Ehegattensplitting berechnen

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    Ehegattensplitting Rechner –

    Welche steuerlichen Vorteile bietet das Ehegattensplitting

    Ehegattensplitting was genau ist das?

    Beim Ehegattensplitting handelt es sich um ein Verfahren, dass in Deutschland zur Anwendung gelangt, und Steuervorteile verdeutlich.

    Dann handelt es sich um Ehegatten oder Lebenspartner mit einer gemeinsamen Veranlagung. Genauer gesagt geht es um die Einstufung der Ehepartner in die entsprechenden Steuerklassen. Wählen beide die Kombination IV/IV aus oder nimmt ein Ehepartner die Steuerklasse III, während der andere Ehepartner sich in die Steuerklasse V einstufen lässt. In diesem Fall kommt es zur Splitting vom Einkommen (Ehegattensplitting). Um die Kosten im Rahmen der Veranlagung genau zu berechnen, kann die Nutzung der leicht bedienbaren Ehegattensplitting Rechner erfolgen. Es ist lediglich die Eingabe des Verdienstes von Ehemann und Ehefrau sowie der Satz der Kirchensteuer einzugeben.

    Infos zur Funktionsweise des Ehegattensplitting Rechners

    Bei der Berechnung können sich Ehepaare entscheiden, ob Sie den jährlichen Verdienst oder das monatliche Einkommen zugrunde legen. Hinsichtlich des Kirchensteuersatzes liegt eine Vorgabe von acht oder neun Prozent vor. Nach dem Betätigen des Buttons Berechnen erscheinen die jeweils angeforderten Werte, auf deren Basis die Ermittlung der Bemessungsgrundlage erfolgt. Es handelt sich um die Beträge für die Einkommensteuer oder die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, die Summe der Steuern, der Nettobetrag sowie die steuerliche Belastung in Prozent. Ermittelt werden außerdem die Gesamtbeträge für eine Einzelveranlagung und eine Zusammenveranlagung. Ehepartner können daraus eine mögliche Steuerersparnis erkennen. Die Rede ist bei diesem Rechner oft von einem Einkommensrechner oder einem Gehaltsrechner. Zur Anwendung gelangen kann der Rechner auch, wenn die Steuererklärung der Ehepartner ansteht. Damit lassen sich erste Werte ermitteln, die den Ausgang der Erklärung erahnen lassen.

    Das Ehegattensplitting einfach und verständlich erklärt

    Beispiel Nr.1 : Ehepartner haben das gleich/ähnliche Einkommen (Steuerklasse 4)

    Hier zeigen wir Ihnen die Ergebnisse des Ehegattensplitting am Beispiel von einem Ehepaar mit gleichem Einkommen (20.000 Euro brutto)

    Erkenntnis: Es wird eindeutig erkenntlich, das bei gleichem Einkommen beider Ehepartner eine Zusammenveranlagung keine Auswirkungen hat. Beide Ehepartner erhalten eine Nettobetrag von 17.221,13 Euro und zahlen auf Ihre Einkommen von 20.000 Euro 2.778,13 Euro Steuern.

    In diesem Fall haben beide Partner die Steuerklasse 4. Sollten die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen so herrscht meistens das Steuerklassen Verhältnis 3/5

    Beispiel Nr.2: Ehepartner haben unterschiedliches Einkommen (Steuerklasse 3/5)

    An diesem Beispiel verdeutlichen wir wie sich die Ergebnisse des Ehegattensplitting Rechners bei unterschiedlichen Einkommen auswirken. In diesem Fall hat der Ehemann ein Einkommen von 60.000 Euro (brutto) und die Ehefrau ein Einkommen von 20.000 Euro (brutto). Die Einkommen der Ehepartner sind sehr unterschiedlich

    Erkenntnis: In dem oben genannten Beispiel erhalten die Ehepaare kummuliert bei der Einzelveranlagung einen niedrigeren Nettobetrag (59.327,28 Euro) als bei der Zusammenveranlagung (61.136,60 Euro). Das Ehepaar profitiert in diesem Fall von der Zusammenverlagung. Das Ehepaar hat Netto 1809,32 Euro mehr zur Verfügung. Hier bietet sich die Zusammenveranlagung an.

    Es hat hier keinen Einfluss, ob der Ehemann oder die Ehefrau das höhere Einkommen hat.

    Der besser verdienende Partner hat in diesem Fall meist die Lohnsteuerklasse 3 und der Partner mit dem niedrigenen Einkommen die Lohnsteuerklasse 5.

    Diese Kombination macht sind, sobald 1 Partner 60% des Gesamteinkommens zusteuert.

    Um die Lohnsteuerklassen Kombination 3/5 zuerhalten, müssen die Ehepartner einen gemeinsame Steuererklärung abgeben.

