Einkommensteuererklärung pauschalen

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    Berufliche Reisekosten

    Reisekosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Waren Sie aus beruflichen Gründen unterwegs, können Sie Ihre Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
    • Für Fahrtkosten mit Ihrem privaten Fahrzeug setzen Sie entweder einen Pauschalbetrag oder – nachgewiesene – höhere Kosten je gefahrenen Kilometer an.
    • Auch für Ihren Verpflegungsmehraufwand gelten Pauschalen, die je nach Dauer der Abwesenheit gestaffelt sind. Ihr Arbeitgeber kann alternativ die Verpflegungspauschalen steuerfrei erstatten.
    • Die reinen Übernachtungskosten können Sie ebenfalls steuermindernd geltend machen. Weil es dafür keine Pauschbeträge gibt, müssen Sie aber Belege sammeln.

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    Wenn Sie aus beruflichen Gründen unterwegs waren, können Sie die Kosten, die Ihnen dadurch entstanden sind, als Reisekosten bei den Werbungskosten von der Steuer absetzen. Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Typische Beispiele für beruflich veranlasste Reisen sind Seminar-, Kunden- oder Messebesuche.

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Reisekosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn sie durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit entstanden sind. Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn Sie vorübergehend außerhalb Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig geworden sind.

    Ob Ihre Auswärtstätigkeit beruflich veranlasst war, müssen Sie nachweisen. Sie sollten daher die Reisedauer und den Reiseweg genau aufzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen belegen, beispielsweise durch ein Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen oder Schriftverkehr.

    Das können Sie absetzen – und das nicht

    Fahrtkosten: Sind Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug gefahren, können Sie für Ihre Fahrten – ohne Nachweise – pauschal für jeden gefahrenen Kilometer folgende Beträge ansetzen:

    • beim Pkw 30 Cent
    • beim Motorrad oder Motorroller 13 Cent
    • beim Moped oder Mofa 8 Cent
    • beim Fahrrad 5 Cent

    Wenn Sie in Ihrem Auto einen oder mehrere Arbeitskollegen mitgenommen haben, erhöht sich der Betrag von 30 Cent um 2 Cent. Auch die in der Realität vielleicht nicht allzu verbreitete Möglichkeit, dass Sie bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit mit dem Motorrad oder dem Motorroller einen Arbeitskollegen mitnehmen, ist im Reisekostenrecht abgebildet: In diesem Fall erhöht sich der Betrag von 13 Cent auf 14 Cent.

    Dienst- und Firmenwagen

    Für Fahrstrecken, die Sie mit Ihrem Dienst- oder Firmenwagen oder im Rahmen einer steuerfreien Sammelbeförderung zurückgelegt haben, ist kein Werbungskostenabzug möglich.

    Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer überstiegen haben, können Sie auch höhere Kilometerkosten angeben, sofern Sie sie im Einzelnen durch Nachweise belegen können. Dazu müssen Sie Ihre jährlichen Gesamtkosten für Ihr Fahrzeug ermitteln und können dann den Teilbetrag ansetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht. Wenn Sie für Ihre beruflich veranlassten Reisen öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben, brauchen Sie zum Nachweis jeweils Einzelbelege für Bus-, Bahn- oder Taxifahrten.

    Verpflegungsmehraufwand: Weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Sie auf Reisen mehr Geld für Ihre Verpflegung ausgeben müssen als zu Hause, können Sie Mehraufwendungen für Essen und Trinken von der Steuer absetzen. Dafür sind pauschal feste Beträge vorgesehen, je nachdem, wie lange Sie von Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend waren. Seit 2014 gelten hierfür nur noch zwei pauschale Sätze: 24 Euro für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer mindestens 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist beziehungsweise 12 Euro für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen. Bei Dienstreisen ohne Übernachtung, die nicht länger als 24 Stunden andauert gelten 12 Euro. Diese Pauschalen darf der Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Maßgeblich ist die Abwesenheit von der ersten Tätigkeitsstätte.

    Zahlt der Arbeitgeber mehr, muss er die Beträge pauschal versteuern.

    Bis 2013 galten noch drei Pauschalsätze:

    Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand bis 2013

    Diese Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand sind verbindlich. Selbst wenn Sie also aus Nachweisgründen unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie keine höheren Kosten geltend machen. Anders ist das nur, wenn Sie auf Reisen Geschäftspartner bewirtet haben. Eine Ausnahme ist außerdem für die Bewirtung von (Team-)Kollegen möglich, sofern Ihr Gehalt variable erfolgsabhängige Bestandteile enthält.

