Lohnsteuerklasse iv mit faktor

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    Steuerklasse 4 mit Faktor

    So teilen Partner die Lohnsteuer fair auf

    • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können anstelle der Steuerklassenkombinationen III/V oder IV/IV auch die Kombination IV/IV mit Faktor wählen.
    • Diese Kombination bietet sich Paaren an, die unterschiedlich verdienen und die den Splittingvorteil schon beim monatlichen Lohnsteuerabzug gerecht untereinander aufteilen möchten.
    • Durch das Faktorverfahren entspricht der Lohnsteuerabzug im laufenden Jahr in etwa der Jahreseinkommensteuer – so müssen Sie weniger nachzahlen.

    So gehen Sie vor

    • Das Faktorverfahren können Sie beim Finanzamt formlos beantragen oder schriftlich mit dem „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“.
    • Die Steuerklasse wechseln können Sie grundsätzlich nur einmal im Jahr.
    • Ob sich das Faktorverfahren für Sie lohnt, können Sie anhand eines Steuerrechners leicht ermitteln.

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    Anders als Singles können Verheiratete und eingetragene Lebenspartner beeinflussen, wie viel Lohnsteuer sie monatlich zahlen: Je nachdem, welche Steuerklassen Sie und Ihr Partner wählen, können Sie von einem günstigen Lohnsteuerabzug profitieren.

    Ehepaare und eingetragene Lebenspartner haben drei Möglichkeiten bei der Wahl ihrer Steuerklasse: Viele nutzen die Variante III/V. Sie können sich aber auch beide für die Steuerklasse IV entscheiden oder die Kombination IV/IV mit Faktor wählen. Welche Kombination für wen am günstigsten ist, richtet sich danach, wieviel beide Partner verdienen. Für Paare, deren Gehaltsunterschied nicht besonders groß ist, kann das Faktorverfahren eine echte Alternative sein.

    Faire Lastenverteilung zwischen den Partnern

    Verdienen beide Partner ungefähr gleich viel, ist die Steuerklassen-Kombination IV/IV am günstigsten. Liegen die Gehälter hingegen weit auseinander, lohnt sich eher die Kombination III/V. Dabei wählt der höherverdienende Partner die Klasse III, um von beiden Grundfreibeträgen (2017: zweimal 8.820 Euro, 2018: zweimal 9.000 Euro) profitieren zu können. Mehr dazu finden Sie unter Wahl der Steuerklassen.

    Zudem gibt es die Möglichkeit, die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor zu wählen. Das Faktorverfahren soll dafür sorgen, dass die Lohnsteuerlasten innerhalb einer Ehe oder eingetragenen Lebenspartnerschaft gerechter verteilt sind.

    Die Steuerklassenkombination III/V ist trotzdem immer noch sehr beliebt. Sie bietet sich aus steuerlicher Sicht an, wenn die Gehaltsunterschiede mindestens 60 zu 40 betragen oder sogar noch größer sind. Der Ehe- oder Lebenspartner mit Steuerklasse V muss dabei allerdings besonders hohe Lohnsteuerabzüge in Kauf nehmen und wird sich fragen, ob sich seine Arbeit überhaupt rechnet. Mit dem Faktorverfahren will der Gesetzgeber diese Hemmschwelle für die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit zu senken.

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    So wirkt der Faktor

    Durch das Faktorverfahren können sich für jeden Ehegatten oder Lebenspartner die steuerentlastenden Vorschriften direkt beim laufenden Lohnsteuerabzug auswirken. Jeder Partner profitiert also beispielsweise vom eigenen Grundfreibetrag oder gegebenenfalls einem Kinderfreibetrag. Mit dem Faktor wird außerdem die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. In welcher Höhe das sogenannte Ehegattensplitting eine steuermindernde Wirkung entfaltet, hängt davon ab, wie unterschiedlich hoch die Gehälter beider Partner sind.

    Antrag stellen: Den Faktor müssen Sie jährlich neu beim Finanzamt beantragen – entweder formlos oder mit einem „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“. Die Angaben zum Faktorverfahren müssen Sie auf der zweiten Seite oben eintragen.

    Im laufenden Jahr können Sie das Faktorverfahren gemeinsam mit Ihrem Ehegatten oder Lebenspartner einmal ohne Begründung beantragen, spätestens bis zum 30. November. Für das Folgejahr, für das Ihre elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale gelten sollen, können Sie einen solchen Antrag stellen oder Ihre Steuerklassenkombination wieder ändern lassen.

    Faktorberechnung: Anhand Ihrer voraussichtlichen Arbeitslöhne berechnet das Finanzamt einen Faktor mit drei Nachkommastellen. Diesen Faktor wendet es auf die nach der Steuerklasse IV ermittelten Lohnsteuerabzugsbeträge als Multiplikator an.

