Erklärung der steuerklassen

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    Welche Steuerklasse – Übersicht der Lohnsteuerklassen 1, 2, 3, 4, 5, 6

    Steuerklassen Übersicht

    Gemäß dem Einkommensteuergesetz existieren derzeit in Deutschland sechs Steuerklassen, die sich aus dem Lohnsteuerabzug, der Kirchensteuer, den Familienverhältnissen und dem Solidaritätszuschlag ergeben. Je nach Konstellation ergibt sich eine bestimmte Lohnsteuerklasse, die in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) eingetragen ist. Das ELStAM-Verfahren ersetzt seit dem 01. Januar 2013 die Lohnsteuerkarte aus Papier.

    Die Ermittlung der Lohnsteuerklasse wird anhand maschineller Lohnabrechnungsverfahren oder anhand einer Lohnsteuertabelle durchgeführt. Bei der Lohnsteuertabelle handelt es sich um eine Tabelle, die für jede Lohnsteuerklasse und Verdienst die Lohnsteuer ausweist.

    Generell werden zuzüglich der Lohnsteuer ebenso der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer durch den Arbeitgeber direkt vom Bruttoverdienst an das zuständige Finanzamt abgeführt. Je nach Lohnhöhe und persönlichen Verhältnissen wird ein Steuerfreibetrag vom Verdienst abgezogen.

    Die Lohnsteuerklassen

    Steuerklassen Übersicht

    Wechsel der Steuerklasse

    Seit dem 01. Januar 2012 sind die Finanzämter beauftragt, die Lohnsteuerabzugsmerkmale zu ändern. Vorab waren die Meldeämter in der Zuständigkeit. Gemäß § 39 Abs. 1 und 2 EstG führt das zuständige Finanzamt einen Lohnsteuerwechsel auf schriftlichem Antrag hin durch. Grundsätzlich ist ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr bis auf wenige Ausnahmen durchführbar. Eine Ausnahme bildet dabei der Tod eines Ehegatten.

    Steuerklassenkombinationen

    Steuerklassen können je nach persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen kombiniert werden. Die beiden häufigsten Kombinationen sind IV/IV und III/V.

    Faktorverfahren

    Das Faktorverfahren kann ergänzend zur Steuerkombination IV/IV oder statt der Kombination III/V gewählt werden. Dadurch wird erreicht, dass der Grundfreibetrag beim Lohnsteuerabzug bei jedem Partner als sogenanntes Splittingverfahren berücksichtigt wird. Der Faktor ist immer geringer als 1. Durch die Anwendung des Faktors wird die Lohnsteuer minimiert. Dies ist besonders von Vorteil, wenn beide Partner unterschiedlich hohe Einkünfte haben.

    Lohnsteuertabelle 2017

    Bei der Lohnsteuertabelle wird zwischen zwei Tabellenarten unterschieden. Der allgemeine Teil ist für alle rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer gültig. Bei der besonderen Lohnsteuertabelle handelt es sich um eine Tabelle, die für den Rest der Beschäftigten gültig ist, die eine Vorsorgepauschale entrichten und in keinem Bereich der Sozialversicherungen einzugruppieren sind. Quasi obligatorisch ist eine private Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Dazu gehören beispielsweise Beamte.

    Allgemeine Lohnsteuertabelle

    in PDF Format Downloaden

    Besondere Lohnsteuertabelle 2017

    Kinderfreibeträge und Steuerfreibeträge 2017 und 2018

    Je nach Lohnsteuerklasse ergibt sich ein entsprechender Steuerfreibetrag, der der Einkommensteuerveranlagung zugrunde gelegt wird. Grundsätzlich liegt der Steuerfreibetrag im Jahr 2017 bei 8.820 Euro und 2018 bei 9.000 Euro.

    Bei der Lohnsteuer Anrechnung finden Kinderfreibeträge nur dann, wenn die Ersparnis bei der Steuer das gezahlte Kindergeld übersteigt. Die Steuerfreibeträge werden grundsätzlich bei der Kirchsteuer und dem Solidaritätszuschlag berücksichtigt.

    Zu den anrechenbaren Kindern gehören leibliche und angenommene Kinder sowie Pflegekinder. Nicht anrechenbar sind Kinder, die nur aus finanziellen Gründen in den Haushalt aufgenommen worden sind.

