Bearbeitungszeit steuererklärung

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    Steuererklärung: Wie lange dauert die Bearbeitung?

    Sie haben Ihre Steuererklärung schon vor Monaten abgegeben, ergänzende Unterlagen nachgereicht – und das Finanzamt stellt sich tot. Was können Sie jetzt tun?

    Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt keine Frist, innerhalb derer das Finanzamt Ihre Steuererklärung bearbeiten muss!

    Das Finanzamt bearbeitet die Steuererklärungen in der Reihenfolge des Eingangs. Wenn Sie eine vollständige Steuererklärung abgegeben haben und eventuelle Rückfragen des Finanzamts beantwortet sind, dauert die Bearbeitung erfahrungsgemäß fünf bis acht Wochen – mal geht es schneller, mal dauert es länger.

    Haben Sie nach zwei bis drei Monaten noch keinen Steuerbescheid erhalten, können Sie beim Finanzamt nachfragen, wann Sie damit rechnen können.

    Wenn Sie Ihre Steuererklärung per ELSTER abgeben, geht es schneller! Die Finanzverwaltung bearbeitet die elektronischen Steuererklärungen vorrangig vor Papier-Steuererklärungen. Sie erhalten also auch Ihren Steuerbescheid und Ihre Steuererstattung schneller.

    Das Finanzamt darf sich aber nicht beliebig lange Zeit lassen: Vergehen seit der Abgabe der Steuererklärung mehr als sechs Monate, ohne dass das Finanzamt tätig wird, kommt ein Untätigkeitseinspruch in Betracht. Diesen legen Sie bei Ihrem Finanzamt ein (§ 347 Abs. 1 Satz 2 AO).

    Bevor Sie einen Untätigkeitseinspruch einlegen, sollten Sie vorher bei Ihrem Finanzamt nachhaken und die Bearbeitung der Steuererklärung anmahnen. Erst wenn sich auch dann nichts tut, sollten Sie den Untätigkeitseinspruch in Erwägung ziehen. Er sollte immer das letzte Mittel sein, um beim Finanzamt etwas zu bewegen.

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    Steuererklärung: So schnell ist Ihr Finanzamt

    Finanzämter So lange warten Sie auf Ihre Steuerrückzahlung

    Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

    Die Steuereinnahmen sind von Januar bis April deutlich gestiegen. Wie das Bundesfinanzministerium mitteilte, gab es ein Plus von 6,5 Prozent. Gründe dafür, sind die gute Konjunktur und die Rekordbeschäftigung.

    Quelle: N24/Lukas Axiopoulos

    B ensheim ist eine lauschige Gemeinde in Südhessen. Uralte Fachwerkhäuser, gemauerte Brücken, unter denen das Flüsschen Lauter hindurchströmt, und etwas außerhalb die Ruine von Schloss Auerbach, die über dem 40.000-Einwohner-Städtchen thront. Die Uhren ticken hier langsamer, möchte man meinen. Doch mindestens an einem Ort gilt das nicht, hier halten die Mitarbeiter einen deutschen Rekord in puncto Schnelligkeit. Das Finanzamt Bensheim, Außenstelle Fürth, bearbeitet Steuererklärungen so zügig wie kein anderes Amt in der Bundesrepublik.

    Im Schnitt 27,3 Tage nach der Abgabe bekommen Bensheimer Arbeitnehmer den Steuerbescheid vom Amt. So schnell wie in Südhessen wird nirgendwo gearbeitet. Im bundesweiten Schnitt landet die Antwort erst 53 Tage nach Einreichung der Dokumente im Briefkasten der Steuerzahler. Das ist rund ein halber Tag mehr als vor einem Jahr.

    Diese Zahlen gehen aus einer Auswertung des Portals Lohnsteuer kompakt hervor, die der WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt. In die Erhebung sind die Ergebnisse von 200.000 Steuererklärungen, die in 506 Finanzämtern in den letzten zwölf Monaten eingegangen sind, eingeflossen. Sie zeigt: Wie lange es dauert, bis der Steuerbescheid kommt, hängt vom Wohnort und dem zuständigen Finanzamt ab.

