Lohnsteuerklassen verheiratet

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    Welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete?

    Steuerklasse für Verheiratete: Die wichtigsten Fakten

    • Verheiratete sind nach der Hochzeit automatisch in der Steuerklasse 4.
    • Ehepaare können zusätzlich zwischen den Steuerklassenkombinationen 3/5 und 4/4 mit Faktor wählen.
    • Ein Steuerklassenwechsel muss schriftlich beim Finanzamt beantragt werden.
    • Verheiratete können die Steuerklassen einmal jährlich wechseln.

    Verheiratete: Welche Lohnsteuerklassen können gewählt werden?

    Nach der Hochzeit kommen beide Ehepartner automatisch in Steuerklasse 4. Dort muss das Ehepaar jedoch nicht bleiben. Sie haben die Möglichkeit, zwei weitere Kombinationen zu wählen.

    Steuerklassen 3 und 5

    Steuerklassen 4 und 4 jeweils mit Faktor

    Bringt einem Paar eine Steuerklassenkombination mehr Vorteile als die Steuerklassen, in denen sie sich gerade befinden, können die Eheleute die Klassen wechseln. Dies ist einmal jährlich möglich und muss beantragt werden.

    Steuerklassen für Ehepaare in der Übersicht

    Unterschiede bei Steuerklassen für Verheiratete?

    Bei der Wahl der entsprechenden Steuerklasse kommt es darauf an, wie viel die beiden Ehegatten verdienen. Wenn einer der Partner ein deutlich höheres Einkommen hat als der andere, dann wäre es sinnvoll, sich für die Kombination aus Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 zu entscheiden.

    Der jeweils besser verdienende Partner (die Summe sollte bei etwa 60 Prozent des Haushaltseinkommens liegen) müsste dann die Lohnsteuerklasse 3 für sich beanspruchen.

    Derjenige mit dem niedrigeren Einkommen entscheidet sich für die Lohnsteuerklasse 5.

    Verdienen beide Ehegatten etwa gleich viel, ist die Variante 4/4 sehr sinnvoll. Dann sind beide Partner gleichermaßen von der Höhe der steuerlichen Abzüge betroffen und zudem nicht verpflichtet, eine gemeinsame Steuererklärung vorzulegen.

    Die dritte Variante, die Steuerklasse 4/4 mit Faktor, verpflichtet wieder zur gemeinsamen Steuererklärung.

    Bei dieser Version zahlen beide Partner, auch wenn sie unterschiedlich verdienen, den Lohnsteuerbetrag, der dem jeweiligen Anteil am gemeinsamen Bruttoeinkommen entspricht.

    Lohnsteuerklasse vor Hochzeit entscheiden

    Es ist also durchaus sinnvoll, sich bereits vor der Eheschließung genauestens darüber zu informieren, welche Lohnsteuerklasse für Verheiratete im eigenen Fall infrage kommt.

    Ein Steuerklassenrechnerkann dabei ein nützliches Hilfsmittel sein. Mit nur wenigen Angaben kann der Rechner schnell und umkompliziert Auskunft darüber geben, welche Steuerklassenkombination für ein verheiratetes Paar am vorteilhaftesten ist.

    Wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

    Ändern sich die persönlichen Umstände eines Ehepaares, zum Beispiel durch Nachwuchs, bevorstehende Arbeitslosigkeit eines Partners oder eine Gehaltserhöhung, kann ein Steuerklassenwechsel sinnvoll sein. Doch wie können Verheiratete die Steuerklasse wechseln?

    Zunächst einmal ist zu beachten, dass ein Steuerklassenwechsel einmal jährlich vollzogen werden kann. Dazu muss ein Antrag beim zuständigen Finanzamt gestellt werden, der diesem bis zum 30. November vorliegen muss.

    • Beide Ehepartner müssen mit dem Steuerklassenwechsel einverstanden sein. Das entsprechende Formular muss von beiden unterschrieben werden.

