Einkommensteuer pflegekosten außergewöhnliche belastung

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    Außergewöhnliche Belastungen: Pflegekosten absetzen

    Pflegekosten kannst du von der Steuer absetzen. Dazu auch die Ausgaben für die Pflege von Angehörigen. Hier erfährst du, wie du vorgehst.

    Welche Pflegekosten kann ich absetzen?

    Neben Kosten für deine eigene Pflege kannst du auch Pflegekosten von Angehörigen geltend machen. Ausgaben für Heimunterbringung werden nur anerkannt, wenn sie aufgrund von Pflegebedürftigkeit, Krankheit oder Behinderung notwendig sind. Altersbedingte Heimunterbringung hingegen gilt als Aufwendung der privaten Lebensführung. Ab dem Zeitpunkt einer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit kannst du den Heimaufenthalt aber absetzen.

    Das sind anerkannte Kosten:

    • Pflege
    • Nahrung, Unterbringung, Kleidung
    • Pflegevorrichtungen (z. B. Prothesen)
    • Fahrtkosten (z. B. Fahrt der pflegebedürftigen Person zum Arzt)

    Fahrtkosten kannst du nur geltend machen, wenn sie im Zusammenhang mit der Pflege entstehen. Für Einkaufsfahrten und Fahrten, um den Haushalt zu machen, kannst du sie nicht im Rahmen der Pflegekosten absetzen.

    Besuchsfahrten zur Krankenbetreuung werden dir nur anerkannt, wenn ein Nachweis der medizinischen Notwendigkeit vorliegt.

    Wann habe ich außergewöhnliche Belastungen?

    Pflegekosten zählen zu den außergewöhnlichen Belastungen. Diese sind unumgängliche Kosten, die höher sind als die von anderen Steuerzahlern mit gleichem finanziellen und familiären Stand. Lies in unserem Steuertipp über außergewöhnliche Belastungen mehr.

    Belege sammeln

    Die Ausgaben für deine Pflegekosten müssen einzeln nachgewiesen werden. Für Steuererklärungen der Jahre bis einschließlich 2016 reichst du weiterhin die Originalbelege ein und behältst eine Kopie. Für die Steuererklärung 2017, die du ab 2018 machen kannst, gilt die Belegvorhaltepflicht. Du musst die Nachweise nicht mehr einreichen, aber aufbewahren und nur noch bei Nachfrage vorlegen. Das gilt auch für alle folgenden Steuerjahre.

    Für die Anerkennung der Kosten benötigst du einen Nachweis für die Pflegebedürftigkeit:

    • bei ambulanter Pflege: die Rechnungsstellung eines nach § 89 SGB XI anerkannten Pflegedienstes
    • Bescheinigung Einstufung in Pflegestufe
    • Bescheinigung des Versicherers
    • Bescheid der Pflegekasse
    • Nachweis für psychische Erkrankungen, Demenz und geistiger Behinderung, die eine Betreuung notwendig machen

    Pflegekosten im Mantelbogen eintragen

    Pflegekosten gibst du im Mantelbogen auf Seite 3 unter „Andere außergewöhnliche Belastungen“, Zeile 67-70, an.

    Beachte: Deine Gesamtausgaben sind nicht in voller Höhe absetzbar.

    Nur der Betrag, der höher ist als deine zumutbare Eigenbelastung, gilt als steuermindernd.

    Von deinen Gesamtausgaben musst du folgende Beträge abziehen:

    • Pflegegeld aus privaten und gesetzlichen Versicherungen
    • Erstattungen von Versicherungen
    • Einkünfte und Bezüge der gepflegten Person
    • Haushaltsersparnis durch die Wohnungsauflösung der pflegebedürftigen Person
    • Nachlass von der verstorbenen gepflegten Person
    • Kosten, die nicht direkt mit der Pflege zusammenhängen (z. B. wenn die Pflegehilfe auch die Wohnung putzt)

    In Zeile 67 trägst du die Art der Belastung und die Summe ein, die von dem Gesamtbetrag deiner Ausgaben abgezogen wird.

    In den Zeilen 68-70 kannst du die Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen für eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG eintragen. Das sind Aufwendungen, die im Rahmen der Pflege oder Heimunterbringung entstehen, aber in den Bereich Haushaltshilfe fallen.

    Pflege-Pauschbetrag statt außergewöhnliche Belastungen

    Laut §33b Absatz 6 EStG kannst du auch statt der Steuerermäßigung den Pflege-Pauschbetrag in Höhe von 924 Euro anrechnen lassen. Das ist sinnvoll, wenn deine Kosten unter diesem Betrag liegen. Den Pflege-Pauschbetrag trägst du im Mantelbogen in den Zeilen 65-66 ein.

