Bis wann muss man die steuererklärung abgeben

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    Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

    Abgabefrist für die Steuererklärung ist derzeit noch der 31. Mai. Wie die Frist zukünftig aussieht und wie Sie diese verlängern können, erfahren Sie hier.

    Steuerzahler haben bald zwei Monate mehr Zeit für Ihre Steuererklärung. Das haben im Juni 2016 Bundestag und Bundesrat in einem neuen Gesetz beschlossen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und seine Steuererklärung selbst erstellt, für den verschiebt sich der Stichtag vom 31. Mai auf den 31. Juli.

    Doch ab wann gilt die neue Abgabefrist? In den kommenden Jahren 2017 und 2018, in denen Sie die Einkommensteuererklärung 2016 bzw. 2017 abgeben müssen, ist offiziell noch der 31. Mai der Stichtag. Im Jahr 2019 gilt dann aber für alle, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen, der 31. Juli 2019 als verbindlicher Abgabetermin für die Steuererklärung 2018.

    Wie kann ich die Frist verlängern?

    Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu. Das wird auch in den Jahren 2017 und 2018 noch gelten.

    Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung jedoch nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Die Fristverlängerung muss zudem stets schriftlich begründet werden.

    Gilt die Abgabefrist fГјr alle?

    Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Frist. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Einkommensteuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen. Da das neue Besteuerungsgesetz auch die Verlängerung der Fristen für Profis, also Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine, vorsieht, gilt auch hier: Um die Steuererklärung ihrer Mandanten für das Jahr 2018 einzureichen, haben Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine theoretisch Zeit bis Ende Februar 2020.

    Alle aktuell geltenden Fristen Гјbersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

    Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

    Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung 2015 oder 2016 auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

    Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

    Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick zum Thema Abgabefrist:

    Mit dem neuen Gesetz haben sich jedoch auch Г„nderungen beim VerspГ¤tungszuschlag ergeben: Bislang liegt es im Ermessen der SteuerbehГ¶rden, ob und in welcher HГ¶he VerspГ¤tungszuschlГ¤ge oder Zwangsgelder festgesetzt werden. Ab Januar 2018 wird der Prozess jedoch automatisiert: Jeder, der seine SteuererklГ¤rung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraumes abgibt und keine FristverlГ¤ngerung beantragt hat, muss einen VerspГ¤tungszuschlag zahlen. Die HГ¶he des Zuschlags ist gesetzlich festgelegt und betrГ¤gt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspГ¤tetem Monat. Die maximale HГ¶he des VerspГ¤tungszuschlags bleibt bei 25.000 Euro.В

    Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.

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    Steuer ABC

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    Abgabepflicht: Wer muss eine Steuererklärung machen?

    Muss ich oder muss ich nicht? Wir sagen dir, wer zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist und wer sie freiwillig einreichen kann.

    Wer muss keine Steuererklärung machen

    Wer nur ein geringes Einkommen hat, muss keine Steuererklärung einreichen. Die Grenze zieht in diesem Fall der Grundfreibetrag: Im Jahr 2016 waren dies 8.652 Euro für Singles und 17.304 Euro für Verheiratete bzw. bei eingetragene Lebenspartner. Bis zu dieser Summe zahlst du keine Steuern.

    Arbeitnehmer in der Steuerklasse I, die nur Einnahmen aus ihrer Anstellung als Arbeitnehmer haben, sind nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das gilt auch für Verheiratete mit der Steuerklassenkombination IV/IV. Das Finanzamt fordert in diesen Fällen nicht zur Abgabe der Steuererklärung auf. Der Arbeitgeber hat die anfallenden Steuern bereits an das Finanzamt abgeführt.

    Auch wenn du nicht zur Abgabe deiner Steuererklärung verpflichtet bist, kann sich die Steuererklärung für dich lohnen. Im Durchschnitt erhält jeder Steuerzahler eine Rückerstattung von 935 Euro.

    Mit welcher Summe du rechnen kannst, kannst du mit Taxfix, der Steuer-App prüfen. In durchschnittlich 25 Minuten errechnet dir die App die Höhe deiner Steuererstattung.

    Abgabepflicht für Arbeitnehmer

    In vielen weiteren Fällen ist man zur Erklärung seiner Steuern verpflichtet. Diese werden im §46 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Diese so genannte Pflichtveranlagung greift, wenn mindestens einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

    Du warst innerhalb eines Jahres bei mehr als einem Arbeitgeber beschäftigt? Dann musst du tätig werden, wenn der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Werte des vorherigen Arbeitgebers nicht berücksichtigt hat. In diesem Fall findest du auf deiner Lohnsteuerbescheinigung den Großbuchstabe “S” in Zeile 2.

    Außerdem musst du eine Steuererklärung abgeben, wenn du in der Steuerklasse VI bist. Das passiert, wenn du gleichzeitig zwei Arbeitgeber hast.

    Wenn du und dein Ehegatte bzw. dein eingetragener Lebenspartner die Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor gewählt habt, seid zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

    Das Gleiche trifft zu, wenn einer von euch eine Einzelveranlagung beantragt hat oder ihr für euer Kind nicht die hälftige Aufteilung des Ausbildungsfreibetrags bzw. des Behindertenpauschbetrags gewählt habt.

