Abzüge bruttogehalt

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    Was von Ihrem Gehalt übrig bleibt

    Wie viel Netto bleibt vom Brutto? Wie viel Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden von Ihrem Gehalt abgezogen? Finden Sie es heraus mit dem Brutto-Netto-Rechner.

    Das Gehalt für den neuen Job hört sich gut an. Doch wie viel Geld bleibt netto davon übrig? Welche Steuerklasse ist die günstigste, wenn beide Ehepartner arbeiten? Und wie wirkt sich ein Kinderfreibetrag aus?

    All diese Fragen lassen sich mit dem Brutto-Netto-Rechner beantworten. Tragen Sie einfach Ihren Bruttolohn und Freibetrag ein, wählen Sie Steuerklasse, Bundesland und Krankenkasse. Falls Sie Kinder haben, geben Sie mögliche Kinderfreibeträge an. Je mehr Angaben Sie machen, desto genauer ist das Ergebnis.

    In Kooperation mit Steuerfachanwalt Disqué

    Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Tabelle sowie des ermittelten Auswertungsergebnisses wird keine Gewährleistung übernommen.

    Um den Rechner benutzen zu können, müssen Sie zunächst ihre Lohnsteuerklasse kennen. Hier eine kurze Übersicht, in welche Klasse Sie gehören.

    Die Lohnsteuerklasse I gilt für die folgenden Arbeitnehmer:

    -Verwitwete ab dem übernächsten Jahr nach dem Tod des Ehepartners oder eingetragenen Lebenspartners

    -Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, die dauernd getrennt leben

    -Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, deren Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner in der Bundesrepublik nur beschränkt steuerpflichtig ist (in der Regel, weil er oder sie nicht in Deutschland lebt)

    Die Lohnsteuerklasse II gilt für Alleinerziehende, die die Voraussetzungen der Steuerklasse I erfüllen und die zusätzlich Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende haben.

    In die Lohnsteuerklasse III fallen folgende Arbeitnehmer:

    -Verheiratete und eingetragene Lebenspartner, die nicht dauernd getrennt leben und nicht die Steuerklasse IV gewählt haben. Der ebenfalls berufstätige Ehepartner oder Lebenspartner erhält dann die Steuerklasse V. Wenn der andere Partner nicht berufstätig oder selbstständig ist, gilt für ihn ebenfalls die Lohnsteuerklasse III.

    -Verwitwete bis zum Ende des auf den Tod des Ehegatten/Lebenspartners folgenden Kalenderjahres. Der verstorbene Ehegatte oder Lebenspartner muss zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig gewesen sein. Die Ehegatten oder Lebenspartner dürfen bis zum Zeitpunkt des Todes nicht dauernd getrennt gelebt haben.

    In die Lohnsteuerklasse IV fallen verheiratete oder in Partnerschaft lebende Arbeitnehmer, wenn beide Partner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben. Wenn allerdings für einen Partner die Steuerklasse III gilt, fällt der andere nicht in Steuerklasse IV, sondern in Steuerklasse V. Ehegatten oder Lebenspartner, die beide berufstätig sind, können die Steuerklasse einmal im Jahr ändern lassen.

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    Die Steuerklasse V wird angewendet, wenn beide Ehegatten oder Lebenspartner beantragen, den jeweils anderen Ehegatten oder Lebenspartner in die Steuerklasse III einzureihen (siehe oben)

    Die Lohnsteuerklasse VI wird in der Regel eingetragen, wenn ein Arbeitnehmer mehr als ein Arbeitsverhältnis hat.

    Wie ändern sich Ihre Finanzen, wenn Sie Ihr Leben ändern?

    Mit Hilfe dieses Rechners können Sie zum Beispiel schnell und unkompliziert herausfinden, wie sich ein Jobwechsel oder eine Gehaltserhöhung auf Ihr Nettogehalt auswirken. So vermeiden sie Überraschungen, wenn sie dann tatsächlich die ersten neue Gehaltsabrechnung in Händen halten. Auch andere Veränderungen im Leben lassen sich mit Hilfe des Rechners auf ihre finanziellen Auswirkungen hin abklopfen.

