Beste steuerklasse für verheiratete

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    Welche Steuerklasse als Ehepaar?

    Steuerklasse als Ehepaar: Wichtige Fakten

    • Beide Ehepartner erhalten nach der Hochzeit automatisch die Steuerklasse 4.
    • Ein Ehepaar kann schriftlich eine andere Steuerklassenkombination beantragen.
    • Möglich sind die Steuerklassen Kombinationen 3/5 oder 4/4 mit Faktor.
    • Das Faktorverfahren verhindert größere Rück- und Nachzahlungen.
    • Die Steuerklassen kann das Ehepaar einmal im Jahr wechseln.

    Welche Steuerklassenkombinationen sind für ein Ehepaar möglich?

    Vor der Hochzeit dürften die meisten künftigen Partner in der Steuerklasse 1 gewesen sein. Nach der Hochzeit sind drei Kombinationen möglich:

    • Die Steuerklassen 4 und 4
    • Die Steuerklasse 3 und 5
    • Die Steuerklasse 4 und 4 mit Faktor

    Nach der Trauung wird das Ehepaar automatisch in die Kombination 4 und 4 eingestuft, kann diese aber problemlos wechseln. Grundsätzlich gilt, dass ein Ehepaar jedes Jahr einmal die Steuerklasse wechseln dürfen. Die Summe der Steuerklassenkombination muss dabei immer acht ergeben.

    Die möglichen Steuerklassen für ein Ehepaar in der Übersicht

    Was sind die Steuervorteile der Kombinationen für ein Ehepaar?

    Die Einstufung in die Steuerklasse 4 lohnt sich für ein Ehepaar dann, wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen. Die Regel lautet, dass die Differenz des Gehalts 10 Prozent nach Möglichkeit nicht überschreiten sollte.

    Beide Partner erhalten in dieser Variante die gleichen Abzüge, die in etwa mit den Freibeträgen der Steuerklasse 1 vergleichbar sind. Alle Vergünstigungen werden zu gleichen Teilen gesplittet. So bleibt beim Gehalt mehr Netto vom Brutto.

    • Einer der größten Steuervorteile dieser Variante für ein zusammenveranlagtes Ehepaar ist zudem, dass nur eineSteuererklärung abgegeben werden muss.

    Die Steuerklassen 3 und 5 sollten gewählt werden, wenn die beiden Partner unterschiedlich viel verdienen.

    Die Faustregel lautet: Verdient einer der Eheleute 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens und der andere 40 Prozent oder gehen die Einkünfte noch weiter auseinander, sollte ein Wechsel in die Steuerklassen 3 und 5 durchgeführt werden. Der besserverdienende Partner wählt dabei die Steuerklasse 3.

    Er erhält in dieser weitreichende Abzugsmöglichkeiten: Sein Freibetrag wird verdoppelt. Dies gilt ebenso für die Vorsorgepauschale.

    Diese Kombination lässt dem Ehepaar dann netto die meisten Euro vom Brutto, wenn ein Partner keine Einkünfte hat oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

    • Ist absehbar, dass ein Teil vom Ehepaar bald eine Lohnersatzleistung beziehen muss, kann es Sinn machen, die Steuerklassen Kombination zu drehen. Wie viel Euro Elterngeld oder Arbeitslosengeld eine Person erhält, orientiert sich an ihrem Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate. Durch einen Tausch können diese Ersatzleistungen nach oben gebracht werden.

    Ein Ehepaar kann sich auch dazu entscheiden, die Variante 4 und 4 mit Faktor zu wählen. Die Idee dahinter ist, dass jeder Partner tatsächlich nur in etwa prozentual den Teil der Steuern zahlen muss, den er zum Einkommen beisteuert.

    Diese Variante eignet sich wiederum dann, wenn das Ehepaar nicht gleich viel verdient, die Gehaltsdifferenz sollte allerdings noch nicht so groß sein, dass die Variante 3 und 5 mehr Sinn macht.

