Ab wann bekommt man kein kindergeld mehr

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    Kindergeld Einkommen – Einkommensanrechnung

    (05.01.2016) Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 hat erhebliche Vorteile für Eltern gebracht, was das Kindergeld Einkommen anbelangt. Seit 2012 muss bei volljährigen Kindern nicht mehr die Höhe des Einkommens nachgewiesen werden. Die Neuregelung sieht vor, dass bei Kindern, die bereits über eine Ausbildung verfügen, nachgewiesen werden muss, dass diese nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten.

    Anrechnung von Einkommen des volljährigen Kindes

    Neben der Voraussetzung der Ausbildung oder Arbeitslosigkeit des Kindes ist das Einkommen des volljährigen Kindes bei Bezug von Kindergeld ein ganz wichtiger Faktor.

    Für das Kindergeld bei volljährigen Kindern gibt es eine Freigrenze von 8.004 Euro (7.680 Euro bis 2009). Freigrenze bedeutet: Wird die Grenze von 8.004 Euro überschritten, erlischt der Anspruch für den gesamten Bewilligungszeitraum und ist an die Familienkasse zurückzuzahlen. Dieser Betrag gilt, wenn das volljährige Kind für das gesamte Jahr Kindergeld erhalten hat.

    Hat das volljährige Kind beispielsweise nur von Januar bis Juli die Voraussetzungen für Kindergeld erfüllt, so beträgt die Freigrenze 7/12 von 8.004 Euro = 4.669 Euro. Für das Einkommen zählt das Zuflussprinzip, also der Zeitpunkt, in welchem der Betrag/ Einkommen dem volljährigen Kind zur Verfügung stand. Die Zeiten, in denen das Kind Vollzeitbeschäftigt war, werden nicht angerechnet. Es zählt nur das Einkommen aus dem Zeitraum, für welchen auch ein Kindergeldanspruch besteht (BFH: AZ III R 67/04 vom 15.09.2005).

    Diese Freigrenze ist als Bruttobetrag anzusehen, jedoch werden noch Werbungskosten, Betriebsausgaben, Sozialversicherung, etc. abgezogen.

    Beispielrechnung

    Befindet sich das volljährige Kind in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, kann es bis zu ca. 11.150 Euro verdienen, ohne die Freigrenze von 8.004 Euro zu gefährden.

    11.150,00 € – 2.230€ (Sozialversicherung ca. 20%) – 1.000€ Werbungskostenpauschale nach § 9a EStG = 8.000 € (< 8.004 €)

    Sind die Werbungskosten höher, so kann das Kind dementsprechend auch ein höheres Einkommen haben.

    Hat das Kind Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit oder aus Vermietung und Verpachtung, so zählt der Gewinn bzw. der Überschuss. Damit ist gemeint: Betriebseinnahmen – Betriebsausgaben = Überschuss bzw. Umsatz – Kosten/ Aufwand = Gewinn.

    Welches Einkommen wird angerechnet?

    Als Einkommen für das Kindergeld gelten:

    Einkünfte als Einkommen

    Zu den Einkünften zählen insbesondere

    • Ausbildungsvergütung, sowie die neben der Ausbildung oder in der Übergangszeit oder in den Ferien erzielten Einnahmen aus einer Beschäftigung oder einem Nebenjob. Hierzu zählen auch die Vermögenswirksamen Leistungen (VWL) sowie evtl. steuerpflichtiger Lohnzuschläge und Einmalzahlungen. Bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit ist der Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 € abzuziehen, sofern keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden.
    • Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit sowie aus Gewerbebetrieb
    • Einkünfte aus Kapitalvermögen nach Abzug des Sparer-Pauschbetrages von 801 € (tatsächliche Werbungskosten können nicht geltend gemacht werden).
    • Einkünfte aus Vermietung- und Verpachtung
    • Taschengeld bzw. Sachbezüge, welches das Kind aufgrund der Ableistung eines freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahres oder des Europäischen Freiwilligendienstes erhält.
    • Hinterbliebenenbezüge (beamten- oder soldatenrechtliche) nach Abzug des Versorgungsfreibetrages
    • Übergangsbeihilfen (Übergangsgebührnisse) für ehemalige Zeitsoldaten (nach §§ 11,11a SVG)
    • Erwerbsminderungs- sowie Hinterbliebenenrenten der gesetzlichen Rentenversicherung
    • Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (nur Ertragsanteil)
    • Unterhalt des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten

    Werbungskosten

    Bei der Ermittlung des Einkommens aus nichtselbständiger Tätigkeit (hierzu zählt auch die Ausbildungsvergütung!) kann das Kind den Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von 1.000€ abziehen, sofern keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden. Die Kosten für ein Erststudium oder eine Erstausbildung können nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. Diese können stattdessen als Sonderausgabe angesetzt werden (bis 4.000 €).

