Lohnsteuernachzahlung berechnen

    0
    93

    Steuerklassen 3 und 5: Nachzahlung berechnen

    • Steuerklasse 3 und 5 lohnt sich, wenn das Einkommen des Ehepaares in einem 60:40 Verhältnis steht
    • Ehepaare in dieser Steuerklassenkombination müssen allerdings oft viel nachzahlen
    • Eine hohe Nachzahlung kann jedoch vermieden werden

    Warum Nachzahlung bei Steuerklasse 3 und5? Ehepaare, die gemeinsam in den Steuerklassen 3 und 5 veranlagt werden, erwartet am Ende des Jahres oft eine unangenehme Überraschung: eine hohe Nachzahlung. Es kann sich deshalb lohnen, bereits frühzeitig die Höhe der Nachzahlung zu berechnen, um geeignete Maßnahmen treffen zu können.

    Warum muss in den Steuerklassen 3 und 5 häufig nachgezahlt werden?

    Die Steuerklassen 3 und 5 sind für Paare, die deutlich unterschiedliche Gehälter beziehen. Wenn ein Partner mehr als 60 Prozent des Gesamteinkommens beisteuert, sollte man diese Klassen wählen und nicht in Steuerklasse 4 verbleiben. Jedes Gehalt wird nun erst einmal einzeln veranlagt.

    Der Partner in Steuerklasse 5 zahlt zwar praktisch ab dem ersten Euro Lohnsteuer, doch sehr wenig. Beim jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich wird sein Gehalt jedoch aufgrund der gemeinsamen Veranlagung mit dem des Partners, der in Steuerklasse 3 ist, zusammengerechnet. Es ist folglich viel höher, weshalb die gezahlte Lohnsteuer nicht ausreicht und die Nachzahlung erforderlich wird.

    Splittingtabelle erstellen: Ein Wert aus der Splittingtabelle für die Errechnung der Nachzahlung bei Steuerklasse 3 und 5 lässt sich über die Eingabe der Jahresgehälter in einen Splittingtabelle Rechner erstellen.

    • Die Kombination von Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 erbringt nur den Vorteil einer Steuerersparnis für das monatliche Einkommen als Vorauszahlung für den jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich, jedoch NICHT für die gesamte Steuerzahlung. Was beim Lohnsteuerjahresausgleich eventuell an Rückzahlung möglich wäre, wird bei der Kombination von Steuerklasse 3 und 5 bereits monatlich berechnet.

    Auf einen Blick: Nachzahlung in den Steuerklassen 3 und 5 vermeiden

    1. Beide Gehälter addieren
    1. Bereits gezahlte Lohnsteuer berechnen
    1. Zu zahlende Lohnsteuer mit Hilfe der Splittingtabellen berechnen
    1. Nachzahlung berechnen: Gezahlte Lohnsteuer von der zu zahlenden abziehen
    1. Mit dem Finanzamt eine Vorauszahlung ausmachen oder die Steuerklasse wechseln

    Das passende PDF zum Steuerklassenwechsel ist hier zum Download erhältlich.

    So kann man die Nachzahlung in den Steuerklassen 3 und 5 berechnen

    Man kann mit einer einfachen mathematischen Operation herausfinden, wie viel Lohnsteuer nachgezahlt werden muss.

    Die Gehälter der Partner aus den Steuerklassen 3 und 5 werden addiert, ganz so, als seien sie von nur einer steuerpflichtigen Person erwirtschaftet worden. Anschließend wirft man einen Blick auf die zu zahlende Lohnsteuer für diesen Betrag.

    Hierbei können die aktuellen Splittingtabellen helfen, die über die Höhe der Lohnsteuer informieren. Nun zieht man von der zu zahlenden Lohnsteuer den bereits entrichteten Betrag ab und erhält im Ergebnis die eigene Nachzahlung.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie kann man eine Nachzahlung umgehen?

    Es ist möglich, die Nachzahlung zu vermeiden, wenn man dafür in Kauf nimmt, monatlich weniger Geld in der Tasche zu haben.

