Formular einkünfte aus gewerbebetrieb

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    Formular einkünfte aus gewerbebetrieb

    Anlage G zur Steuererklärung 2012

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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    Steuerformular Anlage G – Einkünfte aus Gewerbebetrieb

    Download / Ausfüllen für Steuererklärung 2012 an Finanzamt (Veranlagung):

    Anlage G oder alternativ Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder zur Startseite der Steuerformulare Einkommensteuer, wo Sie auch Steuervordrucke der Vorjahre finden.

    Steuerformulare "Anlage G", "Anlage S" und "Anlage 34a" als Nachfolger der abgeschafften GSE

    Der Erklärungsvordruck "Anlage G" dient der Erfassung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb und die Anlage S ist für Freiberufler und andere Selbstständige mit Einkünften aus selbständiger Arbeit vorgesehen. Gesellschafter von Personengesellschaften, die Steuervergünstigungen für im Unternehmen belassene Gewinne in Anspruch nehmen wollen, müssen die Anlage 34a einreichen. Bei der Rechtsvorschrift des § 34a EStG geht es um die Begünstigung des nicht entnommenen Gewinns.

    Steuerermäßigung bei der Einkommensteuer

    Einzelunternehmer und natürliche Personen als Gesellschafter erhalten wegen der gezahlten Gewerbesteuer eine Steuerermäßigung bei der Einkommensteuer. In Gemeinden und Städten mit sehr niedrigem Hebesatz zur Gewerbesteuer kann es dadurch zu einer vollständigen Anrechnung der gezahlten Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer kommen. Zur Berechnung der Steuerermäßigung dienen die Angaben im unteren Teil der Vorderseite (Gewerbesteuermessbetrag, gezahlte Gewerbesteuer, Höhe der positiven Einkünfte) der Anlage G.

    Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sind – wie bisher – wegen der steuerlichen Sonderregelungen auch separate Steuervordrucke auszufüllen. Der Artikel Einkünfte aus Gewerbebetrieb erläutert prägnant die Frage, wann derartige Einkünfte vorliegen.

    Veräußerung bzw. Aufgabe des Betriebes

    Einnahmen aus der Veräußerung von einem Gewerbebetrieb, einem Teilbetrieb oder der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils sind gesondert darzustellen. Auch der Gewinn aus der Aufgabe oder Veräußerung eines Unternehmens ist steuerpflichtig. Im Steuervordruck ist der ermittelte Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn einzutragen werden. Im Zusammenhang mit einer Betriebsveräußerung bzw. Betriebsaufgabe können ggf. (auch parallel) die Steuervergünstigungen eines Freibetrages und eines ermäßigten Steuersatzes für den steuerpflichtigen Aufgabe- bzw. Veräußerungsgewinn in Betracht kommen. Beide Steuervergünstigungen stehen jedem Steuerzahler aber nur einmal im Leben zu. Diese Steuervergünstigungen sind antragsabhängig und sollten daher auf der Rückseite des Steuerformulars eingetragen werden. Die "laufenden" Einkünfte können in der Regel aus der doppelten oder einfachen Buchführung bzw. der Einnahme-Überschussrechnung übernommen werden.

    Bei Bruttoeinnahmen ab einem bestimmten Betrag ist für jeden Betrieb bzw. für jede Tatigkeit, soweit keine Bilanz erstellt wird oder zu erstellen ist, zusätzlich eine Anlage EÜR abzugeben. Auf der Rückseite des Steuervordrucks sind auch Angaben über den Umfang der betrieblichen Schuldzinsen zu machen. Außerdem müssen Sie dort, soweit Sie einen Investitionsabzugsbetrag gemäß § 7g EStG in Anspruch genommen haben, die Summen der in Anspruch genommenen und der hinzugerechneten Investitionsabzugsbeträge eintragen.

    Tipps und Hinweise zur Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb)

    Die Anlage G zur Steuererklärung ist grundsätzlich von jedem auszufüllen, der Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb erwirtschaftet hat. Im besten Fall führen die Angaben innerhalb dieses Formulars dazu, dass keinerlei Einkommensteuer bezahlt werden muss, da diese mit der bereits bezahlten Gewerbesteuer verrechnet wird.

