Kosten für doppelte haushaltsführung

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    Doppelte Haushaltsfьhrung: Steuerliche Aspekte

    Wird die Erwerbstдtigkeit in groЯer Entfernung vom Stammwohnsitz (Familienwohnsitz) ausgeьbt und am Ort der Beschдftigung deshalb ein weiterer Wohnsitz begrьndet, so sind regelmдЯig auch bei nur vorьbergehender Beibehaltung beider Wohnsitze hohe Kosten i.Z.m. Heimfahrten und der Unterbringung verbunden. Entgegen der grundsдtzlichen steuerlichen Unbeachtlichkeit von fьr den Haushalt des Steuerpflichtigen aufgewendeten Betrдgen und Ausgaben ist es unter bestimmten Voraussetzungen mцglich, die mit der doppelten Haushaltsfьhrung verbundenen Mehrkosten als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen. Grundvoraussetzung ist, dass weder eine tдgliche Heimfahrt zwischen Arbeitsstдtte und (Stamm)Wohnsitz noch eine Verlegung des Wohnsitzes hin zum Ort der Beschдftigung zumutbar sind. Dies gilt grundsдtzlich sowohl fьr rein innerцsterreichische Fдlle als auch fьr jene Konstellationen, in denen bei inlдndischem Beschдftigungsort ein auslдndischer Stammwohnsitz vorliegt bzw. bei einem Ort der Beschдftigung im Ausland der inlдndische Stammwohnsitz beibehalten wird.

    Die steuerliche Behandlung der doppelten Haushaltsfьhrung ist stark von der VwGH-Rechtsprechung sowie von der Meinung der Finanzverwaltung geprдgt – wenngleich bei der steuerlichen Anerkennung dem Einzelfall Bedeutung beigemessen wird, so sind doch gewisse Grundvoraussetzungen zu erfьllen. Eine tдgliche Rьckkehr zum Familienwohnsitz gilt als unzumutbar, wenn dieser mehr als 120 km vom Beschдftigungsort entfernt ist. In Einzelfдllen kann auch bei geringerer Entfernung Unzumutbarkeit aufgrund der Wegstrecke und damit verbundener auЯergewцhnlich langer Fahrzeit vorliegen. Die daraus logisch folgende Verlegung des bisherigen Wohnsitzes ist jedoch ebenso unzumutbar, wenn eine stдndig wechselnde Arbeitsstдtte (z.B. in der Baubranche oder in einem Arbeitskrдfteьberlassungsunternehmen) vorliegt oder mit groЯer Wahrscheinlichkeit von einer auf vier bis fьnf Jahre befristeten auswдrtigen Tдtigkeit auszugehen ist. Weitere Grьnde gegen eine Verlegung sind z.B. die (Mit) Ьbersiedlung von pflegebedьrftigen Angehцrigen oder wenn am Familienwohnsitz unterhaltsberechtigte und betreuungsbedьrftige Kinder wohnen und eine Ьbersiedlung der gesamten Familie aus wirtschaftlichen Grьnden nicht zumutbar ist.

    Der fьr die steuerliche Anerkennung von Kosten der doppelten Haushaltsfьhrung bedeutsame Begriff des Familienwohnsitzes legt nahe, dass eine Ehe oder eheдhnliche (auch gleichgeschlechtliche) Partnerschaft Voraussetzung ist – tatsдchlich reicht es aus, wenn ein eigener Haushalt vorliegt, der auch von einem alleinstehenden Steuerpflichtigen gefьhrt werden kann. Insgesamt sind die Voraussetzungen fьr Steuerpflichtige in einer Partnerschaft allerdings besser, da die Erwerbstдtigkeit des Partners am Familienwohnsitz zur Unzumutbarkeit der Wohnsitzverlegung fьhren kann. Der fьr die Unzumutbarkeit geforderte Beitrag des Partners zum gemeinsamen Einkommen muss entweder zumindest Ђ 2.200 pro Jahr betragen oder mehr als 10% des Einkommens des vom Familienwohnsitz entfernt beschдftigten Partners ausmachen. Besonders bei Erzielung eines wesentlichen Einkommens durch den Partner ist es denkbar, dass die doppelte Haushaltsfьhrung steuerlich dauerhaft anerkannt wird. Andere Grьnde fьr die Unzumutbarkeit der Verlegung, wie z.B. die Pflegebedьrftigkeit von Angehцrigen oder betreuungsbedьrftige Kinder, sind jedes Jahr neu zu prьfen. Sind die Voraussetzungen fьr eine dauerhafte Anerkennung nicht erfьllt, so wird die Verlegung des Wohnsitzes erwartet und bloЯ eine vorьbergehende Berьcksichtigung der Kosten der doppelten Haushaltsfьhrung gewдhrt. Die Finanzverwaltung geht hier grundsдtzlich bei aufrechter Partnerschaft von einem zweijдhrigen Zeitraum aus und nimmt bei alleinstehenden Steuerpflichtigen einen Zeitraum von 6 Monaten an.