    • wechselt aus den Steuerklassen 3 und 5 in die 4. oder
    • leistet eine sogenannte Vorauszahlung
    • Die Vorauszahlung wird jedes Quartal gezahlt. Ihre Höhe wird mit dem Finanzamt ausgehandelt.

    Wann macht es Sinn, sich für die Steuerklassenkombination 3/5 zu entscheiden?

    Steht das Einkommen in einem Verhältnis 60:40, dann ist es in der Regel sinnvoll, sich für die Steuerklassen 3 und 5 zu entscheiden. Der Ehegatte mit dem höheren Einkommen sollte sich dabei für die Steuerklasse 3 entscheiden.

    Grundsätzlich ergibt sich durch diese Wahl keine Steuerersparnis. Vielmehr wird hier die Steuererstattung, die man nach der Steuererklärung bekäme, schon monatlich durch die geringeren Lohnsteuerabzüge, sprich das höhere Nettoeinkommen, erreicht.

    Welche Vorteile hat die Steuerklasse 4?

    Will man Nachzahlungen vermeiden, empfiehlt sich ein Wechsel in die Steuerklasse 4 /4 oder auch die Nutzung der Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren.

    Entscheidet man sich für die Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren, dann berechnet das Finanzamt für beide Ehepartner die Steuerlast, die voraussichtlich fällig wird.

    Die vorausberechnete Steuer wird dann durch den monatlichen Lohnsteuerabzug getilgt. Im besten Fall erreicht man durch einen Wechsel in die Steuerklasse 4 Faktorverfahren eine Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung von 0 Euro.

    Lohnsteuerrechner 2018 – Berechnen Sie Ihr Nettogehalt aus Ihrem Brutto Lohn

    Unser Online Lohnsteuerrechner ermöglicht Ihnen, sich einen Überblick zu ihren persönlichen Lohnsteuerabzügen zu verschaffen und schnell aus Ihrem Brutto-Gehalt Ihr Netto-Gehalt zu berechnen. Verschaffen Sie sich einen schnellen Einblick über Ihr Nettogehalt unter Berechnung des Faktorverfahren, der Kirchensteuer und Ihrer individuellen Steuerklasse.

    Der Rechner wird geladen .

    In unserem Lohnsteuerrechner für das Jahr 2018: Die Lohnsteuer als Quellensteuer

    Steuerpflichtige, die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (Lohn) beziehen, also beispielsweise in einem Büro oder Ladengeschäft als Angestellte tätig sind und einen Lohn erhalten, müssen eine Lohnsteuer entrichten. Diese wird jedoch direkt an der Quelle, dem Gehalt, einbehalten und von dem jeweiligen Arbeitgeber an die zuständige Finanzbehörde abgeführt. Die Höhe der zu zahlenden Lohnsteuer richtet sich dabei nach der Steuerklasse, in die jeder Steuerpflichtige eingeteilt wird. Testen Sie auch unseren Gehaltsrechner 2018, diese hilft Ihnen ebenfalls bei der Brutto Netto Berechnung.

    Lohnsteuerklassen und die Lohnsteuerkarte

    In der Lohnsteuerklasse 1 werden alle Steuerpflichtigen zusammengefasst, die unverheiratet, verwitwet oder geschieden sind und keine Kinder haben. Sobald mindestens ein Kind vorhanden ist, werden diese Steuerpflichtigen in der steuerlichen Klasse 2 geführt. Verheiratete Personen, die deutlich mehr Geld verdienen als ihr Ehepartner, werden in die Steuerklasse 3 eingestuft, während sich der Partner dann automatisch in der Lohnsteuerklasse 5 befindet. In der Steuerklasse 4 werden alle Ehepaare geführt, in denen beide Parteien über ein annähernd gleich hohes Einkommen von Ihrem Arbeitgeber verfügen. Die Steuerklasse 6 enthält schließlich Steuerpflichtige, die mehrere Beschäftigungen auf der Grundlage ihrer Lohnsteuerkarte ausüben. Die genauen Auswirkungen der Steuerklassen können Sie im obigen Lohnsteuerrechner sofort testen. Berechnen Sie, welches Nettogehalt von Ihrem Brutto Gehalt übrig bleibt. Gerne können Sie auch unseren Rechner zur Optimierung der Steuerklassen (mit und ohne Kinder) verwenden. Ihre Steuerklassenkombination wird in der wird in der Lohnsteuerkarte eingetragen, sie beruht in der Regel auf dem sog. Faktorverfahren.

