Ab wann lohnt sich eine steuererklärung

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    Grundregeln für Steuerzahler Lohnt die Steuererklärung?

    Für Steuerzahler lohnt sich fast immer der Blick zurück, denn fast jeder hat im vergangenen Jahr zu viel Steuern bezahlt. 1000 Euro zurückzuholen, sei keine Illusion, macht „Finanztest“ Mut. Bis zum 31. Mai muss die Steuererklärung für 2012 meist beim Finanzamt sein.

    Die Steuer, die jeden Monat vom Gehalt abgezogen wird, beruht nur auf einer Schätzung. Es wird davon ausgegangen, dass ein Standard-Arbeitnehmer das ganze Jahr über zu einem gleichen Lohn arbei tet und kaum steuerrelevante Ausgaben hat. Mit der Lohnsteuererklärung soll die Arbeits- und Lebenssituation des Steuerzahlers besser berücksichtigt werden. Neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld zurück, weil sie zahlreiche Ausgaben absetzen können.

    Grundlage der Besteuerung ist das Gesamteinkommen – also Lohn plus Nebeneinkünfte, Mieteinnahmen und Einnahmen aus Geldanlagen.

    Was kann von der Steuer abgesetzt werden?

    Im Prinzip gibt es vier Gruppen steuerrelevanter Ausgaben: Werbungskosten sind alle beruflich bedingten Ausgaben, darunter die Pendlerpauschale für den Weg zur Arbeit, Fachbücher oder Arbeitscomputer. Die zweite Gruppe sind die Sonderausgaben, das sind vor allem Ausgaben für Altersvorsorge, Spenden oder die Kirchensteuer und neuerdings die Kinderbetreuung. Die dritte Gruppe sind außergewöhnliche Belastungen, etwa Ausgaben für Krankheiten oder Scheidung. Zuletzt gibt es einen Steuerbonus für Ausgaben für Handwerker oder Haushaltshilfen.

    Wie funktioniert das Absetzen von der Steuer?

    Grundlage der Besteuerung ist das Gesamteinkommen – also Lohn plus Nebeneinkünfte, Mieteinnahmen und Einnahmen aus Geldanlagen. Von dieser Summe werden Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen abgezogen – das wird "von der Steuer absetzen" genannt. Damit wird also nur das Einkommen gemindert; wie hoch die Steuerersparnis ist, hängt dann davon ab, wie hoch der jeweilige Steuersatz des Steuerzahlers ist. Anders ist es beim Steuerbonus für Handwerker: Hier werden steuerlich anerkannten Ausgaben direkt von der Steuerschuld abgezogen.

    Welche Unterlagen sind für die Steuererklärung wichtig?

    Einige wichtige Daten für die Steuererklärung erhalten Angestellte per Bescheinigung ihres Arbeitgebers – dort sind etwa Lohn, die gezahlten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ausgewiesen. Sie müssen in die Steuererklärung eingetragen werden. Viele abzugsfähige Ausgaben müssen belegt werden. Wichtig ist, dass gekaufte Artikel möglichst genau auf der Quittung verzeichnet sind. Für andere Angaben flattern Steuernachweise in den ersten Wochen des Jahres ins Haus – etwa von Banken oder Versicherungen.

    Kann die Steuererklärung alleine gemacht werden?

    Die Formulare können per Hand oder elektronisch mit dem Programm Elster der Finanzverwaltung ausgefüllt werden. Daneben ist es möglich, eine Steuersoftware für den Computer zu kaufen, einem Lohnsteuer-Hilfeverein beizutreten oder zum Steuerberater gehen. Die ideale Lösung hängt laut Bund der Steuerzahler vom individuellen Steuerwissen ab und davon, wie komplex der Steuerfall ist. Lohnsteuerhilfe-Vereine sind spezialisiert auf Angestellte und Rentner, Steuerberater eher auf Selbstständige und Firmen.

    Bis wann muss die Steuererklärung abgeben werden?

    Die Frist endet am 31. Mai. Wer auf Lohnsteuerhilfe-Verein oder Steuerberater setzt, hat aber Zeit bis zum Jahresende. Die Frist für die Abgabe einer freiwilligen Steuererklärung beträgt vier Jahre.