    Bis zur tatsдchlichen Verlegung des Wohnsitzes bzw. u.U. dauerhaft kцnnen die Fahrtkosten (fьr Heimfahrten) zwischen Stammwohnsitz und Wohnsitz am Ort der Beschдftigung sowie Kosten fьr den dortigen Haushalt geltend gemacht werden. Die Fahrtkosten sind mit dem hцchsten Pendlerpauschale (Ђ 2.931 jдhrlich bzw. Ђ 244,25 pro angefangenem Monat) begrenzt, wodurch eine Benachteiligung jener Steuerpflichtigen eintritt, welche aufgrund der lдngeren Wegstrecke hцhere Kosten tragen mьssen. Als Fahrtkosten gelten jene fьr das tatsдchlich benutzte Verkehrsmittel, bei Benutzung des eigenen PKW kann Kilometergeld angesetzt werden. Zu beachten ist, dass die steuerliche Anerkennung nicht nur durch die Hцhe der Kosten insgesamt sondern auch durch die Hдufigkeit der Heimfahrten begrenzt ist. Die Finanzverwaltung geht hierbei von wцchentlichen Heimfahrten zu dem Partner aus (Besuchsreisen des Partners werden allenfalls ebenso anerkannt). Restriktiver gestaltet sich die Situation bei alleinstehenden Steuerpflichtigen. Ihnen wird grundsдtzlich eine monatliche Fahrt zwischen den Wohnsitzen gestattet – Fahrtkosten zum Besuch der Eltern werden unabhдngig von der familiдren Situation des Steuerpflichtigen nicht anerkannt.

    Hinsichtlich des Haushalts am Ort der Beschдftigung werden Kosten i.Z.m. einer zweckentsprechenden Wohnung (Miete bzw. AfA, Betriebskosten, Vermittlungsprovisionen, Vertragsgebьhren etc.) und Einrichtung anerkannt. Da die Grenzziehung im Einzelnen schwierig ist (TV und Stereoanlage gelten z.B. nicht als notwendig), geht die Verwaltungspraxis davon aus, dass die durchschnittlichen Kosten einer Hotelunterkunft (maximal Ђ 2.200 monatlich) nicht ьberschritten werden dьrfen. Die steuerliche Geltendmachung i.Z.m. der Unterbringung entfдllt zur Gдnze, wenn die Kosten beider Haushalte nicht tatsдchlich vom Steuerpflichtigen getragen werden – dies ist z.B. bei kostenloser Unterbringung am Ort der Beschдftigung denkbar oder wenn die Familie am Familienwohnsitz bei den Schwiegereltern lebt.

    Mo-Do durchgehend von 8h bis 17h, Fr von 8h bis 13h,

    oder jederzeit nach Vereinbarung

    KRW Dr. Klinger & Rieger Steuerberatung, FN 334t,

    5020 Salzburg. SCA Shopping Center AlpenstraЯe 107 (Lageplan)

    Doppelte Haushaltsführung

    So sparen Sie Steuern mit der Zweitwohnung

    • Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort führt, kann grundsätzlich seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
    • Voraussetzung ist, dass Sie weiterhin einen eigenen Haushalt an Ihrem ersten Wohnort haben. Dieser muss der Lebensmittelpunkt sein.
    • Bis zu 1.000 Euro der monatlichen Unterkunftskosten am Beschäftigungsort können Sie als Werbungskosten absetzen.
    • Das Finanzgericht Düsseldorf ist – anders als die Finanzämter – der Meinung, dass zusätzlich die nachweisbaren Aufwendungen für Möbel, Gardinen, Lampen und Haushaltsartikel absetzbar sind. Diese wären dann auch absetzbar, wenn die monatliche 1.000-Euro-Grenze schon ausgeschöpft ist.
    • Ihre Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (innerhalb der ersten drei Monate) und etwaige Umzugskosten wirken sich ebenfalls steuermindernd aus.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    In Hamburg wohnen und in Berlin arbeiten: Arbeitnehmer müssen heutzutage flexibel und mobil sein. Der Fiskus belohnt das: Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Doppelte Haushaltsführung heißt das im Fachjargon.

