Einkommensteuer vorsorgeaufwendungen höchstbetrag

    0
    210

    Vorsorgeaufwendungen

    So setzen Sie Altersvorsorge und Versicherungen von der Steuer ab

    • Zuletzt aktualisiert: 6. März 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Machen Sie Ihre Vorsorgeaufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend, können Sie viel Geld sparen.
    • Zu steuermindernden Sonderausgaben gehören insbesondere die Ausgaben für die Altersvorsorge, aber auch Riester-Verträge, Kranken- und Pflegeversicherung, Betreuung und Unterhalt für Kinder sowie Aufwendungen für die Berufsausbildung.
    • Ausgaben für die private und gesetzliche Rentenversicherung und ihr gleichgestellte Aufwendungen können Sie 2016 bis zu einem Höchstbetrag von 22.767 Euro (das Doppelte für Ehepaare) von der Steuer absetzen. Für 2016 erkennt das Finanzamt aber nur 82 Prozent der Aufwendungen an.
    • Wenn Sie rentenversicherungspflichtig sind, wird Ihnen der Abzug um den Arbeitgeberteil gekürzt.
    • Die Basiskrankenversicherung ist grundsätzlich in voller Höhe absetzbar. Wenn dadurch der jährliche Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen von 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beamte oder 2.800 Euro für Selbstständige nicht ausgeschöpft ist, können Sie die Ausgaben für weitere Versicherungen geltend machen.
    • Die Beiträge können Sie zusätzlich zu Ihren Aufwendungen für die Altersvorsorge anrechnen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Aufwendungen für die Altersvorsorge oder die Krankenversicherung gehören zu den Sonderausgaben, die vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt sind. Weil Sie mehrere verschiedene Steuerformularen ausfüllen müssen, ist allerdings Geduld gefragt. Sie sollten sich davon nicht abschrecken lassen: Die Mühe lohnt sich.

    Helfer für die Steuererklärung

    Die Vorsorgeaufwendungen unterteilen sich in drei Bereiche:

    • Basisversorgung (gesetzliche Renten, berufsständische Versorgungswerke, landwirtschaftliche Alterskassen und Rürup-Renten),
    • sonstige Vorsorgeaufwendungen (beispielsweise Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- und klassische private Lebensversicherung mit Abschluss vor 2005) und
    • Zusatzversorgung (Riester-Rente).

    So setzen Sie die Basisversorgung ab

    Die Basisversorgung setzt sich aus Beiträgen für den Aufbau einer Altersversorgung zusammen. Darunter fällt die gesetzliche Rentenversicherung, ihr gleichgestellte Aufwendungen wie berufliche Versorgungswerke und die Rürup-Rente (Basisrentenvertrag). Diese Aufwendungen können Sie als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

    Grundsätzlich gilt dafür im Jahr 2016 ein Höchstbetrag von 22.767 Euro im Jahr – Ehepaare und Lebenspartner, die zusammen veranlagt sind, können den doppelten Betrag geltend machen, also 45.534 Euro. 2017 steigt dieser Betrag auf 23.362 Euro beziehungsweise 46.724 Euro bei einer gemeinsamen Veranlagung an.

    Allerdings können Sie erst ab dem Jahr 2025 vom vollen Höchstbetrag profitieren. In den kommenden Jahren wird der Anteil der jährlich abziehbaren Basisvorsorgeaufwendungen langsam angehoben – pro Jahr um zwei Prozentpunkte. Im Umkehrschluss werden Renteneinkünfte vollständig besteuert – allerdings erst ab 2040. Fachleute sprechen vom Prinzip der nachgelagerten Besteuerung.

