Lohnsteuer prozent tabelle

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    Steuerklasse 5 ist nur in Kombination mit der Lohnsteuerklasse 3

    Lohnsteuerklasse V

    Die Steuerklasse V ist nur in Kombination mit der Lohnsteuerklasse III möglich. Demzufolge müssen beide Partner vorab klären, wer welche Steuerklasse erhalten soll. Dabei gilt in der Regel, dass derjenige Partner die Steuerklasse V erhält, der das geringste Einkommen hat. Der Partner, der das höhere Einkommen hat, erhält die Steuerklasse III. Ziel ist es, die Steuerbelastung durch die Kombination zu senken und somit höhere Steuernachzahlungen zu vermeiden. Bei der Kombination der Steuerklassen III und V ist gemäß § 46 Abs. 2 Nr. 3a eine Steuererklärung zwingend notwendig.

    Bei der Steuerklasse V können drei Abzugsmöglichkeiten angewandt werden, um die Steuer zu mindern. In der Steuerklasse V sowie auch in der Steuerklasse VI wird jedoch kein Grundfreibetrag gewährt.

    Steuerabzüge 2017 – Pauschbeträge

    Im Jahr 2017 gibt es für Arbeitnehmer einen Pauschbetrag von maximal 1.000 Euro. Der Pauschbetrag für Sonderausgaben liegt bei 36 Euro.

    Steuerkombination

    Generell wird zur Steuerkombination III/V geraten, wenn ein Partner ungefähr 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens und der andere Partner 40 Prozent beisteuert. Derjenige, der 60 Prozent beisteuert, wird in die Steuerklasse III eingruppiert. Der andere Partner erhält die Steuerklasse 5. Jedoch kann es auch von Vorteil sein, die Steuerklasse IV mit Faktor zu wählen. Dies sollte individuell geprüft werden.

    Wenn ein Partner für eine bestimmte Zeit Elterngeld oder Sozialleistungen bezieht, sollte geprüft werden, ob es weiterhin von Vorteil ist, die Steuerklassenkombination 3/5 anzuwenden. Zumeist ist es jedoch sinnvoller, die Steuerklassen III und V aufzugeben, um somit die Bezüge zu erhöhen.

    Beispiel Abzüge Steuerklasse V in 2017

    Das nachfolgende Beispiel veranschaulicht die Abzüge bei der Steuerklasse V. Es kann keine Garantie auf die Richtigkeit und Aktualität gegeben werden, da das Beispiel nur zum Zweck der Veranschaulichung dient.

    Beispiel eines 30-jährigen Arbeitnehmers mit einem Kind in Hessen mit einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent bei der Krankenkasse und Kirchensteuer.

    Steuerklassen Übersicht

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    Steuerkarte 6 für Arbeitnehmer mit mehreren Arbeitsverhältnissen

    Lohnsteuerklasse VI

    Die Lohnsteuerklasse 6 kommt zur Anwendung, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Arbeitsverhältnisse gleichzeitig hat. Ebenso ist die Lohnsteuerklasse 6 anzuwenden, wenn ein Arbeitnehmer seine elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht bereitstellen möchte oder schuldhaft nicht kann.

    Keine Freibeträge für die Steuerklasse 6 2017

    Bei der Steuerklasse VI werden keine Freibeträge gewährt. Eine Ausnahme ist allerdings der Altersentlastungsbetrag. Die Steuerklasse 6 ist demnach die Steuerklasse mit den höchsten steuerlichen Belastungen. Dadurch, dass das Einkommen aus der ersten Beschäftigung nicht bekannt ist, werden bei einer zweiten Beschäftigung mehr Abzüge einbehalten als bei anderen Lohnsteuerklassen.

    Wer also vor hat, sich mehrere Beschäftigungsverhältnisse zuzulegen, sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Abzüge für den Zweitjob erheblich höher sind. Eine Ausnahme hierbei bilden selbstständige und freiberufliche Tätigkeiten, die keine Lohnsteuerkarte erforderlich machen und somit auch keine Eingruppierung in die Steuerklasse 6 vorliegen würde.

    Selbstständige, Freiberufler und Minijobber

    Bei Selbstständigen, die ihre Tätigkeit hauptberuflich ausüben und ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Nebenjob haben, so wäre die Arbeitnehmertätigkeit nicht in die Steuerklasse 6 einzuordnen, sondern so, wie sie als hauptberufliche Tätigkeit einzuordnen wäre. Sollte eine nebenberufliche geringfügige Beschäftigung bis 450 Euro ausgeübt werden, so wird keine Lohnsteuer fällig und demnach auch keine Eingruppierung in die Steuerklasse VI.

