Freibetrag lohnsteuer berechnen

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    Brutto Netto Rechner – Gehaltsrechner

    Mit unserem Brutto Netto Rechner kцnnen Sie kostenlos Ihr Nettoeinkommen ermitteln. Wieviel bleibt Netto von meinem Gehalt / Lohn ьbrig, nach Abzug aller Abgaben und Steuern?!

    Ihr Bruttoeinkommen

    Hier tragen Sie Ihr Bruttoeinkommen ein. Sie kцnnen hier das monatliche Einkommen oder auch das Jahreseinkommen angeben. Je nachdem fьr welche Methodik Sie sich entscheiden, wдhlen Sie in der folgenden Spalte den dazu passenden Abrechnungszeitraum.

    Abrechnungszeitraum

    Je nachdem ob Sie mit monatlichen Werten oder jдhrlichen Werten rechnen, wдhlen Sie den enstprechenden Abrechnungszeitraum (abhдngig von der Spalte oben).

    Steuerfreibetrag / Grundfreibetrag 2017

    Der Grundfreibetrag ist der Betrag, bis zu welchem keine Einkommensteuer erhoben wird. Der jдhrliche Grundfreibetrag betrдgt:

    im Jahr 2017 fьr Alleinstehende: 8.820,- Euro

    im Jahr 2017 fьr zusammenveranlagte Ehepaare: 17.640,- Euro

    im Jahr 2016 fьr Alleinstehende: 8.652,- Euro

    im Jahr 2016 fьr zusammenveranlagte Ehepaare: 17.304,- Euro

    im Jahr 2015 fьr Alleinstehende: 8470,- Euro

    im Jahr 2015 fьr zusammenveranlagte Ehepaare: 16.940,- Euro

    im Jahr 2014 fьr Alleinstehende: 8354,- Euro

    im Jahr 2014 fьr zusammenveranlagte Ehepaare: 16.708,- Euro

    im Jahr 2013 fьr Alleinstehende: 8130,- Euro

    im Jahr 2013 fьr zusammenveranlagte Ehepaare: 16.260,- Euro

    Hinzukommen kann ein Kinderfreibetrag von 2.184,- Euro pro Elternteil. Plus ein Freibetrag fьr Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf von 1.320,- Euro pro Elternteil. Diese Freibetrдge fьr Ihr Kind kommen nur zur Geltung wenn die Steuerlastminderung durch die Freibetrдge grцЯer ausfдllt, als das Kindergeld.

    Indem Sie sich einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen, sparen Sie Monat fьr Monat Steuern. Den Freibetrag kцnnen Sie bis zum 30.11. eines Jahres, bei Ihrem Finanzamt beantragen und auf der Lohnsteuerkarte vermerken lassen. Dadurch reduziert sich die Lohnsteuer, die Ihr Arbeitgeber von Ihrem Bruttoeinkommen abziehen und an das Finanzamt abfьhren muss.

    Geldwerter Vorteil

    Eine Sachleistung des Arbeitgebers z.B. in Form eines Firmenfahrzeuges ist ein finanzieller Vorteil, den Sie in der Bundesrepublik Deutschland versteuern mьssen. Der Geldwerte Vorteil aus der jeweiligen Sachleistung wird dabei zum Bruttogehalt hinzugerechnet und erhцht somit, das zu versteuernde Einkommen. Dadurch reduziert sich Ihr Nettogehalt um die ensprechende steuerliche Belastung. Der Online Gehaltsrechner fьr Arbeitnehmer 2016 / 2015 inkl. Berechnung Geldwerter Vorteil.

    Die Steuerklasse

    Die Hцhe Ihrer Lohnsteuer, des Solidaritдtszuschlags und der Kirchensteuer richtet sich in Deutschland unter anderem (neben der Einkommenshцhe) nach Ihrer Steuerklasse.

    Steuerklasse II: Alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene mit Kindern.

    Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener oder Doppelverdiener bei dem der andere Ehegatte auf Antrag beider die Steuerklasse V hat. Empfiehlt sich fьr Ehegatten, mit einem Vielverdiener (Steuerklasse III) und einem Wenigverdiener (Steuerklasse V).

    Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener, empfiehlt sich fьr Ehegatten, bei denen beide ungefдhr gleichviel verdienen.

    Steuerklasse V: Siehe Steuerklasse III.

