Ab wieviel einkommen steuererklärung

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    Bemessungsgrenzen | Ab wann ​muss ich

    Deutschland redet über Steuerhinterzieher und Steuerflucht. Frauenrechtlerin Alice Schwarzer erstattete Selbstanzeige, weil sie jahrelang Geld in der Schweiz geparkt hatte, ohne Steuern für die Zinserträge zu zahlen. CDU-Schatzmeister Helmut Linssen führte für seine Familie ein umstrittenes Konto auf den Bahamas und in Panama, über das er nun stolperte.

    Aber ab welchem Einkommen bin ich eigentlich ein Fall fürs Finanzamt? Und wie viel Steuern und Sozialbeiträge muss ich zahlen?

    Die Antwort geben die gerade frisch veröffentlichten Steuerdaten des Bundesfinanzministeriums.

    Sie zeigen, dass die Steuer wegen unterschiedlicher Freibeträge mal früher und mal später zuschlägt. Danach begann die Steuerpflicht 2013 für:

    ► Singles (Steuerklasse I/0): bei 11 042 Euro Jahreseinkommen.

    ► Singles mit einem Kind (Steuerklasse II/0,5): 12 616 Euro.

    ► Alleinverdiener-Ehepaare ohne Kinder (Steuerklasse III/0): 20 837 Euro.

    ► Beamtenpensionär (bei Pensionsbeginn 2013): 12 419 (verheiratet: 21 666) Euro.

    ► Rentner (Neurentner): 14 845 (verheiratet: 29 507) Euro.

    Das Steuer-Papier des Finanzministeriums gibt auch Auskunft über die Entwicklung der Abgabenlast des Durchschnittsverdieners. Danach hat ausgerechnet das Alleinverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern im vergangenen Jahr netto schlechter abgeschnitten, während andere Verdiener zugelegt haben.

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    Der Durchschnittsverdienst lag im Jahr 2013 bei 31 089 Euro im Jahr – also rund 2591 Euro im Monat. Darauf zahlten:

    ► Singles: 10 864 Euro Steuern und Sozialbeiträge. Das Netto lag bei 20 225, rd. 500 Euro über dem Netto des Vorjahres. Das verfügbare Einkommen stieg von 64,9 auf 65,1 Prozent.

    ► Alleinverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern: 7968 Euro Steuern und Abgaben. Mit Kindergeld stieg das Netto-Einkommen auf 27 537 Euro. Das verfügbare Einkommen lag bei 88,6 Prozent des Bruttos und damit 0,1 Prozent niedriger als 2012.

    ► Alleinerziehende mit einem Kind: 10 301 Euro Steuern und Abgaben. Inklusive Kindergeld bekamen sie 22 996 Euro raus, 74 Prozent des Bruttos.

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    22. Oktober 2014, 11:17 Uhr

    Steuern Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    Selbstständige kommen um die Abgabe einer Steuererklärung nicht herum. Aber auch zahlreiche Arbeitnehmer müssen ihre Einkommenssituation offenlegen. Ob Sie dazu gehören, erfahren Sie in unserer Checkliste.

    Larissa Holzki, Jahrgang 1990, wurde in Hannover von der Nabelschnur getrennt und noch im Brutkasten von der Lokalpresse entdeckt (Babyboom: „Hebammen im Dauerstress“). Schreibt heute lieber selbst, auch über andere Berufsgruppen. Hat an der Kölner Journalistenschule gelernt und in Köln und Hamburg Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Kriminologie studiert. Bei SZ.de zuständig für das Ressort Job und Karriere.

    Grundsätzlich gilt: Wer aufgefordert wird, eine Steuererklärung zu machen, der muss dem Finanzamt seine Einkünfte und Ausgaben bis zu einem bestimmten Termin mitteilen (was passiert, wenn Fristen nicht eingehalten werden, lesen Sie hier). Wer keine Aufforderung erhält, ist davon nicht automatisch befreit. In verschiedenen Einkommenssituationen sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung auch unaufgefordert verpflichtet.

    Zu denen, die um eine Einkommensteuererklärung nicht herum kommen, gehören alle Selbständigen sowie Freiberufler, Land- und Forstwirte, Gewerbetreibende und Beteiligte. Denn anders als bei Angestellten wird bei ihnen nicht jeden Monat ein Teil des Einkommens als Lohnsteuer einbehalten. Stattdessen zahlen viele von ihnen vier Mal im Jahr Einkommensteuer voraus. Ob diese Zahlungen festgesetzt werden, hängt von der Höhe der Einkünfte ab. Die voraussichtlich fällige Einkommensteuer muss mindestens 400 Euro im Kalenderjahr und 100 Euro pro Quartal betragen. Da diese Zahlungen geschätzt werden oder auf den Ergebnissen des Vorjahres beruhen, sind sie allerdings nur ein grober Richtwert. Aus dem Steuerbescheid können sich höhere Nachzahlungen oder Rückerstattungen ergeben.

