Kann man schornsteinfeger von der steuer absetzen

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    Schornsteinfeger von Steuer absetzen

    Bisherige Einschränkung aufgehoben

    Nach dem Einkommensteuergesetz können haushaltsnahe Aufwendungen von der Einkommensteuer abgezogen werden.

    Gute Nachrichten für Steuerzahler: Die Gebühren für den Schornsteinfeger können nun komplett als haushaltsnahe Aufwendungen von den Steuern abgesetzt werden.

    Bisher Unklarheiten bei den haushaltsnahen Aufwendungen

    Von Aufwendungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in einem privaten Haushalt können jährlich 20 Prozent der Arbeitskosten aus haushaltsnahen Handwerkerleistungen, höchstens 1.200 Euro (600 Euro von 2006 bis 2008), von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden.

    Vor einem Jahr hat das Finanzministerium aber in einem sogenannten Anwendungsschreiben (zu § 35a EStG vom 10. Januar 2014) festgelegt: Von den Schornsteinfegerarbeiten darf dabei nur das Putzen, nicht aber das Messen der Schadstoffe berücksichtigt werden. Der Teil der Arbeit, den der Schornsteinfeger als Gutachter unternimmt, musste also vom Rechnungsbetrag abgezogen werden, damit der Betrag von der Einkommensteuer abgezogen werden durfte. Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 6. November 2014 (VI R 1/13, BStBl II 2015, Seite 481) stellte dieses Vorgehen der Finanzbehörden allerdings in Frage.

    Schreiben des Finanzministers bringt Klarheit

    Das Bundesfinanzministerium scheint nun Einsehen zu haben und seinen Staatsdienern sowie den Steuerzahlern diese Bürokratie nicht mehr zumuten zu wollen. Das Ministerium folgt dem Gerichtsurteil des Bundesfinanzhofs und hält in einem Schreiben (BMF, Schreiben – koordinierter Ländererlass IV C 4 – S-2296-b / 07 / 0003: 007 vom 10.11.2015) fest: Künftig können Steuerzahler wieder alle Kosten absetzen.

    Und so funktioniert es in der Praxis: Die Rechnung kommt in der Steuererklärung unter die „haushaltsnahen Dienstleistungen“. Dann zieht das Finanzamt ein Fünftel des Rechnungsbetrags direkt vom Steuerbetrag ab, die Ermäßigung ist also unabhängig vom Steuersatz: Einkommensstarke Steuerzahler mit hohem Steuersatz sparen genauso viel wie Leute aus der Mittelschicht, die weniger Steuern zahlen.

    Steuervorteil nur mit Rechnungsbeleg

    Die haushaltsnahen Aufwendungen werden allerdings nur berücksichtigt, wenn dies über eine Rechnung nachgewiesen werden kann und der Betrag nicht in bar gezahlt, sondern überwiesen oder auf das Konto des Schornsteinfegers eingezahlt wurde.

    Wer haushaltsnahe Aufwendungen steuerlich berücksichtigen darf

    Davon profitieren nicht nur Hauseigentümer. Auch Mieter kommen in den Genuss der Steuer-Ermäßigung. Sie haben zwar keine eigene Rechnung, aber sie können sich die Kosten für den Schornsteinfeger gemeinsam mit denen für Hausmeister oder Treppenhausreinigung aus der Nebenkosten-Abrechnung heraussuchen. Auch so können sie die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen.

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    Steuererklärung 2015: Handwerker, Schornsteinfeger absetzen

    Steuererklärung Das hat sich beim Absetzen von Handwerkern geändert

    Quelle: Getty Images/Westend61

    S obald der Winter vorbei ist, lassen Millionen Bundesbürger wieder Haus und Hof auf Vordermann bringen. Die Auftragsbücher vieler Dienstleister rund um den Haushalt platzen fürs Frühjahr schon aus allen Nähten. Die Investitionen lohnen sich, für Eigentümer, Mieter wie Heimbewohner. Ob Dachgeschossausbau, Gartengestaltung, Wohnungsrenovierung oder Taubenabwehr: Bei der Steuererklärung lassen sich mit Handwerkern, Putzkräfte & Co. bis zu 5710 Euro Steuern sparen.

    Die Finanzämter müssen jetzt noch mehr Arbeiten als früher anerkennen. Es sind einige Steuerboni dazugekommen, die nicht mehr an der Grundstücksgrenze oder an der Haustür Halt machen, wie Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) erläutert.

    Neu absetzbar sind jetzt zum Beispiel alle Arbeiten des Schornsteinfegers. Seine Rechnungen für Mess- und Überprüfungsleistungen dürfen komplett in die Steuer hinein, inklusive Feuerstättenschau, wie ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) klarstellt (IV C 4-S2296-b/07/0003:007). Niemand muss mehr die Kehrgebühren herausrechnen wie es noch vergangenes Jahr verlangt war.