    Steuerklasse VI: Bei zusдtzlicher Lohnsteuerkarte fьr ein weiteres Dienstverhдltnis (Fьr einen Nebenverdienst).

    Den Kinderfreibetrag

    entnehmen Sie Ihrer Lohnsteuerkarte. Ein Kinderfreibetrag steht jeweils beiden Eltern zur Hдlfte zu. Kinderfreibetrдge kцnnen auf einen Elternteil ьbertragen werden.

    Krankenversicherungssдtze

    Die angegebenen Krankenversicherungssдtze enthalten den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in Hцhe von 0,9 %. Dieser ist komplett vom gesetzlich versicherten Arbeitnehmer/in zu tragen. Dieser Wert ist in der Berechnung automatisch enthalten.

    Krankenversicherungssatz 2017: 14,6 % + ca. 1,1 % Zusatzbeitrag. Die hцhe des Zusatzbeitrags ist abhдngig von der Krankenkasse.

    Beitragsbemessungsgrenze Gesetzliche Krankenversicherung

    Unter Beitragsbemessungsgrenze von Krankenversicherungen versteht man die Einkommenshцhe bis zu welcher die Beitrдge der gesetzlichen Krankenversicherung errechnet werden. Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung.

    Beitragsbemessungsgrenze 2017 Kranken- und Pflegeversicherung 4.350 Euro / Monat oder 52.200 Euro / Jahr

    Versicherungspflichtgrenze Private Krankenversicherung

    Die Versicherungspflichtgrenze ist Einkommensgrenze ab welcher ein Arbeitnehmer aus der gesetzlichen Krankenversicherung austreten und in eine private Krankenversicherung wechseln kann. Damit ein Arbeitnehmer in die PKV wechseln kann, muss sein Einkommen die Versicherungspflichtgrenze drei Jahre in Folge ьberschreiten. Fьr Freiberufler, Selbstдndige und Beamte ist die Versicherungspflichtgrenze bedeutungslos. Der Beitritt in die Private Krankenversicherung ist bei dieser Gruppe einkommensunabhдngig mцglich. Versicherungspflichtgrenze fьr die Jahre 2010 bis 2014 im Ьberblick:

    Ab 1.1.2002 privat versichert: 57.600 Euro / Jahr oder 4.800,00 Euro / Monat

    Vor 1.1.2002 privat versichert: 52.200 Euro / Jahr oder 4.350,00 Euro / Monat

    Beitragssatz zur Pflegeversicherung

    Beitragssatz Pflegeversicherung 2017: 2,55 % bzw. 2,8 % Prozent fьr Kinderlose mit Vollendung des 23. Lebensjahres.

    Beitragssatz Arbeitnehmer (auЯer Sachsen): 1,525%

    Beitragssatz Arbeitnehmer (nur in Sachsen): 2,025%

    Nettogehalt / Nettolohn 2018

    Mit unserem Nettorechner / Lohnrechner ermitteln Sie Ihren individuellen Nettolohn auf Basis der steuerlichen- und sozialversicherungspflichtigen Regelungen – kostenlos und effektiv. Ein Nettolohnrechner und Abgabenrechner 2018. Ein kostenloser Onlinerechner zur Berechnung von Einkommenssteuer oder Lohnsteuer. Der Online Gehaltsrechner fьr Arbeitnehmer zur Berechnung von Nettogehalt auf Basis steuerlicher Vorgaben. Berechnen Sie die Lohnsteuer und Ihr Brutto Netto Gehalt 2018 oder auch rьckwirkend fьr 2017.

    Der Brutto Netto Rechner ist ein kostenloser Service zur Berechnung der Steuern und Abgaben in Abhдngigkeit zu Ihrem Bruttoeinkommen. Er ermittelt die Lohnsteuer, den Solidaritдtszuschlag, die Kirchensteuer, Beitrдge zur Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und den Geldwerten Vorteil bei der Nutzung eines Firmenwagens. Brutto Netto Rechner 2018 inkl. Firmenwagen-Versteuerung.

    Steuerfreibetrag berechnen und über mehr Netto-Einkommen verfügen

    Mit dem überlegten Einsatz des Steuerfreibetrages kann jeder seine persönliche Liquidität verbessern. Dieser Steuervorteil ist besonders für Familien interessant.

    In den seltensten Fällen sind die Haushaltbudgets von Familien so bemessen, dass sie auch als Kreditgeber für Dritte herhalten können. Nichts anderes aber passiert, wenn die monatlichen Abzüge von Lohn oder Gehalt zu hoch ausfallen.

