Einkommensteuererklärung ausfüllhilfe

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    Steuererklärung: Welche Formulare musst Du ausfüllen und was gehört da rein?

    Den vierseitigen Mantelbogen musst Du jeden Fall ausfüllen. Welche Formulare Du darüber hinaus noch brauchst, hängt vom Einzelfall ab.

    Für die Steuererklärung ist eine besondere Form vorgeschrieben: Du musst dafür die amtlichen Formulare nutzen und ausfüllen. Wie Du das am besten machst, kannst Du hier nachlesen. Welche Formulare Du im Einzelnen brauchst, was das Finanzamt darin abfragt und welche Angaben Ihr machen müsst, erklären wir Dir hier.

    die wichtigsten Steuererklärungs-Formulare im Überblick

    Mantelbogen, Anlage N für Arbeitnehmer, Zinsen und andere Kapitaleinnahmen, Riester-Rente, Versicherungen, Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage, Angaben bei Selbstständigkeit

    Das sind die wichtigsten Formulare

    die wichtigsten Steuererklärungs-Formulare im Überblick

    Freiberufler, andere Selbstständige ( § 18 EStG )

    Gewerbetreibende ( § 15 EStG )

    Freiberufler, andere Selbstständige ( § 18 EStG )

    vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage

    Das waren die wichtigsten Formulare, die Dir bei den ersten paar Steuererklärungen begegnen werden. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Anlagen – zum Beispiel für den Fall, dass Du Kinder hast, eine Wohnung oder ein Haus vermietest, Unterhalt bezahlst und so weiter.

    Alle Formulare kannst Du Dir auf steuertipps.de im Service-Bereich anschauen. Zum Ausfüllen solltest Du eine Software benutzen – das reduziert die Fehleranfälligkeit erheblich! Denn eine Software führt Dich meist nicht offensichtlich von Formular zu Formular, sondern fragt Situationen, Ausgaben und Einnahmen ab und schreibt die Angaben automatisch im richtigen Formular an die richtige Stelle.

    Wann brauchst Du welches Formular – und was will das Finanzamt darin wissen?

    Mantelbogen, Anlage N für Arbeitnehmer, Zinsen und andere Kapitaleinnahmen, Riester-Rente, Versicherungen, Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage, Angaben bei Selbstständigkeit

    Mantelbogen – das Hauptformular der Steuererklärung

    Den Mantelbogen müssen alle unbeschränkt Steuerpflichtigen abgeben, also Steuerpflichtige mit Wohnsitz und Einkünften in Deutschland. Im Mantelbogen wird zum Beispiel nach Name, Adresse, Beruf, Kontoverbindung, Religionszugehörigkeit usw. gefragt, aber auch Spenden und Mitgliedsbeiträge, Kosten für Handwerkerleistungen, Angaben zu Behinderungen etc. trägst Du hier ein.

    Zusätzlich zum Mantelbogen gibst Du als Arbeitnehmer dann noch die Anlage N ab, als Selbstständiger die Anlage G oder S sowie eventuell auch die Anlage EÜR. Mehr zu diesen Anlagen liest Du weiter unten.

    Unter bestimmten Umständen reicht für Arbeitnehmer mit nichtselbstständigen Einkünften auch die Abgabe einer vereinfachten Steuererklärung. Der vereinfachte Vordruck hat nur zwei Seiten und ersetzt den vierseitigen Mantelbogen sowie die Anlage N. Zusätzlich zu diesem verkürzten Formular gibst Du dann ggf. noch die Anlage Vorsorgeaufwand ab und – wenn Du ein Kind hast – die Anlage Kind. Die vereinfachte Steuererklärung ist erlaubt, wenn Du folgende Voraussetzungen erfüllst:

    Du beziehst ausschließlich Arbeitslohn oder Lohn- bzw. Entgeltersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld I). Auf dem vereinfachten Formular werden Deine Lohndaten nicht eingetragen (nur Deine eTIN), da die Daten vom Arbeitgeber per elektronischer Lohnsteuerbescheinigung ans Finanzamt gemeldet werden. Wenn Du gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern gearbeitet hast, darfst Du unserer Meinung nach trotzdem eine vereinfachte Steuererklärung abgeben. Die eTIN (Electronic Taxpayer Identification Number) findest Du auf dem Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

    Als Werbungskosten willst Du nur Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Arbeitsmittel, Bewerbungskosten, Fortbildungskosten, Kontoführungsgebühren sowie Reisekosten bei Auswärtstätigkeit, Flugkosten und Beiträge zu Berufsverbänden absetzen.