    In der Steuererklärung für 2016 berücksichtigt das Finanzamt höchstens 82 Prozent der Höchstbeträge, also 18.669 Euro für Alleinstehende und 37.338 Euro für Paare. 2017 können Sie 84 Prozent des Höchstbetrags absetzen, also 19.624 Euro für Alleinstehende und 39.248 Euro für Paare

    Davon abzuziehen ist der steuerfreie Arbeitgeberanteil: Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die Rentenversicherung einzuzahlen, bekommen ihre Vorsorgeaufwendungen um diesen Betrag gekürzt. In der folgenden Rechnung zeigen wir an einem Beispiel, wie Sie sich das vorstellen müssen:

    Beispiel Altersvorsorge absetzen für 2016

    Der Arbeitnehmer kann also – wie im Beispiel errechnet – Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von 4.290 Euro als Sonderausgaben geltend machen.

    Umstritten ist die gesetzliche Berechnungsweise deshalb, weil rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer einen Großteil ihrer Vorsorgeaufwendungen nicht absetzen können. Der Abzug von Vorsorgeaufwendungen ist Streitgegenstand juristischer Musterverfahren. Oft erlassen Finanzämter Einkommensteuerbescheide, in denen sie geltend gemacht werden, daher nur vorläufig.

    Rückerstattung möglich

    Werden Ihre Vorsorgeaufwendungen, zum Beispiel für eine Haftpflichtversicherung, nur in begrenztem Maße vom Finanzamt anerkannt, wird der Sachverhalt gekennzeichnet und Ihre Einkommensteuererklärung gilt als vorläufig. Später haben Sie aber möglicherweise die Chance auf eine Rückerstattung, falls ein entsprechendes Musterverfahren zugunsten der Steuerzahler ausgeht.

    Kürzungen nicht nur für Rentenversicherungspflichtige

    Der Abzug bei den Vorsorgeaufwendungen gilt auch für Beamte, Richter, Berufssoldaten und Geistliche, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstandmitglieder einer Aktiengesellschaft müssen die Kürzungsregelungen ebenfalls akzeptieren. Der Anteil, der dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Rentenversicherung entspricht, wird auch von den Vorsorgeaufwendungen abgezogen, die sie geltend machen könnten.

    Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf Seite 1 in die Zeilen 4 bis 10 ein.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Rürup-Beitrag anpassen

    2017 steigt der Höchstbeitrag für die Basisversorgung von 22.767 Euro auf 23.362 Euro.

    Tipp: Insbesondere Selbstständige, die diesen noch nicht ausschöpfen, können die maximale Steuerentlastung erzielen, wenn sie ihren Beitrag in einen laufenden Rürup-Vertrag dementsprechend erhöhen. Die Zahlungen müssen bis Jahresende 2017 erfolgen, damit sie für die Steuererklärung 2017 berücksichtigt werden können.

    Basiskrankenversicherung in voller Höhe absetzen

    Zu den Sonderausgaben, die Sie in voller Höhe von der Steuer absetzen können, gehören auch die Beiträge für Pflegeversicherung und Krankenkasse – aber nur die, die Sie auf sozialhilfegleichem Niveau absichern. Das ist die sogenannte Basiskrankenversicherung.

    Zahlen Sie mehr, gelten diese Beiträge als sonstige Vorsorgeaufwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Aufwendungen für Wahlleistungen der Kassen. Sind Sie gesetzlich krankenversichert und haben somit Anspruch auf Krankengeld, wird Ihr abzugsfähiger Beitrag um vier Prozent vermindert.

    Ihre Aufwendungen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf den Seiten 1 und 2 in die Zeilen 11 bis 45 ein.

    Bonuszahlung der Krankenkasse

    Für gesetzlich Krankenversicherte, die an einem Gesundheitsprogramm ihrer Krankenkasse teilgenommen und dafür einen Bonus erhalten haben, gibt es eine gute Nachricht: Sie können in der Regel die ungekürzten Beiträge für die Krankenversicherung in der Steuererklärung angeben. Der Bonus kann als Zuschuss der Krankenkasse für gesundheitsbewusstes Verhalten gelten. Konsequenz: Der Zuschuss gilt nicht als Erstattung von gezahlten Krankenversicherungsbeiträgen. Deshalb muss der Sonderausgabenabzug – entgegen der Ansicht der Finanzverwaltung – nicht reduziert werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 1. Juni 2016 (Az. X R 17/15, veröffentlicht am 14. September 2016).

