Erste steuererklärung nach ausbildung

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    Ausbildung beendet? Steuererklärung nicht vergessen!

    Es ist wichtig und empfehlenswert, dass alle Arbeitnehmer für das Jahr in welchem sie die Ausbildung beendet haben, eine Steuererklärung erstellen.

    Nach Abschluss der Ausbildung erhält der Jung-Gehilfe/Geselle mehr Lohn/Gehalt, folglich erhöhen sich auch die steuerlichen Abgaben.

    Eine Steuererklärung ist erforderlich, damit das Finanzamt eine Rückerstattung überprüfen kann und der Arbeitnehmer Geld zurückbekommt.

    Während der Ausbildung zahlt der Azubi wenig oder keine Lohnsteuer, wenig Solidaritätszuschlag und wenig Kirchensteuer.

    Nach Abschluss der Ausbildung erhöht sich der Verdienst und dementsprechend fallen mehr Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an.

    Da die Abgaben nach der Monatslohnsteuertabelle abgerechnet werden, ist es oft so, dass für das Jahr, in dem die Ausbildung abgeschlossen wurde, meistens zu viel Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag bezahlt wurde.

    Der Arbeitgeber kann zum Jahresende einen Lohnsteuerjahresausgleich durchführen.

    Dieser Lohnsteuerjahresausgleich kann mit der Lohnabrechnung Dezember durchgeführt werden, um die während des Jahres eventuell aufgetretenen Abgabespitzen einzelner Monate durch Änderung des Betrachtungszeitraums auf das gesamte Kalenderjahr (= Ausgleichsjahr) abzuschwächen.

    Der Arbeitgeber ist zur Durchführung des Lohnsteuerjahresausgleichs verpflichtet, wenn er am 31.12. des Ausgleichsjahres mindestens 10 Arbeitnehmer beschäftigt. Bei weniger als 10 Arbeitnehmern ist er dazu berechtigt, aber nicht verpflichtet.

    Gehaltsveränderung ab Juli

    Steuerklasse I, Kirchensteuer 8 %, keine Kinderfreibeträge, Kinderlos, Geburtsjahr 1996, Tarif 2016

    01.01.2016 – 30.06.2016 = 900,00 € Brutto x 6 Monate = 5.400,00 €

    Die Lohnsteuer beträgt: 0,00 €

    Der Solidaritätszuschlag beträgt: 0,00 €

    Die Kirchensteuer beträgt: 0,00 €

    01.07.2016 – 31.12.2016 = 2.000,00 € Brutto x 6 Monate = 12.000,00 €

    Die Lohnsteuer beträgt: 197,75 € x 6 Monate = 1.186,50 €

    Der Solidaritätszuschlag beträgt: 10,87 € x 6 Monate = 65,22 €

    Die Kirchensteuer beträgt: 15,82 € x 6 Monate = 94,92 €

    Nach der Jahreslohnsteuertabelle beträgt Steuerbelastung wie folgt:

    Die Lohnsteuer beträgt: 893,00 €

    Der Solidaritätszuschlag beträgt: 0,00 €

    Die Kirchensteuer beträgt: 71,44 €

    Erstattung beim Jahreslohnsteuerausgleich:

    Sollte der Arbeitgeber keinen Lohnsteuerjahresausgleich durchgeführt haben, kann man sich die zu viel bezahlten Abgaben, durch die Erstellung einer Steuererklärung beim Finanzamt zurückholen.

    Geben Sie auf jeden Fall für das Jahr, in welchem Sie die Ausbildung abgeschlossen haben, eine Steuererklärung ab. Das sollten Sie auch tun, wenn der Arbeitgeber einen Jahreslohnsteuerausgleich durchgeführt hat.

    Im Jahr des Ausbildungsabschlusses sind viele Kosten steuerlich absetzbar.

    • Fahrten Wohnung/ Arbeitsstätte (einfache Wegstrecke)

    • Fahrten zur Berufsschule (Hin- und Rückweg)

    • Verpflegungsmehraufwand Berufsschule (mind. 8 Stunden: 12,00 €, ab mind. 24 Stunden 24,00 €)

    • Arbeitsmittel und Fachliteratur

    • Kontoführungsgebühren mit 16,00 €

    • Fahrten zu Lerngemeinschaften (Hin- und Rückweg)

    • Verpflegungsmehraufwendungen Lerngemeinschaften (mind. 8 Stunden: 12,00 €, ab mind. 24 Stunden 24,00 €)

    ist Steuerfachwirt und arbeitet in einer Steuerberaterkanzlei in Achern.

