Kindergarten steuerlich absetzbar

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    Zweisprachiger Kindergarten Betreuung ist steuerlich absetzbar

    Berufstätige Eltern können die Kosten für einen zweisprachigen Kindergarten in ihrer Steuererklärung angeben. Pro Kind könnten zwei Drittel der Aufwendungen, maximal aber 4000 Euro pro Jahr, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer abgezogen werden, erklärte der Bundesfinanzhof in einem Urteil.

    Der Begriff der Kinderbetreuung im Sinne des Einkommenssteuergesetzes in der Fassung zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung ist weit zu fassen. Er umfasst nicht nur die behütende und beaufsichtigende Betreuung, sondern auch die pädagogisch sinnvolle Gestaltung der in Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen verbrachten Zeit. Der Bildungsauftrag dieser Einrichtungen hindert den vollständigen Abzug der von den Eltern geleisteten Beiträge und Gebühren grundsätzlich nicht.

    KInderbetreuung umfasst nicht nur die behütende und beaufsichtigende Betreuung, sondern auch Elemente der Pflege und Erziehung.

    Demnach können berufstätige Eltern können die Kosten für einen zweisprachigen Kindergarten in ihrer Steuererklärung angeben. Pro Kind könnten zwei Drittel der Aufwendungen, maximal aber 4000 Euro pro Jahr, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer abgezogen werden, erklärte der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem Urteil.

    Kläger war ein Vater, der seine beiden Kinder in einer deutsch-französischen Gruppe eines städtischen Kindergartens untergebracht und die Kosten dafür in seiner Steuererklärung angegeben hatte. In dem Kindergarten kamen neben deutschen Erzieherinnen auch sogenannte französische Sprachassistentinnen zum Einsatz, die von dem Verein X e.V. bezahlt wurden. Zweck des Vereins ist unter anderem die sozialpädagogische Betreuung von Kindern unter besonderer Vermittlung der französischen Sprache und Kultur. Das Finanzamt weigerte sich aber, diese anzuerkennen, weil es die Ausgaben nicht als Kinderbetreuungskosten wertete, sondern als nicht abziehbare Unterrichtskosten.

    Diese Einschätzung teilte der BFH als oberstes deutsches Steuergericht nicht. Er wies darauf hin, dass der Begriff der Kinderbetreuung weit zu verstehen sei und nicht nur die behütende und beaufsichtigende Betreuung umfasse, sondern auch "Elemente der Pflege und Erziehung", also die Sorge für das körperliche, seelische und geistige Wohl des Kindes. Dieses schließe auch eine pädagogisch sinnvolle Gestaltung der Zeit im Kindergarten ein.

    Kinderbetreuungskosten

    So machen Sie Betreuungskosten für Kinder geltend

    • Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017
    • Von: Sabine Himmelberg

    Das sollten Sie wissen

    • Kinderbetreuungskosten können Sie als Sonderausgaben geltend machen – allerdings nur zu zwei Dritteln und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro im Jahr.
    • Ihr Kind darf das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, außer es kann sich aufgrund einer Behinderung nicht selbst versorgen. Dann wird bei der Altersgrenze eine Ausnahme gemacht, die allerdings Einschränkungen hat.
    • Nicht alle Aufwendungen dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung angeben: Sport- und Nachhilfekosten fallen zum Beispiel weg. Welche Kosten Sie absetzen können, lesen Sie hier.
    • Bewahren Sie Rechnungen und Überweisungsbelege immer auf. Denn Sie müssen Ihre Aufwendungen möglicherweise dem Finanzamt nachweisen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Zwei Drittel der Kosten, die für die Betreuung Ihrer Kinder anfallen, können Sie als Sonderausgaben geltend machen und von der Steuer absetzen. Pro Kind können Sie höchstens 4.000 Euro abziehen. Die Voraussetzungen dafür:

    • Das Kind muss in Ihrem Haushalt leben. Sind Sie getrennt oder geschieden, ist entscheidend, wo das Kind gemeldet ist.
    • Für das Kind muss Ihnen Kindergeld oder ein Freibetrag für Kinder zustehen.
    • Das Kind darf sein 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

    Wenn sich Ihr Kind nicht selbst unterhalten kann

    Die Altersgrenze entfällt, falls Ihr Kind körperlich, geistig oder seelisch behindert ist und nicht für sich selbst sorgen kann. Das gilt nur für eine Behinderung, die vor Vollendung des 25. Lebensjahrs eingetreten ist, mit einer Ausnahme: die Altersgrenze gilt auch nicht für Kinder, deren Behinderung vor dem 1. Januar 2007 im Alter zwischen 25 Jahren und vor Vollendung des 27. Lebensjahrs eingetreten ist.

    Betreuungskosten für Ihr Kind, die im laufenden Jahr anfallen, können Sie als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen. Dadurch erhöht sich Ihr Nettogehalt.

