Lohnsteuer abgabetermin

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    Steuererklärung 2016: Abgabefrist endet am 31. Mai 2017

    Die Steuererklärung schieben viele Bürger gerne vor sich her. Doch jetzt vergeht die Zeit besonders schnell, denn am 31. Mai 2017 endet die offizielle Abgabefrist für die jährliche Steuererklärung. Zumindest gilt dieser Termin für diejenigen, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Und auch nur dann, wenn Sie Ihre Steuererklärung selber machen. Falls ein Steuerberater mit der Erstellung beauftragt wird, verlängert sich die Frist automatisch bis zum 31. Dezember 2017.

    Obwohl so viele dazu verpflichtet sind, geben unzählige Menschen keine Steuererklärung ab. Zum Teil hat das schwerwiegende Folgen. Die entgangenen Steuerrückzahlungen sind dabei noch das geringste Übel, berichtet Christina Georgiadis von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH) Das Finanzamt kann ohne Begründung für bis zu sieben Jahre rückwirkend eine Steuererklärung verlangen. Interpretiert der Fiskus die Nichtabgabe sogar als Versuch, Steuern zu hinterziehen, können die zuständigen Beamten bis zu 13 Jahre rückwirkend eine Steuererklärung einfordern.

    Tatsächlich muss nicht jeder Bürger zwingend mit seinem Finanzamt abrechnen. Schätzungen zufolge geben bis zu 25 Prozent der etwa 40 Millionen Arbeitnehmer regelmäßig gar keine Steuererklärung ab. Wer aber keine Erklärung abgibt, verschenkt mögliche Erstattungen und damit bares Geld.

    2011 gab es in Deutsch­land rund 13,2 Millionen unbeschränkt Steuer­pflichtige, die aus­schließlich Einnahmen aus nicht­selbständiger Arbeit und eventuell Kapital­einkünfte erzielten. 11,5 Millionen dieser Steuer­pflichtigen erhielten im Rahmen der Einkommen­steuer­veranlagung eine Steuer­erstattung. Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, erhält jeder steuerpflichtige Arbeitnehmer im Schnitt 875 Euro im Jahr zurück. Eine Nach­zahlung an das Finanz­amt mussten 1,5 Millionen Steuer­pflichtige leisten – der durch­schnittliche Betrag lag bei 954 Euro.

    Wenn Sie die Abgabefrist am 31. Mai 2017 nicht einhalten können, schreiben Sie formlos an das Finanzamt und bitten um Fristverlängerung. Erläutern Sie kurz Ihre Gründe, weshalb Ihnen die Abgabe bis zu diesem Termin nicht möglich, z. B. Arbeitsüberlastung, fehlende Unterlagen, Krankheit, beruflicher Auslandsaufenthalt, Sterbefall in der Familie usw. Nutzen Sie einfach unseren Musterbrief für den „Antrag auf Fristverlängerung“.

    Beantragen Sie am besten eine stillschweigende Fristverlängerung, wenn Sie dann nichts mehr hören, ist Ihr Antrag genehmigt. Das Finanzamt wird im Allgemeinen einer Fristverlängerung bis zum 30. September zustimmen.

    Wer freiwillig abgibt, hat länger Zeit

    Wer ledig ist, nur einen Arbeitgeber hat, keine Einnahmen aus Selbstständigkeit oder Vermietung erzielt und keine Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosen, Eltern- oder Krankengeld) empfängt, kann sich die Arbeit sogar ganz sparen. Liegt bei Ihnen kein Grund für eine Pflichtveranlagung vor, kann es sich häufig trotzdem lohnen, eine Steuererklärung freiwillig mit Lohnsteuer kompakt abzugeben (sog. Antragsveranlagung). Der Fiskus erwartet kein Geld von Ihnen, sondern muss wahrscheinlich welches zurückzahlen.