    Mit dem Steuerbescheid können Steuerzahler auch in diesem Jahr allerdings frühestens ab Mitte März rechnen. Wegen zahlreicher gesetzlicher Änderungen können die Finanzämter die Erklärung erst ab März endgültig bearbeiten. Die Deutsche Steuergewerkschaft rät aber trotzdem, die Steuererklärung frühzeitig einzureichen – dann sei auch mit einer schnelleren Rückerstattung zu rechnen.

    Wann lohnt es sich für Dich die erste Steuererklärung abzugeben?

    Die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung lohnt sich finanziell wegen der zu erwartenden Steuererstattung insbesondere in folgenden Fällen:

    Teilweise ohne Job? Profitiere trotzdem von der Werbungskostenpauschale

    Arbeitnehmern steht ohne Nachweis von Werbungskosten ein Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro zu. Dabei handelt es sich um einen Jahres-Pauschbetrag.

    Die 1.000 Euro Werbungskosten gibt es also auch dann, wenn ein Student beispielsweise nur zwei Monate im Jahr gearbeitet hat oder für Berufsanfänger, die beispielsweise ihren ersten Arbeitstag Mitte Dezember hatten.

    Mehr als 1.000 Euro Werbungskosten. Eine Steuererklärung ist bares Geld wert.

    Falls Deine Werbungskosten mehr als 1.000 Euro betragen, führt die Abgabe einer Steuererklärung zu einer Minderung der Steuerlast. Die 1.000-Euro-Grenze wird zum Beispiel bereits überschritten, wenn ein Arbeitnehmer an 230 Arbeitstagen einfach 15 Kilometer zur Arbeit pendelt.

    Weitere Werbungskosten sind zum Beispiel Ausgaben für ein Arbeitszimmer, Arbeitskleidung, Weiterbildungskosten oder Aufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung.

    Keine Einkünfte? Trotzdem sparst Du Steuern mit einer Steuererklärung

    Auch wenn das auf den ersten Blick paradox klingt, kannst Du durchaus auch ohne Einkünfte Steuern sparen. Falls Du dich zum Beispiel während einer Arbeitslosigkeit oder Auszeit wegen Kindererziehung bereits auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitest, solltest Du für dieses Jahr eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen.

    Denn die vorweggenommenen Werbungskosten für Fortbildungen oder Bewerbungen hält das Finanzamt in einem sogenannten Verlustfeststellungsbescheid fest. Vorteil: Dieser Verlust kann entweder mit Einkünften des Vorjahrs oder mit Einkünften in späteren Jahren steuersparend verrechnet werden.

    Frisch verheiratet? Das Ja-Wort hilft Steuern zu sparen.

    Eine Heirat ist oft mit einem Wechsel in eine günstigere Steuerklasse verbunden. Die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung kann in diesem Fall zu einer Steuerentlastung von mehreren tausend Euro führen, wenn für zusammenveranlagte Ehegatten bzw. Lebenspartnern die Steuer nach der Splittingtabelle ermittelt wird.

    Die optimale Steuerersparnis winkt, wenn der Ehegatte bzw. der Lebenspartner Alleinverdiener ist. Verdienen beide gleich viel, ist die Steuerbelastung nach dem Ehegattentarif identisch mit der Steuerbelastung nach der Grundtabelle.

    Steuerklärung vergessen? Kein Problem, Du hast 4 Jahre Zeit!

    Mit der freiwilligen Einkommensteuererklärung kannst Du dir bis zu 4 Jahren Zeit lassen. Die Steuererklärung 2014 muss also zum Beispiel bis spätestens 31. Dezember 2018 beim Finanzamt eingehen.

    Überschreitest Du diese Vier-Jahres-Frist allerdings auch nur um einen einzigen Tag, lehnt das Finanzamt die Bearbeitung der Steuererklärung ab.

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    Wann lohnt sich eine Steuererklärung für Studenten?

    Viele Studenten schrecken bei der Frage, ob sie eine Steuererklärung abgeben, zurück. Ihr Argument: „Lohnt sich nicht für mich. Ich habe kein regelmäßiges Einkommen.“ Dies ist allerdings ein Irrtum. Selbst für Studenten, die kein Einkommen beziehen, kann sich die freiwillige Abgabe der Steuererklärung lohnen.

