Freigrenze sonstige einkünfte

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    Steuer-Lexikon

    Sonstige EinkГјnfte

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    Zur Abgrenzung zwischen Renten und dauernden Lasten sowie deren Abzug als Sonderausgaben

    Praxistipp

    EinkГјnften aus Leistungen i.S.d.

    (BFH, 12.11.1985 – IX R 183/84, BStBl II 1986,В 890)

    Praxistipp

    Verluste aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG waren jahrelang durch ein absolutes gesetzliches Verlustausgleichsverbot von jeglichem Verlustausgleich mit anderen Einkünften und auch vom Verlustvor- und -rücktrag ausgeschlossen.

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    Weitere Begriffe
    • Sonderausgaben – Pauschbetrag
    • Sonderausgaben 2010
    • Sonderausgabenabzug – GГјnstigerprГјfung
    • Sonstige BezГјge
    • Sonstige BezГјge – Pauschalierung
    • Sonstige EinkГјnfte
    • Sonstige Leistungen
    • Sonstige unentgeltliche Leistungen
    • Sparer-Pauschbetrag
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    • SpekulationsgeschГ¤ft
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    Freigrenze sonstige einkünfte

    Sonstige Einkünfte bei der Einkommensteuer

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
    • Von: Finanztip-Redaktion

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    In Kürze: Der Begriff "Sonstige Einkünfte" bezeichnet eine eigenständige Einkunftsart bei der Einkommensteuer. Es ist aber keinesfalls eine Auffangvorschrift oder Generalklausel, die alle sonstigen Einnahmen der Einkommensteuer unterwirft. Die wichtigsten Bestandteile dieser Einkunftsart werden nachstehend dargestellt. In einem separaten Artikel wird die Besteuerung privater Veräußerungsgewinne erläutert.

    Sonstige Einkünfte aus Leistungen

    Der § 22 EStG ist keine Auffangvorschrift, die sozusagen alle anderen sonstigen Einkünfte erfasst. Wenn Einkünfte keiner anderen Einkunftsart zuzurechnen sind, können sie zu den so genannten "Einkünften aus sonstigen Leistungen" gehören. Diese Regelung ist jedoch eng auszulegen. Zu den Einkünften aus sonstigen Leistungen gehören zum Beispiel Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und Einkünfte aus der Vermietung beweglicher Gegenstände. Beispiel: Der eigene Motorsegler wird im Sommer ab und zu "verchartert". Hingegen ist andererseits ein Lottogewinn kein Fall für die Einkommensteuer, weil keine Leistung um des Entgeltes wegen erbracht wurde. Dafür sind beim Lottospielen andere Aspekte zu beachten.

    Wiederkehrende Bezüge

    Beispiel: Der geschiedene Ehepartner erhält Unterhaltszahlungen vom Ex-Partner. Diese Unterhaltszahlungen sind zu versteuern, wenn der Zahlungsempfänger zugestimmt hat, dass der Ex-Partner die Unterhaltsleistungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG im Rahmen des Realsplittings als Sonderausgaben abziehen kann. Insoweit entstehen nach dem Korrespondenzprinzip steuerpflichtige Einkünfte in gleicher Höhe (§ 22 Abs. 1 Nr. la EStG).

    Für Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus einer Rürup- Rente ist seit dem Jahr 2005 das Renteneintrittsjahr für den Besteuerungsanteil in Prozent maßgebend. Der Prozentsatz und damit auch der dauerhaft festgeschriebene Freibetrag ist aus der Tabelle des § 22 Nr. 1 Satz 3 a) aa) EStG ersichtlich. Nachfolgende Rentenanpassungen (in der Regel Rentensteigerungen) haben dabei keinen Einfluss auf diesen Rentenfreibetrag. Mit anderen Worten: Rentensteigerungen sind voll steuerpflichtig und nicht nur in Höhe des Besteuerungsanteils aus der vorgenannten Tabelle.

    Private Rentenversicherungen nur mit Ertragsanteil

    Im gleichen Paragrafen ist unter dem Buchstaben bb) eine weitere Tabelle enthalten. Diese Tabelle zeigt den zu besteuernden Ertragsanteil in Prozent, dessen Höhe vom Lebensalter beim Renteneintritt abhängt. Für Leistungen der Renten aus privaten Versicherungen (aber nicht Rürup-Rente) ist ab 2005 weiterhin die Besteuerimg mit dem günstigeren Ertragsanteil vorzunehmen. Dieser ermittelt sich nach dem bei Beginn der Rente vollendeten Lebensjahr des Rentenberechtigten (§22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb). Beispiel: 18 Prozent der erhaltenen Rentenzahlungen sind nur zu versteuern, wenn bei Beginn der Rente der Rentenempfänger das 65. Lebensjahr vollendet hat. Als Folge ist die private Rentenversicherung im Vergleich zu anderen Vorsorgeprodukten für einkommensstarke Rentenempfänger besonders attraktiv. Dies gilt auf jeden Fall dann, wenn man selber mit einem langen Leben rechnet.

    Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften

    Mit der Bezeichnung "Einkommensteuer auf Spekulationsgewinne" ist die Besteuerung von Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 EStG gemeint. Nach dieser steuerlichen Rechtsvorschrift werden Wertsteigerungen von Wirtschaftgütern bei Veräußerung innerhalb bestimmter Fristen besteuert, sofern die Wirtschaftsgüter im Privatvermögen (also nicht im Betriebsvermögen) gehalten werden. Voraussetzung: Zwischen dem Zeitpunkt der Anschaffung (dazu gehört auch die Entnahme in das Privatvermögen) und dem Zeitpunkt der Veräußerung besteht ein enger zeitlicher Zusammenhang, für den das Steuergesetz bestimmte Fristen vorschreibt. Finanztip hat hierzu einen umfassenden speziellen Steuerratgeber zu privaten Veräußerungsgeschäften erstellt. Folgen Sie daher dem vorgenanten Link zu dem aktuellen Steuerratgeber.

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    Preis Gewinn bei TV-Sendung Big Brother

    Der Gewinner (der 5. Staffel) des TV-Sendeformats "Big Brother" (RTL II) ist mit dem dort erzielten "Projektgewinn" einkommensteuerpflichtig. Dies entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 24.4.2012, IX R 6/10. Begründung: Ein dem Gewinner der Fernsehshow "Big Brother" ausgezahltes Preisgeld (Projektgewinn) ist als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG zu besteuern, wenn die Auskehrung des Preisgeldes nach Maßgabe und Durchführung des entgeltlichen (Teilnahme-)Vertrags als Gegenleistung für sein (aktives wie passives) Verhalten während seines Aufenthaltes im "Big-Brother-Haus" zu beurteilen ist.

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    Artikel verfasst von

    Die Experten für Verbraucherfinanzen

    Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.

    Besteuerung sonstiger Einkünfte

    Alle Einkünfte müssen grundsätzlich versteuert und in der Steuererklärung angegeben werden. Das gilt auch für sonstige Einkünfte.

    Damit dem Fiskus keine Einkunftsart entgehen kann, wurde diese allgemein gehaltene Formulierung gewählt.

    Im Rahmen der Erstellung einer Einkommensteuererklärung wird stets abgefragt, ob außer den Einkünften beispielsweise aus nichtselbstständiger oder selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Landwirtschaft auch sonstige Einkünfte vorhanden sind. Wenn ja, wie sind diese genau anzugeben?

    Im Einkommensteuergesetz sind sonstige Einkünfte unter § 22 Nr. 3

    In § 22 Nr. 3 EStG sind die sonstigen Einkünfte abschließend genannt. Ebenso die Besteuerung sonstiger Einkünfte. Denn nicht alle Einkünfte müssen gleich besteuert werden. Zu den Einkunftsarten, die bei der Besteuerung sonstiger Einkünfte berücksichtigt werden müssen, gehören Unterhaltszahlungen.

    Aber nur Unterhaltszahlungen an unterhaltsberechtigte volljährige Personen. Eine solche Unterhaltszahlung kann der Leistende steuerlich als außergewöhnliche Belastung absetzen. Dem entsprechend muss der Empfangende sie besteuern.

    Weitere Beispiele für sonstige Einkünfte

    Auch regelmäßige Zahlungen aufgrund gesetzlicher Regelungen im Rahmen eines Versorgungsausgleichs unterliegen der Besteuerung sonstiger Einkünfte.

    Des Weiteren können Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig sein. Ein solches Beispiel ist der Verkauf eines Autos. Die erlöste Summe ist zu versteuern! Gleiches gilt selbstredend für andere hochwertige Konsumgüter.

    Zu beachten ist das insbesondere beim Verkauf von Grundstücken. Hierbei gibt es einen Freibetrag von 600 €. Auch wer gelegentlich bewegliche Gegenstände vermietet (also nicht gewerblich), muss die Erlöse abzüglich eines Freibetrages von 256 € bei der Besteuerung sonstiger Einnahmen angeben.

    Ab 257 € jährlicher Einnahmen aus dieser Einnahmeart muss die gesamte Summe versteuert werden.

    Die Steuerlast bei diesen Geschäften mindern

    Bei diesen Geschäften ist es möglich, die Steuerlast aus Verlusten vorangegangener Perioden zu vermindern.

    Ein Verlustübertrag aus anderen Einkunftsarten ist hier ausgeschlossen.

    Sterbegeld, Übergangsgeld, Zuschüsse etc. fallen unter sonstige Einkünfte

    Die wenigsten Steuerbürger wissen, dass etwa Sterbegeld, Übergangsgeld, Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherungen oder Versorgungsbezüge, die aufgrund der diversen Abgeordnetengesetze gezahlt werden, als sonstige Einkünfte versteuert werden müssen.

    Gleiches gilt für Aufwandsentschädigungen und Wahlkampfkostenerstattung für Abgeordnete.

    Der Besteuerung sonstiger Einkünfte unterliegen auch Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen, Pensionsfonds und Direktversicherungen. Hierbei gibt es jedoch spezielle Regelungen zum Schutz der Empfänger.

    Источники: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/sonstige-einknfte.html, http://www.finanztip.de/sonstige-einkuenfte/, http://www.steuerklassen.com/einkommensteuererklaerung/besteuerung-sonstiger-einkuenfte/

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