Ab welchem jahreseinkommen zahlt man lohnsteuer

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    Wann musst Du Steuern zahlen?

    Höhe der Ausbildungsvergütung, Lohnsteuerklasse, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag

    Steuern muss in Deutschland grundsätzlich jeder Arbeitnehmer bezahlen – dazu gehören auch Auszubildende. Ob Du als Azubi Steuern zahlen musst, hängt von der Höhe deiner Ausbildungsvergütung und Deiner Lohnsteuerklasse ab.

    In den folgenden Kapiteln gehen wir davon aus, dass Du ledig (nicht verheiratet) bist und keine Kinder hast. Dann bekommst Du vom Finanzamt Lohnsteuerklasse I (eins) zugewiesen. Du kannst das auf Deiner Lohnabrechnung überprüfen, dort steht irgendwo oben die Lohnsteuerklasse.

    Wenn Du Steuern zahlen musst, wird der entsprechende Betrag gleich von Deiner Ausbildungsvergütung abgezogen und von Deinem Arbeitgeber ans Finanzamt überwiesen. Du musst an dieser Stelle nichts tun – Dein Einsatz kommt erst, wenn es darum geht, Dir das Geld vom Finanzamt zurückzuholen: Dann musst Du eine Steuererklärung machen.

    Lohnsteuer

    Die Höhe der Lohnsteuer hängt von Deiner Lohnsteuerklasse ab. Bei Lohnsteuerklasse I musst Du bei einem monatlichen Brutto-Lohn von 950 € noch gar keine Lohnsteuer zahlen, bei 1.000 € fallen unter 2 € Lohnsteuer im Monat an und bei monatlich 1.100 € brutto bist Du mit fast 15 € Lohnsteuer monatlich dabei.

    Die Lohnsteuer musst Du nicht selbst ausrechnen und bezahlen – dafür gibt es Software, und der Arbeitgeber gibt Deine Lohnsteuer gleich ans Finanzamt weiter. Die genauen Zahlen erfährst Du dann in Deiner Lohnabrechnung, die Du jeden Monat von Deinem Arbeitgeber bekommst.

    Falls bei Dir im Betrieb Urlaubsgeld und / oder Weihnachtsgeld gezahlt wird, musst Du noch wissen, dass diese Zahlungen leider nicht lohnsteuerfrei sind. Das bedeutet: Sie erhöhen Dein Einkommen, und selbst wenn Du (ohne Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) monatlich unter 950 € verdienst, kann es sein, dass Du Lohnsteuer zahlen musst – weil Du mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld die Grenze zur Lohnsteuerpflicht überschreitest.

    Kirchensteuer

    Kirchensteuer musst Du nur dann bezahlen, wenn Du Mitglied der römisch-katholischen oder der evangelischen Kirche bist. Die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 %, in allen anderen Bundesländern 9 % der Lohnsteuer. Auch die Israelitischen Kultusgemeinden und die Altkatholiken dürfen Kirchensteuer erheben.

    Einige Kirchen dürfen zwar theoretisch Kirchensteuern erheben, verzichten aber darauf. Dazu gehören z. B. der Bund der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden, der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, die Evangelisch-methodistische Kirche, Orthodoxe Kirchen, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, Zeugen Jehovas und noch einige mehr.

    Auch als Muslim musst Du keine Kirchensteuer zahlen.

    Solidaritätszuschlag (Soli)

    Solidaritätszuschlag musst Du nur dann bezahlen, wenn Du mehr als 81 € Lohnsteuer pro Monat bezahlst – und selbst dann wird Dir auch noch nicht der volle Betrag berechnet. Erst ab einem Gehalt von ca. 1.600 € pro Monat (und Lohnsteuerklasse I) wird der Soli in voller Höhe fällig und Du bekommst ungefähr 5,5 % der Lohnsteuer als Soli abgezogen.

    Lohnsteuer

    • Die Lohnsteuer ist eine sogenannte Quellensteuer.
    • Nur Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer.
    • Es handelt sich bei ihr um eine Abgabe auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
    • Die Höhe hängt vom Verdienst und von der Steuerklasse ab.

    Wann ist in welcher Steuerklasse Lohnsteuer fällig?

    In den einzelnen Steuerklassen muss Lohnsteuer ab einem bestimmten monatlichen Verdienst gezahlt werden.