    Generell wird jedes Kind mit 0,5 berechnet. Der Faktor erhöht sich auf 1, wenn die Eltern des Kindes im Inland wohnhaft sind und nicht dauernd getrennt leben. Dies ist ebenso bei Pflegekindern der Fall. Eine Erhöhung des Faktors auf 1 erfolgt ebenso, wenn ein Kind durch den Lebenspartner angenommen wird und beide Partner nicht dauernd getrennt im Inland leben. Das Gleiche gilt bei Partnerschaften und Ehen, die nicht dauernd getrennt im Inland leben und beide zusammen ein Kind annehmen. Sofern ein Partner vor dem Beginn des Jahres 2017 verstorben ist oder ein Beschäftigter allein ein Kind angenommen hat, gilt ebenso die Regelung der Faktorerhöhung auf 1. Sollte es sich um ein Pflegekind handeln, bei dem das Verhältnis der Pflegekindschaft nur zu einem Beschäftigten besteht, wird der Faktor ebenso erhöht. Das Gleiche ist anwendbar, wenn der Wohnsitz des einen Elternteils nicht ermittelbar ist oder der biologische Vater amtlich nicht festzustellen ist. Sollte ein Elternteil im Jahr 2017 voraussichtlich keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, so ist ebenso der Faktor 1 zugrunde zu legen.

    Anhebung der Grundfreibeträge, Kindergeld, Kinderzuschlag und Kinderfreibeträge in 2017 und 2018

    Die Anhebung von Grund- und Kinderfreibeträgen wurde im 11. Existenzminimumberichts der Bundesregierung beschlossen. Zu den Verbesserungen gehören unter anderem eine Vermeidung von Mehraufwand und zusätzlicher Bürokratie für Verwaltung und Arbeitgeber. Zudem wurde eine Entlastung des Steuerpflichtigen vorgenommen, was bedeutet, dass der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und das Kindergeld in den Jahren 2017 und 2018 angehoben werden sowie ein Ausgleich der „kalten Progression“ durch eine Tarifverschiebung alle Steuerpflichtigen um rund 10 Milliarden Euro stattfinden wird.

    Im Einzelnen wurden im Gesetzentwurf folgende Anpassungen vorgenommen:

    1. Erhöhung des Grundfreibetrags von 8.652 Euro (2016) um 168 Euro auf 8.820 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018)
    2. Erhöhung des Kinderfreibetrags von 4.608 Euro (2016) um 108 Euro auf 4.716 Euro (2017) und um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro (2018)
    3. Erhöhung des monatlichen Kindergeldes um jeweils 2 Euro in den Jahren 2017 und 2018
    • für das 1.und 2. Kind von 190 Euro (2016) auf 192 Euro (2017) und 194 Euro (2018)
    • für das 3. Kind von 196 Euro (2016) auf 198 Euro (2017) und 200 Euro (2018)
    • für das 4. und jedes weitere Kind von 221 Euro (2016) auf 223 Euro (2017) und 225 Euro (2018)
    1. Erhöhung des Kinderzuschlags zum 1. Januar 2017 um 10 Euro pro Monat von 160 Euro auf 170 Euro pro Kind
    2. Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrags (§ 33a EStG) entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags von 8.652 Euro (2016) um 168 Euro auf 8.820 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018)
    3. Ausgleich der „kalten Progression“ durch Verschiebung nach rechts der übrigen Tarifeckwerte in 2017 um die prognostizierte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,73 %) und in 2018 um die prognostizierte Inflationsrate des Jahres 2017 (1,65 %). Eien weitere Anpassung ist nach Vorlage des 2. Steuerprogressionsberichts zu erwarten.

    Verpartnerung und Eheschließung 2017

    Im Falle einer Eheschließung im Jahr 2017 wird seitens des zuständigen Finanzamtes eine automatische Zuweisung der Steuerklasse IV erfolgen. Dies ist auch der Fall, wenn einer der Ehepartner arbeitssuchend gemeldet ist. Eine Änderung der Steuerklasse ist nur mittels Antrag möglich. Bei einer Verpartnerung erfolgt im Jahr 2017 noch keine automatische Zuweisung. Hier muss vorab ein Antrag gestellt werden.

