Einkommensteuererklärung wann

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    Abgabefristen und Tricks: Wann Sie die Steuererklärung abgeben sollten

    • 30.04.2015 12:17 Uhr

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    Viele Bürger haben sich wohl den 31. Mai im Kalender markiert. Aber das ist nicht das optimale Datum zur Abgabe der Steuererklärung.

    Düsseldorf Sie ist lästig, kostet Zeit und häufig Nerven. Die Steuererklärung schieben viele Bürger gerne vor sich her. Wer jedoch mit einer hohen Erstattung rechnet und das Geld dringend braucht, legt beim Ausfüllen der Formulare auch mal den Turbo ein. In diesem Jahr hat sich die Eile für viele aber nicht gelohnt. Der Grund war ein Softwareproblem bei der Finanzverwaltung. Schnellsein lohnt sich oft nicht. Für Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, kann es sogar lukrativ sein, mit der Abgabe noch bis zu vier Jahre zu warten.

    In einem Monat ist es wieder soweit, am 1. Juni – dieses Jahr einen Tag später, weil der 31. Mai ein Sonntag ist – müssen die Steuererklärungen für das Jahr 2014 beim Finanzamt sein. Dieses Datum gilt für alle, die zur Abgabe der Erklärung verpflichtet sind und sich nicht von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lassen. Wer ledig ist, nur einen Arbeitgeber hat, keine Einnahmen aus Selbstständigkeit oder Vermietung erzielt und keine Ersatzleistungen wie Eltern- oder Krankengeld empfängt, könnte den Papierkram auch bleiben lassen. Doch meistens lohnt sich der Aufwand, denn im Schnitt gibt es rund 900 Euro vom Fiskus zurück. Kein Wunder also, dass etwa ein Drittel derjenigen, die eine Steuererklärung abgeben, dies sogar freiwillig tut.

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    Bleibt nur die Frage: Wann ist der strategisch günstigste Zeitpunkt für die Abgabe? Wer mit einer hohen Steuererstattung rechnet und das Geld schnell haben möchte, der sollte möglichst früh abgeben. Denn beim Finanzamt gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das heißt: Die erste Steuererklärung, die in der Behörde ankommt, wird auch als erste bearbeitet. Der Startschuss fällt allerdings erst, wenn die Beamten die aktuelle Software haben. Sie sprechen dann von der „Programmfreigabe“.

    „Die Erfahrung zeigt, dass die Finanzämter meist erst Mitte März mit der Bearbeitung der Steuererklärungen für das vorangegangene Jahr anfangen können“, sagt Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft – und damit so etwas wie Deutschlands oberster Finanzbeamter. Der Grund: Auch kurz vor Jahresschluss kann es Gesetzesänderungen geben, die in die Software eingearbeitet werden müssen. Zudem liegen den Ämtern oft erst Anfang März die Daten vor, die Arbeitgeber und Versicherungen übermitteln.

    Dieses Jahr hakt es besonders bei Steuererklärungen mit der sogenannten Anlage KAP für Kapitaleinkünfte. Bis vor einigen Tagen konnten solche Erklärungen noch gar nicht bearbeitet werden. Inzwischen soll das zumindest bei 85 Prozent der Fälle möglich sein. Der Rest soll im Laufe des zweiten Quartals folgen, heißt es beim Finanzministerium NRW. Nach einer Schätzung des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) wird jede Steuererklärung mit der Anlage KAP abgegeben. Zudem würden im März und April die meisten Steuererklärungen abgegeben.

    Wegweiser Anlage KAP

    Anlass für das Ausfüllen

    Ein Teil der Anleger muss seine Kapitalerträge abrechnen, andere machen es freiwillig, um Abgeltungsteuer zurückzuholen.