    Wenn Sie beruflich im Ausland unterwegs waren, gelten je nach Staat unterschiedliche Pauschbeträge, die sogenannten Auslandstagegelder. Diese Beträge passt das Bundesfinanzministerium in regelmäßigen Abständen an die Preisentwicklung in den einzelnen Ländern an, für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2012 mit Schreiben vom 8. Dezember 2011 und für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2013 mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 (Az. IV C 5 – S 2353/08/10006 :003).

    Bei Übernachtung im Doppelzimmer

    setzen Sie die Kosten an, die im selben Haus entstanden wären, wenn Sie ein Einzelzimmer genommen hätten. Fragen Sie im Hotel nach, ob Sie eine Rechnung über ein Einzelzimmer bekommen können. Oder Sie errechnen die Differenz zwischen den Preisen für Einzel- und Doppelzimmer selbst und bewahren als Nachweis beispielsweise eine Preisliste des Hotels auf.

    Übernachtungskosten: Als Übernachtungskosten gelten die tatsächlichen Kosten, die Ihnen für die persönliche Inanspruchnahme einer Unterkunft entstanden sind. Anders als bei den Verpflegungsmehraufwendungen verlangt das Finanzamt bei den Übernachtungskosten Einzelnachweise. Falls Sie nicht allein gereist sind, lässt sich der Fiskus leider nicht an den Mehrkosten beteiligen, die aufgrund der Mitnutzung etwa eines Hotelzimmers durch eine Begleitperson entstehen. Sofern die an Sie adressierte Hotelrechnung auch den Preis für das Frühstück, Mittag- oder Abendessen enthält, kürzt das Finanzamt den abziehbaren Betrag von sich aus prozentual.

    Soweit höhere Übernachtungskosten angefallen sind, weil Sie eine Unterkunft gemeinsam mit Personen genutzt haben, die in keinem Dienstverhältnis zu Ihrem Arbeitgeber stehen, können Sie nur diejenigen Aufwendungen ansetzen, die angefallen wären, wenn Sie die Unterkunft allein genutzt hätten. Nicht abziehbar sind somit Mehrkosten, die aufgrund der Mitnutzung der Übernachtungsmöglichkeit durch eine Begleitperson entstehen, insbesondere wenn die Begleitung privat und nicht beruflich veranlasst ist. Bei Mitnutzung eines Mehrbettzimmers (z. B. Doppelzimmer) können die Aufwendungen angesetzt werden, die bei Inanspruchnahme eines Einzelzimmers im selben Haus entstanden wären.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu den Reisekosten machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N zur Einkommensteuererklärung 2015 ab Zeile 49. Die Aufwendungen senken Ihr zu versteuerndes Einkommen und sorgen so dafür, dass Ihre Steuerlast geringer ausfällt.

    Auch wenn Sie Übernachtungskosten für den Werbungskostenabzug grundsätzlich einzeln nachweisen müssen, kann es passieren, dass Sie keine Übernachtungsbelege (mehr) haben. In diesem Ausnahmefall dürfen Sie Ihre Kosten schätzen, wenn sie Ihnen zweifelsfrei entstanden sind.

    Reisenebenkosten: Sie sollten zusätzlich die Kosten ansetzen, die Ihnen für die Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck, Telefonate und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Geschäftspartner, für Straßenbenutzung und Parkplatz sowie eventuelle Schadensersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen entstanden sind. Wenn Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen haben, gehören auch diese Kosten zu den Reisenebenkosten, ebenso Wertverluste infolge eines Diebstahls Ihres persönlichen – notwendigen – Reisegepäcks. Geld und Schmuck bleiben dabei außen vor.

    Als Privatvergnügen gelten dagegen Ihre Aufwendungen für private Telefonate, Massagen, Minibar oder Pay-TV – an diesen Kosten lässt sich der Fiskus nicht beteiligen. Das Gleiche gilt für Kosten, die Ihnen für die Anschaffung von Bekleidung, Koffern und anderen Reiseausrüstungen entstanden sind.