    Vorteile des Ehegattensplittings

    Erfolgt eine Zusammenveranlagung von Ehegatten mit Splittingtarif wirkt sich dies auf die Einkünfte in der Regel günstiger aus, als wenn zu einer Einzelveranlagung kommt. Dadurch ist das Ausnutzen von Freibeträgen in einem optimalen Rahmen möglich. Von Vorteil ist das Splitting insbesondere für den Ehegatten, dessen Einkünfte ziemlich hoch ausfallen . Nach der Berechnung des zu versteuernden Einkommens fällt die Versteuerung des Einkommens des anderen Ehepartners niedriger aus. Somit spürt er einen deutlichen Steuervorteil. Jedoch können für den anderen Ehegatten wesentlich mehr Steuern anfallen. Ideal ist die Situation, wenn steuerlich relevante Einkünfte nur bei einem der Partner vorliegen. In diesem Fall ziehen beide den maximal möglichen Vorteil aus dem Ehegattensplitting. Eine Splittingtabelle vermittelt mehr Informationen zu den jeweiligen Werten.

    Die Splittingtabelle ( Splittingtarif ) von 1958 bis 2014 sieht wie folgt aus und stammt vom Bundesministerium für Finanzen.

    Wobei hilft die Splittingtabelle – der Splittingtarif?

    Die Splittingtabelle, auch Splittingtarif genannt, hilft bei zusammen veranlagten Ehepartner das Einkommenssteuer zuermitteln. Die oben dargestellte Splittingtabelle ist aufgeteilt in der linken Spalten in das Einkommen der Ehepaare sowie die einzelnen Jahre. Es lässt sich also links das Einkommen ermitteln und dann in dem jeweiligen Jahr die Einkommenssteuer die gezahlt werden muss.

    Was ist die Grundtabelle und was sagt die Grundtabelle aus?

    Die Grundtabelle gilt für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Einzelveranlagungen bzw. getrennter Veranlagung. Diese Tabelle ist genau so wie die Splittingtabelle aufgebaut, allerdings nur für getrennt veranlagte Ehepaare gedacht.

    Beschreibung des Verfahrens

    Innerhalb des deutschen Einkommensteuerrechts existiert der Begriff „Splittingtarif“, der als Steuertarif bei Ehepaaren zur Anwendung gelangt. Im § 32a Abs. 5 EStG ist die Rechtsgrundlage für das Ehegattensplitting zu finden, mitunter als Familiensplitting bekannt. Zur Anwendung kommt das folgende Splittingverfahren:

    Zunächst erfolgt die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, auch als zvE bekannt. Steht das Gesamt-Einkommen der Ehegatten fest, erfolgt die Splittung oder Halbierung des Einkommens. Im Anschluss erfolgt die Ermittlung der Einkommensteuer für das halbierte Einkommen . Maßgebend ist der jeweils geltende Einkommensteuertarif. Es kommt zur Verdopplung des errechneten Einkommensteuerbetrages. Beide Ehegatten tragen die gleiche Steuerlast. Zum Tragen kommt also nicht die Leistungsfähigkeit, sondern die Wirtschaftsgemeinschaft des Ehepaares. Beim Ehegattensplitting ist also nicht entscheidend, wer wie viel verdient hat. Jedoch kommt es darauf an, ob bei progressiven Steuertarifen eine Differenz zwischen dem Einkommen der Ehegatten besteht. Schließlich ist die Progression dafür verantwortlich, dass es zum Anstieg der Steuer kommt, wenn die Differenz des Einkommens immer mehr wächst. Kompensiert wird dieser Effekt für Ehepaare durch das Splittingverfahren. Zur Anwendung gelangt dieses Verfahren in Abhängigkeit vom Steuertarif, der Höhe des zu versteuernden Einkommens und der Verteilung dieses Einkommens.

    Die Besonderheiten beim Ehegattensplitting

    Es kann auf der Grundlage von § 32a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EStG zur Anwendung des so genannten Gnadensplittings kommen. Dieses greift, wenn einer der Ehepartner verstirbt. Dann wird diese Form des Splittings noch im darauffolgenden Jahr berücksichtigt. Außerdem kann bei einem nachehelichen Unterhalt das Splitting angewendet werden, wenn jemand erneut geheiratet hat. Dadurch kann ein Splittingvorteil erzielt werden. Dieser wird jedoch nicht auf das relevante Einkommen angerechnet, wenn es um die Ermittlung des nachehelichen Unterhaltes geht. Ein heikles Thema stellt zudem die Kombination Splitting und Kindesunterhalt dar. Da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch nicht vorliegt, wird derzeit die strittige Anrechnung vom Splittingvorteil bei erneuter Heirat auf das relevante Einkommen durchgeführt, das für die Ermittlung des Kindesunterhalts erforderlich ist. Auch das Kindergeld an sich ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Schließlich ist die Frage zu klären, ob es einen Kinderfreibetrag gibt.

    Im übrigen gibt es das Ehegattensplitting in dieser Form nur in Deutschland. In Frankreich gibt es ein ähnliches Verfahren welches Familiensplitting genannt wird.