    • Günstigerprüfung: Das Finanzamt prüft, ob der persönliche Steuersatz oder die Abgeltungsteuer günstiger ist. (Zeile 4)
    • Korrektur: Sie beantragen, die Abrechnung der Bank zu korrigieren (Zeile 5)
    • Kirchensteuer: Sie müssen noch die Kirchensteuer abrechnen (Zeile 6)

    Inländische Kapitalerträge

    Die meisten Werte entnehmen Anleger der Steuerbescheinigung ihrer inländischen Bank. Wollen Sie diese Werte korrigieren, nutzen Sie die rechte Korrekturspalte

    • Summe aller Erträge (Zeile 7)
    • Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (Zeile 8)
    • Gewinne aus Aktienverkäufen (Zeile 9)
    • Nach der Ersatzbemessungsgrundlage ermittelte Beträge (Zeile 11)

    Haben Sie 2013 Anlageverluste bei einer Bank erzielt und wollen Sie diese mit Erträgen bei einer anderen Bank verrechnen lassen, benötigen Sie eine Verlustbescheinigung Ihrer Depotbank. Für 2013 ist es auch letztmalig möglich, Altverluste mit Kapitalerträgen verrechnen zu lassen

    • Aktuelle Verluste: 2013 erzielte Verluste, die Ihre Bank nicht mit positiven Erträgen verrechnen konnte, rechnen Sie über die Steuererklärung ab. Die Werte entnehmen Sie der Verlustbescheinigung. (Zeile 12 bis 13)
    • Altverluste: Wollen Sie Altverluste aus Wertpapiergeschäften mit Gewinnen aus Kapitalvermögen verrechnen, setzen Sie eine „1“. (Zeile 60)

    Sparerpauschbetrag

    Kapitalerträge bis 801 Euro im Jahr sind steuerfrei. Sie müssen Angaben machen, inwieweit Sie diesen Sparerpauschbetrag ausgenutzt haben.

    • In welcher Höhe wurde der Pauschbetrag bei den in Anlagen KAP abgerechneten Erträgen berücksichtigt? (Zeile 14)
    • In welcher Höhe haben Sie den Pauschbetrag für Kapitalerträge genutzt, die nicht in Anlage KAP stehen? (Zeile 15)

    Steuerschulden

    Haben Sie Kapitalerträge erzielt, für die bisher keine Steuer an den deutschen Fiskus geflossen ist, müssen Sie selbst mit dem Finanzamt abrechnen, zum Beispiel bei Kapitalerträgen im Ausland

    • Erträge im Ausland (Zeile 16 bis 22)
    • Zinsen aus Darlehen an nicht nahestehende Personen (Zeile 16)
    • Zinsen aus Darlehen an nahestehende Personen, zum Beispiel den Sohn, wenn er die Zinsen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzt (Zeile 25)

    Gezahlte Steuern

    Bereits gezahlte Abgaben rechnet das Finanzamt auf die fällige Kapitalertragsteuer an – Auslandssteuern zumindest zum Teil.

    • 2013 gezahlte Abgeltungsteuer (Zeile 50)
    • Sie dürfen auch EU-Zinssteuer und im Ausland gezahlte Quellensteuer abrechnen

    In Deutschland in der Pflicht

    Kapitalerträge aus dem Ausland müssen in Deutschland versteuert werden. Hat die Bank oder Fondsgesellschaft dafür noch keine Steuern gezahlt, müssen Sie selbst mit dem Finanzamt abrechnen. Steuern, die im Ausland verlangt wurden, können zumindest anteilig verrechnet werden.

    • Auslandserträge (Zeile 17 bis 22)
    • Quellensteuer, die Ihre ausländische Bank von der Abgeltungsteuer abgezogen hat (Zeile 53)
    • nicht verrechnete Quellensteuer (Zeile 54)
    • fiktive ausländische Quellensteuer (Zeile 55)
    • EU-Zinssteuer (Zeile 59)
    • Ausgaben, die Sie im Ausland zurückholen können, tragen Sie nicht ein

    Vom Bund der Steuerzahler (BdSt) kommt dazu scharfe Kritik: „Es ist nicht akzeptabel, dass Bürger länger auf ihre Steuerbescheide warten müssen, weil die Finanzverwaltung die Software nicht rechtzeitig aktualisiert“, sagt Isabel Klocke vom BdSt. Noch dazu sei die Änderung lange absehbar gewesen: Seit dem Steuerjahr 2014 können sogenannte Altverluste nicht mehr mit Gewinnen aus Kapitaleinkünften verrechnet werden. „Das wurde nicht spontan entschieden, sondern stand schon bei Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 fest“, sagt Klocke.

