seinen Besitzer auf Trab: Pflanzarbeiten, Rasenmähen, Heckenschneiden oder Unkrautjäten – es gibt viel zu tun. Manch ein Gärtner will sogar die lang geplante Neugestaltung seines Gartens angehen, vielleicht eine neue Terrasse anlegen, das Grundstück ebnen oder den Hof neu pflastern.

    Viel Arbeit, wovon man einiges nicht selbst machen kann oder will. Hier helfen Gärtner, Pflasterer oder Garten- und Landschaftsbauer. Dabei bleibt eine Frage: Gartenpflege – kann ich das von der Steuer absetzen? Unser Video gibt in Sekundenschnelle eine Antwort darauf:

    Keine Lust auf Bewegtbild? Dann auch hier die Antwort auf die Frage: Handelt es sich um Aushub- und Erdarbeiten, Pflanzarbeiten, Pflasterarbeiten oder umfangreichen Arbeiten zur Gartengestaltung oder Gartenpflege, zum Beispiel das Legen von Rasen, können Sie die Kosten in Ihrer Steuererklärung als Handwerkerleistung angeben. Keine Rolle spielt dabei, ob Sie Ihren Garten neu anlegen oder ihn lediglich umgestalten lassen. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 13. Juli 2011 (Aktenzeichen: VI R 61/10).

    Voraussetzungen fГјr die steuerliche Anerkennung

    An zwei Bedingungen knüpft der BFH die Gewährung steuerlicher Vorteile für Dienstleistungen auf dem Grundstück:

    Das zum Grundstück zugehörige Haus

    1. muss vom Besitzer selbst bewohnt
    2. und darf kein Neubau sein.

    Die steuerliche Absetzbarkeit von Dienstleistungen ist demzufolge immer "an einen Haushalt" gebunden. Mit anderen Worten: Solange Sie auf Ihrem GrundstГјck ein Haus oder eine HГјtte haben, die steuerrechtlich als Haushalt gilt, lassen sich die Kosten fГјr entsprechende Handwerkerleistungen absetzen.

    "Dabei können auch mehrere, räumlich voneinander getrennte Orte dem Haushalt des Steuerpflichtigen zuzuordnen sein. Dies gilt insbesondere für eine vom Steuerpflichtigen tatsächlich zu eigenen Wohnzwecken genutzte Zweit-, Wochenend- oder Ferienwohnung, für eine Wohnung, die dieser einem bei ihm zu berücksichtigenden Kind zur unentgeltlichen Nutzung überlässt sowie eine tatsächlich zu eigenen Wohnzwecken genutzte geerbte Wohnung."

    Auch Haushalte, die im europäischen Ausland liegen, fallen unter diese Regelung.

    Die Kosten für Verschönerungsmaßnahmen oder Umbauten auf einem Gartengrundstück, das keinen dazugehörigen "Haushalt" hat, lassen sich steuerlich nicht absetzen.

    20 Prozent der Kosten im Jahr absetzen

    Generell gilt für alle Handwerkerleistungen, dass Sie 20 Prozent der Lohnkosten und maximal 1.200 Euro im Jahr in Ihrer Steuererklärung absetzen können. Hintergründe dazu erfahren Sie in unserem Artikel Kosten für Handwerker von der Steuer absetzen.

    Übliche Arbeiten zur Gartenpflege wie Rasenmähen, Unkrautjäten oder Heckenschneiden sind keine Handwerkerleistungen, sondern zählen zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Hier beteiligt sich der Fiskus ebenfalls mit 20 Prozent an den Kosten. Der Unterschied zu den Handwerkerleistungen: Für diese Arbeiten können Sie sogar bis zu 4.000 Euro im Jahr steuerlich geltend machen.

    Wichtig für die Anerkennung seitens der Finanzverwaltung ist, dass Sie Ihrer Steuererklärung die entsprechenden Rechnungen über die Dienstleistung inklusive Zahlungsbeleg beilegen, zum Beispiel einen Überweisungsträger samt passendem Kontoauszug. Achten Sie darauf, dass die Materialkosten getrennt von den Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten ausgewiesen sind – nur auf Letzteres erhalten Sie eine Steuervergünstigung.

    "Herstellungskosten" auГџerhalb des Hauses absetzen

    Handwerkerleistungen auf dem eigenen GrundstГјck sind auch dann steuerlich absetzbar, wenn sich dadurch etwas wesentlich verbessert, zum Beispiel der Garten oder die Hofzufahrt.

    Führen Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten innerhalb des Hauses zur Schaffung neuen Wohnraums, z. B. die Errichtung eines Wintergartens, dann können die Kosten dafür auch abgesetzt werden.

    Dienstleistungen auГџerhalb des GrundstГјcks absetzen

    Auch Гјber die GrundstГјcksgrenze hinaus kГ¶nnen Sie Kosten fГјr Handwerker oder andere Dienstleister als haushaltsnahe Dienstleistung in Ihrer SteuererklГ¤rung abrechnen. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH), Deutschlands hГ¶chstes Gericht fГјr Steuern, 2014 in einem Urteil (Aktenzeichen:В VI R 56/12). Im konkreten Fall ging es um die ErschlieГџungskosten, alsoВ den Anschluss an die zentrale Trink- und Abwasserversorgung.В

    Die Richter betonten, dass die Grenze eines Haushalts nicht ausnahmslos durch die GrundstГјcksgrenze abgesteckt sei. Es genГјge, wenn die Dienstleistung fГјr den Haushalt erbracht werde.В "Auch die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen, die jenseits der GrundstГјcksgrenze auf fremdem, beispielsweise Г¶ffentlichem Grund erbracht werden, kann [. ]В begГјnstigt sein", so die BFH-Richter.

    Noch nicht höchstrichterlich geklärt, ist allerdings die Frage, ob auch Straßenausbaukosten durch die öffentliche Hand absetzbar sind. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) verneinte dies 2016 in einem Schreiben. Dennoch ließ das FG Nürnberg die Erschließungskosten für einen Straßenausbau anteilig als Handwerkerleistung zu (Aktenzeichen 7 K 1356/14).

    Die VLH empfiehlt daher betroffenen Grundstückseigentümer die Kosten in die Steuererklärung einzutragen und im Zweifelsfall Einspruch einzulegen. Zur Begründung kann auf die entsprechenden Urteile des BFHs verwiesen werden.

    Auch das Schneeräumen auf einem öffentlichen Weg vor dem Haus oder das Kehren einer Straße kann steuerlich abgesetzt werden. Ob Sie für die Arbeiten einen Schneeräumdienst oder Ihre Haushaltshilfe beauftragen, spielt für die steuerliche Anerkennung keine Rolle.

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    Haushaltsnahe Dienstleistungen

    So senken haushaltsnahe Dienstleistungen Ihre Steuerlast

    • Zuletzt aktualisiert: 5. September 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sie können Teile der Kosten für Arbeiten, die normalerweise Mitglieder Ihres Haushalts ausführen würden, von der Steuer absetzen, wenn Sie damit eine Firma oder einen Selbstständigen beauftragen.
    • Die haushaltsnahen Arbeiten müssen in Ihrer Wohnung, Ihrem Haus oder auf dem dazu gehörenden Grundstück ausgeführt werden, damit das Finanzamt den Steuervorteil anerkennt. Das ist unter Umständen sogar dann möglich, wenn Ihre Immobilie in einem anderen europäischen Staat liegt.
    • Mieter und Mitglieder einer Wohneigentümergemeinschaft können Teile ihrer Nebenkostenabrechnung absetzen. Vermieter können diesen Steuervorteil hingegen nicht nutzen.

    So gehen Sie vor

    • Lassen Sie sich eine ordentliche Rechnung ausstellen und bewahren Sie diese gut auf. Bezahlen Sie die Rechnung nicht in bar, sondern überweisen Sie den Betrag.
    • Sie können maximal Arbeits- und Fahrtkosten von 20.000 Euro zu einem Fünftel in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Daraus ergibt sich ein direkter Abzug von bis zu 4.000 Euro im Jahr von Ihrer Steuerschuld.
    • Sie können den Steuervorteil mit anderen Vorteilen kombinieren, weil die Abgrenzung der einzelnen Tätigkeiten durch die Finanzbehörden nicht immer eindeutig ist – so zum Beispiel mit Handwerkerleistungen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Wenn Sie keine Zeit oder keine Lust haben, Ihre Fenster oder die Wohnung zu putzen, den Rasen zu mähen oder die Hecken zu schneiden, haben Sie möglicherweise jemanden beauftragt, der das für Sie erledigt. Macht er oder sie das legal gegen Rechnung, können Sie sich einen Teil der Kosten vom Finanzamt zurückholen. Wenn Sie gewisse Punkte beachten, können Sie so insgesamt bis zu 4.000 Euro direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen. Die Kosten, die Ihnen durch haushaltsnahe Dienstleistungen entstehen, senken also nicht Ihr zu versteuerndes Einkommen und damit nicht Ihren persönlichen Grenzsteuersatz, sondern direkt Ihre Steuerschuld.

    Helfer für die Steuererklärung

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Haushaltsnahe Tätigkeit Die wichtigste Voraussetzung ist erfüllt, wenn Sie als Privatperson bei einem Dienstleister Tätigkeiten in Auftrag gegeben haben, die ansonsten Mitglieder Ihres Haushalts übernehmen würden. Also durch Ihren Ehe- oder Lebenspartner oder Kinder, die zu Hause wohnen. Es muss sich auch tatsächlich um eine reine Dienstleistung handeln, die noch dazu in Ihrem Haushalt ausgeführt wird. Deshalb wird die Zubereitung von Speisen in Ihrer Küche steuerlich gefördert – nicht aber der Catering-Service, der das Essen für Ihre Party anliefert. Die Arbeiten müssen grundsätzlich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus oder auf dem dazugehörenden Grundstück erledigt werden.

    Auch Laubblasen oder Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen vor dem eigenen Grundstück ist als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar. Dies stellt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 9. November 2016 (Az. IV C 8 – S 2296-b/07/10003 :008) klar.

    Darin hat das BMF ebenfalls neu aufgenommen, dass die Kosten für ein Notrufsystem sowie für die Haustierbetreuung in der Wohnung absetzbar sind.

    Umstritten sind jedoch die Aufwendungen für einen Hundegassiservice. Schließlich geht hier der Dienstleister mit Hunden spazieren und verlässt dabei im Normalfall das Grundstück. Eine voll berufstätige Steuerpflichtige konnte das Finanzgericht Hessen trotzdem davon überzeugen, dass ihre Kosten für den kompletten Service in der Wohnung und mit „Gassigehen“ als haushaltsnahe Dienstleistungen anzusehen sind.

    In dem Fall versorgte der Dienstleister die Hunde täglich. Er hatte einen Wohnungsschlüssel und führte die Tiere für ein bis zwei Stunden aus. Danach brachte er sie zurück in die Wohnung, säuberte und fütterte sie. Die Finanzrichter entschieden, dass das Ausführen der Hunde über die Grundstücksgrenzen hinweg eine Leistung mit einem unmittelbaren räumlichen Bezug zum Haushalt sei (FG Hessen, Urteil vom 1. Februar 2017, Az. 12 K 902/16; Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesfinanzhof eingelegt: Az. VI B 25/17).

    Tipp: Hundebesitzer in vergleichbaren Situationen sollten daher ihre Kosten für das Gassigehen in der Steuererklärung angeben. Lehnt das Finanzamt ab, sollten sie Einspruch einlegen, sich hierbei auf das obengenannte Urteil beziehen und beantragen, dass das Verfahren nach Paragraf 363 Absatz 2 Abgabenordnung ruhen soll.

    Bis 510 Euro für Minijobber

    Für Beschäftige auf 450-Euro-Basis, die zu Hause für Sie tätig sind, können Sie bis zu 510 Euro im Jahr Steuern zurückholen. Die Vergünstigung dürfen Sie zusätzlich zu dem Abzug für haushaltsnahe Dienstleistungen und zu den Arbeitskosten von Handwerkern geltend machen. So kommen Sie im besten Fall auf eine Steuerersparnis von insgesamt bis zu 5.710 Euro.

    Abgrenzung zu Handwerkerkosten – Wenn Sie mit dem Anstrich der Fassade oder dem Legen neuer Fliesen im Bad einen Handwerker beauftragen, dürfen Sie dessen Arbeitskosten anteilig als Handwerkerleistungen zusätzlich in Höhe von bis zu 1.200 Euro von Ihrer jährlichen Steuerschuld abziehen. Das BMF-Schreiben hilft bei Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen diesen beiden Kategorien Handwerkerkosten (maximal 1.200 Euro als Steuererstattung) und haushaltsnahe Dienstleistungen (maximal 4.000 Euro Steuererstattung).

    Rechnung per Überweisung zahlen Sie können einen selbstständigen Dienstleister oder eine Firma mit den haushaltsnahen Arbeiten beauftragen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit legal ausgeübt wird. Schwarzarbeit zählt selbstverständlich nicht. Sie benötigen eine Rechnung. Zudem dürfen Sie den Betrag nicht bar bezahlen. Nur wenn Sie die Summe überwiesen haben, wird das Finanzamt Ihren Steuerabzug anerkennen. Sie können bis zu 20.000 Euro im Jahr an Arbeits-, Fahrt- oder Maschinenkosten für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen, von denen 20 Prozent Ihre Steuerschuld mindern. Das ergibt einen Abzug von bis zu 4.000 Euro.

    Selbst Kosten für die Entsorgung von Abfällen können Sie in Ihrer Steuererklärung ansetzen, aber nur, wenn die Arbeit Teil einer haushaltsnahen Dienstleistung ist (§ 35a EStG).

    Rechnungsangaben – Die schriftliche Rechnung sollte folgende Daten enthalten:

    • Erbringer der Dienstleistung (mit Name, Anschrift und Steuernummer),
    • Empfänger der Leistung,
    • Art der Leistung,
    • Inhalt der Leistung,
    • Zeitpunkt der Leistungserstellung und
    • Entgelt, das gegebenenfalls aufzuschlüsseln ist zwischen abziehbaren Lohn- und Fahrtkosten auf der einen Seite und den Materialkosten auf der anderen Seite.

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    Was Sie absetzen können und was nicht

    Steuerlich geltend machen können Sie vor allem den Arbeitslohn, den Sie für die haushaltsnahe Dienstleistung zahlen. Aber auch die Fahrtkosten Ihres Dienstleisters sowie die Kosten für die Nutzung von Maschinen wie Staubsaugern oder Gartengeräten können Sie zu einem Fünftel in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Auch Verbrauchsmaterialien zählen dazu, also etwa Spül- oder Reinigungsmittel oder das Streugut des Winterdienstes, der für Sie arbeitet. Fallen zusätzliche Kosten an, wenn etwa ein Dienstleister Ihre Hecke schneidet oder den Rasen mäht und den Schnitt entsorgen muss, können Sie auch diese zu 20 Prozent von Ihrer Steuerschuld abziehen.

