Lohnsteuer verheiratet

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    Frisch verheiratet: Welche Steuerklassenkombination ist die beste?

    Bei Heirat erhalten im ELStAM-Verfahren derzeit in allen Fällen beide Ehepartner automatisch die Steuerklasse IV, selbst wenn ein Ehepartner gar keinen Arbeitslohn bezieht. Das ist nicht immer die günstigste Lösung. Wann sollten Sie einen Antrag auf Änderung der Lohnsteuerklasse stellen?

    Verheiratete können auswählen zwischen den Steuerklassenkombinationen

    IV-Faktor / IV-Faktor (das sog. Faktorverfahren).

    Erzielt nur ein Partner Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (z. B. Arbeitslohn oder eine Pension), wird in Steuerklasse III für ihn die geringste Lohnsteuer abgeführt. Das gilt auch, wenn der andere Partner steuerpflichtige Einkünfte erzielt, zum Beispiel eine Altersrente.

    Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Lohnsteuerklassen?

    Kombination IV / IV: Hier wird bei beiden Partnern während des Jahres die richtige Lohnsteuer einbehalten, wenn beide genau gleich viel verdienen. Ansonsten zahlen Sie während des Jahres immer zu viel Steuern. Diese Überzahlung ist umso größer, je höher das gemeinsame Einkommen ist und je weiter die Einkommen der Partner voneinander abweichen.

    Kombination III / V: Hier wird während des Jahres die richtige Lohnsteuer abgeführt, wenn sich das gemeinsame Einkommen nach dem Verhältnis 60 : 40 auf die Steuerklasse III für den höher verdienenden Partner und die Steuerklasse V für den geringer verdienenden Partner verteilt. Beträgt der Arbeitslohn in Steuerklasse V mehr (weniger) als 40 % des gemeinsamen Lohns, wird während des Jahres zu viel (zu wenig) Lohnsteuer erhoben.

    Kombination IV-Faktor / IV-Faktor: Möchten Sie eine Steuernachzahlung vermeiden und eine möglichst gerechte Verteilung der Lohnsteuer auf beide Partner? Dann ist das Faktorverfahren für Sie erste Wahl. Im Vergleich zur Kombination III / V ist hier die Lohnsteuerbelastung beim geringer verdienenden Partner merklich niedriger, dafür aber beim anderen Ehepartner höher als in Steuerklasse III.

    Auswirkungen der Steuerklassen auf die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung

    Da das Gehalt selten gleich hoch ist, sollten Ehepartner sowie eingetragene Lebenspartner mit der Kombination IV / IV eine Steuererklärung abgeben, um die zu viel gezahlte Lohnsteuer erstattet zu bekommen.

    Wählen Sie die Kombination III / V, müssen Sie für das betreffende Jahr eine Steuererklärung abgeben

    Wenden Sie das Faktorverfahren an, müssen Sie für das betreffende Jahr eine Steuererklärung abgeben.

    Damit für Sie Monat für Monat so wenig Lohnsteuer wie möglich einbehalten wird, können Sie mit dem Steuerklassen-Rechner die für Sie ideale Kombination ermitteln.

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    Die Steuerklasse nach der Heirat

    Steuerklasse nach der Heirat: Die wichtigsten Fakten

    • Die Steuerklasse nach der Heirat ist automatisch die Steuerklasse 4.
    • Wer die Steuerklassenkombination 3/5 haben möchte, muss dies schriftlich beim Finanzamt beantragen.
    • Auch wenn ein Ehepartner kein Gehalt erhält, wird man automatisch in die Steuerklasse 4 eingeordnet.
    • Für Ehepaare gibt es nur folgende mögliche Steuerklassenkombinationen: 3/5 und 4/4.
    • 3/5 lohnt sich bei unterschiedlichen Verdiensten und 4/4 bei annähernd gleichen Verdiensten.

    Steuerklasse nach der Heirat berechnen

    Welche Steuerklassen-Kombinationen sind möglich?

    Je nachdem, ob beide Ehepartner in etwa gleich viel verdienen oder ob sich ihre Bruttoverdienste erheblich voneinander unterscheiden, sollten sie nach der Heirat in der automatisch zugewiesenen Steuerklasse 4 verbleiben. Die Steuerklasse 4 sieht pro Person im Jahr 2017 einen Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro und einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro vor.

    Der Kinderfreibetrag ist zwar nur halb so hoch wie in den Steuerklassen 1, 2 und 3, er wird jedoch beiden Ehepartnern gleichermaßen zugesprochen, so dass sie in der Gesamtsumme wieder auf 7.356 Euro im Jahr 2017 und pro Kind kommen.