    Vier Voraussetzungen

    Für eine doppelte Haushaltsführung müssen diese vier Punkte erfüllt sein:

    Helfer für die Steuererklärung

    • Die Wohnung wird aus beruflichen Gründen bezogen.
    • Der Arbeitnehmer nutzt diese Zweitwohnung am Ort der „ersten Tätigkeitsstätte“, dem Beschäftigungsort. Auf jeden Fall sollte er von dieser Wohnung aus den Arbeitsplatz schneller erreichen können als von der Hauptwohnung.
    • Der Arbeitnehmer unterhält weiterhin außerhalb des Beschäftigungsorts seinen Hauptwohnsitz.
    • Dieser Hauptwohnsitz bildet zugleich seinen Lebensmittelpunkt.

    Das Finanzamt berücksichtigt dann die Kosten der Zweitwohnung, Fahrtkosten, innerhalb der ersten drei Monate Zusatzkosten für die Verpflegung (Verpflegungsmehraufwendungen) und Umzugskosten. Ihre Mehraufwendungen können Sie als Werbungskosten abziehen, soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei erstattet hat. Eine anerkannte doppelte Haushaltsführung gilt unbefristet, das heißt über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes).

    Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Details und Beispiele in einem Schreiben vom 24. Oktober 2014 zusammengestellt (IV C 5 – S 2353/14/10002). Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 – S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen. Schließlich sind auch Fahrtkosten absetzbar.

    Sie beantragen die doppelte Haushaltsführung, indem Sie die dritte Seite der Anlage N ausfüllen.

    Freibetrag eintragen lassen

    Weil eine doppelte Haushaltsführung in der Regel mit dauerhaften Zusatzkosten verbunden ist, können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens für sich nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dann müssen Sie aber auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

    Berufliche Gründe

    Eine doppelte Haushaltsführung muss beruflich veranlasst sein. Als Gründe zählen vor allem:

    • ein Wechsel des Beschäftigungsorts, weil Sie versetzt wurden,
    • ein Wechsel des Arbeitsplatzes,
    • die Aufnahme eines Beschäftigungs- oder Dienstverhältnisses außerhalb Ihres bisherigen Wohnorts und dessen Umgebung.

    Immer geht es darum, dass von der Zweitwohnung aus die Tätigkeitsstätte schneller zu erreichen ist. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Eine doppelte Haushaltsführung ist ebenfalls beruflich begründet, wenn Sie Ihre Hauptwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegen – und anschließend am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt gründen, um von dort aus weiter Ihrem bisherigen Job nachzugehen (sogenannte Wegverlegungsfälle).

    Eigener Haushalt

    Damit der Fiskus eine doppelte Haushaltsführung berücksichtigt, müssen Sie an Ihrem Beschäftigungsort eine Zweitwohnung haben und einen eigenen Haushalt an einem anderen Ort führen, der Ihren Lebensmittelpunkt darstellt.

    Ein eigener Haushalt setzt eine Ihren Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung voraus. Diese Wohnung muss Ihnen gehören, von Ihnen gemietet sein, oder Sie dürfen sie als Partner oder Ehegatte nutzen. Außerdem bestimmen Sie die Haushaltsführung selbst oder tragen wesentlich dazu bei.

    Seit 2014 ist zudem eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung vorgeschrieben. Diese muss nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF) die Bagatellgrenze von 10 Prozent der monatlich anfallenden Kosten überschreiten. Hierzu zählen: Miete, Mietnebenkosten, Aufwendungen für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Während das BMF bei Ehegatten mit den Steuerklassen III, IV oder V immer eine finanzielle Beteiligung annimmt, ist sie in anderen Fällen nachzuweisen. Kritisch hinterfragt werden in der Praxis die Fälle, bei denen volljährige Kinder ein Zimmer im Elternhaus als Erstwohnsitz angeben.

    Zimmer bei Eltern genügt nicht

    Wenn Sie unentgeltlich ein Zimmer in der elterlichen Wohnung nutzen, gilt das nicht als eigener Hausstand. Sie müssen belegen können, dass Sie sich an den laufenden Kosten mit mindestens 10 Prozent beteiligen. Auch wer sich in einem Wohnmobil aufhält, unterhält keinen eigenen Haushalt. Dagegen kann ein eigener Hausstand vorliegen, wenn Sie im Haus Ihrer Eltern eine abgeschlossene Wohnung allein nutzen und hierfür zahlen.