    Weitere wissenswerte Informationen über de Ehegattensplitting Rechner

    Jeder hat sicherlich davon schon gehört, doch im Detail weiß keiner so richtig etwas damit anzufangen, die Rede ist vom Ehegattensplitting. Was der Gesetzgeber mit dem Ehegattensplitting bezwecken möchte, wurde oben schon ausführlich dargestellt. Vom Grundgedanke und der Anlage vom Ehegattensplitting ist es eine von vielen Maßnahmen des Staates zur Familienförderung, hier bei den Steuern. Doch ein Blick ins Internet und in die bekannten Diskussionsforen zeigt es, das Ehegattensplitting ist immer wieder Gegenstand von Fragen. Für viele Menschen ist das Ehegattensplittung ein Buch mit sieben Siegeln und nur schwer verständlich. Oft wird hierbei zum Beispiel nach den Unterschieden zwischen Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung und vieles mehr gefragt.

    Hat das Ehegattensplitting Zukunft?

    So findet man in den Diskussionsforen zum Beispiel auch Fragen ob das Ehegattensplitting noch eine Zukunft hat, schließlich gehen auch immer mehr Frauen arbeiten. Die Antwort hierauf ist denkbar einfach, ja natürlich. Auch wenn beide Ehepartner arbeiten, lohnt sich das Ehegattensplitting. Alleine schon aufgrund der Tatsache dass immer noch viele Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch deutlich weniger, zum Beispiel aufgrund von Fehlzeiten durch Elternzeit etc. verdienen. Auch ist im Vergleich zu Männern oftmals die Bezahlung deutlich schlechter. Unabhängig davon fallen für das Paar Steuern an, und genau diese Steuerlast kann man durch das Ehegattensplitting begrenzen. In welchem Umfang eine Begrenzung, also eine Reduzierung der Steuerlast möglich ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es kann durchaus auch Einzelfälle gibt, in denen das Ehegattensplitting keinen positiven Effekt hat.

    Ehegattensplitting in einfachen Worten

    Oft tauchen in den Diskussionsforen im Internet auch noch Fragen auf, in denen in einfachen Worten nach dem Sinn des Ehegattensplittings gefragt wird. Angesichts der Komplexität unseres Steuerrechts und der Art der Formulierung sind diese Nachfragen verständlich. Vom Prinzip ist auch diese Frage einfach zu beantworten. Jedes Ehepaar steht bei der Steuererklärung vor der Frage der getrennten oder der gemeinsamen Veranlagung. Dies bedeutet nichts anderes als Wahlmöglichkeit ob man eine gemeinsame oder eine getrennte Steuerklärung abgibt . Gibt man eine gemeinsame Steuererklärung ab, kommt das Ehegattensplitting zum Einsatz. Hierbei verdoppeln sich unter anderem die Freibeträge zur Einkommenssteuer, was unterm Strich einen steuerlichen Vorteil bedeuten kann.

    Ehengattensplitting und Elterngeld

    Und ist erstmal verständlich was man unter Ehegattensplitting versteht, stellen viele die Frage ob dieses sinnvoll ist oder nicht. Hier muss man ganz klar sagen, es kommt auf den Einzelfall an, in der Regel macht es aber Sinn. Gerade bei einem Einkommen das unter dem Progressionsvorbehalt steht, kann man mit dem Ehegattensplitting einen Vorteil haben. Unter Progressionsvorbehalt bedeutet, dies ist ein Einkommen was zwar Steuerfrei ist, aber bei der Einkommensteuer berücksichtig wird.

    Beispiel: Ehegattensplitting und Elterngeld

    Um dies zu verdeutlichen, die Mutter in einer Familie befindet sich in Elternzeit. Für die Elternzeit erhält sie Elterngeld und sie hat noch ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Dieses Einkommen aus selbstständiger Arbeit fällt während der Elternzeit mit 3000.00 Euro gering aus. Als Elterngeld hat sie 6000.00 Euro erhalten. Und genau jetzt kommt der Progressionsvorbehalt zum tragen, die 3000.00 Euro und die 6000.00 Euro werden zusammengerechnet. Mit der Folge dass sie den Freibetrag zur Einkommensteuer überschreitet und für die 3000.00 Euro Steuern anfallen.

    Dies kann man aber durch das Ehegattensplitting verhindern, da sich hierbei wie bereits erwähnt die Grundfreibeträge zur Einkommensteuer verdoppeln. In einem solchen Fall und der Anwendung vom Ehegattensplitting wären keine Steuern angefallen. Unterm Strich hätte man somit Steuern gespart.

    Für wen gilt das Ehegattensplitting?

    Auch ist immer wieder eine Frage, für wen gilt eigentlich das Ehegattensplitting? Ein Blick ins Steuerrecht genügt, das Ehegattensplitting gilt für alle Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Und das ganz egal ob es sich um hetero oder homosexuelle Paare handelt. Dass das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gilt, wurde erst im Jahr 2013 vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht klar und unmissverständlich in einem Urteil geklärt. Eine Homo-Ehe ist somit vollkommen gleichgestellt.