    Nicht immer ist ein sofortiger Wechsel in die für manche Ehepaare steuerlich günstigere Steuerklassenkombination 3 / 5 sinnvoll. Vor dem Steuerklassenwechsel nach einer Heirat sollte man sich Gedanken machen, wie die finanzielle Zukunft aussieht.

    • Wenn man sich in seinem Job nicht sicher ist, sollte man gut überlegen, in die Steuerklassen 3 und 5 zu wechseln. Ein nachträglicher Wechsel der Steuerklasse ist nicht einfach möglich.

    Wichtige Fragen zur Steuerklasse nach der Heirat

    Wann lohnt die Steuerklasse 3?

    Verdient ein Ehepartner signifikant mehr als der andere, kann sich auch ein Ehegattensplitting steuerlich lohnen.

    Es sieht unter anderem vor, dass der eine Ehepartner in die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

    In der Steuerklasse 3 sind die Lohnabzüge deutlich geringer als in der Steuerklasse 4 oder 5. So liegt der Grundfreibetrag in dieser Steuerklasse nicht bei 8.820 Euro, sondern bei 17.640 Euro im Jahr 2017.

    Sofern der gut verdienende Ehepartner diese Steuerklasse nutzt, kann dies nicht selten dazu führen, dass das Ehepaar deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, als dies in der Steuerklasse 4 der Fall wäre.

    Allerdings ist es nicht selten, dass ein Ehegattensplitting bei der Einkommensteuererklärung regelmäßig zu Nachzahlungen führt und darauf sollte das Ehepaar vorbereitet sein.

    Wem nutzt die Steuerklasse 5?

    Die Steuerklasse 5 ist für den Ehegatten mit dem geringerem Einkommen von beiden gedacht. Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 Euro und der Vorsorgepauschbetrag in individueller Höhe könnten in dieser Steuerklasse unverändert geltend gemacht werden.

    Allerdings hat das Ehegattensplitting speziell für den Ehepartner in der Steuerklasse 5, neben der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, Steuern nachzahlen zu müssen, einen weiteren Nachteil. Er wird deutlich höhere Lohnabzüge hinnehmen müssen, als dies in den meisten anderen Steuerklassen der Fall wäre.

    • In der Steuerklasse 5 gibt es weder einen Grundfreibetrag noch einen Kinderfreibetrag.

    Was ist vor dem Wechsel der Steuerklassen bei Ehepaaren zu bedenken?

    Bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat sollte man immer Weitblick walten lassen, da ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr möglich ist.

    Daher ist es wichtig, die weitere Entwicklung zu überblicken. Ist es zum Beispiel absehbar, dass ein Ehepartner in naher Zukunft Lohnersatzleistungen wie

    beziehen wird, sollte dies bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat berücksichtigt werden. Denn die Lohnersatzleistungen berechnen sich nach dem letzten Nettoeinkommen.

    • Bei der Steuerklasse 3 ist das Nettoeinkommen höher als bei der Steuerklasse 5. Vor der Geburt eines Kindes kann es sich daher lohnen, vorher in Steuerklasse 3 zu wechseln. Auf diese Weise würde sich das Elterngeld erhöhen.

    Wer sollte die Steuerklasse 6 wählen?

    Immer dann, wenn sich einer der beiden Ehepartner entscheidet, mehrere Jobs gleichzeitig auszuführen, wäre die Steuerklasse 6 von Bedeutung.

    • In der Steuerklasse 6 gibt es keinerlei Freibeträge. Deshalb sind die Abzüge sehr hoch.

    Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn beide Ehepartner nebenbei jobben und auf diese Weise ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

    Steuerklasse nach der Heirat: Wechselformular und ELStAM

    Wer von der Steuerklassenkomination 4/4 in die Steuerklassen 3 und 5 wechseln möchte, muss dies mit dem ‚Antrag auf Steuerklassenwechsel für Ehegatten‘ beantragen:

    Seitdem das Verfahren ‚Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“ (ELStAM) eingeführt wurde, übermittelt die Meldebehörde automatisch nach einer Eheschließung folgende Informationen an die Finanzverwaltung:

    • den geänderten Familienstand
    • die Identifikationsnummer

    Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide Eheleute ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

    Ein weiterer Vorteil von ELStAM ist, dass auch dem Arbeitgeber die Steuerklasse als ELStAM automatisch zum Abruf zur Verfügung gestellt wird.

    Szenarien/Rechenbeispiele

    Im Folgenden werden drei gängige Szenarien für die Steuerklasse nach der Heirat vorgestellt. Um sich die Details zu einem der Szenarien anzusehen, klicken Sie dazu einfach auf den jeweiligen Button.