    Sie wollen heiraten? Dann müssen Sie sich zusammen mit Ihrem Partner überlegen, in welchen Steuerklassen Sie arbeiten wollen: Entweder der eine in III oder der andere in V oder beide in IV. Die Steuerklasse IV für beide Partner ist empfehlenswert, wenn beide ähnlich viel verdienen. Sonst eher die Kombination aus III für den einen Partner und V für den anderen. Die Steuerklassen unterscheiden sich aber nur dadurch, wie viel Steuer monatlich automatisch vom Gehalt abgezogen wird. Wer zu viel gezahlt hat, bekommt das Geld einmal im Jahr nach Abgabe seiner Steuererklärung zurück.

    Sie erwarten ein Kind? Dann erhöht sich in der Regel ihr Nettogehalt durch Kinderfreibeträge und ein höheres Kindergeld.

    Sie sind vom Glauben abgefallen? Dann können Sie überprüfen, ob die gesparte Kirchensteuer den Verzicht aufs ewige Seelenheil wett machen kann.

    Sie erwägen, von der gesetzlichen in die private Krankenkasse wechseln? Wenn sie wissen, welchen Beitragssatz ihre neue Versicherung verlangt, können Sie anhand des Rechners überprüfen, wie sich dadurch ihr Netto-Gehalt verändert.

    Allerdings sollten Sie die Frage der richtigen Krankenversicherung auf keinen Fall allein von steuerlichen Erwägungen abhängig machen. Die mögliche Steuerersparnis fällt gering aus gegenüber den gewaltigen Kosten, die eine schlecht gewählte private Krankenversicherung im Laufe der Jahre verursacht. Welche Versicherungen für Sie generell sinnvoll sind, finden Sie in unserem Überblick.

    Die allermeisten Möglichkeiten zur Steuerersparnis erschließen sich nur dem, der auch eine Steuererklärung abgibt. Gerade für junge Arbeitnehmer kann das eine ziemliche Herausforderung sein. Eine Hilfestellung finden Sie hier.

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    Das bleibt von Ihrem Bruttolohn netto übrig

    Wie viel ist vom Gehalt noch da, wenn es auf dem Konto eintrifft? Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen, was Sie unterm Strich als Nettogehalt bekommen.

    Brutto-Netto-Rechnung: Großes Geld für einen kleinen Angestellten

    Gleich morgen ist der Termin beim Chef. Noch einmal soll es ums Gehalt gehen, schonmal haben Sie sich vertrösten lassen. Aber Sie kennen jetzt seine Argumente, wissen in welche Richtung es gehen könnte. Konkrete Zahlen haben Sie auch schon aufgeschnappt – der Kollege aus der Buchhaltung hat verraten, wie hoch sein Lohnplus ausfällt.

    Dann los, bereiten Sie sich vor: Würden 100 Euro mehr beim Bruttogehalt wirklich etwas bringen? Oder springen Sie dann über eine der berüchtigten Steuerschwellen – und haben durch höhere Abgaben am Ende weniger Geld auf dem Konto?

    Starten Sie einfach unseren Gehaltsrechner und finden Sie es heraus.

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    Und so verwenden Sie den Gehaltsrechner: Den Bruttolohn können Sie pro Monat oder pro Jahr eintragen und das passende Kalenderjahr wählen. Dazu die Angaben zur Steuerklasse, zur Krankenkasse, zur Rentenversicherung, zu den Kindern – und schon spuckt der Computer den Nettolohn aus.

    Wenn sie dann wissen, was Sie fordern wollen, helfen Ihnen vielleicht Niki Laudas Verhandlungstipps, das Geld tatsächlich zu bekommen.

    „Finde die marktüblichen Preise heraus. Ich habe einfach die anderen Fahrer gefragt, was sie verdienen.“ Diese Strategie wandte Niki Lauda auch später als Airline-Chef an – und fragte bei der Konkurrenz nach, was die so für Flugzeuge bezahlten. Mit dem Versprechen, auch seinerseits hilfreiche Informationen weiterzugeben.

    Einfach mal fragen, um mit mehr Informationen in die Verhandlungen zu gehen, als die Gegenseite erwartet, kann sich also durchaus auszahlen – und oft bekommt man auch dort Antworten, wo man gar nicht damit zu rechnen gewagt hätte.

    „Je weniger Emotionen im Spiel sind, desto besser laufen Verhandlungen“, sagt Niki Lauda. Als Beispiel dafür führt er seine harten Verhandlungen mit Enzo Ferrari 1976 an – Lauda führte überlegen und kannte seinen Marktwert. Und blieb in der Sache hart. Dann griff Regel drei.