    Was Sie absetzen können

    Diese Aufwendungen für die Kinderbetreuung können Sie in Ihrer Steuererklärung angeben:

    • die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen
    • die Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern
    • die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie Kinder betreuen
    • die Beaufsichtigung von Kindern bei der Erledigung der häuslichen Schulaufgaben

    Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für:

    • die Vermittlung besonderer Fähigkeiten, zum Beispiel Musikunterricht
    • sportliche und andere Freizeitbetätigungen
    • Nachhilfeunterricht
    • Verpflegung des Kindes

    Nachweise für die Betreuungskosten aufbewahren

    Rechnungen und die Zahlungsnachweise

    müssen Sie zwar nur auf Verlangen des Finanzamts vorlegen. Für diesen Fall sollten Sie die Belege aber aufbewahren.

    Damit Sie die Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen können, müssen Sie Rechnungen erhalten haben. Außerdem muss die Rechnungssumme an den Dienstleister auf dessen Konto überwiesen worden sein – Barzahlungen und Barschecks erkennt das Finanzamt nicht an. Auch das Taschengeld für ein Au-Pair sollten Sie deshalb auf ein Konto überweisen, wenn Sie es steuerlich absetzen wollen (FG Köln, Urteil vom 10.01.2014, Az. 15 K 2882/13).

    Sind Sie selbst der Arbeitgeber der Betreuungsperson Ihrer Kinder, zum Beispiel im Rahmen eines Minijobs oder eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses, müssen Sie lediglich den Arbeitsvertrag vorlegen.

    Wenn das Kind einen Kindergarten oder Hort besucht, reicht ein Bescheid der Einrichtung, in dem die Kosten für die Betreuung festgehalten sind, und ein Überweisungsbeleg.

    Wenn Ihre (Schwieger-)Mutter oder andere nahe Angehörige auf Ihr Kind aufpassen und die Betreuung entgeltlich erfolgt, dann können Sie auch diese Kosten von der Steuer absetzen. Dafür müssen allerdings klare und eindeutige Vereinbarungen getroffen worden sein, die Sie tatsächlich umsetzen. Wohnt Ihre Betreuungsperson mit Ihnen und Ihrem Kind in einem Haushalt zusammen, sind die Kinderbetreuungskosten nicht absetzbar.

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    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Kinderbetreuungskosten tragen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung in der Anlage Kind auf Seite 3 in die Zeilen 67 bis 73 ein.

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    Artikel verfasst von

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Kinderbetreuungskosten

    Nachfolgend informieren wie Sie in welcher Höhe Betreuungskosten für Kinder absetzbar sind, welche Kosten genau absetzbar sind und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.

    Inhaltsverzeichnis

    In welcher Höhe sind die Kosten absetzbar?

    Die absetzbaren Kosten für die Kinderbetreuung sind pro Jahr und Kind mit 2.300 Euro begrenzt.

    Welches Kind berechtigt zum Abzug von Kinderbetreuungskosten?

    Ein Kind, das das zehnte Lebensjahr zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht vollendet hat, und für das länger als sechs Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag zusteht.

    Wer kann die Kosten für Kinderbetreuung absetzen?

    • Die Person, der der Kinderabsetzbetrag für dieses Kind für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht, oder
    • dessen (Ehe-)Partner/in oder
    • der unterhaltsverpflichtete (zB geschiedene) Elternteil, wenn ihm der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht, soweit die Kinderbetreuungskosten zusätzlich zum Unterhalt geleistet werden.

    Innerhalb dieses Personenkreises kann jeder die von ihm getragenen Kinderbetreuungskosten absetzen. Insgesamt dürfen aber nicht mehr als 2.300 Euro pro Kind im Kalenderjahr als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden.

    Wird der Höchstbetrag von 2.300 Euro jährlich durch zwei oder drei Steuerpflichtige insgesamt überschritten, ist der Höchstbetrag grundsätzlich im Verhältnis der Kostentragung aufzuteilen.

    Können Eltern von behinderten Kindern Kinderbetreuungskosten zusätzlich zu anderen steuerlichen Begünstigungen geltend machen?

    Für Kinder mit erhöhter Familienbeihilfe steht gemäß der Verordnung über außergewöhnliche Belastungen zur Abgeltung von Mehraufwendungen ein monatlicher pauschaler Freibetrag von 262 Euro zu.

    Zusätzlich können Kosten für Unterrichtseinheiten in einer Sonder- und Pflegeschule bzw. Kosten für Tätigkeiten in einer Behindertenwerkstätte im nachgewiesenen Ausmaß steuerlich geltend gemacht werden.