    Szenario 1: Eheschließung im Mai, keine Kinder vorhanden

    An dieser Stelle haben die Betroffenen sicher den geringsten Aufwand. Hintergrund: In Deutschland gilt seit einigen Jahren der Grundsatz, dass im Rahmen der Eheschließung die Finanzbehörden informiert werden.

    Aufgrund dessen erfolgt automatisch die Einordnung der Ehepartner in die neue Lohnsteuerklasse. Die Steuerklasse nach der Hochzeit bewirkt also: Für beide gilt zuerst die Steuerklasse 4, welche im Anschluss individuell angepasst werden kann.

    Szenario 2: Ehepartner mit sehr starkem Einkommensunterschied

    Hier sieht die Situation folgendermaßen aus: Zuerst vergibt das Finanzamt nach der Hochzeit für beide Partner – ganz automatisch – Steuerklasse 4. Um die Abgabenlast positiv zu beeinflussen, kann sich der Wechsel in die Kombination Steuerklasse 3/5 lohnen. Dieser Wechsel muss aber beantragt werden. Alternativ besteht die Chance, mit der Steuerklasse 4 mit Faktor zu arbeiten.

    Szenario 3: Trauung erfolgt aufgrund eines gemeinsamen Kinderwunsches

    Wird die Ehe während der Schwangerschaft geschlossen, sollte sich das Paar zum Handeln entschließen. Da die Höhe des Elterngeldes ans Nettoeinkommen gekoppelt ist, hat die Steuerklasse 3/5 positive Auswirkungen. Allerdings kann es – je nach Situation – für das andere Elternteil eventuell zu Nachteilen kommen.

    Wegen der Steuer heiraten – Steuervorteile durch die Ehe

    In vielen Fällen lohnt sich die Heirat wegen der Steuer. Sogar das Datum hat einen entscheidenden Einfluss. Wir zeigen dir alle Vorteile auf einen Blick.

    Hochzeit und die Steuer

    Deine Hochzeit hat nicht nur Auswirkungen auf deinen Familienstand. Die steuerlichen Änderungen können sehr stark sein. So stark, dass du bei den folgenden Gründen überlegen solltest, wegen der Steuer zu heiraten:

    • Du und dein Partner verdient unterschiedlich viel
    • Du und dein Partner wollt Kinder und euer Elterngeld soll höher ausfallen
    • Du oder dein Partner habt sehr hohe Zinseinnahmen und ihr wollt Kapitalertragssteuer sparen
    • Du willst deinem Partner ein wirklich sehr teures Geschenk machen

    Steuern sparen mit Ehegattensplitting

    Das Zauberwort für den größten Steuervorteil heißt Splitting. Dieses kannst du ganz einfach nutzen, indem du mit deinem Partner eine gemeinsame Steuererklärung machst und ihr die Zusammenveranlagung wählt.

    So funktioniert das Ehegattensplitting

    Das Finanzamt addiert dein Einkommen zu dem deines Partners und teilt diese Summe durch zwei. Für dieses Ergebnis wird dann die Einkommensteuer berechnet.

    Diese wird nun wieder verdoppelt. Heraus kommt die Einkommensteuer, die ihr als Ehepaar zahlen müsst.

    Das lohnt sich vor allem dann, wenn der Einkommensunterschied zwischen dir und deinem Partner besonders groß ist.

    Beispiele zum Ehegatten-Splitting

    Fall I – Partner A: 50.000 Euro Jahresgehalt & Partner B: 15.000 Euro Jahresgehalt

    13.911 Euro – Summierte Einkommensteuer bei getrennter Veranlagung

    12.530 Euro – Gemeinsame Einkommensteuer bei Zusammenveranlagung

    1.381 Euro Splittingvorteil

    11.386 Euro – Summierte Einkommensteuer bei getrennter Veranlagung

    10.936 Euro – Gemeinsame Einkommensteuer bei Zusammenveranlagung

    450 Euro Splittingvorteil

    14.546 Euro – Summierte Einkommensteuer bei getrennter Veranlagung

    14.518 Euro – Gemeinsame Einkommenssteuer bei Zusammenveranlagung

    28 Euro Splittingvorteil

    (jeweils Einkommensteuertarif 2016 ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer)

    Eine Heirat ist steuerlich also dann besonders sinnvoll, wenn es große Einkommensunterschiede zwischen den beiden Partnern gibt. Sollte dies bei dir zutreffen, spricht nichts gegen eine Steuerspar-Hochzeit.

