Einkommensteuererklärung außergewöhnliche belastungen

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    Außergewöhnliche Belastungen: Was verbirgt sich dahinter und wie kann ich sie steuerlich nutzen?

    Eine außergewöhnliche Belastung, beispielsweise Krankheitskosten, können Sie ab einer bestimmten Höhe steuerlich geltend machen und vom Gesamtbetrag Ihrer steuerpflichtigen Einkünfte abziehen. So beträgt zum Beispiel die zumutbare Belastung bei einem Einkommen zwischen 15.340 EUR und 51.130 EUR für einen Steuerpflichtigen mit 1 oder 2 Kindern 3% seiner Einkünfte.

    Was sind außergewöhnliche Belastungen?

    Eine allgemeine außergewöhnliche Belastung liegt dann vor, wenn ein Ereignis Sie zu Ausgaben zwingt, die Sie selbst endgültig zu tragen haben und wenn Sie dabei zwangsläufig höhere Aufwendungen haben als die überwiegende Mehrzahl der Personen gleicher Einkommens- oder Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands. In diesem Fall wird auf Antrag vom Gesamtbetrag der Einkünfte der Teil der tatsächlichen Aufwendungen abgezogen, der die zumutbare Belastung übersteigt. Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben sind keine außergewöhnliche Belastung. Bei Ehegatten mit Zusammenveranlagung erfolgt der Abzug gemeinsam. Es kommt nicht darauf an, welcher Ehegatte gezahlt hat.

    Achtung: Ein Abzug ist nicht möglich, wenn Ihnen durch die Ausgabe ein Gegenwert zufließt. Einen Gegenwert erhalten Sie dann, wenn der betreffende Gegenstand auch für einen Dritten von Vorteil wäre, also von länger anhaltendem Wert und Nutzen ist. Ausnahme: Die Gegenwerttheorie wird nicht angewandt bei Aufwendungen der Beschaffung existenziell notwendiger Gegenstände (Wohnung, Hausrat, Kleidung), die infolge höherer Gewalt (z. B. Brand, Naturkatastrophen) verloren gingen. Auch bei Aufwendungen z. B. für den behindertengerechten Umbau des eigenen Hauses ist der Gegenwert ohne Bedeutung, wenn der Umbau aus der Situation heraus notwendig ist.

    Ab welcher Höhe kann ich eine außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen?

    Die Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen wirken sich steuerlich nur aus, wenn sie die Grenze der zumutbaren Belastung übersteigen. Die Höhe der zumutbaren Belastung ist abhängig von Ihren Einkünften. Sie errechnet sich nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte (siehe nachfolgende Tabelle).

    Übersicht: Typische außergewöhnliche Belastungen

    Es gibt typische außergewöhnliche Belastungen, die auch bei den Finanzämtern bekannt und anerkannt sind. Die folgende Liste soll Ihnen beispielhaft einen Überblick geben, in welchen Fällen Sie außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen können:

    Allergie: Kosten für den Austausch allergieauslösender Mittel (Asthma, Formaldehydbelastung) sind abzugsfähig, ebenso Aufwendungen für das Fällen der das Wohnhaus umgebenden Bäume, wenn dies wegen Pollenallergie notwendig ist. Ein einfacher Nachweis ist ausreichend.

    AllergiebettwГ¤sche: Die Anschaffung von Allergiebettzeug gehГ¶rt nicht wie z. B. Brillen, HГ¶rgerГ¤te zu den Heilmitteln im engeren Sinne. Die medizinische Notwendigkeit ihrer Anschaffung muss aber – wie bei MaГџnahmen zur Beseitigung von Schadstoffen – nachgewiesen werden.

    Bestattungskosten, Grabinstandhaltung: Beerdigungskosten für Angehörige sind abziehbar, soweit die Aufwendungen für die Beerdigung nicht aus dem Nachlass gedeckt werden können. Versicherungsleistungen (Sterbegeld, Lebensversicherung etc.) müssen allerdings angerechnet werden. Abziehbar sind die Kosten für die Grabstätte, den Sarg, Blumen und Kränze, Trauerkarten, Todesanzeigen, Überführung und Aufbahrung, nicht dagegen Aufwendungen für die Bewirtung der Trauergäste, Fahrtkosten zur Beerdigung, Aufwendungen für Trauerkleidung, Grabbesuch sowie Kosten für Grabinstandsetzung und Grabpflege.

