Günstigerprüfung riester beispiel

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    Günstigerprüfung Riester: Zulage oder Steuervorteil?

    Mit Zulagen und Steuervorteil fördert der Staat das Sparen in die Riester Rente. Aber: In Deutschland der Grundsatz, dass eine doppelte Förderung zu vermeiden ist. Günstigerprüfung + Riester Rente sind zwei Themen, die jedem Riester Sparer früher oder später begegnen. Was verbirgt sich im Detail dahinter? Und wer führt die Günstigerprüfung durch? Grundsätzlich hat das Verfahren zum Ziel, die für den Riesternden passende Förderung herauszufinden.

    Günstigerprüfung Riester Rente – Unser Faktencheck:

    • Förderung über Zulage oder Steuervorteil
    • Finanzamt führt Günstigerprüfung automatisch durch
    • Angabe über Anlage AV
    • Berechnung nicht auf Bescheid ausgewiesen
    • Steuerbescheid weist nur höheren Steuervorteil aus
    • bei Sonderausgabeabzug unbedingt Zulage beantragen

    1. Zulagen oder Steuervorteil: Die Riester Förderung

    Entstanden ist die Riester Rente aus den Entwicklungen der gesetzlichen Rente nach der Jahrtausendwende. Der Gesetzgeber will damit erreichen, dass Verbraucher mehr für den eigenen Ruhestand tun. Nur Worte erreichen selten das angestrebte Ziel. In der Riester Rente steckt daher eine Förderung, die an verschiedenen Stellen ansetzt. Je nachdem, in welcher Situation man sich im Leben befindet, gibt es Zulagen & Förderungen in unterschiedlicher Höhe.

    Die zwei Möglichkeiten

    Beispiel Riester Zulagen: Letztere taucht als Altersvorsorgezulage auf und setzt sich aus der Grund- und Riester Kinderzulage zusammen. Sparer, die ihren Mindesteigenbetrag auf das Vertragskonto einzahlen, werden so belohnt. Bei der Grundzulage gibt es 154 Euro pro Jahr, bei der Kinderzulage schwankt die Förderung zwischen 185 Euro bzw. 300 Euro p.a.

    Beispiel Riester Steuervorteil: Die geförderte Rente macht sich auch in der Steuererklärung bemerkbar. Riesternde können die Einzahlungen in den Vertrag über die Einkommenssteuererklärung als Sonderausgabenabzug absetzen – bis zum Riester Höchstbetrag – und Steuern sparen. Letzterer liegt nach § 10a EStG bei 2.100 Euro je Jahr.

    Wie Beobachter das Blatt auch drehen und wenden – bei der Riester Rente kommen sowohl Familien mit mehreren Kindern in den Genuss einer attraktiven Förderung als auch Besserverdiener ohne Nachwuchs. Welche Variante mehr Potenzial hat, ergibt sich aus der Riester Günstigerprüfung.

    2. Günstigerprüfung Riester: Das Finanzamt prüft automatisch

    Der Begriff Günstigerprüfung taucht nicht allein bei der Riester Rente auf. Auch in anderen Bereichen kennt das Steuerrecht diesen Vorgang. Im Kern geht es einfach darum, die aus Sicht des Steuerschuldners beste Option auszuloten.

    Im Zusammenhang mit der staatlich geförderten Altersvorsorge geht es darum, die Zulagen und den Steuervorteil gegenüberzustellen.

    Der Vorteil: Um die Riester Rente Günstigerprüfung muss sich kein Steuerpflichtiger selbst kümmern. Das zuständige Finanzamt nimmt die Prüfung nach Abgabe der Steuererklärung selbst vor. Leider taucht auf dem anschließend erlassenen Bescheid nicht die Berechnung – sondern nur das Ergebnis der Günstigerprüfung auf.

    3. Ablauf & Berechnung: Riester Rente Günstigerprüfung im Detail

    Die Günstigerprüfung ist in der Theorie recht einfach. Zuerst wird ausgerechnet, wie sich die Steuerschuld ohne den Sonderausgabenabzug entwickelt. Im zweiten Schritt berechnet das Finanzamt, wie sich der Abzug des Beitrags bei den Sonderausgaben bemerkbar macht. Die Differenz zeigt letztlich, ob sich eher die Zulage lohnt oder der Riester Steuervorteil.