    Zwar lässt sich das Geld bei der jährlichen Steuererklärung zurückholen, aber bis dahin fungiert es als zinsloses Darlehen für den Staat. Noch ärgerlicher ist: Die entsprechenden Gelder fehlen oft, wenn es um unvorhergesehene Reparaturen oder Wünsche der Kinder geht.

    Die besten Wege, sich mehr finanzielle „Luft“ zu verschaffen, sind

    • genau den individuellen Steuerfreibetrag berechnen
    • eine kluge Wahl der Steuerklasse bei Ehepaaren

    Lohnempfänger von etwa 2.500 Euro monatlich können leicht 100 Euro mehr in der Tasche haben, wenn sie ihren Steuerfreibetrag berechnen und bereits über das laufende Jahr geltend machen.

    Lohnsteuer Freibetrag berechnen anhand der realen Belastung

    Wer dem Finanzamt einfach die Abzüge überlässt, bekommt zwar auch einen Freibetrag anerkannt, aber dabei handelt sich lediglich um den Grundfreibetrag, der jedem Steuerpflichtigen angerechnet wird.

    Der steuerliche Grundfreibetrag beträgt im Jahr 2013 8.130 Euro. Das ergibt eine monatliche Entlastung von 682,50 Euro, auf die keine Steuern gezahlt werden müssen.

    Wenn aber hohe Werbungskosten, besondere Belastungen oder Verluste aus anderen Einkunftsarten anstehen, lassen sich diese Ausgaben schon im laufenden Jahr verrechnen.

    Was die Steuerpflichtige ansonsten in der jährlichen Einkommensteuererklärung rückwirkend als Freibetrag berechnen, können sie auch im Voraus tun – genauer gesagt: bis zum 30.11. eines jeden Jahres.

    Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt gestellt werden, wodurch für das folgende Jahr ein entsprechend höherer Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eingetragen wird.

    Der Arbeitgeber führt dann bei der Lohn- und Gehaltszahlung nur noch den gekürzten Steuerbetrag vom Bruttoarbeitslohn an das Finanzamt ab.

    Den individuellen Freibetrag berechnen und bereits im laufenden Jahr genießen können auch Rentner. Da Renten als Einkommen behandelt werden, steht den Beziehern auch die Möglichkeit der Erhöhung des Freibetrages offen.

    Am Jahresende müssen die zur Ermäßigung geltend gemachten Aufwendungen aber auch wirklich eingetreten sein und in der Steuererklärung nachgewiesen werden. Ansonsten droht eine entsprechende Nachzahlung.

    Freibetrag berechnen – Rechner im Internet nutzen

    Der individuelle Freibetrag lässt sich leicht mit einem Rechner im Internet feststellen. Dazu sind gar nicht so viele Angaben nötig. Der Aufwand verringert sich auf wenige Minuten, wenn Sie einen Lohnsteuer-Rechner im Internet nutzen.

    Als allgemeine Informationen werden nur das Geburtsjahr, die Steuerklasse, die Zahl der Kinderfreibeträge und die Angabe, ob und in welchem Bundesland Kirchensteuer gezahlt wird, gefordert.

    Die Angaben zum Bruttolohn umfassen die Höhe und die darin enthaltenen Versorgungsbezüge. Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungszahlungen werden angegeben sowie die nach individueller Lage abzuziehenden Kosten im Lohnzahlungszeitraum.

    Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.

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    Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung

    So bekommen Sie ein höheres Nettogehalt am Monatsende

    • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit Freibeträgen bei der Lohnsteuer sichern Sie sich ein höheres Nettoeinkommen schon ab dem nächsten Monat – durch einen Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag.
    • Steuerpflichtige können individuelle Freibeträge beantragen, die zwei Jahre gültig sind.
    • Ein höheres Nettogehalt kann Ihnen bei Sozialleistungen wie dem Elterngeld finanzielle Vorteile bringen. Sie müssen dafür bestimmte Fristen beachten.
    • Haben Sie einen Freibetrag eintragen lassen, dann müssen Sie im Folgejahr fast immer eine Steuererklärung abgeben.