    Elektrosmog: Aufwendungen für Schutzmaßnahmen gegen z. B. Mobilfunkwellen sind nur abziehbar, wenn die von den Gegenständen ausgehende konkrete Gesundheitsgefährdung durch ein technisches Gutachten nachgewiesen wird.

    Fahrtkosten behinderter Menschen: Geh- und stehbehinderte Menschen können Fahrtkosten in bestimmtem Umfang als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

    Flutschaden/Katastrophenschäden: Ausgaben als Folge unabwendbarer Ereignisse (Erdbeben, Überschwemmungen, Sturm, Brand, Hagel) können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Heimunterbringung: Aufwendungen fГјr die krankheitsbedingte Unterbringung in einem Pflegeheim sind abziehbar.

    Krankheitskosten: Aufwendungen als Folge einer tatsächlichen Erkrankung sind als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Aber Achtung: Eine rein gesundheitsfördernde Vorbeugemaßnahme wird dagegen nicht anerkannt. Da diese Abgrenzung häufig sehr schwierig ist (z. B. Maßnahmen zur Verringerung des Rückfallrisikos bei Krebserkrankungen), muss die Notwendigkeit im Einzelfall nachgewiesen werden. Siehe hierzu auch den Beitrag Krankheitskosten.

    Krankheitsbedingter Umbau: Aufwendungen für den krankheitsbedingten Umbau einer Wohnung oder eines Gebäudes z. B. wegen Schadstoffbelastung können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Prozesskosten: Kosten für Strafprozesse sind keine außergewöhnlichen Belastungen. Zivilprozesskosten sind aufgrund gesetzlicher Regelung ebenfalls nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig.

    Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung: Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung sind eine außergewöhnliche Belastung, wenn Hausrat oder Kleidung durch ein unabwendbares Ereignis wie Brand, Hochwasser, Unwetter, Kriegseinwirkung, Vertreibung oder politische Verfolgung verloren wurde und wiederbeschafft werden muss. Aufwendungen müssen der Höhe nach notwendig und angemessen sein und werden nur berücksichtigt, soweit sie den Wert des Gegenstands im Vergleich zu vorher nicht übersteigen. Die Kosten zur Wiederbeschaffung lebensnotwendiger Vermögensgegenstände können jedoch mangels Zwangsläufigkeit nicht steuermindernd als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, eine allgemein übliche und zumutbare Versicherung (z. B. Hausratversicherung) abzuschließen.

    Wann kann ich eine außergewöhnliche Belastung geltend machen?

    Praxis-Tipp: Am besten Sie nutzen eine Steuersoftware für Ihre Steuererklärung. Anders als bei ELSTER-Formular erhalten Sie hier Hilfe, ob und welche außergewöhnlichen Belastungen Sie geltend machen können. Hier geht es zu unserem Steuersoftware-Vergleich!

    Sie können Ihre Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen in dem Kalenderjahr abziehen, in dem sie tatsächlich geleistet werden (Abflussprinzip). Eine Verteilung hoher Kosten im Wege der Billigkeit auf mehrere Jahre ist nach Auffassung der Verwaltung nicht möglich. Ersatzleistungen von dritter Seite (z. B. durch Versicherungen) sind unabhängig vom Erstattungszeitpunkt anzurechnen, wenn mit der Erstattung bereits im Jahr der Zahlung der Aufwendungen gerechnet werden konnte. Werden mögliche Ersatzansprüche gegen Dritte nicht geltend gemacht (z. B. Kostenbelege werden bei der Versicherung nicht eingereicht, um eine Beitragsrückerstattung zu erhalten oder höhere Beiträge zu vermeiden), ist keine steuerliche Berücksichtigung möglich.

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    "Ich nutze smartsteuer, weil es flexibel für jedes Betriebssystem und Tablet passt und ich erst bezahle, wenn ich die fertige Steuererklärung via ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt übermittle."

    Außergewöhnliche Belastung absetzen

    Außergewöhnliche Belastungen laut EStG sind sogenannte zwangsläufige Aufwendungen, die höher sind als bei der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands. Aufwendungen sind zwangsläufig, wenn man sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aufwendungen, die zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben gehören, bleiben dabei außer Betracht.

    Der Rechner bestimmt anhand Ihrer Angaben auch Ihre sogenannte „zumutbare Belastung“. Der Teil der außerordentlichen Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt ist absetzbar.