    Anerkannt als Werbungskosten werden:

    • Bewerbungskosten (sofern von der Agentur für Arbeit nicht erstattet)
    • Fahrten Wohnung / Arbeitsstätte (einfache Entfernung, 0,30€ ab dem ersten Kilometer)
    • Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden
    • Reisekosten (sofern von Arbeitgeber nicht erstattet)
    • Unfallkosten (sofern auf dem Arbeitsweg und nicht von der Versicherung erstattet)
    • Häusliches Arbeitszimmer (sofern es den Mittelpunkt der Tätigkeit darstellt)
    • Doppelte Haushaltsführung
    • notwendige Arbeitsmittel (Berufskleidung, Werkzeuge, Fachbücher und -zeitschriften)
    • Fortbildungs- und Lehrgangskosten
    • sonstige Kosten im Rahmen der Tätigkeit, die vom Arbeitgeber nicht erstattet werden
    • Kontoführungsgebühren

    Bezüge als Einkommen

    Bezüge unterscheiden sich insofern von den Einkünften, als dass sie nach dem Einkommensteuergesetz als nicht steuerbar oder steuerfrei gelten oder eine pauschale Besteuerung erfolgt. Aus diesem Grund ist diese Unterscheidung zu machen, denn wenn etwas nicht als steuerbar oder steuerpflichtig nach dem Einkommensteuergesetz gilt, bedeutet dies noch nicht, dass es auch nicht als Einkommen beim Kindergeld angerechnet wird. Berücksichtigt werden aber nur die Bezüge, die das Kind erhält, um seinen Lebensunterhalt oder die Berufsausbildung zu finanzieren. Zweckgebundene Bezüge, die das Kind erhält, um außergewöhnliche und über das „Übliche“ hinausgehende Kosten zu decken, werden nicht als Einkommen beim Kindergeld angerechnet. Hierzu würden beispielsweise Bezüge zählen, die das Kind zur Deckung des Mehrbedarfs bei Behinderung etc. erhält.

    Bei den Bezügen kann eine Kostenpauschale von 180 € im Jahr abgezogen werden, sofern keine höheren Kosten geltend gemacht werden können.

    Als Bezüge werden beim Kindergeld als Einkommen angerechnet:

    • Ausbildungsbehilfen
      • BAföG (nur der Zuschuss, nicht der Darlehensanteil)
      • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)sowie vergleichbare Leistungen
      • Ausbildungsgeld sowie vergleichbare Leistungen
      • Unterhaltsgeld sowie vergleichbare Leistungen
      • Eingliederungshilfe (ohne Lehrgangskosten)
      • Studienbeihilfen
      • Stipendium
      • Erziehungsbeihilfe nach § 27 BVG
      • Förderungsleistungen nach § 5 SVG
    • Lohnersatzleistungen wie
      • Arbeitslosengeld
      • Krankengeld
      • Mutterschaftsgeld (nur für die Zeit bis zur Entbindung)
      • Verletztengeld (aus der gesetzlichen Unfallversicherung)
    • Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung
    • Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (der den Ertragsanteil übersteigende Betrag)
    • Versorgungsbezüge (der Teil, der den Versorgungsfreibetrag übersteigt)
    • Taschengeld und Sachbezüge bei Au-Pair im Ausland
    • Wehr- und Zivildienst
      • Wehrsold
      • Verdienstausfallentschädigung nach § 13 USG
      • Weihnachtsgeld
      • Sachbezug für freie Unterkunft und Verpflegung
      • Entlassungsgeld
    • Arbeitnehmer-Sparzulage
    • steuerfreie Sontags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge
    • Geld-Gewinne (z.B. Lotto, Kasino etc.)
    • Geld-Geschenke (sofern sie nicht von den Eltern stammen)
    • Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
    • Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV Leistungen
    • steuerfreie Veräußerungsgewinne (Betriebs- bzw. Anteilsveräußerung)

    Kindergeld

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    Ratgeber Kindergeld

    So viel Kindergeld erhalten Sie

    • Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2017
    • Von: Dr. Britta Beate Schön

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sie haben Anspruch auf Kindergeld, wenn Sie mit Ihrem Kind in Deutschland wohnen.
    • Im Jahr 2017 gibt es für das erste und zweite Kind je 192 Euro monatlich, für das dritte Kind 198 Euro und für jedes weitere Kind 223 Euro.
    • Wird Ihr Kind 18 Jahre alt, müssen Sie nachweisen, dass Ihr Kind noch in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium ist. Ist Ihr Kind 25 Jahre alt geworden, gibt es grundsätzlich kein Kindergeld mehr.
    • Seit Anfang 2017 liegt der Kinderfreibetrag für Familien bei 7.356 Euro. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Kinderfreibetrag.