    • In Steuerklasse 6 wird Lohnsteuer nicht erst ab einer bestimmten Verdiensthöhe fällig. Hier muss immer Lohnsteuer gezahlt werden, unabhängig davon, wie hoch das Nebenverdienst ausfällt.

    Die Lohnsteuer berechnen

    Wer die Lohnsteuer berechnen möchte, muss sich hierfür die Steuerfreibeträge in seiner Steuerklasse notieren. Anschließend werden diese vom jährlichen Bruttoeinkommen abgezogen. Was davon übrig bleibt, ist das zu versteuernde Einkommen.

    Die Steuerlast wird gemäß der Einkommenshöhe berechnet und anschließend durch die Zahl der Monate geteilt.

    Aus Gründen der Einfachheit empfiehlt es sich insbesondere für Ehepaare, einen Lohnsteuer-Rechner zu verwenden. Denn beispielsweise durch das Ehegatten-Splitting oder den sogenannten Faktor (realistischer Ausgleich der zu zahlenden Steuer zwischen den beiden Ehegatten durch das Finanzamt) werden die Berechnungen erheblich verkompliziert.

    Die Lohnsteuerklassen und die zugehörigen Freibeträge

    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Freibeträge nur für Partner in Steuerklasse 3!
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Dies sind lediglich die Freibeträge, die grundsätzlich für alle Steuerpflichtigen in Frage kommen. Es gibt allerdings noch weitere Freibeträge. Mehr Infos .

    Wie läuft das mit der Lohnsteuer?

    Schuldner der Steuer ist der Arbeitnehmer, obwohl es weder seine Aufgabe ist, diese zu berechnen, noch sie ans Finanzamt abzuführen. Denn diese Aufgabe übernimmt der Arbeitgeber.

    Mit Hilfe der elektronischen Lohnsteuerkarte erkennt der Arbeitgeber, in welcher Lohnsteuerklasse sich sein Mitarbeiter befindet.

    Wichtig ist dies in Bezug auf die Freibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen, denn schon beim Lohnsteuerabzug werden diese berücksichtigt.

    • Der Arbeitgeber ist haftbar. Er ist dafür verantwortlich, dass der korrekte Betrag einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet wird. Sollte der Arbeitgeber einen Fehler beim Berechnen der Steuer gemacht haben, muss er ihn ausgleichen.

    Wenn ein Arbeitnehmer neu eingestellt wird, muss beim Finanzamt gemeldet werden, dass für ihn Lohnsteuer abgeführt wird. Aus Gründen der Einfachheit hat der Staat ein allgemeines System der Lohnsteuer-Anmeldung eingeführt, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen ist.

    Diese Aufgabe obliegt dem Arbeitgeber. Es kommt dabei darauf an, wie hoch die zu zahlende Steuer des gesamten Unternehmens ist.

    Ab welchem Betrag zahlt man Einkommensteuer?

    Grundsätzlich ist jeder Mensch, der in Deutschland arbeitet, dazu verpflichtet, Einkommensteuer zu zahlen. Es ist zunächst einmal unerheblich, ob man als Angestellter oder Selbstständiger tätig ist, in Deutschland lebt oder in einem Nachbarland. Damit es gerade bei Geringverdienern nicht zu einer übermäßig hohen finanziellen Belastung kommt, gibt es einige Kriterien, wann die Einkommensteuer wirklich fällig wird. Eine grundsätzliche Verpflichtung bedeutet nicht, dass man auch wirklich Steuern zahlen muss. So gibt es zum Beispiel Freibeträge, die darüber entscheiden, wann die Einkommensteuer tatsächlich fällig wird.

    Über dem Grundfreibetrag wird Einkommensteuer fällig

    Das Wichtigste bei der Frage, wann Einkommensteuer fällig wird, ist der Grundfreibetrag. Er liegt im Jahr 2010 bei 8.004 Euro. Nur bei demjenigen, der mit seinem Einkommen als Angestellter, Selbstständiger oder durch Mieteinnahmen über diese Grenze kommt, wird die Einkommensteuer fällig. Wer sehr wenig Geld verdient, wird durch die Steuern also nicht belastet. Wie oft und wie viele Steuer man dann zahlen muss, hängt vom Einkommen ab. Je mehr Geld man verdient, desto höher ist der Steuersatz. Bei Angestellten wird die Steuer monatlich überwiesen. Selbstständige zahlen je nach Einkommen jeden Monat, einmal vierteljährlich oder einmal im Jahr die Steuern.