    Schnell die Steuerklasse wechseln mit einem PDF-Formular zum Steuerklassenwechsel:

    Sinnvoller Steuerklassenwechsel – ein Beispiel

    Melanie erhält eine Gehaltserhöhung

    Melanie und ihr Mann Jan haben für sich die Steuerklassenkombination 3 und 5 gewählt. Da Melanie bisher in Teilzeit arbeitete, verdiente sie 1500 Euro brutto im Jahr. Jan ist in Vollzeit beschäftigt und hat ein Einkommen von 3600 Euro brutto monatlich. Die Einkünfte lagen damit weit auseinander, sodass die Steuerklassen 3 und 5 die vorteilhaftesten für das Paar waren.

    Nun möchte Melanie mehr arbeiten und baut ihre Stelle zu einer Vollzeitstelle aus. Ihr Gehalt erhöht sich dabei mit 3300 Euro auf mehr als das doppelte.

    In diesem Fall ist die Steuerklassenkombination 3/5 nicht mehr sinnvoll. Ein Wechsel der Klassen hin zu der Kombination 4/4 ist ratsam, da beide Gehälter nun dicht beieinanderliegen.

    Rentner und Arbeitnehmer: Welche Steuerklasse für Verheiratete?

    Ähnlich wie die meisten Arbeitnehmer müssen sich auch die verheirateten Rentner auf eine Steuerklassenkombination festlegen.

    Die Variante 3/5 ist insbesondere dann geeignet, wenn einer der beiden Ehepartner noch arbeitet und sehr gut verdient. Der berufstätige Partner sollte dann die Steuerklasse 3 nutzen, während der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

    Befinden sich jedoch beide Eheleute im Ruhestand und haben ein ähnlich hohes Einkommen, bietet sich die Steuerklassenkombination 4/4 an.

    Welche Steuerklasse mit Kind?

    Steuerklasse mit Kind: Die wichtigsten Fakten

    • Die richtige Lohnsteuerklasse mit Kind richtet sich nach Familienstand
    • Je nach Steuerklasse kann ein Kinderfreibetrag geltend gemacht werden
    • Alleinerziehend mit Kind sollte der Entlastungsbetrag in Steuerklasse 2 beantragt werden

    Welche Steuerklasse mit Kind ist die richtige? Diese Frage stellen sich viele Eltern und die, die es bald werden. Eine eindeutige Antwort kann nicht gegeben werden, denn je nach Lebenssituation bzw. Familienstand kommt eine andere Steuerklasse infrage.

    In den meisten Fällen wirkt sich der Nachwuchs weniger auf die Steuerklasse als auf die Lohnsteuer aus. Diese Tatsache resultiert aus dem Anspruch auf den Kinderfreibetrag. Einen Steuerklassenwechsel ruft ein Kind in der Regel nur dann hervor, wenn der Elternteil vorher in Steuerklasse 1 war.

    Steuerklassen mit Kind – Beispiele für Veränderungen

    Ist man verheiratet und befindet sich gemeinsam mit dem Partner in der Klasse 4, so ändert sich die Steuerklasse mit Kind nicht, wohl aber die Lohnsteuer. Denn beide Partner haben je Anspruch auf die Hälfte vom Kinderfreibetrag, der 7.356 Euro beträgt, also 3.678 Euro pro Person.

    Waren die beiden Eheleute in den Lohnsteuerklassen 3 und 5, so verändert sich die Steuerklasse mit Kind ebenfalls nicht. Allerdings erhält der Partner, der in der Lohnsteuerklasse 3 war, in diesem Fall den vollen zusätzlichen Freibetrag für das Kind.

    Eine wirkliche Veränderung der Steuerklasse mit Kind tritt ein, wenn man ledig ist: In diesem Fall war man zuvor in die Lohnsteuerklasse 1 eingestuft. Als Alleinerziehender/ Alleinerziehende gibt es allerdings eine spezielle Steuerklasse mit Kind – die Steuerklasse 2.

    Der Unterschied ist, dass hier zusätzlich zum Kinderfreibetrag ein Entlastungsbetrag in der Höhe von 1.908 Euro vorgesehen ist, der sich wie ein zweiter Freibetrag für das Kind auf die Lohnsteuer auswirkt.

    • Lebt ein unverheiratetes Paar mit dem eigenen Kind zusammen, bleiben beide Partner in Steuerklasse 1. Da sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, profitieren sie nicht von den Vergünstigungen für Alleinerziehende.