    Neu anerkannt werden nun auch Gutachterarbeiten jeglicher Art wie etwa die Kontrolle von Fahrstuhl- und Blitzschutzanlagen sowie Gutachten zur energetischen Haussanierung, wie Nöll betont. Auch Arbeiten jenseits der Grundstücksgrenze wie der Winterräumdienst auf öffentlichen Wegen oder Anschlüsse des Hauses ans öffentliche Versorgungsnetz bringen erstmals einen Steuerabzug, sagt Christina Georgiadis, Sprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

    Steuerbegünstigt ist jetzt auch der gesamte Handwerkerlohn

    Im Kampf gegen die Schwarzarbeit räumt der Staat seit 2006 jede Menge Steuervorteile ein für sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Handwerkerarbeiten rund um Privathaushalte. Seither musste die Finanzverwaltung Jahr um Jahr nachbessern, nicht zuletzt auch wegen der verbraucherfreundlichen Rechtsprechung.

    Quelle: Infografik Die Welt

    Konnten Bürger zuerst nur mit Ausgaben für Modernisierung und Renovierung Steuern sparen, dürfen sie inzwischen auch eine Wohnraumerweiterung oder die Neuanlage von Gärten absetzen. Immer dann, wenn ein Bürger Handwerker beauftragt, bei sich daheim etwas zu reparieren, renovieren, auszutauschen oder Bestehendes zu erweitern, bringen die Ausgaben einen direkten Steuerabzug.

    Steuerbegünstigt ist jetzt auch der gesamte Handwerkerlohn beim Austausch einer Haustür, wie das Finanzgericht München urteilte (Az. 7 K 1242/13). Das ging bislang nicht. Damit der Steuervorteil greifen konnte, musste ein Handwerker vor Ort arbeiten – und nicht etwa Vorarbeiten außerhalb des Haushalts leisten.

    Die Richter hielten diese Grenze wohl für zu eng gezogen. Deshalb gilt jetzt: Fertigt der Schreiner die Tür in seiner Werkstatt und montiert sie dann anschließend beim Kunden, steht das „unmittelbar in räumlichem Zusammenhang mit dem Haushalt“. Sprich: Der volle Lohn darf in die Steuererklärung hinein, wie Nöll erläutert.

    Haustierbetreuung darf auch geltend gemacht werden

    Das Urteil eröffnet nach Ansicht des BDL noch mehr Spielraum. „Daraus lässt sich schlussfolgern, dass auch ähnliche Arbeiten begünstigt sind, zum Beispiel die Reparatur der Waschmaschine, des Fernsehers oder des Computers in der Werkstatt des Technikers“, so Nöll. Sein Rat: Vergleichbare Rechnungen mutig in die Steuer packen. Auch wenn es den Steuerbonus bisher nur dann für Reparatur und Wartung gab, wenn streikende Geräte vom Fachmann vor Ort gerichtet wurden. Hauptsache, die Handwerkerleistung außerhalb des Hauses steht in Zusammenhang mit dem Haushalt.

    Quelle: Getty Images

    Ran ans Steuern sparen heißt es jetzt auch für Haustierbesitzer. Wer den Hund oder Vögel zu Hause gegen Rechnung betreuen lässt, darf auch diese Kosten jetzt steuerlich geltend machen, wie der Bundesfinanzhof in München urteilte (Az. VI R 13/15). Für das Finanzamt ist immer wichtig, dass die beauftragten Helfer eine ordentliche Rechnung ausstellen und nicht schwarz arbeiten.

    Insgesamt können sich Bürger mit Ausgaben rund um den Haushalt Steuerboni in Höhe von bis zu 5710 Euro im Jahr abholen. Die Kosten drücken direkt die Steuerlast. Es gibt drei dicke Sparchancen. Am meisten Geld ist im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen drin, also beim Absetzen der legalen „Perle“ oder Köchin, der Betreuungskräfte für Kinder oder mit dem Pflegedienst für Alte und Kranke.

    Wer etwa gegen Rechnung eine Haushaltshilfe, eine Haustier-, Alten- und Kinderbetreuung oder den Fensterputzer bezahlt, kann 20 Prozent seiner Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro absetzen, das macht eine Steuerentlastung von bis zu 4000 Euro im Jahr. Absetzbar ist alles, was eine Servicekraft rund um den Haushalt erledigt. Wer seine Putzkraft oder die Köchin als Minijobber im Privathaushalt angemeldet hat, kann die zweite Sparchance abschöpfen, nämlich 20 Prozent der Lohnkosten, maximal 510 Euro.

    Eines der größten Steuergeschenke des Staats

    Der dritte Bereich umfasst alle gängigen Handwerkerleistungen. Dazu zählen Schönheitsreparaturen wie Tapezieren, Malern, Heizkörperlackieren oder die Teppichbodenreinigung vom Profi. Außerdem der Fensteraustausch, die Badmodernisierung, das Herausreißen alter Fußböden, Fliesen und Parkett legen sowie das Montieren von Markise oder Möbeln. Auch Arbeiten an Dach, Innen- wie Außenwänden, an Garage, Regenrinne und Fassade, an Heizungsanlagen (Wartung, Reparatur und Austausch), an Elektro-, Gas- oder Wasserinstallationen sind gefördert. Ebenso eine Mauerwerksanierung, das Gerüstaufstellen, die Graffitibeseitigung, Schimmel- oder Schädlingsbekämpfung.