    Im Nachfolgenden finden Sie eine Übersicht über den durchschnittlichen Brutto-Netto-Verdienst im Zeitraum von 2005 bis 2012 in Deutschland.

    Brutto-Netto-Verdienst: Übersicht der Jahre 2005 – 2012

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    Welche Steuerklassen gibt es und was bedeuten sie?

    Wer arbeitet, zahlt Lohnsteuer. In welcher Höhe hängt von der Steuerklasse ab. Welche es gibt und was sich dahinter verbirgt, zeigt Ihnen unsere Tabelle.

    Das Finanzamt ordnet jedem Arbeitnehmer eine Lohnsteuerklasse, oder auch nur Steuerklasse genannt, zu. Insgesamt gibt es in Deutschland sechs Steuerklassen. Sie helfen dem Arbeitgeber dabei, die Lohnsteuer eines Mitarbeiters zu berechnen.

    Welche Steuerklasse gilt fГјr wen?

    Die Steuerklasse richtet sich in erster Linie nach dem Familienstand. Alleinstehenden ordnet das Finanzamt automatisch die Steuerklasse I (1) zu. Alleinerziehende sind in Steuerklasse II (2) und bekommen dort einem höheren Entlastungsbetrag. Wer mehrere Jobs hat, bekommt ab dem zweiten Job Steuerklasse VI (6) automatisch zugeordnet.

    Für Ehepaare gibt es eine Besonderheit in Sachen Steuerklasse: Sie können zwischen verschiedenen Steuerklassen wählen. Unsere Tabelle zeigt Ihnen übersichtlich, wen der Staat in welche Steuerklasse einteilt:

    (wenn Sie dauerhaft von Ihrem Ehepartner getrennt leben)

    (wenn Partner Steuerklasse V gewählt hat, oder der Partner nicht arbeitet)

    (wenn der Partner auch Steuerklasse IV wählt)

    (wenn der Partner Steuerklasse III wählt)

    (ab dem zweiten Job, wenn Sie mehrere Jobs haben und entsprechend mehrere Lohnsteuerkarten vorlegen mГјssen oder aber wenn Sie die Lohnsteuerkarte nicht vorlegen, obwohl Sie es mГјssten)

    Wann muss ich meine Steuerklasse Г¤ndern?

    Wenn sich die eigenen Familienverhältnisse ändern, wird auch die Steuerklasse angepasst. Das ist der Fall wenn.

    • Sie heiraten.
    • Sie sich von Ihrem Ehepartner trennen oder geschieden werden.
    • Ihr Ehepartner stirbt.
    • Sie als Alleinstehende ein Kind bekommen.
    • Sie zusГ¤tzlich zu Ihrem Hauptberuf einen Nebenjob annehmen, fГјr den Sie eine zweite
    • Lohnsteuerkarte brauchen.

    Welche Optionen gibt es fГјr verheiratete Paare?

    Ehepaare können sich zwischen drei Kombinationen der Steuerklassen entscheiden:

    1. Verdient ein Partner deutlich mehr als der andere, lohnt sich eine Kombination aus Steuerklasse III (3) und V (5). Der Vorteil: Der Besserverdienende hat in Steuerklasse III deutlich weniger Abzüge. Der Nachteil: Je größer die Schere zwischen den beiden Gehältern ist, desto höher ist die Steuernachzahlung am Ende des Jahres.

    Unser Steuerklasse-Rechner gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick Гјber eine passende Kombination fГјr Sie und Ihren Ehepartner:

    Oder aber Sie schauen sich unser Video "Steuerklasse – was ist das?" an. Es zeigt Ihnen anschaulich alle KombinationsmГ¶glichkeiten auf einen Blick:

    Wann ist der Wechsel sinnvoll?

    Beispielsweise vor der Geburt eines Kindes: Elterngeld und Mutterschaftsgeld richten sich nach dem Nettoverdienst der letzten zwГ¶lf Monate vor der Geburt – und zwar der Nettoverdienst des Elternteils, der das Kind nach der Geburt Гјberwiegend betreuen wird.В Der Nettoverdienst kann hГ¶her werden, wenn man frГјhzeitig dieВ Steuerklasse Г¤ndert. Je hГ¶her der Nettoverdienst, desto hГ¶her fГ¤llt auch das Elterngeld aus. Mehr dazu in unserem Artikel FГјr wen sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt.

