Lohnsteuer fristen

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    Abgabe der Steuererklärung Was, wenn man die Frist versäumt?

    Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür nicht mehr lange Zeit. Aber wie ernst muss man den Abgabestichtag eigentlich nehmen? Und wann kann man sich die Arbeit schenken?

    Die Zeit läuft: Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte sich langsam an die Arbeit machen, denn in weniger als vier Wochen endet die Abgabefrist. Aber der Termin gilt längst nicht für jeden. Und wenn man die Steuererklärung vertrödelt, ist das zunächst auch noch kein Problem.

    Belege sammeln, Kosten zusammenrechnen – wer viel absetzen will, muss für die Steuererklärung einigen Aufwand betreiben.

    Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung ist jeweils der 31. Mai des Folgejahres. Weil das Datum in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, reicht es, wenn die Formulare bis zum Montag den 2. Juni beim Finanzamt eintreffen. Übernimmt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung, verschiebt sich die Abgabefrist auf den 31. Dezember. Wer keine Steuererklärung abgeben muss, sich aber Geld vom Fiskus zurückholen möchte, hat dafür deutlich länger Zeit, nämlich vier Jahre. Die Steuererklärung für 2013 sollte also bis zum 31. Dezember 2017 beim Finanzamt sein, danach wird sie nicht mehr bearbeitet.

    Wer muss, wer nicht?

    Beeilen müssen sich also nur Steuerzahler, die pflichtveranlagt sind – und das sind längst nicht alle. Betroffen sind beispielsweise Rentner, wenn sie mehr als 1500 Euro Bruttorente im Monat bekommen oder weitere Einkünfte haben, mit denen sie über dem Grundfreibetrag von 8130 Euro (Verheiratete 16.260 Euro) liegen. Pflicht ist die Steuererklärung auch für Selbständige und Freiberufler. Bei Arbeitnehmern übernimmt die Firma den Lohnsteuereinzug, oft ist die Steuerschuld damit schon getilgt. Etwa jeder zweite Arbeitnehmer muss deshalb keine Steuererklärung abgeben. In den folgenden Fällen müssen aber auch Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen:

    Freibeträge: Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen – entstehen solche Ausgaben regelmäßig, kann man beim Finanzamt Freibeträge eintragen lassen. Das Nettogehalt fällt dann höher aus. Allerdings muss man dann auch eine Steuererklärung abgeben. Kinder- oder Hinterbliebenenfreibeträge führen dagegen nicht zur Abgabepflicht.

    Andere Einkünfte: Egal ob Mieteinnahmen oder andere Nebeneinkünfte – wer 2013 Nebeneinkünfte über 410 Euro hatte, muss diese angeben und kommt deshalb um die Steuererklärung nicht herum. Das Gleiche gilt für Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld. Sie müssen zwar nicht versteuert werden, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt und erhöhen damit den Steuersatz.

    Steuerklassen: Wenn sich zusammenveranlagte Ehepaare nach der Kombination III und V versteuern lassen, werden möglicherweise Nachzahlungen fällig. So auch, wenn einer der Partner die Steuerklasse IV mit Faktor hatte. Dann muss die Steuererklärung sein.

    Außerordentliche Einkünfte: Abfindungen oder Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten gelten als außerordentliche Einkünfte, das heißt, sie entstehen nicht regelmäßig. Meistens werden sie ermäßigt nach der Fünftelregelung besteuert. Der Empfänger muss dann auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

    Was, wenn man die Abgabefrist verpasst?

    Der 31. Mai ist zwar der offizielle Stichtag, verpasst man ihn, ruft das aber nicht gleich die Steuerfahndung auf den Plan. Meistens haben die Finanzämter ohnehin erstmal genug damit zu tun, die eingegangenen Steuererklärungen zu bearbeiten. Schickt man die Steuererklärung also etwas später ab, hat das in der Regel keine Konsequenzen.

