Einkommensteuererklärung nicht abgegeben

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    Steuererklärung nicht abgegeben? Das sind die Folgen

    Im Urlaub gewesen, vergessen, nicht rechtzeitig geschafft oder schlichtweg absichtlich nicht ausgefüllt – Gründe für eine nicht abgegebene Steuererklärung gibt es viele. Grundsätzlich gilt als Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung der 31. Mai.

    Alle, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, müssen bis zu diesem Tag ihre Unterlagen beim Finanzamt eingereicht haben, andernfalls drohen Konsequenzen. Diese sind in erster Linie finanzieller Natur.

    Wer ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

    Eine Steuererklärung abgeben müssen sowohl Selbstständige als auch Freiberufler. Angestellte können ihre Steuererklärung freiwillig abgeben, nur bestimmte Arbeitnehmer sind zur Abgabe verpflichtet. Dazu zählen:

    • Arbeitnehmer, die Lohn von mehreren Arbeitgebern erhalten
    • Ehepaare mit den Steuerklassen 3 und 5
    • Arbeitnehmer mit Freibeträgen, die vom Finanzamt eingetragen wurden
    • Arbeitnehmer mit außerordentlichen Einkünften wie z.B. einer Abfindung
    • Arbeitnehmer mit Nebeneinnahmen ab 410 € wie z.B. Mieteinnahmen
    • Erneut verheiratete Geschiedene
    • Rentner unter bestimmten Umständen
    • Arbeitnehmer, die Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Arbeitslosengeld erhalten

    Für alle diese Gruppen gilt der Stichtag 31. Mai. Wird die Steuererklärung mithilfe eines Steuerberaters oder des Lohnsteuerhilfevereins ausgefüllt, verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31. Dezember.

    Die Steuererklärung nicht abzugeben kann teuer werden

    Tritt nun der Fall ein, dass die Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben wurde, müssen Steuerzahler mit Versäumniszuschlägen rechnen. Geht die Steuererklärung nur ein paar Tage verzögert beim Finanzamt ein, kann es passieren, dass keine Konsequenzen folgen. Ab 2016 kostet jeder Monat, den die Steuererklärung zu spät eingeht 50 €, Beträge darüber hinaus liegen im Ermessen des Finanzamtes.

    Normalerweise verschickt das Finanzamt aber Mahnungen, in denen die Steuererklärung binnen der nächsten sechs Wochen eingefordert wird und ein Verspätungszuschlag angekündigt wird.

    Dieser bemisst sich an der festgesetzten Steuer und liegt bei maximal 10 % und höchstens 25.000 €. Entscheidend bei der Höhe des Versäumniszuschlags ist die Dauer der Verzögerung. Wird die Steuererklärung also nur ein paar Tage zu spät abgegeben, dürfte die Strafe verhältnismäßig gering ausfallen (max. 50 €) beziehungsweise möglicherweise sogar gänzlich entfallen (was der Finanzbeamte entscheidet).

    Bleibt die Steuererklärung aus, schätzt das Finanzamt die Steuerlast

    Wer seine Steuererklärung gar nicht abgibt, der wird vom Finanzamt geschätzt. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Werten aus den Vorjahren und zusätzlich zur geschätzten Steuerlast wird noch der Versäumniszuschlag addiert.

    Da diese Schätzung schnell negativ ausfallen kann und durch den Versäumniszuschlag extra teuer ist, sollten es Steuerzahler gar nicht erst darauf ankommen lassen und ihre Steuererklärung immer pünktlich bis zum 31. Mai abgeben. Fällt der 31. Mai übrigens auf einen Samstag oder Sonntag, reicht es übrigens wenn die Steuererklärung am darauffolgenden Montag beim Finanzamt liegt (1. oder 2. Juni).

    Wer es nicht schafft, seine Steuererklärung pünktlich abzugeben, der kann schriftlich beim Finanzamt unter Angabe von Gründen eine Fristverlängerung beantragen.

    David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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    Keine Panik Steuererklärung: Frist verpennt, was nun?

    Der 31. Mai ist vorbei, und mit ihm der Stichtag, an dem die Steuererklärung beim Finanzamt sein sollte. Sie sind nicht rechtzeitig fertig geworden? Das kann Ihnen blühen.

    Mit dem Stichtag für die Steuererklärung verhält es sich ein bisschen wie mit Weihnachten: Der Termin ist zwar lange bekannt, trotzdem kommt er immer so plötzlich. Jetzt ist der 31. Mai vorbei und damit die Abgabefrist für diejenigen, die zur Steuererklärung verpflichtet sind. Was blüht denjenigen, die zu lange gepennt haben?