    Mit dem Urteil der Karlsruher Richter wurde aber nicht nur die Gleichstellung bestätigt, sondern die Richter gingen noch einen Schritt weiter. So können Paare bei denen bisher das Ehegattensplitting vom Finanzamt abgelehnt wurde, rückwirkend dieses einfordern. Eine rückwirkende Inanspruchnahme ist hierbei bis in Jahr 2001 möglich. Wobei die rückwirkende Inanspruchnahme voraussetzt, dass man seinen Steuerbescheiden widersprochen hat oder dass es sich um noch offene Erklärungen handelt. Für die Praxis bedeutet dieses konkret, dass man jedes Jahr seinem Steuerbescheid bis 2001 widersprochen haben musste. Ein Widerspruch gegen einen Steuerbescheid ist nur einem eng festgesetzten Rahmen von wenigen Wochen möglich.

    Paare die sich unsicher sind ob sie die rückwirkende Anerkennung vom Ehegattensplitting in Anspruch nehmen können, kann man nur empfehlen sich an einen Steuerberater zu wenden. Dieser kann dann anhand den Steuerunterlagen ermitteln in wie weit eine solche Anerkennung gegenüber dem Finanzamt noch möglich ist oder nicht.

    Ehegattensplitting bei getrennt lebenenden Paaren

    In den Diskussionsforen wird oft auch die Frage gestellt, kann das Ehegattensplitting auch von getrennt lebenden Paaren in Anspruch genommen werden? Einfache Antwort, Ja. Das Steuerrecht macht keinen Unterschied zwischen zusammen- und getrenntlebenden Paaren. Entscheidend für die Frage der Inanspruchnahme vom Ehegattensplitting ist ausschließlich die Frage ob das Paar verheiratet ist bzw. ob es sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft handelt. Somit können auch getrennt lebende Paare das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, was natürlich aber eine gemeinsame Veranlagung, Steuererklärung voraussetzt. Geschiedene Paare oder Paare die sich in Scheidung befinden, können natürlich das Ehegattensplitting nicht nutzen. Auch setzt natürlich das Ehegattensplitting immer voraus, das beide Partner mit einer gemeinsamen Veranlagung auch einverstanden ist.

    Wohnsitz im Ausland

    Zweitwohnsitz Ausland, viele Familien haben heute, sei es über die Wintermonate als Sommersitz oder zum Arbeiten, einen Zweitwohnsitz im Ausland. Natürlich stellt sich hierbei häufig auch die Frage nach dem Ehegattensplitting und der Nutzung. Maßgeblich in der Frage ob das Ehegattensplitting in einem solchen Fall von einem Ehepaar genutzt werden kann, ist nach Frage nach dem Lebensmittelpunkt. Nach deutschem Recht sind dies mind. 181 Tage im Jahr, die man sich in Deutschland aufhalten muss . Ist dies gewährleistet und man verfügt über eine angemeldeten Wohnsitz, kann man auch das Ehegattensplittung anwenden.

    Besonderheiten Kirchensteuer beim Ehegattensplitting

    Mit dem Ehegattensplitting will man sparen, nicht nur bei der Einkommensteuer, sondern auch beim Solidaritätszuschlag oder der Kirchensteuer. Doch Achtung, wie die Anfragen in Foren zeigen, lauert hier eine Falle in die viele Paare mit dem Ehegattensplitting hineintappen. Um die Kirchensteuer zu sparen, treten viele Menschen aus der Kirche aus. Doch nutzt man die gemeinsame Veranlagung, also die Zusammenveranlagung und somit das Ehegattensplitting, kann trotz Austritt aus der Kirche noch die Kirchensteuer anfallen.

    Möglich macht dies das sogenannte „besondere Kirchgeld“ das erhoben werden kann. Das Steuerrecht spricht hierbei auch von der sogenannten glaubensverschiedene Ehe. Diese Art der Steuer wird dann erhoben, wenn zum Beispiel bei einem Ehepaar, der Mann in der Kirche ist, die Frau aber ausgetreten ist. Es dient somit als Ausgleich für den Verlust der Kirchensteuer.

    Kirchgeld kann man absetzen

    Ist man als Ehepaar vom besonderen Kirchgeld betroffen, ist dies natürlich ärgerlich, aber kein Beinbruch und auch kein Grund zur Sorge. Denn das besondere Kirchgeld kann man in seiner Steuererklärung unter den Sonderausgaben in gleicher Höhe wieder abziehen. Unterm Strich hat man somit keine Verluste

    Muss man das Ehegattensplitting beantragen? Auch diese Frage aus einem Forum, ist eine einfache Frage. Nein, muss man nicht. Das Ehegattensplitting kommt dann zur Anwendung, wenn man im Rahmen der Veranlagung eine gemeinsame Veranlagung vornimmt und diese beim Finanzamt abgibt. In der Regel erhält man für die gemeinsame Veranlagung unmittelbar nach der Hochzeit eine eigene Steuernummer. Ob man diese für eine gemeinsame Veranlagung nutzt oder weiterhin getrennt veranlagt, bleibt jedem Ehepaar selbst überlassen.