    Prüfen Sie, welche Kosten Sie eventuell als außergewöhnliche Belastung geltend machen können.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Tragen Sie Ihre Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen inklusive Mehrwertsteuer im Mantelbogen der Steuererklärung für 2016 auf Seite 3 in der Zeile 72 ein. Der Betrag, den Sie geltend machen, mindert direkt Ihre Steuerschuld. Er senkt weder Ihr zu versteuerndes Einkommen noch Ihren persönlichen Grenzsteuersatz.

    Nicht absetzen können Sie hingegen die allgemeinen Müllgebühren. Auch Nachhilfe- oder Musikunterricht für die Kinder zählt nicht dazu, selbst wenn er bei Ihnen zu Hause erteilt wird. Ausgeschlossen sind auch die Kosten für die Grabpflege. Das gilt auch für den Verwalter Ihrer Wohneigentümergemeinschaft. Haben Sie eine häusliche Pflegedienstleistung in Auftrag gegeben, können Sie Materialien wie ein spezielles Krankenbett ebenfalls nicht als haushaltsnahe Dienstleistung ansetzen.

    Liste haushaltsnaher Dienstleistungen

    Zu den steuerlich absetzbaren haushaltsnahen Dienstleistungen zählen unter anderem:

    • Reinigung der Wohnung, des Teppichs oder der Fenster,
    • Fußwegreinigung und Winterdienst, auch auf öffentlichen Gehwegen,
    • Hausmeisterleistungen,
    • Gartenarbeiten innerhalb des Grundstücks wie Rasen mähen, Baumpflege oder Hecken schneiden,
    • Pflegedienstleistungen – auch dann, wenn das Personal keine spezifische Ausbildung hat,
    • Aufwendungen für ein Notrufsystem in einer Seniorenresidenz,
    • Kinderbetreuung zu Hause sowie
    • Versorgung und Betreuung von Haustieren in der eigenen Wohnung.

    In diesem Schreiben erläutert das Ministerium auf den ersten 24 Seiten die Voraussetzungen und Details, wann solche privat veranlassten Aufwendungen steuerlich abzugsfähig sein können. Angehängt ist die Anlage 1, in der alphabetisch von Abfallmanagement bis zur Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt unterschiedlichste Tätigkeiten aufgelistet und den unterschiedlichen Kategorien (haushaltsnahe Dienstleistung oder Handwerkerleistung) zugeordnet werden. Auf einem Blick können Sie erkennen, welche davon die Finanzämter als begünstigte Leistung einordnen. Dieses Verwaltungsschreiben ist für alle Finanzämter verbindlich.

    Mit diesen Tipps sparen Sie Steuern

    Auf die Rechnung achten Achten Sie unbedingt darauf, dass Arbeits- und andere Kosten in der Rechnung Ihres Dienstleisters aufgeschlüsselt sind. Sollte aus ihr nicht klar hervorgehen, was Sie wofür zahlen, verlangen Sie eine neue Rechnung.

    Weitere Vergünstigungen nutzen – Haushaltsnahe Dienstleistungen überschneiden sich teils mit den Arbeiten von Handwerkern, die Sie mit Arbeiten in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus beauftragen, was Sie ebenfalls steuerlich geltend machen können. Das oben erwähnte BMF-Schreiben enthält in Anlage 1 eine Liste, an die sich die Finanzämter bei der Zuordnung halten müssen. Prüfen Sie, welche Spielräume sich für Sie ergeben. Denn Sie haben Anspruch auf beide Vergünstigungen. Einen Posten mehrfach anzusetzen, ist allerdings nicht möglich.

    Einzelveranlagung – Steuerermäßigungen für Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen werden demjenigen Ehegatten oder Lebenspartner zugerechnet, der sie bezahlt hat (§ 26a Abs. 2 Einkommensteuergesetz). Die Beiden können alternativ beantragen, dass ihnen die Aufwendungen jeweils zur Hälfte zugerechnet werden. Hierzu reicht ein „übereinstimmender“ Antrag, ein „gemeinsamer“ Antrag ist nicht notwendig. Das heißt, es reicht der Antrag des Partners, der die Kosten getragen hat.

    Hilfe bei Gartenarbeiten – Den Finanzämtern hat das Ministerium keine klare Abgrenzung für den Fall vorgegeben, dass Sie sich bei Gartenarbeiten helfen lassen. Im entscheidenden Schreiben heißt es lediglich, während die „Gartengestaltung“ unter die Begünstigung von Handwerkerleistungen falle, gelte für „Gartenpflegearbeiten“ wie Rasenmähen oder Heckenschneiden die Begünstigung für haushaltsnahe Dienstleistung. Die unklare Trennung gewährt Ihnen einen gewissen Spielraum bei der Gestaltung. Prüfen Sie also, was Sie wo ansetzen können, damit Sie Ihren maximalen Steuervorteil nutzen können.

    Hilfe durch Au-pair – Haben Sie ein Au-pair in Ihren Haushalt aufgenommen, können Sie auch diese Aufwendungen bei den haushaltsnahen Dienstleistungen ansetzen. Das dürfte Ihnen aber wahrscheinlich nur mit den möglicherweise vereinbarten Taschengeldzahlungen gelingen, denn wie für alle anderen haushaltsnahen Dienstleistungen gilt auch hier, dass Sie die Zahlung der absetzbaren Beträge auf ein Konto nachweisen müssen. Das dürfte sich bei den Kosten für Unterkunft und Verpflegung für Ihren Gast schwierig gestalten. Für Unterkunft und Verpflegung könnte eine Erstattung mit den amtlichen Sachbezugswerten vereinbart werden. Steuerlich ideal wäre, wenn das Au-pair möglichst komplett für die Kinderbetreuung da ist und das vertraglich auch so vereinbart wurde. Denn dann können Sie die Ausgaben als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Dabei dürfte sich das Finanzamt mit einer Kopie des Au-pair-Vertrags als Beleg begnügen.

    Wohnungseigentümergemeinschaften – Auch wenn Sie Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind und bestimmte Dienstleistungen wie den Winterdienst gemeinsam an eine Servicefirma vergeben, können Sie die Kosten dafür teilweise in der Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung ist allerdings, dass die insgesamt anfallenden Aufwendungen sauber auf die einzelnen Eigentümer aufgeteilt sind. Achten Sie deshalb darauf, dass sie in Ihrer Jahresrechnung detailliert aufgeführt und Ihrer Wohneinheit klar zugeordnet sind. Sie können sich auch eine Bescheinigung Ihres Verwalters dafür ausstellen lassen, die Sie beim Finanzamt einreichen. Die Tätigkeit des Verwalters zählt indes nicht zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, sodass Sie Ihre Ausgaben für ihn nicht ansetzen können.

    Kein Steuerabzug für Vermieter – Vermieten Sie eine Wohnung oder ein Haus und haben für die Gartenpflege eine Firma beauftragt, können Sie die Kosten dafür nicht als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen – anders als Arbeiten in Ihrem privaten Garten. Was Sie an den Dienstleister zahlen, ist dennoch steuerlich relevant. Es handelt sich um Werbungskosten für die Erzielung von Mieten und Pachten. In Ihrer Einkommensteuererklärung gehören diese Aufwendungen auf die zweite Seite der Anlage V. Tragen Sie die Gesamtsumme in Zeile 22 und in Zeile 50 ein.

    Vorteile zwei Jahre nutzen

    Sollten Sie Ihren Dienstleister über den Jahreswechsel hinaus beauftragen, prüfen Sie, wie weit Sie Ihre Möglichkeiten zum Steuerabzug bereits wahrgenommen haben. Würden Sie die Höchstsumme überschreiten, versuchen Sie, einen Teil der Zahlung ins neue Jahr zu verschieben. Denn für das Finanzamt zählt das Datum der Überweisung, nicht das der Arbeiten. Verhandeln Sie notfalls über eine Abschlags- oder Anzahlung.

    Abzugsmöglichkeiten für Pflegebedürftige – Dafür, dass eine haushaltsnahe Dienstleistung als in Ihrem Haushalt erbracht gilt, müssen Sie in der entsprechenden Wohnung oder im Haus nicht immer selbst wohnen: Die Steuervergünstigung gilt auch dann, wenn Sie wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit vorübergehend außer Haus leben müssen. Auch darüber hinaus bestehen für Pflegebedürftige einige Ausnahmen von den grundsätzlichen Regelungen für haushaltsnahe Dienstleistungen. Sie können beispielsweise den Besuch der Friseurin oder des Fußpflegers als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen, obwohl diese Dienste normalerweise nicht von einem Angehörigen Ihres eigenen Haushalts geleistet werden.

    Der Bundesfinanzhof hat auch die Aufwendungen für ein Notrufsystem als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt, das innerhalb einer Wohnung im Rahmen des betreuten Wohnens 24 Stunden am Tag Hilfeleistung sicherstellt (Urteil vom 3. September 2015, Az. VI R 18/14). Im konkreten Fall vereinbarte der Steuerpflichtige in einem Seniorenbetreuungsvertrag, dass ihm bei einem Notruf jederzeit Soforthilfe durch Fachpersonal zur Verfügung steht. Er zahlte dafür eine Betreuungspauschale. Diese ist nach dem Richterspruch steuerlich absetzbar. Ohne Bedeutung ist, dass sich die Notrufzentrale außerhalb des Haushalts des zu Pflegenden befindet.

    Außergewöhnliche Belastungen – Wenn Sie zwangsläufig höhere Aufwendungen haben als der durchschnittliche Steuerzahler mit vergleichbar hohen Einkünften und in einer vergleichbaren Lebenslage, können Sie diese Kosten als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Pflegekraft handeln. Die Ausgaben dafür gelten für die Finanzämter allerdings erst ab einer gewissen Höhe als außergewöhnlich. Sie reduzieren Ihr zu versteuerndes Einkommen und senken damit tendenziell Ihren persönlichen Grenzsteuersatz. Für den darunter liegenden, gewissermaßen gewöhnlichen Betrag haben Sie vielleicht die Möglichkeit, ihn zusätzlich als haushaltsnahe Dienstleistung anteilig von Ihrer Steuerschuld abzuziehen. Sind die Pflegekosten für Sie vergleichsweise gering und damit kaum außergewöhnlich, raten wir Ihnen, sie in Ihrer Steuererklärung vollständig dort anzusetzen, damit Sie die Vergünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen möglichst komplett nutzen können. Ab wann eine Belastung als außergewöhnlich gilt, richtet sich übrigens nach Ihrem Einkommen.

    Dienstleistungen von Partnern und Kindern – Leistungen, die Ehepartner füreinander oder unterhaltsberechtigte Kinder für Ihre Eltern erbringen, können grundsätzlich nicht in einem Vertrag geregelt werden, den das Finanzamt anerkennt. Der rechtliche Hintergrund sind die Verpflichtungen, die in den Paragrafen 1360, 1356 sowie 1619 des Bürgerlichen Gesetzbuches festgelegt sind. Die Passagen erstrecken sich auch auf eingetragene Lebenspartnerschaft und nicht eingetragene Lebensgemeinschaften. Wenn Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter monatlich 20 Euro für die Hilfe beim Rasenmähen zahlen, können Sie die Summe möglicherweise trotzdem absetzen – aber nur, wenn Ihre Angehörigen nicht in Ihrem Haushalt leben. Zudem muss der Vertrag zivilrechtlich korrekt zustande gekommen und so ausgestaltet sein, wie Sie ihn auch mit Fremden schließen würden – und schließlich muss die vereinbarte Leistung auch tatsächlich erbracht werden.

    Auch für Arbeiten im EU-Ausland nutzbar – Selbst wenn Sie einen Hausmeisterdienst mit der Pflege Ihrer Finca auf Mallorca beauftragt haben – die Kosten dafür erstattet Ihnen zum Teil der deutsche Fiskus. Das gilt für alle Ferien- oder Zweitwohnungen, sofern sie innerhalb der 28 EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen oder Island als Mitglieder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) liegen. Allerdings gilt auch hier: Sie müssen die Immobilie selbst nutzen. Haben Sie sie vermietet, setzen Sie die Kosten als Werbungskosten für die Erzielung von Mieten und Pachten an. Und: Achten Sie unbedingt auf eine für Ihre Zwecke korrekte Rechnung.

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    Steuerabzug für Mieter

    Auch als Mieter können Sie die Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen gelten machen, die sich in Ihrer Nebenkostenabrechnung wiederfinden. Beispiele sind Ausgaben für Gartenarbeiten, den Hausmeister, den Putzdienst oder den Winterdienst. Auch die kompletten Schornsteinfegerkosten können als Handwerkerkosten berücksichtigt werden. Achten Sie darauf, dass die Posten in Ihrer Nebenkostenabrechnung detailliert aufgeschlüsselt und Ihrer Mietwohnung klar zugeordnet sind. Notfalls lassen Sie sich von Ihrem Vermieter eine entsprechende Bescheinigung geben.

    Im BMF-Schreiben finden Sie eine Musterbescheinigung, die Hausverwalter und Vermieter ihren Mietern als Anlage zur Jahresabrechnung aushändigen können. Dafür darf die Hausverwaltung eine Gebühr nehmen.

    Die Summe, die Sie von ihrer Steuerschuld abziehen können, dürfte umso kleiner ausfallen, je mehr Parteien zusammen mit Ihnen im Mietshaus wohnen.

    Nachdem für das Steuerjahr immer das Abfluss- und Zuflussprinzip gilt, geben Sie die Kosten und Abrechnungen, die in einem Jahr bezahlt wurden, in der entsprechenden Jahres-Steuerklärung an.

    Beispiel: Sie bekommen erst im Oktober 2017 Ihre Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2016. Bereits Ende Mai 2017 mussten Sie aber die Steuererklärung 2016 abgeben. Sie können in diesem Fall Ihre Zahlungen, die Sie 2016 geleistet haben, ansetzen und eine mögliche Nachzahlung für das Jahr 2015, die Sie 2016 nach der Nebenkostenabrechnung für 2015 bezahlt haben. In der Steuererklärung 2017 können Sie dann haushaltsnahe Dienstleistungen aus der Betriebskostenabrechnung 2016 und etwaige Nachzahlungen für das Jahr 2016 geltend machen, wenn diese erst 2017 bezahlt wurden.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

    Das müssen Sie beachten

    Keine Barzahlung

    Die Steuervergünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen gewährt der Staat vor allem, um der Schwarzarbeit Einhalt zu gebieten. Deswegen dürfen Sie die Rechnungen Ihres Dienstleisters oder seiner Firma keinesfalls in bar begleichen. Denn das Finanzamt erkennt Ihren Steuerabzug nur dann an, wenn Sie eine Überweisung nachweisen können. Heben Sie deshalb nicht nur die Rechnung mindestens zwei Jahre auf, sondern auch eine Kopie Ihres Kontoauszugs, der die Zahlung belegt.

    Arbeiten nur im eigenen Haushalt – Achten Sie darauf, dass die Rechnung sehr detailliert ausfällt. Am besten ist sogar aufgeführt, wo genau die haushaltsnahe Dienstleistung ausgeführt wurde. Sonst könnte Ihnen das Finanzamt entgegenhalten, dass die Arbeiten nicht für Ihren Haushalt erledigt wurden.