    Tipp 1 zum Lohnsteuerrechner bzw. Einkommensteuerrechner: Summe der Steuerklassen immer 8

    Bei Ehepaaren muss die Gesamtzahl der Steuerklassen immer 8 ergeben. Sollten Ihre Einkünfte erheblich voneinander abweichen, so können Sie bereits sicher sein, dass der besser verdienende Partner in der Lohnsteuerklasse 3 und der geringer verdienende Partner in der Klasse 5 geführt werden wird, wenn Sie heiraten. In vielen Fällen lohnt sich der Gang zum Traualtar aus steuerlicher Sicht, jedoch sollte dies natürlich nicht der einzige Grund für eine Eheschließung sein.

    Lohnsteuer und Einkommensteuererklärung

    Für jeden Steuerpflichtigen lohnt sich die Abgabe einer Steuerklärung! Durch den festgelegten Arbeitnehmerpauschbetrag hat selbst ein Arbeitnehmer ohne weitere anfallende Werbungskosten die Möglichkeit, eine Steuererstattung zu erhalten. Kommen dann beispielsweise noch gezahlte Versicherungen, Krankenversicherung, geleistete Spenden oder ungewöhnlich hohe Krankheitskosten dazu, ist dem steuerpflichtigen Arbeitnehmer dringend zu raten, seine Steuererklärung bei der zuständigen Finanzbehörde einzureichen. Eine Abgabe ist bis zum 31.05. des jeweilige Folgejahres möglich.

    Tipp 2 zum obigen Lohnsteuerrechner : Verlängerung durch einen Steuerberater

    Nimmt der Steuerpflichtige die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch, so verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31.12. des jeweilige Folgejahres. Außerdem können auf diesem Weg beim Ausfüllen der durchaus komplizierten Formulare keine möglicherweise folgenschweren Missverständnisse und Fehleinträge entstehen.

    P.S.: Dieser Rechner ist sehr vergleichbar mit unserem Gehaltsrechner.

    News zum Lohnsteuerrechner

    22.11.2017: Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ab 2018 gesenkt

    Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Dies wurde vom Kabinett gemäß Pressemeldung der Bundesregierung beschlossen.

    14.11.2017: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2018. Folgende Änderungen für 2018 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 9.000 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.714 Euro bzw. 7.428 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2018 53.100 Euro (2017: 52.200 Euro)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 78.000 Euro (2017: 76.200 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 69.600 Euro (2017: 68.400 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2018 für die Rentenversicherung 72 % (2017: 68 %)

    01.11.2017: Geringerer kassenindividueller Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2018 liegt bei nunmehr 1,0 Prozent. Dieser jüngst im Bundesanzeiger veröffentlichte, allein vom Arbeitnehmer zu tragende Beitragsanteil hat sich somit im Durchschnitt um 0,1 Prozentpunkte gegenüber 2017 verringert.

    26.06.2017: Immer wieder erreichen uns Fragen zum Solidaritätszuschlag oder zum Thema Kinderfreibeträge:

    Viele Nutzer fragen uns, ob bei unserer Lohnsteuerberechnung auch der Solidaritätszuschlag, Kinderfreibeträge oder der Arbeitgeberzuschuss berücksichtigt werden. Die einfache Antwort ist: na klar. Wir brechnen nicht nur die Lohnsteuer. Wenn Sie den Rechner verwenden, erhalten Sie ein Ergebnisfenster mit detaillierten Werten zum Solidaritätszuschlag, zur Kirchensteuer und natürlich auch zum Thema Arbeitgeberzuschuss (zu Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung). Der Steuerrechner verwendet hierzu selbstverständlich die Kinderfreibeträge (siehe links) und als Grundlage die Lohnsteuertabelle.