    Je nach Arbeitsbelastung verschickt das Finanzamt früher oder später eine Mahnung. Innerhalb von sechs Wochen ist die Steuererklärung dann einzureichen. An den gesetzten Stichtag sollte man sich halten. Denn danach kann das Finanzamt nach eigenem Ermessen Zwangsgelder und Verspätungszuschläge festsetzen. Meist gilt dabei das Prinzip: Je größer der Verzug, desto teurer wird es. Der Verspätungszuschlag darf bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags ausmachen.

    Wer die Aufforderung hartnäckig ignoriert, erhält irgendwann einen Steuerbescheid, in dem die Steuerlast geschätzt wird. Und diese Schätzung fällt für den Steuerzahler nur selten günstig aus.

    Ist abzusehen, dass man die Steuererklärung zum gesetzten Termin nicht fertig hat, kann man beim Finanzamt Aufschub beantragen. Dafür reicht ein formloser Brief mit der Bitte um "stillschweigende Fristverlängerung" bis zu einem bestimmten Datum. Gibt es keine Rückmeldung, gilt der Antrag als genehmigt. Zustimmen müssen die Finanzämter zwar nicht, die meisten sind aber kulant und akzeptieren es, wenn die Abgabe bis zum 30. September verschoben wird.

    Lohnsteuer fristen

    Auf diese Fristen müssen Sie achten

    06.05.2017, 11:48 Uhr | sk (CF), dpa-tmn

    Bei der Steuererklärung müssen Sie einige Fristen einhalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Die Einkommensteuererklärung ist für viele Arbeitnehmer Pflicht – aber nicht für alle. Sie kann sich allerdings trotzdem durchaus lohnen und zu einer Steuerrückerstattung führen. Hier erfahren, auf welche Fristen Sie achten müssen und welche Strafen im schlimmsten Fall drohen.

    Frist für Steuererklärung 2016

    Die Frist für die Steuererklärung 2016 ist der 31. Mai. Dies betrifft jeden, der gesetzlich verpflichtet ist, Steuern zu zahlen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Frist weiter nach hinten zu verlagern.

    Zum einen ist eine Fristverlängerung möglich, wenn Sie nicht selber Ihre Steuererklärung für 2016 machen, sondern ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein dies übernimmt. Dann muss der Papierkram erst bis zum 31. Dezember beim Finanzamt eingehen. Zum anderen können Sie einen Aufschub beim Finanzamt schriftlich beantragen. Dafür müssen Sie aber einen Grund angeben, warum das Einreichen Ihrer Steuererklärung bis Ende Mai nicht möglich war. Dazu zählen beispielsweise Krankheit oder berufliche Tätigkeit im Ausland.

    Wer ist verpflichtet eine Steuererklärung zu machen?

    Verpflichtend ist die Abgabe unter anderem für alle Steuerzahler, die 2016 Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro bezogen haben. Dazu gehören Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Mutterschaftsgeld, Aufstockungsbeiträge zur Altersteilzeit und oder Elterngeld.

    Um eine Steuererklärung herum kommen auch all diejenigen nicht, die Nebeneinkünfte aus einem zweiten Arbeitsverhältnis mit Steuerklasse VI hatten. Vermieter, die mehr als 410 Euro eingenommen haben, müssen die Formulare ebenfalls ausfüllen. Verpflichtet sind auch Ehegatten, die die Steuerklassenkombination IV mit Faktor oder die Steuerklassen III und V gewählt haben und beide berufstätig sind. Gleiches gilt für Arbeitnehmer, die einen Freibetrag in ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale aufgenommen haben.

    Versäumnis der Frist – Strafe bis zu 25.000 Euro

    Wer den 30. September für seine Steuererklärung 2016 als Frist verstreichen lässt, kriegt zunächst ein Erinnerungsschreiben vom Finanzamt mit einem weiteren Abgabetermin. Wird dieser Termin ebenfalls ignoriert, erhalten Sie einen zweiten Brief mit einer finalen Frist und der „Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes“ wie der Verein „Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.“ mitteilt.