    Doch das ist in diesem Jahr nicht das einzige Problem: „Auch bei der Körperschaftsteuer hakt es“, kritisiert Simon Beyme, Geschäftsführer des Steuerberaterverbands Berlin-Brandenburg. „Steuerberater können die Steuererklärungen zwar vorbereiten, aber nicht an das Finanzamt übermitteln.“ Über das Elster-Online-Portal – die Software der Finanzverwaltung – soll das voraussichtlich erst Ende Juli möglich sein. „Das ist mehr als ärgerlich, zumal die Steuerzahler stets zur Eile getrieben werden.“

    Solche EDV-Probleme wie die Verzögerung bei Kapitaleinkünften zeigen: Wer seine Steuererklärung früh abgibt, ergattert beim Finanzamt zwar einen guten Startplatz für die Bearbeitung, eine Garantie für einen frühen Steuerbescheid ist das aber nicht.

    Wann Sie die Steuererklärung abgeben sollten

    Sechs Prozent Zinsen pro Jahr

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    Kommentare zu “ Abgabefristen und Tricks: Wann Sie die Steuererklärung abgeben sollten“

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    • Sergio Puntila 30.04.2015, 13:41 Uhr

    NABU (für irgendwas taugen die dann doch^^) weiß:

    "Die Charaktervögel einer naturnahen, abwechslungsreichen Landschaft mussten ausweichen. Sie zogen in Gartenvororte und die Parks der Städte – eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Hier finden sie das ganze Jahr über bestes Futter auf Komposthaufen und in Abfallkörben, können auf Parkwiesen Kleingetier sammeln, Futterreste an Parkteichen aufpicken und überfahrene Tiere an Straßenrändern auflesen. "

    der Gipfel allerdings bleibt: sowas auch noch Elster zu nennen.

    also: elster ausfüllen offline, ausdrucken offline, das system neu aufsetzen und weiter.

    Wann ist die Abgabe einer Steuererklärung Pflicht?

    Muss ich eine Steuererklärung abgeben oder nicht? Diese Frage haben Sie sich bestimmt schon häufig gestellt.

    Ob Sie tatsächlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind und wann sich eine freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnen kann erfahren Sie im Folgenden!

    Grundsätzlich unterscheidet das Einkommensteuergesetz zwischen zwei Veranlagungsarten:

    • Pflichtveranlagung: Immer dann, wenn Sie gesetzlich zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind
    • Antragsveranlagung: Immer dann, wenn Sie freiwillig eine Steuererklärung abgeben und einen Antrag auf die Einkommensteuerveranlagung stellen

    Pflichtveranlagung: In welchen Fällen sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

    Abgabepflicht für Arbeitnehmer

    Erzielen Sie Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis, wird Ihnen monatlich vom Arbeitgeber Lohnsteuer abgezogen, welche an das Finanzamt abgeführt wird. Eigentlich wäre für Sie somit steuerlich gesehen alles erledigt und keine Steuererklärung abzugeben.

    Der Fiskus vermutet in manchen Fällen, dass er trotz der monatlichen Lohnsteuer bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, zu wenig Steuern erhält.

    Deshalb sind Sie in folgenden, in § 46 EStG geregelten Fällen zur Abgabe einer Steuerklärung verpflichtet:

    • Sie haben im Laufe des Jahres Nebeneinkünfte von über 410,00 € erzielt, welche nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen
    • Sie haben Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig bezogen
    • Sie haben Freibeträge beim Lohnsteuerabzug in Anspruch genommen. Hier handelt es sich z. B. um Freibeträge für Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastung, welche nochmals überprüft werden sollen.

