Belege finanzamt

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    Belege finanzamt

    Diese Originalbelege müssen Sie mit einreichen

    18.11.2016, 12:23 Uhr | ih (CF), anni

    Viele Arbeitnehmer reichen zur Steuererklärung mehr Belege ein als eigentlich nötig wären. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Die elektronische Steuererklärung soll den Papieraufwand aufseiten der steuerpflichtigen Bürger und der Finanzämter deutlich verringern. Welche Belege Sie trotzdem aufbewahren und einreichen sollten, erfahren Sie hier.

    Elektronische Steuererklärung: Nachweise nur auf Anfrage

    Grundsätzlich sollten Sie alle Belege, die für die Steuererklärung bei Elster wichtig sein könnten, im Laufe des Jahres sammeln und bis zur Bestandskraft des Steuerbescheids aufbewahren. Das erspart Ihnen ein langes Suchen, falls die Belege angefordert werden.

    Das Finanzamt bittet steuerpflichtige Bürger jedoch darum, schriftliche Nachweise nur auf Anfrage einzureichen. Belege über Arbeitsmittel beispielsweise, Beitragsbestätigungen zu Versicherungen und Nachweise über Beiträge an Berufsverbände müssen Sie nicht selbstständig an die elektronische Steuererklärung anhängen.

    Laut dem Portal „Elster.de“ müssen Sie, falls vorhanden, Belege zu folgenden 6 Anlagen mitschicken:

    1. Zum Mantelbogen

    Dies sind sowohl Zuwendungsnachweise wie Spenden als auch Nachweise über eine Behinderung. Diese ist allerdings nur im ersten Jahr oder bei einer Änderung notwendig.

    2. Zur Anlage N

    Die besondere Lohnsteuerbescheinigung mitschicken, aber nur, wenn der Arbeitgeber dies nicht bereits für Sie getan hat.

    3. Zu Anlage G, S und L

    Nachweise über eine Gewinnermittlung, wenn diese nicht schon elektronisch eingereicht wurden.

    4. Zur Anlage KAP

    Zum einen müssen Sie Belege über anrechenbare Kapitalertragssteuern einreichen. Zum anderen Nachweis über Kapitalerträge mitschicken, wenn keine Kirchensteuer einbehalten wurde, obwohl eine Kirchensteuerpflicht besteht. Fehlen dürfen ebenfalls keine Belege über anrechenbare ausländische Steuern.

    5. Zur Anlage VL

    Hier müssen Sie Bescheinigungen über vermögenswirksame Leistungen einreichen.

    6. Zur Anlage Unterhalt

    Belege über die Unterhaltsbedürftigkeit sind hier erforderlich.

    Weitere Originalbelege zum Aufheben

    Erstmalige oder außergewöhnliche Umstände hingegen, welche die Höhe der Steuer in jedem Fall beeinflussen, sind unaufgefordert einzureichen. Mussten Sie zum Beispiel arbeitsbedingt umziehen, führen einen doppelten Haushalt oder haben ein häusliches Arbeitszimmer eingerichtet, empfiehlt das Portal „elster.de“, die elektronische Steuererklärung durch entsprechende Belege zu ergänzen.

    Auch wenn Sie einen Unfall mit Ihrem PKW auf dem Weg zu oder von Ihrer Arbeitsstätte hatten, können Sie die Kosten hierfür bei der Steuererklärung geltend machen. Auch hierfür müssen die Originalbelege (z.B. Rechnung der Werkstatt) mit eingereicht werden.

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    Wie ordne ich meine Belege für die Steuererklärung?

    Steuerklärung old school: Wir erklären dir, wie du von Anfang an Ordnung in deine Ablage bringst.

    So wird aus deiner Belegsammlung eine erstklassige Zusammenstellung fürs Finanzamt.

    Wenn die Abgabe der Steuererklärung näher rückt, ist es für viele Selbständige schon zu spät: Sie ertrinken in einem Sumpf aus ungeordneten Belegen und wissen manchmal noch nicht einmal, wie diese auszusehen haben.

    Basiswissen Belege, Einnahmen und Ausgaben

    Egal, ob du eine Rechnung geschrieben oder eine Quittung/Rechnung erhalten hast: Weißt du, welche Kriterien erfüllt sein müssen für

    Dann denke bitte immer an den Zusatz UStG §19.

    Auch ist es ratsam, sich einmal richtig über den Bewirtungsbeleg schlau zu machen.

    Bist du viel auf Geschäftsreise? Dann zahlt sich deine Sorgfalt in einer zeitnah ausgeführten Reisekostenabrechnung aus.

    Der Selbständige, das Ordnungstier

    Keine Angst vor der Dokumentation deiner Belege!

    Insbesondere wenn du Kleinunternehmer bist und/oder nur zur Einnahmenüberschussrechnung verpflichtet, ist alles nur halb so wild.

    Wichtig ist, dass du dich regelmäßig mit deiner Buchhaltung beschäftigst, am besten einmal in der Woche. Mindestens.

    • Rechnungen an deine Kunden
    • Verträge mit Geschäftspartnern
    • Quittungen und Rechnungen, die du als Betriebsausgaben geltend machen willst
    • Kreditkartenabrechnungen
    • Kontoauszüge deiner Konten, insbesondere Geschäftskonten
    • Belege über Säumniszuschläge, Mahnungen usw.
    • Kassenbuch, wenn du Bargeld verwaltest

    Merke: Alle Belege müssen Originale sein. Quittungen auf Thermopapier solltest du mindestens extra kopieren oder aber scannen und das Original dazuheften/aufbewahren. Alle Unterlagen sind zehn Jahre zu archivieren.