    So gehen Sie vor

    • Beantragen Sie das Kindergeld bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit, am besten gleich nach der Geburt.
    • Sie können den Antrag online ausfüllen und vorab verschlüsselt an die Familienkasse übermitteln.
    • Drucken Sie den Antrag aus und unterschreiben Sie ihn.
    • Schicken Sie ihn mit der Post oder bringen Sie ihn persönlich bei der Familienkasse vorbei.
    • Auf der Internetseite der Arbeitsagentur finden Sie alle Formulare für den Kindergeldantrag.

    Unser Tipp: Bleiben Sie über Änderungen beim Kindergeld immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Wer Kinder hat, weiß, dass der Nachwuchs ganz schön viel kostet. Das Kindergeld ist daher eine wichtige Geldquelle für die meisten Eltern. Es wird unabhängig vom Einkommen gezahlt. Im Jahr 2015 hat der Staat nach Angaben der Bundesregierung über 39 Milliarden Euro Kindergeld für mehr als 16 Millionen Kinder gezahlt.

    Höhe des Kindergelds (seit 1. Januar 2017)

    Das Kindergeld steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Kinderfreibetrag. Grundsätzlich gilt: Sie können nicht Kindergeld erhalten und zusätzlich die vollen Kinderfreibeträge von der Steuer absetzen. Das Finanzamt verrechnet nämlich das schon ausgezahlte Kindergeld mit dem Steuervorteil, der sich durch die Kinderfreibeträge ergibt.

    In dem Jahr 2018 wird das monatliche Kindergeld um zwei Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind gibt es dann 194 Euro. Für das dritte Kind steigt es auf 200 Euro im Jahr 2018. Für das vierte und jedes weitere Kind zahlt die Kindergeldkasse dann 225 Euro im Jahr 2018.

    Wie Sie an das Kindergeld kommen

    Sie können das Kindergeld bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragen, am besten gleich nach der Geburt. Das geht in drei Schritten:

    1. Antrag online ausfüllen und vorab verschlüsselt an die Familienkasse übermitteln,

    2. Antrag ausdrucken und unterschreiben und

    3. Antrag per Post versenden.

    Ein Telefonanruf reicht nicht. Sie müssen aber nicht jedes Jahr einen neuen Antrag stellen: Die Familienkasse zahlt weiter, solange es keine Veränderungen gibt. Sie sind verpflichtet, der Familienkasse Änderungen wie eine neue Anschrift umgehend mitzuteilen. Hier finden Sie alle Formulare für den Kindergeldantrag.

    Achtung: Die Familienkasse wird Anträge, die Eltern nach dem 31. Dezember 2017 stellen, nur noch sechs Monate rückwirkend auszahlen. Das soll im Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften geregelt werden (§ 66 Abs. 3 EStG-E). Dann wird es um so wichtiger, den Antrag auf Kindergeld zeitnah nach der Geburt zu stellen.

    Steueridentifikationsnummer

    Seit 2016 verlangt die Familienkasse Ihre Steueridentifikationsnummer und die Ihrer Kinder, wenn Sie Kindergeld beziehen. Die Bundesagentur für Arbeit stellte aber klar, dass den Familienkassen die meisten Steuer-IDs bereits durch einen automatischen Meldeabgleich vorlägen. In den Fällen, wo die Steuer-IDs nicht bekannt seien, würden Eltern im Laufe des Jahres 2016 kontaktiert. Das Kindergeld werde in jedem Fall weiter ausgezahlt.

    Um sicherzugehen, dass Ihre Nummern der Familienkasse vorliegen, können Sie unser Musterschreiben verwenden. An welche Familienkasse Sie sich wenden müssen, können Sie der Liste der Familienkassen entnehmen. Haben Sie Ihre Kindergeldnummer nicht zur Hand, schauen Sie in den letzten Kontoauszug. Bei der Buchung des Kindergelds ist immer auch die Kindergeldnummer unter Verwendungszweck angegeben. Die Nummer beginnt mit den zwei Buchstaben KG.

    Die Steueridentifikationsnummern haben Sie vom Bundeszentralamt für Steuern mitgeteilt bekommen. Sollten Sie Ihre Steueridentifikationsnummer oder die Ihrer Kinder in Ihren Unterlagen nicht finden, können Sie mit dem Eingabeformular im Internetportal des Bundeszentralamts für Steuern beantragen, dass sie Ihnen nochmals zugeschickt werden. Für Neuanträge ab 2016 sind immer die Steueridentifikationsnummern nötig.

    So lange bekommen Sie Kindergeld

    Von der Geburt bis zur Volljährigkeit zahlt der Staat Kindergeld für alle Kinder. Die Zahlung endet in dem Monat, in dem das Kind den 18. Geburtstag feiert. Danach gibt es die Leistung nur unter bestimmten Voraussetzungen.

