Lohnsteuer splitting

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    Was ist das Ehegattensplitting?

    Das Ehegattensplitting eignet sich für Ehepaare mit unterschiedlich hohem Einkommen. Wer sich steuerlich für eine Zusammenveranlagung entscheidet, zahlt monatlich insgesamt weniger Steuern. Der Steuervorteil beim Splittingtarif gilt für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften, die nicht dauerhaft getrennt leben und uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Wer als Ehepaar steuern sparen will, fragt sich: Was ist das Ehegattensplitting genau? Wann sollte das Splittingverfahren angewendet werden? Wie kann ich Ehegattensplitting beantragen?

    Ehegattensplitting: Definition

    Grundsätzlich haben Ehepaare und eingetragene Lebenspartner die Wahl, wie sie veranlagt werden möchten. Folgende vier Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

    • Einzelveranlagung mit Grundtarif,
    • Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting,
    • Verwitwetensplitting,
    • Sondersplitting im Trennungsjahr

    Sobald sich ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft für die Zusammenveranlagung bei der Steuererklärung entscheidet, greift das sogenannte Ehegattensplitting. Auch bekannt unter dem Namen Splittingverfahren, kann bei der Zusammenveranlagung eine gerechte Verteilung der Steuerlast erreicht werden. Der Grund: Das Ehepaar wird beim Splitting als Wirtschaftsgemeinschaft gesehen, bei der es unerheblich ist, wie viel jeder Einzelne zum Gesamteinkommen beiträgt.

    • Beim Ehegattensplitting werden die Partner im Rahmen der Zusammenveranlagung als ein Steuerpflichtiger gesehen. Der Splittingtarif errechnet sich dann aus dem Gesamteinkommen beider Ehepartner.

    Ehegattensplitting Rechner als Hilfsmittel

    Bei Splittingverfahren werden zunächst die Einkünfte beider Partner addiert und durch zwei geteilt. Für das dabei errechnete Einkommen wird wiederum der Steuerbetrag berechnet, der dann mit zwei multipliziert wird.

    Möglich ist das Ehegattensplitting sowohl bei der Steuerklassenkombination 3/5, als auch bei der Variante 4/4. Der Steuervorteil beim Splittingtarif ergibt sich monatlich und nicht jährlich nach dem Lohnsteuerjahresausgleich.

    • Die größten steuerlichen Vorteile können Partner erzielen, deren Einkünfte sehr weit auseinander liegen und die sich daher in den Steuerklassen 3 und 5 befinden. Sind beide Einkommen hingegen gleich hoch und es wurde die Kombination 4/4 gewählt, ist die Wirkung des Splittingverfahrens sehr gering.

    Mit einer Steuertabelle für Splitting können Sie schnell berechnen, was für einen Steuervorteil beim Ehegattensplitting zu erreichen ist.

    Die Steuerklassen beim Ehegattensplitting

    Die Zusammenveranlagung für die Einkommenssteuer ist für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner möglich. Diese befinden sich in der Regel in der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4.

    • Das Ehegattensplitting kann bei der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Große Vorteile bringt es jedoch nur bei der Variante 3/5.

    Liegen die Einkünfte weit auseinander und ein Paar entscheidet sich für die Steuerklassen 3 und 5, kann es mit dem Splittingverfahren einen großen Vorteil erzielen. Gehen die Einkünfte hingegen nicht weit auseinander und das Paar ist deshalb in den Steuerklassen 4 und 4, kann nur selten vom Ehegattensplitting profitiert werden.

    Die Splittingtabelle bei Ehegattensplitting

    Hat sich ein paar für die Zusammenveranlagung entschieden, wird mittels der Splittingtabelle die Einkommenssteuer berechnet. Im Falle der Einzelveranlagung würde die Grundtabelle greifen.

    Die Tabelle für das Ehegattensplitting ist folgendermaßen aufgebaut:

    • Steuerjahr
    • Höhe des gemeinsam zu versteuernden Einkommens
    • Steuerbelastung

    Die Splittingtabelle enthält folglich die Steuersätze und Steuerbeträge, die für das gemeinsame Einkommen gelten.

    Zusammenveranlagung abschaffen: das Verfahren auf dem Prüfstand

    Immer wieder kommt die Frage auf, ob das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form noch zeitgemäß ist. Die Diskussionen darüber gehen sogar so weit, dass von Gegnern des Splittingverfahrens die Abschaffung dessen gefordert wird. Doch was sind die Gründe, die gegen die Splittingmethode sprechen?