    Vor- und Nachteile: Mit dem Faktorverfahren entspricht der Lohnsteuerabzug der voraussichtlichen Jahressteuerschuld schon ziemlich genau. Damit lassen sich höhere Nachzahlungen – und möglichweise auch Einkommensteuer-Vorauszahlungen – vermeiden, die bei der Steuerklassenkombination III/V auftreten können. Allerdings ist die Lohnsteuer für beide Partner insgesamt im Faktorverfahren regelmäßig höher als bei der Steuerklassenkombination III/V. Die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor ergibt eine völlig andere Verteilung der Lohnsteuer zwischen den Ehegatten oder Lebenspartnern als die Steuerklassenkombination III/V.

    Lohnsteuer vorab errechnen: Um Ihre Lohnsteuer im Faktorverfahren zu ermitteln, können Sie den interaktiven Steuerrechner des Bundesfinanzministeriums nutzen.

    Ein Rechenbeispiel dazu, wie der Faktor ermittelt und angewendet wird, finden Sie im Merkblatt des Bundesfinanzministeriums zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2017. Das Merkblatt enthält außerdem Tabellen zur Steuerklassenwahl.

    Steuererklärung ist Pflicht: Wenn Sie sich für das Faktorverfahren entschieden haben, müssen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben.

    Lohnersatzleistungen: Denken Sie daran, dass die Wahl der Steuerklassenkombination oder der Anwendung des Faktorverfahrens auch die Höhe von Lohnersatzleistungen beeinflusst. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Mutterschaftsgeld und Elterngeld oder die Höhe des Lohnanspruchs bei der Altersteilzeit. Eine vor Jahresbeginn getroffene Steuerklassenwahl erkennt die Agentur für Arbeit bei der Gewährung von Lohnersatzleistungen grundsätzlich an.

    Sollten Sie im Laufe des Jahres die Steuerklassen wechseln oder das Faktorverfahren wählen, kann sich das auch auf Ihre Lohnersatzleistungen auswirken. Rechnen Sie damit, demnächst Elterngeld zu erhalten oder beziehen Sie vielleicht schon Arbeitslosengeld oder Mutterschaftsgeld? Oder planen Sie, in Altersteilzeit zu gehen? Bevor Sie sich für eine neue Steuerklassenkombination entscheiden, sollten Sie prüfen, wie sich das auf die Höhe der Lohnersatzleistungen auswirkt. Fragen Sie im Zweifel beim Arbeitsamt oder bei Ihrem Arbeitgeber nach.

    Nur wenige Paare nutzen das Faktorverfahren

    Die Kombination IV/IV mit Faktor gibt es seit 2010. Ehepaare und eingetragene Lebenspartner nehmen diese relativ neue Variante bisher allerdings nur zögerlich an. Die gesetzliche Regelung zum Faktorverfahren können Sie in Paragraf 39f des Einkommensteuergesetzes nachlesen.

    So errechnet sich der Faktor für die Mustermanns

    Quelle: Merkblatt zu Steuerklassenwahl des Bundesfinanzministeriums (Stand: 17.10.2017)

    Lohnsteuer bei verschiedener Steuerklassenkombination

    ¹: zur voraussichtlichen Einkommensteuer des Ehepaars

    Die Modellrechnung zeigt außerdem, dass das Ziel des Faktorverfahrens erreicht ist: ein möglichst zutreffender Lohnsteuerabzug, der in etwa der Jahreseinkommensteuer entspricht.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Steuerklasse 4

    Die Steuerklasse IV ist eine Alternative von verheirateten Arbeitnehmern zur Kombination der Steuerklassen III und V. In dem Fall müssen beide Ehepartner die Lohnsteuerklasse IV wählen. Eine andere Kombination, zum Beispiel mit der günstigen Steuerklasse III ist nicht möglich. Die Steuerklasse IV gewährt beiden Ehepartner getrennt einen Grundfreibetrag von 8.820 Euro für das Jahr 2017, ähnlich zu Steuerklassen I und Steuerklasse II. Bis zu diesem Grundfreibetrag wird keine Einkommenssteuer erhoben. Auch der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro und die vom Einkommen abhängige Vorsorgepauschale kommt die beiden Ehepartner zu Gute.