    In der Praxis ist das Prozedere natürlich deutlich komplexer. Schließlich hängt die Höhe der Steuerlast eines Haushalts bzw. Steuerpflichtigen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört:

    Wie kann eine Berechnung im Rahmen der Günstigerprüfung aussehen?

    Beispiel: Ein Riestersparer erhält für sich und seine beiden Kinder (Geburt vor 2008) jeweils die entsprechenden Zulagen. Für die Riesterförderung ergibt sich damit eine Summe von 524 Euro. Eingezahlt werden in den Vertrag 916 Euro als Eigenbetrag, der Sonderausgabenabzug macht sich mit 1.440 bemerkbar. Das zu versteuernde Einkommen – ohne steuerliche Vorteile aus der Riester Rente – liegt bei 34.000 Euro. Für das Steuerjahr 2015 würde die Einkommenssteuer damit bei 6.834 Euro liegen.

    Nach Abzug des Riester Steuervorteils liegt das zu versteuernde Einkommen bei 32.560 Euro. Die Einkommenssteuer beläuft sich hier auf 6.358 Euro. Die Differenz zwischen beiden Berechnungen beträgt 476 Euro. In diesem Fall ist der Steuervorteil geringer als die Zulage – und kommt zu keinem spürbaren Effekt durch den Sonderausgabenabzug.

    Situation bei Einzahlung des Höchstbetrag

    Wie würde sich die Situation verändern, wenn der Riestersparer den Höchstbetrag einzahlt? Das zu versteuernde Einkommen liegt dann nur bei 31.900 Euro und die Einkommenssteuer bei 6.143 Euro. Die Differenz von 691 Euro ist höher als die Zulagen – der Steuervorteil greift. Aber: Die Steuererstattung beträgt nun nicht 691 Euro, sondern nur die Differenz aus Vorteil und den Zulagen – was am Ende einer Summe in Höhe von 167 Euro entspricht.

    Günstigerprüfung Riester Rente: Den Steuervorteil maximal ausreizen

    Viele Riestersparer konzentrieren sich für die Sparrate, die jeden Monat auf das Vertragskonto eingezahlt wird, in erster Linie auf den Mindesteigenbetrag. Dieser Aspekt ist auch grundlegend richtig. Schließlich gibt es nur so die volle Zulage.

    Wie hoch der Eigenbetrag ist, richtet sich am Ende nach dem Einkommen. Hier greift die sogenannte 4-Prozent-Regel. Zugrunde liegt das rentenversicherungspflichtige Einkommen aus dem Vorjahr. Vier Prozent der Einkünfte – gemindert um den Zulagenanspruch – entsprechen den mindestens erforderlichen Eigenleistungen.

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    Hier gilt die Devise: Je mehr Zulagen (Grund- und Riester Kinderzulage) ein Riestersparer in Anspruch nimmt, umso geringer der aus dem Einkommen aufzuwendende Betrag. Eigentlich günstig, da so doppelt gespart werden kann. Aber: Vor dem Hintergrund des Steuervorteils kann es sich rechnen, den Riester Höchstbetrag auszureizen – also an die 2.100 Euro bei den Sonderausgaben zu gehen.

    4. Fragen geklärt? Jetzt personalisierten Vergleich anfordern!

    Die Förderung der Riester Rente wirkt auf den ersten Blick simpel. An der Günstigerprüfung fällt Beobachtern zum ersten Mal auf, dass kluge Rechner hier im Vorteil sind. Wer das Optimum aus seiner geförderten Altersvorsorge herausholen will, muss Zulagen und steuerliche Vorteile genau aufeinander zuschneiden & geltend machen. Und die Zusatzrente kann sich lohnen. Neugierig? Hier einfach die Daten eingeben und den personalisierten Vergleich anfordern.

    Fazit: Günstigerprüfung entscheidet über Zulage vs. Sonderausgabeabzug

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    Riester-Rente Günstigerprüfung

    Die Regierung subventioniert die Riester-Rente mit direkten staatlichen Zulagen oder mit einem Sonderabgabenabzug. Bei der Günstigerprüfung wird ermittelt, ob die direkten Zulagen oder der Sonderausgabenabzug günstiger für den Sparer sind. Die Berechnung wird automatisch vom zuständigen Finanzamt des Verbrauchers aufgestellt. Die Berechnung ermittelt somit die bessere der beiden zu wählenden Fördermöglichkeiten.