    Quelle: Getty Images

    Sogar die Taubenabwehr daheim, der nachträgliche Einbau von Insektenschutzgittern sowie der private Umzug inklusive Renovierung der alten und neuen Wohnung sind absetzbar. Auch Kosten, die in Ferien- und Zweitwohnungen anfallen, sind steuerbegünstigt.

    Wer also von Profis seine Fenster putzen, das Parkett abschleifen, die Waschmaschine reparieren und einen Carport ans Haus bauen lässt, kann 20 Prozent vom Arbeitslohn im Wert von bis zu 6000 Euro absetzen. Das ergibt den Steuervorteil von bis zu 1200 Euro. Absetzbar sind jeweils der Lohn sowie Kosten für Anfahrt und Maschinenmiete. Das Material geht nicht. Bezahlt werden muss per Überweisung. Sonst ist der Steuerabzug verspielt, wie der BFH urteilte (VI R 14/08).

    Ein Beispiel für eine gängige Kombination aus Handwerker- und Dienstleistungs-Boni: 2015 ließ eine Familie für 5000 Euro Arbeitskosten die Wohnung putzen, die Wände streichen, das Kind sowie den Hund hüten und das Bad renovieren. Davon drücken 20 Prozent direkt die Steuerlast nach unten, macht also eine Ersparnis von 1000 Euro. Müsste die Familie normalerweise 5400 Euro Einkommensteuer zahlen, sind es jetzt nur noch 4400 Euro. Die Sparchancen stehen jedem Haushalt nur einmal zu. Vor allem der Handwerkerbonus ist nach Ansicht des VLH inzwischen zu einem der größten Steuergeschenke geworden. Schätzungen zufolge kostet er den Staat über eine Milliarde Euro jährlich.

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    Schornsteinfeger: Kosten können wieder komplett von der Steuer abgesetzt werden

    Gute Nachrichten für Hauseigentümer: Die Kosten für den Schornsteinfeger können jetzt wieder komplett als Handwerkerleistung von der Steuer abgesetzt werden. Das haben die Obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder beschlossen. Tipps, wie Eigentümer die Schornsteinfeger-Kosten von der Steuer absetzen können.

    Etwa einmal jährlich kommt der Schornsteinfeger und kontrolliert die Betriebs- und Brandsicherheit der Heizungsanlage. Das kostet Geld und schnell sind mal 100 Euro weg. Hausbesitzer können sich aber einen Teil des Geldes von der Steuer zurückholen. Das Finanzamt erkennt Schornsteinfeger-Gebühren schon seit langem als Handwerkerleistungen an. Allerdings wurde die Rechnung bisher nicht komplett akzeptiert. Anfang 2014 hat das Bundesfinanzministerium entschieden: Kehrarbeiten sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten können von der Steuer abgesetzt werden, Feuerstättenschau, Mess- und Überprüfungsarbeiten dagegen nicht.

    Nun aber rudert das Ministerium zurück: Künftig können wieder die kompletten Schornsteinfeger-Kosten von der Steuer abgesetzt werden. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist ein Gerichtsurteil des Bundesfinanzhofes (BStBl II 2015, Seite 48).

    Das Gute: Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle Steuererklärungen, die noch nicht gemacht wurden. Sie gilt auch, wenn der Steuerbescheid noch geändert werden kann, weil beispielsweise der Steuerpflichtige Einspruch eingelegt hat.

    Schornsteinfeger-Kosten absetzen: So geht´s

    Der Hauseigentümer muss bei der Steuererklärung einen Antrag nach § 35a Absatz 3 EStG für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen stellen. Insgesamt können 20 Prozent, maximal aber 1.200 Euro, an Handwerkerkosten im Jahr abgesetzt werden. Begünstigt sind nur die Arbeitskosten, nicht aber Materialkosten.

    Achtung: Die Kosten können nur von der Steuer abgesetzt werden, wenn eine Rechnung vorliegt. Der Betrag darf nicht Bar gezahlt werden, sondern muss auf das Konto des Schornsteinfegers überwiesen werden.

    Übrigens: Nicht nur Hauseigentümer profitieren von der neuen Regelung. Auch Mieter können in den Genuss der Steuerbegünstigung kommen. Sie können sich die Kosten für den Schornsteinfeger aus der Nebenkostenabrechnung heraussuchen und ebenfalls von der Steuer als Handwerkerleistungen absetzen.

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    Источники: http://www.immobilienscout24.de/eigentuemer/news/2015/11/schornsteinfegerrechnung-steuerlich-absetzen.html, http://www.welt.de/finanzen/article152496802/Das-hat-sich-beim-Absetzen-von-Handwerkern-geaendert.html, http://news.immowelt.de/n/3159-schornsteinfeger-kosten-koennen-wieder-komplett-von-der-steuer-abgesetzt-werden.html

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