Ferienjob steuerfrei

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    Ferienjob: So bleibt das Extra-Taschengeld steuerfrei

    • 20.07.2015 12:46 Uhr

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    Damit der Fiskus nicht mitverdient, sind ein paar Regeln zu beachten.

    Düsseldorf Sie helfen im Café aus oder in der Fabrik, tragen Zeitungen aus oder engagieren sich als Babysitter: Die Sommer- und Semesterferien nutzen viele Schüler und Studierende, um ihr Taschengeld aufzubessern und einige Euro mehr aufs Konto zu bekommen. Ab dem 15. Lebensjahr dürfen Jugendliche vier Wochen während der Ferien arbeiten – bis zu 40 Stunden in der Woche. Kinder, die älter sind als 13, dürfen sich etwas dazu verdienen, wenn die Eltern zustimmen und die Arbeit eine leichte Tätigkeit ist.

    Wie vom verdienten Zusatzlohn auch etwas übrig bleibt, erklärt das Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in einer aktuellen Broschüre. Demnach zahlen die meisten Ferienjobber letztlich überhaupt keine Steuern. Sie müssen ihrem Arbeitgeber nur einige Angaben mitteilen:

    • das Geburtsdatum und

    • die Auskunft darüber, ob es sich um das erste Beschäftigungsverhältnis handelt.

    So lange dürfen Ferienjobber arbeiten

    Jugendschutzgesetz

    Kinder und Jugendliche werden in Deutschland vor ungeeigneter und zu harter Arbeit geschützt. Als Kind gilt vor dem Gesetz, wer noch keine 15 Jahre alt ist. 15- bis 18-Jährige gelten als Jugendliche. Auch die erlaubte Arbeitszeit ist je nach Alter begrenzt.

    13 bis 14 Jahre

    Sind die Eltern einverstanden, dürfen 13- bis 14-Jährige täglich zwei Stunden leichte Aushilfsjobs erledigen. Sie können beispielsweise Zeitungen austragen oder Babysitten. Allerdings dürfen sie nicht während der Schule oder abends nach 18 Uhr arbeiten. Zudem darf die Arbeit weder ihre Gesundheit gefährden noch die schulischen Leistungen einschränken.

    15 bis 17 Jahre

    Wer zwischen 15 und 17 Jahre alt ist, darf bis zu acht Stunden am Tag – maximal 40 Stunden in der Woche – arbeiten. Pro Jahr dürfen sie höchsten 20 Tage als Ferienjobber Vollzeit arbeiten. Erlaubt sind dabei nur Arbeitszeiten zwischen 6 und 20 Uhr und keine Wochenenden. Ausnahmen gibt es jedoch beispielsweise in Bäckereien, Supermärkten und im Gastgewerbe. Gefährliche Arbeiten sowie regelmäßige Arbeiten bei Hitze, Kälte, Nässe und Lärm sind verboten.

    Ab 18 Jahre

    Volljährige Schüler und Studenten dürfen genauso behandelt werden wie arbeitende Erwachsene. Alles über 50 Tage pro Jahr ist jedoch kein Ferienjob mehr.

    Anhand dieser Informationen kann der vorübergehende Chef die notwendigen Daten für den Lohnsteuerabzug beim Finanzamt elektronisch abrufen. Am Ende gibt es dann eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, wie viel Steuern und gegebenenfalls Sozialversicherung abgezogen wurde.

    Am Ende des Jahres können auch Ferienjobber eine Steuererklärung machen – und sich damit möglicherweise zu viel gezahlte Steuer beim Finanzamt zurückholen. Als Faustformel für das Jahr 2015 nennt das Landesfinanzministerium in Düsseldorf einen Bruttoarbeitslohn von 11.415 Euro. Bis zu diesem Jahresbetrag fallen in der Steuerklasse I überhaupt keine Steuern an.