    Bedeutung der Rechnung

    Staatlich wird auf zwei unterschiedliche Arten gefördert: Es gibt die direkten staatlichen Zuschüsse in Form der Grundzulage, der Kinderzulage sowie den Berufseinsteiger-Bonus. Und es gibt zudem den sogenannten Sonderabgabenabzug. Dieser wird jedoch auf den Höchstbetrag in Höhe von 2.100 Euro jährlich begrenzt. Der Sonderausgabenabzug bei der Riester-Rente bedeutet, dass die Eigenleistung des Sparers und die Zulagen vom steuerpflichtigen Verdienst abgezogen werden. Die Ersparnis ergibt sich bei der Steuererklärung.

    Funktionsweise der Berechnung

    Das Finanzamt stellt automatisch fest, ob die Vorteile für die Steuererklärung durch den Abzug günstiger sind als der Anspruch auf die Zulagen. Die Erstattung durch die Steuererklärung berechnet sich wie folgt: Der steuerliche Vorteil durch den Sonderabgabenabzug minus Zulagenanspruch ergibt den Auszahlungsbetrag. Sollte der Anspruch auf Zulagen den Vorteil bei den Steuern überragen, so kann keine Erstattung bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

    Berechnung Günstigerprüfung

    Die jeweilige Höhe hängt unter anderem ab von:

    • Der Behandlung des Ehepartners
    • Dem persönlichen Steuersatz des Sparers
    • Der Höhe des zu zahlenden Beitrages sowie
    • Dem jeweiligen Anspruch der Vorsorgezulagen
    • Berechnung

    Es gibt zwei Möglichkeiten zur Ermittlung:

    Es wird die persönliche Einkommenssteuer mit und ohne der Möglichkeit des Sonderausgabenabzugs ermittelt. Der daraus resultierende Differenzbetrag ist die steuerliche Entlastung. Weitere Informationen zur Riester-Rente Förderung gibt es hier.

    Sollte die steuerliche Entlastung unter dem Niveau der Zulagen liegen, so erhält der Anleger lediglich die staatlichen Zuschüsse.

    Beispielrechnung 1 – Alleinstehender ohne Kinder

    Der alleinstehende Riesternde hat ein Brutto-Vorjahreseinkommen von 30.000 Euro. Der Mindestbeitrag liegt bei 4 Prozent vom Bruttoeinkommen, um die volle Förderung zu erhalten. Das entspricht in diesem Beispiel 1.200 Euro an jährlichen Beiträgen. Die Grundzulage in Höhe von 154 Euro wird von dieser Eigenleistung abgezogen. Somit beträgt die tatsächlich Eigenleistung noch 1.046 Euro im Jahr. Die gesamte Sparleistung des Sparers beträgt 1.200 Euro im Jahr.

    Sonderausgabenabzug nach Günstigerprüfung

    Der Sonderausgabenabzug nach der Günstigerprüfung beträgt beim alleinstehenden Anleger ohne Kinder 225 Euro. Die Grundzulage beträgt 154 Euro. Die Summe ergibt die Förderquote bzw. die erzielte Rendite. Das entspricht einer Gesamtförderung von 379 Euro und einer Quote von 31,6 Prozent. Obwohl der Anleger in dieser Berechnung lediglich eine Eigenleistung von 1.046 Euro aufbringen muss, so liegt die tatsächliche Sparleistung bei 1.200 Euro im Jahr.

    Beispielrechnung 2 – Familie mit zwei Kindern

    Die Familie hat ein Alleinverdiener, der ein Einkommen brutto 40.000 Euro aufweist. Vier Prozent vom Einkommen entsprechen somit 1.600 Euro. Auch bei diesem Exempel wird jeweils die Grundzulage von Mutter und Vater in Höhe von 154 Euro abgerechnet. Sollten die beiden Kinder vor 2008 geboren worden sein, so werden pro Kind und Jahr 185 Euro von der Eigenleistung abgezogen. Die gesamte Sparleistung beträgt 1.600 Euro. Zu zahlen hat der Versicherte allerdings nur 922 Euro pro Jahr. Sollten die Kinder nach dem Jahr 2008 geboren worden sein, so wird eine Kinderzulage pro Kind und Jahr von 300 Euro gewährt. Somit erhöht sich die Rendite für die Eltern nochmal.