    Lebensmittelpunkt bestimmt Erstwohnsitz

    Der Mittelpunkt Ihres Lebensinteresses muss sich auf Dauer am Erstwohnsitz befinden. Bei Verheirateten gilt in der Regel die Familienwohnung als Lebensmittelpunkt, wenn der Arbeitnehmer sie mindestens sechsmal im Jahr aufsucht. Bei Singles gilt als Lebensmittelpunkt der Ort, zu dem sie die engere persönliche Bindung haben. Wer seine Wohnung an diesem Ort weniger als zweimal im Monat besucht, sollte beispielsweise mit den Beziehungen zu Eltern, zum Lebenspartner, zur Verwandtschaft und zu Freunden argumentieren können oder auch mit der Mitgliedschaft in einem Verein.

    Sonderfall Ausland: Wenn sich Ihr eigener Hausstand im Ausland befindet und deshalb weit von Ihrer Zweitwohnung entfernt ist, sollten Sie einmal im Jahr mindestens eine Heimfahrt antreten. Bei größeren Entfernungen (beispielsweise Japan oder Australien) kann auch eine Heimreise innerhalb von zwei Jahren ausreichen, damit das Finanzamt davon ausgeht, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt dort befindet. Anders als im Inland ist Voraussetzung für den Lebensmittelpunkt im Ausland außerdem, dass dort hauswirtschaftliches Leben herrscht, die Wohnung also dauerhaft bewohnt ist.

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    Kosten der Zweitwohnung

    Unterkunftskosten: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Es werden allerdings nur nachweisbare Kosten bis zu 1.000 Euro im Monat berücksichtigt, also bis zu 12.000 Euro im Jahr. Soweit der monatliche Höchstbetrag nicht ausgeschöpft wird, kann das übrigegebliebene Volumen in andere Monate des Bestehens der doppelten Haushaltsführung im selben Kalenderjahr übertragen werden.

    Auf die Größe der Wohnung oder die ortsübliche Vergleichsmiete kommt es bei Wohnungen in Deutschland nicht an. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Ausland sind die Kosten jedoch auf eine Wohnung mit maximal 60 Quadratmetern begrenzt.

    Als Haustand gilt eine Miet- oder Eigentumswohnung, ein möbliertes Zimmer, ein Hotelzimmer oder auch eine Gemeinschaftsunterkunft. Vergessen Sie auch nicht, die Kosten zum Suchen und Besichtigen der Wohnung am Arbeitsort steuerlich abzusetzen (zum Beispiel die Maklerkosten).

    Der auf 1.000 Euro begrenzte Höchstbetrag für die Unterkunft umfasst folgende Aufwendungen:

    • Miete,
    • Nebenkosten zum Beispiel für Heizung und Wasser,
    • Reinigungskosten,
    • Kosten für Sondernutzungen beispielsweise für den Garten oder für den Autostellplatz,
    • Rundfunkbeitrag,
    • Zweitwohnungssteuer und
    • speziell für Eigentümer die Positionen Abschreibung und Schuldzinsen.

    Kosten für Einrichtung der Zweitwohnung: Umstritten ist, wie die Kosten für Hausrat und Einrichtungsgegenstände behandelt werden. Dazu zählen die Aufwendungen für Möbel, Lampen, Gardinen und Haushaltswaren für die Zweitwohnung. Das BMF verpflichtet per Schreiben vom 24. Oktober 2014 die Finanzämter dazu, dass sie in die 1.000-Euro-Monatsgrenze auch die Einrichtungskosten einbeziehen. Das Finanzgericht Düsseldorf hält dies für falsch, weil es keine gesetzliche Begründung dafür erkennen kann (Urteil vom 14. März 2017, Az. 13 K 1216/16). Folglich wären solche Kosten zusätzlich – und zwar grundsätzlich unbegrenzt – absetzbar. Ob dies tatsächlich möglich ist, muss der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden.

    Geben Sie daher Ihre Einrichtungskosten komplett in der Steuererklärung an. Lehnt das Finanzamt dies ab, legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein. Verweisen Sie dabei auf das anhängige BFH-Verfahren mit dem Aktenzeichen (Az.) VI R 18/17. So können Sie Ihren Fall bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung offenhalten.

