Arbeitslos steuerklasse

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    Steuerklasse Arbeitslosigkeit

    Welche Steuerklasse sollte man bei Arbeitslosigkeit wählen?

    Wählen ist gut. Man könnte meinen, jemand, der von Arbeitslosigkeit bedroht ist, könne sich so mir nichts dir nichts eine passende Steuerklasse auswählen. Ist aber nicht.

    Denn die Wahl der Steuerklasse ist nur Ehepaaren oder eingetragenen Lebensgemeinschaften möglich. Prinzipiell. Damit sind viele arbeitslose Singles außen vor.

    Die Steuerklasse muss rechtzeitig vor der Arbeitslosigkeit gewechselt werden

    Für die anderen jedoch kann die Wahl der richtigen Steuerklasse rechtzeitig vor dem Beginn der Arbeitslosigkeit wichtig sein.

    Vorher deshalb, weil das Arbeitsamt nur die Steuerklasse anerkennt, die mindestens 12 Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit gegolten hat.

    Es nutzt also gar nichts, wenn möglicherweise im nächsten Jahr eine Arbeitslosigkeit droht, mal eben noch schnell zum Finanzamt zu gehen und die Steuerklasse zu ändern.

    Das Arbeitsamt lässt sich bescheinigen, welche Steuerklasse 12 Monate vorher gegolten hat.

    Welche Folgen hat der Wechsel der Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit?

    Gelingt das Manöver rechtzeitig und die richtige Steuerklasse wird gewählt, hat das für den Arbeitslosen gravierende finanzielle Folgen.

    Die richtige Steuerklasse in diesem Fall (und nur in diesem Fall) ist jene, die dem zukünftigen Arbeitslosen einen möglichst hohen Nettoverdienst beschert.

    Welche Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit bei Steuerklasse 3/5?

    Bei der Steuerklassenkombination 3/5 ist das die Steuerklasse 3. Eigentlich sollte die Steuerklasse 3 derjenige wählen, der das höhere Einkommen hat. So ist das Modell gedacht.

    Im Falle drohender Arbeitslosigkeit sollte es jedoch nicht derjenige mit dem höheren Einkommen sein, sondern jener, der arbeitslos werden könnte.

    Dadurch, dass er auf sein Einkommen niedrigere Steuern zahlen muss als beispielsweise bei der Steuerklassenkombination 4/4, ist der Nettolohn höher.

    Und das Arbeitslosengeld wird stets vom pauschalierten Nettolohn berechnet.

    Welche konkreten Folgen hat der Wechsel der Steuerklasse?

    Das hat zur Folge, dass unter Umständen mindestens ein Jahr lang vor Beginn der Arbeitslosigkeit der Partner, der nunmehr die Steuerklasse 5 hat und eventuell das höhere Einkommen, daraufhin deutlich mehr Steuern zahlen muss.

    Im Rahmen einer Einkommensteuererklärung im Folgejahr können diese Steuermehrzahlungen jedoch ausgeglichen werden.

    Im laufenden Jahr wird das Paar war weniger in der Tasche haben, im Folgejahr jedoch diesen Nachteil ausgeglichen bekommen. Der Lohn dafür ist dann ein höheres Arbeitslosengeld.

    Auch bei Krankengeld, Mutterschaftsgeld etc. kann ein Wechsel der Steuerklasse finanzielle Vorteile bringen

    Das gleiche Prozedere funktioniert auch in Bezug auf Krankengeld, Mutterschaftsgeld und ähnliche staatliche Leistungen.

    Lediglich beim Elterngeld gilt etwas anderes. Hier ist die Karenzzeit lediglich 7 Monate. Das liegt an der 9-monatigen Lieferzeit für Babys.

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    :  Neue Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit?

    Tägliche Realität: Beide Ehepartner sind berufstätig, einer von ihnen wird arbeitslos.Der Mann hatte wegen seines höheren Arbeitsverdienstes die Steuerklasse III gewählt, die Frau als Halbtagsbeschäftigte die Steuerklasse V.Der Mann erhält Arbeitslosengeld nach der Leistungsgruppe C, der günstigsten Gruppe entsprechend der Steuerklasse III.Seine Ehefrau ist nun „Alleinverdienerin“, wird aber noch nach der ungünstigen Klasse V besteuert.Die Frage ist: Könnte nicht ein Wechsel zur Steuerklasse III zu einem günstigeren Steuerabzug führen oder hätte dies Auswirkung auf das Arbeitslosengeld des Mannes? Bei einem Monatsverdienst von 1800 DM brutto ergäbe sich immerhin eine Steuerersparnis von 443,33 DM pro Monat.

