Einfache steuererklärung

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    Einfacher Steuerfall = vereinfachte Steuererklärung

    Für die vereinfachte Einkommensteuererklärung ist ein zweiseitiges Formular vorgesehen. Es ersetzt den vierseitigen Mantelbogen und die Anlage N. Wer die vereinfachte Steuererklärung abgeben darf und welche Anlagen Sie eventuell trotzdem brauchen, haben wir für Sie zusammengefasst.

    Eine vereinfachte Steuererklärung dürfen Sie abgeben, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

    • Sie beziehen lediglich im Inland Arbeitslohn, Versorgungsbezüge oder Arbeitslosengeld/Insolvenzgeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld bzw. andere steuerfreie Leistungen. Steuerpflichtige Einkünfte aus anderen Einkunftsarten, die Sie in Ihrer Steuererklärung angeben müssen, haben Sie nicht.
    • Auf dem vereinfachten Formular werden keine Lohndaten eingetragen. Abgefragt wird lediglich die „eTin“. Diese Electronic Taxpayer Identification Number finden Sie auf dem Ausdruck Ihrer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Dieselben Daten liegen auch dem Finanzbeamten vor. Durch die Einführung der Identifikationsnummer soll die eTin zukünftig überflüssig werden.
    • Auch wenn Sie gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern tätig gewesen sind, dürfen Sie u.E. eine vereinfachte Steuererklärung abgeben.
    • Als Werbungskosten wollen Sie lediglich die abzugsfähigen Kosten für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Beiträge zu Berufsverbänden, Arbeitsmittel, Bewerbungskosten, Fortbildungskosten, Kontoführungsgebühren sowie Reisekosten bei Auswärtstätigkeit geltend machen.
    • An Sonderausgaben haben Sie neben Ihren Vorsorgeaufwendungen und Altersvorsorgebeiträgen, die Sie auf der Anlage Vorsorgeaufwand angeben, nur Kirchensteuer und Spenden.
    • Ihre außergewöhnlichen Belastungen beschränken sich auf den Behinderten-Pauschbetrag, Fahrtkosten wegen Behinderung, Pflege-, Krankheits-, Kur- und Scheidungskosten.

    Je nach Sachverhalt brauchen Sie zusätzlich

    • eine Anlage Kind für jedes Ihrer zu berücksichtigenden Kinder,
    • die Anlage Vorsorgeaufwand, um Ihre Vorsorge- und Altersvorsorgeaufwendungen anzugeben,
    • die Anlage VL, wenn Sie einen Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage stellen wollen und
    • die Anlage AV, wenn Sie für Ihre Riester-Beiträge den Sonderausgabenabzug beantragen möchten.

    Haben Sie Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen, können Sie die Abzugsbeträge auch bei Verwendung der vereinfachten Steuererklärung bekommen.

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    Vereinfachte Steuererklärung: Mit 10 Minuten Aufwand Geld zurück!

    Stellen Sie sich vor, das AusfГјllen der EinkommensteuererklГ¤rung dauert nur 10 Minuten – und Ihnen winkt trotzdem eine Steuererstattung. Was angesichts des komplizierten deutschen Steuerrechts unglaublich klingt, funktioniert in vielen FГ¤llen tatsГ¤chlich. Und zwar durch das AusfГјllen der vereinfachten SteuererklГ¤rung fГјr Arbeitnehmer.

    Der Clou an der vereinfachten Steuererklärung für Arbeitnehmer ist, dass dieses Steuerformular sich auf die absolut notwendigsten Angaben beschränkt: Neben Ihrem Namen, Anschrift und Kontodaten erwartet das Finanzamt nur die sogenannte eTIN, die Sie auf der Lohnsteuerbescheinigung finden, die Ihnen Ihr Arbeitgeber ausgehändigt hat. Die Daten aus dieser Bescheinigung holt sich das Finanzamt dann automatisch über die ELStAM-Daten ab.

    Wer darf die vereinfachte Steuererklärung einreichen und für wen lohnt es sich?