    Die richtige Steuerklasse mit Kind in der Übersicht

    Alleinerziehende: Welche Steuerklasse ist mit Kind am besten?

    Grundsätzlich gilt: Wer alleinerziehend ist und ein minderjähriges Kind betreut, das dauerhaft im eigenen Haushalt lebt, wird in Steuerklasse 2 eingeordnet. Die einzige Bedingung ist, dass keine weitere volljährige Person mit im Haushalt leben darf, die theoretisch als weiterer Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Lebt eine ledige Person mit ihrem Lebenspartner zusammen und betreut sie gleichzeitig ihr minderjähriges Kind im gleichen Haushalt, erfüllt die Person nicht die Voraussetzungen für Steuerklasse 2. Sie wird dann in Steuerklasse 1 eingeordnet.

    Eheähnliche Gemeinschaft mit Kind – die Wahl der Steuerklasse

    Die Konstellation aus eheähnlicher Gemeinschaft und einem oder mehreren Kindern im gleichen Haushalt kommt sehr häufig vor.

    Eine eheähnliche Gemeinschaft liegt dann vor, wenn zwei volljährige Personen zusammenleben, aber nicht verheiratet sind oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft besteht.

    Wer als alleinerziehende, ledige Person in einer solchen Konstellation zusammenlebt, wird nicht der Steuerklasse 2, sonder der Klasse 1 zugeordnet.

    • Sabine ist ledig und Mutter des 5-jährigen Tims. Lange lebte sie mit ihrem Sohn alleine. Da zu dieser Zeit alle Voraussetzungen für die Steuerklasse 2 zutrafen, wurde Sabine in ebendiese einsortiert. Vor Kurzem ist jedoch Sabines Freund Robert zu dem Mutter-Sohn-Gespann gezogen. Da jetzt von einer eheähnlichen Gemeinschaft gesprochen werden kann, wird Sabine Steuerklasse 1 zugeordnet.

    Verheiratet: Welche Steuerklasse ist mit Kind die richtige?

    Allgemein gilt: Ehepaare und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften können ihre Steuerklassen frei wählen. Je nach Einzelfall bieten sich die Steuerklassenkombinationen 4/4, 3/5 oder 4/4 mit Faktor an.

    Auch mit Kind besteht für Verheiratete und Lebenspartner diese Wahlmöglichkeit weiterhin. Lediglich die Verteilung des Kinderfreibetrages sieht bei den unterschiedlichen Kombinationen anders aus.

    • Bei der Kombination 4/4 erhalten beide Partner jeweils die Hälfte des Kinderfreibetrages.
    • Bei der Kombination 3/5 erhält der Partner in Steuerklasse 3 den vollen Kinderfreibetrag.

    Kein Entlastungsbetrag in Steuerklasse 3

    Praktisch passiert es immer wieder, dass sich auch Alleinerziehende in der Lohnsteuerklasse 3 befinden. Kommt es zu einem Ableben des Partners, darf der Witwer oder die Witwe für das laufende Jahr und das darauffolgende Jahr in der Steuerklasse 3 verbleiben.

    Oft ist dabei jedoch noch ein Kind im Haus. Die Klasse 3 ist allerdings nicht als Steuerklasse mit Kind konzipiert. Dies bedeutet, dass der Entlastungsbetrag hier nicht in Anspruch genommen wird. Eigentlich wäre deshalb ein Wechsel in die Klasse 2 anzuraten, die kann sich jedoch in einigen Fällen negativ auf die Lohnsteuer auswirken.

    Häufig gestellte Fragen

    Wann kann sich die Steuerklasse wegen eines Kindes ändern?

    Wird ein Kind geboren, hat das auf die Steuerklasse nur dann eine Auswirkung, wenn man nicht verheiratet ist. Denn dann war man zurvor der Steuerklasse 1 zugeordnet und wechselt mit dem Kind in Steuerklasse 2. Voraussetzung: Man ist sorgeberechtigt und auch nach der Geburt des Kindes weiter unverheiratet.

    Warum kann sich durch ein Kind die Steuerklasse ändern?