    „Unterschiede sind überraschend groß“

    „Die regionalen Unterschiede sind überraschend groß,“ sagt Felix Bodeewes, Geschäftsführer von Lohnsteuer kompakt. „Dementsprechend müssen einige Arbeitnehmer teilweise dreimal länger auf ihren Steuerbescheid warten.“ Gerade in diesen Tagen ist das für viele wissenswert. Denn am 31. Mai läuft die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für 2016 ab, sofern kein Steuerberater eingeschaltet wurde.

    Quelle: Infografik Die Welt

    Im Finanzamt Bensheim-Fürth benötigten die Beamten 2016 fast zehn Tage weniger als im Vorjahr für den durchschnittlichen Steuerfall. Der Vorjahressieger Bielefeld-Außenstadt landet mit einer Bearbeitungsdauer von 29,3 Tagen in diesem Jahr auf Platz zwei. Bielefeld ist offenbar ein gutes Pflaster für Steuerzahler – zumindest wenn es um die Bearbeitungszeit geht. Auf dem bundesweit fünften Platz liegt mit Bielefeld-Innenstadt ein weiteres Finanzamt der ostwestfälischen Stadt. Platz drei belegt das Finanzamt aus Ibbenbüren (31,4 Tage), ebenfalls in Nordrhein-Westfalen.

    Von solch schnellen Bearbeitungszeiten kann man in Bremerhaven nur träumen. In Deutschlands langsamstem Finanzamt dauert die Bearbeitung der Steuererklärung durchschnittlich 86 Tage. Wer seine Unterlagen Ende Mai abgibt, muss sich also gedulden. Mit Post vom Amt ist erst Ende August zu rechnen. Allerdings existiert das Amt wegen einer Umstrukturierung erst seit Kurzem. Deswegen brauchen die Sachbearbeiter in der Bremer Enklave an der Nordsee wohl noch ein wenig Zeit, um sich einzuspielen.

    Manche Finanzämter versuchen sich zu bessern

    Dass ein schlechter Platz in der Rangliste motivieren kann, zeigt das Beispiel Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern. Lag das dortige Finanzamt im vergangenen Jahr noch auf dem bundesweit letzten Platz, so konnte die Bearbeitungszeit nun innerhalb eines Jahres um 32 Tage verkürzt werden – kein anderes Amt konnte sich derart stark verbessern.

    Quelle: Infografik Die Welt

    Im Ranking der Bundesländer belegt Berlin den ersten Platz. In der oft für ihre schlechte Verwaltung gescholtenen Bundeshauptstadt benötigen die Finanzämter im Schnitt 45,2 Tage. Dahinter liegt wie 2016 Rheinland-Pfalz (46,4 Tage). Hamburg kann seine Spitzenposition aus dem vergangenen Jahr nicht behaupten und rutscht noch hinter Sachsen-Anhalt auf Platz vier.

    Auf dem letzten Platz liegt wie im Vorjahr das Land Bremen. Da es in dem Stadtstaat nur drei Finanzämter gibt, fällt das schlechte Abschneiden der Bremerhavener Behörde schwer ins Gewicht und zieht den Schnitt auf 71,8 Tage nach unten. Im Vergleich zum Vorjahr werden Anträge in Deutschlands kleinstem Bundesland aber immerhin rund acht Tage schneller bearbeitet.

    Komplexe Steueranträge in Frankfurt kosten Zeit

    Auf den vorletzten Platz kommt Hessen (59,8 Tage), obwohl das Sieger-Amt Bensheim in diesem Bundesland liegt. Ein Hauptgrund für das schlechte Abschneiden ist die Bearbeitungsdauer bei den Behörden in Frankfurt am Main. Ausgerechnet in der Finanzmetropole liegen zwei der langsamsten Ämter Deutschlands. Im Vergleich zu den Spitzenreitern aus Bensheim braucht man hier knapp dreimal so lange.

    In Frankfurt verweist man jedoch darauf, dass hier besonders viele komplexe Steuererklärungen abgegeben werden. Die Beamten haben es beispielsweise mit besonders vielen Personen mit doppeltem Wohnsitz oder mit komplexen Kapitaleinkünften zu tun.