    So gehen Sie vor

    • Den „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ stellen Sie bis spätestens Ende November beim Finanzamt auf einem amtlichen Vordruck.
    • Bei einem neuen Antrag müssen Sie für die meisten Aufwendungen einen Betrag von mindestens 600 Euro nachweisen. Handwerkerkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen zählen hingegen ab dem ersten Euro.
    • Für Freibeträge, die ab 2018 gelten sollen, gibt es seit Oktober 2017 neue Formulare. Im Hauptvordruck ist der vereinfachte Antrag integriert. Dieser genügt, wenn sich nur der steuerfreie Jahresbetrag ändert oder die Zahl der Kindefreibeträge. Sie müssen dem Hauptvordruck noch die entsprechende Anlage beifügen, zum Beispiel die Anlage Werbungskosten.
    • Haben Sie einen Freibetrag, der nach einer Zeit nicht mehr gerechtfertigt ist, müssen Sie das dem Finanzamt mitteilen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Mit einem Freibetrag sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und Ihr Arbeitgeber muss weniger Lohnsteuer einbehalten. Dadurch erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Um die Vorteile des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens zu nutzen, beantragen Sie beim Finanzamt einen Freibetrag. Ausgaben, die Ihre Steuerlast mindern, werden sofort berücksichtigt und nicht erst, nachdem Sie im Folgejahr Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

    Den Antrag können Sie noch bis Ende November des laufenden Jahres stellen – Sie profitieren dann ab dem kommenden Monat von den geringeren Abzügen. Besonders interessant ist es für diejenigen, die Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld erhalten – meist mit dem Novembergehalt. Diejenigen Arbeitnehmer sollten bis spätestens Ende Oktober den Freibetrag beantragen, damit sie bereits mit der Novemberauszahlung davon profitieren können. Der Kauf von Weihnachtsgeschenken lässt sich so entspannter angehen. Gesetzlich geregelt ist das Verfahren in Paragraf 39a Einkommensteuergesetz.

    Dafür gibt es Freibeträge

    Sie können sich einen Freibetrag für die Werbungskosten aus Ihrer Arbeitnehmertätigkeit, für Sonderausgaben oder für außergewöhnliche Belastungen eintragen lassen.

    Mehr Elterngeld

    Falls bei Ihnen im Lohnsteuerabzugsverfahren ein Freibetrag berücksichtigt wird, kann sich das aufgrund Ihres höheren Nettogehalts auch positiv auf andere staatliche Leistungen wie das Elterngeld auswirken. Für das höhere Elterngeld müssen Sie jedoch den Steuerklassenwechsel spätestens sieben Monate vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt, beantragen. Auch für andere sozialen Leistungen wie Mutterschutz, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld und Krankengeld sind die jeweiligen Fristen einzuhalten.

    Beispiele für Werbungskosten:

    • Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte (Entfernungspauschale),
    • Reisekosten (soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei ersetzt),
    • Aufwendungen für Arbeitsmittel wie Fachliteratur, Werkzeug oder typische Berufskleidung,
    • Beiträge zu Berufsverbänden und
    • berufliche Fortbildungskosten.

    Beispiele für Sonderausgaben:

    • Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe- oder Lebenspartner,
    • Kinderbetreuungskosten,
    • Schulgeld,
    • Kosten von bis zu 6.000 Euro jährlich für Ihre eigene Berufsausbildung (Erststudium, erstmalige Berufsausbildung) und
    • gezahlte Kirchensteuer (Ausnahme: Kirchensteuer auf Abgeltungssteuer).

    Beispiele für außergewöhnliche Belastungen:

    Generell gelten individuelle Freibeträge maximal zwei Steuerjahre. Ausnahmen hiervon sind ein Behinderten- oder Hinterbliebenenpauschbetrag. Sobald der Pauschbetrag als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert ist, muss er nicht neu beantragt werden. Diese beiden Freibeträge führen nicht automatisch dazu, dass Sie eine Steuererklärung erstellen müssen.

    Daneben ist die Eintragung eines Freibetrags auch möglich für:

    • negative Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter das Verlustausgleichsverbot fallen,
    • eine negative Summe der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit, Vermietung und Verpachtung sowie der sonstigen Einkünfte,
    • die Steuerermäßigung wegen Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Freibetrag für Dienstleistungen im Haushalt

    Die Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in Privathaushalten können in Höhe des vierfachen Betrags der sich daraus ergebenden Ermäßigung als Freibetrag berücksichtigt werden. Das gilt, soweit sie nicht von dritter Seite (wie einer Versicherung) erstattet werden. Bei Handwerkerleistungen beträgt die maximale Steuerermäßigung 20 Prozent der tatsächlichen Ausgaben, begrenzt auf 1.200 Euro; als Freibetrag wird dann 4.800 Euro festgesetzt. Bei den haushaltsnahen Dienstleistungen ist die Steuerermäßigung auf 510 Euro begrenzt und der Freibetrag somit auf 2.040 Euro (= 4 x 510 Euro).