    Unterschied zu Steuerklasse II

    Unterschiede zur Steuerklasse II besteht für Ehepartner mit Kindern. Hier wird der Kinderfreibetrag von 7.356 Euro für das Jahr 2017 je Kind auf beide Ehepartner gleichmäßig aufgeteilt. Pro Kind erhält also jeder Ehepartner den halben Freibetrag von 3.678 Euro. In der Lohnsteuerklasse IV werden beide Ehepartner somit vergleichbar wie ledige Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I behandelt. Die Steuerklassen IV/IV (im Gegensatz zu III/V) sollten von Ehepartner gewählt werden, bei denen beide ungefähr gleichviel verdienen. Die Wahl der Steuerklassenkombination III/V wäre bei Paaren, die in etwa gleich hohe Einkommen beziehen, nicht empfehlenswert. Was der eine Partner netto mehr erhalten würde, würde dem anderen Partner abgezogen.

    Das Faktorverfahren

    Seit Lohnsteuerjahr 2010 existiert für Ehepaare ein „optionales Faktorverfahren“. Damit sollen die Nachteile der bisherigen Kombinationen beseitigt und vor allem Frauen zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung motiviert werden. Beim Faktorverfahren soll für beide Ehepartner die Steuerklasse IV angewendet werden, um den meistens bei Frauen höheren Lohnsteuerabzug bei der Steuerklasse III/V abzumildern. Das Faktor-Verfahren teilt die Steuerschuld während des Jahres gerechter auf. Die endgültige Steuerbelastung wird allerdings im Rahmen der für dieses Verfahren vorgeschriebenen Lohnsteuererklärung (Lohnsteuerausgleich) festgestellt. Damit bringt das Faktorverfahren lediglich eine Annäherung des monatlichen Netto-Einkommens an die tatsächliche Steuerlast. Mit der Wahl des Faktorverfahrens können hohe Nachzahlungen vermieden werden, die bei der Steuerklassenkombination III/V auftreten können. Der Faktor ermittelt sich aus der voraussichtlich gemeinsam nach dem Splittingverfahren zu zahlenden Einkommensteuer im Verhältnis zur rechnerischen Summe der Lohnsteuer nach jeweils Steuerklasse IV. Wenn der Faktor kleiner als 1 ist, kann das Verfahren angewendet werden. in dem Fall wird der Lohnsteuerabzug mit dem Faktor multipliziert und dadurch, dass der Faktor kleiner als 1 ist, verringert. Netto bleibt also mehr übrig. Der Antrag auf das Faktorverfahren kann beim Finanzamt formlos erfolgen. Lediglich die (elektronische) Lohnsteuerkarte der beiden Arbeitnehmer-Ehepartner muss vorgelegt werden. Auf ihr wird der ermittelte Faktor eingetragen. Alternativ kann ein förmlicher Antrag auf Eintragung eines Freibetrags gestellt werden.

    Für wen gilt die Steuerklasse 4?

    Die Steuerklasse IV kann nur von zwei verheirateten Arbeitnehmern mit je einem monatlichen Mindesteinkommen von 450 Euro gewählt werden. Beide Ehepartner müssen die Lohnsteuerklasse IV wählen. Die Steuerklasse IV eines Ehepartners kann nur mit der Steuerklasse IV des anderen Ehepartners kombiniert werden. Wenn zum Beispiel für einen Ehepartner eine Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse V ausgeschrieben wurde, kann der andere nicht in die Steuerklasse IV fallen. Standardmäßig wird beiden Ehepartnern die Lohnsteuerklasse IV automatisch zugewiesen, wenn beide berufstätig sind und nicht die Kombination der Steuerklassen III und V wählen. Ehepaare, die dauerhaft getrennt leben, müssen wieder die Steuerklassen I beziehungsweise Steuerklasse II wählen.

    Steuerklasse 4 mit Faktor

    • Das Faktorverfahren bei der Steuerklasse 4 ist ein Anteilsmodell zur gerechteren Besteuerung ungleicher Einkommen.
    • Mit Steuerklasse 4 mit Faktor können Ehepaare die Besteuerung an die Höhe ihrer jeweiligen Einkommen besser anpassen.
    • Bei Steuerklasse 4 mit Faktor zahlt derjenige mit dem geringeren Einkommen auch weniger Lohnsteuer.
    • Allerdings lohnt sich das Faktorverfahren im Vergleich mit der Steuerklassenkombi 3/5 nicht immer. Ein Vergleich der möglichen Steuerklassen ist sinnvoll.

    Steuerklasse 4 mit Faktor: Das bedeutet das Faktorverfahren

    Berufstätigen Ehepaaren wird automatisch die Steuerklassenkombination 4/4 zugewiesen.

    Darüber hinaus haben sie die Wahl zwischen zwei weiteren Kombinationen:

    • 3/5
    • und 4-Faktor/4-Faktor.

    Bei Steuerklasse 4 mit Faktor handelt es sich um ein Anteilsmodell, das ein Optionsrecht für Ehepartner vorsieht. Es lässt Ehepartnern die Entscheidung, die Besteuerung je nach dem, welchen Anteil sie zum Familieneinkommen beitragen, zu wählen. (§ 39f EStG).

