Angaben steuererklärung

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    Welche Unterlagen brauchst Du für die Steuererklärung?

    Um die Formulare für die Steuererklärung ausfüllen zu können, musst Du einige Unterlagen griffbereit haben. Wir haben die wichtigsten davon für Dich aufgelistet.

    Die wichtigsten Dinge, die Du gleich am Anfang Deiner Steuererklärung brauchst, sind

    Deine Steuer-Identifikationsnummer (wenn Du die nicht mehr findest, lies bitte → hier weiter),

    Deine Bankverbindung und

    der Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

    Falls Du Deine Steuererklärung mit einer Software erstellst, brauchst Du immerhin nicht die Formulare in Papierform – aber auch so wird der Schreibtisch ganz schön voll. Diese Unterlagen brauchst Du:

    Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Fahrtkosten, Fortbildung, Arbeitsmitteln usw.

    Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Riester-Rente, Rürup-Rente, privater Altersvorsorge, Zusatzversicherungen usw.

    Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nebenkostenabrechnung bei Mietern, Handwerkerrechnungen usw.

    Unterlagen rund um die Arbeit

    Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Fahrtkosten, Fortbildung, Arbeitsmitteln usw.

    Fahrtkosten Wohnung–Arbeitsplatz: Angabe der Entfernung, Anzahl der Arbeitstage, ggf. Übersicht zu Unfallkosten;

    Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden;

    Ausgaben für Arbeitsmittel (z. B. Fachliteratur, Laptoptasche, Werkzeug) und Berufsbekleidung (z. B. Sicherheitsschuhe);

    Kosten für die berufliche Nutzung des eigenen Computers und Nachweis/Übersicht über den Anteil der beruflichen Nutzung;

    Nachweise/Übersicht über beruflich bedingte Telefonkosten (Einzelverbindungsnachweis) und Internetkosten;

    Übersicht über Fortbildungskosten und Nachweise zu Gebühren, Fahrtkosten, Lernmaterialien usw. mit genauer Angabe zu Zeit, Ort und Art der Fortbildung;

    Nachweise zu Bewerbungskosten (Kopien, Bewerbungsfotos, Bewerbungsmappen, Porto, Fahrtkosten usw.);

    bei → doppelter Haushaltsführung: Nachweise über Fahrtkosten, Familienheimfahrten, Kosten des Haushaltes am Arbeitsort usw.;

    Aufstellung der Umzugskosten bei einem beruflich bedingten Umzug;

    beruflich bedingter Anteil der Beiträge zu privaten Unfallversicherungen und Rechtsschutzversicherungen.

    Unterlagen rund um Versicherungen

    Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Riester-Rente, Rürup-Rente, privater Altersvorsorge, Zusatzversicherungen usw.

    Beitragsnachweise zu privaten Rentenversicherungen;

    Bescheinigung über Altersvorsorgebeiträge (Riester-Rente);

    Beitragsnachweise zu Lebensversicherungen und Risiko- Lebensversicherungen;

    Bescheinigungen der Krankenkassen über die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung (nur wenn die Angaben nicht in der Lohnsteuerbescheinigung auftauchen) – auch Bescheinigungen über Beitragserstattungen;

    Beitragsnachweis zu Unfallversicherungen;

    Beitragsnachweise zu Haftpflichtversicherungen (Privathaftpflicht, Kfz-Haftpflicht).

    Weitere Unterlagen, die wichtig sein können

    Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nebenkostenabrechnung bei Mietern, Handwerkerrechnungen usw.

    Belege zu Steuerberatungskosten (z. B. die Quittung für Eure → Steuer-Software);

    Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen (VL-Bescheinigung);

    Nachweise über Fehlzeiten wegen Arbeitslosigkeit, Mutterschaft oder Krankheit; Leistungsbescheide und Mitteilungen der Bundesagentur für Arbeit oder der Krankenkasse über geleistete Zahlungen;

    Nachweise über Arzt- und Krankenhauskosten;

    Quittungen für Zuzahlungen bei Brillen;

    Übersicht zu Zuzahlungen bei ärztlich verordneten Medikamenten (wenn Du eine Kundenkarte Deiner Apotheke hast, kannst Du Dir vom Apotheker eine Liste aller Medikamentenzahlungen des betreffenden Jahres ausdrucken lassen);

    Rechnungen und Überweisungsnachweise bei haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen – wenn Du zur Miete wohnst, tauchen einige dieser Kosten in der Nebenkostenabrechnung auf und dürfen in der Steuererklärung angegeben werden (z. B. Treppenhausreinigung, Winterdienst).