    Sinn und Zweck des Ehegattensplittings ist es, die Ehe und die Familie als eine Wirtschaftsgemeinschaft zu betrachten. Aus diesem Grund können Eheleute bzw. eingetragene Lebenspartner steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen, die allen anderen Personen nicht zur Verfügung stehen. Wer zwar in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen wohnt , aber weder verheiratet ist noch in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, kann nicht die Vorteile der Zusammenveranlagung genießen.

    Kritik wird auch hinsichtlich Ehepaaren mit Kindern laut. Erhält ein Partner ein gutes Einkommen, der andere hingegen keines, weil er aufgrund der Kinder nicht arbeitet, kann die Familie mittels der Zusammenlegung dennoch steuerliche Vorteile für sich erzielen.

    Familien hingegen, bei denen beide Partner trotz Kinder arbeiten möchten und in etwa gleich viel verdienen, können durch das Ehegattensplitting keine Vorteile für sich beanspruchen. Zudem sind sie durch die Erziehung der Kinder und die Berufstätigkeit beider Partner einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt.

    Im Rahmen der Diskussion zum Ehegattensplitting wird auch immer wieder die Abschaffung der Steuerklasse 5 gefordert. Der Grund: Viele Ehepaare verzichten durch das Ehegattensplitting und Wahl der Steuerklassenkombination 3 und 5 auch heute noch gänzlich auf die Berufstätigkeit der Frau. Obwohl viele Frauen nach der Geburt wieder arbeiten möchten, lassen sich Teile von ihnen durch die Steuerklasse 5 mit ihren hohen Abzügen abschrecken. Schenkt man den Aussagen einiger Politiker Glauben, würden Frauen stärker motiviert, eine Vollzeitbeschäftigung und nicht nur eine geringfügige Tätigkeit auszuüben, wenn es die Steuerklasse 5 nicht gäbe.

    Vor- und Nachteile des Splittingverfahrens

    Das Ehegattensplitting ist ein viel diskutiertes Thema, das für einige Personengruppen große Vorteile mit sich bringen kann, aber auch seine Nachteile hat.

    Ehegattensplitting – ein Beispiel

    Der Steuerexperte Frank Hechtner hat ein eindrucksvolles Beispiel aufgestellt, wie sich das Ehegattensplitting konkret auswirkt.

    Manuel hat 90.000 Euro zu versteuerndes Einkommen im Jahr und seine Ehefrau Lena keine Einkünfte. Es handelt sich also um einen Extremfall, der die Auswirkungen des Splittings sehr gut verdeutlicht.

    Der Steuervorteil beträgt durch das Splitting 7912 Euro pro Jahr (mit Solidaritätszuschlag sogar 8347,16 Euro. Kirchensteuer wurde als Null gesetzt). Die Steuerbelastung für eine Einzelveranlagung hätte 29.604 Euro (für 2013) betragen. Durch das Splitting sinkt sie auf 21.692 Euro.

    Werden die Gewichte im Beispiel noch deutlicher verschoben, dehnt sich auch das Splitting aus: Wenn der Alleinverdiener auf 114.000 Euro pro Jahr kommt, so steigt der Vorteil durch das Splitting auf über 8600 Euro. Nähern sich die Gehälter von Manuel und Lena hingegen an, so wird der Steuervorteil kleiner.

    • Verdient Manuel 5000 Euro Brutto monatlich und Lena 3000 Euro, so beträgt der jährliche Steuervorteil noch etwa 550 Euro.

    Ehegattensplitting beantragen: Welche Formulare sind nötig?

    Gewöhnlich muss das Splittingverfahren nicht extra beantragt werden. Das Ehegattensplitting ist identisch mit der gemeinsamen Veranlagung, die für frisch getraute Paare automatisch gewählt wird.

    Wer allerdings sicher gehen möchte oder für eine Zeit anders verlangt war und dies nun wieder ändern will, kann hierfür den Mantelbogen der Einkommensteuererklärung wählen: Bei der Frage nach der gewünschten Veranlagungsart reicht ein Kreuz bei der gemeinsamen Veranlagung.

    • Das Splittingverfahren muss nicht extra beantragt werden. Es gibt daher auch kein spezielles Formular, dass die Partner ausfüllen müssen.