    Im entschiedenen Fall nahm eine Krankenversicherte am Bonusprogramm ihrer gesetzlichen Krankenkasse teil. Die BKK zahlte im Jahr bis zu 150 Euro als Bonus an sie aus. Dies war eine Belohnung für gesundheitsbewusstes Verhalten. Denn die Versicherte verpflichtete sich, an einer Reihe von kostenfreien Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen sowie weitere Gesundheitsmaßnahmen wie Brillen, Osteopathie, Massagen und Heilpraktikerbehandlungen selbst zu finanzieren.

    Weil die steuerliche Bewertung von Bonuszahlungen der Krankenkassen seit Jahren umstritten ist, erteilen die Finanzämter die Steuerbescheide in diesem Punkt seit einiger Zeit vorläufig. Wer also die vollen Sonderausgaben in seiner Steuererklärung angegeben hat, der kann eventuell auf eine nachträgliche Steuererstattung hoffen. Denn sollten sich die zusätzlichen Sonderausgaben im konkreten Berechnungsfall auswirken, muss das Finanzamt Steuern erstatten.

    Änderung des Steuerbescheids beantragen

    Nach Ansicht des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine haben die meisten Finanzämter die Bonuszahlungen automatisch berücksichtigt, weil sie hierüber elektronische Meldungen von den Krankenkassen erhalten. In diesen Fällen sollten Sie eine Änderung aller betroffenen Steuerbescheide beantragen. Dies gilt zumindest für einen Bonus für Gesundheitsmaßnahmen, die über den Basisschutz hinausgehen; nicht jedoch für echte Beitragsrückerstattungen. Diese mindern tatsächlich den Abzug von Sonderausgaben.

    Sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen

    Als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden im Grunde alle Beiträge zur Absicherung von Arbeitslosigkeit, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit sowie Unfall-, Haftpflicht-, Renten- und Lebensversicherungen. Für Arbeitnehmer und Beamte gilt der Höchstbetrag von 1.900 Euro, Selbstständige können 2.800 Euro geltend machen. Auch die Beiträge für Rentenversicherungen, für die Sie vor 2005 erstmals eingezahlt haben, können Sie hier eintragen. Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf der Seite 2 in die Zeilen 46 bis 52 ein.

    Das entlastet aber nur wenige Steuerzahler. Wenn Sie die Beiträge für Basiskranken- und gesetzliche Pflegeversicherung abgesetzt haben, bleibt von Ihrem Höchstbetrag meist nicht mehr viel übrig.

    Sonderausgaben für Versicherungen Ihres Kindes

    Beiträge zur inländischen privaten Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie auf der Seite 1 ab Zeile 23 ein. Haben Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder, können Sie auch die Kranken- und Pflegeversicherung Ihres Kindes als Sonderausgaben geltend machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie selbst der Versicherungsnehmer sind oder Ihr Kind. Beiträge können aber nicht zweimal abgesetzt werden: Ihr Kind hat nicht die Möglichkeit, dass die Versicherungsbeiträge als Sonderausgaben in seiner Steuererklärung berücksichtigt werden, wenn Sie selbst die Beiträge geltend machen.

    Dies können Sie, indem Sie die übernommenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der Anlage Kind, Seite 2, Zeilen 31-37 eintragen.

    Falls Sie keinen Anspruch auf Kindergeld haben und als Versicherungsnehmer die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge übernehmen – zum Beispiel für Ihre Kinder –, dann können Sie diese in der Anlage Vorsorgeaufwendungen, Seite 2 ab Zeile 40 eintragen. Sie benötigen auch die Steuer-Identifikationsnummer der „anderen Person“.

    Profitieren vom Riester-Vertrag

    Gehören Sie zum förderberechtigten Kreis der Sparer, die Zulagen für die Riester-Rente erhalten, können Sie im günstigsten Fall bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen. Vor allem Beamte und Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, profitieren von diesem Abzug.