    Kinderbetreuung – Auch wenn die Betreuung und die Aufsicht über die Kinder zu klassischen Arbeiten zählen, die ein Familienmitglied übernimmt: Die Kosten dafür sind nur zum Teil als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar. Meistens dürfte das außerdem die steuerlich schlechtere Variante für Sie sein. Vielmehr können Sie die Aufwendungen als Sonderausgaben zu zwei Dritteln ansetzen – bis zu einer Höhe von 4.000 Euro je Kind. Diese Summe können Sie nicht von der Steuerschuld abziehen, sondern von Ihrem zu versteuernden Einkommen. So mindern Sie zumindest tendenziell Ihren persönlichen Grenzsteuersatz.

    Einmaliger Abzug – Was Sie schon anderweitig steuerlich geltend gemacht haben, können Sie nicht noch einmal als haushaltsnahe Dienstleistung ansetzen. Haben Sie Aufwendungen beispielsweise als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht, fallen sie aus dem Steuerabzug heraus. Dennoch ergeben sich Spielräume bei einigen Tätigkeiten, für die Sie wahlweise auch die Vergünstigungen für Handwerkerarbeiten nutzen können. Prüfen Sie genau, was Sie wo geltend machen, um Ihren Steuerabzug vollständig zu nutzen. Und möglicherweise kombinieren Sie diese Vergünstigungen, indem Sie in der Steuererklärung zudem außergewöhnliche Belastungen ansetzen.

    Vor- und Rückträge sind nicht möglich – Nicht möglich ist der Übertrag entstandener Kosten in das folgende Jahr oder das Vorjahr. Das heißt, wenn Sie in einem Jahr keine Steuern zahlen, weil Ihre Einkünfte zu gering sind, können Sie auch den Steuervorteil nicht nutzen – die Vergünstigung entfällt komplett.

    Eingetragene Lebenspartnerschaften

    Steuerpflichtige, die zusammen einen Haushalt bewohnen, können den gesamten Steuerabzug für haushaltsnahe Dienstleistungen insgesamt nur einmal in Anspruch nehmen. Deshalb müssen Sie den Namen Ihres Partners sowie sein Geburtsdatum im Mantelbogen der Einkommensteuererklärung für 2016 in Zeile 75 angeben. Achten Sie darauf, dass beide Partner die Aufträge an Dienstleister vergeben und auch die Rechnungen begleichen. So können Sie die Steuervergünstigung vollständig ausschöpfen.

    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/steuer-tipps/artikel/welche-gartenarbeiten-das-finanzamt-mitbezahlt.html, http://www.vlh.de/wohnen-vermieten/eigentum/garten-hof-grundstueck-rechnungen-fuer-handwerker-absetzen.html, http://www.finanztip.de/haushaltsnahe-dienstleistungen/

    Was ist rentenversicherungsnummer

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    Rentenversicherungsnummer

    Allgemeines: Worauf bezieht sich die Rentenversicherungsnummer?

    Jeder Bundesbьrger erhдlt – in der Regel bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit, seit 2005 bei Geburt – eine zwцlfstellige Rentenversicherungsnummer (RVNR) fьrs ganze Leben. Sie дndert sich nie und bescheinigt seine Zugehцrigkeit zur Rentenversicherung.

    In Deutschland gehцrt die gesetzliche Rentenversicherung zum Sozialsystem. Sie regelt die Zahlungen (Renten), wenn der Rentenversicherte

    • aus gesundheitlichen Grьnden berufs- oder erwerbsunfдhig geworden ist oder nur noch stark eingeschrдnkt seiner Arbeit nachgehen kann;
    • das Lebensjahr erreicht, ab dem er Anspruch auf die Zahlung einer Altersrente hat;
    • stirbt und seine Angehцrigen versorgt werden mьssen (Hinterbliebenenrente, Erziehungsrente).

    Diese Rentenversicherung ist ein Bestandteil unseres Sozialstaates und geht auf Bismarck zurьck, der die Sozialversicherungen bei uns einfьhrte. Er verlangte damals vom Reichstag: „Geben Sie dem Arbeiter das Recht auf Arbeit und geben Sie ihm Arbeit, solange er gesund ist, sichern Sie ihm Pflege, wenn er krank ist, sichern Sie ihm Versorgung, wenn er alt ist.“ Innerbetrieblich ist das dort heute inzwischen auch schon einwandfrei umgesetzt worden. Fьr die Bevцlkerung auЯerhalb des Regierungsviertels hat Bismarck dann immerhin den ersten Sozialstaat der Geschichte ins Leben gerufen. Die Ideen dazu bekam er von Ferdinand Lassalle, den stдrksten Widerstand leisteten Beamte und Verwaltung. 17 Briefe, die er diesbezьglich als preuЯischer Ministerprдsident an das damals zustдndige Handelsministerium schrieb, wurden schlichtweg einfach nicht beantwortet. Trotzdem hat er die Sozialversicherungen durchgesetzt (1883 Krankenversicherung, 1884 Unfallversicherung, 1889 Invaliden- und Altersversicherung).

    Als die Trдger der gesetzlichen Rentenversicherung 1964 mit elektronischer Datenverarbeitung anfingen, fьhrten sie gleichzeitig die Rentenversicherungsnummer ein. Der Bund schuf die Rechtsgrundlage dafьr durch eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift. Eine entsprechende Regelung in der Reichsversicherungsordnung folgte 1967 und 1992 wurde im Sozialgesetzbuch die Regelung festgelegt, die bis heute gilt.

    Rentenversicherungsnummer

    Allgemeines: Worauf bezieht sich die Rentenversicherungsnummer?

    Jeder Bundesbьrger erhдlt – in der Regel bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit, seit 2005 bei Geburt – eine zwцlfstellige Rentenversicherungsnummer (RVNR) fьrs ganze Leben. Sie дndert sich nie und bescheinigt seine Zugehцrigkeit zur Rentenversicherung.

    In Deutschland gehцrt die gesetzliche Rentenversicherung zum Sozialsystem. Sie regelt die Zahlungen (Renten), wenn der Rentenversicherte

    • aus gesundheitlichen Grьnden berufs- oder erwerbsunfдhig geworden ist oder nur noch stark eingeschrдnkt seiner Arbeit nachgehen kann;
    • das Lebensjahr erreicht, ab dem er Anspruch auf die Zahlung einer Altersrente hat;
    • stirbt und seine Angehцrigen versorgt werden mьssen (Hinterbliebenenrente, Erziehungsrente).

    Diese Rentenversicherung ist ein Bestandteil unseres Sozialstaates und geht auf Bismarck zurьck, der die Sozialversicherungen bei uns einfьhrte. Er verlangte damals vom Reichstag: „Geben Sie dem Arbeiter das Recht auf Arbeit und geben Sie ihm Arbeit, solange er gesund ist, sichern Sie ihm Pflege, wenn er krank ist, sichern Sie ihm Versorgung, wenn er alt ist.“ Innerbetrieblich ist das dort heute inzwischen auch schon einwandfrei umgesetzt worden. Fьr die Bevцlkerung auЯerhalb des Regierungsviertels hat Bismarck dann immerhin den ersten Sozialstaat der Geschichte ins Leben gerufen. Die Ideen dazu bekam er von Ferdinand Lassalle, den stдrksten Widerstand leisteten Beamte und Verwaltung. 17 Briefe, die er diesbezьglich als preuЯischer Ministerprдsident an das damals zustдndige Handelsministerium schrieb, wurden schlichtweg einfach nicht beantwortet. Trotzdem hat er die Sozialversicherungen durchgesetzt (1883 Krankenversicherung, 1884 Unfallversicherung, 1889 Invaliden- und Altersversicherung).

    Als die Trдger der gesetzlichen Rentenversicherung 1964 mit elektronischer Datenverarbeitung anfingen, fьhrten sie gleichzeitig die Rentenversicherungsnummer ein. Der Bund schuf die Rechtsgrundlage dafьr durch eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift. Eine entsprechende Regelung in der Reichsversicherungsordnung folgte 1967 und 1992 wurde im Sozialgesetzbuch die Regelung festgelegt, die bis heute gilt.

    Was ist rentenversicherungsnummer

    Wozu dient die Rentenversicherungsnummer?

    30.04.2014, 10:38 Uhr | ss (TP)

    Seit die elektronische Gesundheitskarte eingeführt wurde, erhalten bereits Neugeborene eine Rentenversicherungsnummer. Diese wird jedoch erst mit dem Eintritt ins Berufsleben wichtig, weil sie damit als Versicherter in der gesetzlichen Rentenversicherung identifiziert werden.

    Wer braucht die Rentenversicherungsnummer?

    Die Rentenversicherungsnummer wurde in Deutschland 1964 mit der elektronischen Datenverarbeitung bei den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Die Verwaltung der Alters- und Hinterbliebenenvorsorge sollte so vereinfacht werden. Geregelt sind die Einzelheiten zur Rentenversicherungsnummer seit 1992 im Sozialgesetzbuch.

    Bis zur Einführung der einheitlichen Krankenversicherungsnummer wurde die Rentenversicherungsnummer von den Trägern der Rentenversicherung vergeben, sobald ein Arbeitnehmer ein Versicherungskonto erhielt. Das geschah üblicherweise mit dem Eintritt ins Berufsleben. Wichtig ist die Rentenversicherung für alle Personen, die nach dem Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) versichert sind.

    Dazu gehören neben Pflichtversicherten auch freiwillig Versicherte, Nachversicherte sowie Personen, die versorgungsausgleichberechtigt sind. Falls Sie aus aktuellem Anlass Ihre persönliche Rentenversicherungsnummer benötigen, finden Sie diese beispielsweise auf der Lohnabrechnung. Sie können sie außerdem über die Hotline der Deutschen Rentenversicherung erfragen.

    So setzt sich die Rentenversicherungsnummer zusammen

    Mit der zwölfstelligen Kennzeichnung der Rentenversicherungsnummer lässt sich jeder Versicherte eindeutig identifizieren. Vergeben wird die Rentenversicherung nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern nach klar definierten Kriterien. Die Rentenversicherungsnummer ist folgendermaßen aufgebaut:

    • die ersten beiden Zeichen weisen auf den zuständigen Träger der Rentenversicherung hin,
    • das Geburtsdatum des Versicherten wird mit einer sechsstelligen Nummer dargestellt,
    • anschießend folgt der Anfangsbuchstabe des Geburtsnamens,
    • die letzten beiden Ziffern sollen die Versicherten, die am selben Tag geboren sind, unterscheiden. Für Männer wird die Ziffernfolge von 00 bis 49 verwendet, für Frauen von 50 bis 99,
    • Beim letzten Zeichen handelt es sich um eine Prüfsumme, durch welche die Nummer auf ihre Plausibilität geprüft wird.

    Grundsätzlich begleitet die Rentenversicherungsnummer den Versicherten das ganze Leben lang. Geändert werden kann sie nur unter bestimmten Voraussetzungen; wenn etwa eine Nummer doppelt vergeben wurde oder versehentlich das falsche Geburtsdatum eingetragen wurde.

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    Источники: http://www.rentenversicherungsnummer.eu/, http://www.rentenversicherungsnummer.eu/, http://www.t-online.de/finanzen/id_68389806/was-ist-die-rentenversicherungsnummer-.html

    Hohe steuerrückzahlung

    0

    Steuerrückerstattung berechnen

    Warum eine Steuererklärung?

    Die Notwendigkeit / der Nutzen einer Einkommensteuererklärung ergibt sich daraus, dass Arbeitnehmer Monat für Monat zu viele Steuern zahlen. Dies liegt daran, dass der Arbeitgeber von der monatlichen Lohnabrechnung pauschale Beträge an das Finanzamt abführt, welche nicht genau mit der Höhe der tatsächlichen Steuerschuld des Arbeitnehmers übereinstimmen. Bei der Steuererklärung geht es darum, sich zu viel gezahlte Beträge vom Finanzamt zurück zu holen.

    Wann und für wen lohnt Sie sich?

    Diese Möglichkeit der Steuererstattung kann / sollte jeder nutzen, der Einkommen erwirtschaftet, und davon Steuern abführt. Wer darauf verzichtet, schenkt dem Fiskus somit Geld. Bürger die keine Steuerrückerstattung beantragen, verzichten laut statistischem Bundesamt im Schnitt auf eine Rückzahlung von ca. 900 Euro zu viel gezahlter Steuern pro Jahr. Was viele nicht wissen: häufig erhalten gerade diejenigen Steuerzahler eine Erstattung, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Der Antrag ist also in den meisten Fällen sinnvoll.

    Wie hoch ist meine Rückzahlung?

    Wie viele Steuern Sie letztlich zurück bekommen, kann nicht pauschal mit einer bestimmten Zahl beantwortet werden, sondern gestaltet sich bei jedem Steuerzahler individuell. Wichtige Faktoren sind z.B. die Höhe des Jahresverdienst sowie die Entfernung zur Arbeitsstätte. Für die Höhe der Rückzahlung ebenfalls relevant ist, ob der Steuerzahler bestimmte Freibeträge wie z.B. den Kinderfreibetrag, den Ausbildungsfreibetrag oder den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nutzen kann. Einen Überblick gibt die folgende Auflistung:

    • Höhe des Einkommens
    • Berufsstatus: z.B. Angestellter oder Beamter
    • ausgenutzte Freibeträge
    • Höhe der Pendlerpauschale
    • Steuerklasse
    • Kirchensteuerpflicht ja / nein
    • Familienstand und Anzahl Kinder
    • Höhe der Sonderausgaben wie z.B. Handwerkerkosten oder Kinderbetreeungskosten
    • Höhe der außergewöhnlichen Belastungen wie z.B. Krankheitskosten

    Wie Steuerrückzahlung berechnen?

    Die Berechnung der Steuerrückerstattung ergibt sich aus der Differenz der tatsächlichen Steuerpflicht und der bereits gezahlten Steuer. Hat man über das Jahr zu wenige Steuern an das Finanzamt abgeführt, wird eine Nachzahlung fällig. Im umgekehrten Fall erhält der Steuerzahler eine Rückzahlung. Arbeitnehmer führen i.d. Regel zu viele Steuern ab, und erhalten daher eine Erstattung.

    Die einzelnen Schritte

    Ermitteln Sie im ersten Schritt Ihr jährliches Bruttoeinkommen. Entnehmen sie diesen Betrag Ihrer Gehaltsabrechnung. Vom Brutto wird zunächst der Grundfreibetrag in Höhe von derzeit 8.620 Euro für Alleinstehende und 17.640 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare abgezogen. Die Differenz wird anschließend um den Betrag der Werbungskosten gemindert. Übersteigen die Werbungskosten den Pauschalbetrag von 1000 Euro pro Jahr nicht, gilt die Pauschale, andernfalls wird der exakte Betrag angerechnet. Von diesem Ergebnis werden nun Freibeträge, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen subtrahiert. Dieses Ergebnis ist nun die Grundlage zur Berechnung der Steuerschuld, nämlich das zu versteuernde Einkommen. Erst im letzten Schritt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ermittelt.