    Darüber hinaus kann alternativ oder zusätzlich eine formlose Erklärung als Anlage beigelegt werden, um die gemeinsame Veranlagung zu beantragen. Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass man die rechtlichen Voraussetzungen laut § 32a Absatz 5 EStG erfüllt. Diese sind denkbar einfach:

    • Man muss verheiratet sein und darf das Trennungsjahr nicht hinter sich haben.
    • Zudem darf keiner der Partner seinen Wohnsitz dauerhaft im Ausland führen.

    Wann muss die Zusammenveranlagung beantragt werden?

    Hier macht der Gesetzgeber wenig Druck: Solange der Steuerbescheid nicht ergangen ist, kann man das Ehegattensplitting sogar noch nachträglich beantragen.

    Entscheidend ist die Abgabe der Einkommensteuererklärung bzw. der Erhalt des Steuerbescheids.

    Ehegattensplitting und eingetragene Lebenspartnerschaft

    Im Juni 2013 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Ehegattensplitting auch für Homo-Ehen gelten soll. Und das sogar rückwirkend ab Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 1. August 2001. Die Gleichstellung von Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern wurde damit auch einkommensteuerrechtlich vollzogen.

    • Im Regelfall kommen aufgrund der Verjährungsvorschriften für die rückwirkende Beantragung des Ehegattensplittings nur noch die letzten vier Jahre in Betracht.

    Grundvoraussetzungen für das Ehegattensplitting sind auch bei einer Homo-Ehe, dass die Personen in dieser

    • dauerhaft zusammenleben und
    • uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften kann das Ehegattensplitting bei den Steuerklassenkombinationen 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Das heißt, es gilt auch hier: Die Steuerklassenkombination 3/5 bietet beim Splittingverfahren die meisten Vorzüge.

    Elterngeld und Ehegattensplitting: Was ist zu beachten?

    Viele Ehepaare, die sich für die Steuerklassen 3 und 5 und das damit verbundene Ehegattensplitting entschieden haben, kommen irgendwann in die Situation, dass Nachwuchs ins Haus steht und Elterngeld bezogen werden soll. Doch was müssen Paare in dieser Situation beachten?

    Da das Elterngeld vom Nettolohn berechnet wird, ist es in der Regel vorteilhaft, wenn der Partner, der das Elterngeld beziehen soll, sich zur Zeit der Berechnung in Steuerklasse 3 befindet. In dieser Klasse sind die Abzüge am geringsten.

    • Ein dementsprechender Steuerklassenwechsel sollte von der Mutter mindestens 7 Monate vor dem Mutterschutz vollzogen werden. Der Vater sollte spätestens 7 Monate vor der Geburt den Wechsel beantragen.

    Einzelnachweise

    1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 26 Veranlagung von Ehegatten

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien-Wegweiser, Steuern: Ehegattensplitting
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Splittingverfahren
  • Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.: Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die Top 5 Steuer-Infos
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 32a Einkommensteuertarif

  • Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  • Zusammenveranlagung

    Das bringt eine gemeinsame Steuererklärung für Paare

    • Zuletzt aktualisiert: 19. August 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nicht dauernd getrennt lebende einkommensteuerpflichtige Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können bei der Steuererklärung zwischen Einzelveranlagung und Zusammenveranlagung wählen.
    • Entscheiden sich Partner für die Zusammenveranlagung, gilt für sie die Splittingtabelle. Das bedeutet meistens einen erheblichen Steuervorteil beim Ehegattensplitting gegenüber der Einzelveranlagung.
    • Je größer die Einkommensdifferenz der Partner, desto höher ist der finanzielle Vorteil, der sich aus einer gemeinsamen Veranlagung im Vergleich zur Einzelveranlagung ergibt.
    • Auch wer als „nicht dauernd getrennt lebend“ eingestuft ist, muss nicht den gleichen Wohnsitz haben – die Formulierung bezieht sich vielmehr auf Partner, die in Scheidung leben.
    • Die Zusammenveranlagung mit einem Ehegatten, der in einem Pflegeheim lebt, ist bei Vorliegen einer krankheitsbedingt eingeschränkten Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft auch dann möglich, wenn der Steuerpflichtige mit einer neuen Lebensgefährtin zusammenlebt (Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 23. Juni 2015, Az. 13 K 25/14).
    • „Dauernd getrennt“ lebende Steuerpflichtige können für das Jahr der Trennung ebenfalls die Splittingtabelle anwenden. Das gilt auch für Verwitwete bis zu dem Kalenderjahr, das dem Todesjahr des Partners folgt.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Durch das Ehegattensplitting können verheiratete oder verpartnerte Steuerzahler ihre Zahlungen an den Fiskus deutlich reduzieren. Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können bei der Steuererklärung zwischen verschiedenen Veranlagungsarten wählen. Seit 2013 gibt es vier Veranlagungsvarianten:

    • Einzelveranlagung mit Grundtarif,
    • Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting,
    • Sondersplitting im Trennungsjahr und
    • Verwitwetensplitting.

    Voraussetzungen für die Zusammenveranlagung

    Gemäß Paragraf 26 Absatz 1 Einkommensteuergesetz (EStG) können Ehegatten, die beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben, zwischen Einzelveranlagung und Zusammenveranlagung wählen. Diese Regelung gilt auch für eingetragene Lebenspartner. Das hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 7. Mai 2013 (Az. 2 BvR 909/06) entschieden. Anschließend hat der Fiskus das Gesetz geändert, sodass Eheleute und gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartner steuerrechtlich gleichgestellt sind.

    Nicht dauernd getrennt lebend – Normalerweise ist es erforderlich, dass das Paar, das eine gemeinsame Steuererklärung abgeben möchte, eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft bildet. Die meisten Eheleute leben in einem Haushalt zusammen. Eine Zusammenveranlagung ist dann immer möglich. Paragraf 26 Absatz 1 Nummer 2 EStG schreibt vor, dass die Ehegatten „nicht dauernd getrennt“ leben. Das bedeutet nicht, dass die Eheleute oder eingetragenen Partner den gleichen im Melderegister eingetragenen Wohnsitz haben müssen. Beispielsweise kann einer der Partner aus beruflichen Gründen einen anderen Wohnsitz haben.

    Die Formulierung bezieht sich vor allem auf Paare, die vor der Trennung stehen. Trennen sich Eheleute, dann dürfen sie sich im Jahr der Trennung noch einmal gemeinsam veranlagen lassen. Diese Möglichkeit nennt sich Sondersplitting im Trennungsjahr. Im Folgejahr muss aber jeder seine eigene Steuererklärung erstellen und abgeben; selbst dann, wenn die Ehe noch gar nicht geschieden ist.

    Übrigens: Heiratet der frisch Geschiedene wieder im selben Jahr, dann kann er sich im selben Jahr mit dem neuen Partner zusammen veranlagen lassen.

    Nicht selten unternehmen zerstrittene Paare einen Versöhnungsversuch. Dies honoriert der Fiskus. Probieren beide ernsthaft wieder ein gemeinsames Zusammenleben, dürfen sich die Eheleute auch in diesem Jahr wieder zusammen veranlagen lassen.

    Eine Zusammenveranlagung ist sogar möglich, wenn der demente Ehepartner im Pflegeheim wohnt und der gesunde Partner bereits gemeinsam mit einer neuen Lebensgefährtin in einem gemeinsamen, neugebauten Haus lebt, inklusive Gemeinschaftsbankkonto. Dies entschied das Finanzgericht Niedersachsen in einem rechtskräftigen Urteil vom 23. Juni 2015, Az. 13 K 225/14. Das unterlegene Finanzamt hat zunächst Revision eingelegt, diese aber zwischenzeitlich zurückgenommen.

    Im konkreten Fall erkrankte die Ehefrau 2002 an Demenz. Ihr Mann pflegte sie bis 2008 zu Hause. Die zu 100 Prozent schwerbehinderte Frau musste jedoch dann in ein Pflegeheim verlegt werden. 2010 zog die neue Lebensgefährtin in die Wohnung des Manns ein. Ende 2010 begannen beide den Bau eines gemeinsamen Hauses, in das sie 2011 einzogen. 2014 verstarb die Ehefrau. Für die Jahre 2011 bis 2013 beantragte er die Zusammenveranlagung mit seiner im Pflegeheim lebenden Frau – ohne offenzulegen, dass er mit einer neuen Lebensgefährtin lebt. Das Finanzamt erfuhr jedoch davon und lehnte nachträglich die Zusammenveranlagung ab. Zu Unrecht, entschieden die Finanzrichter. Sie stellten fest, dass die Trennung auf der Krankheit der Frau beruhte. Der Mann habe nie die Absicht gehabt, seine Frau zu verlassen. Er kümmerte sich über all die Jahre persönlich und finanziell um sie, zahlte die Pflegeheimkosten sowie weitere krankheitsbedingte Zusatzkosten und war zudem ihr Betreuer. Er habe daher die persönliche und geistige Gemeinschaft mit ihr soweit wie möglich aufrechterhalten. Das Gericht kam daher zu dem Schluss: „Die Zusammenveranlagung mit einem in einem Pflegeheim lebenden Ehegatten ist bei Vorliegen einer – krankheitsbedingten eingeschränkten – Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft auch dann möglich, wenn der Steuerpflichtige mit einer neuen Lebensgefährtin zusammenlebt.“