    Die vereinfachte Einkommensteuererklärung ist für Arbeitnehmer gedacht, die lediglich Arbeitslohn (einschließlich Versorgungsbezüge) und ggf. bestimmte Lohn-/Lohnersatzleistungen (z. B. Elterngeld, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld) in Deutschland bezogen haben und nur die in der vereinfachten Einkommensteuererklärung bezeichneten Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Steuerermäßigungen haben. Ist ein Arbeitnehmer verheiratet, darf die vereinfachte Steuererklärung nur eingereicht werden, wenn die Zusammenveranlagung beantragt wird.

    Für alle, die noch mehr Steuern vom Finanzamt zurück bekommen möchten, kann eine professionelle Steuersoftware sinnvoll sein. Mittlerweile gibt es unterschiedlich umfangreiche Lösungen, die auch für die vereinfachte Steuererklärung sinnvoll sind. QuickSteuer ist eine preiswerte Steuer-Software, die speziell für die "leichten Fälle" von Steuererklärungen entwickelt wurde. Dieses Programm kann Ihnen helfen, Ihre Steuerrückzahlung der Einkommensteuer zu erhöhen.

    Praxis-Tipp: Die vereinfachte Steuererklärung lohnt sich also vor allem für Arbeitnehmer, die nicht nach ultimativen Steuersparstrategien suchen, und sich stattdessen schnell und ohne großen Aufwand die zuviel bezahlte Lohnsteuer zurückholen möchten. Die vereinfachte Steuererklärung muss übrigens auf dem Postweg ans Finanzamt geschickt werden. Eine elektronische Übermittlung, beispielsweise per ELSTER, ist hier nicht möglich.

    Wo bekommt man das Formular zur vereinfachten Steuererklärung?

    Das Formular für die vereinfachte Steuererklärung können Sie hier als pdf downloaden:

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    Vereinfachte Steuererklärung: Einschränkungen beim Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben & Co.

    Die vereinfachte Steuererklärung ist für Arbeitnehmer gedacht, die dem Finanzamt keine komplizierten Ausgabenposten präsentieren. Bei den Werbungskosten können Sie in der vereinfachten Einkommensteuererklärung beispielsweise nur folgende Ausgabenposten geltend machen:

    • Entfernungspauschale fГјr Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit
    • Aufwendungen fГјr Arbeitsmittel (PC, BГјrostuhl, Regal)
    • Fortbildungskosten
    • KontofГјhrungsgebГјhren mit pauschal 16 EUR
    • Reisekosten bei AuswГ¤rtstГ¤tigkeit
    • MitgliedsbeitrГ¤ge fГјr BerufsverbГ¤nde

    Beispiel: Arbeitnehmer Huber, ledig, hat nur Ausgaben für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb (230 Tage x 30 km einfach). Sein Bruttoarbeitslohn beträgt 60.000 EUR. Gibt er eine vereinfachte Steuererklärung für Arbeitnehmer beim Finanzamt ab, hat er folgenden Zeitaufwand:

    Fazit: Diese 10-Minuten-Einkommensteuererklärung lohnt sich für Herrn Huber richtig. Denn mit Abgabe der vereinfachten Einkommensteuererklärung winkt ihm eine Steuererstattung von rund 500 EUR.

    ESt 1V: Die vereinfachte Steuererklärung für Arbeitnehmer

    Die Steuererklärung ist so konzipiert, dass der Staat auf Grundlage vergleichbarer Angaben alle möglichen Einkunftsarten seiner Bürger erfassen und besteuern kann.

    Aus diesem Grund ist die Einkommensteuer umfassend und nach allgemeiner Ansicht schwierig auszufüllen.

    Vor allem für den einfachen Arbeitnehmer ist sie eigentlich zu komplex.

    Aus diesem Grund darf dieser unter gewissen Umständen auch die vereinfachte Steuererklärung für Arbeitnehmer abgeben, die ihm Zeit und Nerven sparen soll. Diese trägt als Erkennungszeichen das Kürzel ESt 1V.