    Formulare kann man noch auf Nachfrage einreichen, Hauptsache die Steuererklärung ist bald beim Finanzamt.

    Aus dem Schneider sind all jene, die ihre Steuererklärung in fremde Hände legen. Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine können jederzeit eine Fristverlängerung bis zum 31.12. beantragen und bekommen sie auch grundsätzlich eingeräumt. Diese Sonderbehandlung gilt aber nur für Profis. Ihnen ist schließlich nicht zuzumuten, ihre ganze Arbeit in den ersten fünf Monaten des Jahres zu erledigen. Lässt man sich dagegen von Verwandten oder anderen Privatpersonen helfen, ist auch für sie der 31.5. bindend.

    Fristverlängerung beantragen

    Ist man lediglich ein paar Tage zu spät dran, bekommt man normalerweise keine Probleme. Die Finanzämter haben jetzt ohnehin erstmal genug zu tun. Weiß man dagegen schon, dass sich die Sache noch eine ganze Weile hinziehen wird, sollte man beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen. Dazu reicht ein formloses Schreiben per Post oder Fax, in dem man kurz erklärt, warum man nicht rechtzeitig fertig wird. Nicht vergessen, die Steuernummer anzugeben! Kommt keine Reaktion, gilt der Antrag als angenommen.

    In der Regel ist ein Aufschub bis zum 30. September möglich, in Ausnahmefällen auch länger. Kennt man den zuständigen Sachbearbeiter, kann man sich auch telefonisch melden. Die Fristverlängerung wird dann in der Akte vermerkt. Welchen Weg man auch wählt: Eigentlich hätte die Meldung schon vor dem 31.5. eingehen sollen. Wenn man jetzt schnell aktiv wird, sollte es aber auch noch klappen.

    Neue Frist, danach wird's ernst

    Wenn man sich meldet, bekommt man spätestens im Juli Post: Erstmal mit einer Erinnerung. Darin setzt das Finanzamt eine Frist, meist zwischen vier und sechs Wochen. Hat man die Unterlagen in der Zwischenzeit schon abgegeben: kein Problem. Ansonsten tut man gut daran, die Aufforderung ernst zu nehmen und sich endlich an die Arbeit zu machen. Lässt man die neue Frist wieder verstreichen, erhält man eine "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes". Das klingt dann schon deutlich ernster. Das Zwangsgeld ist ein Druckmittel, das die Finanzämter individuell einsetzen können, um ihren Klienten Beine zu machen. Hat man es einmal gezahlt, bekommt man es nicht zurück. Wenn man die Steuererklärung flugs nachreicht, kann das Zwangsgeld aber nicht mehr eingetrieben werden.

    Ein weiterer Weg, um faule Steuerzahler zur Abgabe zu bewegen, sind Verspätungszuschläge. Sie werden individuell festgelegt und können bis zu zehn Prozent der gesamten Einkommensteuer ausmachen, im Höchstfall 25.000 Euro. Hat man eine gute Entschuldigung für die Verspätung, kann das Finanzamt von dem Zuschlag absehen. Ansonsten gilt: Je länger man sich Zeit lässt, desto teurer wird es. Also tut man gut daran, nicht erst die zweite Mahnung abzuwarten. Kandidaten, die regelmäßig zu spät dran sind, müssen außerdem mit härteren Konsequenzen rechnen als solche, die bislang unauffällig geblieben sind. Wie viel man am Ende zahlen muss, erfährt man im Steuerbescheid.

    Und der Steuerbescheid kommt – selbst dann, wenn man keine Steuererklärung abgegeben hat. Dann schätzt das Finanzamt einfach das Einkommen und somit auch die Steuerschuld. Dabei darf es zwar nicht völlig willkürlich vorgehen, doch normalerweise fällt die Schätzung nicht gerade im Sinne des Steuerzahlers aus. Jetzt hat man noch vier Wochen Zeit, dem Bescheid zu widersprechen, am besten indem man jetzt endlich die Steuererklärung abgibt. Wer sich auch jetzt taub stellt, muss die geforderte Steuer zahlen.

    Frist gilt nicht für jeden

    Nochmal zusammengefasst: Wenn man die Steuererklärung nicht bis zum 31. Mai geschafft hat, ist das noch kein Grund zur Panik. Wer in den nächsten Tagen aktiv wird, hat kaum etwas zu befürchten. Spätestens nach der ersten Erinnerung sollte man sich an die Arbeit machen. Wenn Verspätungszuschläge fällig werden, ist nämlich nicht die gesetzte Frist maßgebend, sondern der tatsächliche Abgabezeitpunkt.