    Steuererklärung elektronisch abgeben oder auf Papier? Und was ist eigentlich Elster?

    Irgendwie müssen die Angaben, die Du in Deiner Steuererklärung machst, zum Finanzamt kommen. Früher hat man von Hand in grüne Formulare geschrieben. Heute geht es einfacher: Du gibst die Daten am Computer mithilfe einer Software ein und druckst dann alles auf ganz normalem Papier aus – die Formulare werden mitgedruckt; dass sie dabei meist grau herauskommen, ist dem Finanzamt egal. Es geht aber auch ganz ohne Papier. Das ist dann der elektronische Versand per Elster .

    Für die Steuererklärung ist eine besondere Form vorgeschrieben: Du musst dafür die amtlichen Formulare nutzen und ausfüllen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Streit, ob eine Steuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abgegeben wurde. Heute sieht die Finanzverwaltung das zum Glück sehr viel entspannter.

    Abgabe auf Originalformularen, auf kopierten Formularen, ausgedruckt auch in schwarzweiß, Formulare aus anderen Bundesländern

    Wie die Formulare verschickt werden dürfen, Einschreiben oder nicht, Erforderlichkeit einer elektronischen Unterschrift, mehrere Finanzämter in einem Gebäude

    Formulare und Formalitäten

    Abgabe auf Originalformularen, auf kopierten Formularen, ausgedruckt auch in schwarzweiß, Formulare aus anderen Bundesländern

    Die Finanzverwaltung besteht zwar auf den amtlichen Formularen, das Aussehen ist aber nicht mehr so wichtig. Man muss also nicht mehr die grünen Formulare verwenden, die das Finanzamt herausgibt und die man sich dort abholen kann.

    Inzwischen darfst Du auch selbst ausgedruckte, einseitig bedruckte und einzelne Blätter abgeben (diese letzten beiden Punkte waren früher auch verboten).

    Ein paar Formulare sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gestaltet – welches Du verwendest, ist egal. Es dürfen also ausdrücklich auch Formulare aus anderen Bundesländern benutzt werden. Wichtig ist nur, dass der Ausdruck oder die Kopie inhaltlich mit einem amtlichen Formular übereinstimmt.

    Ob Du die Steuererklärung lieber von Hand ausfüllst oder ob Du eine Steuererklärungs-Software benutzt, spielt ebenfalls keine Rolle. Es bleibt Dir überlassen, macht also einfach das, was Dir am leichtesten fällt!

    Eine Software hat natürlich den Vorteil, dass die Formulare automatisch ausgefüllt und ausgedruckt werden. Außerdem kannst Du die Steuererklärung dann auch ganz bequem elektronisch versenden (mehr dazu → hier).

    Falls Du Dich für den handschriftlichen Weg entscheidest: Die entsprechenden Formulare bekommst Du direkt beim Finanzamt.

    Achte darauf, dass die selbst ausgedruckte Steuererklärung gut zu lesen ist und spare nicht zu sehr an der Druckqualität. Denn eine unleserliche Steuererklärung darf das Finanzamt zurückweisen. Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben! Das ist besonders dann ärgerlich, wenn dadurch Fristen versäumt werden.

    Post, Elster oder doch selbst zum Finanzamt gehen?

    Wie die Formulare verschickt werden dürfen, Einschreiben oder nicht, Erforderlichkeit einer elektronischen Unterschrift, mehrere Finanzämter in einem Gebäude

    Du hast prinzipiell drei Möglichkeiten, Deine Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben:

    Du bringst die Steuererklärung selbst beim Finanzamt vorbei.

    Der Versand der Einkommensteuererklärung per Fax ist nicht möglich, ebenso wenig ist die Abgabe per E-Mail erlaubt.

    Abgabe per Post

    Du füllst die Formulare aus (mit entsprechender Software oder handschriftlich), unterschreibst und schickst die Steuererklärung mit den erforderlichen Anlagen und den Belegen ans Finanzamt.

    Normalerweise reicht dafür ein einfacher Brief völlig aus, Du musst kein Einschreiben schicken. Das lohnt sich eigentlich nur, Du für die Einhaltung einer Frist eine Eingangsbestätigung brauchst.

    Elektronischer Versand mittels Elster

    Wenn Du Deine Steuererklärung mit einer Software erstellst, kannst Du sie direkt aus der Software elektronisch via Internet ans Finanzamt senden. Dieses Verfahren heißt ELSTER, das steht für ELektronische STeuerERklärung .