    In diesem Fall können Sie die Abgabefrist zwar verstreichen lassen, da Sie mit der Steuererklärung 2015 zwar bis zum Ende des Jahres 2020 Zeit (4 Jahre!). Aber so lange sollten Sie keinesfalls warten! Es ist Ihr sauer verdientes Geld, von dem Sie sich jetzt einen Batzen zurückholen können.

    Steuerzahler sollten sich Mittwoch, den 31. Mai 2017 im Kalenderjahr dick ankreuzen. Bis zu diesem Datum müssen sie die Steuererklärungen für das Jahr 2016 beim Finanzamt abgeben.

    Zwar hat der Gesetzgeber im vergangenen Jahr die Abgabefristen mit dem Steuermodernisierungsgesetz um zwei Monate verlängert, die Regelung gilt aber noch nicht für dieses Jahr! Darauf weist das Bundesfinanzministerium (BMF-Schreiben vom 2. Januar 2017) hin.

    Erst für die Steuererklärung 2018, die im Jahr 2019 abgegeben wird, gibt es zwei Monate länger Zeit.

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    2 Kommentare

    Jedes Jahr das gleiche: Telefonische oder schriftliche Anfrage /texte/2016/310/ um Fristverlängerung. Ich bin Rentner, meine Frau arbeitet noch. Hätten wir nur Rente und Gehalt, wäre eine rechtzeitige Abgabe kein Problem. Aber wir besitzen auch noch zwei vermietete Eigentumswohnungen (unterschiedliche Verwaltungen). Jedes Jahr sind die jeweiligen Eigentumsversammlungen (wo man seine Abrechnungen präsentiert bekommt) frühesten im Juni, teilweise (auch dieses Jahr) viel später (diesmal sogar erst Anfang Oktober). Obwohl das Problem wohl in ganz Deutschland besteht, muss man jedes mal Fristverlängerung beantragen. Toll . Entweder muss ich mich hinsetzen und schreiben oder ich muss anrufen. Beides dauert und ist verschenkte Zeit. Warum nur sind die Finanzämter so stur und gewähren nicht stattdessen von vornerein für Besitzer von vermieteten Eigentumswohnungen mindestens eine Frist bis z.B. Ende August oder September. Stattdessen verschwenden die Steuerbearbeiter lieber die Zeit mit Fristüberwachungen, die eh nicht eingehalten werden können. Ps.Ich mache meine Steuererklärung selbst.

    Da gebe ich Ihnen Recht, aber auch die Mitter können die Abrechnung absteuern und müssen noch länger warten als die Vermieter.

    Steuererklärung sollte man bis 31.01. darauffolgendes Jahres abgeben können.

    ich machs auch selber 🙂

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    Pflichtveranlagung: Diese Fristen müssen Sie bei der Einkommensteuererklärung einhalten

    Wenn Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, erwartet das Finanzamt derzeit noch bis zum 31. Mai des Folgejahrs die Abgabe Ihrer Einkommensteuererklärung. In der Regel ist es allerdings kein Problem, mit einer plausiblen Begründung (Arbeitsüberlastung, Krankheit, fehlende Steuerbelege etc.) eine Verlängerung der Frist bis zum 30. September des Folgejahres zu erreichen. Wenn Sie sich von einem Steuerberater unterstützen lassen, verlängert sich die Frist automatisch bis zum 31. Dezember des Folgejahrs.

    Bundestag und Bundesrat haben allerdings im Juni 2016 ein Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens beschlossen, in dem unter anderem die Abgabefristen geändert werden. Demnach gilt ab dem Steuerjahr 2018 der 31. Juli des Folgejahres als spätester Abgabetermin bei Pflichtveranlagung. Außerdem wird die Regelung der Verspätungszuschläge verschärft. Details zu den Änderungen erfahren Sie hier.

    Wenn Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, und dennoch keine Steuererklärung abgeben (z.B. aus Unwissenheit), fällt dies im Finanzamt nicht immer sofort auf.

