Bafög nebenjob nicht angegeben

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    BAFÖG/FINANZIERUNG

    Beitrag: Freibetrag überrschritten und Nebenjob nicht angegeben

    Hallo, mein Vater füllt seit Jahren meinen Bafögantrag aus und hatte vergessen meinen neuen Nebenjob anzugeben. Ich weiss natürlich, dass rein rechtlich gesehen, ich vergessen hab meinen Nebenjob anzugeben. Nun ist es so, dass ich in ein paar Tagen den Freibetrag von 4800 Euro überrschreiten werde. Ich würde das dem Bafögamt sehr-sehr gerne mitteilen und jegliches Geld, das mir jetzt zu viel überwiesen wird, denen sofort zurück geben. Ich habe aber Angst vor den Konsequenzen. Bislang wollte mir niemand von der Bafögstellen einen Auskunft geben ohne meine Förderungsnummer. Das Problem ist, dass ich nun natürlich zu viel Bafög erhalten werde und dadurch ja irgendwie einen Schaden anrichten werde. Obwohl ich viel lieber ehrlich sein will, hätte ich auch die Option denen das einfach zu verschweigen, weil sich mein Nebenjob im Ausland befindet, was dem Bafögamt Schwierigkeiten bereiten sollte, das heraus zu finden. Die Frage ist: was könnte meine Ehrlichkeit für Konsequenzen haben?

  • BAföG-Team 26.02.2016

    So dramatisch wird das nicht ausfallen. Du teilst deinem Amt sofort formlos schriftlich mit, dass du Einkommen erzielt hast und stellst eine Prognose, wie hoch der voraussichtliche Bruttobetrag ist. Es gilt das im Bewilligungszeitraum erzielte EK. Dann wartest du ab, wie das Amt reagidert. Du kannst dich ja bei uns noch einmal (mit einem neuen Beitrag, damit wir dich finden) melden. Wird nicht so schlimm werden.

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  • „Ich betrüge immer noch“

    Zehntausende von Studenten haben beim Bafög-Antrag Ersparnisse verschwiegen. Und bekamen darum juristischen Ärger. Vielen fehlt es an Unrechtsbewusstsein – wie der Bonner Studentin Silke, 26: Sie hat gelogen und prellt den Staat sogar weiter.

    Bild: Jessica Meyer

    Ein paar tausend Euro auf der hohen Kante? Davon muss der Staat doch nichts wissen, dachten sich viele Bafög-Empfänger und gaben ihre Ersparnisse beim Antrag nicht korrekt an. Aber der Staat erfuhr es doch: Seit die Daten zwischen den Finanz- und den Bafög-Ämtern abgeglichen werden, ist das Risiko gewaltig gestiegen, dass Bafög-Betrüger auffliegen.

    Zehntausende von Studenten hat es bereits erwischt. Sie müssen zu viel erhaltenes Geld zurückzahlen, bisweilen drohen ihnen auch Strafverfahren mit beachtlichen Bußgeldern. Und wenn es besonders hart kommt, kann gar der Berufsweg gefährdet sein – etwa bei Juristen, Lehrern, Ärzten und anderen Berufseinsteigern, die in den Staatsdienst wollen.

    Manche Bafög-Sünder tappten ziemlich blauäugig in die juristische Falle, weil sie zum Beispiel keinen richtigen Überblick über ihre Ersparnisse hatten oder die Eltern auf ihren Namen Summen anlegten. Andere betrogen ganz bewusst, nach dem Motto „Wird schon nicht so schlimm sein, und außerdem merkt es ja keiner“.

    Das kann ins Auge gehen. Die Bonner Studentin Silke zum Beispiel gibt zu, dass sie beim Bafög-Antrag geschummelt hat. Und selbst als sie ertappt wurde, gab sie nicht alle Sparbücher an. Lehrerin will sie werden; einen Anlass für schlechtes Gewissen sieht sie nicht. Hier erzählt die 26-Jährige, wie sie den Bafög-Betrug sieht:

    „Als ich vor fünf Jahren angefangen habe zu studieren, habe ich sofort einen Bafög-Antrag gestellt. Meine Eltern verdienen beide wenig, und da war ich froh, selber an Geld kommen zu können. Bei der Erstsemester-Einführung hatte man mir erzählt, dass ich Geld auf einem Sparbuch und auf einem Bausparvertrag nicht angeben muss, weil man das gar nicht überprüfen könne – davon waren alle überzeugt. Was ich damals nicht wusste: dass man über die Freistellungsaufträge, die ans Bundesamt für Finanzen gemeldet werden, eben doch sehen kann, was jemand insgesamt gespart hat.