    Damit Sie die volle Förderung erhalten, müssen Sie 4 Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens abzüglich der Zulagen sparen. Die Zulagen betragen im Einzelnen:

    • bis zu 154 Euro Grundzulage,
    • einmalig 200 Euro Zuschuss für junge Sparer, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wird, bevor der Riester-Sparer 25 Jahre alt wird,
    • für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt es 185 Euro Kinderzulage, für später geborene 300 Euro. Das gilt aber nur für Kinder, für die ein Kindergeldanspruch besteht.

    Aufwendungen für die Riester-Rente tragen Sie in der Anlage AV ein. Das Finanzamt berechnet, ob der Sonderausgabenabzug oder die Zulagengewährung für Sie günstiger ist.

    Sollen wir Sie

    Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps – kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung

    Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

    1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
    2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
    3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

    Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

    Das könnte Sie auch interessieren

    Noch mehr sparen mit Finanztip

    Finanztip Newsletter

    • Jede Woche die besten Tipps
    • Absolut kostenlos
    • 100% werbefrei

    Kostenlos anmelden

    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Lohnsteuer kompakt FAQs

    Die ganze Welt des Steuerwissen

    Bis zu welcher Höhe kann ich Vorsorgeaufwendungen absetzen?

    Altersvorsorgeaufwendungen (Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen und zu Rürup-Rentenversicherungen) sind insgesamt absetzbar bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Sie wirken sich allerdings bis zum Jahre 2025 tatsächlich nur mit einem bestimmten Prozentsatz steuermindernd aus. Dieser Prozentsatz verändert sich jährlich, begann im Jahre 2005 mit 60 % und steigt bis zum Jahre 2025 auf 100 %.

    In den Jahren 2005 bis 2014 betrug der Höchstbetrag 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro (Alleinstehende / Verheiratete). Steuermindernd wirken sich die Beiträge in 2014 mit 78 % aus, höchstens 15.600 Euro / 31.200 Euro (das sind 78 % von 20.000 Euro / 40.000 Euro).

    Ab 2015 ist der Altersvorsorgehöchstbetrag variabel und gekoppelt an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Euro-Betrag. Im Jahre 2015 beträgt der Höchstbetrag 22.172 Euro / 44.344 Euro. Aber diese Beiträge wirken sich nur mit 80 % steuermindernd aus, höchstens 17.738 Euro / 35.476 Euro (80 % von 22.172 Euro / 44.344 Euro).

    Im Jahre 2017 sind die Altersvorsorgebeiträge insgesamt absetzbar bis zu 23.362 Euro bei Ledigen und 46.724 Euro bei Verheirateten. Diese Beiträge wirken sich mit 84 % steuermindernd aus, also mit höchstens 19.624 Euro / 39.248 Euro.

    Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen sind insgesamt bis 1.900 Euro abzugsfähig, wenn der Steuerzahler steuerfreie Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung oder Beihilfe zu den Krankheitskosten erhält. Bekommt er diese steuerfreien Zuschüsse nicht, kann er bis zu 2.800 Euro als sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Die Beiträge wirken sich sich jedoch nur dann steuermindernd aus, soweit der Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro noch nicht mit Beiträgen zur Basis-Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

    Wenn Sie geringere Beiträge in die Basis-Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen, haben Sie noch ein wenig Spielraum, um Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Haftpflichtversicherungen und weitere Versicherungen absetzen zu können.

    Beiträge zur privaten und gesetzlichen Basiskrankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung berücksichtigt das Finanzamt stets in tatsächlicher Höhe, auch wenn sie den Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro übersteigen. Nur wenn diese Beträge nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen ausgeschöpft werden, können im verbleibenden Spielraum andere Versicherungsbeiträge abgesetzt werden.