    In einem anderen vergleichbaren Fall, in dem die Frau im Wachkoma lag, lehnte das Finanzgericht Köln hingegen die Zusammenveranlagung mit dem Mann ab. Dieser hatte jedoch mit seiner neuen Lebensgefährtin ein gemeinsames Kind (Urteil vom 16. Juli 2011, Az. 10 K 4736/07).

    Nur mit Trauschein – Entscheiden sich die Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner für die Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer, gilt für sie die Splittingtabelle. Das bringt Steuervorteile, insbesondere wenn sich die Einkünfte der beiden Partner stark unterscheiden. Paare ohne Trauschein haben jedoch keine Chance, sich zusammen veranlagen zu lassen. Das musste zuletzt ein Geschäftsführer einsehen, der mehr als 110.000 Euro verdiente, während seine mit ihm zusammenlebende Partnerin nur gut 2.000 Euro im Jahr einnahm. Das Paar, das mit drei gemeinsamen und einem weiteren Kind der Frau in einem Haushalt lebt, wollte eine gemeinsame Steuererklärung abgeben. Das Finanzgericht Münster lehnte dies in seinem Urteil vom 18. Mai 2016 ab. Ausschließlich Paare mit Trauschein, ob gleich- oder verschiedengeschlechtlich, dürfen sich zusammen veranlagen lassen.

    Den Splittingtarif gemäß Splittingtabelle können außerdem anwenden:

    • Getrennt lebende Steuerpflichtige im Jahr der Trennung und
    • Verwitwete bis zu dem Kalenderjahr, das dem Todesjahr des Partners folgt.

    Lohnende Einzelveranlagung

    Es gibt einige Konstellationen, in denen steuerlich die Einzelveranlagung günstiger ist, als wenn sich das Paare zusammen veranlagen lässt. Wann dies der Fall ist, haben wir in einem Ratgeber zusammengestellt.

    Das bringt die Zusammenveranlagung

    Vor allem die Anwendung des Splittingverfahrens zur Ermittlung der Steuerschuld ist für viele Paare finanziell attraktiv und daher der größte Vorteil einer Zusammenveranlagung. Ihre wichtigsten Merkmale sind:

    • Im Rahmen der Zusammenveranlagung werden die Einkünfte der Ehegatten/Lebenspartner zwar getrennt ermittelt, dann aber zusammengerechnet und als gemeinsame Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgegeben. Beide erhalten einen gemeinsamen Steuerbescheid.
    • Die Steuer wird für die Ehegatten/Lebenspartner zusammen nach dem Splittingverfahren berechnet. Das heißt: Für die Hälfte des gemeinsamen Einkommens wird die Steuer gemäß Grundtabelle berechnet und dann verdoppelt. Dadurch ergibt sich in der Regel eine niedrigere Steuerschuld als bei der Einzelveranlagung.
    • Das Splittingverfahren gewährt den größten Vorteil gegenüber der Einzelveranlagung, falls nur ein Ehegatte/Lebenspartner Einkünfte erzielt. Kein Vorteil ergibt sich, wenn beide Partner gleich hohe Einkünfte erzielen.
    • Beide haften gemeinsam für die insgesamt zu zahlende Einkommensteuer. Der eine Partner muss also für die Steuerschuld geradestehen, die rechnerisch auf den anderen Partner entfällt.
    • Entscheidend dafür, dass eine Zusammenveranlagung möglich ist, ist eine standesamtliche Trauung. Eine kirchliche Hochzeit ist steuerrechtlich ohne Belang.