    Wer etwas will, neigt dazu, Konzessionen zu machen – und die schiere Macht der Faktenlage gegebenfalls auch zu den eigenen Ungunsten zu verkennen. Da hilft es, die eigenen Gefühle bewusst unter Kontrolle zu halten. Freuen kann man sich ja dann später immer noch.

    Regel 3: Desinteresse

    „Desinteresse zeigen“ empfiehlt Lauda, wenn Verhandlungen stocken, und führt wieder das Beispiel seiner harten Ferrari-Gespräche an: „Ich sagte: ‚Gut, dann fahre ich eben woanders.'“

    Das ist eine gängige Taktik, die man aber nur dann überzeugend fahren kann, wenn man nötigenfalls bereit wäre, auch danach zu handeln. Man muss sich schon ganz im Klaren darüber sein, zu welchen Bedingungen man antreten würde und zu welchen nicht – und nein, man muss nicht unbedingt einen fertigen Plan B haben, um so auftreten zu können. Das ist nur etwas für Leute, die Gürtel und Hosenträger zugleich tragen. Niki Lauda ist definitiv nicht der Typ dafür.

    Regel 4: Spielraum

    „Es gibt immer noch einen Spielraum“, sagt Niki Lauda. „Nutze ihn aber nicht auf einmal.“ Bei den Verhandlungen mit Ferrari seien das für ihn fünf Prozent gewesen – davon habe er zunächst nur eines eingeräumt, um dann die letzten vier mit lauter Stimme als letztes Angebot zu verkaufen. Funktionierte.

    In Verhandlungen muss man also schon mit einem Spielraum gehen – das ist ja so weit nichts Neues. Die Zwei-Schritte-Strategie, die Lauda hier beschreibt, erst ein Mini-Schritt, dann ein Ausfallschritt und dann nur noch verschränkte Arme, scheint aber in manchen Fällen ganz gut zu funktionieren.

    Regel 5: Hart sein

    „Typen wie Ecclestone oder Ferrari respektieren dich mehr, wenn du nicht als Jasager daherkommst, sondern wirklich hart verhandelst“, sagt Niki Lauda. Die Alphatier-Strategie schien zumindest für ihn beim Verhandeln immer aufzugehen: „An die fünf Regeln halte ich mich noch immer“, schreibt Lauda.

    Hart verhandeln heißt für Lauda aber nicht, dass man andere hereinlegen sollte. „Betrügen ist indiskutabel“, sagt er : „Es ist ja so: Wenn man Geschäfte macht, müssen beide Seiten zufrieden sein. Es macht keinen Sinn, wenn nur einer zufrieden ist, so lassen sich keine tragfähigen Geschäftsbeziehungen aufbauen.“

    Regel 6: Nicht nachverhandeln

    Mit den Jahren, meint Lauda, sei noch eine weitere Regel dazugekommen: „Ich verhandle nie nach. Das machen nur Leute, die nicht zufrieden sind.“ Es sei seine Überzeugung, dass Verhandlungen fair sein müssten – und zu hoch pokern genau so blöd sei, wie sich unter Wert zu verkaufen. Beide Seiten müssten ihr Gesicht wahren.

    Lauda selbst gilt als harter, aber fairer Geschäftspartner. Seine Rat ist es, eher auf langfristige Geschäftsbeziehungen zu setzen als auf kurzlebige Erfolge zu Lasten des Geschäftspartners.

    Regel 7: Keine verbrannte Erde

    Als Resümee seiner Verhandlungsregeln nennt Niki Lauda noch eine siebte: „Ich glaube, jeder, der einmal mit mir verhandelt hat, würde es auch ein zweites Mal tun.“ Also: „Hinterlasse niemals verbrannte Erde. Geld, das du auf diese Weise gewonnen hast, wird dir kein Glück bringen.“

    Insgesamt allerdings, so schreibt es Niki Lauda in seinem Buch, ist das Geld selbst auch eher eine sekundäre Folge des Arbeitens – wer mit Leidenschaft seinen Zielen folgt, so sein Credo, werde auch finanziellen Erfolg haben.

    Apropos Steuerklasse – wissen Sie, in welche Sie gehören? Unsere kurze Übersicht hilft Ihnen.