    • Arbeitstage-Rechner: Mit unserem Arbeitstage-Rechner ermitteln Sie ganz einfach die Zahl der Arbeitstage in einem beliebigen Zeitraum.
    • Arbeitslosengeld-Rechner: Wie hoch Ihr voraussichtliches Arbeitslosengeld sein wird, können Sie mit unserem Arbeitslosengeld-Rechner ermitteln.
    • Brutto-Netto-Rechner: Mit dem Brutto-Netto-Rechner von Lohnsteuer kompakt berechnen Sie, wie viel von Ihrem Bruttogehalt übrig bleibt.
    • Förderrechner Riester-Rente: Mit dem Riester-Rechner können Sie Ihre persönlichen Daten zur Riester-Rente berechnen. Der Rechner ermittelt wie hoch die verschiedenen Zulagen ausfallen und welche Höchstgrenzen für Sie relevant sind.
    • Rechner für die Rentenbesteuerung: Müssen Sie Ihre ganze Rente versteuern oder nur einen Teil? Mit unserem Rechner zur Rentenbesteuerung ermitteln Sie schnell und einfach den Besteuerungsanteil der Rente und den Rentefreibetrag.
    • Lohnsteuer kompakt
    • Willkommen bei Lohnsteuer kompakt
      • Registrierung bei Lohnsteuer kompakt
    • Steuer-Cockpit: So verwalten Sie Ihre Steuerfälle
      • Start einer neuen Steuererklärung
      • Alles rund um Ihre Steuerfälle
      • Verwaltung Ihrer Einstellungen
    • Meine Steuererklärung
      • Musterbriefe
    • Dateneingabe: So erstellen Sie Ihre Steuererklärung
      • Interessantes für Neukunden
      • Eingabe eines Steuerfalls
      • Hilfreiche Tools bei der Dateneingabe
    • Belegabruf: Die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt)
      • Berechtigungen für den Belegabruf verwalten
      • Daten aus dem Belegabruf übernehmen
    • Prüfung: Fehler finden
    • Steuererklärung abgeben: Daten an das Finanzamt schicken
      • Abgabe der Steuererklärung
      • ELSTER-Abgabe
      • Steuerunterlagen per ELSTER
      • Nach dem ELSTER-Versand
      • Steuerberechnung
      • Veranlagung
    • Steuerbescheid prüfen: Kontrolle muss sein
      • Einspruch einlegen
    • Häufige Fragen
      • Grundlagen
      • Preise und Bezahlung
    • Hilfe und Beispiele
      • Beispiele: So nutzen Sie Lohnsteuer kompakt
      • Fragen zur Eingabe
      • Suche
      • Konto löschen
    • Rechner
      • Einkommenssteuer-Rechner
      • Einkommenssteuer-Veranlagungsrechner
      • Steuerberaterkosten-Rechner
      • Erbschaftssteuer-Rechner
      • Schenkungssteuer-Rechner
      • Rentenbesteuerung
      • Riester-Renten-Rechner
      • Brutto-Netto-Rechner
      • Steuerklassenwahl-Rechner
      • Lohnsteuerrechner für sonstige Bezüge und Vergütungen
      • Arbeitslosengeld-I-Rechner
      • Arbeitslosengeld-II-Rechner
      • Kfz-Steuer Rechner
      • Grundsteuer-Rechner
      • IBAN-Rechner
      • Arbeitstage berechnen
      • Währungsrechner
    • Rechtliche Informationen
      • Allgemeine Geschäftsbedingungen
      • Datenschutzerklärung
      • Widerrufsrecht
      • Versand und Zahlung
    • Impressum
    • Presse
    • Gesetze / Verordnungen

      PC Magazin (05.04.2016)

      Sichern Sie sich einfach die volle Steuererstattung, die Ihnen zusteht!

      Nur Lohnsteuer kompakt bietet Ihnen:

      • Persönliche Steuertipps im Wert von 312 Euro (Durchschnitt)
      • Verständliche Eingabehilfen und Erklärungen
      • Import aus jeder beliebigen anderen Steuersoftware
      • Schnelle Antworten bei Fragen

      Vorsorgeaufwendungen/Höchstbetragsberechnung

      Die Berechnung der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen ist kompliziert: Je nach Art der Vorsorgeaufwendungen gelten unterschiedliche Höchstbeträge, bestimmte Versicherungsbeiträge werden nur anteilig berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es zwei unterschiedliche Methoden zur Berechnung der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen: die neue und die alte Berechnungsmethode.