    Sonderfall Leiharbeitnehmer

    Ein vom Lohnsteuerhilfeverein „Steuerring“ erstrittenes Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 30. November 2016 (Az. 9 K 130/16; Revision beim Bundesfinanzhof unter Az. VI R 6/17) eröffnet weitere Steuersparmöglichkeiten für Leiharbeiter: Nicht nur die Entfernungspauschale, sondern die Fahrtkosten für jeden gefahrenen Kilometer zum Arbeitsort dürfen Leiharbeitnehmer abrechnen. Es zählt also nicht nur die einfache Wegstrecke, sondern jeder gefahrene Kilometer auf Hin- und Rückfahrt wie bei einer Dienstreise. Dies trifft dann zu, wenn der Arbeitsvertrag vorsieht, dass der Leiharbeitnehmer kurzfristig woanders eingesetzt werden kann, also nicht dauerhaft einem sogenannten Entleiher zugeordnet ist. Im konkreten Fall arbeitete der Leiharbeitnehmer ganzjährig im selben Betrieb, doch im Vertrag stand, dass er „bis auf Weiteres“, also eben nicht dauerhaft, in einer betrieblichen Einrichtung des Entleihers tätig werden soll. Der Betrieb des Entleihers stellt in solchen Fällen keine erste Tätigkeitsstätte dar.

    Ab 1. April 2017 haben Leiharbeitnehmer noch bessere Argumente, weil dann das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz den Einsatz beim selben Entleiher auf höchstens 18 Monate begrenzen wird. Für alle Angestellten, bei denen das Arbeitsverhältnis danach weitergeht, sind von Beginn an Reisekosten zu berücksichtigen. Leiharbeitnehmer sollten deshalb ihre Fahrtkosten aufzeichnen. Autofahrer können 30 Cent je gefahrenen Kilometer absetzen, Bus- und Bahnkunden hingegen die Kosten für ihre gekauften Fahrscheine. Zusätzlich können Leiharbeitnehmer für die ersten drei Monate eines neuen Einsatzes Mehraufwendungen für die Verpflegung geltend machen.

    So können Sie Steuern sparen

    Jobwechsel in Planung: Auch Reisen zu Vorstellungsgesprächen zählen zu den beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten. Sie können Ihre Kosten, die Ihnen durch die Reise zu einem Bewerbungsgespräch entstanden sind, daher als Werbungskosten ansetzen.

    Berufliches und Privates gemischt: Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit in einem mehr als geringfügigen Umfang auch private Angelegenheiten erledigt haben, muss das nicht heißen, dass Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Allerdings müssen Sie die beruflich veranlassten von den privat veranlassten Aufwendungen trennen (können). Ist das nicht – auch nicht durch Schätzung – möglich, gehören Ihre gesamten Aufwendungen zu den nicht abziehbaren Aufwendungen für die Lebensführung. Als Aufteilungsmaßstab kommen in der Praxis meist die zeitlichen Anteile in Frage, die auf den beruflich und privat veranlassten Teil der Reise entfallen.

    Beispielrechnung für gemischte Aufwendungen

    Sie haben einen Fachkongress in London besucht und sind Samstagfrüh angereist. Die Veranstaltung fand ganztägig von Dienstag bis Donnerstag statt. Am Sonntagabend sind Sie nach Hause zurückgereist.

    In diesem Fall können Sie die Kosten für zwei Übernachtungen (von Dienstag bis Donnerstag) und die Kongressgebühren vollständig als Werbungskosten abziehen. Die Flugkosten sind gemischt veranlasst und entsprechend den Veranlassungsbeiträgen aufzuteilen. Sachgerechter Aufteilungsmaßstab ist das Verhältnis der beruflichen und privaten Zeitanteile der Reise (beruflich veranlasst sind drei Neuntel). Ihre Verpflegungskosten können Sie nur in Höhe der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für die beruflich veranlassten drei Tage als Werbungskosten abziehen.

    Nur eine regelmäßige Arbeitsstätte: Der Bundesfinanzhof hat 2011 entschieden, dass Arbeitnehmer nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben können. Der Fiskus folgt dieser Rechtsprechung (vgl. Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 15. Dezember 2011, Az. IV C 5 – S 2353/11/10010). Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie die Kosten, die Ihnen für Ihre Fahrten zu anderen Tätigkeitsstätten entstehen, als Reisekosten ansetzen können.