    Die Lohnsteuerklasse I gilt für:

    • Ledige
    • Verwitwete ab dem übernächsten Jahr nach dem Tod des Partner
    • Geschiedene
    • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, die dauernd getrennt sind
    • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, deren Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner in der Bundesrepublik nur beschränkt steuerpflichtig ist

    Die Lohnsteuerklasse II gilt für:

    • Alleinerziehende, die die Voraussetzungen der Steuerklasse I erfüllen und die zusätzlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bekommen

    Die Lohnsteuerklasse III gilt für:

    • Verheiratete und eingetragene Lebenspartner, die nicht dauernd getrennt leben und nicht die Steuerklasse IV gewählt haben. Der ebenfalls berufstätige Ehepartner oder Lebenspartner erhält dann die Steuerklasse V. Wenn der andere Partner nicht berufstätig oder selbstständig ist, gilt für ihn ebenfalls die Lohnsteuerklasse III
    • Verwitwete bis zum Ende des auf den Tod des Ehegatten/Lebenspartners folgenden Kalenderjahres. Der verstorbene Ehegatte oder Lebenspartner muss zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig gewesen sein. Die Ehegatten oder Lebenspartner dürfen bis zum Zeitpunkt des Todes nicht dauernd getrennt gelebt haben

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    Die Lohnsteuerklasse IV gilt für:

    • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende Arbeitnehmer, wenn beide Partner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben. Wenn allerdings für einen Partner die Steuerklasse III gilt, fällt der andere nicht in Steuerklasse IV, sondern in Steuerklasse V. Ehegatten oder Lebenspartner, die beide berufstätig sind, können die Steuerklasse einmal im Jahr ändern lassen.

    Die Steuerklasse V gilt für:

    • Steuerzahler, deren jeweils andere Ehegatten oder Lebenspartner in Steuerklasse III sind

    Die Lohnsteuerklasse VI gilt für:

    • Arbeitnehmer, die in mehr als einem Arbeitsverhältnis stehen

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    Brutto Netto Lohnrechner

    So funktioniert´s

    Berechnen Sie Ihren verbleibenden Nettolohn nach Abzug der üblichen Steuern und Abgaben. Geben Sie hierfür zunächst ihren Bruttolohn an. Weiterhin wichtig sind Angaben zu Bundesland, Steuerklasse, Krankenversicherung, Rentenversicherung sowie das Abrechnungsjahr. Sollen die Daten für das Jahr 2017 ermittelt werden, ist hier keine Änderung erforderlich. Nehmen Sie dazu falls erforderlich Ihre aktuelle Lohnsteuerbescheinigung zur Hand, und entnehmen Sie dort Ihr zu versteuerndes Einkommen. Geben Sie zudem die anderen gefragten Daten in den Rechner ein.

    • Bruttoeinkommen: dieses entnehmen Sie diesen bitte Ihrer aktuellen Lohnsteuerbescheinigung.
    • Kinder: die Angabe ist wichtig für die Anzahl der Freibeträge. Getrennt lebende Elternteile können den Kinderfreibetrag aufteilen. Haben z.B. Elternteile ein gemeinsames Kind sowie ein weiteres welches von einem der Partner stammt, wird ein Freibetrag von 1,5 angegeben.
    • Steuerklasse: diese können ebenfalls der Bescheinigung Ihres Arbeitgebers entnehmen.
    • Steuerfreibetrag: Freibeträge mindern die Besteuerungsgrundlage.

    Was kann der Brutto Netto Rechner?

    Mit dem Brutto Netto Rechner bieten wir Ihnen ein einfach zu bedienendes und kostenloses Tool. In maximal einer Minute können Sie als Arbeitnehmer Ihren verbleibenden Lohn online ermitteln. Aber: auch wenn das Ergebnis für die meisten Nutzer schon relativ genau ist, handelt es sich dennoch nur um Näherungswerte. Dies hängt mit der Komplexität unseres Steuer- und Abgabensystems zusammen. Es ist nicht möglich, alle Eventualitäten rechnerisch zu erfassen. Die Berechnung funktioniert dann recht genau, wenn es nur ein Einkommen gibt, und das Brutto einfach aus der Lohnsteuerbescheinigung übernommen werden kann. Schwieriger wird es dann, wenn verschiedene Einkünfte vorliegen, und deshalb unterschiedliche Steuersätze gelten. Das gilt z.B. wenn ein Arbeitnehmer Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis jedoch gleichzeitig auch staatliche Leistungen bezieht. Auch bestimmte Einmalzahlungen / Sonderzahlungen vom Arbeitgeber können nicht 100%ig korrekt erfasst werden. Zur Ermittlung eines Richtwertes ist der Nettorechner jedoch allemal geeignet.