    Ehegattensplitting bei Selbstständigen

    Und zu guter letzt, macht das Ehegattensplitting auch bei Selbstständigen einen Sinn? Ja, natürlich. Den schließlich erzielen auch Selbstständige ein Einkommen und unterliegen bei der Einkommensteuer denselben Freibeträgen und Steuerlasten. Dementsprechend können auch Selbstständige die Vorteile des Ehegattensplittungs zur Minimierung der Steuerlast nutzen.

    Glossar rund um das Thema Ehegattensplitting

    Der Begriff Splittingtarif stammt aus dem deutschen Einkommensteuerrecht. Er bezeichnet den Steuertarif. Dieser wird für zusammenveranlagte Ehepartner angewendet.

    Ehegattensplitting ist eine spezielle Art der Einkommensteuerberechnung

    Die Individualbesteuerung ist eine Besteuerungsmethode. Bei dieser Besteuerungsmethode wird das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert.

    Hier drunter versteht man die Steuererklärung einer einzelnen steuerpflichtigen Person.

    6 Steuerklassen finden in Deutschland Ihre Anwendung:

    Steuerklasse 1 – ledige und geschiedene

    Steuerklasse 2 – alleinerziehende, ledige und geschiedene

    Steuerklasse 3 – Verheiratete, wenn der Ehepartner in Klasse 5 ist bzw. kein Einkommen hat

    Steuerklasse 4 – Verheiratete, wenn beide Ehepartner ca. das gleiche Einkommen haben

    Steuerklasse 5 – Verheiratete, der andere Ehepartner hat die Steuerklasse 3

    Steuerklasse 6 – Personen die mit mehreren Arbeitsverhältnissen haben

    Als Splittingvorteil wird der Vorteil bezeichnet der durch einen progressiven Steuertarif entstehen kann.

    Abkürzung für „Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung“

    Die steuerpflichtigen Einkommen von Ehepartnern werden gemeinsam erfasst. Die Einkommen der beiden Ehepartner werden für die Steuerberechnung zusammengerechnet.

    Familiensplitting ist eine Form der Besteuerungsmethode, bei welcher die Einkünfte von den Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammenrechnet werden und dann gemeinsam versteuert werden.

    Ehemann und Ehefrau

    Der Grundfreibetrag ist ein bei der Steuerberechnung berücksichtigter Freibetrag von 8.004 Euro bei der Einzelveranlagung und bei der Zusammenveranlagung von 16.009 Euro.

    Summe der Einkünfte im Sinn des Einkommensteuerrechts. Hier runter fallen Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen gemäß § 16 SGB IV.

    Bei den Steuerklassenkombinationen III/V bzw. IV/IV besteht die Möglichkeit, auf der Lohnsteuerkarte eine Steuerklasse IV in Kombination mit einem Faktor zu hinterlegen. Dieser Faktor wirkt sich steuermindernd aus.

    Einkommensteuer-Veranlagungsrechner

    Optimieren Sie Ihre gemeinsame Einkommensteuer für

    Bei der Zusammenveranlagung geben beide Ehepartner gemeinsam eine Steuererklärung ab. Die Einkünfte beider Ehepartner werden zunächst zusammengezählt und dann halbiert. Für das halbierte zu versteuernde Einkommen wird die Einkommensteuer berechnet, die dann wiederum verdoppelt wird.

    Grundsätzlich können nur Ehepaare zusammen veranlagt werden. Frisch verheiratete und geschiedene Ehepartner können im Jahr der Hochzeit beziehungsweise im Jahr der Scheidung zwischen der Einzelveranlagung für Ehegatten und der Zusammenveranlagung wählen. Dasselbe Wahlrecht haben Verwitwete im Jahr, in dem der Ehepartner verstarb.

    Durch dieses Besteuerungsverfahren, auch Ehegattensplitting genannt, werden vor allem Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden begünstigt.

    Bei Verheirateten, die beide einkommenssteuerpflichtig sind, muss festgelegt werden, ob die Zusammenveranlagung oder die Einzelveranlagung für Ehegatten gewählt wird.

    Im Fall der Zusammenveranlagung geben beide Eheleute eine gemeinsame Steuererklärung ab. Zusammenveranlagung bedeutet, dass alle Einkünfte der Partner zusammengerechnet werden. Sie werden dann als ein Steuerpflichtiger behandelt.

    Dieses Ehegattensplitting ist immer dann vorteilhaft, wenn ein Partner mehr verdient als der andere. Im Fall der Einzelveranlagung für Ehegatten muss dagegen jeder Ehepartner eine eigene Steuererklärung beim Finanzamt abgeben.

    Gibt es einen Ehevertrag, so muss angegeben werden, ob eine Gütergemeinschaft vereinbart wurde. Bei einer vereinbarten Gütergemeinschaft wird aus dem getrennten Vermögen von Ehemann und Ehefrau gemeinschaftliches Vermögen beider Ehegatten. Dies hat zum Beispiel den Nachteil, dass das Finanzamt Arbeitsverträge zwischen Ehepartnern in der Regel nicht anerkennt.