    Sonderausgabenabzug nach Günstigerprüfung

    Der Sonderausgabenabzug nach der Günstigerprüfung liegt in diesem Beispiel 0 Euro.

    Die Grundzulage von Mutter und Vater ergibt eine Summe in Höhe von 308 Euro. Die Zulage für die beiden vor 2008 geborenen Kinder beträgt insgesamt 370 Euro. Das entspricht eine Gesamtförderung von 678 Euro und somit einer Förderquote von 42,2 Prozent. Die tatsächliche Eigenleistung in diesem Beispiel beträgt für den Alleinverdiener somit 922 Euro. Die gesamte Sparleistung liegt allerdings schon bei 1.600 Euro.

    Günstigerprüfung für Eheleute

    Haben beide Eheleute Anspruch auf die Riester Rente, so erfolgt die Berechnung separat voneinander. Der Höchstbetrag liegt bei 2.100 Euro. Diese Summe können beide Eheleute bei der Steuererklärung geltend machen und so einen Steuervorteil erhalten. Sollte eine der beiden Eheleute nicht unmittelbar förderberechtigt sein, so kann derjenige dies nicht steuerlich geltend machen. Der so genannte Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro bleibt hierbei unberücksichtigt. Der Berufseinsteiger-Bonus wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres einmalig an den Sparer gezahlt.

    Gut zu wissen

    Die Förderquote bzw. die zu erzielende Rendite fällt wesentlich höher aus, wenn der Anleger Nachwuchs hat. Besonders dann, wenn die Kinder sehr jung sind und erst nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurden.

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    Riester-Rente: Steuern sparen mit Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung

    Die Riester-Rente wird nicht nur mit Zulagen gefördert. Je höher Dein Einkommen ist, desto interessanter werden die Steuerersparnisse.

    Wie viel Steuern sparst Du mit der Riester-Rente?

    Du kannst die Beiträge (inklusive der Zulagen), die Du in Deinen Riester-Vertrag einzahlst, als Sonderausgabenabzug in Deiner Steuererklärung geltend machen. Dies mindert Dein zu versteuerndes Einkommen und kann deshalb auch Deine Steuerschuld senken.

    Das Finanzamt führt eine so genannte Günstigerprüfung durch. Dabei werden von Deiner Ersparnis die Zulagen abgezogen. Verbleibt ein positiver Betrag, ist dies Deine Steuerersparnis. Ist die Differenz negativ, hast Du keine Steuerersparnis. Stattdessen erhältst Du die Zulagen steuerfrei.

    Beispiel: Du bist Single, hast 1946 Euro in Deinen Riester-Vertrag eingezahlt und die Grundzulage in Höhe von 154 Euro bekommen. Im vergangenen Jahr wurde also die Maximalsumme von 2100 Euro investiert. Dein persönlicher Steuersatz beträgt 40 Prozent.

    • Die gesamte Ersparnis ergibt sich als 2.100 € * 40% = 840 €.
    • Die Ersparnis minus der Zulage beträgt also 840 € – 154 € = 686 €.
    • Als Steuerersparnis ergibt sich demnach ein Betrag von 686 Euro.

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    Sonderfall Berufseinsteigerbonus

    Neben der Grundzulage fördert der Staat mit dem Berufseinsteigerbonus junge Menschen, die eine Riester-Rente abschließen. Diesen Bonus in Höhe von 200 Euro bekommst Du, wenn Du Deinen Riester-Vertrag noch vor Deinem 25. Geburtstag abschließt. Dieser senkt im ersten Vertragsjahr zwar Deinen Mindestbeitrag, wird aber nicht bei der Günstigerprüfung berücksichtigt. Das bedeutet: Deine Steuererstattung wird nicht reduziert, obwohl Du diese Sonderzulage bekommst.

    Was gilt für mittelbar Förderberechtigte?

    Normalerweise kannst Du Beiträge bis zu 2100 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen. Allerdings gilt dies nicht für mittelbar Förderberechtigte .

    Источники: http://www.riester-renten.org/top-ratgeber/guenstigerpruefung-riester/, http://www.riesterrente-heute.de/gunstigerprufung/, http://www.fairr.de/riester-rente/foerderung/guenstigerpruefung/

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