    Vom Brutto zum Netto

    Wer als Angestellter erwerbstätig ist, bekommt von seinem ursprünglichen Gehalt jeden Monat einen Teil abgezogen. Die Abzüge werden in Steuern und Sozialabgaben unterteilt. Was nach Abzug aller Posten auf dem Kontoauszug zu sehen ist, ist das verfügbare Netto. Je höher der Verdienst eines Arbeitnehmers ist, desto höher sind logischerweise die gesetzlichen Abzüge. In der nachfolgenden Beispielrechnung sehen Sie, welche Arten von Steuern und Sozialabgaben es gibt, und wie sich die Beträge im Einzelnen zusammensetzen. Mit unserem Nettolohnrechner können Sie Ihre verbleibenden monatlichen Einkünfte bequem online ermitteln. In unserem Beispiel ist der Arbeitnehmer verheiratet, hat 2 Kinder, nutzt Steuerklasse 3, ist kirchensteuerpflichtig und wohnt im Bundesland Bayern. Er zahlt den normalen Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse.

    Jeder Erwerbstätige zahlt Steuern. Hierbei handelt es sich eine von Staat erhobene öffentliche Abgabe zur Finanzierung der Ausgaben des Gemeinwesens, wie z.B. Infrastruktur oder Bildung. Die für die Berechnung des verfügbaren Netto relevante Steuerart ist die Einkommensteuer, hier insbesondere die Lohnsteuer. Die Höhe der Zahlungsverpflichtung des Einzelnen richtet sich nach dem persönlichen Steuersatz. Dieser ist wiederum abhängig vom jeweiligen Einkommen.

    Einkommensteuer

    Einer der größten Abzugsposten ist die so genannte Einkommensteuer. Sie wird auf alle Einkunftsarten erhoben. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach den jeweiligen Bezügen sowie der Steuerklasse des Arbeitnehmers. Die Steuerbelastung für eine bestimmte Einkommenshöhe kann der öffentlich zugänglichen Einkommensteuertabelle der Finanzämter entnommen werden. Der Eingangssteuersatz beträgt in Deutschland derzeit 14 Prozent, der Spitzensteuersatz liegt bei 42,0% des Bruttolohn.

    Lohnsteuer

    Die Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, und wird auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Lohn von Arbeitnehmern) berechnet. Sie wird direkt vom Bruttogehalt an das Finanzamt abgeführt (so genannte Quellensteuer).

    Einkunftsarten der Einkommensteuer

    • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
    • aus selbständiger Arbeit
    • aus Land- und Forstwirtschaft
    • aus Gewerbebetrieb
    • aus Kapitalvermögen
    • aus Vermietung und Verpachtung
    • sonstige Einkünfte nach § 22EStG

    Steuerfreibeträge

    Für besondere abzugsfähige Aufwendungen können Steuerpflichtige beim Finanzamt einen so genannten Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Durch einen Freibetrag reduziert sich die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer. Die Steuerentlastung wird sofort wirksam, da der Arbeitgeber im Moment der Lohnzahlung weniger Steuern an das Finanzamt abführt. Das verfügbare Einkommen des Lohnempfängers steigt an, siehe Netto Brutto Rechner unter Steuerfreibetrag. Jedoch ändern Freibeträge nichts an der tatsächlichen Höhe der steuerlichen Verpflichtung, sondern verschieben diese lediglich nach hinten. Wer Selbige nicht nutzt, kann zu viel abgeführte Steuern über die Einkommensteuererklärung zurückholen. Entsprechende Einträge müssen beim Finanzamt spätestens bis zum 30.11. eines Jahres getätigt werden.

    Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

    Neben der Lohnsteuer müssen Arbeitnehmer nach wie vor den Solidaritätszuschlag sowie bei Zugehörigkeit zu Kirche auch Kirchensteuer abführen. Bemessungsgrundlage für diese beiden Größen ist die Lohnsteuer. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent – die Kirchensteuer je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent.