    Nebenbei ist er selbstständig als Buchhalter und als Geschäftsführer von Unternehmen & Steuer tätig.

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    Unternehmen & Steuer wurde im Jahr 2015 gegründet.

    Wir berichten über aktuelle Steuerthemen/Rechtsänderungen für mittelständische Unternehmen und Privatpersonen.

    Jetzt solltest Du unbedingt eine Steuererklärung machen!

    Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum ersten echten Job! Hoffentlich hast Du Dich inzwischen von dem Schreck erholt, wie wenig netto vom Bruttogehalt übrig bleibt.

    Bestimmt weißt Du, dass Du Dir einen Teil der abgezogenen Steuern vom Staat zurückholen kannst. Genau – mit einer Steuererklärung. Die ist gar nicht so schwierig, wie viele Leute behaupten. Insbesondere zu Beginn der Berufstätigkeit ist die Steuererklärung sogar oft in weniger als einer Stunde erledigt. Denn ein Berufsanfänger hat normalerweise keinen besonders komplizierten Steuer-Fall.

    Schauen wir uns doch gleich mal Deine Situation an

    Absetzbarkeit von Ausbildungskosten, unterschiedliche Behandlung von Erst- und Zweitausbildung (und Kriterien für die Einordnung Deiner Ausbildung in die richtige Kategorie), was alles zu den Ausbildungskosten dazugehört usw.

    Bewerbungsmappen, Bewerbungsfotos, Online-Bewerbung, Bewerbungsratgeber usw.

    Reisekosten, Pauschale für die Abwesenheit von zuhause usw.

    Steuern sparen schon bei der Wohnungssuche, an zwei Orten leben, Neuanfang am Arbeitsort, Umzugskosten, Maklerkosten, Wohnungseinrichtung usw.

    bring your own device (byod), Computer, Fachliteratur, was ist eigentlich Berufskleidung? usw.

    Unterschied zwischen Fortbildung und Ausbildung und warum das wichtig ist, Reisekosten, Teilnahme- und Prüfungsgebühren, wenn der Arbeitgeber (teilweise) zahlt, Zuschuss von den Eltern usw.

    mit Auto, Fahrrad oder Straßenbahn zur Arbeit fahren, Unfall auf dem Weg zur Arbeit, Jobticket usw.

    der Unterschied zwischen privaten und betrieblichen Risiken, Berufsunfähigkeitsversicherung, Arbeitslosenversicherung, Reisegepäckversicherung, Unfallversicherung, Kranken(zusatz)versicherung, wenn der Arbeitgeber Kosten übernimmt usw.

    In den meisten Fällen dürfte es das gewesen sein. Das sieht jetzt zwar auf den ersten Blick nach ganz schön viel aus, aber vor Deiner Steuererklärung brauchst Du keine Angst zu haben!

    Erste Steuererklärung nach dem Studium

    Das kommt nach dem Studium mit der ersten Steuererklärung auf dich zu

    Spätestens, wenn du nach dem Studium dein erstes, eigenes Gehalt verdienst, bist du dazu verpflichtet, jährlich eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Das muss aber nicht unbedingt etwas Negatives sein. Wenn du nämlich einige unserer Tipps berücksichtigst, winkt dir vielleicht schon bald eine Rückzahlung vom Finanzamt.

    Ab wann muss man überhaupt eine Steuererklärung abgeben?

    Arbeitgeber behalten jeden Monat einen Anteil des regulären Gehalts ihrer Angestellten ein, um es direkt in Form von Steuern an das Finanzamt zu zahlen. Fast immer kann man sich über die Steuererklärung jedoch zumindest einen Teil davon wieder zurückholen. Aus diesem Grund können Arbeitnehmer also auch durchaus davon profitieren, den als eher lästig verschrienen Papierkram einmal pro Jahr beim Finanzamt einzureichen.

    Du bist gesetzlich auf jeden Fall zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, wenn du

    • neben deinem Gehalt andere steuerpflichtige Nebeneinkünfte von mehr als 410 Euro verdienst (z.B. durch Vermietung)
    • parallel von mehreren Arbeitgebern Lohn erhalten hast
    • dir vom Finanzamt Freibeträge eingetragen wurden und dein Einkommen über 10.200 Euro beträgt.

