Einkommensteuererklärung für selbständige

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    Steuererklärung ist Pflicht Das sollten Selbstständige wissen

    Selbstständige und Freiberufler müssen sich bis zum 31. Mai um die Steuererklärung kümmern. Wer nicht bloß einen Karton voller Quittungen besitzt, sondern seine Buchhaltung im Griff hat, kann Gestaltungsspielräume ausnutzen. Und viel Geld sparen.

    Viele Arbeitnehmer kommen um die Steuererklärung herum, für Selbstständige und Freiberufler ist die Abgabe aber Pflicht. Sie müssen zumindest den Mantelbogen und die Anlage S ausfüllen. Außerdem interessiert sich der Fiskus für die Gewinnermittlung. Kleinunternehmer, bei denen die Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro im Jahr liegen, müssen lediglich eine plausible Übersicht der Einnahmen und Ausgaben per Post an das Finanzamt schicken.

    Selbstständige müssen die Anlage S ausfüllen.

    Wer mehr verdient, kommt nicht so einfach davon. Jeder Freiberufler, der mehr als 17.500 Euro verdient, muss eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen und seine Steuererklärung elektronisch über die Plattform Elster an das Finanzamt übermitteln, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt). Wer gewerblich tätig ist, müsse eine Bilanz erstellen, ergänzt Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin der Bundessteuerberaterkammer (BstBK).

    Jede Woche zählt

    "Seit 2015 muss eine ordnungsgemäße Aufzeichnungspflicht zeitnah erfolgen", sagt Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband (DstV). Das bedeutet: Einnahmen und Ausgaben müssen wöchentlich erfasst werden. Der Aufwand lohnt sich aber. Kosten für Büromaterial, Fahrtkosten sowie Ausgaben für Weiterbildung, Vorsorge oder Beiträge für Berufsverbände werden als Betriebsausgaben gegen die Einnahmen verrechnet. "Die Belege müssen im Original vorliegen beziehungsweise nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung elektronisch abgelegt werden", sagt Klocke.

    Von einem Geschäftsessen dürften Selbstständige beispielsweise 70 Prozent der Kosten absetzen. "Wichtig ist es, dass sie schriftlich nachweisen, wann, wo, mit wem und aus welchem Anlass das Treffen stattgefunden hat", sagt Klocke. Das alles stehe auf einem richtig ausgefüllten Bewirtungsbeleg. Bei Telefon- und Internetkosten sei eine Trennung der beruflichen und privaten Nutzung wichtig. Bei zwei getrennten Telefonverträgen ist der Nachweis einfacher.

    "Wer seinen PKW mehr als 50 Prozent betrieblich nutzt, muss ihn in sein Betriebsvermögen aufnehmen", sagt Wawro. Beim Kauf dürfe er dann die Umsatzsteuer abziehen, bei den Tankrechnungen von dem Vorsteuerabzug profitieren und das Auto über mehrere Jahre abschreiben. "Allerdings muss er dann jeden Monat ein Prozent des Neuwertpreises – des Listenpreises ab Werk – versteuern oder ein genaues Fahrtenbuch führen", sagt Wawro. Und auch bei einem Verkauf des Fahrzeugs will der Fiskus am Gewinn beteiligt werden.

    Teure Anschaffungen abschreiben

    Berufliche Ausgaben senken die Steuerlast. "Kosten für bewegliche Wirtschaftsgüter bis 410 Euro netto, also abzüglich der Vorsteuer, können im Jahr der Anschaffung vollständig als Betriebsausgaben abgezogen werden", sagt Schmidt-Kesseler. Wirtschaftsgüter mit einem Nettobetrag von 150 Euro bis 1000 Euro lassen sich je nach Nutzungsdauer über mehrere Jahre abschreiben. Wie lange genau, steht in der amtlichen Liste "Absetzung für Abnutzung" (AfA). Beim Teppich fürs Büro verteilen sich die Kosten beispielsweise auf acht Jahre, bei einem Pkw über sechs Jahre.