    Wenn Sie als Selbstständiger gewerblich tätig sind, erzielen Sie steuerpflichtige Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Sie sind dann verpflichtet, Ihrer Steuererklärung die Anlage G beizufügen. In die Anlage tragen Sie den Gewinn oder Verlust ein, den Sie über Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt haben:

    Die heutige Anlage G ersetzt die ursprüngliche Anlage GSE in Teilen. Hat letztere früher auch die Angaben von Gesellschaftern umfasst, die Gewinne im Gewerbebetrieb belassen haben und aufgrund dessen Steuervergünstigungen beantragten, muss hierfür jetzt die separate Anlage 34a (Gewinn von Personengesellschaften) ausgefüllt werden.

    Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, die in der ehemaligen Anlage GSE mit abgefragt wurden, müssen nun gesondert mithilfe der Anlage S angegeben werden.

    Wann muss die Anlage G ausgefüllt werden?

    Egal, ob Erträge aus Land- und Forstwirtschaft oder dem Gewerbebetrieb: Liegt eine nachhaltige, selbstständige betriebene Tätigkeit vor, die mit einer Gewinnerzielungsabsicht verfolgt wird und mit der man am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt ist, muss die Anlage G ausgefüllt werden. Sämtliche Einkünfte, die dieser Definition entsprechen, müssen in der Anlage G dargestellt werden.

    Das gilt auch für Tätigkeiten, die intuitiv eher privat wirken und nicht mit betrieblichen Einnahmen in Verbindung gebracht werden. Besteht zum Beispiel ein Pflegevertrag, der als Gegenleistung für eine erbrachte Pflegeleistung die Übertragung eines Wohnhauses regelt, besteht eine Gewerbetätigkeit, sofern der Vertrag nicht innerhalb einer Familie geschlossen wurde.

    Auch Privatleute, die Fotovoltaikanlagen betreiben und den Strom in das lokale öffentliche Netz einspeisen, erzielen per Definition Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb.

    Müssen Veräußerungsgewinne angegeben werden?

    Ja, auch diese Form des Einkommens ist in diesem Zusatz zur Steuererklärung zu erfassen. Zu Veräußerungsgewinnen zählen jegliche Einnahmen, die beim vollständigen oder teilweisen Verkauf eines Gewerbebetriebs erwirtschaftet werden.

    Im Falle der Geschäftsveräußerung kommen außerdem ein Freibetrag und eine Steuervergünstigung in Frage. Diese sind allerdings nicht pauschal, sondern antragsabhängig und einmalig. Das bedeutet, dass sie unbedingt in der Anlage G vermerkt werden müssen, und außerdem nur einmal im Leben in Anspruch genommen werden können.

    Als Grundvoraussetzung für die Relevanz der Anlage G ist die Gewinnerzielungsabsicht ausschlaggebend. Von dieser ist dann auszugehen, wenn ein sogenannter Totalgewinn zum Ziel gesetzt wird. Dieser bezeichnet den Gesamtgewinn eines Unternehmens von der Gründung bis hin zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Aufgabe.

    Werden durch eine Tätigkeit allerdings über einen längeren Zeitraum ausschließlich Verluste erwirtschaftet, kann nicht mehr von einer Absicht der Gewinnerzielung ausgegangen werden. In diesem Fall können die gemachten Verluste nicht mit positiven Einkünften verrechnet werden, da sie vom Finanzamt nicht anerkannt werden. Man spricht dann von einem Liebhaberei-Betrieb.

    Wie wird eine Existenzgründung berücksichtigt?

    Eine Gewerbeanmeldung, Beratungskosten, die Anmiete von Geschäftsräumen und weitere ähnliche Belastungen zählen zu den sogenannten Anlauf- und Gründungskosten. Sie können schon zum Zeitpunkt der Bezahlung als vorweggenommene Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Kosten, die mit der Anschaffung oder Herstellung beweglicher oder unbeweglicher Wirtschaftsgüter in Zusammenhang stehen, sind hiervon allerdings ausgenommen.

    Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig macht, erhält von der Bundesagentur für Arbeit häufig einen Gründungszuschuss zur Existenzsicherung. Dieser ist grundsätzlich steuerfrei. Andere Zuschüsse, die nicht explizit gesetzlich befreit sind, sind allerdings automatisch steuerpflichtig.

    Wenn Sie als Selbstständiger gewerblich tätig sind, erzielen Sie steuerpflichtige Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Sie sind dann verpflichtet, Ihrer Steuererklärung die Anlage G beizufügen. In die Anlage tragen Sie den Gewinn oder Verlust ein, den Sie über Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt haben:

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    AusfГјllhilfe fГјr Anlage G

    (EinkГјnfte aus Gewerbebetrieb)

    Hier finden Sie Erläuterungen für jede Zeile der Anlage G. Außerdem können Sie die Anlage G hier herunterladen (als pdf). Wir empfehlen Ihnen allerdings, die Steuererklärung mit einer professionellen Steuersoftware zu erstellen.

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    Wann Sie die Anlage G ausfГјllen mГјssen

    Wichtig: Gewerbetreibende mГјssen Anlage G ausfГјllen

    Die Anlage G müssen Sie in folgenden Fällen ausfüllen:

    – Sie haben bzw. hatten die Absicht, einen Gewerbebetrieb zu erГ¶ffnen. In diesem Zusammenhang sind Ihnen Aufwendungen entstanden.

    – Sie sind an einer gewerblichen Personengesellschaft beteiligt.

    Gewinn (Zeilen 4–11)

    An dieser Stelle ist der durch Buchführung oder Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermittelte Gewinn zu erklären.

    Beteiligte an gewerblich tätigen Personengesellschaften müssen den auf sie entfallenden Gewinnanteil angeben.

    Ermäßigte Besteuerung für im Betrieb verbleibende Gewinne (Zeile 15)

    Die ermäßigte Besteuerung für «thesaurierte» Gewinne beantragen Sie durch Abgabe der Anlage 34a .

    Steuerermäßigung nach § 35 EStG (Zeilen 16–21)

    Hier beantragen Sie eine Steuerermäßigung für die Einkommensteuer, wenn Sie für den Betriebsgewinn auch Gewerbesteuer zahlen müssen.

    Veräußerungsgewinn (Zeilen 31–44)

    Wenn Sie Ihren Betrieb veräußert oder aufgegeben haben, ist der dadurch eingetretene Gewinn zu erklären.

    Wichtig: Wenn Sie Ihren Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, müssen Sie zur Gewinnermittlung die amtliche Anlage EÜR verwenden. Sie können darauf verzichten wenn Ihre Betriebseinnahmen (einschließlich Umsatzsteuer) weniger als 17.500 EUR betragen haben.

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    Was Sie in die einzelnen Zeilen der Anlage G eintragen sollten

    Der Gewinn aus Gewerbebetrieb ist entweder durch Buchführung (Betriebsvermögens- oder Bestandsvergleich) oder durch Einnahme-Überschuss-Rechnung (Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG) zu ermitteln. Bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung müssen Sie Ihre Betriebseinnahmen und -ausgaben zusammenstellen. Aus der Differenz ergibt sich Ihr jährlicher Gewinn bzw. Verlust. Der durch die Aufgabe oder Veräußerung eines Betriebs entstandene Gewinn muss gesondert erklärt werden (vgl. Erläuterungen zu den Zeilen 31–42).

    Die Unterlagen zur Gewinnermittlung (Bilanz mit der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Erläuterungen dazu) bzw. zur Einnahme-Überschuss-Rechnung einschließlich Erläuterungen (bzw. Anlage EÜR) müssen Sie der Anlage G beifügen.

    Verluste tragen Sie mit einem Minuszeichen versehen ein.

    Wenn sich der Betriebssitz im Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamts befindet, dann müssen Sie alle Unterlagen für den Betrieb (zusätzlich die Anlage G und die Gewinnermittlung) zusammen mit einer Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte (Vordruck ESt 1 B,) beim Betriebsfinanzamt abgeben. Der Gewinn wird dann gesondert in einem verbindlichen Gewinnfeststellungsbescheid festgestellt.