    -> Handelt es sich um einen Behinderten-Pauschbetrag, einen Hinterbliebenen-Pauschbetrag oder die Zahl der Kinderfreibeträge wird erhöht sind Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet

  • Sie und Ihr Ehepartner beziehen beide Arbeitslohn und einer von Ihnen hat Steuerklasse V oder VI oder bei Steuerklasse IV ist der Faktor eingetragen worden
  • Sie haben im Laufe des Jahres Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Mutterschaftsgeld über 410,00 € bezogen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen
  • Sie haben von einem (früheren) Arbeitgeber eine Abfindung oder Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit erhalten, für welche beim Lohnsteuerabzug bereits die günstige Fünftelregelung angewendet wurde
  • Geschiedene oder dauern getrennt lebende Eltern (oder bei Eltern nicht ehelicher Kinder beide Elternteile) haben eine andere Aufteilung des „Ausbildungsfreibetrag“ oder des Behindertenpauschbetrags in einem anderen Verhältnis als je zur Hälfte beantragt
  • Sie haben Sonderzahlungen erhalten und im selben Jahr den Arbeitgeber gewechselt und Ihr neuer Arbeitgeber hat bei der Lohnsteuerberechnung die Werte des vorherigen Arbeitgebers nicht berücksichtigt
  • Ihre Ehe wurde im Lauf des Jahres geschieden oder Ihr Partner ist verstorben und einer der Ehegatten heiratet im selben Jahr wieder
  • Sie haben einen beschränkt steuerpflichtigen Ehepartner, welcher im EU-/EWR-Ausland lebt auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen
  • Sie haben Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland und haben in Deutschland die unbeschränkte Steuerpflicht beantragt
  • Abgabepflicht für Nichtarbeitnehmer

    Erzielen Sie keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit müssen Sie unter gewissen Voraussetzungen trotzdem eine Steuererklärung abgeben.

    Wenn Sie z. B. durch die Vermietung einer Wohnung, durch selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit oder als Betreiber eines Gewerbes Einkünfte erzielen, müssen Sie immer dann eine Steuererklärung abgeben, wenn diese Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen.

    Eine Steuerklärung ist somit verpflichtend, wenn der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte (Einnahmen abzüglich Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben) folgende Werte übersteigt:

    Aber nicht nur in oben genannten Fällen müssen Sie eine Steuererklärung abgeben.

    Möchten Sie z. B. einen Verlustvortrag geltend machen, ist dies nur dann möglich, wenn Sie für das betreffende Jahr eine Steuererklärung abgeben.

    Auch bei einer Aufforderung durch das Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung müssen Sie diese erstellen, auch wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht auf Sie zutreffen sollten.

    Abgabepflicht, wenn Sie Einkünfte aus Kapitalerträgen erhalten

    Auch dann, wenn Sie Kapitaleinkünfte haben kann es in bestimmten Fällen zu einer Abgabepflicht der Einkommensteuererklärung führen:

    • Sie haben bei den Kreditinstituten zu hohe Freistellungsaufträge gestellt (maximal 801 € bei Ledigen bzw. 1.602 € bei Verheirateten)
    • Sie haben bei den Kreditinstituten keinen Kirchensteuerabzug beantragt und die steuerpflichtigen Kapitalerträge übersteigen 801 €/1.602 € (Erst seit 2015 existiert ein automatisches Verfahren zum Kirchensteuereinbehalt der Kreditinstitute)
    • Es wurde von abgeltungssteuerpflichtigen Kapitalerträgen wie z. B. aus privaten Darlehen oder Auslandskonten keine Steuer einbehalten
    • Wenn Sie Kapitaleinkünfte beziehen, die ihrer individuellen Einkommensteuer unterliegen wie z. B. in Falle von stillen Beteiligungen oder Kapitalerträgen aus Betriebsvermögen

    Welche Fristen sind bei der Abgabe der Steuererklärung zu beachten?