    Für Ungeduldige hat der Bund der Steuerzahler einen Tipp: „Bei elektronisch übermittelten Steuererklärungen kann sich der personelle Bearbeitungsaufwand reduzieren, was sich dann positiv auf die Bearbeitungszeit auswirken kann“, sagt Präsident Reiner Holznagel. Die Bearbeitung erfolgt dann in der Regel in der Reihenfolge, in der die Einkommensteuererklärungen beim Finanzamt eingehen.

    Hier finden Sie die aktuellen Bearbeitungszeiten

    Im kommenden Jahr könnte sich die Rangliste der schnellsten Finanzämter wieder deutlich verschieben. Denn 2018 treten einige Änderungen in Kraft. Unter anderem müssen Steuererklärungen statt bis zum 31. Mai dann erst bis zum 31. Juli abgegeben werden.

    Allerdings gelten dann auch höhere Verspätungszuschläge. Bisher liegt diese Gebühr im Ermessen des Finanzamts. Ab dem kommenden Jahr muss man mit Strafen von 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer rechnen – mindestens jedoch mit 25 Euro pro Monat, um den die Abgabefrist versäumt wurde.

    Die oben genannten Bearbeitungszeiten beziehen sich auf die vergangenen zwölf Monate. Wer wissen will, wie lange die Bearbeitung der aktuellen Steuerklärung dauern dürfte, bekommt die Information unter diesem Link auf der Website von Lohnsteuer-Kompakt. Dort gibt man die eigene Postleitzahl ein und klickt auf den Namen des zuständigen Finanzamts. Auf der nächsten Seite wird die Anzahl der Bearbeitungstage rechts in einem grünen Kreis angezeigt.

    So viel zahlen Deutsche im internationalen Vergleich

    Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

    Fast die Hälfte des Arbeitseinkommens geht in Deutschland für Steuern und Sozialabgaben drauf. Das der zweithöchste Wert aller OECD-Staaten. Kinderlose Single trifft es besonders hart.

    Quelle: N24/Michael Wüllenweber

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    Steuererklärung abgegeben Wann kommt die Rückerstattung?

    Die Steuererklärung ist nicht jedermanns Sache, aber wenigstens lohnt sich der Aufwand meistens. Wer sich jetzt schon an die Arbeit macht, wird allerdings eine ganze Weile auf die Rückerstattung warten müssen.

    Die Tage sind kurz, kalt und oft auch nass und als wäre das nicht genug, sind Januar und Februar auch finanziell meist unangenehme Monate. Das Weihnachtsgeld – so es denn welches gab – ist ausgegeben, die Stromrechnung fällt nicht immer erfreulich aus und oft buchen auch noch diverse Versicherungen ihre Prämien ab. Eine Möglichkeit, das gebeutelte Konto mit relativ wenig Aufwand wieder aufzufüllen: die Steuererklärung. Zumindest diejenigen, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, können sich oft ganz ansehnliche Summen zurückholen. Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamts bekommen Arbeitnehmer im Schnitt rund 870 Euro Nachzahlung. Wer jetzt allerdings auf buchstäblich schnelles Geld hofft, wird enttäuscht. Im Februar wird das wohl nichts mehr mit der Finanzspritze vom Fiskus.

    In der Regel legen die Finanzämter nämlich erst ab März mit der Bearbeitung der neuen Steuererklärungen los. Aus guten Gründen. Zum einen gibt es in jedem Jahr Änderungen beim Steuerrecht. Und die müssen auch in der Software der Finanzbehörden berücksichtigt werden. Anfang des Jahres werden die Programme aktualisiert. Zum anderen dauert es seine Zeit, bis die Finanzämter die nötigen Unterlagen beisammen haben. Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen haben per Gesetz bis Ende Februar Zeit, die Daten an die Finanzverwaltung zu übermitteln, die für die Steuerberechnung gebraucht werden. Dazu zählen unter anderem Lohnsteuerbescheinigungen, Rentenbezugsmitteilungen und die Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung.