    An Sonderausgaben hast Du außer Vorsorgeaufwendungen und Altersvorsorgebeiträgen nur Kirchensteuer und Spenden.

    Deine außergewöhnlichen Belastungen beschränken sich auf den Behinderten-Pauschbetrag, Fahrtkosten wegen Behinderung, Scheidungs-, Krankheits-, Kur- und Pflegekosten.

    Die Beantragung einer Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen ist mit der vereinfachten Steuererklärung ebenfalls möglich.

    Mantelbogen für beschränkt Steuerpflichtige

    Daneben gibt es noch den Mantelbogen für beschränkt Steuerpflichtige, den wir hier der Vollständigkeit halber nennen wollen, obwohl er Dich wahrscheinlich nicht betrifft: Beschränkt Steuerpflichtige sind Personen ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland mit inländischen Einkünften. Sie sind zur Abgabe einer besonderen Steuererklärung für beschränkt Steuerpflichtige verpflichtet.

    Anlage N für Arbeitnehmer

    Jeder Steuerzahler, der Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit und eine Lohnsteuerkarte hat, muss die Anlage N ausfüllen.

    In die Anlage N gehören im Wesentlichen der Arbeitslohn und die Werbungskosten (zum Beispiel die Pendlerpauschale / Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit, Kosten für ein Arbeitszimmer oder Angaben zu einer doppelten Haushaltsführung).

    Anlage Vorsorgeaufwand für Versicherungsbeiträge

    In der Anlage Vorsorgeaufwand gibst Du alle Versicherungsbeiträge für die Altersvorsorge an. Im Steuerrecht spricht man hier von Sonderausgaben . Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung können auch Beiträge zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen, Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Unfall- und Haftpflichtversicherungen eingetragen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gehören auch Lebensversicherungen zu den abzugsfähigen Kosten.

    Anlage AV für Einzahlungen in eine Riester-Rente

    Hier trägst Du die Angaben zu Deinem Riestervertrag ein, falls Du einen abgeschlossen hast. Das Finanzamt prüft dann im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung, welche Förderung (Zulage oder Sonderausgabenabzug) in Deinem Fall günstiger ist

    Anlage KAP für Kapitalanleger

    Die Abgabe der Anlage KAP ist durch Einführung der Abgeltungsteuer nur noch selten verpflichtend: Nur wenn Du Kapitalerträge erzielst, für die keine Abgeltungsteuer einbehalten wird, musst Du die Anlage KAP abgeben.

    Oft lohnt sich aber die freiwillige Abgabe der Anlage KAP: Wenn Dein Einkommen so niedrig ist, dass Dein durchschnittlicher Steuersatz unter 25 % liegt, dann bekommst Du zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurück (zur Veranschaulichung: wenn Dein durchschnittlicher Steuersatz nur bei 20 % liegt, werden Deine Kapitaleinnahmen auch nur mit 20 % besteuert und nicht mit 25 % – was während des Jahres von den Banken zu viel abgezogen wurde, bekommst Du durch die Abgabe der Anlage KAP zurück).

    Anlage AUS für ausländische Kapitaleinkünfte

    Dieses Formular musst Du ausfüllen, wenn Du Kapitaleinkünfte im Ausland erzielst, also beispielsweise Zinsen für ein Konto in der Schweiz. Die Anlage AUS musst Du auch dann abgeben, wenn mit dem betroffenen Land ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen besteht.

    Anlage VL für vermögenswirksame Leistung und Arbeitnehmer-Sparzulage

    Um die Arbeitnehmer-Sparzulage zu beantragen und erhalten, musst Du Deiner Steuererklärung die Anlage VL beifügen. Normalerweise bekommst Du diese Anlage von dem Kreditinstitut zugeschickt, bei dem Deine vermögenswirksame Anlage erfolgt. Falls sie Dir nicht vorliegt: bitte nachfragen! Denn ohne Anlage VL gibt es keine Arbeitnehmer-Sparzulage.

    Anlage S, Anlage G und Anlage EÜR für Selbststände (Freiberufler, Freelancer, Gewerbetreibende usw.)