    Grundlage für den Faktor sind die voraussichtlichen Arbeitslöhne des laufenden Jahres. Die persönlichen Freibeträge werden sofort abgezogen. Man spricht in disem Fall davon, dass sich der Splittingvorteil direkt positiv auswirkt.

    Durch den Faktor werden große Nachzahlungen (ebenso wie Rückzahlungen) am Jahresende vermieden. Entscheidet sich ein Paar für diese Variante, sollte es wissen, dass es monatlich einige Euro weniger netto vom Bruttogehalt haben kann.

    Steuerklassen für ein Ehepaar – Steuerklassenrechner als Hilfsmittel

    Nicht immer ist offensichtlich, welche Steuerklassenkombination für ein Ehepaar die beste ist. Mit Hilfe eines Steuerklassenrechners können Partner schnell und unkompliziert herausfinden, ob die Kombination 3/5, die Variante 4/4 oder Steuerklassen 4 mit Faktor vorteilhafter sind.

    Der Rechner benötigt nur wenige Angaben. Lediglich die Jahresbruttogehälter beider Partner sowie das Bundesland, indem das Paar lebt, reichen für ein detailliertes Ergebnis aus.

    Wie kann ein Ehepaar die Steuerklasse wechseln?

    Ehepaare haben genau wie eingetragene Lebenspartnerschaften den Vorteil, dass sie ihre Steuerklassen frei wählen können.

    Ändert sich beispielsweise durch eine Gehaltserhöhung das Einkommensverhältnis der Partner, kann ein Steuerklassenwechsel ratsam sein. Doch wie kann die Steuerklasse gewechselt werden?

    Ein Steuerklassenwechsel kann einmal jährlich vollzogen werden. Dafür muss das Ehepaar einen Antrag beim zuständigen Finanzamt einreichen. Dieser muss bis zum 30. November vorliegen.

    • Möchte ein Ehepaar oder eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft die Steuerklassen wechseln, müssen beide Partner mit dem Wechsel einverstanden sein und das Formular unterschreiben.

    Fallbeispiel: Wann ist ein Steuerklassenwechsel sinnvoll?

    Fiona und David sind verheiratet. Fiona arbeitet Vollzeit als Bankkauffrau und verdient monatlich 2700 Euro. Ihr Partner David ist in der Marketingabteilung eines Unternehmens tätig. Dort erhält er 2800 Euro monatlich. Da die Einkünfte in etwa gleich hoch sind, hat sich das Paar für die Steuerklassenkombination 4/4 entschieden.

    Nun hat sich David auf die Stelle des Marketingleiters beworben und diese auch bekommen. Mit der Beförderung ist eine Gehaltserhöhung auf 4600 Euro monatlich verbunden. Die Gehälter der beiden Partner liegen jetzt weit auseinander. Ein Steuerklassenwechsel ist daher ratsam. Die meisten Vorteile hätte das Paar in diesem Fall durch die Steuerklassenkombination 3/5. Fiona würde die Steuerklasse 5 wählen, David die Klasse 3.

    Häufig gestellte Fragen: Steuerklassen bei einem Ehepaar

    Welche Steuerklasse ist die richtige, wenn ein Ehepaar ein Kind hat?

    Zieht ein Ehepaar Kinder groß, kommt schnell die Frage auf, welche Steuerklasse die richtige ist.

    • Grundsätzlich gilt: Ob ein Ehepaar ein Kind hat oder nicht, hat zunächst keinen Einfluss auf die Steuerklasse.

    Das heißt: Möglich sind die Steuerklassenkombinationen 3/5, 4/4 und 4/4 mit Faktor. Je nach Steuerklasse können für das Kind unterschiedliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden. So richtet sich die Höhe des Kinderfreibetrags nach der Steuerklasse.

    Welche Steuerklasse gilt bei Nebentätigkeiten?

    Wer neben seinem Hauptjob eine oder mehrere Nebentätigkeiten ausüben möchte, muss dabei akzeptieren, dass der Nebenerwerb in die Steuerklasse 6 eingeordnet wird. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn die Nebentätigkeit auf selbstständiger oder freiberuflicher Basis durchgeführt wird.