    Je nach Familienstand gibt es unterschiedliche Steuerklassen. Die Steuerklassen 3, 4 und 5 sind für verheiratete Personen, die Steuerklassen 1 und 2 für unverheiratete Personen.

    Bekommt eine unverheiratete Person ein Kind und zieht sie dieses Kind alleine auf, wechselt sie automatisch von Steuerklasse 1 in Steuerklasse 2. Denn diese bietete Alleinerziehenden steuerliche Vorteile.

    Die Steuerklasse nach der Heirat

    Steuerklasse nach der Heirat: Die wichtigsten Fakten

    • Die Steuerklasse nach der Heirat ist automatisch die Steuerklasse 4.
    • Wer die Steuerklassenkombination 3/5 haben möchte, muss dies schriftlich beim Finanzamt beantragen.
    • Auch wenn ein Ehepartner kein Gehalt erhält, wird man automatisch in die Steuerklasse 4 eingeordnet.
    • Für Ehepaare gibt es nur folgende mögliche Steuerklassenkombinationen: 3/5 und 4/4.
    • 3/5 lohnt sich bei unterschiedlichen Verdiensten und 4/4 bei annähernd gleichen Verdiensten.

    Steuerklasse nach der Heirat berechnen

    Welche Steuerklassen-Kombinationen sind möglich?

    Je nachdem, ob beide Ehepartner in etwa gleich viel verdienen oder ob sich ihre Bruttoverdienste erheblich voneinander unterscheiden, sollten sie nach der Heirat in der automatisch zugewiesenen Steuerklasse 4 verbleiben. Die Steuerklasse 4 sieht pro Person im Jahr 2017 einen Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro und einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro vor.

    Der Kinderfreibetrag ist zwar nur halb so hoch wie in den Steuerklassen 1, 2 und 3, er wird jedoch beiden Ehepartnern gleichermaßen zugesprochen, so dass sie in der Gesamtsumme wieder auf 7.356 Euro im Jahr 2017 und pro Kind kommen.

    Nicht immer ist ein sofortiger Wechsel in die für manche Ehepaare steuerlich günstigere Steuerklassenkombination 3 / 5 sinnvoll. Vor dem Steuerklassenwechsel nach einer Heirat sollte man sich Gedanken machen, wie die finanzielle Zukunft aussieht.

    • Wenn man sich in seinem Job nicht sicher ist, sollte man gut überlegen, in die Steuerklassen 3 und 5 zu wechseln. Ein nachträglicher Wechsel der Steuerklasse ist nicht einfach möglich.

    Wichtige Fragen zur Steuerklasse nach der Heirat

    Wann lohnt die Steuerklasse 3?

    Verdient ein Ehepartner signifikant mehr als der andere, kann sich auch ein Ehegattensplitting steuerlich lohnen.

    Es sieht unter anderem vor, dass der eine Ehepartner in die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner in die Steuerklasse 5 eingeordnet wird.

    In der Steuerklasse 3 sind die Lohnabzüge deutlich geringer als in der Steuerklasse 4 oder 5. So liegt der Grundfreibetrag in dieser Steuerklasse nicht bei 8.820 Euro, sondern bei 17.640 Euro im Jahr 2017.

    Sofern der gut verdienende Ehepartner diese Steuerklasse nutzt, kann dies nicht selten dazu führen, dass das Ehepaar deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, als dies in der Steuerklasse 4 der Fall wäre.

    Allerdings ist es nicht selten, dass ein Ehegattensplitting bei der Einkommensteuererklärung regelmäßig zu Nachzahlungen führt und darauf sollte das Ehepaar vorbereitet sein.

    Wem nutzt die Steuerklasse 5?

    Die Steuerklasse 5 ist für den Ehegatten mit dem geringerem Einkommen von beiden gedacht. Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 Euro und der Vorsorgepauschbetrag in individueller Höhe könnten in dieser Steuerklasse unverändert geltend gemacht werden.

    Allerdings hat das Ehegattensplitting speziell für den Ehepartner in der Steuerklasse 5, neben der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, Steuern nachzahlen zu müssen, einen weiteren Nachteil. Er wird deutlich höhere Lohnabzüge hinnehmen müssen, als dies in den meisten anderen Steuerklassen der Fall wäre.

