Einkommensteuer brille absetzen

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    Kann man das absetzen?

    Brille absetzen

    Kann man Brille bei der Steuer absetzen?

    Die Kosten einer Brille können Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen. Wichtig ist, dass Sie ein ärztliches Attest vorlegen können. Wenn es sich um eine Schutzbrille, Bildschirmbrille oder Lupenbrille handelt, die Sie für Ihren Beruf benötigen, können Sie die Kosten für eine Brille als Werbungskosten bei Ihren Einkünften als Arbeitnehmer abziehen,

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    Weitere Informationen zum Thema Brille absetzen

    Eine Brille (oder Kontaktlinsen) inklusive laufender Kosten (etwa für Pflegemittel) gilt als technisches Hilfsmittel im Rahmen von Krankheitskosten. Da es sich um sogenannte zwangsläufige Kosten handelt (wie etwa Operationen, Zahnbehandlungen, Medikamente oder Krankenhausaufenthalte) sind die Kosten unter den außergewöhnlichen Belastungen einzuordnen.

    Die Finanzämter verlangen allerdings entsprechende Nachweise. Im Krankheitsfall heißt das: Verordnung eines Arztes oder eines Heilpraktikers für Arznei-, Heil- oder Hilfsmittel. Bei außergewöhnlichen Maßnahmen fordert das Finanzamt auch die Vorlage eines amtsärztlichen Attests.

    Außergewöhnliche Belastungen werden bei der Berechnung der Einkommensteuer nur insoweit berücksichtigt, als die Kosten die zumutbare Belastung übersteigen. Die Höhe der zumutbaren Belastung ist in der Übersicht dargestellt:

    Sie haben für Zahnbehandlungen eine Zahnarztrechnung über insgesamt 2.400 € erhalten.

    Sie sind verheiratet und Eltern von zwei Kindern. Der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte beträgt 27.500 €. Daraus ergibt sich eine zumutbare Belastung abgerundet 671,00 € (2% von 15.340 € = 306,80 und 3% von 12.160 € = 364,80 €). 1.729,00 € können Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen.

    Sie sind ledig und haben eine Tochter. Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte beläuft sich auf 25.000 €. Damit beträgt die zumutbare Belastung abgerundet 596,00 € (2% von 15.340 € = 306,80 und 3% von 9.660 € = 289,80 €). Sie haben abziehbare außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 1.804,00 €.

    Sie sind verheiratet, kinderlos und werden zusammen veranlagt. Ihr gemeinsamer Gesamtbetrag der Einkünfte ist 45.000 €. Somit haben Sie eine gemeinsame zumutbare Belastung abgerundet von 2.096,00 € (4% von 15.340 € = 613,60 und 5% von 29.660 € = 1.483,00 €). Die zumutbare Belastung wird um 304,00 € überschritten, die Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen können.

    Sie benötigen ein ärztliches Attest (bei außergewöhnlichen Belastungen) und die Rechnung über die Kosten der Brille.

    In Einzelfällen können Brillen auch zu den Werbungskosten oder Betriebsausgaben zählen, wenn es sich um eine typische Berufskrankheit handelt oder ein Zusammenhang mit dem Beruf eindeutig feststeht.

    Lina arbeitet als Sekretärin. Sie muss feststellen, dass sie die Zahlen auf dem Bildschirm nicht mehr richtig lesen kann. Lina erhält vom Augenarzt ein Rezept, dass sie eine Brille für die Arbeit benötigt. Die Kosten für die Brille in Höhe von 500 € kann Lina in ihrer Einkommensteuererklärung als Werbungskosten bei den Einkünften als Arbeitnehmer berücksichtigen.

    Brille, Medikamente, Gehilfen, Fahrten zum Arzt: Diese Krankheitskosten kann man steuerlich absetzen

    Brille, Medikamente, Therapien : Diese Gesundheitskosten können Sie steuerlich absetzen

    Von Falk Zielke

    Manche Ausgaben zur Linderung von Krankheiten lassen sich in der Steuererklärung absetzen.

    Medikamente gegen den lästigen Heuschnupfen, eine teure Brille wegen der Sehschwäche und dann noch eine Zahnprothese – Gesundheit ist manchmal teuer. Doch es gibt eine gute Nachricht:

    Sie können das Finanzamt an diesen Ausgaben oft beteiligen. Denn Ausgaben für die Gesundheit sind grundsätzlich steuerlich absetzbar.

    Was gilt als Krankheitskosten?

    „Krankheitskosten sind Aufwendungen, die zur Heilung oder zur Linderung einer Krankheit getragen werden müssen“, erklärt Nöll. Kosten, die entstehen, um eine Krankheit erträglicher zu machen, gehören ebenfalls dazu. Vorbeugende Krankheitskosten können hingegen nicht abgesetzt werden. Auch Behandlungen, die lediglich aus kosmetischen Erwägungen heraus vorgenommen werden, sind keine steuerlich relevanten Ausgaben.

    Das Finanzamt erkennt die Aufwendungen zwar als außergewöhnliche Ausgaben an, berichtet die Stiftung Warentest in dem «Finanztest Spezial Steuern 2017». Allerdings müssen die Kosten über der zumutbaren Eigenbelastung liegen.

    Erst ab einer bestimmten Grenze beteiligt sich der also Fiskus. „Außergewöhnliche Belastungen liegen grundsätzlich dann vor, wenn dem Steuerzahler größere Aufwendungen erwachsen, als sie der überwiegenden Mehrzahl von Steuerzahlern gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes entstehen“, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Das heißt: Das Finanzamt erkennt nicht den vollen Betrag an, sondern rechnet eine sogenannte zumutbare Belastung an.