    Freibeträge im Rahmen der Einkommensteuer

    Wer in der Bundesrepublik Deutschland arbeitet, ist grundsätzlich im Rahmen der Einkommensteuer steuerpflichtig und muss demnach einen Teil seines Einkommens an den Fiskus abführen. Der Grundfreibetrag dürfte dabei wohl den meisten Steuerzahlern bekannt sein, da dieser definiert, ab welchem Betrag man Einkommensteuer zahlen muss.

    Im Rahmen der Einkommensteuer existieren neben dem Grundfreibetrag noch weitere Freibeträge, die Verbraucher nutzen können, um ihre Steuerlast zu reduzieren. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang unter anderem der Sparer-Pauschbetrag, der einen Freibetrag in Zusammenhang mit Kapitalerträgen vorsieht. Darüber hinaus gibt es noch den Übungsleiterfreibetrag, den Versorgungsfreibetrag, den Ausbildungsfreibetrag und den Kinderfreibetrag. Das Einkommensteuergesetz kennt noch weitere Freibeträge, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls einen Steuerberater aufzusuchen, um mit dessen Hilfe die Steuererklärung zu erstellen. Kinder, Werbungskosten und viele weitere Faktoren können die Steuer reduzieren und mitunter dafür sorgen, dass man noch etwas vom Finanzamt zurückbekommt. Grundsätzlich sorgen die Freibeträge dafür, dass ein geringerer Teil vom Einkommen als Steuer an das Finanzamt geht und somit mehr Einkünfte beim Verbraucher bleiben.

    Grundfreibetrag brutto oder netto? – Wie berechnet sich das zu versteuernde Einkommen?

    Gilt der Grundfreibetrag brutto oder netto? Diese Frage stellen sich regelmäßig zahllose Menschen, die wissen wollen, ab welchem Betrag sie Einkommensteuer zahlen müssen. Zunächst sollte man sich in diesem Zusammenhang mit der Berechnung des zu versteuernden Einkommens befassen, schließlich dient dieses als Grundlage zur Kalkulation der Steuer. Stark vereinfacht ergibt sich die folgende Berechnung:

    = zu versteuerndes Einkommen

    Die Einkünfte abzüglich der absetzbaren Aufwendungen ergibt somit die Basis für die Einkommensteuer, die stets vom zu versteuernden Einkommen abhängt. Die Frage, ob dabei brutto oder netto kalkuliert wird, stellt sich gar nicht. Ein Betrag, der zur Kalkulation der Steuer dient, muss schließlich brutto sein. Erst nachdem die Steuern berechnet wurden, kann das zur Verfügung stehende Nettoeinkommen ermittelt werden. Nichtsdestotrotz darf man nicht den Fehler machen, die Einkommensteuer auf Basis der Bruttoeinkünfte zu ermitteln, denn diese sind, wie die obige Aufstellung zeigt, keineswegs mit dem zu versteuernden Einkommen gleichzusetzen.

    Im Jahr 2016 liegt der Grundfreibetrag im Rahmen der Einkommensteuer bei 8.652 Euro. Durch Freibeträge und Absetzungen lässt sich dieser indirekt noch erhöhen, so dass man stets das zu versteuernde Einkommen betrachten muss, um festzustellen, ob man den Grundfreibetrag überschreitet und so der betreffenden Steuerpflicht unterliegt.

    Grundfreibetrag und Rente

    Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass auch die Rente zu versteuern und somit der Einkommensteuer unterworfen ist. Abgesehen von dem gewöhnlichen Grundfreibetrag, der selbstverständlich auch für Rentner gilt, gilt es zu beachten, dass die Rente bislang nur anteilig zu versteuern ist. Wer schon vor dem 1. Januar 2005 Rente bezogen hat, muss 50 Prozent versteuern. Die Hälfte bleibt somit dauerhaft steuerfrei. Anders sieht es für Menschen aus, die 2014 oder später in Rente gehen, denn dann erfolgt eine volle Versteuerung der Rente.

    Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/azubis/wann-musst-du-steuern-zahlen, http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/, http://www.zurecht.de/steuerrecht/einkommensteuer/grundfreibetrag/

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