    Wer sich einen PC für 999 Euro kauft, könne ihn entweder unter dem Punkt AfA oder als Sammelposten eintragen, sagt Klocke. "Der Unterschied besteht darin: Bei der AfA-Liste schreibt er den Rechner über drei Jahre ab, sonst sind es fünf Jahre." Das sei eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. "In der Regel ist es günstiger, einen Computer über drei Jahre abzuschreiben", rät Wawro. Nur für Existenzgründer oder Unternehmer, die ein schlechtes Betriebsjahr oder Verluste hätten, könne es sinnvoll sein, die Ausgaben über die Sammelposten abzuschreiben und damit in spätere Jahre zu schieben, in denen man mehr einnehme. Das bedeutet dann aber auch mehr Aufwand, erklärt Klocke: "Wer die Variante Sammelposten wählt, hat eine Aufzeichnungspflicht und muss ein genaues Verzeichnis führen, wann er was zu welchem Preis angeschafft hat."

    Wann muss ich als Selbstständiger eine elektronische Steuererklärung einreichen?

    Viele Steuerzahler sind derzeit irritiert: Sie reichen beim Finanzamt eine Einkommensteuererklärung in Papierform ein, und bekommen Wochen oder sogar Monate später ein Schreiben des Finanzamts mit der Aufforderung, eine elektronische Steuererklärung einzureichen. Betroffen sind meist Selbstständige und Betreiber von Photovoltaikanlagen. Wann die Steuererklärung in Papierform nicht ausreicht und Sie eine elektronische Steuererklärung einreichen müssen, lesen Sie in diesem Beitrag.

    Die Verpflichtung zur elektronischen Гњbermittlung der SteuererklГ¤rung ist grundsГ¤tzlich nicht neu. Es gibt sie bereits seit dem Jahr 2011 – nur wissen das viele nicht. Das Finanzamt erwartet eine elektronische EinkommensteuererklГ¤rung von allen Steuerzahlern, die GewinneinkГјnfte – wie beispielsweise SelbststГ¤ndige – erzielen. Als GewinneinkГјnfte werden folgende Einnahmen bezeichnet:

    • EinkГјnfte aus Land- und Forstwirtschaft (Anlage L)
    • EinkГјnfte aus einem Gewerbebetrieb (Anlage G)
    • EinkГјnfte aus selbststГ¤ndiger Arbeit (Anlage S)

    Füllen Sie also eine dieser Anlagen zur Einkommensteuererklärung aus, ist die elektronische Einkommensteuererklärung für Sie grundsätzlich verpflichtend.

    Elektronische Steuererklärung: Welche Ausnahmen gibt es für Selbstständige?

    Wie so oft in der Steuergesetzgebung gilt aber: kein Grundsatz ohne Ausnahmen! Gerade im deutschen Steuerrecht gibt es sehr viele Ausnahmen und Detailregelungen. Selbst wenn Sie zur Abgabe einer elektronischen Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen darauf pochen, Ihre Einkommensteuererklärung weiterhin in Papierform ans Finanzamt zu schicken. Das ist in den folgenden Ausnahmefällen möglich:

    1. Ihre Gewinneinkünfte als Selbstständiger liegen unter 410 EUR pro Jahr und Sie haben neben den Gewinneinkünften auch Einkünfte als Arbeitnehmer, die dem Lohnsteuerabzug unterliegen. In diesem Fall akzeptiert das Finanzamt weiterhin eine Einkommensteuererklärung in Papierform.
    2. Sie stellen einen HГ¤rtefallantrag. Dieser hat v. a. dann Aussicht auf Erfolg, wenn Sie (altersbedingt oder aus anderen plausiblen GrГјnden) keinen PC nutzen oder nur einmalig GewinneinkГјnfte erzielen. In diesem Fall sollten Sie – zusammen mit der Papier-EinkommensteuererklГ¤rung – einen formlosen Antrag beim Finanzamt einreichen:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit beantrage ich, dass Sie mich von der Abgabe einer elektronischen Einkommensteuererklärung befreien. Die elektronische Übermittlung meiner Einkommensteuererklärung stellt für mich eine unbillige Härte dar, weil ich

    • extra einen PC kaufen mГјsste, der die Voraussetzungen fГјr die Гњbermittlung hat (mein PC ist veraltet, ich nutze keinen PC, kenne mich nicht aus etc.).
    • Ich erzielte nur einmalig (z. B. aus einem gewerblichen Fond) GewinneinkГјnfte
    • Andere GrГјnde: .