    Diese Verfahrensweise unterscheidet sich nicht von der Verfahrensweise, die auch bei Singles praktiziert wird.

    Welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete?

    Steuerklasse für Verheiratete: Die wichtigsten Fakten

    • Verheiratete sind nach der Hochzeit automatisch in der Steuerklasse 4.
    • Ehepaare können zusätzlich zwischen den Steuerklassenkombinationen 3/5 und 4/4 mit Faktor wählen.
    • Ein Steuerklassenwechsel muss schriftlich beim Finanzamt beantragt werden.
    • Verheiratete können die Steuerklassen einmal jährlich wechseln.

    Verheiratete: Welche Lohnsteuerklassen können gewählt werden?

    Nach der Hochzeit kommen beide Ehepartner automatisch in Steuerklasse 4. Dort muss das Ehepaar jedoch nicht bleiben. Sie haben die Möglichkeit, zwei weitere Kombinationen zu wählen.

    Steuerklassen 3 und 5

    Steuerklassen 4 und 4 jeweils mit Faktor

    Bringt einem Paar eine Steuerklassenkombination mehr Vorteile als die Steuerklassen, in denen sie sich gerade befinden, können die Eheleute die Klassen wechseln. Dies ist einmal jährlich möglich und muss beantragt werden.

    Steuerklassen für Ehepaare in der Übersicht

    Unterschiede bei Steuerklassen für Verheiratete?

    Bei der Wahl der entsprechenden Steuerklasse kommt es darauf an, wie viel die beiden Ehegatten verdienen. Wenn einer der Partner ein deutlich höheres Einkommen hat als der andere, dann wäre es sinnvoll, sich für die Kombination aus Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 zu entscheiden.

    Der jeweils besser verdienende Partner (die Summe sollte bei etwa 60 Prozent des Haushaltseinkommens liegen) müsste dann die Lohnsteuerklasse 3 für sich beanspruchen.

    Derjenige mit dem niedrigeren Einkommen entscheidet sich für die Lohnsteuerklasse 5.

    Verdienen beide Ehegatten etwa gleich viel, ist die Variante 4/4 sehr sinnvoll. Dann sind beide Partner gleichermaßen von der Höhe der steuerlichen Abzüge betroffen und zudem nicht verpflichtet, eine gemeinsame Steuererklärung vorzulegen.

    Die dritte Variante, die Steuerklasse 4/4 mit Faktor, verpflichtet wieder zur gemeinsamen Steuererklärung.

    Bei dieser Version zahlen beide Partner, auch wenn sie unterschiedlich verdienen, den Lohnsteuerbetrag, der dem jeweiligen Anteil am gemeinsamen Bruttoeinkommen entspricht.

    Lohnsteuerklasse vor Hochzeit entscheiden

    Es ist also durchaus sinnvoll, sich bereits vor der Eheschließung genauestens darüber zu informieren, welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete im eigenen Fall infrage kommt.

    Ein Steuerklassenrechnerkann dabei ein nützliches Hilfsmittel sein. Mit nur wenigen Angaben kann der Rechner schnell und umkompliziert Auskunft darüber geben, welche Steuerklassenkombination für ein verheiratetes Paar am vorteilhaftesten ist.

    Wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

    Ändern sich die persönlichen Umstände eines Ehepaares, zum Beispiel durch Nachwuchs, bevorstehende Arbeitslosigkeit eines Partners oder eine Gehaltserhöhung, kann ein Steuerklassenwechsel sinnvoll sein. Doch wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

    Zunächst einmal ist zu beachten, dass ein Steuerklassenwechsel einmal jährlich vollzogen werden kann. Dazu muss ein Antrag beim zuständigen Finanzamt gestellt werden, der diesem bis zum 30. November vorliegen muss.

    • Beide Ehepartner müssen mit dem Steuerklassenwechsel einverstanden sein. Das entsprechende Formular muss von beiden unterschrieben werden.

