Kinderfreibetrag ändern

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    Richtig den Kinderfreibetrag beantragen

    • Nach der Geburt des ersten Kindes muss man einmalig den Kinderfreibetrag beantragen.
    • Dazu reicht man beim Finanzamt den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.
    • Das Finanzamt prüft dann automatisch, ob der Kinderfreibetrag vorteilhafter ist als das Kindergeld.
    • Will man den Freibetrag ändern, reicht man den Vereinfachten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.

    Wann sollte man den Kinderfreibetrag beantragen

    Einen Rechtsanspruch auf den Kinderfreibetrag gibt es ab dem Geburtsmonat des Kindes. Viele Eltern lassen das Beantragen des Freibetrags jedoch einige Zeit schleifen, weil man nach der Geburt in der Regel einige andere Dinge im Kopf hat.

    Häufig kommt es vor, dass es sechs Monate oder sogar ein Jahr dauert, bis der entsprechende Antrag beim Finanzamt eingeht. Dies ist zwar (in aller Regel) kein Beinbruch, doch bereitet es den Ämtern immer wieder Kopfschmerzen. Diese bitten deshalb darum, die Eintragung zeitnah nach der Geburt des Kindes vornehmen zu lassen.

    Kinderfreibetrag beantragen – Häufig gestellte Fragen

    Wie gehören Kinderfreibetrag und Kindergeld zusammen?

    Die wenigsten Menschen wissen, wie der Freibetrag für Kinder und das Kindergeld zusammengehören.

    • Beantragen sollte man unbedingt beide Leistungen, auch wenn man streng genommen nur eine in Anspruch nehmen darf. Das Kindergeld wird allerdings bei der zuständigen Familienkasse beantragt.

    Denn es handelt sich eigentlich um zwei unterschiedliche steuerliche Begünstigungen für die Förderungen von Kindern, von denen man eine wählen muss. In der Regel sollte dies das Kindergeld sein.

    Beim Kindergeld wird der Freibetrag indirekt sofort ausgezahlt. Es handelt sich nämlich um steuerbefreites Einkommen. Diese Einkünfte werden also nicht für die Berechnung der Einkommensteuer aufgeschlagen.

    Es kann passieren, dass die Steuerersparnis, die sich deshalb ergibt, nicht an diejenige heranreicht, die man durch den Freibetrag erreicht hätte. Dies überprüft das Finanzamt automatisch bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung im Rahmen der Günstigerprüfung.

    Bewahrheitet sich der Verdacht, erhält man die Differenz ausgezahlt. Waren die Steuervorteile durch das Kindergeld größer, muss einen dies jedoch nicht sorgen. Die Differenz darf man behalten. Der Staat bezeichnet diese zusätzliche Steuersubvention als ‚Förderung der Familien‘ und verzichtet auf eine Rückzahlung.

    Wann lohnt sich der Kinderfreibetrag?

    Die Frage, die deshalb häufig gestellt wird, lautet: Lohnt sich der Freibetrag überhaupt?

    Beziehungsweise ab wann sollte man ihn unbedingt vermerken lassen, um ihn wahrnehmen zu können?

    • Die Faustformel lautet: Alleinerziehende profitieren ab einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro vom Freibetrag und Paare ab 60.000 Euro.

    Die Werte gelten dann, wenn alle steuerlichen Abzugsmöglichkeiten auch tatsächlich bereits von den Einkünften abgezogen worden sind.

    Wie und an wen kann man den Kinderfreibetrag übertragen?

    Als Eltern erhält man pro Kind einmal den vollen Freibetrag. Dieser wird auf die Elternteile aufgeteilt. Allerdings kann man § 32 Abs. 6 Satz 6-11 des Einkommensteuergesetzes den Freibetrag von einem auf den anderen Elternteil übertragen.

    Außerdem kann man den Kinderfreibetrag auf Groß- oder Stiefeltern übertragen, sofern das Kind bei ihnen lebt oder sie diesem gegenüber die Unterhaltspflicht haben.

    Fazit: Den Freibetrag übertragen kann man auf

    • das andere Elternteil,
    • auf Großeltern, sofern sie unterhaltspflichtig sind oder das Kind in ihrem Haushalt lebt,
    • auf Stiefeltern, sofern sie unterhaltspflichtig sind oder das Kind in ihrem Haushalt lebt.

    Richtig den Kinderfreibetrag eintragen

    • Man muss den Kinderfreibetrag einmalig über den ‚Antrag auf Lohnsteuerermäßigung‘ beantragen.
    • Nach der Beantragung des Kinderfreibetrages führt das Finanzamt eine Günstigerprüfung durch.
    • Den Kinderfreibetrag kann man nicht gleichzeitig mit dem Kindergeld beanspruchen.
    • Für die meisten Familien ist es steuerlicher günstiger, sich das Kindergeld auszahlen zu lassen.

    Wo kann man den Kinderfreibetrag eintragen lassen?

    Seit 2011 lässt man den Freibetrag im Finanzamt eintragen. Wer dies zum ersten Mal erledigt, wählt hierfür das FormularAntrag auf Lohnsteuerermäßigung.