    So funktioniert der Rechner

    Unser Rechner nimmt eine vereinfachte Vorberechnung Ihrer voraussichtlichen Steuererstattung vor. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um Näherungswerte. Der Sinn des Tools ist, Ihnen eine Orientierung zu geben, ob sich die Abgabe einer Steuererklärung für Sie lohnt, und wie hoch der Erstattungsbetrag ungefähr ausfallen wird. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass aus der Berechnung keine rechtsverbindlichen Ansprüche abgeleitet werden können. Geben Sie die gefragten Daten in die Eingabemaske ein. Klicken Sie abschließend auf „jetzt meine Steuerrückzahlung berechnen“.

    Wann zahlt Finanzamt Geld zurück?

    Es gilt die einfache Devise: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die Anträge auf Steuerrückerstattung werden nach der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Meist beginnen die Finanzämter jedoch erst ab März mit der Bearbeitung, da sich zu Jahresanfang häufig noch steuerrechtliche Änderungen ergeben. Leider sind die Mitarbeiter der Finanzämter in den letzten Jahren immer mehr überlastet. So kann es bis zum endgültigen Steuerbescheid schlimmstenfalls schon mal drei oder vier Monate dauern. Sie können jedoch aktiv zu einer kürzeren Bearbeitungszeit beitragen, indem Sie Ihre Steuerdaten möglichst vollständig angeben. So muss Sie das Finanzamt nicht extra anschreiben, und nachträglich Informationen einfordern.

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    19 Gründe für eine Steuererstattung

    Verschaffen Sie sich einen Überblick, ob Sie sich auf einen Geldregen freuen dürfen. Das gilt ganz besonders, wenn Sie nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind und am liebsten einen großen Bogen darum machen möchten. Sonst verschenken Sie vielleicht Geld, denn: Gründe für eine Erstattung gibt es viele!

    Die während des Jahres gezahlte Lohn-, Zinsabschlag- und Kapitalertragsteuer und die Steuervorauszahlungen sind nur Abschlagszahlungen auf Ihre endgültige Steuerschuld. Diese kann erst ermittelt werden, wenn das zu versteuernde Einkommen am Ende des Jahres feststeht. Diese jährliche Endabrechnung mit dem Finanzamt heißt Einkommensteuerveranlagung. Grundlage für die Einkommensteuerveranlagung ist die von Ihnen abgegebene Einkommensteuererklärung.

    Hier sind die für Sie wichtigen Erstattungsgründe aufgezählt:

    1. Sie haben Aufwendungen für haushaltsnahe Hilfen oder Dienstleistungen gehabt und wollen sich die Steuervergünstigungen hierfür holen.

    2. Ihre Werbungskosten liegen über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag: Beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt Ihr Arbeitgeber automatisch nur Werbungskosten in Höhe des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 920 Euro.

    3. Ihr Gehalt schwankt: Das Lohnsteuer-Berechnungsprogramm Ihres Arbeitgebers unterstellt beim monatlichen Steuerabzug zwölf gleichmäßige Gehälter und berücksichtigt bestimmte Frei- und Pauschbeträge mit einem Zwölftel. Deshalb gilt:

    • Haben Sie nur einige Monate gearbeitet, dann sind Ihr tatsächliches Jahreseinkommen und Ihr Steuersatz niedriger als angenommen. Außerdem stehen Ihnen zum Beispiel der Grundfreibetrag und der Arbeitnehmer-Pauschbetrag immer in voller Höhe zu.
    • Schüler und Studenten mit Ferienjobs bekommen oft die gesamte einbehaltene Lohnsteuer wieder. Hohe Steuererstattungen ergeben sich auch im Jahr des Übergangs von Schule oder Studium zur Berufstätigkeit und umgekehrt.
    • Schwankt Ihr Gehalt während des Jahres zum Beispiel durch Überstunden, Gehaltserhöhungen, das 13. Monatsgehalt oder Arbeitgeberwechsel, dann ist der Steuerabzug in den Monaten mit höherem Verdienst zu hoch ausgefallen. Aber: Macht Ihr Arbeitgeber am Ende des Jahres einen »Arbeitgeber-Lohnsteuerjahresausgleich«, korrigiert er dadurch diese Ungenauigkeit.

    4. Als Doppelverdiener-Ehepaar haben Sie beide die Steuerklasse IV (ohne Faktor), obwohl Sie nicht ganz genau gleich viel verdient haben.

    5. Sie haben eine aus steuerlicher Sicht ungünstige Steuerklassenkombination gewählt. Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, um das Elterngeld zu optimieren.

    6. Sie haben während des Jahres zu viel Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) oder Zinsabschlagsteuer (bis 2008) gezahlt. Das kann aus verschiedenen Gründen passieren, zum Beispiel

    • weil Sie für ein Konto keinen oder einen zu niedrigen Freistellungsauftrag erteilt haben oder
    • weil die Bank von Ihren Kapitalerträgen Abgeltungsteuer einbehalten hat, Ihr individueller Steuersatz aber darunterliegt (Günstigerprüfung);
    • weil Sie neben Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit weitere Einkünfte haben, von denen zumindest zum Teil Abgeltungsteuer einbehalten worden ist (Kapitalerträge). Sofern diese Nebeneinkünfte unter 410 Euro liegen oder zwischen 410 Euro und 820 Euro, bekommen Sie die einbehaltene Abgeltungsteuer ganz oder teilweise zurück über den Härteausgleich bzw. den erweiterten Härteausgleich.

    7. Sie haben Sonderausgaben über dem Pauschbetrag: Spenden, Kirchensteuer, Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung usw. berücksichtigt Ihr Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug lediglich mit dem Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro bzw. 72 Euro bei Verheirateten. Und der ist ganz schnell überschritten.

    8. Ihre Versicherungsbeiträge liegen über der Vorsorgepauschale: Bestimmte Versicherungsbeiträge berücksichtigt Ihr Arbeitgeber bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug pauschal in Höhe der Vorsorgepauschale.

    • Beamte und Pensionäre erhalten nur eine geringere Vorsorgepauschale. Deshalb kann der Nachweis der tatsächlichen Versicherungsbeiträge in der Steuererklärung zu einer hohen Steuererstattung führen.
    • Bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern kommt eine höhere Vorsorgepauschale zum Ansatz. Dennoch kann es sich in bestimmten Fällen auch hier lohnen, die tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung anzusetzen.

    Haben Sie eine Rürup-Rente abgeschlossen, ist diese beim monatlichen Steuerabzug noch nicht berücksichtigt. Sie können also mit einer Steuererstattung rechnen.

    9. Sie haben Beiträge zur Riester-Rente geleistet, die sich als Sonderausgaben auswirken (Günstigerprüfung).

    10. Sie haben hohe außergewöhnliche Belastungen, zum Beispiel wegen Krankheit, Behinderung, Scheidung, Pflegebedürftigkeit oder unterstützen einen bedürftigen Angehörigen.

    11. Ein Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag fehlt auf Ihrer Lohnsteuerkarte: Haben Sie (oder Ihr Ehepartner) Anspruch auf einen dieser Pauschbeträge, ohne dass Sie einen Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte (oder der Ihres Ehepartners) haben, ist der monatliche Steuerabzug zu hoch. Das Gleiche gilt, wenn Sie den Behinderten-Pauschbetrag Ihres Kindes für sich in Anspruch nehmen wollen.

    Zwar verlangt § 26 a Abs. 2 EStG eine hälftige Aufteilung des Behinderten-Pauschbetrages des Kindes zwischen den Eltern. Gemäß § 33 b Abs. 5 EStG können aber selbst nicht verheiratete Eltern eine andere Aufteilung wählen. Deshalb muss das unseres Erachtens auch bei der getrennten Veranlagung möglich sein.

    12. Der Kinderfreibetrag fehlt auf Ihrer Lohnsteuerkarte: Mit dem Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte sparen Sie beim monatlichen Steuerabzug zwar keine Lohnsteuer, weil Sie im laufenden Jahr stattdessen Kindergeld bekommen. Aber Ihr Arbeitgeber behält zu viel Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ein, wenn der Freibetrag nicht auf der Lohnsteuerkarte steht. Das gilt auch für ein Auslandskind. Es wird nämlich nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

    13. Die Steuerersparnis durch die Freibeträge für Kinder ist höher als das Kindergeld: Eltern werden durch das Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder gefördert. Während des Jahres bekommen Sie Kindergeld. Gehören Sie zu den Eltern mit höherem Einkommen, ist die Steuerersparnis durch die Freibeträge für Kinder aber höher (Günstigerprüfung).

    14. Sie haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: Dieser Freibetrag wird beim monatlichen Steuerabzug durch die Lohnsteuerklasse II berücksichtigt. Stand in den Anspruchsmonaten eine andere Steuerklasse auf Ihrer Steuerkarte, ist der Steuerabzug zu hoch ausgefallen. Bedenken Sie aber, dass es den Entlastungsbetrag nur für Monate gibt, in denen die Voraussetzungen vorgelegen haben. Er ist kein Jahresbetrag.

    15. Sie haben Arbeitslosengeld, Krankengeld usw. zurückgezahlt: Manchmal müssen in früheren Jahren zu Unrecht erhaltene Lohnersatzleistungen zurückgezahlt werden. Haben Sie im Jahr der Rückzahlung keine oder niedrigere Ersatzleistungen erhalten, wirkt sich der zurückgezahlte Betrag steuermindernd aus (negativer Progressionsvorbehalt).

    16. Sie haben eine Abfindung bzw. Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit bekommen. Falls Ihr Arbeitgeber die günstige Fünftelregelung nicht bereits angewendet hat, können Sie sich die Steuervergünstigung über die Steuererklärung holen.

    17. Sie haben geheiratet: Die Steuervorteile für Verheiratete beim Lohnsteuerabzug wirken sich erst aus, nachdem Sie Ihre Steuerklassen haben ändern lassen, zum Beispiel von I/I auf III/V oder auf IV-Faktor/IV-Faktor. Diese Vorteile stehen Ihnen jedoch für das gesamte Kalenderjahr der Heirat zu. Je später im Jahr Sie geheiratet haben und je höher der Einkommensunterschied zwischen Ihnen und Ihrem Ehepartner ist, umso höher ist die Steuererstattung.

    18. Sie haben als Haus- oder Wohnungseigentümer Anspruch auf Abzugsbeträge: Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung selbst nutzen, können Sie unter Umständen bestimmte Abzugsbeträge geltend machen. Infrage kommt hier insbesondere der Abzugsbetrag nach § 10 f EStG für Baudenkmäler. Die 10-e-Förderung, das Baukindergeld und der Abzugsbetrag für Modernisierungen in Sanierungsgebieten in den neuen Bundesländern nach § 7 FördergebietsG kommen nur noch im Einzelfall vor.

    19. Sie haben Verluste, die Sie berücksichtigt haben wollen (z.B. aus Vermietung und Verpachtung oder aus einer selbstständigen Nebentätigkeit). Dann müssen Sie für das Jahr der Verlustentstehung in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben. So wird der Verlust amtlich festgestellt. Negative Einkünfte mindern Ihre positiven Einkünfte, sodass Sie weniger Steuern zahlen.

    Können Sie den Verlust im selben Jahr nicht vollständig mit anderen positiven Einkünften ausgleichen? Dann stehen Ihnen der Verlustrücktrag und der Verlustvortrag zur Verfügung.

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    Hohe Steuererstattung – Wenn das Finanzamt Fehler macht

    Es klingt zu schön um wahr zu sein: Du erwartest eine Steuererstattung. Doch es kommt noch besser. Als du den Brief vom Finanzamt öffnest, traust du deinen Augen kaum. Du bekommst fast doppelt so viel Geld überwiesen wie du ausgerechnet hast – der absolute Wahnsinn!

    Übrigens, wenn du wissen willst, wie viel Rückerstattung dir zusteht, dann teste jetzt unverbindlich unsere WISO steuer:Web online!

    Ist die hohe Steuererstattung legal?

    Südsee-Urlaub. Musik-Anlage. Ein neues Fahrrad. Sofort hast du tausend Ideen, was man alles mit dem unerwarteten Geldsegen anstellen kann. Doch dann meldet sich das schlechte Gewissen: Darfst du das Geld einfach behalten? Oder droht dir sogar Strafe, wenn du nichts sagst?! Denn legal kann das doch nicht sein, ist ja schließlich nicht wirklich dein Geld.

    Die gute Nachricht zuerst: Überweist dir das Finanzamt mehr Geld und du sagst nichts, kannst du schon mal nicht wegen Steuerhinterziehung belangt werden. Also fast nicht. Denn das funktioniert nur einer Bedingung: Deine Steuererklärung muss komplett richtig sein. Also wirklich komplett richtig. Du musst all deine Daten vollständig angegeben haben. Auch Tatsachen darfst du nicht weglassen. Und Zahlen darfst du auch nicht verfälschen. Da du ja ein ehrlicher Steuerzahler bist, hast du also nichts zu befürchten. Denn mit einer korrekten Steuererklärung hast du deine Pflichten als Steuerbürger erfüllt. That’s it.

    Du willst wissen, wie viel der Staat dir schuldet? Dann berechne heute noch unverbindlich deine Rückerstattung mit WISO steuer:Web!

    Steuernachzahlung – wann du damit rechnen mußt

    Doch mit vollen Händen solltest du das Geld trotzdem nicht ausgeben. Zumindest nicht in den kommenden fünf Jahren. Entdeckt dein zuständiger Bearbeiter die nächsten Male, dass da etwas falsch gelaufen ist, ists ruck zuck vorbei mit der Freude- und du musst alles wieder zurückbezahlen. Und das dicke Ende kommt erst noch: Du musst den Beitrag verzinsen. Mit saftigen sechs Prozent pro Monat! Falls der Fehler nicht auffällt hast du Glück: Mach dir einen schönen Urlaub auf Kosten der Allgemeinheit.

    Источники: http://www.brutto-netto-rechner24.de/einkommensteuer-rueckerstattung.html, http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/19-gruende-fuer-eine-steuererstattung, http://www.buhl.de/steuer-web/hohe-steuererstattung-wenn-das-finanzamt-fehler-macht/

    Riester rente erklärung

    0

    Riester-Rente – Was ist das eigentlich?

    Die Frage „Was ist die Riester-Rente?“ stellen sich verdammt viele Deutsche und finden oftmals keine eindeutige Antwort. Gerne möchte ich ein wenig Licht ins Dunkle bringen und Ihnen die wichtigsten Fakten über die Riester-Rente darstellen. In der Regel werden mir als Berater folgende Fragen am meisten gestellt:

    Bin ich überhaupt berechtigt eine Riester-Rente abzuschliessen?

    Wieviel Geld erhalte ich denn vom Staat?

    Mit welcher Form der Riester-Rente erziele ich die höchsten Renditen?

    Grundsätzlich kann man zunächst einmal feststellen, dass es neben der Riester-Rente kein weiteres Modell der Altersvorsorge gibt, bei dem man von einer solch hohen staalichen Förderung profitieren kann. Sie lohnt sich für all diejenigen, welche einen Anspruch auf die staatlichen Zuschüsse für das Rentenalter haben.

    Doch jeder, der sich für den Abschluss einer Riester-Rente entschieden hat, sollte genau prüfen, welche Vertragsform denn die richtige ist und sich zusätzlich noch mit den Details beschäftigen, um das bestmögliche Angebot wahrzunehmen.