    Der Rechner wird geladen .

    Beispiele für außergewöhnliche Belastungen

    Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen z.B. Krankheitskosten (Eigenanteil für Zahnersatz, Zahnkronen oder Zahnfüllungen, Medikamente, Praxisgebühren, Haussanierung aus Gesundheitsgründen, Laserbehandlung der Augen, etc.) , Beerdigungskosten, sofern sie über die Höhe der Erbschaft hinausgehen sowie Pflegekosten bzw. Pflegeheimkosten für die Eltern. Für alle Beispiele gilt, dass Sie nur geltend gemacht werden können, soweit sie nicht z.B durch Leistungen einer gesetzlichen oder privaten Pflege- bzw. Krankenversicherung gedeckt sind.

    Zumutbare Belastungen

    Bevor außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden können, müssen sie die sogenannte zumutbare Belastung überschreiten. Der die zumutbare Belastung übersteigende Teil der außergewöhnlichen Belastungen kann von der Steuer abgesetzt werden. Die zumutbare Belastung ist also als Eigenanteil für die außergewöhnlichen Belastungen zu verstehen.

    Verheiratete ohne Kinder haben eine etwas geringere zumutbare Belastung als kinderlose Singles. Bei Eltern mit Kindern sind die Sätze der zumutbaren Belastung für Ledige und Verheiratete gleich hoch. Das Gesetz unterscheidet hier nur zwischen Steuerzahlern mit bis zu zwei Kindern und ab drei Kindern, wobei die letzte Gruppe die geringsten Sätze der zumutbaren Belastung hat. Sie bekommt also die höchsten Beträge der außergewöhnlichen Belastung anerkannt.

    Änderung seit April 2017: Bundesfinanzhof sorgt für geringere Steuerlast

    Die Finanzämter gingen bis Ende März 2017 davon aus, dass für die Jahreseinkünfte jeweils der höhere Prozentsatz als zumutbare Belastung gilt. Dies führte schon dann zu höheren zumutbaren Belastungen, wenn die Schwelle zur nächsten Stufe nur geringfügig überschritten war. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass diese Berechnung falsch ist. Demnach müsse jede der drei Einkunftsstufen der Tabelle für sich betrachtet werden. Es darf also jeweils nur der Teil der Einkünfte mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet werden, der den im Gesetz genannten Grenzbetrag übersteigt. Das folgende Beispiel verdeutlicht dies:

    Beispiel für die Berechnung

    Die Summe Ihrer Einkünfte beträgt im Jahr 2018 30.000 € bei einem Kirchensteuersatz von 9%. Sie haben ein Kind und sind mit Ihrer Frau gemeinsam veranlagt. Für eine aufwändige Laserbehandlung Ihrer Augen hatten Sie außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 3.000 €.

    Daraus ergibt sich, dass Sie 2.253,40 € (statt bei der vorherigen Regelung 2.100 €) der außergewöhnlichen Belastungen steuerlich mindernd geltend machen können, denn Ihre zumutbare Belastung beträgt 746,60 €. Die Berechnung erfolgt gemäß Urteil des BFH vom 19.01.2017, so dass nur der Teil der Einkünfte, der den im Gesetz genannten Grenzbetrag übersteigt, mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet wird. Daher setzt sich die zumutbare Belastung, wie folgt zusammen:

    Statt der jetzigen 746,60 € wurden vor dem BFH-Urteil noch 3 % vom gesamten Einkommen, also 900 € als zumutbare Belastung berechnet. Somit kann nun ein höherer Betrag abgesetzt werden, denn der darüber hinausgehende Anteil Ihrer Belastungen kann abgesetzt werden, was nach neuer Regelung zu einer Steuerersparnis von 622,88 € führt.

    Versuchen Sie, mehrere außergewöhnliche Belastungen in ein Steuerjahr zu legen, damit deren Summe die zumutbare Belastung möglichst weit überschreitet. Denn die Differenz zur zumutbaren Belastung können Sie steuerlich geltend machen.