    Bei späteren Änderungen kann man dann das wesentlich knapper gehaltene Formular Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuerermäßigung nehmen.

    Ist der Kinderfreibetrag einmal eingetragen, führt das Finanzamt bei jeder Steuererklärung automatisch die Günstigerprüfung durch. Durch sie ermittelt das Finanzamt, ob sich für den Steuerzahler der Kinderfreibetrag günstiger auswirkt oder das Kindergeld. Beides gleichzeitig kann allerdings nicht in Anspruch genommen werden.

    • Das Finanzamt geht bei der Günstigerprüfung grundsätzlich davon aus, dass das Kindergeld beantragt worden ist.

    Einen Rechtsanspruch auf den Freibetrag hat man vom Geburtsmonat des Kindes an. Man sollte den Freibetrag zeitnah eintragen lassen, heißt es immer wieder von den Finanzämtern.

    Häufig gestellte Fragen – Kinderfreibetrag eintragen

    Was genau ist der Kinderfreibetrag?

    Der Kinderfreibetrag ist für Eltern eine Möglichkeit der steuerlichen Entlastung. Streng genommen gibt es eigentlich nicht nur einen Freibetrag für Kinder, sondern zwei.

    Jährlich haben Eltern einen allgemeinen Freibetrag pro Kind in Höhe von 4.716 Euro. Hinzu kommt ein spezieller Freibetrag für Ausbildung, Erziehung und Betreuung in Höhe von 2.640 Euro.

    In Summe liegt der Kinderfreibetrag demnach bei 7.356 Euro.

    • Sind beide Eltern gemeinsam in der Steuerklasse 4, erhalten sie je die Hälfte der genannten Beträge.

    Wie wirkt sich der Freibetrag für Kinder steuerlich aus?

    Mancherorts kann man lesen, dass seit 2006 der Freibetrag überhaupt nicht mehr für die Lohnsteuer berücksichtigt wird, sondern sich lediglich hemmend auf die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag auswirkt.

    Dies ist so nicht ganz richtig: Der Freibetrag wird über das Kindergeld monatlich direkt ausgezahlt.

    Es ist deshalb unbedingt notwendig, das Kindergeld bei der Familienkasse zu beantragen, um so seine steuerliche Vergünstigung nicht zu verlieren.

    Diejenigen, die sich mehr Geld davon versprechen, sich den Kinderfreibetrag nicht als Kindergeld auszahlen zu lassen, sondern diesen direkt über die Einkommenssteuer als Ersparnis zu erhalten, können dies beim Finanzamt beantragen. Dieses führt dann mit der Steuererklärung eine Günstigerprüfung durch.

    Hatte man tatsächlich einen finanziellen Nachteil, überweist das Amt die Differenz. Zumeist ist das Kindergeld allerdings vorteilhafter – den Überschuss dürfen die Empfänger im Sinne ‚der Förderung der Familien‘ behalten.

    Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale – Änderung

    In den ELStAM (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) werden wichtige Grundlagen für den Lohnsteuerabzug bei Arbeitnehmern, wie Steuerklasse und Freibeträge, gespeichert.

    • Eintragung von Kinderfreibeträgen

    • Eintragung von Freibeträgen für behinderte Menschen

    • Eintragung von Freibeträgen für erhöhte Werbungskosten

    • Berichtigung unrichtiger Lohnsteuerabzugsmerkmale

    + nach Geburt eines Kindes bei Alleinstehenden (Steuerklasse II)

    + nach Eheschließung (Änderung der Steuerklasse auf III/V)

    + nach einer Trennung der Ehegatten beziehungsweise Änderungen nach Beendigung der Trennung (Steuerklasse I)

    + Steuerklassenwechsel zwischen III/V und IV/IV

    Änderungen der Freibeträge für das laufende Kalenderjahr werden im Folgemonat nach der Antragstellung berücksichtigt.

    Für Änderung von Melde- oder standesamtlichen Daten wenden Sie sich bitte an Ihr Bezirksamt.

    • bis zum 30. November – für das laufende Kalenderjahr

    Voraussetzungen

    • <b>Einhaltung der Fristen</b>

    Erforderliche Unterlagen

    • Ausgefülltes Antragsformular

    • einen höheren Freibetrag als für 2014 oder

    • das Faktorverfahren bei Ehegatten beantragen oder

    • nicht nur die Zahl der Kinderfreibeträge

    (und ggf. die Steuerklasse) geändert werden sollen, verwenden Sie bitte den sechsseitigen

    „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2015“ (siehe unten unter Formulare).

    Gebühren

    Rechtsgrundlagen

    Weiterführende Informationen

    Zuständige Behörden

    Zuständig ist das Finanzamt Ihres Wohnsitzes.

    Diese Seiten werden verantwortet durch die Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/kinderfreibetrag/beantragen/, http://www.steuerklassen.com/kinderfreibetrag/eintragen/, http://service.berlin.de/dienstleistung/325827/

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