    Steuerklassen optimieren

    Wenn du verheiratet bist, kannst du dir deine Steuerklasse aussuchen. Dafür stehen dir die folgenden Kombinationen zur Verfügung:

    Diese Steuerklasse erhaltet ihr automatisch nach eurer Hochzeit. Ein Antrag muss nicht gestellt werden.

    Steuerklasse 4 mit Faktor

    Der Splittingvorteil wird bereits während des Jahres berücksichtigt. Steuernachzahlungen können so vermieden werden.

    Diese beiden Steuerklassenvarianten eignen sich für Paare, deren Gehalt etwa gleich groß ist. Bei dieser Steuerklassenwahl musst du eine Steuererklärung abgeben.

    Der Partner mit dem höheren Einkommen wählt Steuerklasse 3, der andere Steuerklasse 5. Der Besserverdiener hat somit viel weniger Abzüge und ein größeres Nettogehalt. Wenn ein Partner 60 Prozent oder mehr zum Familieneinkommen beiträgt, lohnt sich diese Kombination. Jedoch muss man hierbei häufig mit einer Steuernachzahlung rechnen.

    Mehr über die Steuerklassen erfährst du in unserem Steuertipp: „Welche Steuerklasse habe ich?“

    Die günstigste Steuerklassen-Kombination kannst du dir ganz einfach errechnen. Nutze dafür am besten den Einkommensteuerrechner des Finanzministeriums.

    Aber Achtung: Deine steuerlichen Vorteile bei der Wahl der optimalen Steuerklasse sind lediglich temporär. Unabhängig von der Steuerklassenkombination bleibt die Steuerbelastung gleich. Mehr Geld im Jahresverlauf kann also zu einer Steuernachzahlung führen.

    Elterngeld optimieren

    Die Berechnung vieler Lohnersatzleistungen ist an das Nettogehalt geknüpft. Das betrifft zum Beispiel das Elterngeld oder das Arbeitslosengeld. Mit der Wahl der richtigen Steuerklasse kannst du deren Höhe direkt beeinflussen.

    Bei der Berechnung des Elterngeldes musst du aber beachten, dass du spätestens sieben Monate vor Geburt des Kindes den Steuerklassenwechsel vollzogen haben musst.

    Höhere Freibeträge

    Nach der Hochzeit stehen euch verschiedene höhere Freibeträge zur Verfügung:

    Du hast viel Geld in Kapitalanlagen investiert, dein Partner aber nicht? Dann lohnt sich eine Hochzeit unter Umständen. Denn der Sparerfreibetrag von 801 Euro verdoppelt sich bei Paaren und kann dann frei aufgeteilt werden. So kannst du auch den Freibetrag deines Partners nutzen und 1.602 Euro Zinsen, Dividende etc. pro Jahr einnehmen, ohne dass Abgeltungssteuer gezahlt werden muss.

    Hohe Geldgeschenke an deinen Partner solltest du besser auf einen Termin nach der Hochzeit verschieben. Dann steht dir ein Freibetrag von 500.000 Euro zur Verfügung. Vorher kannst du nur bis zu 20.000 Euro steuerfrei verschenken.

    die gleichen Freibeträge wie bei der Schenkungssteuer gelten auch bei der Erbschaftssteuer. Bedenke außerdem, dass die gesetzliche Erbfolge unverheiratete Paare nicht kennt. Gibt es kein Testament, geht der Partner leer aus.

    Der perfekte Termin für die Hochzeit

    Ab wann du steuerliche Vorteile nutzen kannst, hängt vom Tag deiner Hochzeit ab.

    Und welcher ist nun der – steuerlich – beste Tag für deine Hochzeit?

    Der Splitting-Vorteil gilt immer rückwirkend für das ganze Jahr. Wenn du am 31. Dezember heiratest, giltst du steuerlich seit Jahresbeginn als verheiratet.

    Das ist wohl auch der Grund, weshalb es im Dezember eines Jahres vergleichsweise häufig geheiratet wird

    Etwas anders sieht es bei den Vorteilen aus, die sich durch einen Steuerklassenwechsel ergeben. Der Wechsel der Steuerklasse greift erst im Monat nach der Beantragung. Willst du also im Dezember dein Nettogehalt durch einen Steuerklassenwechsel optimieren, musst bereits im November heiraten und den Wechsel beantragen.

    Und: Die Kosten der Hochzeit und der Feier kannst du natürlich nicht von der Steuer absetzen. Diese fallen in den Bereich der privaten Lebensführung.

    Источники: http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/frisch-verheiratet-welche-steuerklassenkombination-ist-die-beste, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-nach-der-heirat/, http://taxfix.de/steuertipps/steuervorteile-durch-ehe/

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