    22.11.2016: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2017. Folgende Änderungen für 2017 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.820 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.678 Euro bzw. 7.356 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2017 auf 52.200 Euro (2016: 50.850 Euro)
    • Anhebung des bundeseinheitlichen Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung auf 2,55 % (2016: 2,35 %)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 76.200 Euro (2016: 74.400 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 68.400 Euro (2016: 64.800 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2017 für die Rentenversicherung 68 % (2016: 64 %)

    01.01.2016: Gestiegener kassenindividueller Zusatzbeitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2016 liegt bei nunmehr 1,1 Prozent, wie im Bundesanzeiger vor kurzem publiziert wurde. Dieser Beitragsanteil, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist, hat sich daher im Mittel um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Zusatzbeitrag aus 2015 erhöht.

    01.12.2015: Tarifentlastung für 2015 komplett im Dezember 2015

    Mitte 2015 wurde rückwirkend zum Beginn des Jahres das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags beschlossen. Auf eine rückwirkende Korrektur der Lohnsteuer hat man dabei verzichtet. Stattdessen wurde einheitlich geregelt, die gesamte resultierende Tarifentlastung für 2015 nur bei der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung im Dezember 2015 zu berechnen. Im Lohnsteuerrechner kann zur Berechnung der Tarifentlastung im Feld "Steuerjahr" "2015 (Dez.)" ausgewählt werden.

    01.01.2015 : Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Während der neu festgelegte Beitragssatz von 14,6% zur gesetzlichen Krankenversicherung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich geteilt wird, können die Krankenkassen fortan einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag für deren Finanzierung erheben. Dieser ist vollständig vom Arbeitnehmer zu tragen. Laut Bundesanzeiger vom Oktober 2014 beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 0,9 Prozent und gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze. Sofern also Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht mehr als diesen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent erhebt, haben Sie als Arbeitnehmer keine höheren Beiträge als im letzten Jahr zu leisten. Denn auch im vergangenen Jahr wurde letztlich ein Anteil von 8,2 Prozent Ihres Bruttogehalts für die gesetzliche Krankenversicherung einbehalten. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich dieser Zusatzbeitrag in Zukunft entwickelt.

    Erstmals seit 1991 erzielte der Bund in einem ersten Halbjahr einen Überschuss an Steuereinnahmen. Dies wurde vor allem durch besonders hohe Zuwächse von 5 Prozent bei den Lohnsteuereinnahmen und 8,3 Prozent bei den Einkommensteuereinnahmen im zweiten Quartal 2014 erzielt. Jeder einzelne Arbeitnehmer verdiente im Durchschnitt brutto 2,7 Prozent mehr, netto waren es 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

    Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

    Lohnsteuernachzahlung berechnen

    Steuerklassen 3 und 5: Nachzahlung berechnen

    Ehepaare, die gemeinsam in den Steuerklassen 3 und 5 veranlagt werden, erwartet oft am Ende des Jahres eine unangenehme Überraschung, weil die Nachzahlung bei der Lohnsteuer die Regel ist. Die Trennung der Steuerklassen half ihnen zwar dabei, monatlich mehr Geld auf dem Konto zu behalten, doch wenn die Nachzahlung zu hoch wird, ist dieser positive Effekt hinfällig.

    Es ist deshalb in jedem Fall lohnend, bereits frühzeitig die Höhe der Nachzahlung zu berechnen , um geeignete Maßnahmen treffen zu können.

    Warum muss in den Steuerklasse 3 und 5 so häufig nachgezahlt werden?

    Die Steuerklassen 3 und 5 sind für Paare, die deutlich unterschiedliche Gehälter beziehen. Wenn ein Partner mehr als 60 Prozent des Gesamteinkommens beisteuert, solle man diese Klassen wählen und nicht in Steuerklasse 4 verbleiben, heißt es. Jedes Gehalt wird nun erst einmal einzeln veranlagt.

    Der Partner in Steuerklasse 5 zahlt zwar praktisch ab dem ersten Euro Lohnsteuer, doch sehr wenig. Am Ende wird sein Gehalt jedoch aufgrund der gemeinsamen Veranlagung mit dem des Partners, der in Steuerklasse 3 ist, zusammengerechnet. Es ist folglich viel höher. Die gezahlte Lohnsteuer reicht nicht aus. Die Nachzahlung kommt zustande.