    Außerdem können auch Kinderbetreuungskosten, die nicht im Zusammenhang mit einer Sonder- oder Pflegeschule oder einer Behindertenwerkstätte stehen für Kinder bis zum 16. Lebensjahr, in Höhe von maximal 2.300 Euro pro Kind im Kalenderjahr steuerlich abgesetzt werden. Im Fall von pflegebedürftiger Betreuung sind diese Kosten um ein erhaltenes Pflegegeld zu kürzen.

    Was passiert, wenn pro Kind mehr als 2.300 Euro an Kinderbetreuungskosten anfallen?

    Werden mehr als 2.300 Euro an Kinderbetreuungskosten ausgegeben, sind lediglich 2.300 Euro im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen absetzbar.

    Nur in besonderen Fällen (zB alleinerziehende Mutter oder alleinerziehender Vater) sind auch Ausgaben, die 2.300 Euro übersteigen, als außergewöhnliche Belastungen absetzbar, allerdings gekürzt durch den einkommensabhängigen Selbstbehalt.

    Welche Kosten sind absetzbar?

    Die Betreuungskosten müssen tatsächlich bezahlte Kosten sein. Werden daher Betreuungskosten durch einen Zuschuss des Arbeitgebers übernommen, sind nur die tatsächlich von der bzw. von dem Steuerpflichtigen darüber hinaus getragenen Kosten abzugsfähig. Die Betreuung muss in privaten oder öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen (zB Kindergarten, Hort, Halbinternat, Vollinternat) oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgen.

    Abzugsfähig sind die Kosten für die Kinderbetreuung sowie Kosten für Verpflegung und das Bastelgeld. Das Schulgeld für Privatschulen und der Nachhilfeunterricht können nicht berücksichtigt werden. Ebenso nicht abzugsfähig sind Kosten für die Vermittlung von Betreuungspersonen und die Fahrtkosten zur Kinderbetreuung.

    Bis zum Besuch der Pflichtschule ist immer von Kinderbetreuung auszugehen. Danach sind die Aufwendungen für den Schulbesuch und für die Betreuung außerhalb der Schulzeit zu trennen. Die Kosten für die Betreuung während der schulfreien Zeit (zB Nachmittagsbetreuung, Ferienbetreuung) sind abzugsfähig, sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person oder institutionelle Kinderbetreuungseinrichtung erfolgt. Für die Ferienbetreuung (zB Ferienlager) können sämtliche Kosten (zB auch jene für Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten für den Bus zum und vom Ferienlager) berücksichtigt werden, sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt.

    Von wem muss das Kind betreut werden?

    Von einer öffentlichen oder einer privaten institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung (zB Kindergarten, Internat, Kinderbetreuungsstätte) oder von einer pädagogisch qualifizierten Person (zB Tagesmutter).

    Was ist eine Kinderbetreuungseinrichtung?

    Kinderbetreuungseinrichtungen sind insbesondere:

    • Kinderkrippen (Kleinkindkrippen, Krabbelstuben)
    • Kindergärten (allgemeine Kindergärten, Integrations-, Sonder- und Übungskindergärten)
    • Betriebskindergärten
    • Horte (allgemeine Horte, Integrations-, Sonder- und Übungshorte)
    • altersgemischte Kinderbetreuungseinrichtungen (zB Tagesheimstätten, Kindergruppen, Kinderhäuser)
    • elternverwaltete Kindergruppen
    • Spielgruppen
    • Kinderbetreuung an Universitäten

    Unter öffentlichen Einrichtungen sind solche zu verstehen, die von Bund, Ländern, Gemeinden oder Gemeindeverbänden betrieben werden. Private Institutionen sind insbesondere solche, die von Vereinen, gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften, kirchennahen Organisationen, Stiftungen, Familienorganisationen, Betrieben oder natürlichen Personen betrieben werden.

    Weiters sind schulische Tagesbetreuungsformen wie beispielsweise offene Schulen (vormittags Unterricht, nachmittags Betreuung – fakultativ), schulische Nachmittagsbetreuung, Halbinternate (Unterricht und Betreuung muss klar getrennt werden, ohne Übernachtung) zu berücksichtigen, auch wenn sie keiner gesetzlichen Bewilligung bedürfen.

    Wer ist eine pädagogisch qualifizierte Person?

    Pädagogisch qualifizierte Personen sind Personen, die eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung nachweisen können. Die Betreuungsperson muss das 18. Lebensjahr vollendet haben und eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung im Mindestausmaß von 35 Stunden nachweisen.

    Eine pädagogische Qualifikation liegt vor, wenn folgende erforderlichen Ausbildungsinhalte im notwendigen Mindestausmaß absolviert wurden:

    • Entwicklungspsychologie und Pädagogik
    • Kommunikation und Konfliktlösung
    • Erste Hilfe-Maßnahmen der Unfallverhütung im Rahmen der Kinderbetreuung

    Diese Ausbildung darf ausschließlich bei Organisationen absolviert werden, die auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie und Jugend veröffentlicht sind.