    Einkommensteuererklärung außergewöhnliche belastungen

    Checkliste „ABC der anderen außergewöhnlichen Belastungen“

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

    "Andere außergewöhnliche Belastungen" müssen einzeln nachgewiesen werden. Sie wirken sich nur steuermindernd aus, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen. Der Ratgeber "Außergewöhnliche Belastungen im Steuerrecht" erklärt die Grundlagen Zu den häufigsten "anderen außergewöhnlichen Belastungen" zählen Krankheitskosten, Kurkosten, Bestattungskosten, Scheidungskosten und Wiederbeschaffung von Hausrat (zum Beispiel bei Hochwasser oder anderen Katastrophenschäden). Es gibt darüber hinaus unzählige Fallkonstellationen, wo Steuerzahler versuchen, Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend zu machen.

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    Vorgehensweise bei der Checkliste

    Als Faustregel gilt: Zunächst ist zu prüfen, ob der Sachverhalt unter einer der folgenden Punkte der Checkliste fällt. Nützlich ist dann die Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen zur außergewöhnlichen Belastung und damit auch die Berechnung, ob die entstandenen Kosten im Kalenderjahr überhaupt die zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Dazu wird der entsprechende Prozentsatz auf den Gesamtbetrag aller Einkünfte angesetzt. Die Aufwendungen wirken sich steuerlich nur aus, soweit sie über den so ermittelten Betrag in dem jeweiligen Kalenderjahr liegen.

    • Abfindung an Vormieter bei Wohnungswechsel wegen Krankheit
    • Aufwendungen zur Linderung von Aids
    • Kosten für krankheitsbedingte Unterbringung eines Angehörigen in einem Altenpflegeheim (Pflegebedürftigkeit)
    • Arzneimittel
    • Aufwendungen für Ayurveda-Behandlung bei medizinischer Notwendigkeit
    • Beerdigungskosten im engeren Sinne (Beerdigungskosten sind Nachlassverbindlichkeiten und können eine außergewöhnliche Belastung darstellen, wenn sie höher sind als der Wert des Nachlasses)
    • Kosten eines Zivilprozesses als außergewöhnliche Belastung
    • Kosten für Begleitung eines kranken Kindes
    • Kosten für die Begleitung eines Körperbehinderten auf einer Urlaubsreise
    • Zahlungen für Einrichtung eines behindertengerechten Bades
    • Kosten für behindertengerechte Umrüstung eines Kfz
    • Besuchsfahrten zur Krankenbetreuung auswärts wohnender Angehörigen (nur bei Nachweis der medizinischen Notwendigkeit)
    • Blitzschäden beim Einfamilienhaus (auch ohne Hausratversicherung)
    • Kosten für Brillen
    • Aufwendungen zur Beseitigung von asbestverseuchten Dachplatten
    • Kosten für Ehescheidung (Gerichts- und Anwaltskosten)
    • Entbindungskosten (Arzt, Krankenhaus, Arznei)
    • Kosten für Austausch von Elektrospeicher-Heizungen bei Asbesthaltigkeit
    • Fahrtkosten zum behandelnden Arzt
    • Fahrtkosten bei Gehbehinderung
    • Aufwendungen für Gruppentherapie, falls medizinisch geboten (amtsärztliches Attest erforderlich)
    • Kosten für Haartoupet in einem Sonderfall (Finanzgericht Düsseldorf)
    • Aufwendungen für Heilkuren, wenn unmittelbare Krankheitskosten
    • Kosten für Heilpraktiker
    • Aufwendungen für Hilfsmittel wie Brillen, Bruchbänder, Krankenfahrstühle, Zahnprothesen, Hörgeräte etc.
    • Kosten für Hörgeräte
    • Kosten für die Beseitigung von Katastrophenschäden
    • Krankheitskosten: Der Artikel Krankheitskosten in der Steuererklärung erläutert die Möglichkeiten im Detail.
    • Kosten für Krankenfahrstühle
    • Aufwendungen für Künstliche Befruchtung bei Empfängnisunfähigkeit der Ehefrau
    • Aufwendungen für fremde Samenspende bei krankheitsbedingter Zeugungsunfähigkeit des Ehemannes <Mehr hierzu im Artikel Kosten für Samenspende>.
    • Aufwendungen zur Behandlung einer krankheitsbedingten Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie)
    • Lösegeldzahlungen
    • Kosten für Logopädische Therapie
    • Medikamente
    • Scheidungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten)
    • Kosten für Umschulung wegen Arbeitsunfähigkeit
    • Kosten für Umzug aus zwingenden Krankheitsgründen
    • Unterbringungskosten bei auswärtiger Krankheitsbehandlung
    • Vaterschaftsfeststellung bei ernstlicher Zweifel an der Vaterschaft
    • Aufwendungen zur Wiederbeschaffung von Hausrat nach Blitzschlag, Brand etc.
    • Kosten für Zahnprothesen