    Die elektronische Abgabe hat Vor- und Nachteile:

    Vorteil: Bevorzugte Bearbeitung. Mittlerweile sind die Finanzämter aller Bundesländer angewiesen, elektronische Steuererklärungen bevorzugt zu bearbeiten.

    Vorteil: Weniger Belege. Zur ELSTER-Steuererklärung musst Du nur gesetzlich vorgeschriebene Belege einreichen. Dazu gehören zum Beispiel Spendenquittungen.

    Vorteil: Weniger Eingabefehler. Durch die elektronische Datenübertragung verringern sich Aufwand und Eingabefehler beim Finanzamt.

    Nachteil: Genauere Überprüfung. Viele per ELSTER verschickte Erklärungen werden genauer geprüft. Du musst deshalb damit rechnen, dass Dein Finanzbeamter wie bisher alle übrigen Belege sehen möchte. Hebe also auf jeden Fall alle Belege auf!

    Für den elektronischen Versand kannst Du innerhalb der Software wählen, ob Du die Steuererklärung ohne oder mit elektronischer Unterschrift versenden möchtest.

    Versand ohne elektronische Unterschrift

    Bei dieser Versandart wird die Steuererklärung direkt an das Finanzamt übermittelt. Wenn die Übertragung erfolgreich war, wird automatisch eine sogenannte komprimierte Steuererklärung ausgedruckt. Diese musst Du unterschreiben und mit Deinen persönlichen Anlagen und den Belegen beim Finanzamt einreichen (also hinschicken oder in den Briefkasten werfen).

    Wichtig für die Einhaltung von Fristen: Die Steuererklärung gilt erst mit Eingang der komprimierten Steuererklärung beim Finanzamt als abgegeben, nicht schon mit der elektronischen Übermittlung.

    Versand mit elektronischer Unterschrift

    Wenn Du Deine elektronische Steuererklärung auch elektronisch unterschreiben willst (elektronisches Zertifikat), musst Du Dich im Internet-Portal der Finanzverwaltung registrieren (https://www.elsteronline.de / eportal/). Um die Registrierung solltest Du Dich rechtzeitig kümmern, denn das Verfahren dauert ein paar Tage.

    Der Vorteil der Verfahren mit elektronischem Zertifikat ist, dass es keine komprimierte Steuererklärung mehr gibt. Mit erfolgreicher Übertragung ist die Steuererklärung wirksam abgegeben. Allerdings musst Du trotzdem die gesetzlich vorgeschriebenen Belege einreichen. Solange die Steuererklärung innerhalb der Frist eingereicht wird, ist alles in Ordnung – die dazu gehörenden Belege dürfen dann auch nach Fristablauf beim Finanzamt eintreffen.

    Für den Versand mit elektronischer Unterschrift gibt es drei Varianten:

    ELSTER-Basis ist kostenlos. Bei diesem Verfahren schickst Du Deine Steuererklärung mit einem personalisierten Software-Schlüssel. Dieses Zertifikat wird als Datei auf Deinem Computer gespeichert.

    Willst Du Deine Steuererklärung mit ELSTER-Spezial abgeben, musst Du einen speziellen USB-Stick kaufen – den ELSTER-Stick . Darauf befindet sich die Software der Finanzverwaltung, zu der Du eine PIN erhältst. ELSTER-Spezial bietet mehr Sicherheit und Mobilität.

    Entscheidest Du Dich für ELSTER-Plus, kannst Du zusätzlich Deine Steuerkonten direkt einsehen. Für ELSTER-Plus benötigst Du eine Signaturkarte und einen Chipkartenleser, die Du Dir anschaffen musst; das ist die teuerste Variante der elektronischen Unterschrift.

    Unsere Empfehlung: Wenn Du nur elektronisch unterschreiben möchtest, ist das kostenlose Verfahren ELSTER-Basis sicherlich der erste sinnvolle Schritt. Nutzt Du mehrere Computer in Sachen Steuern, kann der ELSTER-Stick ganz praktisch sein.

    ELSTER auch ohne Software

    Auch ohne Steuer-Software kannst Du Deine Steuererklärung per ELSTER verschicken: über das ELSTER-Formular, das von der Finanzverwaltung kostenlos online zur Verfügung gestellt wird.