    Die vereinfachte Steuererklärung ersetzt den ESt 1A Mantelbogen

    Ein Fehler, der sehr häufig im Zusammenhang mit der vereinfachten Einkommensteuererklärung resultiert aus der unglücklichen Namenswahl. Das ESt 1V Dokument wird häufig allein und ohne jede Anlage abgegeben, weil es sich dem Namen nach um die ganze Steuererklärung handelt.

    Tatsächlich ersetzt sie jedoch nur den ESt 1A Mantelbogen. Bestimmte Anlagen müssen nach wie vor abgegeben werden, wenn die Bedingungen für sie erfüllt sind. Hier eine knappe Übersicht:

    Wann die vereinfachte Einkommensteuererklärung abgeben?

    Die vereinfachte Steuererklärung ist für den durchschnittlichen Steuerpflichtigen entworfen worden. Dies bedeutet, er darf nur gewöhnliche Einnahmequellen besitzen.

    • Den Arbeitslohn
    • Etwaige Versorgungsbezüge
    • Etwaige Lohnersatzleistugen

    Zudem dürfen die Arbeitnehmer auch nur spezifische Ausgaben tätigen, die ebenfalls mit dem Adjektiv normal umschrieben werden.

    Zu diesen zählen:

    • In dem ESt 1V Formular genau bezeichneten Werbungskosten
    • Sonderausgaben
    • Außergewöhnliche Belastungen

    Diese Einnahmen und Ausgaben sind Ausschlusskriterien

    Im Umkehrschluss bedeutet dies zugleich, dass jeder für diese Variante der Steuererklärung berechtigte Steuerpflichtige, der bestimmte zusätzliche Einnahmen und/ oder Ausgaben aufweist, nicht das vereinfachte ESt 1V Formular abgeben darf, sondern zur gewöhnlichen Einkommensteuererklärung greifen. Typische Einnahmen, die das ESt 1V Formular ausschließen, sind Einkünfte aus Renten und Vermietung sowie Einnahmen aus einer freiberuflichen Tätigkeit.

    Bei den Ausgaben sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, die doppelte Haushaltsführung sowie Mehraufwendungen im Rahmen einer Fahrtätigkeit oder eines Wechsels des Einsatzortes ausgeschlossen.

    Dies bedeutet nicht, dass der Steuerpflichtige nicht das Recht hätte, diese abzuziehen. Es heißt lediglich, dass man nicht zum vereinfachten Formular greifen darf, sondern stattdessen den normalen Mantelbogen für die Steuererklärung verwenden muss.

    eTIN erspart Eintrage-Arbeit

    Steuerpflichtige, die berechtigt sind, eine vereinfachte Einkommensteuererklärung abzugeben, sollten nicht darauf verzichten, ihre eTIN (electronic Taxpayer Identification Number) auf dem Formular anzugeben, denn die Betroffenen können sich auf diese Weise reichlich Eintragearbeit sparen. Die eTIN steht im direkten Zusammenhang mit der Lohnsteuerkarte.

    Deren Informationen werden vom Arbeitgeber ohnehin automatisch an das Finanzamt übermittelt. Dies bedeutet, sie liegen hier bereits vor. Eine genaue Zuordnung von dem Steuerpflichtigen und Informationen durch das Finanzamt ist so möglich.

    Deshalb hat der Arbeitnehmer in der Folge das Recht, alle Felder, die Informationen abfragen, die sich bereits auf der Lohnsteuerkarte befinden, freizulassen. Die Eintrage-Arbeiten in der vereinfachten Einkommensteuererklärung werden auf diese Weise spürbar vereinfacht.

    Источники: http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/einfacher-steuerfall-vereinfachte-steuererklaerung, http://www.steuern.de/vereinfachte-steuererklaerung.html, http://www.steuerklassen.com/einkommensteuererklaerung/est-1v-die-vereinfachte-steuererklaerung-fuer-arbeitnehmer/

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