    Von der Finanzverwaltung nicht anerkannt bzw. sehr schlechte Chancen:

    • Abfindung nach Ehescheidung oder Erbauseinandersetzung. Eine Abfindung an den Vormieter kann nur dann eine außergewöhnliche Belastung darstellen, wenn der Wohnungswechsel wegen Krankheit zwangsläufig war
    • Abmagerungskur (nur bei starkem Übergewicht und ein vor Behandlungsbeginn ausgestelltes amts- oder vertrauensärztlichesn Attest vorliegt)
    • Adoptionskosten (Die Adoption ist nicht zwangsläufig)
    • Allergiebettwäsche (Keine Belastung: Die Bettwäsche hat einen Gegenwert)
    • Kosten für altersbedingte Unterbringung im Altenheim (Krankheitsbedingte oder durch Pflegebedürftigkeit veranlasste Kosten für die Unterbringung in einer Pflegestation schon eher)
    • Kosten für Auslandsstudium (ggf. abzugsfähig als Ausbildungskosten)
    • Aussteuer
    • Aufwendungen für Austauschschüler
    • Tilgung eines BAföG-Darlehens
    • Reisekosten zu Beerdigung naher Angehöriger
    • Besuchsfahrten anlässlich einer Kur des Ehepartners
    • Besuchsfahrten zu inhaftierten Angehörigen
    • Betrugsverluste
    • Aufwendungen für die Bewirtung von Trauergästen anlässlich einer Beerdigung
    • Leistungen aus freiwillig übernommenen Bürgschaften
    • Detektivkosten zur Beschaffung von Material für Ehescheidung
    • Diätverpflegung
    • Kosten zur Erlangung eines Doktortitels
    • Kosten der Eheschließung
    • Kosten für Einrichtung einer neuen Wohnung nach Scheidung
    • Kosten für Übernahme eines Ehrenamtes
    • Erpressungsgelder bei außerehelichem Verhältnis
    • Erstlingsausstattung für Neugeborene
    • Aufwendungen für Familienfeiern
    • Familienheimfahrten eines Wehrpflichtigen zur schwangeren Ehefrau
    • Kosten für Aufnahme von Ferienkindern
    • Kosten für Frischzellen-Behandlung
    • Geldstrafen und Geldbußen
    • Grabpflegekosten und Aufwendungen für Grabbesuch
    • Kosten für Getrenntleben während des Scheidungsverfahrens
    • Haartransplantation (ohne medizinische Notwendigkeit)
    • Aufwendungen für Hochzeitsfeier
    • Kosten für Internatsunterbringung eines gesunden Kindes
    • Mehraufwand für Kleidung wegen Körpergröße
    • Aufwendungen für Künstliche Befruchtung bei Zeugungsunfähigkeit des Mannes
    • Kosten für Medizinische Fachliteratur
    • Mehrkosten für Urlaubsreise wegen Konkurs des Veranstalters
    • Nachlassverbindlichkeiten (Ausnahme Beerdigungsksoten, wenn sie den Nachlass übersteigen)
    • Nachzahlung zur Rentenversicherung
    • Kosten für Pilgerfahrt
    • Reparaturkosten für geliehenen Pkw
    • Kosten für Telefon und Fernseher im Krankenhaus
    • Trinkgelder an Krankenhauspersonal
    • Telefonate mit hochbetagten Eltern
    • Aufwendungen für Trauerkleidung
    • Aufwendungen für Umstandskleidung
    • Verdienstausfall wegen Krankheit
    • Verlobungsgeschenke
    • Vermögenseinbußen durch Konkurs des Schuldners
    • Wochenend-Heimfahrten der alleinstehenden Mutter zur ihrem Kind
    • Aufwendungen für erstmalige Wohnungseinrichtung
    • Kosten für Besuch bei einem Wunderheiler
    • Kosten für eine Zweitwohnung

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    Источники: http://www.steuern.de/aussergewoehliche-belastungen.html, http://www.smart-rechner.de/aussergew_belastung/rechner.php, http://www.finanztip.de/checkliste-aussergewoehnliche-belastungen/

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