    Wie berechnet sich die Höhe der „zumutbaren Belastungen“?

    Die Höhe der zumutbaren Belastung wird individuell berechnet. Sie richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. «Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 40 000 Euro wird der zumutbare Eigenanteil beispielsweise bei 1200 Euro im Jahr überschritten», rechnet Klocke vor.

    Denn dieser liegt hier bei drei Prozent der Einkünfte. Singles ohne Kinder, die im vergangenen Jahr mehr als 51 130 Euro verdient haben, müssen mehr aus eigener Tasche zahlen: Sie können erst Kosten geltend machen, die sieben Prozent ihrer Einkünfte übersteigen – also über etwa 3579 Euro liegen.

    Welche Kosten können Steuerzahler einreichen?

    Der Fiskus erkennt zum Beispiel Ausgaben an für den Zahnarzt, die Geburt eines Kindes, für eine Brille oder für die Krankengymnastik, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Auch wer sich das Rauchen abgewöhnt, kann die Kosten dafür eventuell steuerlich absetzen. Bedingung ist hier: Die Krankenkasse hat die Kosten nicht übernommen. Zudem müssen Raucher ihre Nikotinsucht mit einem ärztlichen Attest belegen.

    Abzugsfähig sind laut Stiftung Warentest auch Zuzahlungen zu rezeptpflichtigen Medikamenten. Als Nachweis genügt meist der Zahlungsbeleg der Apotheke. Übernimmt die Kasse die Medikamente nicht, sollte der Arzt sie mit einem grünen Rezept verordnen. Dies kann später als Nachweis dienen. Chronisch Kranke können eine Dauerverordnung vorlegen. Manche Apotheken erstellen auch eine Jahresübersicht über die Zahlungen des Patienten.

    Abzugsfähig sind nicht nur Ausgaben für schulmedizinische Therapien. Auch die Kosten für alternative Behandlungen, zum Beispiel homöopathische Therapien, können Patienten unter Umständen absetzen. Vorausgesetzt: Die Behandlung ist medizinisch notwendig und wurde verordnet. Ebenfalls anerkannt werden in der Regel die Kosten Rollstühle, Krücken oder Rollatoren.

    Wann können Krankheitskosten Betriebsausgaben sein?

    Wurde eine Krankheit durch den Beruf bedingt, können die entstandenen Kosten auch Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten sein. Das kann laut BDL beispielsweise bei typischen Berufskrankheiten oder durch einen betrieblich bedingten Unfall der Fall sein.

    Zuletzt bestätigte der BFH 2013, dass Aufwendungen zur Wiederherstellung der Gesundheit als Werbungskosten abziehbar sind, wenn es sich um eine Berufskrankheit handelt (Az.: VI R 37/12). Der Vorteil: „Hierbei gibt es das Kriterium der zumutbaren Eigenbelastung nicht“, erklärt Nöll. „Das heißt: Die Aufwendungen sind ab dem ersten Euro berücksichtigungsfähig.“ (dpa/red)

    Neue Brille als Werbungskosten absetzen?

    Sie haben eine neue Brille und möchten diese gerne zum Steuern sparen benutzen? Manchmal geht das tatsächlich – es kommt auf die Brille an.

    Die Kosten einer Brille, die lediglich eine Sehschwäche ausgleicht, können Sie leider nicht als Werbungskosten abziehen. Das gilt auch dann, wenn Sie die Brille ausschließlich bei der Berufstätigkeit verwenden und sie am Arbeitsplatz aufbewahren. Für Kontaktlinsen gilt das gleiche.

    Ausnahme: Wenn es sich bei der Sehschwäche um eine Berufskrankheit handelt oder die Sehschwäche durch einen Arbeitsunfall hervorgerufen wurde, sind Aufwendungen auch für eine normale Sehbrille Werbungskosten.

    Wird Ihre steuerlich nicht abzugsfähige Brille während der beruflichen Tätigkeit beschädigt, sind Reparaturkosten als Werbungskosten absetzbar.

    Grundsätzlich sind auch die Kosten für eine Bildschirm-Arbeitsbrille nicht absetzbar – auch dann nicht, wenn sie ausschließlich am Arbeitsplatz getragen wird.

    Doch auch hier gilt die Ausnahme: Eine Computerbrille kann absetzbar sein, wenn die Sehbeschwerden als Berufskrankheit auf die Tätigkeit am Bildschirm zurückzuführen sind.

    Der Abzug im Rahmen der Werbungskosten ist möglich, wenn die Brille vor speziellen Gefahren einer bestimmten Berufstätigkeit schützen soll. Das ist z.B. der Fall bei einer Schutzbrille für Schweißer oder Chemiker im Labor oder bei einer Lichtschutzbrille für das Cockpit-Personal in einem Flugzeug.

    Gleicht eine solche Schutzbrille gleichzeitig auch eine Sehschwäche aus, können Sie die Brille trotzdem absetzen. Voraussetzung: Die Schutzfunktion hat Vorrang vor dem Ausgleich der Sehschwäche.

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    Источники: http://www.kann-man-das-absetzen.de/brille/, http://mobil.ksta.de/ratgeber/finanzen/geld/brille–medikamente–therapien-diese-gesundheitskosten-koennen-sie-steuerlich-absetzen-1487544, http://www.steuertipps.de/beruf-job/werbungskosten/neue-brille-als-werbungskosten-absetzen

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