    Bei der Zusammenveranlagung geben beide Ehepartner gemeinsam eine Steuererklärung ab. Die Einkünfte beider Ehepartner werden zunächst zusammengezählt und dann halbiert. Für das halbierte zu versteuernde Einkommen wird die Einkommensteuer berechnet, die dann wiederum verdoppelt wird. Durch dieses Besteuerungsverfahren, auch Ehegattensplitting genannt, werden vor allem Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden begünstigt, denn dadurch ergibt sich ein niedrigerer durchschnittlicher Steuersatz.

    Sind die Einkommen beider Ehepartner dagegen etwa gleich hoch, ergibt sich durch die Zusammenrechnung der Einkommen und Anwendung des Splittingtarifs kein Vorteil gegenüber der getrennten Besteuerung der Ehegatten.

    Voraussetzung für die Zusammenveranlagung ist, dass die Eheleute miteinander verheiratet und unbeschränkt steuerpflichtig sind sowie an mindestens einem Tag des Jahres zusammenleben.

    Wählen Sie auf dem Mantelbogen der Steuererklärung keine Veranlagungsart, wird vom Finanzbeamten automatisch eine Zusammenveranlagung durchgeführt.

    Ehepaare können sich in jedem Jahr entscheiden, ob sie die Zusammenveranlagung oder lieber die Einzelveranlagung für Ehegatten wählen. Ihre Wahl tragen Sie entweder auf der Steuererklärung ein oder geben eine einfache Erklärung ab.

    Bei der Nutzung von Lohnsteuer kompakt gibt Ihnen das Programm eine Empfehlung, welche Abgabeart lukrativer für Sie ist.

    Wenn nur ein Ehegatte steuerfreie Lohnersatzleistungen bezieht, der Partner jedoch nur steuerpflichtige Einkünfte hat, kann es sich lohnen, statt der gemeinsamen Veranlagung die getrennte Veranlagung zu nutzen. Durch die Lohnersatzleistung würde sich bei einer Zusammenveranlagung der Steuersatz für das zu versteuernde Einkommen erhöhen, dadurch erhöht sich auch der Steuerbetrag, den beide Ehepartner zahlen würden.

    Bei der getrennten Veranlagung werden beide Ehegatten steuerlich getrennt betrachtet und so wirkt sich der Progressionsvorbehalt nicht auf den Ehegatten aus, der keine steuerfreien Lohnersatzleistungen erhält. Diese Möglichkeit sollten Sie auf jeden Fall einmal durchrechnen, auch wenn in diesem Fall der günstige Splittingtarif für Zusammenveranlagung wegfällt.

    Der Solidaritätszuschlag wurde eingeführt, um die Lebensverhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland anzugleichen. Er wird sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern erhoben und fließt als direkte Steuer dem Bund zu. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Einkommensteuer.

    Die Kirchensteuer beträgt in Baden-Württemberg und Bayern 8 Prozent der Einkommensteuer, in allen anderen Bundesländern 9 Prozent der Einkommensteuer.

    Was ist das Ehegattensplitting?

    Das Ehegattensplitting eignet sich für Ehepaare mit unterschiedlich hohem Einkommen. Wer sich steuerlich für eine Zusammenveranlagung entscheidet, zahlt monatlich insgesamt weniger Steuern. Der Steuervorteil beim Splittingtarif gilt für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften, die nicht dauerhaft getrennt leben und uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Wer als Ehepaar steuern sparen will, fragt sich: Was ist das Ehegattensplitting genau? Wann sollte das Splittingverfahren angewendet werden? Wie kann ich Ehegattensplitting beantragen?

    Ehegattensplitting: Definition

    Grundsätzlich haben Ehepaare und eingetragene Lebenspartner die Wahl, wie sie veranlagt werden möchten. Folgende vier Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

    • Einzelveranlagung mit Grundtarif,
    • Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting,
    • Verwitwetensplitting,
    • Sondersplitting im Trennungsjahr

    Sobald sich ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft für die Zusammenveranlagung bei der Steuererklärung entscheidet, greift das sogenannte Ehegattensplitting. Auch bekannt unter dem Namen Splittingverfahren, kann bei der Zusammenveranlagung eine gerechte Verteilung der Steuerlast erreicht werden. Der Grund: Das Ehepaar wird beim Splitting als Wirtschaftsgemeinschaft gesehen, bei der es unerheblich ist, wie viel jeder Einzelne zum Gesamteinkommen beiträgt.

    • Beim Ehegattensplitting werden die Partner im Rahmen der Zusammenveranlagung als ein Steuerpflichtiger gesehen. Der Splittingtarif errechnet sich dann aus dem Gesamteinkommen beider Ehepartner.