    Über die Ermittlung und Versteuerung selbstständiger Einnahmen kann man Bücher schreiben. Hier soll es nur ganz kurz darum gehen, welche Formulare Du als Selbstständiger für die Steuererklärung brauchst. Ob Du eine Bilanz erstellen musst oder eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht (und was das ist), lies bitte an anderer Stelle nach.

    Angenommen, Du erfüllst die Voraussetzungen für eine Einnahmen-Überschuss Rechnung (und musst nicht bilanzieren, was deutlich aufwendiger ist), dann gilt für Deine Steuererklärung folgendes:

    Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)

    Wenn Du Deinen Gewinn als Selbstständiger über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelst und Deine Jahres-Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit 17.500 € oder mehr betragen, musst Du das Formular Anlage EÜR abgeben. Es spielt dann auch keine Rolle, ob Du steuerlich als Freiberufler oder als Gewerbetreibender eingestuft wirst (hier steht mehr zu den Unterschieden und zu den Vorteilen einer Freiberuflichkeit).

    Wenn Du in Deinem Betrieb Anlagevermögen hast (Computer, Telefon, Fahrzeug etc.), das nach dem 5.5.2006 angeschafft wurde, musst Du zusammen mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ein Verzeichnis der Anlagegüter abgeben. Dafür kannst Du den amtlichen Vordruck Anlage AV EÜR benutzen oder Dir eine eigene Aufstellung basteln , die für das Finanzamt aber natürlich verständlich sein muss. Der Einfachheit halber würden wir Dir empfehlen, das Formular Anlage AV EÜR zu benutzen, dann stellt das Finanzamt erfahrungsgemäß weniger Rückfragen.

    Die standardisierte Gewinnermittlung über den Vordruck Anlage EÜR dient der Finanzverwaltung dazu, die Einnahmen, Ausgaben und Jahresergebnisse von Betrieben ohne größeren Aufwand miteinander vergleichen und auf Plausibilität prüfen zu können: Die erfassten Beträge lassen sich auf Knopfdruck auswerten und Referenzwerten gegenüberstellen. Daraus können sich Ansatzpunkte für weitere Überprüfungen ergeben.

    Wichtig: Selbstständige müssen ihre Einkommensteuererklärung samt der Anlage EÜR immer elektronisch beim Finanzamt einreichen.

    Anlage S (Einkünfte aus selbstständiger Arbeit)

    Freiberufler erzielen keine gewerblichen Einkünfte, sondern Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Die Höhe der Einkünfte (Gewinn oder Verlust) trägst Du in die Anlage S ein, die Du Deiner Steuererklärung beifügst. Die Abgabe der Anlage S ist auch dann erforderlich, wenn die Anlage EÜR nicht ausgefüllt werden muss (die Einnahmen also unter 17.500 € liegen).

    Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb)

    Wenn Du als Selbstständiger gewerblich tätig bist, musst Du Deinen Gewinn oder Verlust in der Anlage G eintragen und das Formular Deiner Steuererklärung beilegen.

    Einkommensteuererklärung

    Allgemeine Informationen

    Grundsätzlich sind Sie verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung immer dann abzugeben, wenn Sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden (§ 42 Abs 1 Z 1 Einkommensteuergesetz – EStG), d.h. wenn Sie eine Einkommensteuererklärung zugesendet bekommen.

    Ergeht keine Aufforderung, ist zu unterscheiden, ob im Einkommen lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthalten sind oder nicht.

    Eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung besteht für unbeschränkt Steuerpflichtige (= Personen mit österreichischem Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich) insbesondere in jenen Fällen, in denen das steuerfreie Basiseinkommen überschritten ist und nicht nur ein einziger lohnsteuerpflichtiger Bezug vorliegt:

    • Wenn das Einkommen keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte enthält und 11.000 Euro überschreitet
    • Wenn das Einkommen lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthält, daneben aber auch andere Einkünfte von insgesamt mehr als 730 Euro erzielt worden sind und das Einkommen 12.000 Euro überschreitet
    • Wenn gleichzeitig zwei oder mehrere nicht selbstständige Tätigkeiten ausgeübt oder zwei oder mehrere Pensionen (die nicht von einem Pensionsträger gemeinsam versteuert worden sind) bezogen werden und das Einkommen mehr als 12.000 Euro beträgt
    • Grundsätzlich auch dann, wenn Einkünfte aus Kapitalvermögen bezogen worden sind, die dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent, aber nicht der KESt (Kapitalertragsteuer) unterliegen (insbesondere ausländische Kapitaleinkünfte)
    • Wenn Einkünfte aus privater Grundstücksveräußerung im Sinne des § 30 EStG erzielt werden, für die keine Immobilien-Ertragsteuer entrichtet wurde.