    Solange diese Informationen nicht vorliegen, kann das Finanzamt mit den eingehenden Steuererklärungen nichts anfangen. Manchmal zieht sich der Bearbeitungsstart auch noch länger hin. Die Finanzämter in Brandenburg etwa legen erst los, wenn 85 Prozent der Daten vorliegen, berichtet die Vereinigte Lohnsteuerhilfe. Das konnte in der Vergangenheit auch mal Ende März werden. Dieses Jahr wollen die Finanzämter in Brandenburg und Berlin Mitte März startklar sein, in Hessen, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern bereits am Anfang.

    Elster geht auch nicht viel schneller

    Auch wenn die Steuererklärungen erstmal in der Ablage landen, kann es nicht schaden, sich jetzt schon darum zu kümmern. Bearbeitet werden sie nämlich nach der Reihenfolge ihres Eingangs. Wer die Sache noch etwas beschleunigen will, nutzt zur Übermittlung das Elster-Verfahren. Der zeitliche Vorteil ist aber überschaubar. Laut dem Bund der Steuerzahler muss man nur "wenige Tage" länger warten, wenn man die Formulare per Hand ausfüllt, einscannt und per E-Mail ans Finanzamt schickt.

    Arbeitnehmer bekamen in den letzten Jahren im Schnitt meist um die 870 Euro zurück.

    Seit Jahren führt der Bund der Steuerzahler über die Bearbeitungszeiten in den einzelnen Bundesländern Statistik. Viel wichtiger als die Frage, auf welchem Weg die Steuererklärung das Finanzamt erreicht, ist demnach der Zeitpunkt. Spätestens bis Ende April sollte man in die Puschen kommen, wenn man auf eine baldige Rückzahlung hofft. Denn Ende Mai und Anfang Juni haben die Finanzbeamten alle Hände voll zu tun, den Schwung der Pflichtveranlagten abzuarbeiten, also derer, die ihre Steuererklärung bis zum 31. Mai abgeben müssen.

    Wie lange die Bearbeitung dann letztlich dauert, hängt stark vom jeweiligen Bundesland ab. In Baden-Württemberg mussten Arbeitnehmer 2014 nur 36 Tage warten, in Hamburg und Rheinland-Pfalz waren die Fälle im Schnitt nach gut fünf Wochen erledigt. In den meisten anderen Ländern dauerte es ein bis zwei Woche länger. Mit Abstand am meisten Geduld war laut Steuerzahlerbund in Bremen nötig, dort brauchten die Finanzämter gut drei Monate.

    Wenn sich nichts tut

    Eine gesetzliche Regelung, wie lange sich die Finanzämter Zeit lassen dürfen, gibt es nicht. Wer nach drei Monaten noch keine Reaktion bekommen hat, sollte beim zuständigen Sachbearbeiter nachhaken – zumindest empfiehlt sich das, wenn man Geld zurückerwartet. Ist nach sechs Monaten immer noch kein Steuerbescheid angekommen, kann man dem Finanzamt einen sogenannten Untätigkeitseinspruch schicken. Entsprechende Musterschreiben findet man im Netz. In diesem Fall empfiehlt es sich aber, dass die abgegebene Steuererklärung wirklich wasserfest ist, also keine zweifelhaften Positionen enthält. Denn nach dem Einspruch sind die Aussichten auf Kulanz seitens der Finanzbeamten natürlich geringer.

    Wenn man nicht dringend auf das Geld angewiesen ist, kann ein trödelndes Finanzamt sogar von Vorteil sein. Nach Ablauf von 15 Monaten nach dem Steuerjahr muss die Steuererstattung verzinst werden – und das sogar sehr gut. Für jeden Monat, der über diese Frist hinaus geht, muss der Fiskus 0,5 Prozent Zinsen zahlen.

    Источники: http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/steuererklaerung-wie-lange-dauert-die-bearbeitung, http://www.welt.de/finanzen/article164766393/So-lange-warten-Sie-auf-Ihre-Steuerrueckzahlung.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Wann-kommt-die-Rueckerstattung-article16922446.html

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