    Was ist die Riester-Rente – Die wichtigsten Fragen und Antworten:

    Wer profitiert von der Förderung der Riester-Rente?

    Nachfolgende Personengruppen haben einen unmittelbaren Anspruch auf die Förderung durch die Riester-Rente:

    • rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    • pflichtversicherte Selbständige
    • pflichtversicherte Landwirte (nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte)
    • Auszubildende
    • Wehr- und Zivildienstleistende
    • Beamte
    • Richter
    • Soldaten
    • Empfänger von Amtsbezügen (z.B. Notare oder Minister)
    • behinderte Beschäftige in staatlich anerkannten Werkstätten
    • vollständig erwerbsgeminderte und dienstunfähige Personen
    • sowie Bezieher von Arbeitslosen- und Krankengeld
    • Familienangehörige, welche einen Pflegebedürftigen nicht erwerbsmäßig mindestens 14 Stunden pro Woche zu Hause pflegen

    Zusätzlich können auch unter gewissen Umständen nachfolgende Personen von der Riester-Rente und der Förderung profitieren:

    • geringfügig Beschäftigte, welche privat auf den gesetzlichen Rentenversicherungssatz aufzahlen
    • Kindererziehende, welche ihre Kindererziehungszeiten beantragt haben

    Selbständige ohne Rentenversicherungspflicht sind innerhalb der Riester-Rente nicht förderberechtigt. Ehepartner eines unmittelbar Zulagenberechtigten können jedoch auch die Förderung der Riester-Rente nutzen, wenn Sie einen eigenen Vertrag abschliessen und diesen mit dem Mindesteigenbeitrag der Riester-Rente von jährlich 60 Euro bedienen.

    Wer hat keinen Anspruch auf Förderung?

    Keinen Anspruch auf Förderung haben folgende Personengruppen:

    • nicht rentenversicherungspflichtige Studenten
    • nicht rentenversicherungspflichtige Selbstständige
    • freiwillig gesetzlich Versicherte
    • Pflichversicherte in berufsständischen Versorgungswerken
    • geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer, welche versicherungsfrei sind
    • Personen, welche bereits eine Altersrente beziehen

    Wie genau funktioniert eigentlich die Riester-Rente?

    Zunächst einmal sollte man sich für eine der fünf Riester-Formen entscheiden. Dazu lässt man sich am besten von einem kompetenten Berater (Gerne können Sie auch mich ansprechen!), der sich mit dem Thema Riester-Rente möglichst auch gut auskennt. Leider gibt es auch zehn Jahre nach der Einführung der Riester-Rente immer noch Berater, welche mit Inkompetenz in diesem wichtigen Vorsorgethemaversuche zu beraten.

    Wenn die richtigte Vertragsform gefunden wurde schließt man einen entsprechenden Vertrag ab, in welchen man dann bis zum Rentenbeginn Eigenbeiträge einzahlt. Diese richten sich nach der Höhe des rentenversicherungspflichtigen Bruttos des Vorjahres. Im darauffolgenden Jahr belohnt der Staat dann diese Eigenleistung mi entsprechenden Zulagen, auf die der Förderberechtigte einen Anspruch hat.

    Bei weiteren Fragen scheuen Sie sich nicht mich einfach anzurufen! Rufen Sie mich einfach an!

    Welche Riester-Formen gibt es eigentlich?

    Grundsätzlich gibt es in der Riester-Rente fünf unterschiedliche Varianten, welche auch identisch gefördert werden. Um weitere Informationen zu den einzelnen Riester-Formen zu bekommen klicken Sie bitte auf die jeweilige Variante:

    Natürlich können Sie mich auch gerne persönlich kontaktiere um mit mir über die für Sie sinnvolle Riester-Variante zu sprechen! Rufen Sie mich einfach an!

    Wie sieht denn die Förderung genau aus?

    Bei jeder der fünf Riester-Formen, egal ob Fondssparplan, klassische Riester-Rentenversicherung, fondsgebundene Riester-Rentenversicherung, Banksparplan oder auch Eigenheimrente (Wohnriester), ist die staatliche Förderung die selbe. Diese umfasst die direkten Zulagen sowie idie Steuervorteile, welche durch die steuerliche Absetzbarkeit der Riester-Rente innerhalb der Einkommenssteuerklärung entstehen.

    • Für weitere Informationen über die unterschiedlichen Arten von Zulagen und wer diese erhält, klicken Sie bitte auf > Zulagen <
    • Für weitere Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit und wer besonders davon profitiert, klicken Sie bitte auf > Steuervorteile <

    Was ist der Mindesteigenbeitrag?

    Die Basis für die Berechnung des Mindesteigenbeitrags stellt das rentenversicherungspflichtige Einkommen des Vorjahres dar. Diesen Betrag teilt man dann durch 100 und multipliziert das Ergebnis dann mit Faktor 4. Zu guter letzt verringert sich dieser Betrag dann noch um den individuellen Zulagen, auf welche der förderberechtigte Anspruch hat. Das Ergebnis dieser Rechnung stellt dann den sognannten Mindesteigenbeitrag dar. Es gibt allerdings auch Fälle bei denen diese Rechnung aufgrund eines geringen Einkommens negativ ausfällt. In diesem konkreten Fall ist dann jedoch der sogenannte Sockelbeitrag (60 Euro jährlich) ausreichend und muss beim jeweiligen Anbieter einzuzahlt werden.

    Gerne rechne ich Ihnen Ihren persönlichen Mindesteigenbeitrag aus! Rufen Sie mich einfach an!

    Was ist der Sockelbetrag in der Riester-Rente?

    Jeder Inhaber einer Riester-Rente muss mindestens 5 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr in seine Riester-Rente einzahlen. Dies ist der sogenannte Sockelbeitrag, welchen man nicht mit dem Mindesteigenbeitrag verwechseln sollte. Seit dem Jahr 2012 müssen auch mittelbar förderberechtigte Riester-Sparer diesen Sockelbeitrag leisten.

    Gerne rechne ich Ihnen Ihren persönlichen Mindesteigenbeitrag aus. Möglicherweise reicht ja sogar der Sockelbeitrag. Rufen Sie mich einfach an!

    Kann ich meine Sparbeiträge eigentlich variieren?

    Natürlich können Sie ihre Sparbeiträge innerhalb der Riester-Rente variieren. Dies ist auch von Jahr zu Jahr notwendig, da sich die rentenversicherungspflichtigen Einkünfte ändern sowie auch neue Lebenssituationen (z.B. Geburt eines Kindes) dies notwendig machen. Ein guter Berater sollte einmal jährlich den Sparbeitrag seines Kunden kontrollieren, damit dieser immer in der optmimalen Förderung ist.

    Aber auch finanzielle Engpässe können es nötig machen, dass der Sparbeitrag einer Riester-Rente verändern muss. Gerade aus diesem Grund ist es absolut notwendig, dass man sich für einen möglichst transparenten und güsntigen Vertrag (bezogen auf Abschlusskosten und Verwaltungskosten) entscheidet. Andernfalls könnte es bei Veränderung der Zahlweise zu unangenehmen Kosten führen.

    Super flexibel und günstig ist der Fondssparplan die DWS RiesterRente Premium 2.0 der Fondsgesellschaft DWS Investments.

    Wie muss ich die Förderung der Riester-Rente eigentlich beantragen?

    Grundsätzlich kann man festhalten, dass generell nur staatlich zertifizierte Riester-Produkte gefördert werden. Die Zulage sollte direkt bei Abschluss eines Vertrages direkt mitbeantragt werden. Heutzutage gibt es das sogenannte Dauerzulageverfahren, wo der Anbieter immer wieder den gleichen Zulagenantrag stellt, bis der Riester-Sparer ihm eine Änderung mitteilt.

    Besonders beim Thema Zulagen und Zulagenantrag werden immer wieder eklatante Fehler gemacht! Berater kümmern sich nicht um die einst geschlossenen Verträge und die Vorsorgewillige ist oftmals einfach überfordert mit deem Zulagenverfahren. Es wird vergessen Kinder mit in den Zulagenantrag zu nehmen oder die Förderberechtigung von mittelbar auf unmittelbar (oder andersherum) zu ändern.

    Falls auch Ihre Riester-Rente schon lange nicht mehr geprüft wurde, kann ich Ihnen nur empfehlen den Riester-Check zu machen!

    Welcher Personenkreis profitiert eigentlich am meisten von der Riester-Rente?

    Keiner, denn das kann man so gar nicht genau sagen! Besserverdienende erreichen teilweise Förderquoten nahe der 50 Prozent (besonders geprägt durch die Steuervorteile). Auf der anderen Seite gibt es sicherlich auch gerade bei kinderreichen Familien Förderquoten teilweise sogar über 90 Prozent.

    Gerne berechne ich persönliche Situation und die entsprechenden Förderquoten!

    Wie sicher ist eine Riester-Rente?

    Diese Frage ist recht einfach zu beantworten! Denn alle Riester-Verträge garantieren mindestens die eingezahlten Beiträge sowie staatlichen Zulagen zu Rentenbeginn. Bei klassische Riester-Rentenversicherungen wird zusätzlich noch der entsprechende Garantiezins garantiert. Dabei ist allerdings auch dringend zu erwähnen, das viele Riester-Anbieter die Kosten gegenrechnen. Besonders intransparent und teuer könnte dies bei Riester-Versicherungen sein. Deshalb seien Sie möglichst skeptisch beim Abschluss und lassen Sie sich die Kosten offenlegen

    Zusätzlich dabei zu erwähnen ist auch noch die Pfändungssicherheit der Riester-Rente in der Ansparphase. Grundsätzlich ist jede Riester-Rente somit auch Hartz-IV-sicher!

    Wie hoch ist eigentlich die Verzinsung?

    Das hängt grundsätzlich von der Wahl der Vertragsform ab. Die höchsten Rendite können allerdings die Inhaber von Fondssparplänen rechnen. Nicht nur aus dem Grund, dass durch eine aktive Vermögensverwaltung attraktive Renditen erwirtschaftet werden können, sondern auch durch die niedrige Kostenstruktur (Abschlusskosten und Verwaltungskosten), welche nachhaltig die Effektiverzinsung positiv beeinflusst!

    Kann man mehrere Verträge eigentlich abschliessen?

    Prinzipiell kann man soviele Riester-Rentenverträge haben, wie man möchte. Doch sinnvoll ist dies sicherlich nicht. Allein bei der Betrachtung der Vewaltungskosten, welche bekanntlich ja bei jedem Vertrag anfallen, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass für nur zwei Verträge die Förderung beantragt werden kann.

    Kann man auch den Anbieter wechseln?

    Die Riester-Rente ist eine der wenige Formen der Altersvorsorge, in denen man den Anbieter wechseln und gleichzeitig sein Deckungskapital mit zum anderen Anbieter nehmen kann. Viele Anbieter nehmen allerdings erheblich Wechselgebühren. Gerade die deutschen Versicherer schlagen dort teilweise recht kräftig zu. Doch wenn Sie ohnehin einen teuren oder in intransparenten Vertrag haben, kann sich dennoch ein Anbieterwechsel durchaus mehr als lohnen!

    Wann kann ich von meiner Riester-Rente profitieren?

    Derjenige, welcher bereits vor dem Jahr 2012 eine Riester-Rente abgeschlossen hat, kann sich seine Rente bereits mit der Vollendung des 60. Lebensjahr auszahlen lassen. Alle Verträge, welche ab 2012 geschlossen wurden bieten nur eine Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr.

    Gibt es einen Hinterbliebenenschutz in der Riester-Rente?

    Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Riester-Rente durchaus vererbbar ist – Jedoch mit Einschränkungen. Denn nur der nicht (dauerhaft nicht gerennt lebende) Ehegatte des verstorbenen Riester-Rentners kann 1:1 da Deckungskapital zzg. der staatlichen Zulagen übernehmen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der zu Übernehmende auch einen Riester-Vertrag hat und das Kapital innerhalb von vier Wochen sich übertragen lässt.

    Gibt es nur andere Erben müssen diese in der Regel die staatliche Förderung leider zurückzahlen sowie erwirtschafteten Erträge nachträglich versteuern.

    Wenn der verstorbene bereits in der Rentenphase ist, dann gilt bei Versicherungen die festgelegte Rentengarantiezeit. Fondssparpläne sowie Banksparpläne sind deutlich einfacher zu händeln. Bis zum 85. Lebensjahr können diese deutlich einfacher vererbt werden.

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    Mir wird immer wieder die Frage gestellt, ob es sich für junge Leute überhaupt lohnt eine Riester-Rente abzuschliessen. Und natürlich muss die Antwort ein ganz klares „JA“ sein. Aber warum? Das ist recht einfach! Denn gerade in jungen Jahren sind die Einkünfte noch nicht allzu hoch und die staatlicher Förderung aus Zulagen und Steuervorteile entprechend hoch. Neben wir zum […]

    Fondssparplan, Banksparplan, klassische Riester-Rentenversicherung, fondsgebundene Riester-Rentenversicherung oder Wohnriester. Es gibt nur wenige Produkte, welche so vielfältig sind wie die Riester-Rente. Doch bekanntlich hat ja derjenige die Wahl der Qual, der viel Auswahl hat. Denn auch wie bei vielen anderen Dingen gibt es auch bei der Riester-Rente gute sowie schlechte Angebote. Gerade aus diesem Grund bewertet […]

    Die herbe, aber auch durchaus berechtigte Kritik an Riester-Verträgen im Versicherungsmantel schlägt sich nun auch in blanken Zahlen nieder. Auf der einen Seite verringert sich deutlich die die Zahl der Neuabschlüsse und auf der anderen Seite werden vermehrt Verträge ruhend gestellt. Vor allem aber die hohen Kosten (Abschlusskosten und Verwaltungskosten). Aber betrachten wir uns mal […]

    Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob sich der Abschluss einer Riester-Rente auch für Auszubildene lohnt…. Gerne möchte ich natürlich diese Frage beantworten! Der Abschluss einer Riester-Rente gerade zu Beginn einer Ausbildung lohnt sich sogar sehr. Folgende Argumente sprechen dafür: Durch die staatliche Förderung der Riester-Rente profitieren besonders junge Erwerbstätige überpropotional. In der Regel reicht es […]

    Viele wissen es einfach nicht! Doch auch Bezieher von Elterngeld können bei Abschluss einer Riester-Rente von der staatlichen Förderung durch Zulagen und Steuervorteile zum Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersversorgung profitieren. Regelungen während der Elternzeit Das Elternteil, welches sich in den ersten drei Lebensjahren des Neugeborenen um den Nachwuchs kümmert ist unmittelbar förderberechtigt in der Riester-Rente. Denn es handelt sich […]

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    1. Begriff: Staatlich mittels Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte private kapitalgedeckte Rente. Die Riester-Rente zählt mit Blick auf die Schichten der Altersversorgung zur Zusatzversorgung.

    a) Die Abschluss- und Vertriebskosten müssen auf mindestens fünf Jahre verteilt werden.

    b) Zu Beginn der Auszahlungsphase muss vom Versicherer mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge (bestehend aus den Eigenleistungen und den staatlichen Zulagen) garantiert werden.

    c) Leistungen dürfen frühestens ab dem 60. Lebensjahr erbracht werden.

    d) Mindestens 70 % des angesparten Kapitals müssen als lebenslange Rente ausgeschüttet werden, etwa in Form einer Leibrente oder eines Auszahlungsplans, der mit einer Leibrente ab dem 85. Lebensjahr verbunden ist. Es dürfen also nur maximal 30 % des angesparten Kapitals als Einmalleistung ausgeschüttet werden.

    e) Der Versicherer muss den Versicherungsnehmern bestimmte Informationen (z.B. über die Verwendung der Vorsorgebeiträge und über die Höhe der Verwaltungskosten) bereitstellen.

    f) Die Versicherungsnehmer müssen laufende Beitragszahlungen erbringen.

    g) Zudem müssen die Versicherungsnehmer über eine vierteljährliche Kündigungs- oder Ruhestellungsmöglichkeit verfügen.