      Die neue Berechnungsmethode

      Ab 2010 hat sich die Berechnung der abzugsfähigen sonstigen Vorsorgeaufwendungen geändert. Das ist neu:

      Die Beiträge für eine Basisabsicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung sind immer unbegrenzt als sonstige Vorsorgeaufwendungen absetzbar (auch wenn sie den Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen übersteigen).

      Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen erhöht sich auf 1.900,00 € für Angestellte und Beamte und 2.800,00 € für Selbstständige.

      Altersvorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) können Sie derzeit nur begrenzt absetzen. Im Jahr 2015 sind nur 80 % Ihrer Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich abzugsfähig. Dieser Anteil steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. Erst ab dem Jahr 2025 berücksichtigt das Finanzamt Ihre Altersvorsorgeaufwendungen in voller Höhe.

      Die neue Berechnungsmethode im Überblick:

      Altersvorsorgeaufwendungen, maximal Höchstbetrag

      Beiträge zur Basis-Kranken- und Pflege-Pflichtversicherung oder falls höher sonstige Vorsorgeaufwendungen gesamt, maximal Höchstbetrag

      Insgesamt abzugsfähige Vorsorgeaufwendungen

      Die alte Berechnungsmethode

      Bei der alten Berechnungsmethode sind alle Vorsorgeaufwendungen bis zu einem einheitlichen Höchstbetrag absetzbar, dem Vorsorgehöchstbetrag. So wird der Vorsorgehöchstbetrag ermittelt:

      Gesetze und Urteile (Quellen)

      Die rechtliche Betreuung von Pflegebedürftigen

      Dieser Ratgeber zeigt Betroffenen und möglichen Betreuern, was rechtliche Betreuung wirklich bedeutet, welche Entscheidungen man abgibt und was man tun kann, um eine vertraute Person als Betreuer einzusetzen.

      Ähnliche Themen

      Verwandte Begriffe

      A-Z auf einen Blick

      Kostenlosen E-Mail-Newsletter bestellen:

      Sie erhalten eine E-Mail, um die Anmeldung zu bestätigen.

      Werde unser Fan auf Facebook

      Verwandte Beiträge

      Kuren und Rehamaßnahmen: Die richtigen Kosten ansetzen und Steuern sparen

      Medizinisch notwendige Kuren und Rehamaßnahmen sind als außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art steuermindernd absetzbar. Damit der Finanzbeamte die Kosten nicht als allgemeine Gesundheitsvorsorge oder Wellness und damit nichtabziehbare Kosten einstuft, müssen Sie sich vorab um ein amtsärztliches Attest als Nachweis kümmern. Informieren Sie sich hier, was der Amtsarzt bescheinigen muss und welche weiteren Voraussetzungen Sie zu erfüllen haben. mehr

      Pflegekosten: So sind sie in der Steuererklärung abziehbar

      Sind Sie oder ein Familienmitglied auf Pflege angewiesen, dann ist das oft eine sehr große Belastung – allgemein und finanziell. Deshalb ist es gut, dass der Abzug der Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen für finanzielle Entlastung sorgt. mehr

      Unterhalt an bedürftige Personen: Hier winken Steuerentlastungen

      Zahlen Sie einer Person Unterhalt, können Sie die Unterstützungszahlungen unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Dabei ist zu unterscheiden, ob Sie mehr

      Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren

      Wenn Sie mehr über diese Themen erfahren möchten geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie erhalten unseren regelmäßigen Steuertipps-Newsletter.

      Источники: http://www.finanztip.de/vorsorgeaufwendungen/, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2017/384/bis_zu_welcher_hoehe_kann_ich_vorsorgeaufwendungen_absetzen, http://www.steuertipps.de/lexikon/v/vorsorgeaufwendungen-hoechstbetragsberechnung

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here