    Quellen: Finanztip-Recherche, § 32 Abs. 4 EStG (Stand: 2. Mai 2016)

    Kinder in der Ausbildung

    Das Kindergeld müssen Sie nach dem 18. Geburtstag erneut beantragen. Die Familienkasse will einen Ausbildungsnachweis oder eine Bescheinigung der Hochschule sehen. Die Fortdauer eines Studiums ist jedes Jahr nachzuweisen, und zwar spätestens im Oktober. Sind Lehre oder Studium vor dem 25. Geburtstag beendet, gibt es auch kein Kindergeld mehr.

    Beendet ist ein Studium, sobald die Prüfungsergebnisse für den Abschluss bekannt gegeben sind. Bis dahin fließt noch Kindergeld, urteilte das Finanzgericht Sachsen (Urteil vom 17. Juni 2015, Az. 4 K 357/11).

    Eine Ausbildung ist beendet, wenn das Ausbildungsverhältnis laut Vertrag beendet ist. War die Ausbildung nach dem Vertrag noch nicht beendet, als die Prüfungsergebnisse bekannt gegegeben werden, fließt auch noch weiter Kindergeld (Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19. Oktober 2016, Az. 7 K 407/16).

    Es kommt grundsätzlich nicht darauf an, ob es sich um eine Erst-, Zweit- oder Drittausbildung handelt. Allerdings entfällt der Anspruch, wenn Ihr Kind nach der Erstausbildung eine weitere Ausbildung absolviert und daneben regelmäßig mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet (§ 32 Abs. 4 Satz 2 EStG). Nur in diesen Fällen ist entscheidend, ob es sich um eine Erst- oder Zweitausbildung handelt.

    Masterstudium – Ein Masterstudium kann Teil einer einheitlichen Erstausbildung sein, falls es zeitlich und inhaltlich auf das vorangegangene Bachelorstudium angepasst ist (BFH, Urteil vom 3. September 2015, Az. VI R 9/15). Auch nach Abschluss des Bachelors besteht dann weiter ein Anspruch auf Kindergeld.

    Duales und berufsbegleitendes Studium – Bei einem dualen Studium (Ausbildung und Studium) kann auch nach der Lehre weiterhin Anspruch auf Kindergeld bestehen (FG Münster, Urteil vom 22 August 2014, Az. 4 K 1914/14 Kg). Das Studium muss dazu Teil der Erstausbildung sein. In einem solchen Fall ist es unschädlich, wenn das Kind mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet. Setzt allerdings ein berufsbegleitendes Studium voraus, dass der Student vorher mindestens ein Jahr berufstätig war, handelt es sich um einen Weiterbildungsstudiengang und damit um eine Zweitausbildung. Arbeitet der Student dann während des Studiums mehr als 20 Stunden, hat er keinen Anspruch auf Kindergeld mehr (BFH, Urteil vom 4. Februar 2016, Az. III R 14/15).

    Studium im Ausland – Studiert das Kind mehrere Jahre im Ausland, kann es weiter Kindergeld geben. Dazu muss der Nachwuchs die Semesterferien aber überwiegend bei den Eltern im Inland verbringen (BFH, Urteil vom 23. Juni 2015, Az. II R 38/14).

    Verheiratetes Kind in der Ausbildung – Eltern haben für ein volljähriges Kind Anspruch auf Kindergeld, auch wenn es verheiratet ist, sich aber in der Erstausbildung befindet und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (BFH, Urteil vom 17. Oktober 2013, Az. III R 22/13). Auf die Höhe der Einkünfte des Kindes und auf einen etwaigen Unterhaltsanspruch durch den Ehegatten kommt es nicht an.

    Übergangszeit von vier Monaten – Meist vergehen ein paar Monate zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung oder des Studiums. In dieser Zeit von bis zu vier Monaten steht Ihnen das Kindergeld weiter zu (§ 32 Abs. 4 Nr. 2b EStG).

    Kinder ohne Ausbildungsplatz – Wenn das Kind zwar eine Ausbildung aufnehmen will, aber keine Ausbildungsstelle findet, zahlt die Kasse weiter. Als Nachweis für die ernsthaften Bemühungen, einen Ausbildungsplatz zu finden, genügen zum Beispiel die Absagen der Ausbildungsunternehmen (§ 32 Abs. 4 Nr. 2c EStG).

    Kinder im freiwilligen sozialen (FSJ) oder ökologischen Jahr (FÖJ)

    Hat sich Ihr volljähriges Kind für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr entschieden, steht Ihnen auch für diese Zeit Kindergeld zu. Gleiches gilt für eine Zeit im Bundesfreiwilligendienst (§ 32 Abs. 4 Nr. 2d EStG).