    Fehlt ein solcher Antrag in Verbindung mit der Papier-Einkommensteuererklärung, wird das Finanzamt diese Einkommensteuererklärung nicht bearbeiten und Sie zur Abgabe einer elektronischen Steuererklärung auffordern.

    Elektronische Steuererklärung: Diese Vorteile bringt Ihnen eine Steuersoftware

    Anstatt eines Härtefallantrags empfiehlt es sich jedoch, die elektronische Steuererklärung mit Hilfe einer Steuersoftware zu übermitteln. Diese Steuerberechnungsprogramme ermöglichen Ihnen nicht nur die elektronische Übermittlung, sie geben Ihnen auch Tipps und Tricks an die Hand, wie Sie speziell Ihre Gewinneinkünfte gezielt drücken und somit Steuern sparen können.

    Tipp: Wenn Sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Ihres Eigenheims betreiben, bietet TAXMAN besonders anschauliche Ausfüllhilfen. Als Betreiber einer Photovoltaikanlage sind Sie übrigens auch zur Übermittlung einer elektronischen Einkommensteuererklärung verpflichtet, weil Sie dann Gewinneinkünfte erzielen und Sie quasi Selbstständiger sind.

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    Steuererklärung: Welche Formulare musst Du ausfüllen und was gehört da rein?

    Den vierseitigen Mantelbogen musst Du jeden Fall ausfüllen. Welche Formulare Du darüber hinaus noch brauchst, hängt vom Einzelfall ab.

    Für die Steuererklärung ist eine besondere Form vorgeschrieben: Du musst dafür die amtlichen Formulare nutzen und ausfüllen. Wie Du das am besten machst, kannst Du hier nachlesen. Welche Formulare Du im Einzelnen brauchst, was das Finanzamt darin abfragt und welche Angaben Ihr machen müsst, erklären wir Dir hier.

    die wichtigsten Steuererklärungs-Formulare im Überblick

    Mantelbogen, Anlage N für Arbeitnehmer, Zinsen und andere Kapitaleinnahmen, Riester-Rente, Versicherungen, Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage, Angaben bei Selbstständigkeit

    Das sind die wichtigsten Formulare

    die wichtigsten Steuererklärungs-Formulare im Überblick

    Freiberufler, andere Selbstständige ( § 18 EStG )

    Gewerbetreibende ( § 15 EStG )

    Freiberufler, andere Selbstständige ( § 18 EStG )

    vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage

    Das waren die wichtigsten Formulare, die Dir bei den ersten paar Steuererklärungen begegnen werden. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Anlagen – zum Beispiel für den Fall, dass Du Kinder hast, eine Wohnung oder ein Haus vermietest, Unterhalt bezahlst und so weiter.

    Alle Formulare kannst Du Dir auf steuertipps.de im Service-Bereich anschauen. Zum Ausfüllen solltest Du eine Software benutzen – das reduziert die Fehleranfälligkeit erheblich! Denn eine Software führt Dich meist nicht offensichtlich von Formular zu Formular, sondern fragt Situationen, Ausgaben und Einnahmen ab und schreibt die Angaben automatisch im richtigen Formular an die richtige Stelle.

    Wann brauchst Du welches Formular – und was will das Finanzamt darin wissen?

    Mantelbogen, Anlage N für Arbeitnehmer, Zinsen und andere Kapitaleinnahmen, Riester-Rente, Versicherungen, Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage, Angaben bei Selbstständigkeit

    Mantelbogen – das Hauptformular der Steuererklärung

    Den Mantelbogen müssen alle unbeschränkt Steuerpflichtigen abgeben, also Steuerpflichtige mit Wohnsitz und Einkünften in Deutschland. Im Mantelbogen wird zum Beispiel nach Name, Adresse, Beruf, Kontoverbindung, Religionszugehörigkeit usw. gefragt, aber auch Spenden und Mitgliedsbeiträge, Kosten für Handwerkerleistungen, Angaben zu Behinderungen etc. trägst Du hier ein.

    Zusätzlich zum Mantelbogen gibst Du als Arbeitnehmer dann noch die Anlage N ab, als Selbstständiger die Anlage G oder S sowie eventuell auch die Anlage EÜR. Mehr zu diesen Anlagen liest Du weiter unten.