    Vielleicht gehört man aber auch zu denjenigen, die das Ganze völlig stressfrei angehen können. Schließlich ist längst nicht jeder zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet. Wer festangestellt und unverheiratet ist, kann sich die Arbeit häufig sparen. Auch alle anderen kommen drum herum, wenn sie weniger als 8472 Euro (Verheiratete: 16.944 Euro) im Jahr verdienen. Wer sich eine Rückerstattung sichern möchte – und wer will das nicht? – hat dafür vier Jahre Zeit. Die Steuererklärung für 2015 kann man also bis zum 31.12.2019 abgeben.

    Steuererklärung nicht abgegeben – droht jetzt eine Strafe?

    Frist verpasst : Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben – droht eine Strafe?

    Mist, die Steuererklärung. Den Papierkram schieben viele gern vor sich her. Bis die Erinnerung vom Finanzamt kommt. Eigentlich muss die Steuererklärung Ende Mai abgegeben sein, sonst droht ein Verspätungszuschlag.

    Für die meisten Bundesländer endete mit dem 31. Mai die Frist zur Abgabe der Steuererklärung. In Nordrhein-Westfalen gibt es sogar eine verlängerte Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung: Wer sich bis Ende Mai beim Online-Portal Elster angemeldet hat, hat noch bis Ende Juli Zeit. Die Fristen gelten allerdings nur für diejenigen Steuerzahler, die dazu verpflichtet sind, die Erklärung abzugeben.

    Wer sie freiwillig abgibt, hat dafür bis zu vier Jahre Zeit. Das bedeutet: Sie können bis zum 31. Dezember 2017 noch eine freiwillige Einkommensteuererklärung für das Jahr 2013 nachreichen.

    Was passiert, wenn man die Steuererklärung verspätet oder gar nicht abgibt?

    Bis zu 10 Prozent der Steuersumme (höchstens aber 25.000 Euro), die ein einzelner Steuerpflichtiger nachzahlen muss oder erstattet bekommt, kann das Finanzamt als Verspätungszuschlag verlangen. Entschieden wird im Einzelfall, nämlich durch den jeweils zuständigen Finanzbeamten.

    Der Sachbearbeiter prüft nach eigenem Ermessen, ob ein Steuerpflichtiger den Verspätungszuschlag zahlen muss oder nicht. Die Information, wie hoch der jeweilige Zuschlag ausfällt, erhalten Betroffene gemeinsam mit ihrem Steuerbescheid per Post.

    Nachreichen – geht das?

    „Bürgerinnen und Bürger, die die Anmeldefrist verpasst haben, sollten die Abgabe der Steuererklärung schnellstmöglich nachholen“, rät Lars Fiethen vom Finanzministerium NRW. Er empfiehlt, das Finanzamt auf das verspätete Einreichen der Steuererklärung und die Gründe dafür hinzuweisen. „Nur so können nachvollziehbare Gründe für die verspätete Abgabe in die Entscheidung einfließen“.

    Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragen

    Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, muss sie erst bis Ende Dezember in diesem Jahr abgeben.

    Vorsicht, Steuerschätzung

    Wird erst gar keine Steuererklärung abgegeben, droht eine Steuer-Schätzung. Und eine solche Schätzung entbindet den Steuerpflichtigen nicht von der Abgabe einer Steuererklärung.

    Krankheit schützt vor Zuschlag nicht

    Unfall, Krankheit, Reha – wer aus gesundheitlichen Gründen seine Steuererklärung zu spät abgibt, muss das ausreichend und überzeugend begründen. Die bloße Tatsache, kurz vor der Abgabefrist krank gewesen zu sein, schützt in der Regel nicht vor einem Verspätungszuschlag. Das hat das Finanzgericht Köln in einem Urteil klargestellt (FG Köln vom 30.5.2012, Az.: 7 K 3652/11). Bei langen und schweren Krankheiten oder unvorhersehbaren Ereignissen kann im begründeten Einzelfall durchaus aber eine Fristverlängerung beantragt werden.

    Letztendlich ist es immer am besten, sich mit seinem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen, so kann die Situation am besten gelöst werden.

    1. Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben – droht eine Strafe?
    2. Wer muss unbedingt eine Steuererklärung machen?

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    Источники: http://www.gevestor.de/details/steuererklaerung-nicht-abgegeben-das-sind-die-folgen-764859.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Steuererklaerung-Frist-verpennt-was-nun-article17828916.html, http://mobil.express.de/news/politik-und-wirtschaft/geld/frist-verpasst-steuererklaerung-nicht-rechtzeitig-abgegeben—droht-eine-strafe–23626204

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