    Diese Fristen gelten

    Ihren Antrag für 2017 können Sie noch bis zum 30. November 2017 stellen. Dieser gilt grundsätzlich bis zum Jahresende. Das kann sich insbesondere dann für Sie lohnen, wenn Sie zum Jahresende Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld erwarten.

    Der Freibetrag wird ab dem 1. des Folgemonats zu einem Ihrer Merkmale auf der elektronischen Variante der Steuerkarte, genannt Elstam (kurz für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale). Generell beginnt das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren im Oktober des Vorjahres, für den der Freibetrag gelten soll. Seit Oktober 2017 können Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für 2018 stellen, der bis Ende 2019 gültig sein kann.

    Sie können einen Freibetrag für zwei Jahre statt nur für ein Jahr beantragen. Dies spart etwas Arbeit. Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag und wird auf die der Antragstellung folgenden Monate verteilt.

    Beispiel: Freibetrag 1.200 Euro, beantragt am

    • 30. Oktober 2017 für 2017 = für November und Dezember 2017 jeweils 600 Euro,
    • 30. November 2017 für 2017 = für Dezember 2017 die gesamten 1.200 Euro,
    • 30. November 2017 für 2017 und 2018 = im Dezember 2017 1.200 Euro und für Januar 2018 bis Dezember 2018 jeweils 100 Euro,
    • 15. Juni 2018 für 2018 und 2019 = Juli bis Dezember 2018 jeweils 200 Euro und Januar bis Dezember 2019 jeweils 100 Euro.

    Ihr zuständiges Finanzamt

    Den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung müssen Sie auf einem Papierformular bei dem Finanzamt stellen, in dessen Bezirk Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung wohnen. Haben Sie mehrere Wohnungen, ist das Finanzamt jenes Wohnsitzes zuständig, an dem Sie sich vorwiegend aufhalten. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern mit mehreren Wohnsitzen ist das Finanzamt zuständig, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält.

    Eine Besonderheit gilt für den Fall, dass Sie den Antrag im Januar 2018 stellen: Dann wird der Freibetrag rückwirkend zum 1. Januar 2018 gebildet.

    Falls sich bei Ihnen im Dezember 2017 etwas ändert und Sie deshalb erst nach dem 30. November 2017 Ihren Antrag stellen, werden diese Änderungen nicht mehr im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren des laufenden Jahres berücksichtigt. Eine Steuerermäßigung können Sie dann nur noch im Rahmen Ihrer Steuererklärung für 2017 geltend machen.

    Sie können sich Ihre Elstam auf Antrag vom Finanzamt für Ihre Unterlagen ausdrucken lassen. Ihrem Arbeitgeber brauchen Sie den Ausdruck aber nicht vorzulegen, weil er die Freibeträge und alle weiteren Änderungen Ihrer Besteuerungsmerkmale in einem elektronischen Abrufverfahren erfährt.

    Wenn Sie Ihren Freibetrag beispielsweise erst Ende November für das laufende Jahr beantragen, können Sie auf Nummer sicher gehen und der Lohnbuchhaltung Ihres Arbeitgebers mitteilen, dass diese in der Lohnabrechnung für Dezember den Freibetrag anwenden soll.

    Wie Sie die Antragsgrenze überwinden

    Versicherungen zählen nicht

    Vorsorgeaufwendungen wie die Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wirken sich beim Freibetrag nicht aus. Sie werden beim laufenden Lohnsteuerabzug über die Vorsorgepauschale berücksichtigt.

    Damit Ihnen das Finanzamt einen Freibetrag einträgt, müssen Ihre Aufwendungen 600 Euro übersteigen. Um diese Grenze zu ermitteln, zieht die Behörde bei den Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro (beziehungsweise 102 Euro bei Versorgungsbezügen) ab.

    Bestimmte Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art sowie Unterhaltszahlungen an Ehegatten und andere Angehörige sind Aufwendungen, die für die Berechnung der Antragsgrenze herangezogen werden. Bei den Sonderausgaben berücksichtigt das Finanzamt mindestens den Pauschbetrag von 36 Euro bei Singles und 72 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren sowie Lebenspartnerschaften. Bevor Sie den Antrag stellen, sollten Sie überschlägig berechnen, ob Sie über die 600-Euro-Grenze kommen.