    Es ging bei mir ja nicht um hohe Summen. Das waren ungefähr 4000 Euro, also ziemlich wenig. Das Geld hatten meine Großeltern für mich gespart, außerdem war noch einiges Geld von meinem Vater auf meinen Namen angelegt worden. So habe ich dann, nachdem das alles aufgeflogen war, auch gegenüber dem Bafög-Amt argumentiert: dass ich gar nicht gewusst hätte, dass das Geld mir gehört. Ich selber hatte ja nie was eingezahlt.

    Mir wurde dann vorgehalten, dass ich aber die Freistellungsaufträge unterschrieben hatte. Das stimmte, da konnte ich ja nicht mehr lügen, und das habe ich dann auch eingeräumt. Aber ich habe nur die Sparbücher angegeben, für die es eben auch Freistellungsaufträge gab – die anderen habe ich weiter verschwiegen. Ich musste dann das zuviel gezahlte Geld zurückzahlen, habe aber trotzdem bis zum vergangenen September noch weiter Bafög bekommen, obwohl ich immer noch betrüge.

    Die Staatsanwaltschaft hat sich bei mir bisher nicht gemeldet. Ein bisschen Angst habe ich schon, dass da vielleicht noch etwas nachkommt – schließlich will ich Lehrerin werden, und das geht halt nicht, wenn ich vorbestraft wäre.

    Andererseits ist meine Rückzahlung jetzt schon zwei Jahre her, und da ich von der Staatsanwaltschaft seitdem nichts gehört habe, hoffe ich einfach, dass ich aus dem Schneider bin. Ein schlechtes Gewissen? Nein, das habe ich nicht. Ich denke, dass an den Unis jede Menge Studierende rumlaufen, die auch betrügen.“

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    verspдtete Meldung eines Nebenjobs beim BAfцG

    verspдtete Meldung eines Nebenjobs beim BAfцG

    ich habe folgendes Problem. Mein Bewilligungszeitraum ist ab Oktober jedes Jahres. Jetzt fьlle ich das Formular fьr eine Bewilligung fьr den nдchsten Bewilligungsraum. Was mir jetzt aufgefallen ist, ist folgendes "Bitte teilen Sie uns Дnderungen des Einkommens im Laufe des BWZ unverzьglich mit.". Ich arbeite aber seit Mдrz als Werkstudent (aber kein Mini-Job-Vertrag), ich habe das damals aber nicht mitgeteilt, da als ich fьr den vorigen Bewilligungszeitraum das Formular ausgefьllt habe, ich das auЯer Acht gelassen habe, da ich ja weder gearbeitet habe, noch das beabsichtigt habe. AuЯerdem verdiene ich hцchstens 450 EUR pro Monat, so dass ich nicht ьber den Freibetrag gekommen bin ( dieser liegt ja bei 4800 EUR pro den ganzen Bewilligungszeitraum ). Ich habe gelesen, dass auf mich eine GeldbuЯe bis zu 2500 EUR kommen kann.

    Ich habe mir jetzt ьberlegt, dass ich gleich am Dienstag ( montags haben sie keine Sprechzeiten ) mit Abrechnungen zu meinem Ansprechspartner rennen muss, als noch bevor ich einen neuen Antrag stelle ( da ich noch nicht alles dafьr habe ) und auf seine Kulanz hoffen, indem ich ihm das Ganze sowohl schriftlich als auch mьndlich schildere. Oder soll ich das lieber nur schriftlich machen? Bitte gebt mir Tipps, wie ich mich in dieser Situation besser verhalten sollte, wie und was ich sagen bzw. schreiben sollte.

    Danke danke dankeeee.

    PS: Ich habe hier ein Schreiben gebastelt. Ich bitte euch, dieses auf grammatikalische, stilistische und evtl. inhaltliche Fehler zu ьberprьfen, da ich nicht allzu lange in Deutschland lebe und mit solchen Sachen nicht viel Erfahrung habe.