    • Althammer, J./Sommer, M. : Riester-Rente

    Wiesbaden, 2017 in: Wagner, F. (Hrsg.): Gabler Versicherungslexikon

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    • Einfache Erklärung zur Riester-Rente

    Einfache Erklärung zur Riester-Rente

    Riester Rente einfach erklärt an einem Beispiel Familie mit Kind, wie hoch der eigene Beitrag und die Zulagen sind. Dabei gibt es einen maximalen und einen Mindestbeitrag.

    Viele Menschen wissen nur dass die Riester-Rente vom Staat gefördert wird und es Zulagen gibt. Ich will versuchen es ganz einfach und verständlich zu erklären was die Riester Rente ist und wie viel Zulagen es gibt und natürlich welchen Beitrag man in die Riester Rente selber einzahlen muss. Die Riester-Rente wurde von der Regierung ins Leben gerufen um Abschläge bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Von der Höhe des selbst einbezahlten Beitrags hängt die Höhe der Zulagen ab, die man auf den Vertrag gutgeschrieben bekommt.

    Zulagen Riester Rente

    Die Zulagen für die Riester Rente sind abhängig von dem eingezahlten Beitrag. Wenn in den Riester Vertrag 4 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Jahreseinkommens des Vorjahres einbezahlt wird, bekommt man die Maximalförderung. Die maximalen Zulagen sind für Erwachsene 154,– Euro und 185,– Euro für Kinder, für Kinder die ab dem Jahr 2008 geboren sind, bekommen man sogar eine Zulage von 300,– Euro. Wenn weniger als die oben genannten 4 Prozent in den Riester Vertrag einbezahlt wird, verringert sich die Zulage prozentual (Bsp.: werden nur 2 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Jahreseinkommens einbezahlt, bekommt man auch nur die Hälfte der Zulagen).

    Erklärung eigener Beitrag

    Um die maximalen Zulagen zu bekommen, müssen 4 Prozent des Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen selber bezahlt werden. Ein Angestellter mit einem 6 Jahre alten Kind und einem Bruttoeinkommen von 30.000 Euro im Jahr muss demnach 1.200 Euro in den Vertrag einbezahlen. Von diesem 1.200 Euro werden aber die Zulagen noch abgezogen, die Zulage für Erwachsene 154,–Euro und die Zulage für ein Kind vor 2008 geboren sind 185,– Euro.

    1.200 Euro minus 154 Euro minus 185 Euro = Eigenbeitrag von 861,– Euro im Jahr.

    Berufseinsteigerbonus

    Berufseinsteiger bekommen einen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200,– Euro, sofern sie bei Abschluss des Vertrages:

    – bei Vertragsunterzeichnung noch nicht das 25.Lebensjahr vollendet haben

    – Mindesteigenbetrag darf nicht unterschritten werden.

    Mindestbeitrag und Maximalbeitrag

    Arbeitssuchende, Elternzeit oder Geringverdiener müssen mindestens 60 Euro jährlich in den Vertrag einbezahlen um die maximale Förderung zu bekommen. Der maximale Förderbetrag liegt 2.100 Euro, das entspricht einem Bruttolohn von 52.500 Euro. Auch wer weniger verdient kann bis zu 2.100 Euro jährlich in den Riester Vertrag einbezahlen.

    Zusätzliche Steuererstattung bei der Riester Rente möglich

    Bei der Riester Rente ist auch eine Steuererstattung möglich. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung muss man in der Anlage AV den Riester Sonderausgabenabzug beantragen. Das Finanzamt zieht dann maximal bis 2.100 Euro als Vorsorgeaufwendungen ab. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, kann das zu versteuernde Einkommen um bis zu 2.100 Euro sinken. Bei einem Ehepaar, die zusammen veranlagt sind, wird für beide überprüft ob die Zulagen oder der Abzug von Sonderausgaben besser sind.

    Für Familien mit Kindern lohnt sich die Riester Rente aufgrund der hohen Zulagen, bekommt man kein Kindergeld mehr, sollte man den Vertrag nochmal überprüfen. Bei Geringverdienern gab es vor einiger Zeit eine heftige Diskussion, weil die Riester Rente auf die Grundsicherung angerechent wird. Beispiel für einen Geringverdiener:

    Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Monat von 400 Euro und eine Rente aus der Riester Rente von 150,– Euro ergibt zusammen 550,– Euro. Vor 5 Jahren wurden nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums im Schnitt monatlich 710 Euro Grundsicherung bezahlt.

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    Источники: http://www.ihr-riester-check.de/was-ist-riester-rente/, http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/riester-rente.html, http://www.versicherung-in.de/einfache-erklaerung-zur-riester-rente-424/

    Wer hat anspruch auf kindergeld

    0

    Anspruch, Höhe, Dauer

    In Deutschland soll die grundlegende Versorgung von Kindern sichergestellt werden. Dafür gibt es Kindergeld. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen.

    Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

    Kindergeld bekommen in der Regel die Eltern. Lebt das Kind im Haushalt der Großeltern, Adoptiv- oder Pflegeeltern, erhalten diese das Kindergeld. Es kann immer nur eine Person das Kindergeld für ein Kind erhalten. Kindergeld kann auch direkt an ein Kind gezahlt werden. Das ist dann möglich, wenn es nicht mehr zuhause lebt und sich selbst versorgt. Das Kind bekommt also keinen Unterhalt von den Eltern.

    Gut zu wissen: Um Kindergeld zu beantragen, müssen Sie Ihre steuerliche Identifikationsnummer und die des Kindes einreichen.

    Weitere Informationen dazu finden Sie im Merkblatt Kindergeld.

    Für welche Kinder und wie lange gibt es Kindergeld?

    Kindergeld wird regulär für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr gezahlt. Voraussetzung ist, dass der Wohnort hier liegt:

    Kindergeld erhalten Sie für Kinder, die in Ihrem Haushalt leben. Dazu gehören die:

    Außerdem erhalten Sie Kindergeld für

    unabhängig davon, wo die Kinder leben.

    Kinder, die nicht in Ihrem Haushalt leben und für die eine andere Person Kindergeld bekommt, können als Zählkinder Ihre Kindergeld-Zahlungen erhöhen. Im Merkblatt Kindergeld finden Sie weitere Informationen zum Thema Zählkinder.

    Was ist ein Zählkind?

    Das sollten Sie wissen, wenn Sie mehr als zwei Kinder haben und mindestens eines davon nicht bei Ihnen lebt. Ihre Kinder, für die Sie selbst kein Kindergeld beziehen, können dennoch Ihren Kindergeldanspruch leicht erhöhen. Man spricht von „Zählkindern“.

    • Ein Paar (Petra und Günther) hat zwei gemeinsame Kinder (Thomas und Anneliese).
    • Der Vater (Günther) hat aus einer früheren Beziehung ein weiteres Kind (Jasmin). Dieses lebt bei seiner leiblichen Mutter (Heidi). Heidi erhält 194 Euro Kindergeld im Monat für Jasmin, da sie Jasmin versorgt. Günther erhält kein Kindergeld für Jasmin.
    • Für den Kindergeldanspruch von Günther kann Jasmin dennoch berücksichtigt werden. Das Kindergeld steigt. Allerdings muss dazu Günther das Kindergeld beantragen. Warum?
      • Petra hätte Anspruch auf Kindergeld für zwei Kinder. Das sind 194 Euro (für Thomas) und 194 Euro (für Anneliese), also 388 Euro im Monat.
      • Günther hat drei Kinder (Jasmin, Thomas und Anneliese). Für das dritte und jedes weitere Kind werden 200 Euro im Monat Kindergeld gezahlt. Für sein erstes Kind (Jasmin) bekommt Günter nichts, es lebt nicht bei ihm. Für sein zweites Kind (Thomas) bekommt er 194 Euro. Und für sein drittes Kind (Anneliese) stehen im 200 Euro zu. Das sind 394 Euro im Monat.

    Wie viel Kindergeld gibt es?

    In der Regel erhalten Sie für jedes Kind mindestens 194 Euro Kindergeld im Monat. Die Höhe des Kindergeldes unterscheidet sich nach Anzahl der Kinder.

    Diese Reihenfolge gilt auch dann für die Berechnung, wenn eines der Kinder nicht bei Ihnen lebt. So stehen dem dritten Kind immer 200,00 Euro zu – auch, wenn seine beiden älteren Geschwister nicht beim gleichen Elternteil leben. Kinder, für die kein Anspruch auf Kindergeld mehr besteht, zählen in der Reihenfolge nicht mit.

    Bei mehreren Kindern werden die einzelnen Beträge in einer Summe ausgezahlt. Den genauen Auszahlungstermin können Sie telefonisch unter 0800 4 555533 (gebührenfrei) erfahren oder dem Überweisungsplan Kindergeld 2018 entnehmen.

    Kann ich Kindergeld rückwirkend beantragen?

    Wenn Sie Ihren Antrag bis zum 31. Dezember 2017 bei der Familienkasse einreichen, gilt folgende Regelung: Sie erhalten rückwirkend Kindergeld für den Zeitraum von Geburt bis Antragstellung – mit folgender Einschränkung: 4 Jahre nach der Geburt des Kindes endet dieser Anspruch auf Nachzahlung.

    Ein Beispiel: Ihr Kind wurde am 3. Dezember 2013 geboren. Ihr Anspruch auf eine rückwirkende Zahlung von Kindergeld verjährt am 31. Dezember 2017.

    Ab 1. Januar 2018: verkürzte Antragsfrist

    Für Anträge, die nach dem 31. Dezember 2017 bei der Familienkasse eingehen, gilt eine deutlich verkürzte Antragsfrist. Sie erhalten ab Antragstellung für höchstens 6 Monate rückwirkend Kindergeld. Auf eine Nachzahlung für weiter zurückliegende Monate haben Sie keinen Anspruch.

    Stellen Sie spätestens ein halbes Jahr nach der Geburt Ihres Kindes den Antrag auf Kindergeld. So vermeiden Sie finanzielle Nachteile.

    Kindergeldanspruch

    Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

    Es besteht oftmals der Glaube, das Kindergeld sei für die Kinder da und somit sind diese auch diejenigen, die einen Anspruch auf die staatliche Hilfe haben. Dies ist ein Irrglauben: das Kindergeld ist eine Steuerentlastung für die Ausgaben, die den Eltern durch die Kinder entstehen. Insofern können im Regelfall also auch nur die Eltern diese Steuerentlastung beanspruchen und einen entsprechenden Antrag stellen.

    Den Antrag stellen können prinzipiell nur die Eltern bzw. ein Elternteil, die in Deutschland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

    Gesonderte Artikel zum Kindergeldanspruch mit besonderen Regelungen:

    Neben dem Wohnort bzw. dem gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland sind natürlich Kinder für einen entsprechenden Antrag auf Kindergeld notwendig. Als Kinder in diesem Zusammenhang werden nach § 2 Abs. 1 Bundeskindergeldgesetz (BKGG) berücksichtigt

    • leibliche Kinder und im ersten Grad verwandte Kinder (womit also auch adoptierte Kinder dazu zählen)
    • Stiefkinder und Enkelkinder, die vom Antragsteller in seinem Haushalt aufgenommen wurden
    • Pflegekinder, die in den Haushalt aufgenommen wurden , sofern die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften erfüllt sind. Das bedeutet, dass das Pflegekind nicht zu Erwerbszwecken in den Haushalt aufgenommen wurde, sondern ein familienähnliches Verhältnis auf lange Dauer besteht. Wichtig in diesem Zusammenhang: ein Betreuungsverhältnis zu den leiblichen Eltern darf nicht vorhanden sein.

    Eine Anmerkung zu den Begriff „Aufnahme in den Haushalt“: damit ist gemeint, dass sich das Kind ständig in dem Haushalt aufhält und dort auch versorgt und betreut wird. Weder reichen die bloßer Anmeldung bei den Meldeämter noch eine nur tageweise Betreuung. Auch eine wechselweise Betreuung durch leibliche Eltern und Pflegeperson begründen keinen Kindergeldanspruch.

    Großeltern – Enkelkinder und das Kindergeld

    Gerade bei Enkelkindern gibt es hinsichtlich des Anspruches auf Kindergeld oftmals Schwierigkeiten obwohl im § 2 Abs. 1 Satz 3 BKGG der Anspruch in diesem Fall eindeutig bezeichnet wird. Nehmen zum Beispiel die Großeltern das Enkelkind bei sich auf, weil ihr eigenes Kind mit der Erziehung überfordert oder nicht dazu in der Lage ist, wird nur in den seltensten Fällen auch das Sorgerecht auf die Großeltern übertragen.

    Sorgerecht Voraussetzung

    Dies ist aber Voraussetzung für das Kindergeld: solange das Sorgerecht noch bei dem Eltern teil des Kindes liegt, haben die Großeltern keinen Anspruch auf Kindergeld, sondern ausschließlich diejenige Person mit dem Sorgerecht. Was also tun?

    Bei Krankheit des Sorgeberechtigten muss dieser eine Anspruchsabtretungsanzeige bei der Familienkasse einreichen. Damit können dann die Großeltern einen entsprechenden Antrag stellen. Diese Abtretung kann durch den Sorgeberechtigten jederzeit wieder rückgängig gemacht werden und stellt auch eine gewisse Gefahr dar: wird durch welche Gründe auch immer Kindergeld zu Unrecht bezogen, ist der Sorgeberechtigte trotz Abtretung für die Rückzahlung verantwortlich und muss sich das Geld ggf. durch eine Zivilklage bei den Großeltern oder dem Kind zurückholen. Bei Tod des sorgeberechtigten Elternteiles ist dies von den Großeltern gegenüber der Familienkasse nachzuweisen.

    Mehrere Anspruchsberechtigte

    Nicht gerade selten sind Fälle, in der es mehrere Anspruchsberechtigte gibt, die Kindergeld beantragen könnten. Insbesondere ist dies bei getrennt lebenden Eltern der Fall. Daher wurden im § 3 BKGG hierzu eindeutige Reglungen getroffen.