    Eine pädagogische Qualifikation liegt jedenfalls vor, wenn entweder ein

    1. Lehrgang für Tageseltern nach den diesbezüglichen landesgesetzlichen Vorschriften oder eine
    2. Ausbildung zum Kindergartenpädagogen, zum Horterzieher, zum Früherzieher oder zum Sozialpädagogen oder ein
    3. pädagogisches Hochschulstudium

    abgeschlossen wurde. Hat die Betreuungsperson diese Ausbildung im EU – oder EWR -Raum abgeschlossen, wird sie als Nachweis anerkannt. Wurde die Ausbildung nicht oder noch nicht abgeschlossen, liegt eine pädagogische Qualifikation dann vor, wenn die Bildungseinrichtung das Absolvieren der erforderlichen Ausbildungsinhalte im Ausmaß von 35 Stunden bestätigt. Pädagogische Kurse im Rahmen anderer Studien werden nicht anerkannt.

    Auch Au-Pair -Kräfte haben eine Ausbildung im Mindestausmaß von 35 Stunden mit den erforderlichen Inhalten zu absolvieren; die Erfahrung durch einen früheren Au-Pair -Aufenthalt reicht als Nachweis nicht aus.

    Nachholung der Ausbildung:

    Erfolgt eine Kinderbetreuung im Jahr 2017, ohne dass die betreuende Person über die für die Abzugsfähigkeit erforderliche Ausbildung verfügt, kann die Ausbildung spätestens bis 31. Dezember 2017 nachgeholt werden. Ab dem Jahr 2018 können die Kinderbetreuungskosten erst ab dem Zeitpunkt steuerlich berücksichtigt werden, ab dem die Betreuungsperson über die erforderliche Ausbildung verfügt. Wurde auf Grund der bisherigen Regelung ein Kurs im Ausmaß von acht oder sechzehn Stunden absolviert, so werden acht Stunden auf das Gesamtausmaß von 35 Stunden angerechnet.

    Erfolgt die Ausbildung bei Au-Pair -Kräften innerhalb der ersten beiden Monate des Einsatzes in Österreich, können die Kosten der Kinderbetreuung ab Beginn des Au-Pair -Aufenthalts berücksichtigt werden.

    Sind die Kinderbetreuungskosten für die Betreuung durch Angehörige steuerlich abzugsfähig?

    Erfolgt die Kinderbetreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person, die eine Angehörige oder ein Angehöriger (zB Eltern, Geschwister) ist und zu demselben Haushalt wie das Kind gehört, so sind die Kinderbetreuungskosten nicht steuerlich abzugsfähig.

    Welche Kostenersätze kürzen die Kinderbetreuungskosten?

    Allfällige steuerfreie Beihilfen und Ersätze, die für die Kinderbetreuung empfangen worden sind, kürzen den steuerlich zu berücksichtigenden Aufwand. Der Aufwand wird jedoch nicht durch das Kinderbetreuungsgeld, die Familienbeihilfe, den Kinderabsetzbetrag oder den Kinderfreibetrag gekürzt. Auch steuerpflichtige Kinderbetreuungszuschüsse vermindern nicht die absetzbaren Kinderbetreuungskosten.

    Wie müssen die Kinderbetreuungskosten nachgewiesen werden?

    Zum Nachweis der Kinderbetreuungskosten hat die Kinderbetreuungseinrichtung oder die pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson eine Rechnung bzw. einen Zahlungsbeleg auszustellen, der folgende Angaben enthält:

    • Name und Sozialversicherungsnummer bzw. Kennnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte des Kindes
    • Rechnungsempfänger (Name und Adresse)
    • Ausstellungsdatum
    • Fortlaufende Rechnungsnummer
    • Zeitraum der Kinderbetreuung
    • Bei öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen Name und Anschrift; bei privaten Einrichtungen zusätzlich Hinweis auf die Bewilligung zur Führung der Einrichtung
    • Bei pädagogisch qualifizierten Personen Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer bzw. Kennnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte und Vorliegen der konkreten Qualifikation durch Beilage einer Kopie des entsprechenden Zeugnisses (zB Kursbestätigung)
    • Rechnungsbetrag (gegebenenfalls mit Umsatzsteuer, wenn kein Kleinunternehmer)

    Wie alle anderen Belege sind auch diese Nachweise sieben Jahre aufzubewahren und im Falle der Aufforderung dem Finanzamt vorzulegen.

    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Betreuung-ist-steuerlich-absetzbar-article7434976.html, http://www.finanztip.de/kinderbetreuungskosten/, http://www.bmf.gv.at/steuern/familien-kinder/kinderbetreuungskosten.html

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