    Haben Sie die Wohnung am Beschäftigungsort gekauft, können Sie zusätzlich Erhaltungsaufwendungen, Grundbesitzabgaben und Versicherungsbeiträge absetzen.

    Möbel sofort abschreiben — ab 2018 sogar bis 952 Euro

    Die Kosten der Möblierung und die nötige Ausstattung mit sonstigem Hausrat für die Zweitwohnung können Sie möglicherweise unbegrenzt geltend machen (zum Beispiel die zweite Waschmaschine), soweit sich diese in angemessenem Rahmen bewegen. Wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Gegenstand nicht die Nettogrenze von 410 Euro überschreiten (Bruttorechnungsbetrag 487,90 Euro), sind sie sofort und in voller Höhe abziehbar. Höhere Kosten müssen Sie über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen und abschreiben. Für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die Sie ab 2018 anschaffen, wird der Nettowert auf 800 Euro (brutto 952 Euro) je Gegenstand erhöht, beispielsweise ein Schrank. Wer also mit der Einrichtung noch warten kann, der sollte erst ab Januar 2018 einkaufen, um davon zu profitieren. Die Aufwendungen müssen belegbar sein.

    Fahrtkosten: Zu den abziehbaren Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung gehören auch die Fahrtkosten aus Anlass des Wohnungswechsels zu Beginn und am Ende der doppelten Haushaltsführung sowie für wöchentliche Heimfahrten zum Haupthaushalt. Für die erste und letzte Fahrt dürfen Sie die tatsächlichen Kosten abrechnen oder pro gefahrenen Kilometer 30 Cent.

    Für Familienheimfahrten gilt hingegen die Entfernungspauschale: Pro Entfernungskilometer werden 0,30 Euro anerkannt, wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto gefahren sind (kein Dienst- oder Firmenwagen). Weil es sich um eine Pauschale handelt, müssen Sie hierfür keine Belege abgeben. Allerdings kann das Finanzamt Sie trotzdem dazu auffordern, insbesondere dann, wenn Sie für jede Woche Fahrtkosten geltend machen. Denn die Entfernungspauschale ist nur für tatsächlich durchgeführte Familienheimfahrten anwendbar.

    Falls Sie nicht jede Woche nach Hause gefahren sind, sollten Sie für solche Wochen wenigstens die Telefonkosten für ein Ferngespräch mit Angehörigen (bis zu einer Dauer von 15 Minuten) ansetzen. Auch Anteile der Grundgebühr oder der Flatrate-Gebühr sind ansetzbar.

    Bei Heimreisen mit dem Zug, Flugzeug oder Bus können Sie die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Reisekosten absetzen.

    Verpflegungsmehraufwendungen: Für höchstens drei Monate nach dem Einzug am neuen Arbeitsort können Sie Pauschbeträge für Verpflegung von der Steuer geltend machen. Für jeden Kalendertag, an dem Sie von Ihrer Hauptwohnung abwesend waren, werden die auch bei Auswärtstätigkeiten absetzbaren Beträge anerkannt. Entscheidend ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung am Lebensmittelpunkt. Maßgeblich sind folgende Beträge:

    Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

    Tipp: Wird die Tätigkeit in den ersten drei Monaten für mindestens vier Wochen unterbrochen, beginnt die dreimonatige Frist für die Verpflegungsmehraufwendungen erneut zu laufen. Dies gilt auch bei Krankheiten oder Urlauben. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen sind zugleich Höchstbeträge. Selbst wenn Sie unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie damit keine höheren Kosten geltend machen.

    Umzugskosten: Ihre nachweisbaren Umzugskosten setzen Sie in tatsächlicher Höhe an. Eine Pauschale wird im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nicht angesetzt.

    Wahlrecht für Vielpendler

    Wenn Sie außerhalb Ihres Erstwohnsitzes am Beschäftigungsort wohnen, können Sie wählen: Entweder machen Sie Ihre kompletten Aufwendungen anlässlich einer doppelten Haushaltsführung (Unterkunftskosten, Verpflegungspauschale und eine wöchentliche Heimfahrt) geltend. Oder Sie setzen sämtliche Fahrtkosten für Ihre tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnung und Beschäftigungsort im Rahmen der Entfernungspauschale an. Dieses Wahlrecht können Sie bezüglich derselben doppelten Haushaltsführung allerdings nur einmal im Jahr ausüben.