    So kann man die Nachzahlung in den Steuerklassen 3 und 5 berechnen

    Man kann mit einer einfachen mathematischen Operation herausfinden, wie viel Lohnsteuer nachgezahlt werden muss. Die Gehälter der Partner aus den Steuerklassen 3 und 5 werden addiert, ganz so, als seien sie von nur einer steuerpflichtigen Person erwirtschaftet worden. Anschließend wirft man einen Blick auf die zuzahlende Lohnsteuer für diesen Betrag.

    Hierbei können die aktuellen Splittingtabellen helfen, die über die Höhe der Lohnsteuer informieren. Die Splitting -Tabellen für 2013 können unter http://www.vlh-muenchen.de/18.html abgerufen werden. Nun zieht man von der zu zahlenden Lohnsteuer den bereits entrichteten Betrag ab und erhält im Ergebnis die eigene Nachzahlung.

    Kann man die Nachzahlung vermeiden?

    Es ist möglich, die Nachzahlung zu vermeiden, wenn man dafür in Kauf nimmt, monatlich weniger Geld in der Tasche zu haben. Entweder man wechselt aus den Steuerklassen 3 und 5 in die vierte oder man leistet eine sogenannte Vorauszahlungen, die Gewerbetreibende von der Umsatzsteuer kennen dürften. Die Vorauszahlung wird jedes Quartal gezahlt. Ihre Höhe wird mit dem Finanzamt ausgehandelt.

    Auf einen Blick: Nachzahlung in den Steuerklassen 3 und 5 vermeiden

    Nachzahlung in den Steuerklassen 3 und 5 vermeiden: Die wichtigsten Schritte:

    1. Beide Gehälter addieren

    2. Bereits gezahlte Lohnsteuer berechnen

    3. Zu zahlende Lohnsteuer mit Hilfe der Splittingtabellen berechnen

    4. Nachzahlung berechnen: Gezahlte Lohnsteuer von der zu zahlenden abziehen

    5. Mit dem Finanzamt eine Vorauszahlung ausmachen oder die Steuerklasse wechseln

    In welche Steuerklasse sollte man wechseln, um die Nachzahlung zu vermeiden?

    Will man Nachzahlungen vermeiden, empfiehlt sich ein Wechsel in die Steuerklasse 4 /4 oder auch die Nutzung der Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren . Entscheidet man sich für die Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren, dann berechnet das Finanzamt für beide Ehepartner die Steuerlast, die voraussichtlich fällig wird.

    Die vorausberechnete Steuer wird dann durch den monatlichen Lohnsteuerabzug getilgt. Im besten Fall erreicht man durch einen Wechsel in die Steuerklasse 4 Faktorverfahren eine Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung von 0 Euro.

    Was sollte man vor einem Wechsel der Steuerklasse unbedingt berГјcksichtigen

    Nachdem die Steuerklasse nur einmal im Jahr gewechselt werden kann, sollte der Wechsel genau Гјberlegt werden. Denn wird in naher Zukunft erwartet, dass Lohnersatzleistungen in Anspruch genommen werden mГјssen wie Arbeitslosengeld, Krankengeld oder ist Nachwuchs geplant, dann kann sich ein Wechsel in eine andere Steuerklasse negativ auswirken.

    Wann macht es Sinn, sich fГјr die Steuerklasse 3 und 5 zu entscheiden?

    Steht das Einkommen in einem Verhältnis 60:40, dann ist es in der Regel sinnvoll, sich für die Steuerklassen 3 und 5 zu entscheiden. Der Ehegatte mit dem höheren Einkommen sollte sich dabei für die Steuerklasse 3 entscheiden.

    Grundsätzlich ergibt sich durch diese Wahl keine Steuerersparnis, sondern vielmehr wird hierdurch nur durch die geringeren Lohnsteuerabzüge die im Rahmen der Steuererklärung zu erwartende Steuererstattung vorgezogen.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklassen-3-und-5-nachzahlung-berechnen/, http://www.smart-rechner.de/lohnsteuer/rechner.php, http://www.vlh-muenchen.de/24.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here