    Unabhängig von der Höhe des Einkommens müssen buchführende Einkommensteuerpflichtige eine Einkommensteuererklärung abgeben.

    Somit können Sie davon ausgehen, dass Sie im Regelfall eine Einkommensteuererklärung einreichen müssen, wenn Ihr Einkommen als unbeschränkt Steuerpflichtige/unbeschränkt Steuerpflichtiger 11.000 Euro (oder 12.000 Euro) jährlich übersteigt, es sei denn, Sie haben nur ein einziges (oder aufeinanderfolgende) Dienstverhältnis(se) oder nur eine einzige pensionsauszahlende Stelle.

    Die Abgabe einer Einkommensteuererklärung empfiehlt sich auch bei Vorliegen eines Verlustes, weil dieser dadurch dem Grunde und der Höhe nach rechtskräftig für Zwecke des Verlustvortrags bescheidmäßig festgesetzt wird.

    Im Rahmen der Steuererklärung sind das Einkommen und allfällige weitere Besteuerungsmerkmale des jeweiligen Kalenderjahres offenzulegen (insbesondere die Höhe der Einkünfte, abziehbare Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Kinderfreibeträge).

    Frist zur Einreichung der Abgabenerklärung:

    Abgabe der Steuererklärung in Papierform

    30. April des Folgejahres

    Elektronische Erklärungsabgabe (über Finanz Online )

    Diese Fristen können auf begründeten Antrag verlängert werden. Bei Vertretung durch eine Steuerberaterin/einen Steuerberater bzw. eine Wirtschaftstreuhänderin/einen Wirtschaftstreuhänder sind auch längere Fristen möglich.

    Nähere Informationen zu Finanz Online finden Sie unter „Verfahrensablauf“ und unter „Elektronische Steuererklärung“.

    Zuständige Stelle

    • Grundsätzlich ist das Wohnsitzfinanzamt zuständig. Dies gilt auch dann, wenn der Betrieb im Amtsbereich eines anderen Finanzamtes liegt. Auf Antrag der Steuerpflichtigen/des Steuerpflichtigen kann aber die Delegierung der Zuständigkeit auf ein anderes Finanzamt begehrt werden, in dessen Bereich sich eine Betriebsstätte der Steuerpflichtigen/des Steuerpflichtigen befindet.

    Verfahrensablauf

    • Beachten Sie bitte, dass Sie grundsätzlich verpflichtet sind, die Einkommensteuererklärung elektronisch über Finanz Online (Eingaben/Erklärungen) abzugeben. Diese Verpflichtung schließt auch die Abgabe gewisser Beilagen ein.
    • Buchführende Unternehmerinnen/buchführende Unternehmer haben ihre Bilanz und ihre Gewinn- und Verlustrechnung beizulegen bzw. anlässlich der elektronischen Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen (§ 44 Abs 1 EStG ). Dies kann auch elektronisch erfolgen („E -Bilanz“).
    • Für Einnahmen-Ausgaben-Rechner enthält die Beilage E 1a eine standardisierte Aufstellung der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Eine zusätzliche Einnahmen-Ausgaben-Rechnung in Papierform müssen Sie nicht einreichen.
    • Ist der Steuerpflichtigen/dem Steuerpflichtigen die Übermittlung der Einkommensteuererklärung auf elektronischem Wege mangels technischer Voraussetzungen (z.B. kein Internetanschluss) unzumutbar, ist die Einkommensteuererklärung schriftlich mittels des Formulars Einkommensteuererklärung – E1 beim zuständigen Finanzamt abzugeben.
    • Weiters besteht die Verpflichtung zur Einreichung über Finanz Online nur für die Steuerpflichtigen, die Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben müssen (Vorjahresumsatz mehr als 30.000 Euro).