    Kinder ohne Arbeitsplatz

    Auch wenn Ihr Kind schon über 18 Jahre alt und nicht mehr in der Ausbildung ist, bekommen Sie Kindergeld, falls der Nachwuchs keine Arbeit hat und bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet ist (§ 32 Abs. 4 Nr. 1 EStG). Das gilt allerdings nur bis zum 21. Geburtstag des Kindes.

    Es reicht, wenn das Kind der Agentur für Arbeit persönlich mitteilt, dass es arbeitslos ist. Ein Nachweis, dass tatsächlich eine Arbeit gesucht wird, ist nicht erforderlich (BFH, Urteil vom 18. Februar 2016, Az. V R 22/15). Ein Minijob schließt den Anspruch auf Kindergeld nicht aus.

    Für Kinder mit Behinderung wird Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus ohne altersmäßige Begrenzung gezahlt. Voraussetzung ist, dass das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu versorgen. Die Behinderung muss vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein (§ 32 Abs. 4 Nr. 3 EStG).

    Unser Tipp: Bleiben Sie über Änderungen beim Kindergeld immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Im Internet gibt es zum Kindergeld ein ausführliches Merkblatt der Familienkasse sowie eine Kurzfassung.

    An wen das Kindergeld ausgezahlt wird

    Im Internet finden Sie die Auszahlungstermine des Kindergelds durch die Familienkasse. Das Einkommensteuergesetz schreibt vor, dass die Zahlung des Kindergelds im Laufe des jeweiligen Monats erfolgt, für den der Anspruch besteht. Nicht alle Eltern erhalten das Kindergeld also am selben Tag.

    Die Familienkasse zahlt Kindergeld immer nur an einen Berechtigten – meist ist es entweder der Vater oder die Mutter. Wenn Ihr Kind im gemeinsamen Haushalt lebt, müssen Sie also untereinander klären, an wen das Geld überwiesen werden soll. Dasselbe gilt, wenn Ihr Kind zum Beispiel nach der Trennung der Eltern in zwei Haushalten nahezu gleichwertig aufgenommen worden ist. Sie müssen dann der Familienkasse mitteilen, an wen sie zahlen soll. Das können Sie rückwirkend nicht mehr ändern. Auch den Großeltern kann Kindergeld zustehen, wenn sie mit dem Enkelkind zusammenwohnen.

    Lebt das Kind nicht im gemeinsamen Haushalt, sondern zum Beispiel überwiegend bei der Mutter, erhält sie auch das Kindergeld (§ 64 Abs. 2 Satz 1 EStG). Das gilt selbst dann, wenn vorher die Eltern gemeinsam den Vater als Berechtigten bestimmt hatten. Mit Auflösung des gemeinsamen Haushalts wird nämlich die vorher getroffene Bestimmung, wer das Kindergeld erhalten soll, gegenstandslos (BFH, Beschluss vom 15. Januar 2014, Az. V B 31/13).

    Leben die Eltern des Kindes in unterschiedlichen EU-Staaten und besteht kein gemeinsamer Haushalt, steht dem Elternteil das Kindergeld zu, bei dem das Kind überwiegend wohnt. Das kann auch in einem anderen EU-Staat sein (BFH, Urteil vom 4. Februar 2016, Az. III R 17/13).

    Beispiel: Das Kind lebt bei seiner Mutter in Polen, hat damit in Deutschland keinen Wohnsitz. Der in Deutschland lebende von der Mutter geschiedene Vater hat keinen Anspruch auf Kindergeld. Anspruchsberechtigt ist die in Polen lebende Mutter.

    Unser Tipp: Bleiben Sie über Änderungen beim Kindergeld immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    So erheben Sie Einspruch gegen den Bescheid

    Nicht jede Entscheidung der Familienkasse muss hingenommen werden. Sollte der Bescheid falsch sein oder handelt es sich um einen Ablehnungsbescheid, können Sie Einspruch einlegen.

    Grundsätzlich haben Sie dazu einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids Zeit (§ 355 AO). Ist allerdings die Rechtsbehelfsbelehrung fehlerhaft, können Sie sogar nach Ablauf des Monats innerhalb eines Jahres seit Bekanntgabe tätig werden (§ 356 Abs. 2 AO). So haben zwei Finanzgerichte entschieden, die die Belehrung der Familienkassen als irreführend bewertet haben (FG Münster, Urteil vom 9. Januar 2014, Az. 3 K 742/13 Kg, AO; Urteil vom 9. Januar 2014, Az. 3 K 3794/13 Kg).