    Interessant ist diese Option zum Beispiel, wenn Sie mehr als einmal pro Woche an Ihren Lebensmittelpunkt zurückkehren und Ihre dadurch entstehenden Fahrtkosten die laufenden Kosten Ihrer Unterkunft am Beschäftigungsort und nur einer Familienheimfahrt überschreiten. Eine überschlägige Berechnung im Vorfeld lohnt sich also. Zumindest in dem Jahr, in dem Sie erstmals die doppelte Haushaltsführung geltend machen, ist der Abzug der kompletten Kosten meist günstiger. Schließlich können dann auch die Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten drei Monate abgesetzt werden.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Doppelte HaushaltsfГјhrung: Wann kann ich Werbungskosten geltend machen?

    Wenn Arbeitnehmer aus beruflichen GrГјnden eine Zweitwohnung brauchen – der Steuerberater verwendet den Begriff doppelte HaushaltsfГјhrung -, kГ¶nnen Sie die Kosten dafГјr als Werbungskosten geltend machen. Welche Voraussetzungen fГјr die steuerliche Anerkennung erfГјllt sein mГјssen und in welcher HГ¶he Sie die Kosten fГјr doppelte HaushaltsfГјhrung absetzen kГ¶nnen, lesen Sie hier.

    Doppelte HaushaltsfГјhrung: Welche Voraussetzungen mГјssen erfГјllt sein?

    Der Gesetzgeber hat die doppelte Haushaltsführung eingeführt, um Menschen zu entlasten, die aus beruflichen Gründen auf eine Zweitwohnung angewiesen sind. Um diese zusätzlichen Kosten abzufedern, akzeptiert das Finanzamt die Aufwendungen für die Zweitwohnung als Werbungskosten. Diese können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen und so Ihre Steuerbelastung senken. Darüber hinaus können Sie auch haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Reinigungsarbeiten) in Zusammenhang mit der Zweitwohnung steuerlich geltend machen. Die wichtigsten Voraussetzungen für die doppelte Haushaltsführung im steuerlichen Sinn sind:

    • Sie haben einen eigenen (Haupt-)Hausstand (z. B. Haus/Wohnung, in dem Ihre Familie lebt).
    • Sie haben am BeschГ¤ftigungsort (bzw. in dessen NГ¤he) eine Zweitwohnung.
    • Die doppelte HaushaltsfГјhrung ist beruflich veranlasst.

    Beispiel: Sie wohnen mit Ihrer Familie in Stuttgart und werden von Ihrem Arbeitgeber von Zuffenhausen nach KГ¶ln versetzt. Es ist vereinbart, dass Sie von Montag bis Donnerstag in KГ¶ln arbeiten und freitags im Homeoffice verfГјgbar sind. Sie nehmen sich daher ein Zimmer in KГ¶ln. Diese Kosten kГ¶nnen Sie im Rahmen der doppelten HaushaltsfГјhrung steuerlich geltend machen. Das gilt auch dann, wenn Sie anstelle des BeschГ¤ftigungsorts Ihren Lebensmittelpunkt verlegen – wenn Sie also beispielsweise mit der gesamten Familie nach KГ¶ln ziehen, aber weiterhin in Zuffenhausen arbeiten.