    Unter bestimmten Umständen reicht für Arbeitnehmer mit nichtselbstständigen Einkünften auch die Abgabe einer vereinfachten Steuererklärung. Der vereinfachte Vordruck hat nur zwei Seiten und ersetzt den vierseitigen Mantelbogen sowie die Anlage N. Zusätzlich zu diesem verkürzten Formular gibst Du dann ggf. noch die Anlage Vorsorgeaufwand ab und – wenn Du ein Kind hast – die Anlage Kind. Die vereinfachte Steuererklärung ist erlaubt, wenn Du folgende Voraussetzungen erfüllst:

    Du beziehst ausschließlich Arbeitslohn oder Lohn- bzw. Entgeltersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld I). Auf dem vereinfachten Formular werden Deine Lohndaten nicht eingetragen (nur Deine eTIN), da die Daten vom Arbeitgeber per elektronischer Lohnsteuerbescheinigung ans Finanzamt gemeldet werden. Wenn Du gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern gearbeitet hast, darfst Du unserer Meinung nach trotzdem eine vereinfachte Steuererklärung abgeben. Die eTIN (Electronic Taxpayer Identification Number) findest Du auf dem Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

    Als Werbungskosten willst Du nur Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Arbeitsmittel, Bewerbungskosten, Fortbildungskosten, Kontoführungsgebühren sowie Reisekosten bei Auswärtstätigkeit, Flugkosten und Beiträge zu Berufsverbänden absetzen.

    An Sonderausgaben hast Du außer Vorsorgeaufwendungen und Altersvorsorgebeiträgen nur Kirchensteuer und Spenden.

    Deine außergewöhnlichen Belastungen beschränken sich auf den Behinderten-Pauschbetrag, Fahrtkosten wegen Behinderung, Scheidungs-, Krankheits-, Kur- und Pflegekosten.

    Die Beantragung einer Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen ist mit der vereinfachten Steuererklärung ebenfalls möglich.

    Mantelbogen für beschränkt Steuerpflichtige

    Daneben gibt es noch den Mantelbogen für beschränkt Steuerpflichtige, den wir hier der Vollständigkeit halber nennen wollen, obwohl er Dich wahrscheinlich nicht betrifft: Beschränkt Steuerpflichtige sind Personen ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland mit inländischen Einkünften. Sie sind zur Abgabe einer besonderen Steuererklärung für beschränkt Steuerpflichtige verpflichtet.

    Anlage N für Arbeitnehmer

    Jeder Steuerzahler, der Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit und eine Lohnsteuerkarte hat, muss die Anlage N ausfüllen.

    In die Anlage N gehören im Wesentlichen der Arbeitslohn und die Werbungskosten (zum Beispiel die Pendlerpauschale / Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit, Kosten für ein Arbeitszimmer oder Angaben zu einer doppelten Haushaltsführung).

    Anlage Vorsorgeaufwand für Versicherungsbeiträge

    In der Anlage Vorsorgeaufwand gibst Du alle Versicherungsbeiträge für die Altersvorsorge an. Im Steuerrecht spricht man hier von Sonderausgaben . Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung können auch Beiträge zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen, Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Unfall- und Haftpflichtversicherungen eingetragen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gehören auch Lebensversicherungen zu den abzugsfähigen Kosten.

    Anlage AV für Einzahlungen in eine Riester-Rente

    Hier trägst Du die Angaben zu Deinem Riestervertrag ein, falls Du einen abgeschlossen hast. Das Finanzamt prüft dann im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung, welche Förderung (Zulage oder Sonderausgabenabzug) in Deinem Fall günstiger ist

    Anlage KAP für Kapitalanleger

    Die Abgabe der Anlage KAP ist durch Einführung der Abgeltungsteuer nur noch selten verpflichtend: Nur wenn Du Kapitalerträge erzielst, für die keine Abgeltungsteuer einbehalten wird, musst Du die Anlage KAP abgeben.

    Oft lohnt sich aber die freiwillige Abgabe der Anlage KAP: Wenn Dein Einkommen so niedrig ist, dass Dein durchschnittlicher Steuersatz unter 25 % liegt, dann bekommst Du zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurück (zur Veranschaulichung: wenn Dein durchschnittlicher Steuersatz nur bei 20 % liegt, werden Deine Kapitaleinnahmen auch nur mit 20 % besteuert und nicht mit 25 % – was während des Jahres von den Banken zu viel abgezogen wurde, bekommst Du durch die Abgabe der Anlage KAP zurück).