    Wann Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen müssen

    Aber auch in anderen Fällen nimmt das Finanzamt an, dass es Ihnen im Laufe des Jahres nicht genügend Geld abgezogen hat. Eine Einkommensteuererklärung müssen Sie nach § 46 des Einkommensteuergesetzes daher auch dann abgeben, wenn Ihr Einkommen ganz oder teilweise aus nichtselbständiger Arbeit hervorgeht – das heißt zum Beispiel aus Lohnersatzleistungen – und eine der folgenden Situationen zutrifft:

    • Sie und Ihr Partner haben Arbeitslohn bezogen und die Steuerklassenkombination III/V oder das Faktorverfahren in Anspruch genommen.
    • Das Finanzamt hat Ihnen oder Ihrem Partner Freibeträge eingetragen.
    • Sie haben als Arbeitnehmer Nebeneinkünfte, die 410 Euro überschreiten. Dazu zählen zum Beispiel Überschüsse aus der Vermietung einer Wohnung.
    • Sie haben Lohnersatzleistungen von insgesamt mehr als 410 Euro bezogen – zum Beispiel Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld. Diese Einkünfte sind zwar steuerfrei, erhöhen aber die Besteuerung der übrigen Einkünfte (Progressionsvorbehalt). Bei gemeinsamer Veranlagung gilt die 410-Euro-Grenze für beide Partner zusammen. Eventuell können Sie mit einer Einzelveranlagung Steuern sparen. (LINK: Was muss ich als Ehepaar beachten).
    • Sie haben eine Abfindung erhalten und der Arbeitgeber hat davon die Lohnsteuer einbehalten. Sie haben von mehreren Arbeitgebern Lohn erhalten, der nicht pauschal versteuert wurde. Wenn Sie weitere Arbeitsverhältnisse haben, werden diese nach der Steuerklasse VI abgerechnet und eventuell zu gering besteuert.
    • Von einem neuen Arbeitgeber haben Sie einen „sonstigen Bezug“ erhalten (zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld) und die Lohnsteuerbescheinigung des früheren Arbeitgebers für das gleiche Kalenderjahr vorgelegen hat.
    • Sie sind Arbeitnehmer und haben sich im vergangenen Jahr scheiden lassen und Sie oder Ihr Partner haben im gleichen Jahr wieder geheiratet. Dann muss das Finanzamt wissen, wer mit wem zusammenveranlagt wird. Das gilt auch, wenn die Ehe durch den Tod des Partners aufgelöst wurde.
    • Sie sind mit dem anderen Elternteil Ihres Kindes nicht verheiratet und wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen oder anders als je zur Hälfte untereinander aufteilen. Damit sichergestellt werden kann, dass zum Beispiel Ausbildungsfreibeträge nur einmal gewährt werden, müssen beide Eltern eine Steuererklärung abgeben.

    Hilfe vom Steuerberater

    Es gibt noch weitere, zum Teil sehr spezielle Fälle, in denen Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind. Diese könnten zum Beispiel eintreten,

    • wenn Sie eine Urlaubsvergütung aus der Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft bekommen haben,
    • Ihr Lohnsteuerabzug teilweise mit der gekürzten, teilweise mit der ungekürzten Vorsorgepauschale durchgeführt wurde,
    • Sie noch unausgeglichene Verluste aus den Vorjahren haben,
    • Ihr beschränkt steuerpflichtiger Partner im EU-Ausland lebt oder Sie in Deutschland weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt haben, sich aber als „fiktiv unbeschränkt steuerpflichtig“ behandeln lassen.

    Wenn Sie unsicher sind, ob Sie vielleicht doch eine Steuererklärung abgeben müssen, schauen Sie sich den entsprechenden Paragraphen § 46 des Einkommensteuergesetzes genau an und fragen Sie im Zweifel einen Steuerberater.

    Steuererklärung 2016: Verpflichtet zur Abgabe oder freiwillig?

    Steuererklärung 2016: Wer muss ans Finanzamt zahlen?

    18.11.2016, 12:28 Uhr | sw (CF)

    Die Einkommenssteuererklärung ist nicht für jeden verpflichtend (Quelle: INSADCO/imago)

    Die Einkommensteuererklärung ist für viele Arbeitnehmer eine lästige Pflicht, die gern aufgeschoben wird. Nicht jeder muss jedoch überhaupt eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Wann Sie dazu verpflichtet sind und was für eine freiwillige Steuererklärung spricht, erfahren Sie hier.