    Ehegattensplitting Rechner als Hilfsmittel

    Bei Splittingverfahren werden zunächst die Einkünfte beider Partner addiert und durch zwei geteilt. Für das dabei errechnete Einkommen wird wiederum der Steuerbetrag berechnet, der dann mit zwei multipliziert wird.

    Möglich ist das Ehegattensplitting sowohl bei der Steuerklassenkombination 3/5, als auch bei der Variante 4/4. Der Steuervorteil beim Splittingtarif ergibt sich monatlich und nicht jährlich nach dem Lohnsteuerjahresausgleich.

    • Die größten steuerlichen Vorteile können Partner erzielen, deren Einkünfte sehr weit auseinander liegen und die sich daher in den Steuerklassen 3 und 5 befinden. Sind beide Einkommen hingegen gleich hoch und es wurde die Kombination 4/4 gewählt, ist die Wirkung des Splittingverfahrens sehr gering.

    Mit einer Steuertabelle für Splitting können Sie schnell berechnen, was für einen Steuervorteil beim Ehegattensplitting zu erreichen ist.

    Die Steuerklassen beim Ehegattensplitting

    Die Zusammenveranlagung für die Einkommenssteuer ist für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner möglich. Diese befinden sich in der Regel in der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4.

    • Das Ehegattensplitting kann bei der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Große Vorteile bringt es jedoch nur bei der Variante 3/5.

    Liegen die Einkünfte weit auseinander und ein Paar entscheidet sich für die Steuerklassen 3 und 5, kann es mit dem Splittingverfahren einen großen Vorteil erzielen. Gehen die Einkünfte hingegen nicht weit auseinander und das Paar ist deshalb in den Steuerklassen 4 und 4, kann nur selten vom Ehegattensplitting profitiert werden.

    Die Splittingtabelle bei Ehegattensplitting

    Hat sich ein paar für die Zusammenveranlagung entschieden, wird mittels der Splittingtabelle die Einkommenssteuer berechnet. Im Falle der Einzelveranlagung würde die Grundtabelle greifen.

    Die Tabelle für das Ehegattensplitting ist folgendermaßen aufgebaut:

    • Steuerjahr
    • Höhe des gemeinsam zu versteuernden Einkommens
    • Steuerbelastung

    Die Splittingtabelle enthält folglich die Steuersätze und Steuerbeträge, die für das gemeinsame Einkommen gelten.

    Zusammenveranlagung abschaffen: das Verfahren auf dem Prüfstand

    Immer wieder kommt die Frage auf, ob das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form noch zeitgemäß ist. Die Diskussionen darüber gehen sogar so weit, dass von Gegnern des Splittingverfahrens die Abschaffung dessen gefordert wird. Doch was sind die Gründe, die gegen die Splittingmethode sprechen?

    Sinn und Zweck des Ehegattensplittings ist es, die Ehe und die Familie als eine Wirtschaftsgemeinschaft zu betrachten. Aus diesem Grund können Eheleute bzw. eingetragene Lebenspartner steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen, die allen anderen Personen nicht zur Verfügung stehen. Wer zwar in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen wohnt , aber weder verheiratet ist noch in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, kann nicht die Vorteile der Zusammenveranlagung genießen.

    Kritik wird auch hinsichtlich Ehepaaren mit Kindern laut. Erhält ein Partner ein gutes Einkommen, der andere hingegen keines, weil er aufgrund der Kinder nicht arbeitet, kann die Familie mittels der Zusammenlegung dennoch steuerliche Vorteile für sich erzielen.

    Familien hingegen, bei denen beide Partner trotz Kinder arbeiten möchten und in etwa gleich viel verdienen, können durch das Ehegattensplitting keine Vorteile für sich beanspruchen. Zudem sind sie durch die Erziehung der Kinder und die Berufstätigkeit beider Partner einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt.

    Im Rahmen der Diskussion zum Ehegattensplitting wird auch immer wieder die Abschaffung der Steuerklasse 5 gefordert. Der Grund: Viele Ehepaare verzichten durch das Ehegattensplitting und Wahl der Steuerklassenkombination 3 und 5 auch heute noch gänzlich auf die Berufstätigkeit der Frau. Obwohl viele Frauen nach der Geburt wieder arbeiten möchten, lassen sich Teile von ihnen durch die Steuerklasse 5 mit ihren hohen Abzügen abschrecken. Schenkt man den Aussagen einiger Politiker Glauben, würden Frauen stärker motiviert, eine Vollzeitbeschäftigung und nicht nur eine geringfügige Tätigkeit auszuüben, wenn es die Steuerklasse 5 nicht gäbe.

    Vor- und Nachteile des Splittingverfahrens

    Das Ehegattensplitting ist ein viel diskutiertes Thema, das für einige Personengruppen große Vorteile mit sich bringen kann, aber auch seine Nachteile hat.

    Ehegattensplitting – ein Beispiel

    Der Steuerexperte Frank Hechtner hat ein eindrucksvolles Beispiel aufgestellt, wie sich das Ehegattensplitting konkret auswirkt.