    Zahlung durch den Arbeitgeber

    Als Werbungskosten sind Ihre Reisekosten nur dann abziehbar, wenn Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht ersetzt hat. Meistens oft zahlt dieser steuer- und sozialversicherungsfrei den Verpflegungsmehraufwand in Höhe der Pauschalen.

    Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn Sie dienstrechtlich oder arbeitsvertraglich einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers dauerhaft zugeordnet sind oder in einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers

    • arbeitstäglich,
    • je Arbeitswoche einen vollen Arbeitstag oder
    • mindestens 20 Prozent Ihrer vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit

    tätig werden sollen.

    Ein Arbeitnehmer ist grundsätzlich auswärts tätig, wenn er außerhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Betriebsstätte tätig wird. Das ist vor allem bei Leiharbeitnehmern der Fall (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15. Mai 2013, Az. VI R 18/12). Beispiele für Tätigkeitsstätten außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte sind auch verschiedene Filialen desselben Arbeitgebers.

    Reisekosten in der Steuererklärung

    Wie Sie Ihre Reisekosten in der Steuererklärung absetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Ihre Reisekosten richtig ab.

    Wenn Sie sich über Einzelheiten informieren möchten, können Sie einen Blick in das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Oktober 2014 (IV C 5 -S 2353/14/10002) werfen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 -S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen.

    Beide Dokumente enthalten zum besseren Verständnis zahlreiche Beispiele.

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    Doppelte Haushaltsführung seit 2014: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung für das Jahr 2014 weiterhin die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Während die Wohnungsgröße von höchstens 60 Quadratmetern anders als bis einschließlich 2013 keine Rolle mehr spielt, werden ab 2014 allerdings nur noch Kosten bis zu 1.000 Euro berücksichtigt. Außerdem wird künftig eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung am Lebensmittelpunkt verlangt. Wenn Ihre Barleistungen mehr als zehn Prozent der monatlich regelmäßig anfallenden laufenden Kosten der Lebensführung betragen – zum Beispiel Miete, Mietnebenkosten, Kosten für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs –, geht der Fiskus von einer finanziellen Beteiligung aus.Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Kosten der doppelten Haushaltsführung ab.

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    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

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    Berufliche Ausgaben werden bereits automatisch mit einer Pauschale erfasst: 1000 Euro Werbungskosten-Pauschale berücksichtigt bereits der Arbeitgeber beim laufenden Lohnsteuerabzug. Wer also nur solche beruflichen Ausgaben geltend machen will und dabei auf weniger als 1000 Euro im Jahr kommt, der kann sich die Arbeit sparen. Ein steuerlicher Vorteil ergibt sich erst bei Ausgaben von über 1000 Euro. Doch die können oft schnell geknackt werden: Etwa mit der Entfernungspauschale. Für die Wege zur Arbeit können Steuerzahler pro Entfernungskilometer (einfache Strecke) zwischen ihrer Wohnung und Arbeitsstätte pauschal 0,30 Euro absetzen, pro Arbeitstag. Bei 220 Arbeitstagen im Jahr würde die Werbungskosten-Pauschale von 1000 Euro also schon bei einer Entfernung zur Arbeit von 16 Kilometern überschritten, allein mit den Fahrten zur Arbeit.

    Diese Pauschalen sparen Steuern

    Werbungskostenpauschale

    Jeder Arbeitnehmer erhält automatisch vom Finanzamt 1000 Euro Steuervergünstigung für beruflich bedingte Ausgaben. Dazu gehören die Fahrten zur Arbeit (siehe auch Pendlerpauschale), Fortbildungen, Arbeitskleidung oder Fachliteratur. Die Werbungskostenpauschale muss nicht beantragt werden. Nur wer 1000 Euro übersteigende Ausgaben hatte, sollte höhere Werbungskosten geltend machen und belegen können.

    Quelle: vlh.de, steuertipps.de

    Pendlerpauschale

    Oft haben Arbeitnehmer schon durch das Pendeln zum Arbeitsplatz Werbungskosten von mehr als 1000 Euro. Dann können sie über die Pendlerpauschale ihre Steuerlast weiter senken. Schon bei einer täglichen Autofahrt von 16 Kilometern (einfache Strecke) beträgt sie bei pauschalen 30 Cent je Kilometer im Jahr 1056 Euro. Belege sind bei Nutzung der Pauschale nicht nötig, die Angaben werden vom Finanzamt auf Plausibilität geprüft.