    Erforderliche Unterlagen

    In bestimmten Fällen sind weitere Beilagen (neben Einkommensteuererklärung – E1 und E 1a) erforderlich:

    • E 1b für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden
    • E 1c für Einzelunternehmerinnen/Einzelunternehmer mit pauschalierten Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft
    • E 1kv für Einkünfte aus Kapitalvermögen, soweit keine Endbesteuerungswirkung durch den KESt -Abzug gegeben ist
    • L 1i für
      • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ohne Lohnsteuerabzug
      • Zusatzangaben bei Erfüllung bestimmter grenzüberschreitender Kriterien
      • Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht (§ 1 Abs 4 EStG )
    • L 1k zur Berücksichtigung eines Kinderfreibetrages, Unterhaltsabsetzbetrages, einer außergewöhnlichen Belastung für Kinder oder zur Nachversteuerung des Arbeitgeberzuschusses für Kinderbetreuung
    • E 11 für Beteiligte an Personengesellschaften

    Es fallen keine Gebühren und Abgaben an.

    Zusätzliche Informationen

    Soweit keine Dateneingabe mittels Finanz Online möglich ist, stehen alle erforderlichen Formulare in der Formulardatenbank auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen oder bei allen Finanzämtern zur Verfügung.

    Steuererklärung: Formular Anlage Kind – Ausfüllhilfe

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    Anlage Kind

    Berlin. Eltern, die eine Einkommenssteuererklärung abgeben, müssen die Anlage Kind für jedes Kind einzeln ausfüllen. Doch der Aufwand lohnt sich: Sie können von Kinderfreibeträgen profitieren und Ausgaben für die Betreuung und Ausbildung ihrer Kinder von der Steuer absetzen.

    Kinder sind etwas Schönes, aber sie kosten auch Geld. Deshalb fördert der Staat Familien mit Steuervergünstigungen. In der Anlage Kind tragen Eltern in Zeile 6 ein, wie viel Kindergeld sie im vergangenen Jahr erhalten haben. Für die ersten beiden Kinder sind das je 2208 Euro, für das Dritte 2280 Euro und für alle weiteren Kinder je 2580 Euro. Das Geld bekommen Eltern unabhängig vom Einkommen von der zuständigen Familienkasse (Zeile 7).

    „Ab einer bestimmten Einkommenshöhe profitieren Eltern zudem von Kinderfreibeträgen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Das Finanzamt prüft nach Abgabe der Steuererklärung automatisch, ob Eltern durch die Kinderfreibeträge mit größeren Steuerersparnissen rechnen könnten. „Die Freibeträge werden dann mit dem bereits ausgezahlten Kindergeld verrechnet.“

    Anspruch auf die Freibeträge haben beide Elternteile. Wer dauerhaft getrennt lebt oder nicht verheiratetet ist, bekommt jeweils 2184 Euro. Bei gemeinsam veranlagten Eltern verdoppelt sich der Betrag auf 4368 Euro, erklärt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Zum Freibetrag, der das Existenzminimum sichern soll, kommt ein Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von 1320 Euro je Elternteil hinzu.

    Auch Adoptiv-, Pflege-, Stief- oder Großeltern können Freibeträge beantragen, wie Erich Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) ergänzt (Zeilen 10 bis 14 bzw. 41 bis 43). „Voraussetzung dafür ist, dass das Kind bei ihnen im Haushalt lebt oder sie dem Sprössling gegenüber unterhaltspflichtig sind.“

    Was in der Steuererklärung beim Kindergeld zu beachten ist

    Kindergeld gibt es grundsätzlich für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr. „Wer eine Ausbildung absolviert, wird sogar bis zum 25. Lebensjahr steuerlich berücksichtigt“, sagt Klocke. Vor Abschluss der ersten Berufsausbildung oder eines Erststudium werde das Kindergeld unabhängig vom Einkommen des Nachwuchses gezahlt (Zeilen 15 bis 27). „Wer sich in einer zweiten Ausbildung befindet, erhält die Familienförderung nur, wenn er wöchentlich regelmäßig nicht mehr als 20 Stunden nebenbei oder in einem Minijob arbeitet“, sagt Klocke.

    „Wenn der Nachwuchs für eine Ausbildung oder ein Studium in einer anderen Stadt lebt, können Eltern zusätzlich zum Kindergeld den Ausbildungsfreibetrag beantragen“, ergänzt Erich Nöll. Dadurch können sie zusätzlich 924 Euro als außergewöhnliche Belastung steuermindernd geltend machen (Zeilen 50-52).

    „Auch Volljährige, die 2014 einen Ausbildungsplatz gesucht, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolviert oder einen begünstigten Freiwilligendienst im In- oder Ausland geleistet haben, erhalten Kindergeld“, erklärt Rauhöft. Wer gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst geleistet hat, trägt die Dauer der Dienste ein (Zeile 22). Dann verlängern sich die Altersgrenzen um den Zeitraum.