    Amt fьr Ausbildungsfцrderung

    00000 Musterstadt . Musterstadt, 19.08.2013

    Betreff: Anderungen des Einkommens im Laufe des BWZ 10.2012 – 09.2013

    Sehr geehrter Herr XXX,

    seit Mдrz 2013 habe ich einen Nebenverdienst als Werkstudent. Seit dem Wochenende beschдftige ich mich mit der neuen Antragstellung fьr den Bewilligungszeitraum 10.2013 – 09.2014. Was mir dabei aufgefallen ist, ist folgendes auf der Seite 3: „Bitte teilen Sie uns Дnderungen des Einkommens im Laufe des BWZ unverzьglich mit.“. Leider habe bei vorherigen Antragstellungen nicht im langfristigen Gedдchtnis behalten, dass ich eben jede Дnderung unverzьglich mitteilen sollte, da ich damals weder gearbeitet noch dies beabsichtigt habe und dachte, dass ich das nur bei einer Ьberschreitung des jдhrlichen Freibetrags machen soll, da nur dann dies zu Дnderungen des Fцrderungsbetrags fьhren wьrde, was bei mir nicht der Fall war, da der maximale Lohn 450 EUR betrug, was in 7 Monaten ( bis zum Ende des Bewilligungsraums ) die Verdienstgrenze auf keine Weise ьberschreiten kцnnte, wobei ich цfter auch weniger als 450 EUR verdient habe. Im Mдrz hatte ich die Informationspflicht dann schon gar nicht im Kopf, da es schon mehrere Monate her war, auЯerdem hatte ich Stress wegen des ganzen Bewerbungsprozesses, danach Einarbeitung und letztendlich der Prьfungen, die damit einhergegangen sind, sowie immer wieder auftretender akuten ДuЯerungen meiner chronischen Krankheit. Letztendlich hatte ich vor, einfach am Ende des Bewilligungszeitraums zusammen mit dem neuen Antrag alle Lohnabrechnungen vorzulegen, um zu zeigen, dass ich nicht ьber dem jдhrlichen Freibetrag verdient habe. Nun habe ich die Antragstellung erstmals unterbrochen und melde schnellstmцglich meine Lage bei Ihnen persцnlich.

    Mir ist allerdings natьrlich bewusst, dass all diese Grьnde der verspдteten Meldung des Nebenverdienstes nicht triftig sind und ich bitte mir die verspдtete Meldung erstmals zu entschuldigen. Ich hoffe nur auf Ihr Verstдndnis und verspreche, dass dies mein nicht nur erster sondern auch letzter Verzug war.

    Alle Lohnabrechnungen lege ich bei.

    Mit freundlichen GrьЯen

    Also bei den Sachbearbeitern kann man Glьck oder Pech haben, manche sind netter als andere. Du solltest aber so oder so hingehen und das schildern. Da du ja nicht ьber die Grenze gekommen bist, sehe ich im Grunde kein Problem bei der Sache. Fehler sind menschlich usw.

    Aber zu deinem Brief muss ich sagen, der geht grцЯtenteils so gar nicht. Viel zu lang, zu viel "Gelaber", und bei dem einen Satz bin ich mehrfach gestolpert, da man den locker in mindestens 3 Sдtze zerlegen kцnnte. Den wьrde ich auf jeden Fall nochmal grьndlich ьberarbeiten. Aber erstmal das Gesprдch suchen.

    Da du nicht mehr als erlaubt dazuverdient hast sehe ich da kein problem 😉

    Verspдtete Meldung eines nebenjobs

    Ich weiЯ nicht wie es aussieht, wie die es handhaben wenn du Werkstudent bist, aber ich hatte 2011 ein дhnliches Problem. Ich habe wдhrend meines Praxissemesters (vollzeit) 400¤ von der Firma bezahlt bekommen. Freundlich und ehrlich wie ich bin, habe ich dies beim Bafцg-Amt gemeldet und dachte auch, dass nichts passieren wird, weil ich ja den Freibetrag damit nicht ьberschreite. Mir wurde das Gehalt im Praktikum jedoch als Einkommen fьr den gesamten bewiligungszeitraum (okt.2010-okt. 2011) angerechnet! Ich musste also einen Teil zurьckzahlen (was sie durch die Anrechnung von Oktober 2010-April 2011 zu viel gezдhlt haben) bzw. Wurde das Bafцg dann sozusagen von April 2011 bis Ende September gekьrzt.

    Es kann also sein, dass deine Tдtigkeit als Einkommen gesehen wird und nicht als zuverdienst wie beispielsweise einem Minijob als Verkдufer oder дhnliches.

    Achtung NUR 400¤ zuverdienen.

    Wenn du Bafцg beziehst gilt leider die 400¤ zuverdienstgrenze und nicht die 450¤. Dachte ich auch erst, aber bei Nachfrage beim Studentenwerk wurde dies mir so gesagt. Hier nochma nen Link dazu:

    Ich wьrde das nicht so aufbauschen durch so ein dramatisches Schreiben.

    "Hiermit mцchte ich meine Nebentдtigkeit als Werksstudent nachtrдglich melden. Bitte teilen Sie mir mit, welche Nachweise Sie benцtigen." mьsste langen.

    AuЯerdem liegt die Grenze bei 405 oder 406 Euro fьr Studenten!

    Источники: http://www.studierendenwerk-aachen.de/de/bafoeg/forum/beitrg/topic/a71fd980e13584400889e7a87eb850d9f6684fcc.html, http://m.spiegel.de/lebenundlernen/uni/bafoeg-suenderin-ich-betruege-immer-noch-a-403137.html, http://mobile.spin.de/forum/494/-/440b

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