    Diese Grenze gilt nicht für haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten, Haushaltshilfen, Verlustvorträge, einen Verlust (beispielsweise aus Vermietung), den Behindertenpauschbetrag und den Hinterbliebenenpauschbetrag. Hier zählt jeder Euro für einen Freibetrag.

    Fiktives Beispiel – Variante 1:

    Freibetrag wird im Oktober beantragt

    Quelle: Eigene Berechnung

    Freibetrag wird erst im November beantragt

    Quelle: Eigene Berechnung

    Ergebnis: Herr Müller hat immerhin ein um 615,30 Euro höheres Nettogehalt, weil er den Freibetrag nutzt. Da er diesen aber nicht schon Ende Oktober beantragt hat (siehe Variante 1), gibt er dem Finanzamt de facto einen unverzinsten Kredit in Höhe von 316,78 Euro. Dieses Geld kann er sich erst mit der nächsten Einkommensteuererklärung zurückholen.

    Für 2017 ergeben sich wegen des veränderten Steuertarifverlaufs und eines höheren Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung geringfügig andere Zahlen.

    Diese Unterlagen brauchen Sie

    Je nachdem, ob Sie erstmals einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen oder ob Sie Ihren bestehenden Antrag ändern wollen, müssen Sie unterschiedliche Formulare ausfüllen.

    • Wenn Sie erstmals einen Freibetrag für das Kalenderjahr 2017 beantragen oder sich Ihr für das vergangene Kalenderjahr gültiger Freibetrag erhöht, verwenden Sie den amtlichen Vordruck „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“. Den Antrag für die Kalenderjahre 2017/2018 können Sie noch bis Ende November 2017 stellen.
    • Diesen ausführlichen Antrag müssen Sie auch ausfüllen, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wünschen. Den Faktor erhalten Sie aber jeweils nur für ein Jahr. Sie müssen ihn jedes Jahr neu beantragen. Ab 2018 geht dies nicht mehr über den Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag. Stattdessen müssen Sie einen Antrag auf Steuerklassenwechsel stellen.
    • Wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen ändern möchten, können Sie das grundsätzlich einmal im Jahr beantragen. Dafür müssen Sie den „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Ab 2018 kann jedoch ein Partner mit der Steuerklasse III oder V auch alleine einen Wechsel in die Klasse IV beantragen. Das gilt dann für beide Partner.
    • Wollen Sie 2017 höchstens den Freibetrag beantragen, der für das Kalenderjahr 2016 ermittelt wurde? Oder möchten Sie nur die Zahl der Kinderfreibeträge oder die Steuerklasse I in II ändern lassen? Dann brauchen Sie nur den zweiseitigen amtlichen Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2017“, den Sie im „Formular-Management des Bundesfinanzministeriums“ finden. Ab 2018 ist der vereinfachte Antrag im Hauptvordruck integriert.
    • Für Anträge ab 2018 gibt es neu gestaltete Formulare, die jetzt ähnlich gestaltet sind wie die für die Steuererklärung. Sie müssen den Hauptvordruck und nur die Anlagen ausfüllen, die Sie für den Antrag benötigen. Es gibt die Anlage Kinder, Anlage Werbungskosten und die Anlage Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen.
    • Den Antrag müssen Sie auf der ersten Seite des Hauptvordrucks unterschreiben.

    Steuerklassenkombination IV mit Faktor

    Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können anstelle der Steuerklassenkombination III/V beantragen, dass sie die Eintragung der Steuerklassenkombination IV/IV in Verbindung mit einem Faktor bekommen. Beim Faktorverfahren werden Freibeträge in die Berechnung des Faktors einbezogen. Das Faktorverfahren können Sie mit einem „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ beantragen.

    Die Formulare können Sie direkt am Bildschirm ausfüllen oder sich als leere PDF-Datei herunterladen. Beachten Sie bitte, dass Sie das Formular unterschreiben müssen. Daher können Sie es nicht einfach per E-Mail schicken. Das Finanzamt akzeptiert folgende drei Möglichkeiten, damit das ausgefüllte ausgedruckte und unterschriebene Formular korrekt ankommt: Entweder Sie versenden es per Post oder Sie gehen beim Finanzamt vorbei und erledigen die Sache persönlich. Alternativ können Sie einen Bevollmächtigten schicken, der sich ausweisen muss und dem Sie vorher schriftlich eine formlose Vollmacht erteilt haben. Bei Ehepaaren und Verpartnerten muss bei einer persönlichen Antragstellung nur einer von beiden Partnern anwesend sein, wenn beide den Antrag unterschrieben haben.