    Steuererklärung ist für viele Menschen Pflicht

    Die Abgabe der Steuer betrifft viele, aber nicht alle Menschen in Deutschland. Das Einkommensteuergesetz unterscheidet zwischen Pflicht- und Antragsveranlagung. Geregelt ist alles im Paragraphen 46. Von der Steuerpflicht sind gewöhnliche Arbeitnehmer befreit, die neben dem Arbeitslohn keine weiteren Einkünfte besitzen, so das Portal „Steuerklassen.com“.

    Wenn Sie verpflichtet sind eine Steuererklärung zu machen, ist der Abgabetermin üblicherweise der 31. Mai des folgenden Jahres. Die Steuererklärung für das Jahr 2016 sollte also spätestens am 31. Mai 2017 bei Ihrem Finanzamt vorliegen.

    Haben Sie aus nachvollziehbaren Gründen die Erklärung nicht rechtzeitig abgeben können, gewährt das Finanzamt häufig einen Aufschub – den müssen Sie jedoch möglichst frühzeitig beantragen.

    Steuererklärung abgeben, wenn .

    Steuerpflichtig sind grundsätzlich alle Selbstständigen, Freiberufler, juristischen Personen und Vermieter sowie Verpachter. Es gibt aber noch gesonderte Regelungen für Arbeitnehmer und Rentner. Laut dem Portal „Steuertipps“ sind Sie per Gesetz verpflichtet, Steuern zu zahlen, wenn:

    • Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kindergeld zusätzlich zum Gehalt erhalten und die Grenze von 410 Euro überschritten
    • Gehalt von verschiedenen Arbeitgebern bekommen, dass pauschal nicht versteuert wird
    • steuerpflichtige Extraeinkünfte den Wert von 410 Euro übersteigen
    • beide oder einer der Ehepartner Gehalt bezieht und entweder in der Steuerklasse V oder VI eingetragen ist
    • beide oder einer der Ehepartner Gehalt erhält und enweder das Faktor III- oder Faktor IV-Verfahren beantragt hat
    • beide oder einer der Ehepartner Freibeträge erhalten hat
    • nach der Scheidung einer der beiden Ex-Partner erneut geheiratet hat
    • Einkünfte über dem Grundsteuerfreibetrag von 8.652 Euro liegen. Bei Ehepaaren sind es 17.304 Euro

    Auch immer mehr Rentner müssen Steuern bezahlen. Das ist zum einen notwendig, wenn der Grundfreibetrag 2016 über 8.652 Euro liegt. Zum anderen ist ein bestimmter Teil der Rente steuerpflichtig. 2016 liegt der steuerpflichtige Anteil bei 72%, sprich der Rentenfreibetrag rangiert bei 28%. Wer 2040 in Rente geht, dessen zu versteuernder Pflichtanteil sind 100%.

    Steuererklärung

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    Steuererklärung: Wer darf verzichten?

    Wer nicht in die oben genannten Kategorien fällt, braucht keine Steuererklärung abgeben. Dies trifft zumeist zu, wenn Sie nur sehr geringe Einkünfte haben, die unter dem Steuerfreibetrag von derzeit 8.652 Euro im Jahr liegen. Falls Sie sich dennoch unsicher sind, ob Sie zu einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten Sie sich bei Ihrem Finanzamt erkundigen oder einen Steuerberater aufsuchen.

    Freiwillige Steuererklärung lohnt sich

    Wer keine Steuererklärung dieses Jahr abgeben muss, kann dies aber freiwillig tun. Und der lästige Papierkram lohnt sich definitiv. Im Durchschnitt zahlt das Finanzamt laut dem Statistischen Bundesamt 873 Euro zurück, so „Die Welt“. Wenn Sie die Steuererklärung freiwillig abgeben, haben Sie dazu vier Jahre Zeit.

    Ein klassischer Fall für Rückzahlungen sind die Werbungskosten. Der steuerlich geltend machende Betrag für beruflich veranlasste Kosten liegt laut „Finanztip“ bei 1.000 Euro. Die Pauschale gilt für jeden einzelnen Arbeitnehmer. Zu den Werbungskosten gehören Faktoren wie Fort- und Weiterbildungen, Fahrtkosten, Berufskleidung, etc. Laut dem Portal „Steuertipps“ können Sie ebenfalls außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben angeben und auf eine Steuererstattung hoffen.

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