    Demnach kann Kindergeld immer nur durch eine Person bezogen werden. Daher hat der Gesetzgeber festgelegt, dass das Kindergeld an denjenigen Elternteil ausgezahlt wird, in dessen Haushalt das Kind aufgenommen wurde. Lebt das Kind nicht in dem Haushalt eines der Elternteile, bekommt derjenige Elternteil das Kindergeld, der dem Kind laufend den höheren Barunterhalt zahlt. Zahlen beide Elternteile genau den gleich hohen oder gar keinen Unterhalt, können sie untereinander festlegen, wer das Kindergeld erhält. Könne sich die Eltern nicht einigen, kann das zuständige Familiengericht auf Antrag den Kindergeldberechtigten festlegen.

    Kein Anspruchsberechtiger vorhanden

    Ist ein Kind Vollwaise oder kennt den Aufenthaltsort der Eltern nicht, kann das Kind nach § 1 Abs. 2 BKGG mittels eines speziellen Antragsformulars selbst einen Antrag auf Kindergeld stellen und erhält das Kindergeld direkt ausgezahlt. Allerdings besteht dieser Anspruch nicht, wenn das Kind zum Beispiel das Stiefkind eines verstorbenen Elternteiles ist und im Haushalt der Stiefeltern Haushalt lebt oder wenn das Kind zum Beispiel durch die Großeltern aufgenommen wurde.

    Letzte Aktualisierung: 03.03.2017

    Kindergeldanspruch :

    3,53 von 5 Punkten, basierend auf 258 abgegebenen Stimmen.

    Kindergeld Ratgeber

    Kindergeldanspruch 2017 / 2018

    Grundsätzlich dreht sich auf kindergeld.info alles rund um Leistungen an Eltern, die im Zusammenhang mit Kindern stehen. In erster Linie wird natürlich das Thema Kindergeld sehr ausführlich behandelt, darüber hinaus finden Sie hier auch Informationen zu weiteren Leistungen wir Elterngeld, Kinderzuschlag und Mutterschaftsgeld. Allerdings ist das Kindergeld in der Bundesrepublik die prominenteste Leistung für Familien mit Kind. Bis zum Erreichen der Volljährigkeit erhalten Eltern für ihre Kinder das Kindergeld ohne weitere Auflagen. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres muss das Kind sich allerdings in einer Ausbildung befinden oder bei der Arbeitsagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sein, um weiterhin einen Anspruch zu haben.

    Ratgeber Kindergeld

    Beim Kindergeld handelt es sich um eine vom Staat steuerliche Ausgleichszahlung nach dem EStG und dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG). Dabei steht den Eltern bis zur Volljährigkeit der Kinder das Kindergeld ohne Auflagen und Bedingungen zu und beträgt:

    Im Juli 2015 wurde das Kindergeld erstmalig seit 2010 wieder angehoben und galt rückwirkend zum 01. Januar 2015. Zum 01.01.2016 sowie 01.01.2017 gab es eine weitere Erhöhung um 2 Euro je Kind. Ebenfalls zum 01.01.2018 wird das Kindergeld um weitere zwei Euro erhöht.

    Anstatt des Kindergeldes können besserverdienende Eltern bei der Veranlagung der Einkommensteuer den Kinderfreibetrag geltend machen.

    Grundsätzlich besteht der Anspruch auf Kindergeld für minderjährige Kinder. Ab Vollendung des 18. Lebensjahres wird das Kindergeld für Volljährige nur gezahlt, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung (auch Studium) befindet. Dabei sind keine Einkommensgrenzen mehr zu beachten. Die Kindergeldzahlungen laufen längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

    Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus

    Bei behinderten Kindern gibt es keine Altersgrenze, so dass Kindergeldzahlungen zunächst unbegrenzt weiterlaufen. Bei nicht behinderten Volljährigen ist spätestens mit dem 25. Geburtstag Schluss. Allerdings können Zeiten eines abgeleisteten gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes die Bezugsdauer um den Zeitraum der Ableistung verlängern. Der für den abgesetzten Wehr- oder Zivildienst eingeführte Bundesfreiwilligendienst (kurz BFD) verlängert den Bezugszeitraum des Kindergeldes allerdings nicht, da es sich hierbei um keine gesetzliche Pflicht handelt.

    Ausländer in Deutschland

    Für ausländische Antragsteller gelten gesonderte Regeln, daher sind diese im Artikel Kindergeld für Ausländer abgefasst. Hier spielt insbesondere die Staatsangehörigkeit bzw. Aufenthaltserlaubnis beim Kindergeldanspruch eine Rolle.

    Kindergeld Antrag

    Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt werden. Hierzu halten Familienkassen die Antragsformulare bereit oder man lädt sich diese kostenfrei im Internet herunter. Weitere Informationen zum Kindergeldantrag (mit Downloadlink): Kindergeld Antrag

    Auszahlung des Kindergeldes

    Die Auszahlung erfolgt monatlich zu einem festgelegten Datum, welches sich nach den letzten Ziffern der Kindergeldnummer richtet. Besteht für einen Tag im Monat Kindergeldanspruch, so wird der volle Betrag für den gesamten Monat gezahlt. Einzelheiten zur Auszahlung sowie die Auszahlungstermine für 2015 können unter Kindergeldzahlung eingesehen werden.

    Rechtsbehelf gegen Kindergeldbescheid

    Das Kindergeld wird per Bescheid als Verwaltungsakt festgesetzt. Zwar gibt es keine Einkommensgrenzen mehr beim Kindergeld, so dass sich kaum Fehler einschleichen – dennoch sollte der Kindergeldbescheid gründlich geprüft werden und falls sich Unstimmigkeiten eingeschlichen haben, fristgerecht Widerspruch erheben. Im Artikel zum Einspruch gegen den Kindergeldbescheid als Rechtsbehelf sind weitere nützliche Informationen sowie Fristen zusammengefasst.

    Kinderfreibetrag

    Wie bereits eingangs erwöhnt, handelt es sich beim Kindergeld um eine steuerliche Ausgleichszahlung. Eltern die über ein gemeinsames Einkommen von über 60.000 Euro verfügen, sind allerdings mit dem Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung besser gestellt als mit dem Kindergeld, welches monatlich ausgezahlt wird. Hier nimmt das Finanzamt allerdings selbst eine Günstigerprüfung durch um zu ermitteln, ob sich das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag positiver für den Steuerpflichtigen auswirken. Einzelheiten zur Günstigerprüfung ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag.

    Änderungen beim Kindergeld 2016

    Seit dem Jahr 2016 ist in allen Kindergeldanträgen verpflichtend, die Steuer-Identifikationsnummer auf den Formularen zu vermerken. Dabei muss sowohl die Steuer-Identifikationsnummer des Elternteiles als auch die des Kindes mit angegeben werden. Diese Maßnahme dient zu einer besseren und schnelleren Zuordnung und soll so eine etwaige Doppelzahlung von Kindergeldleistungen verhindern.

    Kindergeld

    Fragen zum Kindergeld?

    Kindergeld Forum – Letzte Beiträge

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    Elterngeld 2017

    Erstmalig wurde das Elterngeld im Jahre 2007 eingeführt, mit dem Ziel, die Familienplanung zu fördern. Im Klartext bedeutet dies, dass es sich um eine Entgeltersatzleistung handelt, welche Eltern nach der Geburt ihres Kindes erhalten, die zur Erziehung und Pflege des Kindes zu Hause bleiben oder sich beruflich einschränken. Dabei dient es als Ersatzleistung für das weggefallene Einkommen aus der Beschäftigung vor der Kindesgeburt und wird wie jede Entgeltersatzleistung steuerfrei ausgezahlt, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt. Die letzte Änderung fand zum 01.01.2015 mit der Einführung des ElterngeldPlus statt. Diese Informationen finden Sie in einem gesonderten Artikel unter: ElterngeldPlus. Für 2017 gibt es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen.

    Kinderzuschlag

    Der Kinderzuschlag wird als zusätzliche Sozialleistung zum Einkommen durch die Familienkasse gezahlt. Diesen erhalten Eltern, die zwar über genügend Einkommen für sich verfügen, aber nicht ausreichend verdienen, um ihre Kinder adäquat zu versorgen. Die Höhe beträgt seit 01.01.2017 maximal 170 Euro (160 Euro bis 31.12.2016) und ist abhängig davon, ob das elterliche Einkommen sich in den Einkommensgrenzen bewegt. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass tatsächlich Erwerbseinkommen und nicht nur ausschließlich Sozialleistungen wie Hartz IV oder Sozialhilfe bezogen werden. Die Eltern müssen also in einem Arbeitsverhältnis stehen und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können.

    Mutterschaftsgeld

    Das Mutterschaftsgeld erhalten Mütter während der Mutterschutzfrist, die bereits 6 Wochen vor der Geburt des Kindes beginnt und 8 Wochen nach der Kindesgeburt endet. Mütter, die der gesetzlichen Krankenversicherung angehören, erhalten das Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Privat krankenversicherte Mütter müssen sich mit ihrem Antrag hingegen an das Bundesversicherungsamt (BVA) wenden. Berechnungsgrundlage ist hier das Nettoentgelt welches in den drei Monaten vor der Mutterschutzfrist bezogen wurde.

    Источники: http://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/anspruch-hoehe-dauer, http://www.kindergeld.org/kindergeldanspruch.html, http://www.kindergeld.info/

    Wo beantragt man kindergeld

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    Meldepflichten beim Kindergeld

    Mitteilungspflichten an die Familienkasse

    Änderungen in den der Bewilligung von Kindergeld zugrunde liegenden Verhältnissen sind der Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. Es gelten die besonderen Mitwirkungspflichten aus § 68 EStG, deren Verletzung nicht nur die Rückforderung von zu Unrecht erbrachten Leistungen nach sich ziehen, sondern unter Umständen auch zu Geldbußen nach dem Ordnungswidrigkeitsgesetz oder gar zu strafrechtlichen Konsequenzen führen kann.

    Der Familienkasse sind mitzuteilen

    • die Aufnahme einer Tätigkeit im Ausland
    • die Entsendung durch einen deutschen Arbeitgeber zu einer Tätigkeit im Ausland
    • der Wegzug ins Ausland
    • die Übernahme einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst
    • der Bezug anderweitiger kindbezogener Leistungen
    • die dauerhafte Trennung oder die Scheidung bezugsberechtigter Eltern
    • das Versterben eines Kindes
    • das Verlassen des Haushalts durch einen Bezugsberechtigten oder ein Kind

    Meldepflichten bei volljährigen Kindern

    Besondere Mitteilungspflichten obliegen den Berechtigten auch, wenn für ein über 18 Jahre altes Kind (Kindergeld für volljährige Kinder) Leistungen bezogen werden. Die Familienkasse ist in diesen Fällen zu informieren über folgende Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen des Kindes

    • erstmalige Bezüge oder Einkünfte
    • Erhöhung des bisherigen Einkommens
    • Änderungen, Unterbrechungen oder Beendigungen in Schul- und Berufsausbildung oder Studium
    • Aufnahme einer Schul-/Berufsausbildung, eines Studiums oder einer Erwerbstätigkeit, wenn bisher auf Arbeitssuche oder ohne Ausbildungsplatz (Kindergeld in Ausbildung)
    • Änderungen im Familienstand oder Eintritt von Schwangerschaft

    Meldung alle drei Monate bei Arbeitslosigkeit

    Ist das volljährige Kind arbeitslos, besteht ein Kindergeldanspruch bis zum 21. Lebensjahr, sofern das Kind bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldet ist. Kann das volljährige Kind eine Berufsausbildung mangels eines Ausbildungsplatzes nicht beginnen, so besteht der Kindergeldanspruch bis zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind bei der Agentur für Arbeit als „Ausbildungsplatz suchend“ gemeldet ist. Diese Meldung bei der Agentur für Arbeit gilt jeweils nur für drei Monate und muss daher alle drei Monate erneuert werden (BFH III R 66/05 und III R 68/05 vom 19.06.2008).

    Überprüfung fortbestehender Anspruchsvoraussetzungen

    Die Familienkassen sind befugt, die Leistungsvoraussetzungen für den Kindergeldanspruch fortlaufend zu überprüfen (§ 69 EStG). Das Gesetz gewährt den Familienkassen im Rahmen dieser Aufgabe insbesondere den Zugriff auf melderechtlich relevanten Daten, soweit dies zur Prüfung der Rechtmäßigkeit des Kindergeldbezugs erforderlich ist. Dabei kann zum Beispiel geprüft werden, ob

    • ein Bezugsberechtigter sich noch im Inland aufhält
    • ein Kind, für das Leistungen bezogen wird, noch im Hauhalt des Berechtigten lebt
    • die angegebene Ausbildung des Kindes noch andauert
    • die angegebenen Einkommensverhältnisse des Kindes sich geändert haben

    Meldepflichten :

    2,89 von 5 Punkten, basierend auf 37 abgegebenen Stimmen.

    Kindergeld Ratgeber 2017 / 2018

    Anspruch – Kindergeldantrag – Höhe und Auszahlung

    Entgegen der weit verbreiteten Meinung, handelt es sich beim Kindergeld um keine Sozialleistung. Zwar wird es i. d. R. von den Familienkassen ausgezahlt, ist im Endeffekt aber eine steuerliche Ausgleichszahlung. Das Kindergeld soll das steuerliche Existenzminimum des Kindes freistellen und dient der Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder vom Geburtsmonat an. Dabei entsteht der Anspruch automatisch, setzt aber einen schriftlichen Antrag voraus.

    Außer der kleinen Kindergelderhöhung um 2 Euro haben sich für 2017 keine weiteren Änderungen beim Kindergeld ergeben.

    Kindergeld Erhöhung 2018

    Die Kindergelderhöhung für die Jahre 2017 und 2018 basiert dem „Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und –verlagerungen“. Veröffentlicht wurde sie im Bundesgesetzblatt(BStBl Teil I Nr. 63 Seite 3000 ff). Im kommenden Jahr 2018 wird das Kindergeld also erneut erhöht. Wie im Jahr 2017 wird es auch in 2018 eine Steigerung um jeweils 2 Euro je Kind geben.

    Weitere Informationen zu Änderungen beim Kindergeld ab dem 01.01.2018 sowie den Überweisungsplan finden Sie unter der eigens eingerichteten Informationseite Kindergeld 2018.

    Kindergeld Änderungen 2016

    Seit 2016 müssen zwingend in allen Kindergeldanträgen die Steuer-Identifikationsnummern des Antragstellers sowie des berechtigten Kindes angegeben werden, da der Antrag sonst nicht bearbeitet wird und so auch kein Kindergeld fließt. Bei bereits vor dem Jahreswechsel laufenden Kindergeldzahlungen müssen die Identifikationsnummern schriftlich an die Familienkasse gemeldet werden. Damit es zu keinen Zahlungsverzögerungen kommt, raten wir, die Identifikationsnummern schnellstmöglich an die Familienkasse zu melden. Sollten Kindergeldbezieher diese jedoch nicht an die Kindergeldkasse melden, droht die Rückzahlung des gesamten Kindergeldes für 2016.Hintergrund dieser zwingenden Nennung der Steuer-IdNr. ist eine klare Identifizierung der Kindergeldbezieher und damit auch der Vermeidung von Doppelzahlungen.

    Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Artikel unter: Kindergeld 2016

    Was Eltern zum Kindergeld 2015 wissen müssen

    Bild: lilo/ fotolia.com

    Im folgenden Ratgeber finden sie zunächst kurze Informationen zum Kindergeld, die die wichtigsten Themen der Förderung für Familien aufgreifen. Weitere Hilfe sowie tiefergehende Informationen finden Sie, indem Sie den Links an der entsprechenden Stelle folgen.