    Sind Sie oder Ihr Ehegatte als Gesellschafter an einer Personengesellschaft (z. B. OHG, KG, GmbH & Co. KG, BGB-Gesellschaft oder eine atypisch stille Gesellschaft) beteiligt, wird Ihr Anteil am Gewinn, einschließlich aller Vergütungen, die Sie von der Gesellschaft erhalten haben, bei dem für die Gesellschaft zuständigen Betriebsfinanzamt einheitlich und gesondert festgestellt. Sie erhalten davon eine Mitteilung durch die Gesellschaft oder das Betriebsfinanzamt.

    Praxis-Tipp: Betriebsausgaben mГјssen der Beteiligungsgesellschaft mitgeteilt werden

    Wenn Sie im Betriebsvermögen Ihres Unternehmens Anteile an Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaft, GmbH) haben, sind die Gewinnanteile (z. B. Dividenden) sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste nur zu 60 % zu versteuern. Der steuerpflichtige Teil ist in der Gewinnermittlung zu erfassen (Zeile 4), der steuerfreie Teil in Zeile 13. Einzutragen in Zeile 13 sind allerdings nur die Einkünfte, d. h. die Einnahmen sind um darauf entfallende Betriebsausgaben (z. B. Zinsen) zu kürzen.

    [Steuerermäßigung wegen Gewerbesteuer → Zeilen 16–21]

    Wenn Sie für Ihren Betrieb Gewerbesteuer zahlen, erhalten Sie eine Steuerermäßigung. Dazu müssen Sie den Gewerbesteuermessbetrag (Zeile 15) und die tatsächlich für das Jahr zu zahlende Gewerbesteuer (Zeile 16) eintragen. Wenn Sie mehrere Betriebe haben bzw. an mehreren Betrieben beteiligt sind, müssen Sie die Angaben für jeden Betrieb getrennt machen (Zeilen 18–21).

    [Betriebsveräußerung/Betriebsaufgabe → Zeilen 31–44]

    Der Gewinn, den Sie aus der Veräußerung eines Betriebs, eines Teilbetriebs, eines Anteils an einer Personengesellschaft oder einer Betriebsaufgabe erzielt haben, gehört ebenfalls zu den gewerblichen Einkünften. Sind Sie berufsunfähig oder mindestens 55 Jahre alt, steht Ihnen ein Freibetrag zu. Da dieser nur einmal im Leben gewährt wird, sollte die Entscheidung gut überlegt sein. Die Eintragungen müssen vor Abzug des Freibetrags in Zeile 31 oder 35 erfolgen. Die gleichen Voraussetzungen gelten für das Wahlrecht zur Anwendung des ermäßigten Steuersatzes (Zeilen 34 bzw. 38). Soweit das Teileinkünfteverfahren gilt (insbesondere Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften), ist der Gewinn in den Zeilen 32, 36 bzw. 39 zu erfassen. Ein Verlust ist in Zeile 40 und ergänzend in Zeile 41 einzutragen.

    Soll für den Veräußerungsgewinn ganz oder teilweise die Reinvestitionsrücklage (§ 6b EStG) in Anspruch genommen werden, ist dieses in den Zeilen 33 bzw. 37 zu vermerken.

    [Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften → Zeilen 42-44]

    Haben Sie Anteile an einer Kapitalgesellschaft (AG, GmbH), an der Sie mindestens 1 % aller Anteile besitzen oder besessen haben, in Ihrem Privatvermögen gehalten und veräußern Sie diese oder Teile davon, dann unterliegt der Veräußerungsgewinn – eventuell nach Abzug eines Freibetrags – der Einkommensteuer und ist in Zeile 42 zu erfassen. In Zeile 44 kreuzen Sie an, wenn die Veräußerung an eine Gesellschaft erfolgt ist, an der Sie oder ein Angehöriger von Ihnen beteiligt ist.

    Sind in Ihrem Gewinn sog. außerordentliche Einkünfte enthalten wie z. B. Entschädigungen für entgangene oder entgehende Einnahmen, Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten oder Ausgleichszahlungen, die Sie als Handelsvertreter erhalten haben, dann tragen Sie diese in Zeile 45 ein. Das können auch Steuererstattungen aufgrund einer vorangegangenen rechtlichen Auseinandersetzung sein. Hier gilt eine günstigere ermäßigte Besteuerung (Fünftel-Regelung).