    Das Arbeitslosengeld richtet sich – wie das Nettoarbeitsentgelt bei Arbeitnehmern – grundsätzlich nach der Steuerklasse, die zu Beginn des Kalenderjahres, in dem die Arbeitslosigkeit begonnen hat, auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist.Dies schließt nicht aus, daß Ehegatten die Steuerklassen wechseln.Ein solcher Wechsel sollte allerdings mit Blick auf einen Arbeitslosengeldanspruch nur dann vorgenommen werden, wenn er „steuerlich zweckmäßig“ ist, das heißt: nach den jeweiligen Bruttoverdiensten der Ehepartner zum niedrigsten Steuerabzug führen würde (wenn beide noch im Arbeitsverhältnis stünden).Das bedeutet: Hatten Eheleute versehentlich die „falschen“ Steuerklassen gewählt, etwa der gut verdienende Mann die „V“ und die geringer bezahlte Frau die „III“, dann muß das Arbeitsamt beim Wechsel der Steuerklassen während der Arbeitslosigkeit „mitziehen“.Das bedeutet: Der arbeitslose Mann, dem zunächst – entsprechend seiner Steuerklasse – Arbeitslosengeld nach der Steuerklasse V gezahlt wurde, bekommt nun seine Leistungen nach der Steuerklasse III.Bei einem Bruttoverdienst von 4000 DM monatlich macht dies immerhin 671 DM Arbeitslosengeld pro Monat aus, die mehr in der Familienkasse sind.

    Das Arbeitsamt muß selbst dann „mitziehen“, wenn der Wechsel der Steuerklassen „unzweckmäßig“ ist, also beiderseits verdienenden Ehegatten einen höheren Steuerabzug bescheren würde.Das bedeutet: Die Frau hat künftig zwar nach der Klasse III Steuern zu zahlen; ihr Mann würde jedoch pro Monat die erwähnten 671 DM an Arbeitslosengeld einbüßen.

    Die Einbuße beim Arbeitsamt wäre aber „endgültig“.Hätte die Ehefrau es bei der Steuerklasse V belassen, dann wäre sie zwar mit den erwähnten 443,33 DM Steuern höher belastet gewesen; dies hätte sie jedoch zu einem Teil über den Steuerjahresausgleich im folgenden Jahr „korrigieren“ können.

    Merke: Vor dem Wechsel ihrer Steuerklassen sollten Ehepartner, von denen einer arbeitslos ist, unbedingt beim Arbeitsamt vorsprechen, um die geschilderten Nachteile zu vermeiden.

    Wahl der Steuerklassen Ehepaare können tricksen

    Von Alexander Klement

    Ehepaaren, die bei der Wahl der Steuerklasse schlafen, kann viel Geld durch die Lappen gehen. Ein Wechsel der Steuerklasse ist problemlos möglich – allerdings nur einmal pro Jahr. Deshalb sollte die Entscheidung gut durchdacht sein.

    Wer Single ist, hat keine Spielräume – jedenfalls wenn es um die Wahl der Steuerklasse geht. Ohne Ehepartner oder eingetragene Lebensgemeinschaft ist die Steuerklasse I zementiert. Frisch Vermählte und auch langjährige Ehepartner haben jedoch mehrere Optionen. Beide können sich in Steuerklasse IV einstufen lassen, was der Steuerklasse I entspricht. Eine Alternative ist die Kombination III/V. Dabei wählt der besserverdienende Ehepartner die Lohnsteuerklasse III und der andere die Lohnsteuerklasse V.

    Bei der traditionellen III/V-Kombination bekommen meist die Frauen deutlich weniger heraus.

    Da Ehefrauen häufig aufgrund ihrer Erwerbsbiographie weniger verdienen als ihre Männer, ist der Weg für die Lohnsteuerklasse V für die meisten vorgezeichnet. Hohe steuerliche Abzüge schmälern dann das ohnehin oft nicht üppige Einkommen der Frauen zusätzlich, was beim Blick auf den Kontoauszug für Frustration sorgen kann. Der Gesetzgeber hat deshalb im vergangenen Jahr eine weitere Kombination eingeführt: die Steuerklassen IV/IV mit Faktor.

    Gerechtere Verteilung mit Faktorverfahren

    Die neue Steuerklassenkombination soll den Nachteil der Kombination III/V ausgleichen. Neben dem rein optischen Effekt, dass ein Partner hohe Abzüge hat, birgt diese Wahl nämlich auch das Risiko von Nachzahlungen. Je größer die Lohnunterschiede zwischen den Ehepartnern bei dieser Kombination sind, desto höher fällt auch die Nachzahlung aus.

    Das Faktorverfahren berücksichtigt beim Lohnsteuerabzug bei jedem Ehepartner steuermindernde Tatbestände wie Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Sonderausgabenabzug und Vorsorgepauschale und korrigiert mit dem Faktor die Steuerprogression, die durch die ungleiche Einkommensverteilung entsteht. Der Faktor wird für jedes Ehepaar individuell berechnet und auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, so dass der Arbeitgeber genau weiß, wie hoch der Steuerbetrag ist, den er abführen muss.