    Empfehlenswert: die chronologische Ablage von Belegen

    • Trennung zwischen Einnahmen und Ausgaben
    • nach Datum (aufsteigend!) der Buchung sortieren und mit Kontoauszug belegen
    • Ausgaben, die nicht vom Konto abgebucht wurden, sondern bar getätigt, nach dem Ausstellungstag der Quittung in den Kassenordner oder Barbelegordner einsortieren
    • Datum und Zahlungsbetrag mit Textmarker hervorheben

    Achtung: Eine laufende Nummerierung deiner Belege ist nicht notwendig. Eine solche Nummer hat nichts mit der korrekten Nummerierung auf deinen Rechnungen (Rechnungs-Nr.) zu tun. Diese ist unerlässlich.

    Nimm Rücksprache mit deinem Steuerberater

    Das Ablagesystem deiner Buchführung ist nicht in Stein gemeißelt und hängt mit Art und Größe deines Business zusammen.

    So kann dir dein Steuerberater auch empfehlen, deine Belege in sogenannten „Buchungskreisen“ oder „Belegkreisen“ zu ordnen.

    Merke: Je unordentlicher du deine Belege in deinem Steuerberaterbüro abgibst, umso höher wird die Rechnung, die du von dort erhältst!

    Ausgaben erfasst du kinderleicht mit der Buchhaltungssoftware von Debitoor. Der Debitoor App Partner Xpenditure kann die Belege sogar automatisch einlesen und lästige Tipparbeit entfällt.

    In 10 Schritten zur Steuererklärung – Der ELSTER Guide

    Hier erfährst Du alles Wissenswerte und wertvolle Tipps zur Abgabe der Steuererklärung mit ELSTER

    Steuererklärung ohne Belege: Warum Finanzämter vor Quittungen warnen

    • 08.12.2015 13:21 Uhr

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    Per Elster-Portal kann die Steuerklärung bereits elektronisch übermittelt werden – viele Belege müssen nicht nachgeschickt werden.

    Düsseldorf Die Bundesregierung will die Finanzämter revolutionieren. Per Beschluss im Bundeskabinett soll bald die vollständig digitale Steuerklärung möglich sein und auch die Bearbeitung der meisten Vorgänge elektronisch erledigt werden. Das dürfte eine Neuorganisation der Steuerbehörden nach sich ziehen – und auch für jeden, der eine Steuererklärung macht, Erleichterungen mit sich bringen.

    Doch ein Aspekt, mit dem das Vorhaben beworben wird, ist im Prinzip heute schon möglich: die belegfreie Steuererklärung. Denn die Liebe zum Papier ist bei den Finanzämtern nicht so groß, wie man landläufig glaubt. „Vielfach sind die von Ihnen erklärten Werte aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung glaubhaft und bedürfen keines Nachweises“, schreibt etwa das Finanzamt Essen-Nordost auf seiner Homepage.

    Diese Belege gehören zur Steuererklärung – und diese nicht

    Mantelbogen

    • Zuwendungsnachweise wie z.B. Spendenbescheinigungen
    • Nachweis der Behinderung im Erstjahr bzw. bei Änderung

    Zu Anlage G, S, L – Einkünfte aus Gewerbe, Selbstständigkeit, Landwirtschaft

    • Unterlagen über die Gewinnermittlung (aber auch nur, falls nicht elektronisch übermittelt)

    Zu Anlage KAP – Kapitalerträge

    • Steuerbescheinigung über anrechenbare Kapitalertragsteuer, nur wenn eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge oder die Günstigerprüfung beantragt wird
    • Steuerbescheinigung über Kapitalerträge, für die keine Kirchensteuer einbehalten wurde, obwohl eine Kirchensteuerpflicht besteht
    • Bescheinigung über anrechenbare ausländische Steuern

    Zur Anlage N – Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit

    • Lohnsteuerkarte (in der Regel nicht mehr nötig, da Daten elektronisch übermittelt)

    Zur Anlage VL – Vermögenswirksame Leistungen

    • Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen

    Zur Anlage Unterhalt

    • Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit

    Nicht benötigte Belege

    Die meisten Quittungen und Bescheinigungen müssen nur auf Nachfrage dem Finanzamt vorgelegt werden, dazu gehören zum Beispiel Nachweise über Ausgaben für:

    • Arbeitsmittel
    • Beiträge an Berufsverbände
    • Beitragsbestätigungen für Versicherungen
    • Kontogebühren
    • Kinderbetreuung
    • haushaltsnahe Dienstleistungen

    Die einzelnen Ausgabenposten können aber vom Finanzamt geprüft werden und müssen dann nachträglich belegt werden.

    Umfangreiche Belege beeinträchtigen die Finanzämter

    Andere Finanzämter warnen sogar explizit davor, zu viele Quittungen und Zahlungsbescheinigungen an sie zu schicken. „Weniger ist mehr. “, appelliert das Finanzamt Karlsruhe Durlach. „Umfangreiche Belege beeinträchtigen die Arbeitsabläufe“.

    Die Behörde fügt gleich eine ganze Liste an Gründen bei, weshalb die Belege die Finanzbeamten nerven:

    Источники: http://www.t-online.de/finanzen/id_67212868/steuererklaerung-2016-online-belege-fuer-elster.html, http://debitoor.de/gruenderlounge/buchhaltung/wie-ordne-ich-meine-belege-fuer-die-steuererklaerung, http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/steuererklaerung-ohne-belege-warum-finanzaemter-vor-quittungen-warnen/12693210.html

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