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    Natürlich können auch Schüler und Studierende notwendige Ausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Ohne weitere Angaben berücksichtigt der Sachbearbeiter beim Finanzamt bereits eine Pauschale von 1000 Euro Werbungskosten. Wer höhere Kosten hat, sollte diese angeben – zum Beispiel für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Kosten für ein Erststudium können als Sonderausgaben angesetzt werden – allerdings beschränkt auf einen Höchstbetrag von 6000 Euro. Vordrucke und Anleitungen für die Steuererklärung können sich Ferienjobber im Internet herunterladen www.formulare-bfinv.de.

    So bleibt das Extra-Taschengeld steuerfrei

    Auch ohne Hauptberuf nebenberuflich tätig sein

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    Ferienjob: Wann Steuern und Sozialabgaben fällig werden

    Schüler und Studenten müssen bei Ferienjobs die Steuer im Blick behalten. Darauf weist der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) hin. Er hat die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

    Steuerklasse I: Lohnsteuer ab 985 Euro im Monat

    Sind die Ferienjobber angestellte Arbeitnehmer und ist der Job das einzige Beschäftigungsverhältnis, fallen sie in die Steuerklasse I. Dann wird erst Lohnsteuer fällig, wenn sie mehr als 985 Euro im Monat verdienen. (Stand: Juni 2016)

    Steuerklasse VI: Höchster Steuersatz bei zwei Jobs

    Sind die Schüler oder Studenten angestellte Arbeitnehmer, haben aber noch einen zweiten Job, werden sie in die Steuerklasse VI eingestuft. Diese wird am höchsten besteuert.

    Minjob: Von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen

    Wer einen Minijob hat, zahlt normalerweise weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeiträge. Dann darf man aber nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Und: Die Ferienjobber müssen sich ausdrücklich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

    Ferienjob: Bis zu 70 Tage sozialversicherungsfrei

    Liegt der Verdienst während der Ferien oberhalb der Minijob-Grenze, kann die Arbeit trotzdem sozialversicherungsfrei bleiben, wenn diese von vornherein auf drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Sonst fallen Sozialversicherungsbeiträge an. Das sind bei einem Lohn von 985 Euro pro Monat etwa 200 Euro.

    Lohnsteuer für Ferienjob durch Steuererklärung zurückholen

    Wichtig zu wissen: Wer zu viel Lohnsteuer gezahlt hat, kann sich diese zurückholen, indem er eine Steuererklärung macht. Bleibt man nach Abzug der steuermindernden Beiträge für das Jahr 2016 unter 8652 Euro, bekommt man sogar alle einbehaltenen Steuern zurück.

    Ferienjob: So kannst du als Abiturient Steuern sparen

    Bis Uni oder Ausbildung anfangen, verdienen sich viele Abiturienten mit einem Nebenjob etwas dazu. Wie du dabei Steuern sparen kannst, erklären wir hier.

    Jedes Jahr im Frühling freuen sich tausende von Abiturienten über das Ende ihrer Schulzeit. Manche wollen jetzt erst mal den Kopf frei kriegen und sich um nichts kümmern. Andere stehen schon in den Startlöchern fürs Studium oder eine Ausbildung, müssen sich aber bis zum Ausbildungsbeginn etwas gedulden.

    Viele von ihnen nutzen die freie Zeit um sich kurzfristig etwas dazu zu verdienen – dann gilt: Je nachdem wie viel man dazu verdient, sind eventuell Sozialabgaben und Steuern fällig.

    Unser Video gibt dir in Sekundenschnelle einen Гњberblick:

    Unter 450 Euro im Monat: Keine Sozialversicherung fällig

    Wenn du für maximal drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr (bis 2014: 50 Tage) einen Aushilfsjob machst, gilt dein Job als kurzfristige Beschäftigung. Verdienst du dabei weniger als 450 Euro im Monat, musst du generell keine Sozialversicherung zahlen. Damit sind die Beiträge für die Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung gemeint. Als Abiturient kannst du außerdem über deine Eltern versichert bleiben.