    Steuerklassenkombinationen

    Generell ist die Steuerklasse mit jeder anderen Steuerklasse kombinierbar. Alleinerziehende Personen werden demnach häufig die Steuerklassenkombination 2 und 6 haben, alleinstehende Personen hingegen 1 und 6, verheiratete Arbeitnehmer 3 und 6, 4 und 6 sowie 5 und 6.

    Beispiel für Steuerabzüge 2017

    Nachfolgend erhalten Sie ein Beispiel über die möglichen Abzüge, wenn die Steuerklasse VI zur Anwendung kommt. Bitte beachten Sie, dass dieses Beispiel lediglich als Überblick dient und somit keine Garantie auf die Aktualität und Richtigkeit gegeben werden kann.

    Beispiel eines 25-jährigen kinderlosen Arbeitnehmers in Baden-Württemberg mit einen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent bei der Krankenkasse und mit Kirchensteuern.

    Steuerklassen Übersicht

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    Steuerklasse 3 für verheiratete und verwitwete Personen

    Lohnsteuerklasse III

    Die Steuerklasse 3 ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden: der Arbeitnehmer muss verheiratet und der Ehepartner bereit sein, in die Steuerklasse 5 zu wechseln. In der Steuerklasse 5 sind nämlich die höchsten Lohnabzüge zu verzeichnen. Entscheidet sich ein Ehepartner dagegen für die Steuerklasse 4, dann muss der Partner sich auch in diese einordnen lassen.

    Steuerklasse 3: bei Paaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften

    Paare, bei denen der eine Partner deutlich mehr verdient als der andere, profitieren von der Steuerklasse 3. Egal, ob die Frau oder der Mann mehr verdient. Das funktioniert so auch bei eingetragenen Lebenspartnerschaften jedoch nicht immer in allen Bundesländern. Wer dort wohnt, wo die Kombination Steuerklasse 3 und 5 nicht für eingetragene Lebenspartnerschaften akzeptiert wird, der muss in die Steuerklasse 1. Diese ist aber in der Regel alleinlebenden Menschen vorbehalten, also Ledigen, Geschiedenen oder Verwitweten.

    Vorteile der Steuerklasse 3

    Die Steuerklasse 3 hat einen entscheidenden Vorteil: Man muss deutlich weniger Steuern als in den anderen Steuerklassen zahlen. Der jährliche Grundfreibetrag liegt im Jahr 2017 bei 17.640 Euro, doppelt so viel wie in den Steuerklassen 1, 2 oder 4. In allen Steuerklassen, außer der 6, liegt dagegen der Arbeitnehmerpauschbetrag bei 1.000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag bei 36 Euro. In der Steuerklasse 3 beträgt der Kinderfreibetrag 7.356 Euro.

    Steuerklasse 3 und 5: Eine gute Kombination

    Wenn Paare die Kombination Steuerklasse 3 und 5 wählen, dann erhält die Person, die erheblich mehr verdient, auch ein höheres Nettoeinkommen. Zudem bleibt für die Familie mehr Geld übrig. Jedoch hat der weniger Verdienende mit der Steuerklasse 5 deutlich weniger Nettolohn in der Tasche. Der Einkommensverlust ist trotzdem vergleichsweise gering. Die Faustregel sagt: Je höher der Unterschied beim Einkommen der Ehepartner, desto mehr lohnt sich die Kombination der Steuerklasse 3 und 5. Ist der Ehepartner nicht berufstätig oder selbstständig, dann wird der andere auch in der Steuerklasse 3 eingeordnet.

    Auch Witwer und Witwen können in Steuerklasse 3

    Alle Personen, die ihren Ehepartner durch Tod im laufenden oder vergangenen Jahr verloren haben, dürfen auch in die Steuerklasse 3 eingeordnet werden. Erst im übernächsten Jahr nach dem Tod des Partners kommt man in die Steuerklasse 1. Dann müssen diese Personen ihre Steuern so zahlen die Ledige, dauernd getrennt Lebende oder Geschiedene.

    Beispiel eines 45-jährigen Arbeitnehmers mit 3 Kindern in Nordrhein-Westfalen mit einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent bei der Krankenkasse.

    Steuerklassen Übersicht

    Siehe auch:

    Steuerklasse 3 – welche Abzüge sind möglich?

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    Источники: http://www.oeffentlichen-dienst.de/steuerklassen/lohnsteuerklasse-5.html, http://www.oeffentlichen-dienst.de/steuerklassen/lohnsteuerklasse-6.html, http://www.oeffentlichen-dienst.de/steuerklassen/lohnsteuerklasse-3.html

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