    Werbungskostenpauschale für Rentner

    Auch Rentner können Werbungskosten von der Steuer absetzen – entweder individuell oder über eine Pauschale. Letztere ist allerdings viel niedriger als die für Arbeitnehmer: 102 Euro im Jahr bekommt jeder Rentner oder Pensionär automatisch abgezogen. Für Pensionäre gibt darüber hinaus auch einen Versorgungsfreibetrag sowie einen Zuschlag, die vom Zeitpunkt des Renteneintritts abhängen.

    Umzugskosten-Pauschale

    Wer aus beruflichen Gründen umzieht, kann ab dem 1. März 2016 immerhin 746 Euro (1493 Euro im Jahr für Verheiratete) ganz ohne Belege geltend machen. Allerdings muss die Umzugskostenpauschale in der Anlage N zur Steuererklärung beantragt werden.

    Verpflegungspauschale

    Dienstreisen, für deren Spesen der Arbeitgeber nicht aufkommt, können mithilfe der Verpflegungspauschale Steuern sparen. Dauert die berufsbedingte Reise länger als acht Stunden, können Steuerzahler pauschal zwölf Euro von der Steuer absetzen. Für den An- und Abreisetag gibt es generell zwölf Euro, komplette Reisetage über 24 Stunden und mehr bringen 24 Euro Verpflegungspauschale. Mit einem Eintrag in Anlage N machen Steuerpflichtige sie geltend.

    Sparerpauschbetrag

    Früher „Sparerfreibetrag“ genannt, ist heute vom „Sparerpauschbetrag“ die Rede. Dadurch sind Kapitalerträge – zum Beispiel Zinsgewinne auf Ersparnisse, Gewinne aus einem Wertpapierverkauf, etc. bis zu einer Höhe von 801 Euro steuerfrei, zusammenveranlagte Paare haben einen pauschalen Freibetrag von 1602 Euro. Ein Antrag in der Steuererklärung ist nicht nötig, wohl aber ein Freistellungauftrag bei den Banken.

    Behinderten-Pauschbetrag

    Wer körperlich oder geistig eingeschränkt ist, kann einen Teil seiner dadurch entstehenden Kosten steuermindernd geltend machen. Er liegt zwischen 310 und 1420 Euro, abhängig vom Grad der Behinderung. Die Pauschale wird automatisch gewährt, wenn der Grad der Behinderung auf Seite 3 des Mantelbogens angegeben wird.

    Pflegepauschbetrag

    Wer einen schwerstpflegebedürftigen Menschen betreut, kann einen steuerfreien Pauschbetrag von 924 Euro im Jahr geltend machen. Dazu trägt er den Namen der betreuten Person im Mantelbogen zur Steuererklärung ein. Allerdings ist diese Pauschale an Voraussetzungen geknüpft, etwa einen Behindertenausweis, ein Pflegegrad, die Pflege in der eigenen Wohnung oder der des zu pflegenden Menschen, und der Verzicht auf eine Entlohnung des Pflegenden. Wer allerdings Ausgaben von mehr als 924 Euro im Jahr für seinen Pflegeleistung hat, kann auf die Pauschale verzichten und stattdessen außergewöhnliche Belastungen anführen.

    Sonderausgaben-Pauschbetrag

    Wer keine Sonderausgaben wie die Beiträge zur gesetzlichen und privaten Altersvorsorge, zur Kranken- und Pflegeversicherung, Ausbildungskosten, Kirchensteuer oder Spenden und Mitgliedsbeiträge geltend machen kann, bekommt automatisch den Sonderausgaben-Pauschbetrag von jährlich 36 Euro für Singles und 72 Euro für Paare vom Finanzamt angesetzt.

    Kinderfreibetrag

    Wer ein Kind hat, bekommt vom Finanzamt einen Freibetrag von 7.356 Euro im Jahr als Steuervergünstigungen. Eltern müssen sich allerdings entscheiden: Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Was für den Steuerzahler günstiger ist, prüft das Finanzamt.

    Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

    Der „Entlastungsbetrag für Alleinerziehende“ bringt Alleinerziehenden einen Freibetrag von 1.908 Euro. Jedes weitere Kind erhöht die Summe um 240 Euro. Diese Pauschale senkt unmittelbar das zu versteuernde Einkommen. Auszufüllen ist dafür das Steuerformular „Anlage Kind“. Voraussetzung ist auch die Steuerklasse II, die nur Alleinerziehende bekommen.