    • In der Steuerklasse 5 gibt es weder einen Grundfreibetrag noch einen Kinderfreibetrag.

    Was ist vor dem Wechsel der Steuerklassen bei Ehepaaren zu bedenken?

    Bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat sollte man immer Weitblick walten lassen, da ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr möglich ist.

    Daher ist es wichtig, die weitere Entwicklung zu überblicken. Ist es zum Beispiel absehbar, dass ein Ehepartner in naher Zukunft Lohnersatzleistungen wie

    beziehen wird, sollte dies bei der Wahl der Steuerklasse nach der Heirat berücksichtigt werden. Denn die Lohnersatzleistungen berechnen sich nach dem letzten Nettoeinkommen.

    • Bei der Steuerklasse 3 ist das Nettoeinkommen höher als bei der Steuerklasse 5. Vor der Geburt eines Kindes kann es sich daher lohnen, vorher in Steuerklasse 3 zu wechseln. Auf diese Weise würde sich das Elterngeld erhöhen.

    Wer sollte die Steuerklasse 6 wählen?

    Immer dann, wenn sich einer der beiden Ehepartner entscheidet, mehrere Jobs gleichzeitig auszuführen, wäre die Steuerklasse 6 von Bedeutung.

    • In der Steuerklasse 6 gibt es keinerlei Freibeträge. Deshalb sind die Abzüge sehr hoch.

    Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn beide Ehepartner nebenbei jobben und auf diese Weise ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

    Steuerklasse nach der Heirat: Wechselformular und ELStAM

    Wer von der Steuerklassenkomination 4/4 in die Steuerklassen 3 und 5 wechseln möchte, muss dies mit dem ‚Antrag auf Steuerklassenwechsel für Ehegatten‘ beantragen:

    Seitdem das Verfahren ‚Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“ (ELStAM) eingeführt wurde, übermittelt die Meldebehörde automatisch nach einer Eheschließung folgende Informationen an die Finanzverwaltung:

    • den geänderten Familienstand
    • die Identifikationsnummer

    Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide Eheleute ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

    Ein weiterer Vorteil von ELStAM ist, dass auch dem Arbeitgeber die Steuerklasse als ELStAM automatisch zum Abruf zur Verfügung gestellt wird.

    Szenarien/Rechenbeispiele

    Im Folgenden werden drei gängige Szenarien für die Steuerklasse nach der Heirat vorgestellt. Um sich die Details zu einem der Szenarien anzusehen, klicken Sie dazu einfach auf den jeweiligen Button.

    Szenario 1: Eheschließung im Mai, keine Kinder vorhanden

    An dieser Stelle haben die Betroffenen sicher den geringsten Aufwand. Hintergrund: In Deutschland gilt seit einigen Jahren der Grundsatz, dass im Rahmen der Eheschließung die Finanzbehörden informiert werden.

    Aufgrund dessen erfolgt automatisch die Einordnung der Ehepartner in die neue Lohnsteuerklasse. Die Steuerklasse nach der Hochzeit bewirkt also: Für beide gilt zuerst die Steuerklasse 4, welche im Anschluss individuell angepasst werden kann.

    Szenario 2: Ehepartner mit sehr starkem Einkommensunterschied

    Hier sieht die Situation folgendermaßen aus: Zuerst vergibt das Finanzamt nach der Hochzeit für beide Partner – ganz automatisch – Steuerklasse 4. Um die Abgabenlast positiv zu beeinflussen, kann sich der Wechsel in die Kombination Steuerklasse 3/5 lohnen. Dieser Wechsel muss aber beantragt werden. Alternativ besteht die Chance, mit der Steuerklasse 4 mit Faktor zu arbeiten.

    Szenario 3: Trauung erfolgt aufgrund eines gemeinsamen Kinderwunsches

    Wird die Ehe während der Schwangerschaft geschlossen, sollte sich das Paar zum Handeln entschließen. Da die Höhe des Elterngeldes ans Nettoeinkommen gekoppelt ist, hat die Steuerklasse 3/5 positive Auswirkungen. Allerdings kann es – je nach Situation – für das andere Elternteil eventuell zu Nachteilen kommen.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/verheiratete/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/mit-kind/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-nach-der-heirat/

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