    Für den Anspruch auf den Pflege-Pauschbetrag gelten diese Voraussetzungen:

    • der Pflegebedürftige besitzt einen Behindertenausweis mit dem Merkzeichen H für „hilflos” oder ist in der Pflegestufe 3 eingeordnet
    • du pflegst die Person zu mindestens 10 % selbst
    • Ort der Pflege ist ihre oder deine Wohnung
    • für die Pflege erhältst du keinen Lohn
    • du pflegst einen Angehörigen oder eine nahestehende Person wie z. B. deinen Schwiegervater

    Steuererklärung abschicken

    Du hast alles ausgefüllt und die Belege für deine eigenen Unterlagen kopiert? Dann hast du es schon geschafft und musst nur noch das Formular mit den Originalnachweisen online oder per Post abschicken. Das Finanzamt berechnet auf Grundlage deiner Kostenangaben, ob und in welcher Höhe du die Pflegekosten sowie Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen erstattet bekommst.

    Heimunterbringung: Kosten von der Steuer absetzen

    Pflegeheime sind teuer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Fiskus an den Kosten beteiligen können!

    Horst ist 78 Jahre alt und muss krankheitsbedingt in ein Pflegeheim. Doch der Platz im Pflegeheim ist teuer. Immerhin: Zahlt ein Rentner Steuern und muss krankheitsbedingt in ein Alten- oder Pflegeheim ziehen, kann er die Heimkosten unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

    Nun kann es aber auch vorkommen, dass ein Rentner so wenig Rente bekommt, dass er weder eine Steuererklärung abgeben muss, noch sich ein Pflegeheim leisten kann. In der Regel werden dann nahe Angehörige – dazu gehören zum Beispiel die eigenen Kinder – zur Kasse gebeten. Und auch für sie gilt: Heimkosten können gegebenenfalls von der Steuer abgesetzt werden.

    Früher konnten die Kosten nur geltend gemacht werden, wenn der Heimbewohner pflegebedürftig war. Die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH) haben jedoch 2010 entschieden, dass die Kosten für einen krankheitsbedingten Aufenthalt im Seniorenheim auch dann als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden können, wenn "keine ständige Pflegebedürftigkeit besteht und keine zusätzlichen Pflegekosten abgerechnet worden sind". Nachlesen können Sie das Urteil unter dem Aktenzeichen VI R 38/09.

    Szenario 1: Horst kommt fГјr seine Heimunterbringung selbst auf

    Horst zieht mit 78 Jahren schweren Herzens in ein Pflegeheim. Die Pflegekasse hat ihn in Pflegegrad 4 eingestuft, er gilt also als pflegebedürftig. Um die Heimkosten von der Steuer absetzen zu können, muss Horst zuerst die Erstattungen von seinen Kosten abziehen. Zu diesen Erstattungen gehören:

    • Kostenerstattungen der gesetzlichen Krankenkasse bzw. der Beihilfe
    • Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegeversicherung
    • Pflegegeld aus einer privaten Pflegeversicherung

    Da Horst seine Wohnung in einem Kölner Vorort aufgegeben hat, gilt für ihn auch die sogenannte Haushaltsersparnis. Der Fiskus geht nämlich davon aus, dass Horst durch die Aufgabe seiner Wohnung 8.820 Euro pro Jahr spart. Diesen Betrag muss er – wie die Erstattungen – von den Heimkosten abziehen. Nur den Betrag, der übrig bleibt, kann Horst in seiner Steuererklärung eintragen. Aber auch hier gibt es eine Einschränkung: Dieser errechnete Betrag muss höher sein als seine zumutbare Belastung. Die errechnet sich grundsätzlich anhand der Summe der Einkünfte, des Familienstands und der Anzahl der Kinder.

    In einem Urteil von November 2013 (Aktenzeichen VI R 20/12) betonte der Bundesfinanzhof, dass im Falle einer krankheitsbedingten Heimunterbringung sowohl die Pflegekosten als auch die Unterbringungskosten abzüglich der Haushaltsersparnis absetzbar sind. Mit einer Einschränkung: Die Aufwendungen für die Unterbringung dürfen nicht in einem „offensichtlichen Missverhältnis zum medizinisch indizierten Aufwand“ stehen, so die Richter aus München. Die Konsequenz: Das Finanzamt prüft jeden Einzelfall.

    Szenario 2: Sohn Matthias muss fГјr die Heimunterbringung von Horst aufkommen

    Gehen wir nun davon aus, dass Horst sich ein Pflegeheim nicht leisten kann, weil er kein Vermögen hat und zu wenig Rente bekommt. Als Sohn ist Matthias rechtlich dazu verpflichtet, für den Unterhalt seines Vaters aufzukommen. Das nennt man umgangssprachlich auch Elternunterhalt. Immerhin: Ist ein Angehöriger wegen Pflegebedürftigkeit in einem Pflegeheim untergebracht, unterstützt der Fiskus.