    Zu versteuerndes Einkommen

    Das zu versteuernde Einkommen ist die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Steuerpflicht. Es basiert auf dem Bruttoeinkommen. Es ist jedoch nicht ganz mit diesem identisch, sondern kann etwas höher oder etwas niedriger sein. Durch Steuerfreibeträge kann sich die steuerliche Belastung verringern. Letztere erhöht sich wiederum, wenn der Lohnbezieher einen so genannten geldwerten Vorteil genießt. Ein Beispiel hierfür ist das Firmenfahrzeug als Sachleistung. Dieser geldwerte Vorteil muss versteuert werden. Weitere Beispiele hierfür sind Gratifikationen aller Art, wie z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

    Steuerklassen

    Nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die Steuerklasse hat einen Einfluss auf die Höhe des verbleibenden Nettolohn. In Deutschland werden insgesamt sechs Steuerklassen unterschieden. Die jeweilige Steuerklasse ist auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. Während die Steuerklasse I ledigen, verwitweten oder geschiedenen Arbeitnehmern ohne Kinder vorbehalten ist, können Verheiratete zwischen SK III, IV oder V wählen. Sind die Verdienste beider Ehepartner recht unterschiedlich, sollte ein Partner die Klasse III wählen, während der andere sich für die Klasse V entscheidet. Bei einem ungefähr gleichen Verdienst wiederum wählen beide Ehepartner die Steuerklasse IV. Ledige, verwitwete oder geschiedene Arbeitnehmer mit Kind wiederum werden in die Klasse II eingestuft. Wer einem zusätzlichen Nebenverdienst nachgeht, muss diesen in der SK VI versteuern.

    Die 6 Steuerklassen in Deutschland im Überblick

    • 1 – ledige oder allein lebende Person ohne Kinder
    • 2 – ledige oder allein lebende Person mit Kindern
    • 3 – verheirateter Alleinverdiener
    • 4 – verheiratete Doppelverdiener
    • 5 – verheiratete Person mit geringen Bezügen
    • 6 – bei zwei oder mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen

    Sozialversicherungsbeiträge

    Beschäftigte müssen von ihrem Lohn neben Steuern auch Beiträge zur Sozialversicherung abführen. Diese werden i.d. Regel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Der Beitrag zur Renten- und Krankenkasse nimmt hierbei den größten Posten ein. Genau wie die Steuern werden auch die Sozialabgaben Monat für Monat direkt vom Brutto des Arbeitnehmers einbehalten. Aktuell gibt es in Deutschland folgende Sozialversicherungsbeiträge (über den Link gibt es ausführlichere Infos).

    • gesetzliche Krankenversicherung
    • gesetzliche Rentenversicherung
    • gesetzliche Pflegeversicherung
    • gesetzliche Arbeitslosenversicherung
    • gesetzliche Unfallversicherung
    • Umlage U1
    • Umlage U2
    • Insolvenzgeldumlage (U3)

    2 Comments

    ich habe eine Frage…. danke schon mal im Voraus.

    Habe demnächst ein Bewerbungsgespräch…und natürlich wir es dort auch um das Gehalt gehen. Ich habe mich schon informiert, und weiss was ich dort eventuell verdienen kann bzw. möchte.

    Nun meine Frage: Wie komme ich jetzt auf das Brutto mit Eurem Rechner, wenn ich nur das Netto weiß was ich verdienen möchte?…da ich ja beim Gespräch das komplette Gehalt angeben muss??

    die Berechnung ist aktuell leider nur in eine Richtung möglich. Sie kommen also nur vom Bruttolohn zum Nettolohn. Sie können es allerdings hinbekommen, indem Sie die mehrere Bruttogehälter in den Rechner eingeben, und sich so langsam herantasten. Ist z.B. das ermittelte Netto zu niedrig, erhöhen Sie das Brutto z.B. in 100 Euro Schritten so lange bis sie das Netto – von dem Sie anfangs ausgegangen sind – erreicht haben.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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    Источники: http://m.spiegel.de/wirtschaft/service/brutto-netto-rechner-was-von-lohn-und-gehalt-uebrig-bleibt-a-223811.html, http://m.spiegel.de/karriere/gehaltsrechner-was-vom-brutto-lohn-netto-uebrig-bleibt-a-750850.html, http://www.brutto-netto-rechner24.de/

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