Existenzminimum steuerfrei

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    Was und wie hoch ist der Grundfreibetrag?

    Durch den steuerlichen Grundfreibetrag bleibt das Existenzminimum der Bundesbürger steuerfrei. Das gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Auszubildende und Rentner. Er liegt für das Jahr 2017 bei 8.820 Euro für Ledige und 17.640 Euro für zusammenveranlagte Verheiratete. 2016 waren es noch 8.652 Euro für Ledige und 17.304 Euro für zusammenveranlagte Verheiratete. Nur wenn das Einkommen nach verschiedenen Abzügen über dieser Grenze liegt, fallen Steuern an.

    Wichtiger Hinweis für Rentner und ihre Steuererklärung 2017 für das Steuerjahr 2016: Der Grundfreibetrag 2016 stieg geringer als die Rentenerhöhung ab 1. Juli 2016. Dadurch überschritten im Jahr 2016 rund 70.000 Rentner den Grundfreibetrag und wurden steuerpflichtig, müssen 2017 also eine Steuererklärung abgeben.

    Steuer-Tipp: Erfahren Sie rechtzeitig von solchen Steuererhöhungen und wie Sie gegensteuern, melden Sie sich dazu für unseren kostenlosen Steuer-Newsletter an – wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

    Der Grundfreibetrag ist bereits in die Steuertabellen eingearbeitet. Steuerzahler müssen nichts mehr tun, um ihn zu bekommen.

    * Grundfreibetrag 2015 ist rückwirkend gestiegen

    Die Bundesregierung hat am Mittwoch, 25. März 2015, beschlossen, den Grundfreibetrag 2015 sowie weitere Freibeträge nachträglich zu erhöhen. Der Bundestag hat die Gesetzesänderung im Juni 2015 beschlossen und der Bundesrat im Juli 2015 zugestimmt. Damit ist die Erhöhung wirksam.

    Für Ledige erhöhte sich der Grundfreibetrag 2015 um 118 Euro auf 8.472 Euro sowie der Grundfreibetrag 2016 um zusätzliche 180 Euro auf 8.652 Euro. Für zusammenveranlagte Ehepartner bedeutete das eine Erhöhung für 2015 um 236 auf 16.944 Euro und für das Steuerjahr 2016 um weitere 360 auf 17.304 Euro.

    Der Grundfreibetrag 2015 stieg rückwirkend zum 1. Januar 2015. Die Arbeitgeber berücksichtigten den neuen Freibetrag beim Lohnsteuerjahresausgleich in der Dezemberabrechnung.

    Mit dem zugrunde liegenden "Gesetz zum Abbau der kalten Progression und zur Anpassung von Familienleistungen" setzte die Bundesregierung die Mindestvorgabe des so genannten "Zehnten Existenzminimumberichts" um. In diesem wurde berechnet, dass der Grundfreibetrag 2015 und 2016 wenigstens um die oben genannten Beträge steigen müsse, um der Verfassung zu entsprechen. Denn der Staat darf nicht das Erwerbseinkommen besteuern, das zum Bestreiten des notwendigen Lebensunterhalts erforderlich ist.

    Grundfreibetrag 2013 rückwirkend erhöht

    Der Grundfreibetrag wurde im Februar 2013 rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf 8.130 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2014 stieg er um 224 auf 8.354 Euro. Diese beiden Erhöhungen gehen auf einen Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses zurück, nachdem das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Bekämpfung der kalten Progression im Mai 2012 an den SPD-geführten Ländern im Bundesrat gescheitert war.

    Wie der Grundfreibetrag bei Arbeitnehmern berücksichtigt wird

    Der Grundfreibetrag hängt von Ihrer Steuerklasse ab (hier berechnen Sie Ihre beste Lohnsteuerklasse):

    • Steuerklasse I: ein Grundfreibetrag
    • Steuerklasse III: zwei Grundfreibeträge für beide Ehepartner zusammen
    • Steuerklasse V: kein Freibetrag
    • Steuerklasse IV: jeweils ein eigener Grundfreibetrag für die einzelnen Ehepartner

    Er ist bereits in die monatlichen Lohnsteuertabellen und in die Steuerrechner eingearbeitet. Auch die Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftwares der Arbeitgeber berücksichtigen den Freibetrag automatisch.

    Um die Steuertabellen oder Steuerrechner zu nutzen, ermitteln Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen. Dazu ziehen Sie von der Summe Ihrer Einnahmen folgende Posten ab, falls vorhanden:

    Anhand dieses Ergebnisses lesen Sie in der folgenden Tabelle Ihre Steuerschuld ab. Es handelt sich um einen Auszug (**) der Steuertabelle für das Jahr 2013:

    ** Wir haben das zu versteuernde Einkommen in 1.000-Euro-Schritten aufgeführt, ab 20.000 Euro in 2.000-Euro-Schritten. Die ausführlichen Tabellen enthalten 1-Euro-Schritte.

    *** Beim Solidaritätszuschlag (SolZ) gibt es eine Freigrenze von 972 Euro für Ledige und 1.944 Euro für Verheiratete

    Stand: März 2013

    Beispiel für Grundfreibetrag und Steuerklassen-Tabelle

    Beispiel: Petra Hurtig ist Auszubildende und erhält 750 Euro brutto im Monat. Bei 13 Monatsgehältern verdient sie 9.750 Euro im Jahr. Ihre jährlichen tatsächlichen Werbungskosten summieren sich auf 1.750 Euro.

    Laut Grundtabelle 2013 beträgt für Ledige (Steuerklasse I) mit einem Jahreseinkommen von 8.000 Euro die Steuerschuld 0 Euro. Der in die Steuertabelle eingearbeitete Grundfreibetrag von 8.130 Euro sorgt automatisch dafür, dass die Auszubildende keine Steuern zahlen muss.