    Manuel hat 90.000 Euro zu versteuerndes Einkommen im Jahr und seine Ehefrau Lena keine Einkünfte. Es handelt sich also um einen Extremfall, der die Auswirkungen des Splittings sehr gut verdeutlicht.

    Der Steuervorteil beträgt durch das Splitting 7912 Euro pro Jahr (mit Solidaritätszuschlag sogar 8347,16 Euro. Kirchensteuer wurde als Null gesetzt). Die Steuerbelastung für eine Einzelveranlagung hätte 29.604 Euro (für 2013) betragen. Durch das Splitting sinkt sie auf 21.692 Euro.

    Werden die Gewichte im Beispiel noch deutlicher verschoben, dehnt sich auch das Splitting aus: Wenn der Alleinverdiener auf 114.000 Euro pro Jahr kommt, so steigt der Vorteil durch das Splitting auf über 8600 Euro. Nähern sich die Gehälter von Manuel und Lena hingegen an, so wird der Steuervorteil kleiner.

    • Verdient Manuel 5000 Euro Brutto monatlich und Lena 3000 Euro, so beträgt der jährliche Steuervorteil noch etwa 550 Euro.

    Ehegattensplitting beantragen: Welche Formulare sind nötig?

    Gewöhnlich muss das Splittingverfahren nicht extra beantragt werden. Das Ehegattensplitting ist identisch mit der gemeinsamen Veranlagung, die für frisch getraute Paare automatisch gewählt wird.

    Wer allerdings sicher gehen möchte oder für eine Zeit anders verlangt war und dies nun wieder ändern will, kann hierfür den Mantelbogen der Einkommensteuererklärung wählen: Bei der Frage nach der gewünschten Veranlagungsart reicht ein Kreuz bei der gemeinsamen Veranlagung.

    • Das Splittingverfahren muss nicht extra beantragt werden. Es gibt daher auch kein spezielles Formular, dass die Partner ausfüllen müssen.

    Darüber hinaus kann alternativ oder zusätzlich eine formlose Erklärung als Anlage beigelegt werden, um die gemeinsame Veranlagung zu beantragen. Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass man die rechtlichen Voraussetzungen laut § 32a Absatz 5 EStG erfüllt. Diese sind denkbar einfach:

    • Man muss verheiratet sein und darf das Trennungsjahr nicht hinter sich haben.
    • Zudem darf keiner der Partner seinen Wohnsitz dauerhaft im Ausland führen.

    Wann muss die Zusammenveranlagung beantragt werden?

    Hier macht der Gesetzgeber wenig Druck: Solange der Steuerbescheid nicht ergangen ist, kann man das Ehegattensplitting sogar noch nachträglich beantragen.

    Entscheidend ist die Abgabe der Einkommensteuererklärung bzw. der Erhalt des Steuerbescheids.

    Ehegattensplitting und eingetragene Lebenspartnerschaft

    Im Juni 2013 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Ehegattensplitting auch für Homo-Ehen gelten soll. Und das sogar rückwirkend ab Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 1. August 2001. Die Gleichstellung von Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern wurde damit auch einkommensteuerrechtlich vollzogen.

    • Im Regelfall kommen aufgrund der Verjährungsvorschriften für die rückwirkende Beantragung des Ehegattensplittings nur noch die letzten vier Jahre in Betracht.

    Grundvoraussetzungen für das Ehegattensplitting sind auch bei einer Homo-Ehe, dass die Personen in dieser

    • dauerhaft zusammenleben und
    • uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften kann das Ehegattensplitting bei den Steuerklassenkombinationen 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Das heißt, es gilt auch hier: Die Steuerklassenkombination 3/5 bietet beim Splittingverfahren die meisten Vorzüge.

    Elterngeld und Ehegattensplitting: Was ist zu beachten?

    Viele Ehepaare, die sich für die Steuerklassen 3 und 5 und das damit verbundene Ehegattensplitting entschieden haben, kommen irgendwann in die Situation, dass Nachwuchs ins Haus steht und Elterngeld bezogen werden soll. Doch was müssen Paare in dieser Situation beachten?

    Da das Elterngeld vom Nettolohn berechnet wird, ist es in der Regel vorteilhaft, wenn der Partner, der das Elterngeld beziehen soll, sich zur Zeit der Berechnung in Steuerklasse 3 befindet. In dieser Klasse sind die Abzüge am geringsten.

    • Ein dementsprechender Steuerklassenwechsel sollte von der Mutter mindestens 7 Monate vor dem Mutterschutz vollzogen werden. Der Vater sollte spätestens 7 Monate vor der Geburt den Wechsel beantragen.

    Einzelnachweise

    1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 26 Veranlagung von Ehegatten

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien-Wegweiser, Steuern: Ehegattensplitting
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Splittingverfahren
  • Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.: Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die Top 5 Steuer-Infos
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 32a Einkommensteuertarif

  • Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  • Источники: http://www.ehegattensplitting-rechner.de/, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/rechner/veranlagungsrechner, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehegattensplitting/

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