    Schnell die Steuerklasse wechseln mit einem PDF-Formular zum Steuerklassenwechsel:

    Sinnvoller Steuerklassenwechsel – ein Beispiel

    Melanie erhält eine Gehaltserhöhung

    Melanie und ihr Mann Jan haben für sich die Steuerklassenkombination 3 und 5 gewählt. Da Melanie bisher in Teilzeit arbeitete, verdiente sie 1500 Euro brutto im Jahr. Jan ist in Vollzeit beschäftigt und hat ein Einkommen von 3600 Euro brutto monatlich. Die Einkünfte lagen damit weit auseinander, sodass die Steuerklassen 3 und 5 die vorteilhaftesten für das Paar waren.

    Nun möchte Melanie mehr arbeiten und baut ihre Stelle zu einer Vollzeitstelle aus. Ihr Gehalt erhöht sich dabei mit 3300 Euro auf mehr als das doppelte.

    In diesem Fall ist die Steuerklassenkombination 3/5 nicht mehr sinnvoll. Ein Wechsel der Klassen hin zu der Kombination 4/4 ist ratsam, da beide Gehälter nun dicht beieinanderliegen.

    Rentner und Arbeitnehmer: Welche Steuerklasse für Verheiratete?

    Ähnlich wie die meisten Arbeitnehmer müssen sich auch die verheirateten Rentner auf eine Steuerklassenkombination festlegen.

    Die Variante 3/5 ist insbesondere dann geeignet, wenn einer der beiden Ehepartner noch arbeitet und sehr gut verdient. Der berufstätige Partner sollte dann die Steuerklasse 3 nutzen, während der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

    Befinden sich jedoch beide Eheleute im Ruhestand und haben ein ähnlich hohes Einkommen, bietet sich die Steuerklassenkombination 4/4 an.

    Steuerklassenrechner

    Optimale Steuerklasse nach der Heirat

    Die Heirat verändert auch die steuerliche Situation. Ehepaare geben eine gemeinsame Steuererklärung ab. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse können Verheiratete bares Geld sparen. Ermitteln Sie mit dem Steuerklassenrechner, welche Steuerklassenkombination für Sie die richtige ist. Der Wechsel der Steuerklasse muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

    Hinweise zum Steuerklassenrechner

    Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sich Ehegatten und eingetragene Lebenspartner auf verschiedene Steuerklassen aufteilen können. Die Ehegatten sind

    • unbeschränkt steuerpflichtig,
    • nicht dauerhaft getrennt lebend und
    • beide beziehen Arbeitslohn.

    Mit dem Steuerklassenrechner lässt sich ermitteln, ob die Kombination aus den Steuerklassen 3/5 oder 4/4 am besten ist. Grundsätzlich gilt, dass Ehepartner mit ungefähr gleich hohem Einkommen mit der Kombination der Steuerklassen 4/4 besser fahren. Bei großen Einkommensunterschieden empfiehlt sich die Aufteilung in die Steuerklassen 3/5.

    Hinweis in Zusammenhang mit dem Elterngeld: Wer ein Kind erwartet, sollte über den Wechsel der Steuerklasse nachdenken, auch wenn dies auf den ersten Blick unvorteilhaft erscheint. Denn der Partner, der Elterngeld bezieht, erhält die staatliche Lohnersatzleistung auf Basis der letzten Netto-Gehälter. Durch die Wahl einer anderen Steuerklasse lässt sich also die Elterngeldzahlung erhöhen. Der Brutto-Netto-Rechner bietet die Möglichkeit, das Nettogehalt unter Berücksichtigung der verschiedenen Steuerklassen zu errechnen.

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    Weitere Sparmöglichkeiten ermitteln

    Der Wechsel der Steuerklasse stellt einen Bestandteil dar, um das verfügbare Nettoeinkommen zu erhöhen. Bitte beachten Sie, dass Sie auch durch weitere Sparmaßnahmen Ihre Nettoeinkünfte spürbar erhöhen können. Nachfolgend haben wir Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt:

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    Häufige Fragen zum Steuerklassenrechner

    Gibt es eine Faustregel für die Steuerklassenberechnung?