    Einspruch einlegen können Sie nach einer gesetzlichen Änderung zum 1. August 2013 grundsätzlich auch per E-Mail. Wenn die Familienkasse eine solche bekannt gibt, darf sie dafür auch verwendet werden. Auch für Fälle vor diesem Datum hat der Bundesfinanzhof am 13. Mai 2015 entschieden, dass das Einlegen eines Einspruchs durch einfache E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur gültig ist (Az. III R 26/14).

    Wer bekommt Kindergeldzuschlag von 170 Euro im Monat?

    Elternpaare und Alleinerziehende, die wenig verdienen, haben neben dem Kindergeld Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre unter 25 Jahre alten Kinder, die in ihrem Haushalt leben, wenn

    • für diese Kinder Kindergeld bezogen wird,
    • das monatliche Einkommen der Eltern über 900 Euro, bei Alleinerziehenden über 600 Euro liegt, aber nicht höher als der Höchstbetrag ist und
    • der Bedarf der Familie gedeckt ist durch die Zahlung von Kinderzuschlag und eventuell zustehendem Wohngeld und deshalb kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/Sozialgeld besteht.

    Als Faustregel gilt: Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe beziehen und sonst kein Einkommen oder Vermögen haben, erhalten nur Kindergeld, aber keinen Kinderzuschlag. Der höchstmögliche Kinderzuschlag beträgt ab dem 1. Januar 2017 für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende Kind 170 Euro im Monat (§ 6a BKKG).

    Der Zuschlag wird nur bis zu einem Höchsteinkommen gezahlt. Dieses kann je nach Familie sehr unterschiedlich sein. Berechnungsbeispiele finden Sie in unserem speziellen Ratgeber Kinderzuschlag.

    Die Sozialleistung müssen Sie bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit schriftlich beantragen. Im Internet gibt es zum Kinderzuschlag ein ausführliches Merkblatt. Laut Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend haben von Januar bis September 2014 knapp 93.000 Familien den Kinderzuschlag bezogen, das betrifft mehr als 250.000 Kinder.

    Zusätzliche Hilfe für den Schulbedarf

    Hilfebedürftige Schülerinnen und Schüler können eine zusätzliche Leistung für Schulbedarf in Höhe von 100 Euro im Jahr erhalten (§ 6b BKGG , § 28 SGB II). 70 Euro werden jeweils zum 1. August gezahlt und weitere 30 Euro zum 1. Februar. Das Geld soll für den Kauf persönlicher Schulausstattung verwendet werden, zum Beispiel für Schulranzen oder Schreib- und Rechenmaterialien. Es wird Hilfebedürftigen bis zum Ende der Schulausbildung gewährt, wenn Schüler das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Einen entsprechenden Antrag müssen Sie in der Stadt oder dem Landkreis stellen, in dem das Kind wohnt.

    Diesen Kinderfreibetrag können Sie geltend machen

    Seit Anfang 2017 liegt der Kinderfreibetrag für Familien bei 7.356 Euro (§ 32 Abs. 6 EStG). Er setzt sich zusammen aus dem Kinderfreibetrag in Höhe von 2.358 Euro (verdoppelt 4.716 Euro) und dem Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung (BEA) in Höhe von 1.320 Euro (verdoppelt 2.640 Euro). Bei Ehegatten, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, verdoppeln sich die Beträge auf insgesamt 7.356 Euro.

    Im Jahr 2018 soll sich der Freibetrag um weitere 72 Euro erhöhen auf insgesamt 4.788 Euro.

    Grundsätzlich verrechnet das Finanzamt nämlich das schon ausgezahlte Kindergeld mit dem Steuervorteil, der sich durch die Kinderfreibeträge ergibt. Ihnen bleibt daher nur die Differenz zwischen Kindergeld und Steuerfreibeträgen. Die Kinderfreibeträge führen übrigens nur bei etwa 5 Prozent aller Steuerzahler zu einem zusätzlichen Steuervorteil. Mehr dazu in unserem Artikel Steuervorteile für Eltern.

    Kinderfreibetrag 2014

    Ob der Kinderfreibetrag 2014 zu niedrig war, muss gerichtlich geklärt werden. Steuerbescheide von 2014 erhalten einen Vorläufigkeitsvermerk zu diesem Punkt. Haben die Kläger in einem Musterverfahren vor dem Finanzgericht München (Az. 8 K 2426/15) Erfolg, das vom Bund der Steuerzahler unterstützt wird, kann der Bescheid zugunsten der Eltern noch geändert werden. Bescheide möglichst lange offen zu halten kann sich also lohnen, um von steuerzahlerfreundlichen Urteilen zu profitieren.

    Nach der Trennung

    Trennen sich Vater und Mutter, erhält derjenige das Kindergeld komplett, bei dem das Kind wohnt. Falls die Mutter das Kind betreut, ist sie allein kindergeldberechtigt. Auch wenn das Kind annähernd zu gleichen Teilen bei beiden Eltern wohnt, wird das Kindergeld nur komplett an ein Elternteil ausgezahlt.