    Altersentlastungsbetrag

    Rentner über 64 Jahre senken mit dem Altersentlastungsbetrag Ihre Steuerlast um maximal 1.900 Euro im Jahr. Die genaue Höhe ist vom Geburtsjahr abhängig. Wer etwa 2015 64 Jahre alt wurde, erhält einen Altersentlastungsbetrag von maximal 1.140 Euro. Der Freibetrag wird Aufgrund des angegebenen Geburtsdatum automatisch von den Finanzbehörden berücksichtigt. Wer nach dem 1. Januar 1975 geboren wurden, hat keinen Anspruch darauf.

    Arbeitsmittel

    Die Ausgaben für Stifte, Papier, Werkzeug und ähnliches Arbeitsmaterial senken die Steuerlast. Wer keine Belege darüber hat, kann auch einfach pauschal 110 Euro für Arbeitsmittel in der Anlage N ansetzen. Die akzeptieren die Finanzämter in der Regel auch ohne Belege.

    Telefonkosten

    Wer zuhause beruflich telefoniert oder das Internet nutzt, darf einen Teil seiner Ausgaben für Telekommunikation als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Bedingung ist, Sie sind Arbeitnehmer und es gibt keine Erstattung vom Arbeitgeber. Ohne Belege erkennen die Finanzämter bis zu 20 Prozent der Kosten an, maximal aber 20 Euro pro Monat. Einen Anspruch auf diese Pauschale haben Steuerzahler aber nicht. Die Steuerbehörde kann Einzelnachweise verlangen.

    Kontoführungsgebühr

    Wer ein Gehalt beziehen will, braucht ein Konto. Deshalb dürfen Aufwendungen für das Gehaltskonto auch von der Steuer abgesetzt werden. Oftmals kosten diese Girokonten aber nichts. Trotzdem erkennt der Fiskus pauschal 16 Euro im Jahr dafür an. Sie müssen nur in der Steuererklärung in Anlage N eingetragen werden.

    Arbeitskleidung

    Wer einen Beruf ausübt, der typische Arbeitskleidung erfordert – zum Beispiel Bäcker oder Krankenpfleger -, kann die Ausgaben dafür steuerlich geltend machen. Fehlen Belege, akzeptieren die Finanzämter bis zu 110 Euro im Jahr. Auch das Waschen oder reinigen lassen für die Arbeitskleidung können Arbeitnehmer steuersenkend angeben. Dafür gibt es auch je nach Haushaltsgröße und Wasch- oder Trocknerprogramm eine Pauschale pro Wäsche, die sich zwischen fünf und 88 Cent je Kilogramm bewegt.

    Bewerbungskosten

    Zu den Werbungskosten gehören auch Ausgaben für Bewerbungen. Normalerweise sind Ausgaben für Bewerbungsfotos, Kopien, Mappen, Reisen zu Vorstellungsgesprächen und Porto zu belegen. Ohne Beleg akzeptiert das Finanzamt aber 8,50 Euro pro Bewerbungsmappe. Bei Bewerbungen per E-Mail oder Initiativbewerbungen beträgt die Pauschale noch 2,50 Euro.

    Auf Dienstreisen oder anderen Auswärtstätigkeiten können sie Pauschalen für ihre Verpflegungskosten absetzen, wenn der Arbeitgeber diese nicht erstattet. Ein Einzelnachweis solcher Kosten ist hier auch gar nicht möglich. Bei über acht Stunden Abwesenheit am Tag werden 12 Euro berücksichtigt, bei vollen 24 Stunden 24 Euro. Der An- und Abreisetag zählen bei einer mehrtägigen Abwesenheit immer mit 12 Euro.

    Ausgaben für Arbeitsmittel, also Gegenstände, die sie für berufliche Tätigkeiten brauchen, können meist ebenfalls pauschal geltend gemacht werden. Hier gibt es zwar keine offizielle Pauschale, aber eine Nichtbeanstandungsgrenze von 110 Euro. Diese Summe können Steuerzahler also in der Regel auch ohne Belege absetzen, ohne dass das Finanzamt sich querstellen wird. Steuerzahler sollten die Arbeitsmittel am besten grob beschreiben, zum Beispiel „Schreibwaren und Bürobedarf“, wenn dies zur beruflichen Tätigkeit passt. Bei Nutzung der Pauschalsumme können aber nicht weitere Ausgaben einzeln geltend gemacht werden.