    Aber Achtung: Bei Personen, die zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, gibt es eine siebenjährige Frist, innerhalb der das Finanzamt die Steuererklärung nachfordern kann. Das Finanzamt könnte Sie also im Jahr 2016 noch dazu auffordern, ihre versehentlich noch nicht eingereichte Steuererklärung des Jahres 2009 abzugeben; falls Ihnen dann die Belege fehlen, kann das Finanzamt die Steuer schätzen.

    Achtung: Zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung sind Sie unter anderem dann verpflichtet, wenn sie außer Arbeitslohn Nebeneinkünfte von mehr als 410 EUR beziehen (z.B. aus Vermietung, Rente, selbstständiger Tätigkeit, oder aber wenn Sie einen Lohnsteuerfreibetrag im Lohnsteuerermäßigungsverfahren beantragt haben). Eine detailliere Übersicht über die Gründe für die Pflichtveranlagung einer Steuererklärung finden Sie im Artikel Wer muss eine Steuererklärung abgeben.

    Antragsveranlagung: Diese Fristen gelten bei der Abgabe einer freiwilligen Einkommensteuererklärung

    Wenn Sie nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, haben Sie 4 Jahre Zeit, sich zu viel gezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurückzuholen. Geht die freiwillige Steuererklärung nicht innerhalb von 4 Jahren nach Ablauf des Steuerjahrs beim Finanzamt ein, tritt die Festsetzungsverjährung ein und das Finanzamt bearbeitet die Steuererklärung nicht mehr.

    Tipp: Diese Frist sollten Sie keinesfalls versäumen! Gerade dann, wenn Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten Sie eine Steuererklärung abgeben. Der Grund: In 9 von 10 Fällen erhalten Arbeitnehmer mit der Antragsveranlagung Geld zurück. Und: Eine Steuernachzahlung ist ausgeschlossen. Im schlechtesten Fall haben Sie sich die Mühe umsonst gemacht, aber das kommt selten vor. Wie Sie Ihre Steuererklärung mit möglichst geringem Aufwand abgeben und welcher Weg für Sie am besten ist, lesen Sie hier.

    Diese Frist gilt fГјr den Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid

    Bis wann Sie die Steuererklärung abgeben müssen bzw. welche Fristen für die Abgabe der Steuererklärung gelten ist unterschiedlich, je nachdem ob Sie zur Abgabe verpflichtet sind oder nicht. Wenn Sie allerdings einen Fehler in Ihrem Steuerbescheid entdecken, gibt es keine Unterschiede mehr: In diesem Fall haben Sie einen Monat Zeit, Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen.

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    Abgabefrist Steuererklärung

    Am 31. Mai endet die Frist für die Steuererklärung

    • Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss die Formulare bis zum 31. Mai des Folgejahres einreichen.
    • Ist abzusehen, dass Sie diesen Termin nicht einhalten können, sollten Sie beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.
    • Wer sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lässt, hat grundsätzlich länger Zeit.
    • Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 haben Sie für die Abgabe zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli des Folgejahres. Dies regelt das Steuermodernisierungsgesetz.
    • Ab 2019 werden Fristverstöße strenger verfolgt. Dann verlangt das Finanzamt auf jeden Fall einen Verspätungszuschlag. Dieser beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.
    • Wer seine Steuererklärung elektronisch abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei Monate mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Alle Jahre wieder: Ende Mai, wenn meist schönes Wetter ins Freie lockt, macht sich bei vielen Steuerpflichtigen Unruhe breit. Am 31. Mai endet die allgemeine Abgabefrist für jährliche Steuererklärungen – zumindest für diejenigen, die eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Wer nicht pünktlich abliefert, muss eventuell eine Strafgebühr zahlen.

    Zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind

    • diejenigen, die einen individuellen Freibetrag haben, der die Lohnsteuer senkt, die sie monatlich abführen müssen (Ausnahme: Behinderten-Pauschbetrag);
    • ein zusammenveranlagtes Paar, das die Steuerklassenkombination 3 und 5 beziehungsweise 4 mit Faktor hat, oder von denen einer die Steuerklasse 6 hat;
    • Steuerpflichtige, die mehr als 410 Euro an Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld erhielten oder
    • Menschen, die Vermietungs- oder Kapitaleinkünfte haben, die 410 Euro übersteigen.

    Sieben Monate mehr Zeit für den, der sich beraten lässt

    Wer sich professionelle Hilfe beim Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein holt, bekommt automatisch sieben Monate Aufschub. So gilt statt des 31. Mai der 31. Dezember als Abgabefrist für Steuerpflichtige, die sich beraten lassen. Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine können darüber hinaus nochmals zwei Monate Fristverlängerung beantragen, also bis Ende Februar des Folgejahres.

    Eine Sonderregelung gibt es in Hessen: Dort ist von vornherein bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit.

    Dort und auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gilt für die Steuererklärung 2016 zudem eine weitere Sonderregelung: Für die elektronisch abgegebene Steuererklärung gibt es zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli 2017. Voraussetzung hierfür ist, dass sich Steuerpflichtige bis Ende Mai 2017 im Elster-Online-Portal registrieren und bis Ende Juli eine Online-Steuererklärung abgeben. Sie können natürlich das kostenlose Programm Elster-Formular der Finanzverwaltung nutzen. Doch diese bietet keinerlei Steuertipps. Anders hingegen Steuersoftware, die Sie bereits zum regulären Preis ab 15 Euro kaufen können und die komplett als Steuerberatungskosten absetzbar sind.

    Vier Jahre Zeit für freiwillige Steuererklärung

    Was viele nicht wissen: Die meisten Arbeitnehmer sind gar nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Das betrifft beispielsweise Ehepartner, die beide die Steuerklasse 4 haben. In solchen Fällen bleiben vier Jahre Zeit, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben, die sogenannte Antragsveranlagung.

    Beispiel: Für das Jahr 2016 gilt Silvester 2020 als Stichtag. Bis dahin muss die Steuererklärung beim Finanzamt eingetroffen sein, entweder als Papierformular im Behördenbriefkasten oder elektronisch via Elster. Im Finanzamts-Deutsch ist von der vierjährigen Festsetzungsverjährungsfrist die Rede. Wer diese versäumt, kann danach keine Steuererstattung mehr erwarten.

    Spätere Abgabetermine ab 2019

    Anfang 2017 ist das Steuermodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Es verlängert erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2018 die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung. Diejenigen, die selbst eine Steuererklärung für das Jahr 2018 erstellen, haben dann zwei Monate mehr Zeit, nämlich bis zum 31. Juli 2019. Wer sich vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beraten lässt, für den läuft die Frist sogar erst am 2. März 2020 ab.

    Grundsätzlich ist in Zukunft der 31. Juli die neue allgemeine Abgabefrist für diejenigen, die ihre Erklärung allein erstellen, und der letzte Februartag des übernächsten Jahres für alle, die sich von Profis helfen lassen (in Schaltjahren gilt der 29. Februar als Stichtag). Falls der letztmögliche Abgabetag auf ein Wochenende fällt, ist erst der darauffolgende Montag Deadline.

    Diese Termine sollten Steuerzahler künftig noch viel ernster nehmen als bisher. Denn mit dem Steuermodernisierungsgesetz kommt ab der Steuererklärung für 2018 auch eine Verschärfung bei den Sanktionen. Wer bislang die Abgabefrist unentschuldigt versäumt, muss zwar einen Verspätungszuschlag seitens des Finanzamts fürchten. Doch weil die Behörde dabei einen Ermessensspielraum hat, kommt es deshalb immer wieder zu Streitigkeiten.