    Eine der wichtigsten Änderungen fand zum Jahreswechsel von 2011 auf 2012 statt. Durch die Reform wurde die Einkommensgrenze beim Kindergeld ersatzlos abgeschafft, so dass volljährige Kinder unabhängig der Höhe ihres Einkommens weiter Leistungen beziehen können, sofern sie die weiteren Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

    Kindergeldanspruch

    Einen Anspruch auf Kindergeld haben Eltern oder Erziehungsberechtigte (z.B. Adoptiv- und Stiefeltern, Pflegeeltern, Großeltern) für Kinder, die im Haushalt der Familie aufgenommen wurden. Weiter wird vorausgesetzt, dass die Erziehungsberechtigten in Deutschland

    • einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben oder
    • keinen Wohnsitz/ gewöhnlichen Aufenthalt haben, aber in der Bundesrepublik unbeschränkt steuerpflichtig sind

    Für Ausländer oder im Ausland lebende Deutsche, die weder einen Wohnsitz/ gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben, noch unbeschränkt steuerpflichtig sind, gelten besondere Regelungen nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG).

    Anspruch für minderjährige Kinder

    Der Kindergeldanspruch entsteht bereits im Geburtsmonat und besteht uneingeschränkt bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Antragsberechtigt sind die Eltern oder andere Erziehungsberechtigte (nicht das Kind selbst!).

    Volljährige Kinder

    Mit Vollendung des 18. Lebensjahres bleibt der Kindergeldanspruch nur weiterhin bestehen, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet oder bei der Agentur für Arbeit als arbeit- bzw. ausbildungssuchend gemeldet ist. In diesem Fall werden Leistungen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiter gezahlt (die Monate, in denen das Kind den gesetzlichen Wehr- oder Zivildienst abgeleistet hat, werden über das 25. Lebensjahr hinaus weiter gezahlt).

    Lesen Sie folgende Beiträge mit weiteren Erläuterungen:

    Keine Altersbeschränkung für behinderte Kinder

    Bei behinderten Kindern spielt es keine Rolle ob diese sich in einer Ausbildung etc. befinden. Sofern die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, wird Kindergeld ohne Altersbeschränkung weitergezahlt.

    Kindergeldantrag stellen

    Der Kindergeldantrag erfolgt schriftlich mit dem dafür vorgesehenen Formular/ Vordruck

    Um Kindergeld zu erhalten, müssen die Eltern dieses schriftlich beantragen. Grundsätzlich sind die Familienkassen zuständig, die in den meisten Fällen bei der zuständigen Agentur für arbeit ansässig sind. Zusammen mit einer Lebensbescheinigung (Geburtsurkunde) wird der Kindergeldantrag bei der Behörde eingereicht, wobei mit einer Bearbeitungsdauer von 4 bis 6 Wochen gerechnet werden muss.

    Bis zu 4 Jahre rückwirkend können Leistungen beantragt werden. Wer also den Kindergeldantrag zunächst versäumt, hat genügend Zeit, ihn nachzuholen.

    Antragsvordrucke

    Entweder nutzt man hierfür die bei den Familienkassen ausgelegten Antragsformulare oder lässt sich diese zuschicken. Eine andere Alternative ist das Online Formular, welches zu Hause als PDF ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden kann.

    Antrag bei Beamten und im öffentlichen Dienst

    Für Beamte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt die Besonderheit, dass die Familienkasse nicht zuständig ist. In diesem Fall wird das Kindergeld beim Dienstherren bzw. der Vergütungsstelle beantragt und monatlich direkt an den Anspruchsberechtigten zusammen mit den Bezügen ausgezahlt.

    Kindergeld Höhe 2017 und 2018

    Die Höhe des Kindergeldes ist in § 66 EStG bzw. § 6 BKGG definiert, welche sich nach Anzahl der Kinder richtet. Die letzte Erhöhung hat es im Jahr 2017 gegeben und die nächste folgt 2018 (Beträge in Klammern), seither werden für

    Wie hoch Ihr individuelles Kindergeld unter Berücksichtigung der Anspruchsvoraussetzungen ausfällt, können Sie mit unserem Kindergeldrechner ermitteln.

    Kindergelderhöhung in 2015, 2016 und 2017

    Zwar war bei Koalitionsgesprächen nach der Bundestagswahl 2013 eine Kindergeld Erhöhung angesprochen worden, diese wurde jedoch im November 2013 wieder verworfen. Bereits im Wahlkampf hatte die Union sogar 35 Euro pro Kind ab 2014 angekündigt. Anfang März 2014 gab die Bundesregierung jedoch bekannt, dass es aufgrund der Haushaltskonsolidierung aktuell keine Kindergeld Erhöhung geben werden. Aufgrund der Anhebung des Existenzminimums würde sich aktuell pro Kind rechnerisch eine Erhöhung des Kindergeldes von zwei Euro ergeben, für den Staat Kosten von insgesamt gut 425 Millionen Euro.

    Die nächste Kindergelderhöhung wurde sodann um zwei weitere Jahre auf 2016 verlegt. Nun wurde am 13.01.2015 bekannt, dass der Bund bereits ein Jahr früher als geplant ohne neue Schulden auskomme und somit die die Erhöhung des Kinderfreibetrags sowie des Kindergeldes im Jahr 2015 stattfinden kann.

    Nach den Zahlen des aktuellen Existenzminimum-Berichts müsste der Kinderfreibetrag von aktuell 7.008 Euro je Kind im Jahr 2015 um 144 Euro steigen und im Jahr 2016 um weitere 96 Euro. Im Kern einer solchen Erhöhung stehe die Entlastung von Familien mit mittlerem Einkommen, weshalb im gleichen Zuge auch das Kindergeld steigen würde. Rechnerisch ergebe sich daraus eine Kindergelderhöhung pro Kind in 2015 um fünf Euro oder im Jahr 2016 um acht Euro.

    Erhöhung in vier Schritten um insgesamt 10 Euro bis 2018

    Anfang März 2015 berichteten die Medien, dass Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) an einem Gesetzentwurf zur Anhebung des Kinderfreibetrages sowie des Kindergeldes arbeiten lässt, das doch schon in 2015 greifen soll. Im Vergleich zu den bisherigen Plänen von etwa zehn Euro auf einmal war dann nur eine gestaffelte Kindergelderhöhung von 4 Euro in 2015 und um weitere 2 Euro ab 2016 erfolgt. Eine weitere Kindergelderhöhungung folgte um 2 Euro ab 01.01.2017. Ab Januar 2018 erhalten Elteern weitere 2 Euro je Kind mehr.

    Auszahlung

    Die festen Auszahlungstermine sowohl für das Kindergeld als auch den Kinderzuschlag richten sich nach den Anfangsbuchstaben der Kindergeldnummer, welche auf dem Kindergeldbescheid vermerkt sind. Hier finden Sie die Termine zur Kindergeldauszahlung 2017

    Kindergeld oder Kinderfreibetrag?

    Ob Eltern das Kindergeld erhalten oder doch der Kinderfreibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG gewährt wird, hängt von der Höhe des Einkommens ab. Am Jahresende macht das Finanzamt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer automatisch eine Günstigerprüfung, welche Vergünstigung vorteilhafter ist. Als grobe Richtung gilt, dass der Kinderfreibetrag günstiger ausfällt als das Kindergeld bei einem zu versteuernden Einkommen von

    • ca. 33.500 Euro bei Alleinstehenden
    • ca. 63.500 Euro bei Verheirateten

    Auch wenn das persönliche Einkommen diese Beträge übersteigt, muss dennoch ein Kindergeldantrag gestellt werden. In einem solchen Fall kommt es dann am Jahresende ggfls. zu einer Verrechnung und das Kindergeld wird als Vorauszahlung auf den Kinderfreibetrag berücksichtigt.

    Was Sie sonst noch wissen sollten

    Weitere Informationen und Verweise hält auch die Bundesagentur für Arbeit mit Ihrem Merkblatt bereit:

    Startseite :

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    Kindergeld Antrag – so beantragen Sie Kindergeld-Leistungen

    Da es sich beim Kindergeld um eine staatliche Leistung bzw. Ausgleichsleistung handelt, ist ein Antrag zwingend erforderlich. Das Kindergeld ist nach § 67 EStG stets schriftlich bei der zuständigen Familienkasse zu beantragen. Entsprechende Antragsformulare liegen bei der Familienkasse zur Mitnahme bereit oder sind online abrufbar (siehe weiter unten).

    Wann Kindergeldantrag stellen?

    Das Kindergeld kann dann beantragt werden, wenn die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen, also in der Regel mit der Geburt des Kindes. Bis zur Volljährigkeit des Kindes müssen keine weiteren Kindergeldanträge gestellt werden, da das Kindergeld automatisch gezahlt wird.

    Aber auch wenn die Anspruchsvoraussetzungen zwischenzeitlich nicht vorlagen und erneut wieder eintreffen, kann der Kindergeldantrag gestellt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn für volljährige Kinder (bis zum 25. Lebensjahr) zwischenzeitlich kein Anspruch bestand, z.B. weil sie einer Erwerbstätigkeit nachgingen und anschließend wieder bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet sind. Weitere Informationen siehe dazu unter Kindergeldanspruch volljähriger Kinder.

    Notwendige Unterlagen

    Beim ersten Kindergeldantrag muss die Geburtsurkunde als Nachweis vorgelegt werden.

    Hat das Kind die Volljährigkeit erreicht, muss glaubhaft gemacht werden, dass der Kindergeldanspruch weiterhin besteht, dies geht beispielsweise mit:

    Dauer des Kindergeldantrags

    Um die Dauer des Kindergeldantrags so kurz wie möglich zu halten, sollten nach Möglichkeit alle notwendigen Unterlagen geschlossen eingereicht werden, da Rückfragen die Bearbeitungsdauer bei der Familienkasse verlängern. In der Regel kann man von einer Bearbeitungszeit ab Datum der Abgabe des Kindergeldantrags mit drei bis sechs Wochen rechnen, wobei dies stark von der Anzahl der Kindergeldanträge sowie der Sachbearbeiter und deren Verteilung abhängig ist. Nach vier Wochen kann man aber durchaus freundlich bei der Familienkasse nachfragen, wie es um die Bearbeitungsdauer steht.

    Es sind auch bereits Fälle vorgekommen, wo die Antragsteller eine Bearbeitungsdauer von drei Monaten hinnehmen mussten. Dies sind jedoch Ausnahmefälle.

    Kindergeld rückwirkend beantragen – Verjährung des Kindergeldanspruchs

    Kindergeld wird für den Zeitraum gezahlt, für den auch ein Anspruch besteht, dabei reicht ein Tag im Monat aus, um für den gesamten Monat Kindergeld zu erhalten. Dies ist auch rückwirkend möglich und zwar (noch bis zum 31.12.2017!) für

    da der Anspruch auf Kindergeld erst vier Jahre nach dem Kalenderjahr verjährt, in dem er entstanden ist. Es sind die Verjährungsvorschriften nach § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Abgabenordnung (AO) anzuwenden. Damit ist es möglich, beispielsweise einen Kindergeldanspruch aus 2013 noch im Jahre 2017 geltend zu machen, sofern die Familienkasse keine Einrede der Verjährung erhoben hat.

    Neue Frist ab 01.01.2018

    Ab dem Jahr 2018 wird die Frist zur rückwirkenden Auszahlung (nicht Beantragung!) des Kindergeldes signifikant verkürzt , nämlich von vier Jahren auf nur noch sechs Monate . Hintergrund sind Artikel 7 Nrm. 6 c und 7 des Steuerumgehungsbekämpfungsgesetzes vom 23.06.2017 (BGBl. I S. 1682), wonach § 66 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zum 01.01.2018 um Absatz 3 erweitert wird, der wie folgt lautet:

    „Das Kindergeld wird rückwirkend nur für die letzten sechs Monate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist.“

    Die Änderungen beziehen sich damit nur auf die Auszahlung (Erhebungsverfahren) und nicht auf das Festsetzungsverfahren, also den generellen Anspruch auf Kindergeld. Stellt die Familienkasse beim Kindergeldantrag einen rückwirkenden Anspruch auf Kindergeld fest, der über die sechs-Monats-Frist hinausreicht, so wird sie auf dem Bescheid auf die verkürzte Frist von sechs Monaten bei der Auszahlung hinweisen.

    rechtskräftiger Bewilligungsbescheid?

    Ergeht ein Ablehnungsbescheid für das Kindergeld und dieser wird nach verstrichener Einspruchsfrist (ein Monat) rechtskräftig, so ist ein rückwirkender Kindergeldantrag im Bewilligungsbescheid genannten Zeitraum nicht mehr möglich.

    Wer kann den Antrag auf Kindergeld stellen?

    Grundsätzlich obliegt es den Eltern des kindergeldberechtigten Kindes, den Antrag zu stellen. Neben dem Berechtigten kann auch den Antrag stellen, wer ein berechtigtes Interesse an der Leistung des Kindergeldes hat (§ 67 EStG). Das kann etwa diejenige Person sein, die dem Kind anstelle der Eltern Unterhalt gewährt. Das Kind selbst kann den Antrag erst stellen, wenn es volljährig und damit unbeschränkt geschäftsfähig ist.

    Sollte es nicht möglich sein, den Kindergeldantrag persönlich auszufüllen und abzugeben, so kann hierfür auch ein Vertreter eingesetzt werden, z.B. Steuerberater oder Rechtsanwalt.

    Kindergeld online beantragen

    Der Kindergeldantrag muss der Familienkasse schriftlich eingereicht werden, was bedeutet, dass eine reine Onlinebeantragung des Kindergeldes nicht möglich ist. Zwar bietet die Bundesagentur für Arbeit auf Ihrer Seite das „Kindergeld Online“ an, bei der man über die Webseite der Agentur Anträge stellen und Veränderungen mitteilen kann, jedoch bezieht sich dies nur auf das online Ausfüllen von Formularen. Der Postweg bleibt hierdurch nicht erspart.

    Es besteht aber die Möglichkeit, neben dem Formular, welches handschriftlich ausgefüllt werden kann, auch eine PDF Datei zu nutzen, die am Computer ausgefüllt, gespeichert und ausgedruckt werden kann.

    Der Kindergeld Antrag als PDF-Dokument kann direkt bei der Agentur für Arbeit zur weiteren Bearbeitung aufgerufen werden und ist hier zu finden:

    Wo ist der Kindergeldantrag zu stellen?

    Zuständig ist die Familienkasse, in deren Bezirk der Antragsteller wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. In der Regel sind die Familienkassen in den örtlichen Agenturen für Arbeit (Arbeitsamt) ansässig. Ein Ortsverzeichnis mit den Familienkassen erhalten Sie direkt auf der Seite der www.arbeitsagentur.de.

    letzte Aktualisierung: 05.08.2015

    Kindergeld

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    Источники: http://www.kindergeld.org/meldpflichten.html, http://www.kindergeld.org/, http://www.kindergeld.info/antrag.html