    Helfer für die Steuererklärung

    Berechnung der Steuerschuld mithilfe der Splittingtabelle

    Haben Sie sich für die Zusammenveranlagung entschieden, wird die Einkommensteuer nach dem Splittingverfahren auf der Grundlage von Paragraf 26b und Paragraf 32a EStG berechnet. Hierbei wird die Splittingtabelle herangezogen.

    Sie berechnen Ihre Steuerschuld, indem Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen mit dem Ihres Gatten oder eingetragenen Lebenspartners zusammenrechnen und die Summe durch zwei teilen. Aus diesem Betrag ergibt sich gemäß Paragraf 32a EStG die Höhe der Einkommensteuer, die anschließend mit zwei multipliziert wird.

    In den meisten Fällen führt die Zusammenveranlagung nach der Splittingtabelle dazu, dass die zu zahlende Einkommensteuer niedriger ist als bei Einzelveranlagungen der beiden Partner. Der Grund hierfür ist die Steuerprogression: Mit der Höhe der Einkünfte steigt die Einkommensteuerlast nicht linear, sondern überproportional.

    Wann sich die gemeinsame Veranlagung richtig lohnt

    Je größer die Differenz beim Lohn oder Gehalt der Ehepartner oder eingetragenen Partner ist, desto höher ist der finanzielle Vorteil, der sich aus einer gemeinsamen Veranlagung in der Einkommensteuererklärung im Vergleich zur Einzelveranlagung ergibt.

    Besonders lukrativ ist die einkommensteuerliche Zusammenveranlagung, wenn ein Partner ein sehr hohes Einkommen hat, der andere aber über gar kein Einkommen verfügt.

    Sie können die Zusammenveranlagung für das gesamte Jahr machen, in dem Sie heiraten oder Ihre Partnerschaft eintragen lassen. Beispiel: Sie heiraten am 31. Dezember 2016. Damit können Sie mit Ihrem Partner für das gesamte Jahr 2016 die Zusammenveranlagung bei der Steuererklärung wählen und – je nach Einkommen – Ihre Einkommensteuerschuld dank Splitting unter Umständen deutlich senken.

    Splittingtabelle und Einkommensteuerrechner des BMF

    Zusammen veranlagte Partner können ihre zu zahlende Einkommensteuer aus der Splittingtabelle des Bundesfinanzministeriums (BMF) ablesen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie vorher ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt haben, das nicht mit dem Bruttoeinkommen übereinstimmt.

    Einen ähnlichen Service bietet der Einkommensteuerrechner des Ministeriums. Auch er kann aber nur Anhaltspunkte für Ihre Steuerschuld geben. Denn Schwierigkeiten bei der Berechnung macht vor allem die Bestimmung des zu versteuernden Einkommens. Falls Sie es genauer wissen möchten, sollten Sie Steuersoftware nutzen. Günstige empfehlenswerte Produkte finden Sie im Ratgeber Steuersoftware.

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    Bei der Einzelveranlagung erfolgt die Berechnung der Einkommensteuer nach der Einkommensteuer-Grundtabelle, bei der Zusammenveranlagung nach der Einkommensteuer-Splittingtabelle.

    Die folgende Tabelle bietet einen Vergleich von Grundtabelle und Splittingtabelle für verschiedene zu versteuernde Einkommen:

    Quelle: Grundtabelle und Splittingtabelle des BMF für das Jahr 2015

    Ein Alleinstehender, der ein zu versteuerndes Einkommen von 50.000 Euro hat, wird einzeln veranlagt und zahlt 12.780 Euro Einkommensteuer. Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner zahlen bei Zusammenveranlagung und einem gemeinsamen Einkommen von 50.000 Euro nur 8.078 Euro Einkommensteuer – und damit 4.702 Euro weniger (Werte beziehen sich auf das Steuerjahr 2015).

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    So viel kann das Ehegattensplitting bringen

    Die folgenden Beispiele verdeutlichen den finanziellen Vorteil, der sich bei unterschiedlich hohen Einkommen von Partnern aufgrund von Zusammenveranlagung gegenüber Einzelveranlagung ergibt:

    * zvE = zu versteuerndes Einkommen

    Quelle: Grundtabelle und Splittingtabelle des BMF für das Jahr 2015, eigene Berechnung

    Die Tabelle verdeutlicht, dass die Zusammenveranlagung für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner besonders vorteilhaft ist, wenn die Einkommensunterschiede zwischen ihnen besonders groß sind.