    Egal in welcher Steuerklasse – unterm Strich kommt nach der Steuererklärung das Gleiche heraus.

    Geld gewinnen oder verlieren können Ehepartner durch die Wahl der Steuerklassen erst mal nicht. Egal ob sie die Kombination III/V, IV/IV oder IV/IV mit Faktor wählen – am Jahresende erfolgt der Einkommensteuerjahresausgleich. Zu viel gezahlte Steuern werden erstattet, zu wenig gezahlte Steuern müssen nachgezahlt werden. Unterm Strich kommt bei allen Kombinationen die gleiche Summe heraus.

    Unterschiede bei Lohnersatzleistungen

    Trotzdem kann die Wahl der Steuerklasse finanzielle Vorteile oder Nachteile mit sich bringen. Immer wenn es um die Zahlung von Lohnersatzleistungen geht, spielt die Steuerklasse eine entscheidende Rolle. So wird beispielsweise das Arbeitslosengeld auf Grundlage des Nettogehalts der vergangenen zwölf Monate berechnet.

    Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Hat ein Familienvater bislang 4000 Euro Brutto verdient und wird jetzt arbeitslos, erhält er mit Steuerklasse IV etwa 1549,50 Euro. Wäre er in den vergangenen zwölf Monaten in der Steuerklasse III gewesen, würde das Arbeitslosengeld etwa 1764 Euro betragen – also monatlich über 200 Euro mehr, ohne dass die Familie zuvor finanzielle Einbußen gehabt hätte. Bei einem Arbeitslosengeldbezug würden also bis zu 2400 Euro verloren gehen.

    Wechsel bei Schwangerschaft zulässig

    Auf einer ähnlichen Basis erfolgt auch die Berechnung des Elterngeldes. Da meist die Frau den Großteil der Elternzeit nimmt, kann es sich lohnen, die Steuerklasse umgehend zu wechseln. Die für das Elterngeld günstigste Kombination ist die Steuerklasse III für die geringer verdienende Frau und die Steuerklasse V für den Ehemann. Die zu viel gezahlten Steuern erhält das Ehepaar über den Jahresausgleich zurück. Es geht also kein Geld verloren, doch das Elterngeld fällt höher aus.

    Der Steuerklassenwechsel sollte vorgenommen werden, sobald die Frau von der Schwangerschaft erfährt. Das Bundesfamilienministerium wollte den eigentlich unlogischen Steuerklassenwechsel zunächst untersagen, doch das Bundessozialgericht hat bereits im Juni 2009 entschieden, dass ein Elternteil auch dann die Steuerklasse III wählen darf, wenn das Ziel ist, mehr Elterngeld zu erhalten (Az.: B 10 EG 3/08 R).

    Zeitliche Einschränkung beim Arbeitslosengeld

    Etwas anders sieht es beim Arbeitslosengeld aus. Um Missbrauch zu vermeiden, zählt bei der Berechnung in der Regel die Steuerklasse, die zu Beginn des Jahres auf der Lohnsteuerkarte eingetragen war. Man muss also die Arbeitslosigkeit schon lange vorausgesehen haben, um durch einen Lohnsteuerklassenwechsel profitieren zu können. Eine zweite Lösung für den besserverdienenden Partner mit unsicherem Job ist es, statt der bisherigen IV/IV-Steuerklassenkombination auf IV/IV mit Faktor zu setzen.

    Generell ist ein Steuerklassenwechsel bis zum 30. November eines jeden Jahres jederzeit möglich. Allerdings kann nicht beliebig oft hin- und hergewechselt werden. Wer die Steuerklasse mehr als einmal pro Jahr wechseln will, muss triftige Gründe vorweisen. Hierzu zählen der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Tod des Ehepartners.

    Besondere Regelung bei Altersteilzeit

    Auch bei der Altersteilzeit spielt die Wahl der Steuerklasse keine unwichtige Rolle. Der Aufstockungsbetrag, den der Arbeitgeber an Angestellte in Altersteilzeit zahlt, ist vom Nettolohn abhängig. Der Zuschuss fällt also höher aus, wenn die Steuerklasse III oder IV vorliegt.

    Wenn ein Arbeitnehmer zur Altersteilzeit von der Steuerklasse V in die Klasse III wechselt, muss der Arbeitgeber wesentlich mehr Geld zuschießen. Dagegen kann sich der Arbeitgeber wehren. Den Wechsel von der Steuerklassenkombination V/III zu IV/IV muss er allerdings nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts hinnehmen (AZ.: 9 ARZ 423/05).

    Источники: http://www.spitzensteuersatz.com/steuerklasse-arbeitslosigkeit, http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/neue-steuerklasse-bei-arbeitslosigkeit/56580.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Ehepaare-koennen-tricksen-article3321361.html

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