    Wie kann ein Ehepaar seine Steuerklasse wechseln?

    Paare wechseln ihre Steuerklasse beim zuständigen Finanzamt. Bringen Sie dazu einfach das ausgefüllte Formular "Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten" mit. Wer frisch verheiratet ist, braucht auch das Familienstammbuch.

    Für die Beraterinnen und Berater der VLH gehört es zum Tagesgeschäft, in Sachen Steuerklasse die für Sie günstigste Lösung zu finden. Gerne unterstützen wir auch Sie darin, sich die Steuervorteile zu sichern, die Ihnen zustehen. Hier können Sie sich Ihren Berater suchen: Beratersuche.

    Was passiert mit meiner Steuerklasse, wenn ich arbeitslos werde?

    Wenn Sie gerade Ihren Job verloren haben und Arbeitslosengeld bekommen, spielt die Steuerklasse erst einmal keine Rolle. Als Single bleiben Sie in Steuerklasse I (1), als Verheirateter in der Steuerklasse, die Sie mit Ihrem Partner gemeinsam gewählt haben.

    Problematisch wird es nur, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen-Kombination während der Arbeitslosigkeit wechseln möchten. Ein Beispiel: Der Ehemann ist der Besserverdiener und deshalb in Steuerklasse III (3), die Ehefrau in Steuerklasse V (5). Der Ehemann verliert unerwartet seinen Job und ist arbeitslos. Nun würde sich – steuerlich gesehen – ein Wechsel der Steuerklasse für das Ehepaar anbieten. Aber: Die Agentur für Arbeit berücksichtigt den Wechsel der Steuerklasse nur, wenn sich daraus eine niedrigere Leistung ergibt. Das bedeutet: Die Agentur für Arbeit lässt sich nur auf die neue Steuerklasse ein, wenn sie dann weniger Arbeitslosengeld bezahlen muss. Deshalb unser Tipp: Lassen Sie sich im Falle einer Arbeitslosigkeit im besten Fall schon im Vorfeld beraten.

    Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind der Steuerklasse I (1) zugeordnet – nämlich über 10 Millionen. Durchschnittlich verdient ein Arbeitnehmer in Steuerklasse I (1) 28.886 Euro. Das hat die "Geschäftsstatistik zur Einkommensteuer 2009" des Statistischen Bundesamtes ergeben.

    Laut dieser Statistik haben sich die meisten Ehepaare für die Kombination der Steuerklassen III (3) und V (5) entschieden. Der Besserverdiener in Steuerklasse III (3) hat dabei einen Durchschnittslohn von 40.924 Euro, während der Partner in Steuerklasse V (5) durchschnittlich nur 15.488 Euro verdient.

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    Steuerklassen-Rechner: Welche Steuerklasse ist am günstigsten?

    Wie viel Lohnsteuer der Arbeitgeber jeden Monat von Ihrem Gehalt ans Finanzamt abführt, hängt vor allem von der Steuerklasse ab. Unser Steuerklassen-Rechner hilft Verheirateten, die optimale Steuerklassen-Kombination zu wählen.

    Verheiratete, die beide in Deutschland wohnen und nicht das ganze Jahr über dauernd getrennt leben, können wählen:

    Kombination IV/IV: Hier wird bei beiden Ehepartnern während des Jahres die richtige Lohnsteuer einbehalten, wenn beide genau gleich viel verdienen. Ansonsten zahlen Sie während des Jahres immer zu viel Steuern. Diese Überzahlung ist umso größer, je höher das gemeinsame Einkommen ist und je weiter die Einkommen der Ehepartner voneinander abweichen. Trotzdem kann aber die Kombination IV/IV für den Lohnsteuerabzug während des Jahres immer noch günstiger sein als die Kombination III/V.

    Da das Gehalt der Ehepartner selten gleich hoch ist, sollten Verheiratete mit der Kombination IV/IV eine Steuererklärung abgeben, um die zu viel gezahlte Lohnsteuer erstattet zu bekommen.