    Dem geht der Fiskus künftig aus dem Weg, indem er bei Fristversäumnis einen obligatorischen Mindest-Verspätungszuschlag festsetzt. Dieser liegt dann nicht mehr im Ermessen eines Finanzbeamten. Die Höhe des Verspätungszuschlags ist nunmehr gesetzlich geregelt: Er beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

    Rechtzeitig Fristverlängerung beantragen

    Noch aber gilt der Stichtag 31. Mai. Wer absieht, dass er diese aktuelle Abgabefrist nicht einhalten kann, sollte möglichst schriftlich eine Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Oft gewährt die Behörde eine solche bis Ende September – sogar ohne schriftliche Bestätigung. Auf diese Kulanz können vor allem Steuerpflichtige hoffen, bei denen keine sogenannten Steuerausfallrisiken bestehen und die wegen des Lohnsteuerabzugs eher mit einer Rückerstattung rechnen können.

    Wer seine Steuererklärung elektronisch über Steuersoftware oder Elster abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen zwei Monate

    mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Zinsen auf Steuererstattung

    Oft erhalten Steuerpflichtige erst recht spät zu viel bezahlte Steuern zurück, beispielsweise nach einem Finanzgerichtsurteil, das zu ihren Gunsten ergangen ist. 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, beginnt der Fiskus stattliche Zinsen auf die Steuererstattung zu zahlen: 0,5 Prozent für jeden vollen Monat, also 6 Prozent im Jahr. Achtung: Diesen Zinssatz müssen auch Sie zahlen, wenn das Finanzamt Sie zu Nachzahlungen verdonnert.

    Beratenen Steuerpflichtigen wird das Finanzamt künftig nur noch eine Fristverlängerung über Ende Februar des übernächsten Jahres hinaus gewähren, sofern sie das Säumnis nicht zu verschulden haben. Gründe dafür können eine längere Krankheit und ähnliche Vorfälle sein.

    Finanzamt darf Steuerklärung vorab anfordern

    Das Finanzamt kann sogar vorab vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Abgabe einer Steuererklärung verlangen. Allerdings muss es dies begründen – so ist die Rechtslage bis Ende 2017. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem Urteil übereifrige Finanzbeamte in seine Schranken verwiesen.

    Der Fall: Ein niedersächsisches Ehepaar hatte in den Vorjahren seine Steuererklärung immer wieder verspätet abgegeben, für 2010 aber einen Steuerberater damit beauftragt. Dieser hätte laut Gesetz bis zum 31. Dezember 2011 damit Zeit gehabt und reichte die Erklärung am 7. Dezember 2011 beim Finanzamt ein. Ein Finanzbeamter legte jedoch ohne konkrete Begründung die Abgabefrist auf den 31. August 2011 fest und verlangte dann 880 Euro Verspätungszuschlag, weil die Erklärung nach dem gesetzten Termin eintraf. Zu Unrecht, entschied der BFH (Urteil vom 17. Januar 2017, Az. VIII R 52/14).

    Die zunächst vom Finanzamt gelieferte formelhafte Begründung „es handele im Interesse einer ordnungsgemäßen Durchführung des Besteuerungsverfahrens“ sei nicht ausreichend. Die konkrete Begründung, dass die Steuerzahler öfter Fristen versäumten, wurde erst nach dem Einreichen der Steuererklärung nachgeschoben. Das war zu spät. Sowohl die Aufforderung zur vorzeitigen Abgabe der Steuererklärung als auch die Festsetzung des Verspätungszuschlags seien damit rechtswidrig. Das Finanzamt musste den Verspätungszuschlag zurückzahlen und die Prozesskosten der Kläger tragen.

    Источники: http://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/steuererklaerung-2016-abgabefrist-endet-am-31-mai-2017/, http://www.steuern.de/steuererklaerung-frist.html, http://www.finanztip.de/steuererklaerung-abgabefrist/

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