    Wir raten Dir trotzdem zur Software: Die ist nicht teuer und gibt auch noch Tipps zur Eingabe, damit Du nichts vergisst. Das bietet ELSTER-Formular nicht. Wer sich nicht auskennt, dem kann so eine Menge Geld durch die Lappen gehen. Die paar Euro für eine Einsteiger-Software hat man dagegen schnell wieder raus, da die Steuererstattung wahrscheinlich höher ausfällt als bei der Nutzung von ELSTER-Formular.

    Steuererklärung selbst beim Finanzamt abgeben

    Du füllst die Formulare handschriftlich aus oder erstellst die Steuererklärung mit einer entsprechenden Software, druckst sie aus, unterschreibst und machst Dich dann auf den Weg zum Finanzamt.

    Dieser Weg wird vor allem dann gerne gewählt, wenn man sowieso beim Finanzamt vorbeikommt oder man auf Nummer sicher gehen will, dass die Steuererklärung auch ankommt (z. B. wenn die Abgabefrist abläuft).

    Achte darauf, dass Du den richtigen Briefkasten erwischst! Oft sind Finanzamt, Finanzgericht und andere Behörden im gleichen Gebäude untergebracht. In größeren Städten sind manchmal auch zwei Finanzämter im gleichen Gebäude – in Mannheim zum Beispiel die Finanzämter Mannheim-Stadt und Mannheim-Neckarstadt . Droht die Abgabefrist abzulaufen, wäre ein Einwurf der Steuererklärung in den falschen Briefkasten fatal. Sie wird zwar weitergeleitet – bis sie beim richtigen Empfänger ist, kann die Frist aber schon abgelaufen sein.

    Bei vielen Finanzämtern kannst Du Deine Steuererklärung auch während der Öffnungszeiten bei Deinem Sachbearbeiter oder einem Mitarbeiter im Service-Center abgeben. Mit dem Sachbearbeiter kann man dann manchmal auch gleich die mitgebrachten Belege durchgehen und prüfen, ob alles da ist. Ganz fixe Sachbearbeiter geben Dir Deine Belege auch direkt wieder mit nach Hause.

    Alles rund um Steuernummer und Steuer-Identifikationsnummer

    Mit der Steuernummer und der Steuer-Identifikationsnummer kann das Finanzamt Deine Steuererklärung eindeutig zuordnen. Nur anhand des Namens oder des Geburtsdatums ist das nicht immer möglich – stell Dir vor, Du heißt Martin Müller: davon gibt es so viele, dass bestimmt einer am gleichen Tag Geburtstag hat wie Du!

    Dass es zwei Nummer gibt, ist historisch bedingt: Früher gab es nur die Steuernummer, die mit der ersten Steuererklärung zugeteilt wurde. Wenn Du jetzt gerade Deine erste Steuererklärung machst, dann hast Du diese Nummer natürlich nicht – und wirst sie auch gar nicht mehr bekommen. Denn langfristig soll die Steuer-Identifikationsnummer die Steuernummer ersetzen. In Deiner Steuererklärung füllst Du also nur das Feld aus, das für die Steuer-Identifikationsnummer vorgesehen ist.

    Eine Nummer für ein ganzes Leben und warum Deine Eltern Post für Dich haben sollten; Zuzug nach Deutschland

    In welchen Unterlagen die Steuer-Identifikationsnummer noch steht, wer Dir die Nummer nochmal mitteilen kann und welche Angaben Du dafür machen musst

    Wer speichert die Daten, Änderung bei Umzug, Heirat usw., welche Behörden Zugriff haben und was sie erfahren

    Wann, wie und von wem bekommst Du die Steuer-Identifikationsnummer?

    Eine Nummer für ein ganzes Leben und warum Deine Eltern Post für Dich haben sollten; Zuzug nach Deutschland

    Eigentlich hat im Jahr 2008 jeder Deutsche eine Steuer-Identifikationsnummer mitgeteilt bekommen. Wie wir inzwischen aus der Presse wissen, ist das nicht immer ganz glatt gelaufen – manchmal wurden Nummern doppelt vergeben oder es wurde jemand vergessen.

    Wer erst nach 2007 einen Wohnsitz in Deutschland angemeldet hat, bekommt die Steuer-Identifikationsnummer, sobald die Meldebehörde die Daten an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermittelt hat. Trifft die Steuer-Identifikationsnummer nicht innerhalb von drei Monaten ein, kannst Du Dich an das BZSt wenden. Dort werden die Nummern verwaltet.

    Eltern erhalten die Steuer-Identifikationsnummer für ihre Säuglinge, nachdem die Meldebehörde die Daten an das BZSt weitergegeben hat.