    Wer den Antrag zum ersten Mal stellt, muss seine Angaben glaubhaft machen und – soweit vorhanden – entsprechende Nachweise (zum Beispiel den Ausbildungsnachweis eines Kindes) vorlegen. Beim vereinfachten Antrag verlangt das Finanzamt nicht erneut Nachweise über Ihre Aufwendungen, wenn Sie versichern, dass sich nichts Wesentliches geändert hat.

    Sonderfall Grenzgänger

    Der sechsseitige Antrag ist auch für Arbeitnehmer vorgesehen, die nicht in Deutschland wohnen, wenn

    • deren Einkünfte mindestens zu 90 Prozent der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder
    • die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als den Grundfreibetrag (2015: 8.472 Euro; 2016: 8.652 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) betragen. Dieser Betrag wird gegebenenfalls nach den Verhältnissen Ihres Wohnsitzstaates gemindert.

    Gehören Sie zur Gruppe dieser sogenannten Grenzpendler, müssen Sie Ihrem Antrag auch die „Anlage Grenzpendler EU/EWR“ oder die „Anlage Grenzpendler außerhalb EU/EWR“ beifügen.

    Steuererklärung ist Pflicht

    Wenn das Finanzamt Ihnen aufgrund Ihres Antrags einen Steuerfreibetrag gewährt, müssen Sie für das abgelaufene Jahr unaufgefordert eine Einkommensteuererklärung abgeben. Von dieser Verpflichtung gibt es drei Ausnahmen:

    Nur die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge hat sich geändert.

    Ihr im Kalenderjahr insgesamt erzielter Arbeitslohn übersteigt 2016 nicht 11.000 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepaaren/Lebenspartnern 20.900 Euro).

    Alleinerziehende

    Wer Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (Steuerklasse II) hat, muss dem Finanzamt umgehend mitteilen, wenn die Voraussetzungen dafür wegfallen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie einen Partner haben, der bei Ihnen einzieht. Der Entlastungsbetrag wurde rückwirkend für das Jahr 2015 auf 1.908 Euro erhöht. Alleinerziehenden Arbeitnehmern mit mindestens zwei Kindern steht ab dem zweiten Kind ein Zuschlag zum Entlastungsbetrag von 240 Euro je Kind zu. Auch diesen können Sie mit einem Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beantragen, falls dies noch nicht berücksichtigt ist. Alternativ holen Sie sich den kompletten Entlastungsbetrag, indem Sie in Ihrer Steuererklärung die entsprechenden Felder in der Anlage Kind ausfüllen.

    Freibeträge für Menschen mit Behinderungen und Hinterbliebene

    Beeinträchtigte Menschen können wegen der mit ihrer Behinderung zusammenhängenden erhöhten Aufwendungen einen nach dem Grad der Behinderung gestaffelten Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen (§ 33b Absatz 3 EStG). Alternativ können sie die Pauschbeträge im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer ansetzen. Auch die Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene fließen in die Elstam ein.

    Den Freibetrag für behinderte Menschen müssen Sie deshalb nur dann neu beantragen, wenn der Gültigkeitszeitraum abgelaufen ist oder sich der Grad der Behinderung geändert hat. Falls ein solcher Pauschbetrag Ihrem Kind zusteht und auf Sie übertragen werden soll, setzt auch das einen neuen Antrag voraus.

    Pauschbeträge für Behinderte

    Quelle: § 33b Absatz 3 Einkommensteuergesetz, Stand: Oktober 2015

    Beträgt Ihr Grad der Behinderung weniger als 50, aber mindestens 25, steht Ihnen der jeweilige Pauschbetrag unter diesen weiteren Voraussetzungen zu:

    • Sie haben wegen einer Behinderung einen gesetzlichen Anspruch auf Rente (zum Beispiel Unfallrente, nicht aber aus der gesetzlichen Rentenversicherung) oder andere laufende Bezüge.
    • Oder Ihre Behinderung hat zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt oder beruht auf einer typischen Berufskrankheit.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Diese Papiere reichen Sie ein

    Als Nachweise akzeptiert das Finanzamt:

    • bei einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr: Schwerbehindertenausweis oder Bescheid des Versorgungsamts.
    • bei einem Grad der Behinderung von zwischen 25 und 50: Bescheinigung des Versorgungsamts oder Rentenbescheid.