    Schließlich greift die Pflichtveranlagung auch bei Geschiedenen bzw. Verwitweten, die im gleichen Jahr wieder heiraten.

    Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Kurzarbeitergeld oder Elterngeld sind Lohnersatzleistungen und immer steuerfrei. Jedoch unterliegen sie dem Progressionsvorbehalt und können den persönlichen Steuersatz auf die restlichen Einkünfte erhöhen. Wenn du mehr als 410 Euro pro Jahr dieser Lohnersatzleistungen erhalten hast, musst du eine Steuererklärung abgeben.

    Du hast Nebeneinkünfte, zum Beispiel Mieteinnahmen oder Einnahmen aus einer selbständigen Tätigkeit? Dann musst du diese in der Steuererklärung angeben. Dazu bist du verpflichtet, wenn die Summe von 410 Euro pro Jahr überschritten ist.

    Das Finanzamt erwartet deine Steuerunterlagen, wenn du auf deiner Lohnsteuerbescheinigung Freibeträge für den Lohnsteuerabzug hast eingetragen lassen. Nicht unter diese Regelung fallen eingetragene Pauschbeträge für Behinderte, Hinterbliebene und Kinderfreibeträge.

    Verlustvortrag – Minus aus den Vorjahren

    Die Steuerformulare musst du auch dann ausfüllen, wenn du einen steuerlichen Verlust aus den Vorjahren hast. Dieses Minus wird dann mit deinem zu versteuernden Einkommen verrechnet.

    Selbstständig oder Gewerbetreibender

    Ebenfalls keine Wahl hast du, wenn du ein Gewerbe betreibst, freiberuflich oder selbstständig tätig bist.

    Wenn du Post vom Finanzamt erhältst und zur Abgabe der Steuererklärung aufgefordert wirst, musst du dieser Bitte natürlich nachkommen.

    Steuererklärung lohnt sich in den meisten Fällen

    In den genannten Fällen kommst du um die Pflichtabgabe nicht herum. In den meisten Fällen lohnt sich die Abgabe der Steuererklärung aber: Die durchschnittliche Rückerstattung lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 935 Euro. Eine Summe auf die du nicht verzichten solltest.

    Ob es sich für dich lohnt, kannst du kostenlos mit der Taxfix-App prüfen. In einfach verständlichen Fragen führen wir dich durch deine Steuern. Am Ende berechnen wir, ob du mit einer Steuerrückerstattung rechnen kannst und wie hoch diese ausfällt.

    Termin für 2016 Bis wann muss die Steuererklärung fertig sein?

    Steuerzahler müssen sich diesen Termin merken: Bis Ende Mai muss ihre Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt angekommen sein. Allerdings gibt es Ausnahmen von dieser Frist.

    Steuererklärungen für das Kalenderjahr 2015 müssen bis spätestens 31. Mai beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Das geht aus gleichlautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder hervor, auf die das Bundesfinanzministerium in Berlin aufmerksam macht.

    Wie in jedem Jahr geht es in den nächsten Wochen an die Steuererklärung.

    Diese Frist gilt unter anderem für Erklärungen zur Einkommensteuer, zur Körperschaftsteuer, zur Gewerbesteuer und zur Umsatzsteuer. 2015 hatten Steuerzahler bis zum 1. Juni Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Der 31. Mai war im vergangenen Jahr ein Sonntag.

    Wer bei der Steuererklärung Hilfe von Steuerberatern oder Lohnsteuerhilfevereinen in Anspruch nimmt, muss die Erklärung bis spätestens 31. Dezember 2016 abgeben. Finanzämter können aber auch verlangen, dass Steuererklärungen vor Ablauf dieser allgemeinen Fristen abgegeben werden. Von dieser Möglichkeit soll unter anderem Gebrauch gemacht werden, wenn die Steuererklärungen für vorangegangene Veranlagungszeiträume verspätet abgegeben wurden oder sich aus der Veranlagung für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum eine hohe Abschlusszahlung ergeben hat.

    Die Fristen gelten für Steuerzahler, die zur Abgabe verpflichtet sind. Das betrifft zum Beispiel Arbeitnehmer, die von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen hat. Auch Ehepartner und eingetragene Lebenspartner, die beide Arbeitslohn beziehen und die Steuerklasse III und V oder das Faktorverfahren gewählt haben, müssen ihre Steuererklärung abgeben. Dasselbe gilt für Arbeitnehmer, die Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld I, Kurzarbeiter-, Kranken- oder Elterngeld von mehr als 410 Euro bezogen haben.

    Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann diese auch freiwillig abgeben. Für die freiwillige Steuererklärung bleiben dann vier Jahre Zeit. Noch bis zum 31. Dezember 2016 ist also eine freiwillige Einkommensteuererklärung für 2012 möglich.

    Источники: http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/bis-wann-muss-die-steuererklaerung-abgegeben-werden.html, http://taxfix.de/steuertipps/wer-muss-eine-steuererklaerung-machen/, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Bis-wann-muss-die-Steuererklaerung-fertig-sein-article16715836.html

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