    Falls Du keinen Brief mit der Steuer-Identifikationsnummer bei Deinen Unterlagen findest, dann wendest Du Dich an das Bundeszentralamt für Steuern.

    Es gibt drei Möglichkeiten, die Steuer-Identifikationsnummer anzufordern:

    Du schreibst eine E-Mail an [email protected] und bittest darum, dass man Dir Deine Steuer-Identifikationsnummer erneut mitteilt.

    Du wendest Dich per Brief an das Bundeszentralamt für Steuern, Referat St II 3, 53221 Bonn.

    Folgende Angaben musst Du mitschicken, um die Steuer-ID erneut ausgestellt zu bekommen:

    Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Steuer-Identifikationsnummer übrigens ausschließlich per Post verschickt und nie per E-Mail.

    Steuer-Identifikationsnummer verloren: So bekommst Du Deine Steuer-ID wieder

    In welchen Unterlagen die Steuer-Identifikationsnummer noch steht, wer Dir die Nummer nochmal mitteilen kann und welche Angaben Du dafür machen musst

    Am einfachsten lässt sich das Problem einer verlegten Steuer-Identifikationsnummer lösen, wenn Du noch eine Lohnsteuerbescheinigung hast – denn auch dort ist die Steuer-Identifikationsnummer (auch TIN genannt, was für Taxification Identification Number steht) vermerkt.

    Aber auch ohne Lohnsteuerbescheinigung besteht kein Grund zur Panik: Das Bundeszentralamt für Steuern hat die Nummer gespeichert und schickt sie Dir wieder zu. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Steuer-ID allerdings nur per Briefpost sowie an die aktuelle Meldeadresse verschickt – es dauert also ein bisschen, bis Du sie wieder in den Händen hältst.

    Es gibt drei Möglichkeiten, die Steuer-Identifikationsnummer anzufordern:

    Du schreibst eine E-Mail an [email protected] und bittest darum, dass man Dir Deine Steuer-Identifikationsnummer erneut mitteilt.

    Du wendest Dich per Brief an das Bundeszentralamt für Steuern, Referat St II 3, 53221 Bonn.

    Folgende Angaben musst Du mitschicken, um die Steuer-ID erneut ausgestellt zu bekommen:

    Kann das Finanzamt auch helfen?

    Die alte Steuernummer konnte man tatsächlich im Finanzamt erfragen. Seit es die Steuer-Identifikationsnummer gibt, geht das leider nicht mehr. Jetzt ist nur noch das Bundeszentralamt für Steuern dafür zuständig.

    In Einzelfällen soll auch das Finanzamt schon weitergeholfen haben – dann kannten sich aber Steuerzahler und Finanzbeamter oft schon seit Jahren und es war klar, dass hier ein Berechtigter nach seiner Nummer fragt.

    Fazit also: Du kannst es auf dem Finanzamt probieren, das für Dich zuständig ist (→ zur Finanzamtssuche), aber es ist unwahrscheinlich, dass Du die Nummer auch von dort mitgeteilt bekommst. Denn eigentlich ist das nicht erlaubt. Sicherer ist der Weg über das Bundeszentralamt für Steuern.

    Welche Daten werden bei der Steuer-Identifikationsnummer gespeichert und was machen die Behörden damit?

    Wer speichert die Daten, Änderung bei Umzug, Heirat usw., welche Behörden Zugriff haben und was sie erfahren

    Das Bundeszentralamt für Steuern verwaltet die Steuer-Identifikationsnummern und speichert dazu folgende Daten von Dir:

    Tag und Ort der Geburt,

    gegenwärtige oder letzte bekannte Anschrift,

    Die Daten werden spätestens 20 Jahre nach dem Todesjahr gelöscht.

    Deine Steuer-ID bleibt ein Leben lang gültig und ändert sich auch nicht, wenn Du umziehst oder heiratest.

    Verwenden darf die Steuer-ID nur die Finanzverwaltung. Deshalb dürfen auch nur Finanzbehörden Deine persönlichen Daten erheben und nutzen.

    Es gibt allerdings auch andere Stellen, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, Daten zu steuerlichen Zwecken an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Dazu gehören beispielsweise die Krankenkasse und die Rentenversicherung. Sie erfahren vom BZSt aber nur Deine Steuer-ID – mehr nicht.

    Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/welche-unterlagen-brauchst-du-fuer-die-steuererklaerung, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-elektronisch-abgeben-oder-auf-papier-und-was-ist-eigentlich-elster, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/alles-rund-um-steuernummer-und-steuer-identifikationsnummer

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