    Mit entsprechenden Unterlagen könnten Eltern zudem belegen, was das Kind in dieser Zeit genau gemacht habe, so Rauhöft. „Die Familienkasse zahlt für Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr sogar, wenn diese in Deutschland, einem EU-Land oder der Schweiz als arbeitssuchend gemeldet sind“, sagt er. „Die Altersgrenzen entfallen jedoch, wenn ein Kind vor seinem 25. Lebensjahr eine geistige oder körperliche Behinderung erleidet und sich dadurch finanziell nicht um sich kümmern kann“, sagt Rechtsanwalt Nöll (Zeile 21).

    Alleinerziehende können den halben Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf sich übertragen lassen, wenn der etwa seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt (Zeilen 38 und 39). „Erhält ein Elternteil den vollen Kinderfreibetrag, muss es auch den vollen Kindergeldbetrag angeben – und zwar unabhängig davon, an wen das Kindergeld ausgezahlt wurde“, sagt Nöll. Ist das Kind nur bei einem Elternteil gemeldet, könne dieses auch die Übertragung des halben Betreuungsfreibetrags oder Ausbildungsbetrags beantragen (Zeile 40).

    Zusätzlich können Alleinerziehende vom Entlastungsbetrag profitieren, der bei 1308 Euro pro Jahr liegt (Zeilen 44 bis 49). Die Voraussetzung dafür ist laut Klocke, „dass ein Anspruch auf Kindergeld besteht und das Kind im selben Haushalt lebt.“ Es dürfe aber kein weiterer Erwachsener dort wohnen – es sei denn, es handelt sich dabei um volljährige Geschwister, für die ebenfalls noch ein Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag besteht.

    Für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Eltern Kosten bis 6000 Euro abrechnen – davon werden dann zwei Drittel steuerlich berücksichtigt (Zeilen 67 bis 69). „Der Höchstbetrag von 4000 Euro pro Jahr gilt für jedes Kind“, sagt Klocke. „Unter Betreuungskosten fallen Ausgaben für den Kindergarten, den Hortplatz, aber auch für eine Tagesmutter“, so Nöll.

    Im Sinne der Kinder – Entscheidungen des Bundesfinanzhofes

    Der Bundesfinanzhof hat mehrere Urteile gefällt, die Eltern von Volljährigen in Ausbildung begünstigen: So erhalten sie von der Familienkasse weiterhin Kindergeld, auch wenn der Nachwuchs beispielsweise in einem dualen Studiengang nach Ende der integrierten Ausbildung bis zu 20 Stunden pro Woche arbeitet (BFH, Az. III R 52/13) oder wenn er während der Ausbildung geheiratet hat. Das gilt unabhängig vom Einkommen des Angetrauten (BFH, Az. III R 22/13).

    Es ist wieder soweit: Die Steuererklärung muss bald abgegeben werden. Für Arbeitnehmer bedeutet das: Kosten sammeln und Belege ordnen. Denn wer eine Einkommensteuererklärung abgibt, bekommt in der Regel eine Erstattung.

    Uli Hoeneß liebt es, Erster zu sein. Doch in diesem Fall hätte er wohl liebend gerne darauf verzichtet: Hoeneß ist der erste Prominente, der nach einem wegweisenden Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ins Visier der Steuerfahnder geraten ist. Erst seit der Entscheidung von 2012 gilt verbindlich, dass ab einer hinterzogenen Summe von einer Million Euro keine Haft auf Bewährung mehr möglich ist. Alle anderen prominenten Steuersünder wurden vor dieser Verschärfung ertappt.

    Die Steuer-Razzia bei Post-Chef Klaus Zumwinkel zerrt ein offenes Geheimnis auf die Bühne: Steuerhinterziehung ist ein Massenphänomen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

    Einst gehörte es zum Geschäftsmodell der Schweizer Banken, Ausländern bei der Steuerhinterziehung zu helfen. Nun denken die Eidgenossen um. Der Schweizer Fiskus veröffentlicht Namen möglicher Sünder im Internet.

    Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-welche-formulare-musst-du-ausfuellen-und-was-gehoert-da-rein, http://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/227/Seite.2270200.html, http://m.rp-online.de/leben/ratgeber/steuern/steuererklaerung-formular-anlage-kind-ausfuellhilfe-aid-1.5627785

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