    Unterhaltsrechtlich wird das Kindergeld dem Kind zugeordnet. Folge: In aller Regel mindert das Kindergeld nach der Düsseldorfer Tabelle den zu zahlenden Barunterhalt des Unterhaltspflichtigen – im obigen Beispiel wäre das also der Vater.

    Anders behandelt werden die steuerlichen Freibeträge: der Kinderfreibetrag und der sogenannte BEA-Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung. Grundsätzlich stehen diese beiden Elternteilen gleichmäßig zu. Deshalb gibt es steuerrechtlich halbe Kinder: Wenn nämlich ein Kinderfreibetrag für ein Kind zwischen Vater und Mutter mit je 0,5 aufgeteilt wird. Mehr dazu in unserem Ratgeber Steuervorteile für Eltern.

    Kindergeld für volljährige Kinder

    Kindergeldanspruch über das 18. Lebensjahr hinaus

    Im Gegensatz zu minderjährigen Kindern, für die die Familienkasse das Kindergeld bis zum 18. Geburtstag ohne jede Bedingung zahlt, gilt es für volljährige Kinder einige Bedingungen zu erfüllen, um weiterhin Anspruch auf Kindergeld zu haben. Kommt dem Kind das Kindergeld nicht zugute, da die Eltern ihre Unterhaltspflicht nicht oder nicht ausreichend erfüllen, kann das Kind einen Abzweigungsantrag auf Kindergeld stellen.

    Ausbildungsstatus

    Keine abgeschlossene Berufsausbildung/kein abgeschlossenes Studium

    Volljährige Kinder, die weder Berufsausbildung noch Studium absolviert haben, erhalten Kindergeld:

    • während der Wartezeit (nicht länger als vier Monate) auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz
    • in der Zeit der ersten Berufsausbildung bzw. während des Erststudiums
    • während der Überbrückungszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

    In diesem Fall ist es bedeutungslos, wie viel die Kinder arbeiten bzw. wie viel sie verdienen.

    Abgeschlossene Berufsausbildung/abgeschlossenes Studium

    Volljährige Kinder, die schon eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, und

    • auf einen zweiten Ausbildungs- oder Studienplatz warten
    • einer zweiten Ausbildung bzw. einem zweiten Studium nachgehen
    • die Zeit zwischen zwei Ausbildungen überbrücken

    haben nur dann Anspruch auf Kindergeld, wenn die Beschäftigung, der sie nachgehen, als unschädlich zu bezeichnen ist.

    Unschädliche Erwerbstätigkeit

    Die Familienkasse klassifiziert eine Beschäftigung dann als unschädlich,

    • wenn die Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses ausgeübt wird (Ausbildungsmaßnahme muss allerdings Gegenstand des Dienstverhältnisses sein)
    • wenn es sich bei der Erwerbstätigkeit um eine geringfügige Beschäftigung handelt (Mini-Job bzw. 450-Euro-Job; grundsätzlich ist hier die Einstufung des Arbeitgebers maßgeblich)
    • wenn die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit insgesamt nicht mehr als 20 Stunden beträgt (hierbei zählt stets die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit)
      • Wird die Beschäftigung nur vorübergehend (nicht mehr als zwei Monate am Stück) ausgeweitet, ist das nicht problematisch, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit während des gesamten Berücksichtigungszeitraums im Kalenderjahr nicht mehr als 20 Stunden beträgt.

    Kind befindet sich in Ausbildung/Studium

    Damit ein Kind, dass sich in der Berufsausbildung oder im Studium befindet, in der Altersphase zwischen 18 und 25 Kindergeld erhält, muss die Ausbildung bzw. das Studium zielführend für den späteren Beruf sein.

    Die Kindergeldzahlung erlischt bei Ausbildung oder Studium spätestens in dem Monat, in dem das offizielle Prüfungsergebnis schriftlich mitgeteilt wird – auch wenn der Ausbildungsvertrag diesen Zeitpunkt überdauert oder das Kind noch immer als Student immatrikuliert ist.

    Ausführlichere Informationen zum Thema – vor allem zur Differenzierung von Erst- und Zweitausbildung – gibt es unter Kindergeld in Ausbildung.