    Schon vor dem zweiten Schreiben kann das Finanzamt ein Verspätungszuschlag festlegen. Dabei gilt die Regel: Je später Sie abgeben, desto teurer wird es für Sie. Der Zuschlag beläuft sich auf bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrages, maximal aber 25.000 Euro.

    Wenn Sie dann Ihrer Pflicht zur Steuererklärung immer noch nicht nachkommen, erhalten Sie ein Schreiben mit einer Zwangsgeldfestsetzung. Was bedeutet das? Das Finanzamt macht jetzt die Steuererklärung und schätzt Ihre Besteuerungsgrundlage. In der Regel müssen Sie am Ende mehr Steuern zahlen als eigentlich der Fall wäre.

    Wer freiwillig zahlt, hat länger Zeit

    Wer nicht per Gesetz verpflichtet ist, kann trotzdem seine Steuererklärung abgeben. Der Vorteil ist, dass Sie dann 4 Jahre Zeit haben. Wer also seine Steuererklärung für 2016 freiwillig machen möchte, hat somit bis zum 31. Mai 2019 Zeit. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat sogar Zeit bis zum 31.12.2019.

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    Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

    Abgabefrist für die Steuererklärung ist derzeit noch der 31. Mai. Wie die Frist zukünftig aussieht und wie Sie diese verlängern können, erfahren Sie hier.

    Steuerzahler haben bald zwei Monate mehr Zeit für Ihre Steuererklärung. Das haben im Juni 2016 Bundestag und Bundesrat in einem neuen Gesetz beschlossen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und seine Steuererklärung selbst erstellt, für den verschiebt sich der Stichtag vom 31. Mai auf den 31. Juli.

    Doch ab wann gilt die neue Abgabefrist? In den kommenden Jahren 2017 und 2018, in denen Sie die Einkommensteuererklärung 2016 bzw. 2017 abgeben müssen, ist offiziell noch der 31. Mai der Stichtag. Im Jahr 2019 gilt dann aber für alle, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen, der 31. Juli 2019 als verbindlicher Abgabetermin für die Steuererklärung 2018.

    Wie kann ich die Frist verlängern?

    Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu. Das wird auch in den Jahren 2017 und 2018 noch gelten.

    Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung jedoch nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Die Fristverlängerung muss zudem stets schriftlich begründet werden.

    Gilt die Abgabefrist fГјr alle?

    Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Frist. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Einkommensteuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen. Da das neue Besteuerungsgesetz auch die Verlängerung der Fristen für Profis, also Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine, vorsieht, gilt auch hier: Um die Steuererklärung ihrer Mandanten für das Jahr 2018 einzureichen, haben Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine theoretisch Zeit bis Ende Februar 2020.

    Alle aktuell geltenden Fristen Гјbersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

    Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

    Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung 2015 oder 2016 auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

    Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

    Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick zum Thema Abgabefrist:

    Mit dem neuen Gesetz haben sich jedoch auch Г„nderungen beim VerspГ¤tungszuschlag ergeben: Bislang liegt es im Ermessen der SteuerbehГ¶rden, ob und in welcher HГ¶he VerspГ¤tungszuschlГ¤ge oder Zwangsgelder festgesetzt werden. Ab Januar 2018 wird der Prozess jedoch automatisiert: Jeder, der seine SteuererklГ¤rung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraumes abgibt und keine FristverlГ¤ngerung beantragt hat, muss einen VerspГ¤tungszuschlag zahlen. Die HГ¶he des Zuschlags ist gesetzlich festgelegt und betrГ¤gt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspГ¤tetem Monat. Die maximale HГ¶he des VerspГ¤tungszuschlags bleibt bei 25.000 Euro.В

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    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Was-wenn-man-die-Frist-versaeumt-article12792466.html, http://www.t-online.de/finanzen/id_62187872/steuererklaerung-2016-fristen-termine-und-strafen.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/bis-wann-muss-die-steuererklaerung-abgegeben-werden.html

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