    Witwensplitting

    Ein Sonderfall der Zusammenveranlagung ist das sogenannte Witwensplitting. Stirbt einer der Gatten, gewährt das Finanzamt dem Überlebenden die Vorteile der Zusammenveranlagung im Todesjahr und im Jahr drauf. Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt des Todes des Partners die Voraussetzungen für die Zusammenveranlagung gegeben waren (§ 32a Absatz 6 Nummer 1 EStG).

    Beispiel: Der Ehemann stirbt 2016. Die Witwe kann für die Jahre 2016 und 2017 den Splittingtarif nutzen. Heiratet sie 2017 wieder, kann sie sich nur dann mit dem verstorbenen Partner zusammen veranlagen lassen, wenn der neue Ehemann einzeln veranlagt wird.

    Für das Todesjahr wird die Einkommensteuer der Witwe oder des Witwers nach dem Grundtarif berechnet; die Steuerschuld des verstorbenen Partners hingegen nach dem Splittingtarif.

    Veranlagungsart ändern

    Die gewählte Veranlagungsart gilt grundsätzlich für das betreffende Steuerjahr. Sie kann aber noch geändert werden, bis der Steuerbescheid ergangen ist. Nachdem der Bescheid Bestandskraft erlangt hat, kann die Veranlagungsart nur noch geändert werden, sofern

    • ein Steuerbescheid der Ehegatten/Lebenspartner aufgehoben, geändert oder berichtigt wird und
    • die Änderung der gewählten Veranlagungsart dem Finanzamt mitgeteilt wird, bevor der Änderungs- oder Berichtigungsbescheid Bestandskraft erlangt und
    • die Einkommensteuer der Ehegatten/Lebenspartner nach Änderung der Veranlagungsart niedriger ist, als sie ohne diese Änderung wäre. Die Einkommensteuer der einzeln veranlagten Partner wird dabei zusammengerechnet.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemaliger freier Finanztip-Mitarbeiter

    Ludwig Heinz hat als freier Finanztip-Redakteur zu Themen rund um Verbraucherfinanzen geschrieben. Zuletzt arbeitete er als Teamleiter Anlagestrategie für Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien in Frankfurt, davor als Ressortleiter Wirtschaft und Politik bei der Anlegerzeitschrift Börse Online in München. Zudem war er in unterschiedlichen Positionen für mehrere Banken tätig, überwiegend im Research. Ludwig Heinz studierte nach einer Bankausbildung Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in München.

    Was ist das „Ehegatten-Splitting“?

    "Schatz, lass uns heiraten – und Steuern sparen!" Wie das Ehegattensplitting funktioniert und welchen Paaren es am meisten nutzt, erfahren Sie hier.

    Wenn Sie verheiratet oder verpartnert sind, werden Sie automatisch – auch ohne Antrag – „zusammen veranlagt“. Das heißt, dass Sie und Ihr Ehepartner eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und damit steuerlich wie eine Person behandelt werden. Das spart Zeit und meistens auch Steuern, nämlich durch die Art, wie die Einkommensteuer nun berechnet wird. Das Rechenverfahren dafür nennt man Ehegattensplitting.

    Wie funktioniert das Ehegattensplitting?

    Generell gilt: Je größer das Einkommen, desto mehr Steuern sind fällig. Bei Verheirateten, die gemeinsam eine Steuererklärung abgeben, funktioniert das ein bisschen anders. So geht es:

    1. Das Finanzamt zählt das Jahreseinkommen von Ehemann und Ehefrau zusammen. Steuerlich wird das Ehepaar jetzt in der Regel gemeinsam als ein Steuerpflichtiger behandelt.
    2. Die Beamten halbieren den Betrag und berechnen für diese eine Hälfte die Einkommensteuer.
    3. Die errechnete Einkommensteuer wird verdoppelt – das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die ein Ehepaar zahlen muss.

    In der Regel zahlen Ehepaare mit dem Ehegattensplitting weniger Steuern, als wenn jeder von beiden die Einkommensteuer einzeln berechnen lässt.

    Für die Zusammenveranlagung, also das Ehegattensplitting, können Sie einfach gemeinsam mit Ihrem Partner eine Steuererklärung abgeben und auf Seite 1 des sogenannten Mantelbogens – dem Hauptformular der Steuererklärung – das Kästchen "Zusammenveranlagung" ankreuzen.