    Richtig spannend wird es, wenn du als Abiturient kurzfristig arbeitest und mehr als 450 Euro im Monat verdienst: Bist du angehender Student dann brauchst du weiterhin keine Sozialversicherung zu zahlen. Das gleiche gilt auch für Schüler. Willst du allerdings im Anschluss an den Ferienjob eine Lehre, ein FSJ oder ein duales Studium machen, dann gilt dein Ferienjob als "berufsmäßig" und du wirst sozialabgabenpflichtig.

    Wenn du parallel zum FSJ oder einer HauptbeschГ¤ftigung – und nicht erst davor oder danach – einen FerienjobВ machst, dann erhГ¤ltst du wieder Sozialversicherungsfreiheit fГјr diesen Nebenjob. Hier ist also das Timing ganz wesentlich.

    Manche Schüler und Studenten arbeiten mehr als 70 Tage im Jahr, zum Beispiel als Kellner in einem Café. Sie sind dann nicht mehr kurzfristig beschäftigt. Wenn du weniger als 450 Euro im Monat verdienst, machst du einen sogenannten 450-Euro-Minijob und musst auch keine Sozialabgaben zahlen – volle Rentenversicherung nur, wenn du willst.

    Die Steuerklasse ist entscheidend

    Ob du als Abiturient für deinen Ferienjob Steuern zahlen musst, richtet sich in der Regel nach deinem Verdienst und deinem Familienstand. Einen Überblick dazu findest du in unserem Artikel über die Steuerklassen. Für Abiturienten ist meistens die Steuerklasse I relevant, sodass für einen Ferienjob häufig gar keine Steuern fällig werden. Wenn es doch so ist, musst du selbst nichts tun: Der Arbeitgeber zieht die Steuern automatisch vom deinem Gehalt ab.

    Erst Steuern zahlen, dann alles zurГјckbekommen

    Aber keine Sorge: Wenn du nicht mehr als ca. 10.000 Euro im Jahr verdienst, bekommst du alle gezahlten Steuern wieder zurГјck:

    • Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jeder 8.820 Euro an Einkommen haben darf,В ohne dafГјr Steuern zahlen zu mГјssen.
    • ZusГ¤tzlich dazu darfst du die BeitrГ¤ge fГјr Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung von deinem Lohn abziehen – was Гјbrig bleibt, wird versteuert.
    • AuГџerdem zieht der Fiskus 1.000 Euro Werbungskosten – also Ausgaben wie FachbГјcher, Arbeitskleidung oder Fahrten zur Arbeit – automatisch von deinem Gehalt ab (die sogenannte Werbungskostenpauschale). Damit wird der Betrag erhГ¶ht, der dir steuerfrei zusteht.

    Die Voraussetzung dafür ist, dass du deine Steuererklärung abgibst.

    Eltern: Zulage vom Staat sichern

    Kindergeld bekommen deine Eltern, wenn du in der Ausbildung steckst. Oder du hast einen Lehr- bzw. Studienplatz ergattert, musst aber noch auf den Beginn warten. Dann kannst du mit deinem Ferienjob so viel verdienen wie du willst, das Kindergeld ist deinen Eltern sicher. Die Übergangszeit zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung oder des Studiums darf dabei allerdings nicht länger als vier Monate sein.

    Hast du dich noch nicht um einen Uni- oder Ausbildungsplatz gekГјmmert, melde dich am besten beim Arbeitsamt. Damit zeigst du, dass du dich um eine Stelle bemГјhst.

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    Источники: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/ferienjob-so-bleibt-das-extra-taschengeld-steuerfrei/12078406.html, http://www.berlin.de/special/finanzen-und-recht/steuern/4457331-1657471-ferienjob-wann-steuern-und-sozialabgaben.html, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/ausbildung-studium/ferienjob-so-kannst-du-als-abiturient-steuern-sparen.html

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