    Vereinfachend lässt sich sagen, dass die Steuerklassenkombination III/V gegenüber der Kombination IV/IV vorteilhaft ist, wenn der Ehegatte mit dem geringeren Einkommen weniger als 40 Prozent der Gesamteinkünfte erzielt, der Besserverdienende also über ein Einkommen von mehr als 60 Prozent verfügt.

    Was ändert sich durch Heirat in Bezug auf die Steuerklasse?

    Durch die Heirat ändert sich in der Regel auch die Steuerklasse. Bezieht nur ein Ehepartner Lohn, wechselt dieser von der Steuerklasse I in Steuerklasse III. Sind beide erwerbstätig, so entscheidet sich die Steuerklassenkombination nach dem erzielten Arbeitseinkommen. Bei gleich hohen Einkünften werden beide Ehegatten der Steuerklasse IV zugeordnet. Deutliche Gehaltsunterschiede führen zur Einstufung in die Steuerklasse III (der Höherverdienende) und in die Steuerklasse V.

    Was sollte man beim Steuerklassenrechner beachten?

    Die Steuerklassenwahl sollte nicht ausschließlich unter steuerlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Denn gesetzliche Lohnersatzleistungen, z.B. Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld und Übergangsgeld hängen vom zuletzt erhaltenen Nettogehalt ab. Wer als Arbeitnehmer der Steuerklasse V angehört, erhält dadurch geringere Lohnersatzleistungen.

    Welche Fristen gelten für den Steuerklassenwechsel?

    Der Wechsel ist grundsätzlich nur einmal im Jahr möglich. Der Antrag muss beim zuständigen Finanzamt für das laufende Jahr bis spätestens 30. November gestellt werden. Für die Umstellung fallen keine Gebühren an.

    Welche Regelung gilt für die Homo-Ehe?

    Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass für eingetragene Lebenspartnerschaften („Homo-Ehe“) die bestehenden Regelungen des Ehegattensplitting angewendet werden müssen. Ein Ausschluss dieser Lebensform verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes (Az. 2 BvR 909/06). Eingetragene Lebenspartner sollten daher beim zuständigen Finanzamt die Änderung der Steuerklasse beantragen – je nachdem welche Kombination für sie am günstigsten ist.

    Faktorverfahren seit 1. Januar 2010

    Seit 2010 können Eheleute für den Lohnsteuerabzug eine zusätzliche Möglichkeit nutzen. Bisher waren nur die Steuerklassenkombinationen III/ V und IV/IV möglich, jetzt kann auch eine Kombination aus IV mit IV mit Faktor gewählt werden. Dadurch wird bei den Eheleuten die steuerliche Wirkung des Splittingverfahrens und steuermindernde Vorschriften wie der Grundfreibetrag bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Ebenso kann es mit dem Faktorverfahren nicht mehr zu hohen Nachzahlungen kommen, wie es bei der Steuerklassenwahl III/V der Fall sein kann.

    Der Steuerklassenrechner ermittelt für Sie die günstigste Steuerklassenkombination. Die aktuelle Steuergesetzgebung wird berücksichtigt.

    Der Steuerklassenwechsel ist einmal im laufenden Jahr bis zum 30. November möglich. Der Wechsel der Steuerklasse kann zu einem höheren Nettoeinkommen führen. Allerdings wird die endgültige Steuerschuld im Rahmen der Einkommensteuererklärung ermittelt. Zuviel gezahlte Steuern werden vom Finanzamt zurückgezahlt. Wer zu wenig Lohnsteuer gezahlt hat, muss diese wieder beim Finanzamt ausgleichen.

    Doch die Lohnsteuer ist nicht die einzige Größe, auf die sich ein Wechsel der Steuerklasse auswirkt. Denn auch Lohnersatzleistungen, die sich auf das Nettogehalt beziehen, hängen von der Steuerklasse ab. Dazu zählen z.B.:

    Wer ein geringeres Nettoeinkommen aufweist, erhält im Leistungsfall auch geringere staatliche Lohnersatzleistungen.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehepaar/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/verheiratete/, http://www.cecu.de/steuerklassenrechner.html

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