    Sind sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet muss die Erklärung immer bis zum 31. Mai des Folgejahres eingereicht werden.

    So muss z. B. die Steuerklärung für das Jahr 2016 bis zum 31. Mai 2017 beim Finanzamt eingehen.

    Können Sie die Frist zur Abgabe der Steuererklärung nicht einhalten, haben Sie die Möglichkeit eine sogenannte Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt zu beantragen. In der Regel sollte eine Fristverlängerung bis 31. September möglich sein.

    Lassen Sie Ihre Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen muss die Abgabe bis zum 31. Dezember des Folgejahres erfolgen. Auch hier ist eine Fristverlängerung möglich.

    Geben Sie Ihre Einkommensteuererklärung verspätet ab, kann dies für Sie unangenehme Folgen haben. Das Finanzamt ist in solchen Fällen dazu berechtigt einen Verspätungszuschlag zu verlangen. Dieser Verspätungszuschlag darf nicht höher als 10 % der festgesetzten Steuer sein und höchstens 25.000 Euro betragen.

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    Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

    Abgabefrist für die Steuererklärung ist derzeit noch der 31. Mai. Wie die Frist zukünftig aussieht und wie Sie diese verlängern können, erfahren Sie hier.

    Steuerzahler haben bald zwei Monate mehr Zeit für Ihre Steuererklärung. Das haben im Juni 2016 Bundestag und Bundesrat in einem neuen Gesetz beschlossen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und seine Steuererklärung selbst erstellt, für den verschiebt sich der Stichtag vom 31. Mai auf den 31. Juli.

    Doch ab wann gilt die neue Abgabefrist? In den kommenden Jahren 2017 und 2018, in denen Sie die Einkommensteuererklärung 2016 bzw. 2017 abgeben müssen, ist offiziell noch der 31. Mai der Stichtag. Im Jahr 2019 gilt dann aber für alle, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen, der 31. Juli 2019 als verbindlicher Abgabetermin für die Steuererklärung 2018.

    Wie kann ich die Frist verlängern?

    Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu. Das wird auch in den Jahren 2017 und 2018 noch gelten.

    Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung jedoch nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Die Fristverlängerung muss zudem stets schriftlich begründet werden.

    Gilt die Abgabefrist fГјr alle?

    Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Frist. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Einkommensteuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen. Da das neue Besteuerungsgesetz auch die Verlängerung der Fristen für Profis, also Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine, vorsieht, gilt auch hier: Um die Steuererklärung ihrer Mandanten für das Jahr 2018 einzureichen, haben Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine theoretisch Zeit bis Ende Februar 2020.

    Alle aktuell geltenden Fristen Гјbersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

    Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

    Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung 2015 oder 2016 auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

    Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

    Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick zum Thema Abgabefrist:

    Mit dem neuen Gesetz haben sich jedoch auch Г„nderungen beim VerspГ¤tungszuschlag ergeben: Bislang liegt es im Ermessen der SteuerbehГ¶rden, ob und in welcher HГ¶he VerspГ¤tungszuschlГ¤ge oder Zwangsgelder festgesetzt werden. Ab Januar 2018 wird der Prozess jedoch automatisiert: Jeder, der seine SteuererklГ¤rung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraumes abgibt und keine FristverlГ¤ngerung beantragt hat, muss einen VerspГ¤tungszuschlag zahlen. Die HГ¶he des Zuschlags ist gesetzlich festgelegt und betrГ¤gt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspГ¤tetem Monat. Die maximale HГ¶he des VerspГ¤tungszuschlags bleibt bei 25.000 Euro.В

    Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.

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    Источники: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/abgabefristen-und-tricks-wann-sie-die-steuererklaerung-abgeben-sollten/11702242.html, http://www.steuerverbund.de/steuertipps/einzelansicht/artikelansicht/wann-ist-die-abgabe-einer-steuererklaerung-pflicht/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/bis-wann-muss-die-steuererklaerung-abgegeben-werden.html

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