    Eine wichtige Frage in Sachen doppelte HaushaltsfГјhrung ist regelmäßig die nach dem Lebensmittelpunkt. MaГџgebliche PrГјfungskriterien sind z. B. Vergleich von Größe und Ausstattung von Zweitunterkunft und eigenem Hausstand sowie Dauer und HГ¤ufigkeit der Aufenthalte. Verheiratete haben ihren Lebensmittelpunkt in der Regel am Wohnort der Familie. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Arbeitnehmer die Familienwohnung auch mindestens 6-mal pro Jahr aufsucht. Bei einer geringeren Anzahl an Fahrten muss genauer geprГјft werden, wo sich der Lebensmittelpunkt befindet. MaГџgebliche Kriterien sind die Entfernung und damit verbundene lange Reisezeiten zwischen (auslГ¤ndischer) Wohnung und (inlГ¤ndischer) ArbeitsstГ¤tte, die HГ¶he der Fahrtkosten, wie der Kontakt zur Familie gehalten wird oder berufliche Erfordernisse, die einer Heimfahrt im Wege stehen (BFH v. 26.11.2003, VI R 152/99). Bei Alleinstehenden befindet sich der Lebensmittelpunkt an dem Wohnort, zu dem die engeren persГ¶nlichen Beziehungen (Eltern, Verlobte, Freundes-, Bekanntenkreis, VereinsaktivitГ¤ten) bestehen. Solange die Wohnung durchschnittlich mindestens 2-mal pro Monat aufgesucht wird, akzeptiert die Finanzverwaltung im Regelfall, dass sich dort auch der Lebensmittelpunkt befindet. Bei Alleinstehenden, die ihre sozialen Kontakte im Wesentlichen auf ihre Familie (Eltern, Geschwister) beschrГ¤nken, kann sich auch nach einigen Jahren auswГ¤rtiger TГ¤tigkeit der Lebensmittelpunkt nach wie vor am Wohnort der Familie befinden. Allerdings kann sich der Lebensmittelpunkt auch an den BeschГ¤ftigungsort verlagern, wenn beispielsweise der Arbeitnehmer dort mit Partner und Kind in eine familiengerechte Wohnung einzieht – auch wenn die frГјhere Familienwohnung beibehalten und zeitweise noch genutzt wird. In AusnahmefГ¤llen ist aufgrund der GesamtumstГ¤nde eine andere Beurteilung mГ¶glich (BFH, Urteil 7.5.2015, VI R 71/14).

    Was versteht man unter einem "eigenen Hausstand"?

    Einen eigenen Hausstand können verheiratete und alleinstehende (geschiedene, dauernd getrennt lebende) Arbeitnehmer haben. Voraussetzung dafür ist, dass

    • der Steuerpflichtige eine seinen LebensbedГјrfnissen entsprechend eingerichtete komplette Wohnung hat,
    • er diese Wohnung als EigentГјmer, Mieter oder Untermieter nutzen kann,
    • er einen eigenstГ¤ndigen Haushalt fГјhrt,
    • die Wohnung den Lebensmittelpunkt des Arbeitnehmers/Betriebsinhabers darstellt. Nicht ausreichend ist es, wenn die Wohnung nur gelegentlich zu Besuchszwecken oder fГјr Urlaubsaufenthalte bereitgehalten wird.

    Mit zunehmender Dauer muss das Finanzamt jedoch prüfen, wo sich der tatsächliche Lebensmittelpunkt befindet. Trotz der gelockerten BFH-Rechtsprechung gilt weiter die Vermutung, dass Arbeitnehmer, die im Haushalt der Eltern wohnen, regelmäßig keinen eigenen Hausstand haben.

    Praxis-Tipp: Sie sollten dem Finanzamt das Bestehen des eigenen Hausstands und insbesondere die Kostentragung durch geeignete Beweismittel nachweisen können, z. B. durch einen Mietvertrag, eine länger zurückliegende Ummeldung bei der Stadtverwaltung, Nachweis über Möbelkäufe, Überweisung der Nebenkosten.

    Welche Kosten kann man fГјr die doppelte HaushaltsfГјhrung geltend machen?

    Bei der auswärtigen Zweitwohnung am Beschäftigungsort kann es sich um eine entgeltlich oder unentgeltlich überlassene Unterkunft (z. B. Wohnung, Hotelzimmer, Kaserne, Gemeinschaftsunterkunft, Unterkunft an Bord, etwa bei Seeleuten und Binnenschiffern) handeln. Denkbar ist auch, dass sich die Unterkunft im Eigentum des Arbeitnehmers befindet. Wie oft er dort übernachtet, ist unerheblich. Ist die doppelte Haushaltsführung prinzipiell anerkannt, können folgende Kosten abgesetzt werden:

    • Umzugskosten
    • Verpflegungspauschale (fГјr maximal 3 Monate)
    • Kosten der auswГ¤rtigen (Zweit-)Unterkunft
    • Fahrtkosten fГјr die erste und letzte Fahrt sowie eine wГ¶chentliche Heimfahrt

    Kosten der Zweitunterkunft

    Abzugsfähig sind nur die tatsächlich angefallenen und nachgewiesenen Aufwendungen für die auswärtige Unterkunft, begrenzt auf maximal 1.000 EUR im Monat. Die Begrenzung gilt auch, wenn die Unterkunft im Eigentum des Steuerpflichtigen steht. Der Höchstbetrag umfasst sämtliche Aufwendungen wie z. B. Miete, Nebenkosten, Reinigung, Zweitwohnungssteuer, Kfz-Stellplatz oder Garage. Ebenso sind die Ausgaben für die notwendige Möblierung (Küche mit Kochausstattung und Geschirr, Essplatz mit Tisch und Stühlen, Schlafzimmereinrichtung mit Bett und Kleiderschrank), Lampen, Sitzmöbel, Teppiche, Badezimmereinrichtung) über die Abschreibung einzubeziehen. Soweit der Höchstbetrag in einem Kalendermonat nicht voll ausgeschöpft wird, kann er auf andere Monate übertragen werden, sodass im Jahr Kosten von bis zu 12.000 EUR abzugsfähig sind.