    Besonderheiten für blinde und hilflose Menschen

    Blinde (BI) und dauernd hilflose behinderte Menschen (H) erhalten – unabhängig vom Grad ihrer Behinderung – einen Pauschbetrag von 3.700 Euro jährlich. Als Nachweise erkennt die Finanzverwaltung entweder einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen Bl oder H an. Beim Merkmal H reicht ab 2017 auch ein Bescheid über die Einstufung in die Pflegegrade 4 und 5.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Der Pauschbetrag für behinderte Menschen soll nur die laufenden und typischen Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf abgelten. Das sind Aufwendungen, die behinderten Menschen erfahrungsgemäß durch ihre Krankheit beziehungsweise Behinderung entstehen und deren alleinige behinderungsbedingte Veranlassung nur schwer nachzuweisen ist. Alle übrigen behinderungsbedingten Aufwendungen (etwa Operationskosten sowie Heilbehandlungen, Kuren, Arznei- und Arztkosten, Fahrtkosten) kann der Steuerpflichtige daneben als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen lassen – auch wenn er einen Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend macht (R 33b Einkommensteuer-Richtlinien).

    Der Pauschbetrag für Hinterbliebene beträgt 370 Euro jährlich. Davon profitieren Menschen, denen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt worden sind, zum Beispiel nach dem Bundesversorgungsgesetz oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

    Helfer für die Steuererklärung

    Weitere Tipps

    Der „Kleine Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017", den die obersten Finanzbehörden der Länder auf ihren Internetseiten zur Verfügung stellen, enthält weitere Hinweise. Darin finden sich unter anderem diese Tipps:

    Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufteilen

    Ob und in welcher Höhe Ihr Arbeitgeber einen beantragten und vom Finanzamt ermittelten Freibetrag bei Steuerklasse VI abrufen soll, können Sie selbst entscheiden. Allein für eine solche Verteilung auf die einzelnen Dienstverhältnisse ist kein Antrag beim Finanzamt erforderlich. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber lediglich zusätzlich zu Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum den abzurufenden Freibetrag mitteilen.

    Soll ein aus anderen Gründen (etwa wegen erhöhter Werbungskosten) gebildeter Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufgeteilt werden, ist ein formloser Antrag beim Finanzamt erforderlich. Das Finanzamt ordnet die Freibetragsanteile den einzelnen Dienstverhältnissen zu. Sie müssen dem Arbeitgeber in diesem Fall weder Angaben zur Anwendung des Freibetrags machen noch dessen Höhe mitteilen.

    Kinder berücksichtigen lassen

    Im Rahmen des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens können Sie Kinder, die zu Beginn des Kalenderjahres 2018 das 18. Lebensjahr vollendet haben und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, berücksichtigen lassen. Einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung sollten Sie stellen, wenn für das Kalenderjahr 2018 Kinderfreibeträge berücksichtigt werden sollen für

    • vor dem 2. Januar 1999 geborene Kinder,
    • nicht in Ihrer Wohnung gemeldete minderjährige Kinder oder
    • Pflegekinder

    und diese Kinder nicht bereits im Ermäßigungsverfahren für das Kalenderjahr 2017 berücksichtigt worden sind.

    Mitteilungspflicht bei Änderungen

    Wenn die genehmigte Lohnsteuer-Ermäßigung nicht mehr der Realität entspricht, dann sind Sie verpflichtet, dies dem Finanzamt mitzuteilen. Das gilt beispielsweise, falls Sie nach einem Jobwechsel eine geringere Entfernungspauschale haben, Sie die doppelte Haushaltsführung aufgeben oder Sie keinen Unterhalt mehr zahlen müssen. Auch wenn der Sonderfreibetrag für auswärts wohnende Kinder in der Ausbildung oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Ihnen nicht mehr zusteht, müssen Sie das dem Finanzamt unverzüglich mitteilen.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Источники: http://www.brutto-netto-rechner.info/, http://www.gevestor.de/details/steuerfreibetrag-berechnen-und-uber-mehr-netto-einkommen-verfugen-665036.html, http://www.finanztip.de/lohnsteuerermaessigung/

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