    Matthias kann von den Heimkosten, die er für seinen Vater übernimmt, einen Teil als Unterhaltsleistung geltend machen. Das ist aber nur möglich, wenn Horst weniger als 9.726 Euro an eigenen Einkünften und Bezügen pro Jahr erhält. Das ist in unserem Beispiel der Fall. Achtung: Hat der Pflegebedürftige höhere Einkünfte als 9.726 Euro, können die Angehörigen keine Unterhaltsleistungen geltend machen.

    Und so berechnet Matthias, wie viel Elternunterhalt er von der Steuer absetzen kann:

    Doch Matthias muss weitaus mehr Geld für das Pflegeheim ausgeben, als ihm der Fiskus als Unterhalt billigt. Was nun? Weitere Kosten kann er als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Aber auch hier gilt: Zuerst zieht der Fiskus die Erstattungen und die Haushaltsersparnis ab, dazu zählt auch Horst‘s Rente. Nur den Restbetrag kann Matthias in seiner Steuererklärung eintragen – zumindest wenn der Restbetrag seine zumutbare Belastung überschreitet.

    Müsste Horst nicht aufgrund seiner Pflegebedürftigkeit, sondern altersbedingt in ein Alten- oder Pflegeheim, kann er die Heimunterbringungskosten nicht als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Sohn Matthias könnte höchstens den Unterhalt von der Steuer absetzen.

    Szenario 3: Horst ist nur Гјbergangsweise im Seniorenheim

    Nehmen wir an, Horst würde seine Wohnung nicht aufgeben und wäre krankheitsbedingt nur übergangsweise für die Zeit der Behandlung im Heim untergebracht. Horst könnte – wie alle anderen Steuerzahler auch – die Kosten für den Heimaufenthalt als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Voraussetzung ist in einem solchen Fall eine ärztliche Bescheinigung, die bereits vor Einzug ins Seniorenheim bestätigt, dass die Heimunterbringung infolge einer Erkrankung notwendig ist. Das entschieden die Richter des Bundesfinanzhofs bereits 2010 (Aktenzeichen VI R 38/09).

    Weitere Dienstleistungen als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen

    Wer in einem Appartement in einem Wohnstift lebt, kann die Kosten für das Zubereiten und Servieren von Speisen als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. Wichtig ist, dass das Appartement abschließbar und zur selbstständigen Haushaltsführung geeignet, also voll ausgestattet ist. Das hat das Finanzgericht Baden-Württemberg (Aktenzeichen 3 K 3887/11) entschieden.

    Geklagt hatte ein Mann, der in einem 49 qm großen Zwei-Zimmer-Appartement mit Bad und Kochmöglichkeit innerhalb eines Wohnstiftes wohnte. In der Miete inbegriffen war ein tägliches, in der wohnstifteigenen Küche zubereitetes Mittagessen mit Service im Speisesaal. In einer Ergänzungsvereinbarung war festgehalten, dass der Speisesaal als Gemeinschaftseinrichtung zählt.

    In seiner Steuererklärung machte der Kläger sowohl die Kosten für die Reinigung von Küche und Speisesaal als auch die Kosten für die Zubereitung und das Servieren des täglichen Mittagsmenüs als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend. Das zuständige Finanzamt erkannte lediglich die Kosten für die Reinigung der Räume an. Begründung: Die Zentralküche und der gemeinsame Speiseraum gehörten nicht zum Haushalt des Klägers.

    Finanzgericht stärkt Rechte der Bewohner

    Das Gericht sah das anders: Sowohl der Speisesaal als auch die Küche des Wohnstifts zählen den Richtern zufolge zum eigenen Haushalt. Dementsprechend müssten die anteiligen Lohnkosten für die Zubereitung eines Mittagessens als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt werden.

    Das verantwortliche Finanzamt hatte Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (Aktenzeichen: VI R 60/12). Doch nach Rücknahme der Revision wurde der Fall eingestellt. Das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg ist demnach rechtskräftig.

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    Pflegekosten steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend machen

    Sind Sie oder ein Familienmitglied auf Pflege angewiesen, dann ist das oft eine große Belastung – allgemein und finanziell. Um sich Unterstützung zu holen, sind die örtlichen Sozialstationen erste Anlaufstelle. Für finanzielle Entlastung sorgen steuerliche Erleichterungen.

    Pflegebedingte Aufwendungen dürfen Sie unter bestimmten Voraussetzungen in nachgewiesener Höhe als außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art geltend machen. Diese Fälle kommen vor:

    • Pflegekosten für Sie selbst, Ihren Ehepartner und/oder Ihr Kind, für das Sie Anspruch auf Kindergeld haben;
    • Pflegekosten für einen Angehörigen oder eine Ihnen nahestehende Person.