    Checkliste Anlage G: Diese Abzugsmöglichkeiten haben Sie

    Folgende Abzugsmöglichkeit geprüft? Vgl. Ausfüllhinweise zur Zeile!

    Sie planen als ExistenzgrГјnder bzw. Inhaber eines Klein- oder mittleren Betriebs die Anschaffung neuer WirtschaftsgГјter?

    Sie können bereits in dem Jahr, in dem Sie die Anschaffung konkret beabsichtigen, einen Investitionsabzugsbetrag gem. § 7g Abs. 1 EStG geltend machen. Mithilfe des Investitionsabzugsbetrags können Sie auch erreichen, dass für Wirtschaftsgüter statt der allgemeinen Abschreibungsregelungen Sonderregelungen (GWG oder Wirtschaftsgüter im Sammelpool) gelten, die

    einen schnelleren Kostenabzug möglich machen.

    Sie wollen Gewinne legal in spätere Jahre verlagern?

    Bilden Sie fГјr geplante Investitionen einen Investitionsabzugsbetrag.

    Sie haben 2017 neue WirtschaftsgГјter gekauft?

    Prüfen Sie die Sonderabschreibung gem. § 7g Abs. 5 EStG für Klein- und Mittelbetriebe. Sie ist unabhängig vom Investitionsabzugsbetrag möglich.

    In Ihren Betriebsausgaben sind Bewirtungskosten enthalten?

    Kontrollieren Sie, ob die notwendigen Belege alle geforderten Angaben enthalten.

    Sie haben Ihr privates Kfz auch fГјr betriebliche Fahrten genutzt?

    Ohne Kostennachweis können Sie für jeden betrieblich gefahrenen Kilometer 0,30 EUR als Betriebsausgabe geltend machen.

    Sie nutzen Ihr Fahrzeug nicht zu mehr als 50 % betrieblich?

    FГјhren Sie Aufzeichnungen Гјber die betrieblich und die privat gefahrenen Kilometer, um den Privatanteil festzuhalten. Ohne derartige Aufzeichnungen wird das Finanzamt von einem 80%igen Privatanteil ausgehen.

    Sie planen die Anschaffung eines Kfz?

    Beträgt die betriebliche Nutzung voraussichtlich mindestens 90 %, können Sie einen Investitionsabzugsbetrag erhalten.

    Sie haben 2017 ein Kfz neu angeschafft?

    Bei einer betrieblichen Nutzung (gefahrene Kilometer) von mindestens 90 % erhalten Sie auf Antrag eine Sonderabschreibung (В§ 7g Abs. 5 EStG).

    Beträgt die betriebliche Nutzung des Kfz (nach den gefahrenen Kilometern) weniger als 50 %, ist es im Normalfall sinnvoll, das Kfz als Privatvermögen zu behandeln und nicht ins Anlageverzeichnis aufzunehmen. Die betrieblich verursachten Kosten bleiben abzugsfähige Betriebsausgaben (ohne Einzelkostennachweis 0,30 EUR/km), aber der beim Verkauf des Kfz anfallende Veräußerungserlös ist nicht zu versteuern.

    Sie haben geringwertige WirtschaftsgГјter (Kosten ohne Umsatzsteuer nicht Гјber 410 EUR) gekauft?

    Sie können die Kosten in voller Höhe sofort abziehen (keine AfA).

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    • angestellt oder verbeamtet ohne weitere EinkГјnfte
    • selbstГ¤ndig oder habe ein Gewerbe
    • Bin im Ruhestand ohne weitere EinkГјnfte
    • Finanzbeamte/r
    • NebeneinkГјnfte aus selbstГ¤ndiger TГ¤tigkeit
    • Besitz einer Photovoltaikanlage
    • Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung
    • Keines der genannten

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    Источники: http://www.finanztip.de/steuerformular-anlage-g/, http://www.steuertipps.de/selbststaendig-freiberufler/themen/anlage-g-einkuenfte-aus-gewerbebetrieb, http://www.steuern.de/steuererklaerung-anlage-g.html

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