    Unterscheidung Erst- und Zweitstudium

    Zunächst einmal ist es notwendig zwischen Studenten zu unterscheiden, die ein Erst- bzw. ein Zweitstudium absolvieren. Denn in welcher Form Studenten ihre Ausgaben in der Steuererklärung angeben können, hängt davon ab, ob es sich um ein Erststudium handelt oder sie bereits ein Studium abgeschlossen haben.

    Studenten, die ein Erststudium absolvieren, dürfen alle anfallenden Ausgaben als Sonderausgaben in der Steuererklärung berücksichtigen. Dabei dürfen sie maximal 6.000 Euro pro Jahr absetzen. Sonderausgaben können sie nur in dem Jahr nutzen, in dem sie gezahlt wurden. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich.

    Handelt es sich um ein Zweitstudium, eine Zweitausbildung oder Erstausbildung innerhalb eines Ausbildungsverhältnisses, dürfen alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Zweitstudium stehen, als vorweggenommene Werbungskosten unbegrenzt in der Steuererklärung angegeben werden. Das Finanzamt erkennt auch ein Zweitstudium an, wenn vor dem Studium eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Verluste können dann in spätere Jahre vorgetragen werden.

    All diejenigen, die ein duales Studium absolvieren, können die entstandenen Kosten, die im Zusammenhang mit dem Studium angefallen sind, als Werbungskosten ansetzen, weil es sich hierbei um ein Ausbildungsdienstverhältnis handelt.

    Typische Ausgaben für Studenten im Studium

    Studenten, die zwar keiner Nebentätigkeit nachgehen, können folgende Ausgaben in der Steuererklärung angeben: Fahrten zur Universität oder zur Fachhochschule: Die meisten Studenten fahren täglich zu Ihren Vorlesungen in die Universität bzw. zur Fachhochschule. Diese Fahrten können in der Steuererklärung angegeben werden. Berechnet wird die Entfernungspauschale anhand folgender Regel:

    Studientage x Kilometeranzahl x 0,30 Euro.

    Hier gilt es aber zu beachten, dass nur eine Fahrt pro Tag absetzbar ist, maximal aber 4.500 Euro pro Jahr. Diese Begrenzung gilt jedoch nicht, wenn die Fahrt mit dem PKW gefahren wurde. Bei mehreren Fahrten aufgrund eines Vorlesungsausfalles darf auch nur eine Fahrt berücksichtigt werden.

    Abziehbar sind auch Studien- und Zulassungsgebühren, Unterbringungskosten und Kosten für Arbeitsmittel, wie zum Beispiel einem Computer oder die Zinsen für einen Studienkredit.

    Kindergeld während des Studiums

    Grundsätzlich zahlt die Familienkasse das Kindergeld bis zum 25. Geburtstag des Kindes an die Eltern aus, sofern diese nachweisen können, dass das Kind noch studiert. Dennoch gibt es auch beim Kindergeldanspruch Ausnahmeregelungen, beispielsweise wenn jemand ein freiwilliges soziales Jahr oder den Grundwehrdienst absolviert.

    Steuerbelastung senken dank Verlustvortrag

    Für Studenten, die hauptsächlich studieren und keine steuerpflichtigen Einnahmen erzielen, empfiehlt es sich, die Steuererklärung abzugeben. Denn die anfallenden Ausgaben, die Studenten im Zusammenhang mit dem Studium entstehen, können als Verlustvortrag mit ersten Einnahmen verrechnet werden. Bereits heute akzeptiert das Finanzamt den Verlustvortrag bei Studenten im Zweitstudium. Studenten, die sich im Erststudium befinden müssen sich leider noch gedulden und eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten.

    Weitere Tipps und Tricks für Studenten sowie Praxisbeispiele und hilfreiche Informationen können Interessenten im smartsteuer eBook für Studenten und Auszubildende nachlesen. Studenten können jeden Euro gebrauchen und warum also Geld an den Staat verschenken? Außerdem gibt es spezielle Steuersoftware Programme, die sich besonders für Studenten eignen, zum Beispiel smartsteuer.

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