    Von Ihren außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art zieht der Finanzbeamte die zumutbare Belastung ab. In dieser Höhe müssen Sie die Kosten ohne die Unterstützung der Allgemeinheit tragen.

    Berechnen Sie hier, wie hoch die zumutbare Belastung in Ihrem Fall ist!

    Der Gesetzgeber honoriert es, wenn Sie persönlich eine andere Person pflegen. Sie können dann den Pflege-Pauschbetrag bekommen. Dieser Pauschbetrag kann Ihnen zustehen, wenn Sie Ihren Ehepartner pflegen, wenn Sie einen Dritten pflegen oder wenn Ihr Ehepartner das tut. Dabei kann es sich um Ihr Kind oder eine andere Ihnen nahestehende Person handeln. Voraussetzung ist allerdings, dass der Gepflegte nicht „nur“ pflegebedürftig ist, sondern sogar hilflos. Hier berücksichtigt der Finanzbeamte keine zumutbare Belastung.

    Das sind „pflegebedingte Aufwendungen“

    Zu den pflegebedingten Aufwendungen gehören die nachgewiesenen Kosten für

    • die Unterbringung in einem Heim,
    • die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes,
    • die Inanspruchnahme von Einrichtungen der Tages-, Nacht- oder Kurzzeitpflege sowie nach Landesrecht anerkannten niederschwelligen Betreuungsangeboten sowie
    • eine ambulante Pflegekraft.

    Pflegekosten nachweisen: Das brauchen Sie

    Wollen Sie Ihre Pflegekosten steuerlich geltend machen, dann dient Ihnen der Bescheid der Pflegekasse als Nachweis. Alternativ dazu kann der Nachweis durch einen Schwerbehindertenausweis bzw. Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes erfolgen. Daraus muss aber das Merkzeichen „H“ für Hilflosigkeit hervorgehen, denn Hilflosigkeit entspricht der Pflegestufe III.

    Bei Heimunterbringung bzw. Inanspruchnahme der unterschiedlichen Pflegedienste können Sie Ihre Kosten anhand der Rechnungen nachweisen. Übernimmt eine ambulante Pflegekraft die Pflege, dann gehören zu den abziehbaren Kosten neben dem Lohn auch Steuern und Abgaben usw.

    Sind Leistungen aus einer Pflegeversicherung anzurechnen?

    Ungeklärt ist letztlich, ob und in welcher Höhe Sie Ihre pflegebedingten Aufwendungen um Leistungen aus einer Pflegeversicherung zu kürzen haben. U.E. sind hier schon aus praktischen Gründen die gleichen Spielregeln anzuwenden, die für die Ermittlung der Steuerabzugsbeträge für haushaltsnahe Hilfen gelten. Dazu gibt es ein umfangreiches BMF-Schreiben, das ausführlich auf die Leistungen aus einer Pflegeversicherung eingeht (BMF-Schreiben vom 15.2.2010, BStBl. 2010 I S. 140 Rz. 37 ff.). Danach gilt im Grundsatz:

    • Sind die Zahlungen zweckgebunden, dann müssen Sie Ihre Aufwendungen entsprechend kürzen.
    • Sind die Zahlungen nicht zweckgebunden, dann mindern Sie Ihre Aufwendungen nicht.

    Pflege-Pauschbetrag: Wer bekommt ihn und wie hoch ist er?

    Den Pflege-Pauschbetrag können Sie für Aufwendungen beanspruchen, die Ihnen oder Ihrem Ehepartner durch die persönliche Pflege eines Angehörigen entstehen.

    Der Pflege-Pauschbetrag beträgt 924 Euro im Jahr (§ 33 b Abs. 6 EStG). Er wird auch dann in voller Höhe gewährt, wenn die Pflege nur einen Teil des Jahres andauert, etwa weil der Gepflegte verstirbt.

    Pflegen Sie mehrere Personen, dürfen Sie den Pflege-Pauschbetrag auch mehrfach beanspruchen. Deshalb steht Ihnen der Pflege-Pauschbetrag zweifach zu, wenn Sie zum Beispiel Ihre Eltern pflegen, die beide hilflos sind.

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    Источники: http://taxfix.de/anleitungen/pflegekosten-absetzen/, http://www.vlh.de/krankheit-vorsorge/pflege/heimunterbringung-kosten-von-der-steuer-absetzen.html, http://www.steuertipps.de/gesundheit-krankheit-pflege/themen/pflegekosten-steuerlich-als-aussergewoehnliche-belastung-geltend-machen

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