    Wer spart besonders viel Steuern mit dem Ehegattensplitting?

    Steuern spart vor allem das Ehepaar, bei dem der eine eher viel und der andere eher wenig verdient.

    Ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, einer der beiden arbeitet Vollzeit und verdient 45.000 Euro im Jahr, der andere arbeitet Teilzeit und verdient 15.000 Euro im Jahr. Als nicht zusammen veranlagtes Paar muss der eine rund 10.680 Euro und der andere gut 1.280 Euro Steuern zahlen (Beträge aus der Einkommensteuer-Grundtabelle). Über 1.000 Euro weniger Steuern zahlen beide, wenn sie gemeinsam eine Steuererklärung machen und das Finanzamt mit dem Splittingtarif rechnet.

    Ein weiteres Beispiel: Beide Ehepartner arbeiten Vollzeit, einer verdient 35.000 Euro im Jahr, der andere 25.000 Euro im Jahr. Macht jeder der beiden seine Steuererklärung selbst, zahlt der eine etwa 7.100 Euro Steuern, der andere gut 4.000 Euro. Auch sie sparen Steuern über das Ehegattensplitting, wenn auch nur knapp 100 Euro.

    Ehegattensplitting einfach erklärt

    Wie sich Heiraten auch steuerlich lohnt – verstГ¤ndlich und auf einen Blick als Infografik:

    Gilt das Ehegattensplitting fГјr eingetragene Lebenspartnerschaften?

    Auch eingetragene Lebenspartner können die Zusammenveranlagung nutzen und so vom Splittingtarif profitieren. Es gilt exakt der gleiche Steuervorteil wie für verheiratete Paare.

    Da diese Regel aber erst seit 2013 in Kraft ist, gibt es für homosexuelle Paare die Möglichkeit ihre „einzeln veranlagte“ Steuererklärung rückwirkend bis 2001 mit ihrem Lebenspartner „zusammen veranlagen“ zu lassen und dadurch eventuell Steuerrückzahlungen zu erhalten.

    Drei praxisnahe Beispiele, wie Sie den Splittingvorteil rückwirkend nutzen können, zeigt Ihnen unser Artikel So nutzen Lebenspartner das Ehegatten-Splitting nachträglich.

    Können auch Alleinerziehende den Splittingtarif für Ehegatten nutzen?

    Nein, der Bundesfinanzhof, Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, hat 2012 entschieden, dass Alleinerziehende keinen Anspruch auf einen Splittingtarif haben. Die Begründung lautete unter anderem, dass die steuerliche Berücksichtigung schon durch die Freibeträge oder das Kindergeld stattfände.

    DГјrfen Ehegatten das Splitting auch anwenden, wenn Sie sich scheiden lassen?

    Das Jahr in dem Sie sich scheiden lassen, ist das letzte Jahr, für das Sie mit Ihrem Ex-Partner noch gemeinsam eine Steuererklärung abgeben und das Ehegattensplitting nutzen können. Danach sind Sie steuerlich gesehen wieder alleinstehend.

    Sollte Ihr Ex-Partner im gleichen Jahr der Scheidung wieder heiraten, gilt für Sie das Sondersplitting und somit für dieses Jahr dennoch der günstigere Steuertarif – auch wenn Sie Ihre Steuererklärung nun alleine abgeben.

    Was passiert mit dem Ehegattensplitting wenn mein Partner stirbt?

    Wenn Sie Witwe oder Witwer geworden sind, kГ¶nnen Sie fГјr das Jahr, in dem Ihr Ehepartner verstorben ist, noch das Ehegattensplitting nutzen. Im darauf folgenden Jahr werden Sie dann mit dem sogenannten Gnadensplitting versteuert. Das heiГџt, dass Sie noch ein weiteres Jahr lang den gГјnstigeren Steuertarif nutzen dГјrfen. Danach erlischt dieser Vorteil. Das Gnadensplitting wird auch Witwensplitting genannt.В В

    Sie wollen wissen, was Ihnen das Ehegattensplitting bringt? Unsere Beraterinnen und Berater kennen sich mit den Splittingtarifen aus. Hier geht es zur Beratersuche.

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    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehegattensplitting/, http://www.finanztip.de/gemeinsame-veranlagung/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/was-ist-das-ehegatten-splitting.html

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