    Anerkannte Schulformen

    Die Familienkasse erkennt folgende Schulformen zur Ausbildung/zum Studium an:

    • Allgemeinbildende Schule
    • Fachoberschule
    • Berufskolleg/Berufsfachschule
    • Berufsakademie
    • Hochschule/Universität
    • Fachhochschule
    • Betriebliche Ausbildung

    Übergangszeit nach dem Schulabschluss

    Zwischen dem Schulabschluss und einer anschließenden Berufsausbildung besteht weiterhin Kindergeldanspruch, jedoch nur für einen Zeitraum über vier Monate. Diese Übergangsregelung gilt für die Zeit zwischen Schulabschluss und

    • Lehre/Berufsausbildung
    • Studium
    • Wehr- bzw. Zivildienst (zum 01.07.2011 ausgelaufen) oder einem entsprechenden Ersatzdienst
    • Europäischem Freiwilligendienst oder Auslandsdienst nach dem Zivildienstgesetz
    • einem Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr

    Egal welchen beruflichen Weg das Kind einschlägt: Werden Dienst, Berufsausbildung oder Studium nicht angetreten/begonnen, erlischt der Kindergeldanspruch.

    Kindergeld trotz fehlendem Ausbildungsplatz

    Auch ein Kind, das in keinem Ausbildungsverhältnis steht, hat zwischen 18 und 25 Anspruch auf Kindergeld: jedoch nur, wenn es aufgrund von Erfolglosigkeit keine Ausbildung zum ehesten Zeitpunkt antreten kann. Vorausgesetzt wird hier, dass das Kind sich ernsthaft um eine Ausbildungsstelle bemüht hat. Die Erfolglosigkeit muss nachweisbar sein; dies kann beispielsweise durch das Vorlegen der erfolgten Bewerbungen geschehen. Ist das Kind bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit/beim Jobcenter als Bewerber um eine Ausbildungsstelle/für Bildungsmaßnahmen registriert, zählt dies als ausreichender Beleg.

    Kindergeld trotz Arbeitslosigkeit

    Wenn das Kind bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim Jobcenter als arbeitssuchend registriert ist, hat es bis zu seinem 21. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld.

    • Der Kindergeldanspruch besteht auch dann weiter, wenn sich das Kind mit einem Mini-Job (bis 450 Euro pro Monat) etwas dazuverdient.
    • Falls das Kind seinen Grundwehrdienst, Zivildienst oder einen vergleichbaren Dienst abgeleistet hat, wird das Kindergeld für den betreffenden Zeitraum auch über den 21. Geburtstag hinaus gewährt.
    • Wichtig: Das Kind muss sich alle drei Monate bei der Bundesagentur für Arbeit als weiterhin arbeitssuchend/ausbildungssuchend melden, weil der Kindergeldanspruch andernfalls keinen Fortbestand hat (BFH vom 19.06.2008, Az.: III R 66/05 und III R 68/05)

    Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres

    Kindergeld wird grundsätzlich höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt. Für die Jahrgänge 1981 bis 1983 gab es jedoch eine Übergangsregelung: So erhielten Kinder, die bis zum 01.01.1982 (einschließlich) geboren wurden, bis zur Vollendung ihres 27. Lebensjahres Kindergeld – zwischen dem 02.01.1982 und dem 01.01.1983 geborene Kinder bis zur Vollendung ihres 26. Lebensjahres.

    Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus

    Nur unter zwei Voraussetzungen wird Kindergeld auch nach der Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt:

    • wenn das Kind den gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausgeübt hat
    • wenn es sich um ein behindertes Kind handelt

    Kindergeld bei Grundwehrdienst, Zivildienst oder bei einer Tätigkeit als Entwicklungshelfer

    Eine das 25. Lebensjahr überschreitende Auszahlung von Kindergeld an Kinder in Berufsausbildung oder Studium konnte erfolgen, wenn das Kind den gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausgeübt hat.

    Der Zeitraum der Dienstableistung wurde dann auf die Altersgrenze von 25 aufaddiert. Darüber hinaus erhöhte eine freiwillige Verpflichtung zum Wehrdienst von höchstens drei Jahren die Kindergeld-Bezugsdauer. Diese verlängerte sich dabei höchstens um die Zeit des gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienstes – während dieser Zeit haben die Eltern jedoch kein Kindergeld erhalten.

    Kindergeld bei Behinderung

    Sollte die Behinderung eines Kindes ursächlich dafür sein, dass das Kind seinen Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften kann, wird das Kindergeld unter Umständen ohne Altersgrenze über das 25. Lebensjahr hinaus gewährt. Das jährliche Einkommen des Kindes darf dabei aber den Grundfreibetrag nicht überschreiten.

    Mehr Details zu diesem Thema gibt es unter Kindergeld bei Behinderung.

    Wegfall der Einkommensgrenze

    Letzte Aktualisierung: 03.03.2017

    Kindergeld für volljährige Kinder :

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    Источники: http://www.kindergeld.info/einkommen.html, http://www.finanztip.de/kindergeld/, http://www.kindergeld.org/kindergeld-fuer-volljaehrige-kinder.html

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