    Steuer-Software :  Programme für die Steuererklärung 2016

    Als Kontokosten für den Gehaltsbezug akzeptiert der Fiskus eine Pauschale von 16 Euro im Jahr, die ebenfalls als Werbungskosten abgezogen werden darf.

    Wer sich beruflich beworben hat, kann Bewerbungskosten auch ohne Belege geltend machen. Offizielle Pauschalen gibt es hier nicht, aber gängige Schätzwerte. Für eine Bewerbung mit Mappe sind das 8,50 Euro, für Bewerbungen ohne Mappe (etwa per Email) noch 2,50 Euro.

    Steuersoftware 2017

    ElsterFormular

    Fazit: Durchaus nützlich, aber nicht hilfreich, sobald Fragen aufkommen. Steuertipps fehlen komplett.

    Lohnsteuer Kompakt

    Fazit: Umfassende Unterstützung, gut nutzbar. Ohne besondere Rabatte (etwa über Groupon) aber recht teuer.

    Smartsteuer

    Fazit: Optisch klasse, noch etwas Nachholbedarf bei der Unterstützung mit Tipps und Verständnishinweisen.

    Fazit: Schön anzusehen, gut zu nutzen, nur fehlen ein paar nützliche Extras. Das reicht nicht für einen Spitzenplatz.

    Tchibo Steuer

    Fazit: Durchaus hilfreich, aber im direkten Vergleich der preisgünstigen Angebote hat Tax die Nase vorn.

    SteuerSparErklärung

    Fazit: Hält sich stärker zurück als die Konkurrenz. Wer sich schon ein wenig auskennt, kommt damit aber bestens klar.

    Fazit: In nicht besonders komplexen Fällen reicht Tax locker aus – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Testsieger: Wiso Steuer Sparbuch

    Fazit: Gute Unterstützung, komfortable Bedienung: Der Testsieger führt nicht am schnellsten, aber sehr sicher ans Ziel.

    Eine Besonderheit gilt für einen beruflich bedingten Umzug. Hier kann zusätzlich zu einzelnen Ausgaben, etwa für das Umzugsunternehmen, noch eine Pauschale für sonstige Umzugskosten eingetragen werden. Diese Pauschale beträgt für das Jahr 2016 bei Inlandsumzügen: bei Beendigung vor 1. März 746 Euro für Ledige, 1493 Euro für Verheiratete und eingetragene Lebenspartner sowie 329 Euro für jede weitere Person. Für zwischen März und Jahresende beendete Umzuge gelten pauschal 764 Euro (Ledige), 1528 Euro (Ehepartner und eingetragene Lebenspartner) sowie 337 Euro für jede weitere Person.

    Weitere Tipps für die Steuererklärung finden Sie im Steuer-Dossier der WirtschaftsWoche, das sie hier herunterladen können: als Premium-Dossier zum Einzelabruf für 7,99 Euro unter wiwo.de/steuertipps-2017 oder mit WirtschaftsWoche-Digitalpass unter wiwo.de/steuertipps

    • Seite 1: So retten sich Steuerzahler vor der Abgabefrist
    • Seite 2: Steuererklärung: Alles zu Fristen, Fristverlängerung und minimalem Aufwand
    • Seite 3: Welche Pauschalen kann ich absetzen?

    Stellvertretender Ressortleiter Geld

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    Pauschalen: Das können Steuerzahler bequem ohne Belege von der Steuer absetzen

    Praktische Pauschalen : Das können Steuerzahler bequem ohne Belege absetzen

    Von Clemens Helf

    Die Pendlerpauschale ist vielen Steuerzahlern bekannt. Aber auch für berufliche Reisekosten oder berufsbedingte Umzüge können Pauschalen in der Steuererklärung angesetzt werden.

    Arbeitnehmer zahlen ihre Einkommensteuer jeden Monat, wenn die Lohnsteuer durch den Arbeitgeber abgeführt wird. Sofern sie keine anderen Einkünfte haben und ihre Lohnsteuer anhand der Steuerklassen I oder IV (ohne Faktor) berechnet wird , sind sie in der Regel auch nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.