    Du darfst hingegen auf die Abgabe der Steuererklärung verzichten, wenn du alleinstehend bist und ausschließlich Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit vorzuweisen hast. Eine Steuererklärung kann sich aber trotzdem lohnen – vor allem für frisch gebackene Hochschul-Absolventen, die womöglich gar keine Steuern zahlen müssten, weil ihr Einkommen zu gering ist, oder weil sie erst mitten im Jahr in ihren Beruf eingestiegen sind. Soweit du das richtig anstellt, kannst du nämlich Kosten aus deinem Studium geltend machen, die dir steuerlich vorteilhaft auf dein jetziges Gehalt angerechnet werden.0

    Es gibt ja klare Gründe dafür, warum nur ein Bruchteil der Studenten seine Steuererklärung macht. Papierkram und Bürokratie – Begriffe die nicht völlig zu Unrecht mit allen Themen rund ums Finanzamt in Verbindung gebracht werden.

    Studienkosten im Nachhinein steuerlich geltend machen – geht das?

    Im Rahmen jedes Studiums fallen Kosten für jede Menge Dinge an. Studenten müssen nicht nur regelmäßig Semesterbeiträge und ihre Wohnungsmieten bezahlen, sondern meist auch noch überteuerte Lehrbücher und – je nach Studiengang – einiges mehr:

    • Semester-, Lehrgangs-, Prüfungs- und Zulassungsgebühren
    • Zinsen für Bildungsdarlehen (BAföG oder KfW-Studienkredit)
    • Fahrtkosten zur Uni oder zur FH bzw. zu Arbeitsgemeinschaften
    • Fachliteratur, Computer bzw. spezielle Software, Büromaterialen (z.B. Schreibtisch), und Bastelutensilien
    • Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für Studienreisen, Exkursionen oder Praktika

    Wenn du im Rahmen deines Studiums viel Geld für diverse, notwendige Anschaffungen ausgeben musstest, dann hast du die Möglichkeit, diese Kosten im Rahmen deiner Steuererklärung anzugeben. Das funktioniert auch noch im Nachhinein, wenn du bereits berufstätig bist und deine erste reguläre Steuererklärung einreichst. Anschließend können sie dir vom Finanzamt steuermindernd auf deinen ersten Beruf angerechnet werden. Wie viele Steuern du letzten Endes sparst, hängt davon ab, wie hoch dein Gehalt im ersten und zweiten Arbeitsjahr ausfällt.

    Was muss ich dafür tun?

    Die Voraussetzung, dass du Kosten für dein Studium nachträglich steuerlich geltend machen kannst ist, dass du ein Zweitstudium absolviert hast – das kann zum Beispiel auch ein Studium nach einer Ausbildung sein. In diesem Fall kannst du deine Ausgaben bis zu vier Jahre nach deinem Studium als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Um nicht den Überblick zu verlieren, kann dir auch eine bedienfreundliche Software bei der Einkommensteuererklärung helfen, in die du all deine Ausgaben unkompliziert eintragen kannst (hier zu finden). Ausgaben für dein Erststudium kannst du mehr als ein Jahr später nicht mehr in der Steuererklärung angeben. In Form von Sonderkosten müssen sie bereits während des Erststudiums in einer freiwilligen Steuererklärung angegeben werden.

    Um alles korrekt nachweisen zu können, benötigst du selbstverständlich Rechnungen, Belege und Kontoauszüge all deiner Unkosten, die du steuerlich geltend machen möchtest. Im besten Fall hast du alles aus der Zeit deines Studiums aufgehoben, so zum Beispiel auch Quittungen deiner Semestertickets für öffentliche Verkehrsmittel. Falls das Finanzamt deine Ausgaben nicht anerkennen sollte, weil beispielsweise Unterlagen fehlen, hast du die Möglichkeit, diese nachzureichen. Sogar wenn dein Steuerbescheid bereits bei dir eingetrudelt ist, kannst du noch Einspruch gegen ihn erheben und die Unterlagen nachreichen.

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    Erste Steuererklärung nach dem Studium | So winkt dir eine Rückzahlung

    Источники: http://unternehmen-steuer.de/ausbildung-beendet-steuererklaerung/, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/im-job/jetzt-solltest-du-unbedingt-eine-steuererklaerung-machen, http://www.studium-ratgeber.de/erste-steuererklaerung-nach-studium.php

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