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    Grundfreibetrag – was ist das?

    Liegt Ihr Einkommen unter 8.820 Euro pro Jahr, mГјssen Sie keine Steuern zahlen. Denn das ist der sogenannte Grundfreibetrag.

    Es gibt Dinge, die jeder Mensch zum Leben braucht. Dazu gehören mindestens Essen, Kleidung, eine Wohnung und eine medizinische Notfallversorgung. Damit sich auch wirklich jeder Deutsche diese Dinge leisten kann, hat der Staat ein sogenanntes Existenzminimum festgelegt. Das bedeutet: Wenn Sie arbeiten gehen, muss am Ende des Monats so viel Geld übrig bleiben, dass Sie sich die lebensnotwendigen Dinge auch leisten können.

    Wie hoch ist das Existenzminimum?

    Der Staat geht 2017 davon aus, dass Singles 8.820 Euro im Jahr brauchen, um das Existenzminimum zu sichern – also 735 Euro pro Monat. Ehepaaren steht der doppelte Betrag in Höhe von 17.640 Euro zur Verfügung. Damit auch wirklich jeder Deutsche dieses Geld sicher hat, gibt es den sogenannten Grundfreibetrag.

    Wie funktioniert das mit dem Grundfreibetrag?

    Der Staat sagt: Wer Geld verdient, soll einen Teil seines Gehaltes im Jahr behalten dürfen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Dieser Teil des Gehaltes ist der Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro. Viele Menschen verdienen zwar mehr als 8.820 Euro, aber bestimmte Ausgaben wie zum Beispiel Werbungskosten können die Einnahmen drücken.

    Steuer ABC

    Ein Beispiel: Marie ist Auszubildende und verdient 750 Euro pro Monat – also 9.000 Euro pro Jahr. Sie hat aber auch Kosten für unter anderem Benzin und Fachbücher in Höhe von 1.500 Euro – aus diesem Grund sollte sie unbedingt eine Steuererklärung abgeben und diese Kosten als Werbungskosten eintragen. Das Finanzamt zieht die Werbungskosten von Maries Gehalt ab. So bleibt Marie ein sogenanntes zu versteuerndes Einkommen von 7.500 Euro. Damit liegt Marie unter dem Grundfreibetrag und muss keine Steuern zahlen.

    Und wenn mein Einkommen den Grundfreibetrag Гјbersteigt?

    Verdienen Sie auch nach den Abzügen von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen noch mehr als 8.820 Euro, dann ist Ihnen der Grundfreibetrag trotzdem steuerfrei sicher. Sie müssen erst ab dem 8.821sten Euro Steuern zahlen. Wie viel Steuern dann fällig werden, erklärt Ihnen ausführlich unser Steuer ABC Wie funktioniert unser Einkommensteuersystem?

    Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen beim Steuern sparen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

    Muss ich den Grundfreibetrag beantragen?

    Nein, der Grundfreibetrag steht jedem Steuerzahler ganz automatisch zu. Sie müssen weder einen Antrag stellen, noch irgendwo ein Kreuzchen in Ihrer Steuererklärung machen.

    Wird der Grundfreibetrag regelmäßig erhöht?

    Das Bundeskabinett muss sich alle zwei Jahre mit dem Thema Existenzminimum beschäftigen und einen Bericht vorlegen. Die Politik legt danach fest, ob und wenn ja, wie stark der Grundfreibetrag steigen muss. In der Regel wird der Grundfreibetrag dann erhöht, da ja auch die lebensnotwendigen Dinge wie Essen stetig teurer werden. Die nächste Erhöhung folgt am 1. Januar 2018, dann steigt der Grundfreibetrag um 180 Euro auf 9.000 Euro pro Jahr.

    Die Entwicklung des Grundfreibetrags:

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    Steuerfreies Existenzminimum 2017

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    Ausgabe:

    Grundfreibetrag und „sächliches“ Existenzminimum

    Das so genannte „sächliche Existenzminimum“ wird nach den sozialhilferechtlichen Grundsätzen definiert. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist das sächliche Existenzminimum für alle Steuerpflichtigen in voller Höhe von der Einkommensteuer freizustellen. Im Steuerrecht wird das Existenzminimum durch den Grundfreibetrag berücksichtigt.

    Existenzminimum 2017/2018

    Die Höhe des Existenzminimums wird jährlich der allgemeinen Preissituation entsprechend nach oben angepasst. Grundlage für die Anpassung ist der alle zwei Jahre erscheinende Existenzminimumbericht. Wie aus dem als Unterrichtung vorgelegten 11. Existenzminimumbericht für das Jahr 2018 hervorgeht, wird das steuerfrei zu stellende sächliche Existenzminimum für die Jahre 2017 und 2018 für einen Erwachsenen € 8.820,00 bzw. € 9.000,00 betragen. Für Ehepaare beträgt das Existenzminimum für 2018 € 14.856,00. Die Beträge umfassen neben dem Regelsatz die Aufwendungen für Kosten der Unterkunft sowie Heizkosten.

    Existenzminium fГјr Kinder

    Für Kinder wird das sächliche Existenzminimum für 2017 auf € 4.716,00 und für 2018 auf € 4.788,00 festgelegt. Der Satz beinhaltet neben dem Regelsatz Aufwendungen für Bildung und Teilhabe, Kosten der Unterkunft sowie Heizkosten.

    Stand: 28. Dezember 2016

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    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/grundfreibetrag.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/grundfreibetrag-was-ist-das.html, http://www.schenk-steuerberatung.de/steuernews_mandanten/januar_2017/steuerfreies_existenzminimum_2017/

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