    Anlage AUS für ausländische Kapitaleinkünfte

    Dieses Formular musst Du ausfüllen, wenn Du Kapitaleinkünfte im Ausland erzielst, also beispielsweise Zinsen für ein Konto in der Schweiz. Die Anlage AUS musst Du auch dann abgeben, wenn mit dem betroffenen Land ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen besteht.

    Anlage VL für vermögenswirksame Leistung und Arbeitnehmer-Sparzulage

    Um die Arbeitnehmer-Sparzulage zu beantragen und erhalten, musst Du Deiner Steuererklärung die Anlage VL beifügen. Normalerweise bekommst Du diese Anlage von dem Kreditinstitut zugeschickt, bei dem Deine vermögenswirksame Anlage erfolgt. Falls sie Dir nicht vorliegt: bitte nachfragen! Denn ohne Anlage VL gibt es keine Arbeitnehmer-Sparzulage.

    Anlage S, Anlage G und Anlage EÜR für Selbststände (Freiberufler, Freelancer, Gewerbetreibende usw.)

    Über die Ermittlung und Versteuerung selbstständiger Einnahmen kann man Bücher schreiben. Hier soll es nur ganz kurz darum gehen, welche Formulare Du als Selbstständiger für die Steuererklärung brauchst. Ob Du eine Bilanz erstellen musst oder eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht (und was das ist), lies bitte an anderer Stelle nach.

    Angenommen, Du erfüllst die Voraussetzungen für eine Einnahmen-Überschuss Rechnung (und musst nicht bilanzieren, was deutlich aufwendiger ist), dann gilt für Deine Steuererklärung folgendes:

    Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)

    Wenn Du Deinen Gewinn als Selbstständiger über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelst und Deine Jahres-Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit 17.500 € oder mehr betragen, musst Du das Formular Anlage EÜR abgeben. Es spielt dann auch keine Rolle, ob Du steuerlich als Freiberufler oder als Gewerbetreibender eingestuft wirst (hier steht mehr zu den Unterschieden und zu den Vorteilen einer Freiberuflichkeit).

    Wenn Du in Deinem Betrieb Anlagevermögen hast (Computer, Telefon, Fahrzeug etc.), das nach dem 5.5.2006 angeschafft wurde, musst Du zusammen mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ein Verzeichnis der Anlagegüter abgeben. Dafür kannst Du den amtlichen Vordruck Anlage AV EÜR benutzen oder Dir eine eigene Aufstellung basteln , die für das Finanzamt aber natürlich verständlich sein muss. Der Einfachheit halber würden wir Dir empfehlen, das Formular Anlage AV EÜR zu benutzen, dann stellt das Finanzamt erfahrungsgemäß weniger Rückfragen.

    Die standardisierte Gewinnermittlung über den Vordruck Anlage EÜR dient der Finanzverwaltung dazu, die Einnahmen, Ausgaben und Jahresergebnisse von Betrieben ohne größeren Aufwand miteinander vergleichen und auf Plausibilität prüfen zu können: Die erfassten Beträge lassen sich auf Knopfdruck auswerten und Referenzwerten gegenüberstellen. Daraus können sich Ansatzpunkte für weitere Überprüfungen ergeben.

    Wichtig: Selbstständige müssen ihre Einkommensteuererklärung samt der Anlage EÜR immer elektronisch beim Finanzamt einreichen.

    Anlage S (Einkünfte aus selbstständiger Arbeit)

    Freiberufler erzielen keine gewerblichen Einkünfte, sondern Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Die Höhe der Einkünfte (Gewinn oder Verlust) trägst Du in die Anlage S ein, die Du Deiner Steuererklärung beifügst. Die Abgabe der Anlage S ist auch dann erforderlich, wenn die Anlage EÜR nicht ausgefüllt werden muss (die Einnahmen also unter 17.500 € liegen).

    Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb)

    Wenn Du als Selbstständiger gewerblich tätig bist, musst Du Deinen Gewinn oder Verlust in der Anlage G eintragen und das Formular Deiner Steuererklärung beilegen.

    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Das-sollten-Selbststaendige-wissen-article14829036.html, http://www.steuern.de/elektronische-steuererklaerung-selbststaendige.html, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-welche-formulare-musst-du-ausfuellen-und-was-gehoert-da-rein

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