    Ziel des Faktorverfahrens ist es, dass beim jeweiligen Ehepartner beim Lohnsteuerabzug mindestens die Steuerentlastung geltend gemacht werden kann, die ihm zusteht.

    • Hat ein Paar die Steuerklassenkombination 4/4 je mit Faktor gewählt, zahlt jeder Partner nur so viel Prozent der Lohnsteuer wie er zum Gesamteinkommen beiträgt.

    Beispiel: Steuerklasse 4 mit Faktor

    Carmen und Jürgen haben für sich die Steuerklassenkomination 4/4 mit Faktor gewählt. Jürgen verdient 4.000 Euro brutto monatlich. Seine Frau erhält ein geringeres Gehalt von 2.000 Euro brutto. Das Paar hat damit ein Gesamteinkommen von 6.000 Euro pro Monat.

    Zu diesem trägt Carmen ca. 33 Prozent bei. Da das Faktorverfahren zur Anwendung kommt muss sie daher auch nur 33 Prozent der anfallenden Lohnsteuer zahlen.

    Für wen lohnt sich die Kombination Steuerklasse 4 mit Faktor?

    Die Steuerklasse 4 mit Faktor lohnt sich nicht für alle berufstätigen Ehepaare. Nur, wenn beide Ehegatten in etwa gleich viel verdienen, macht ein Verbleib in der Steuerklasse 4 mit Faktor Sinn.

    Ist jedoch das Einkommen eines Ehepartners bedeutend höher, ist es sinnvoller, dass der Besserverdienende in Steuerklasse 3 wechselt. Derjenige, der weniger verdient, sollte in Steuerklasse 5 wechseln. Am Jahresende wird diese Verteilung der Steuerklassen keinen Unterschied bei der Jahressteuerschuld machen. Man zahlt dasselbe.

    Allerdings ist es weitverbreitet, dass man lieber sofort mehr Geld auf dem Konto hat als später eine größere Steuerrückerstattung zu erhalten.

    Die möglichen Steuerklassen für Ehepaare in der Übersicht

    Häufig gestellte Fragen zur Steuerklasse 4 mit Faktor

    Welche Rolle spielt die Steuerklassenkombination?

    Auf den ersten Blick mag die Tatsache, dass es bei der Jahressteuer keinen Unterschied macht, den Eindruck erwecken, dass die Wahl der Lohnsteuerklassenkombination keine Rolle spielt. Doch das entspricht nicht der Wahrheit, denn Lohnersatzleistungen wie

    werden durch die Wahl der Steuerklassen sehr wohl beeinflusst.

    Diese Lohnersatzleistungen hängen allesamt vom letzten Nettogehalt ab. Wer also damit rechnen muss, in naher Zukunft womöglich Arbeitslosengeld oder eine andere Lohnersatzleistung beziehen zu müssen, sollte die Wahl der Lohnsteuerklasse im Vorfeld vorsichtig abwägen.

    Denn bei diesen Leistungen erhalten Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn in Steuerklasse 3 oder 4 deutlich mehr als Arbeitnehmer bei gleichem Bruttogehalt in Steuerklasse 5.

    • Es wird empfohlen, einen Steuerklassen Rechner heranzuziehen, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie sich die einzelnen Steuerklassen auf das Nettogehalt auswirken.

    Wie wechselt man in Steuerklasse 4 mit Faktor?

    Beide Ehepartner teilen dem Finanzamt mit, dass Sie eine Anwendung des Faktorverfahrens wünschen und in Steuerklasse 4 mit Faktor eingestuft werden möchten. Zu Jahresbeginn teilen sie überdies dem Finanzamt die erwartete Höhe beider Jahresarbeitslöhne mit. Die Höhe beider zu erwartenden Jahreslöhne bildet die Basis der Berechnung.

    Das Finanzamt wird nun die Höhe der gemeinsamen Einkommenssteuer unter Zuhilfenahme des Splittingfaktors ermitteln und überdies die zu erwartende Höhe des Lohnsteuerabzugs errechnen. Sind diese beiden Werte bekannt, werden diese zueinander ins Verhältnis gesetzt. Das Resultat ist der „Faktor“.

    Möchte ein Paar die Steuerklasse wechseln, muss beim zuständigen Finanzamt ein Antrag gestellt werden.

    Mit folgendem Formular kann ein Steuerklassenwechsel beim Finanzamt beantragt werden:

    Источники: http://www.finanztip.de/faktorverfahren-steuerklasse/, http://www.steuerklassen.net/steuerklasse-4.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-4-mit-faktor/

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