  • Fahrtkosten: FГјr die erste Fahrt zu Beginn der doppelten HaushaltsfГјhrung und die letzte Fahrt bei Beendigung der doppelten HaushaltsfГјhrung sind die tatsГ¤chlichen Kosten (bei Kfz-Nutzung ohne Nachweis 0,30 EUR je gefahrenen km) abzugsfГ¤hig. FГјr eine tatsГ¤chlich durchgefГјhrte Fahrt wГ¶chentlich zwischen dem eigenen Hausstand und der auswГ¤rtigen Unterkunft (Familienheimfahrt) kann je Entfernungskilometer die Entfernungspauschale von 0,30 EUR abgesetzt werden.
  • Umzugskosten: Zu den notwendigen abzugsfГ¤higen Kosten gehГ¶ren die durch das Beziehen oder die Aufgabe der Zweitwohnung verursachten Umzugskosten. Die Kosten sind nur auf Nachweis abziehbar. AbzugsfГ¤hig sind daneben auch die Kosten in Zusammenhang mit der Wohnungssuche (Abzug wie Reisekosten) sowie die Kosten der Renovierung der Zweitwohnung. Wird die Zweitwohnung mit Beendigung der doppelten HaushaltsfГјhrung aufgelГ¶st, zГ¤hlen die anfallenden Aufwendungen fГјr den RГјckumzug einschlieГџlich Renovierung der Zweitwohnung ebenfalls zu den Werbungskosten.
  • Telefonkosten: Haben Sie keine Familienheimfahrt durchgefГјhrt, kГ¶nnen Sie stattdessen die Kosten fГјr tatsГ¤chlich gefГјhrte Telefonate (GebГјhren fГјr insgesamt bis zu 15 Minuten wГ¶chentlich) geltend machen.
  • Verpflegungspauschale: FГјr die ersten 3 Monate ab Beginn der doppelten HaushaltsfГјhrung (Bezug der Zweitwohnung) kГ¶nnen Sie fГјr jeden vollen Tag, an dem sie vom eigenen Hausstand (24 Stunden) abwesend sind, einen Pauschbetrag von 24 EUR ansetzen. An An- und Abreisetagen zum eigenen Hausstand sind 12 EUR absetzbar.

    Wenn Sie häufiger als einmal wöchentlich zum eigenen Hausstand fahren, haben Sie ein Wahlrecht:

    Sie können die Kosten für doppelte Haushaltsführung geltend machen (Abzug einer wöchentlichen Heimfahrt/Telefonkosten, Verpflegungspauschale, Unterkunfts- und Umzugskosten) oder alle tatsächlich durchgeführten Familienheimfahrten mit der Entfernungspauschale als Wege – erste Tätigkeitsstätte abrechnen. Im zweiten Fall sind aber keine weiteren Aufwendungen (Kosten der Unterkunft usw.) abzugsfähig.

    Die Fahrten von der auswärtigen Unterkunft zur Arbeitsstätte (erste Tätigkeitsstätte bzw. Betrieb) sind in beiden Fällen zusätzlich mit der Entfernungspauschale abzugsfähig.

    Kostenersatz durch Arbeitgeber

    Der Arbeitgeber kann Ihnen die Mehraufwendungen aufgrund der doppelten Haushaltsführung bis zur Höhe eines möglichen Werbungskostenabzugs steuerfrei ersetzen. Dabei darf er für den Kostenersatz alle Kostenarten zusammenfassen. Soweit die Kosten steuerfrei ersetzt werden, entfällt bei Ihnen als Arbeitnehmer jedoch der Werbungskostenabzug.

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    Источники: http://www.klinger-rieger.at/steuern-oesterreich/2008-04-doppelte-haushaltsfuehrung-steuerliche-aspekte.htm, http://www.finanztip.de/doppelte-haushaltsfuehrung/, http://www.steuern.de/doppelte-haushaltsfuehrung.html

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