    Aber: Die Abgabe einer Erklärung kann sich für viele Arbeitnehmer finanziell lohnen, wenn sie hohe Werbungskosten haben. Diese werden in der Anlage N der Steuererklärung angesetzt und mindern das zu versteuernde Einkommen. Je höher die Werbungskosten sind, desto mehr Geld gibt es vom Fiskus zurück.

    Für Arbeitnehmer ist die Anlage N der Steuererklärung besonders wichtig. Hier werden zum Beispiel die Werbungskosten eingetragen.

    Sofern Steuerzahler nicht verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, können sie derzeit noch die Erklärungen der Jahre 2012 bis 2015 abgeben. Für die Steuererklärung 2012 ist jedoch der 31. Dezember 2016 der letztmögliche Abgabetermin.

    Erwarten Arbeitnehmer also für das Jahr 2012 eine Steuererstattung, sollten sie sich jetzt beeilen. Sonst entgeht ihnen nicht nur ihre Steuererstattung. Auch die Verzinsung der Steuererstattung von 0,5 Prozent für jeden vollen Monat ab dem 1. April 2014 geht verloren.

    Tipp: Steuerpflichtige müssen nicht alle Werbungskosten in der Anlage N mit Beleg nachweisen. An einigen Stellen dürfen sie Pauschalen ohne Einzelnachweis ansetzen – so wird das Ganze vereinfacht. In vielen Fällen ist der Ansatz der Pauschalen sogar finanziell vorteilhafter, als die tatsächlichen Kosten anzusetzen.

    Die Pauschalen im Überblick:

    Für jeden Entfernungskilometer von der Wohnung zum Arbeitsplatz (Erste Tätigkeitsstätte) gestattet das Finanzamt einen Ansatz von 30 Cent pro Kilometer pro Arbeitstag. Hier werden also nicht die durch Hin- und Rückfahrt tatsächlich gefahrenen Kilometer akzeptiert, sondern nur jeweils nur eine Strecke pro Tag.

    Bei einer 5-Tage-Woche werden in der Regel 230 Arbeitstage akzeptiert. Bei Lehrern werden meistens 192 Fahrten ohne Nachweis anerkannt.

    Das ist der Autor

    Clemens Helf ist selbständiger Steuerberater und hat Büros in den Städten Köln und Andernach. Seine Kanzlei betreut Unternehmen, Freiberufler und Privatpersonen in allen steuerrechtlichen Angelegenheiten. Mehr über Clemens Helf: www.steuerberater-helf.de

    Haben Sie neben den Fahrten zu Ihrer ersten Tätigkeitsstätte weitere berufliche Fahrten zu anderen Zielorten mit Ihrem privaten Kraftfahrzeug gemacht, können Sie diese ebenfalls ansetzen.

    Hier akzeptiert das Finanzamt 30 Cent Kosten pro tatsächlich gefahrenem Kilometer, also sowohl Hin- als auch Rückfahrt, allerdings nur, wenn Sie die Fahrtkosten auch tatsächlich selbst getragen haben. Fahrtkosten, die Ihr Arbeitgeber Ihnen bereits steuerfrei erstattet hat, können Sie nicht mehr ansetzen.

    Haben Sie Reisekosten anzusetzen, sollten Sie Ihrer Steuererklärung eine einfache und übersichtliche Aufstellung der relevanten Fahrten beilegen.

    Für Arbeitsmittel kann man eine Pauschale von 110 Euro pro Jahr ansetzen. Darunter fallen Büromaterial, Werkzeug, Berufsbekleidung, Büromöbel, PC, Fachliteratur.

    Falls die tatsächlichen Kosten für Arbeitsmittel höher sind, sollte man diese anhand von Belegen nachweisen und angeben. Die Pauschale kann dann natürlich nicht mehr abgezogen werden.

    Für die Kosten der Kontoführung können ohne Nachweis 16 Euro angesetzt werden.

    Umzug, Berufsbekleidung, Bewerbungskosten – was Sie sonst noch absetzen können, lesen Sie auf der nächsten Seite.

    Источники: http://www.finanztip.de/reisekosten-absetzen/, http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/steuererklaerung-welche-pauschalen-kann-ich-absetzen/19805482-3.html, http://mobil.ksta.de/ratgeber/finanzen/geld/das-koennen-steuerzahler-bequem-ohne-belege-absetzen-sote-23339892

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