    Kombination III/V: Hier wird während des Jahres die richtige Lohnsteuer abgeführt, wenn sich das gemeinsame Einkommen nach dem Verhältnis 60 : 40 auf die Steuerklasse III für den höher verdienenden Ehepartner und die Steuerklasse V für den geringer verdienenden Ehepartner verteilt. Beträgt der Arbeitslohn in Steuerklasse V mehr (weniger) als 40 % des gemeinsamen Lohns, wird während des Jahres zu viel (zu wenig) Lohnsteuer erhoben.

    Wählen Ehepartner die Kombination III/V, müssen sie später für das abgelaufene Jahr eine Steuererklärung abgeben. Liegen die Löhne der Ehepartner weit auseinander, droht manchmal eine Steuernachzahlung. Das allein ist aber kein Grund, während des Jahres die Steuerklassen IV/IV zu wählen, weil dann zu viel Lohnsteuer einbehalten und später wieder erstattet wird. Wird nach Wahl der Steuerklassen III/V eine Nachzahlung festgesetzt, darf das Finanzamt zusätzlich für die Zukunft Einkommensteuer-Vorauszahlungen verlangen.

    Kombination IV-Faktor/IV-Faktor: Möchten Sie eine Steuernachzahlung vermeiden und eine möglichst gerechte Verteilung der Lohnsteuer auf beide Ehepartner? Dann ist das Faktorverfahren für Sie erste Wahl. Im Vergleich zur Kombination III/V ist hier die Lohnsteuerbelastung beim geringer verdienenden Ehepartner merklich niedriger, dafür aber beim anderen Ehepartner höher als in Steuerklasse III. Wenden Sie das Faktorverfahren an, müssen Sie eine Steuererklärung für das betreffende Jahr abgeben.

    So finden Ehepartner die für sie günstigste Kombination

    Auf die gerade genannten Faustregeln sollten Sie sich nicht verlassen. Damit für Sie Monat für Monat so wenig Lohnsteuer wie möglich einbehalten wird, können Sie mit dem Steuerklassen-Rechner die für Sie ideale Kombination ermitteln.

    So wechseln Sie die Steuerklasse

    Im Jahr 2016 gilt die in 2015 verwendete Steuerklasse weiter. Ist für Sie eine andere Steuerklassenkombination günstiger, können Sie beim Finanzamt beantragen, die Steuerklassen zu wechseln. Dafür gibt es den amtlichen Vordruck Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten , der von beiden Ehepartnern unterschrieben werden muss. Weicht die eingetragene Steuerklasse von den Verhältnissen am 1.1.2016 zu Ihren Gunsten ab, z.B. wegen Scheidung in 2015, müssen Sie diese vom Finanzamt ändern lassen.

    Eine rückwirkende Änderung ist nicht möglich. Die neuen Steuerklassen gelten frühestens ab dem Monat nach Antragstellung.

    Ein Steuerklassenwechsel vor Jahresbeginn ist natürlich von Vorteil. Aber Sie auch während des Jahres die Steuerklassen wechseln, in der Regel aber nur einmal, und zwar spätestens bis zum 30. November. Ein zweiter Wechsel ist nur in den folgenden Fällen möglich:

    ein Ehepartner bezieht keinen Arbeitslohn mehr;

    ein Ehepartner ist verstorben;

    Sie haben sich auf Dauer getrennt oder

    ein Ehepartner nimmt nach Arbeitslosigkeit bzw. Bezug von steuerfreiem Kranken- oder Mutterschaftsgeld wieder ein Arbeitsverhältnis auf.

    Selbst wenn Sie nicht die günstigste Kombination gewählt haben, zahlen Sie letztendlich keinen Cent mehr Steuern. Denn: Endgültig abgerechnet wird in der Steuererklärung nach Ablauf des Jahres, und hier spielen die Steuerklassen für die Höhe der festgesetzten Steuer keine Rolle. Bei ungünstiger Steuerklassenwahl zahlen Sie zwar während des Jahres zu viel Lohnsteuer und verzichten dadurch auf Liquidität und mögliche Zinsen. Sie dürfen sich dann aber im nächsten Jahr mit Abgabe der Steuererklärung auf eine Steuererstattung freuen.

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    Источники: http://www.oeffentlichen-dienst.de/steuerklassen.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/welche-steuerklassen-gibt-es-und-was-bedeuten-sie.html, http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/steuerklassen-rechner-welche-steuerklasse-ist-am-guenstigsten

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