Lotto gewinn versteuern

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    Kleiner Steuerratgeber für Lotto-Millionäre

    Steuerratgeber – Lottogewinne und die Steuern

    Immer wieder wird die Frage gestellt, ob Lotto-Gewinne versteuert werden müssen. Die einfache Antwort lautet: Nein. Das deutsche Gesetz besagt nämlich, dass die Gewinne vom Lotto keiner Versteuerung unterliegen. Unabhängig von der Höhe des Betrages wird der vollständige Lotto-Gewinn auf das Konto des glücklichen Gewinners überwiesen. Aber: Was der Gewinner mit dem Geld anfängt, kann zu Steuerzahlungen führen. Hier ein kleiner Steuerratgeber für Lotto-Millionäre:

    1. Kapitalerträge sind steuerpflichtig


    Einnahmen, die durch den Betrag des Lotto-Gewinns erwirtschaftet werden, fallen unter das Versteuerungsgesetz. Im Klartext bedeutet das: Wenn Sie Zinsen oder Aktiengewinne erzielen, dann greifen die Gesetze für Kapitalerträge. Ein Beispiel zum besseren Verständnis der Rechtslage: Nehmen wir einmal an, Sie hätten einen Lotto-Gewinn von 10 Millionen Euro bei beispielsweise 4% angelegt. Dann erhalten Sie monatliche Zinsen von über 30.000 Euro. Die jetzt fällige Kapitalertragsteuer von 25% + Soli 5,5% wird in der Regel gleich von der Bank einbehalten. Genauer gesagt: Bei 30.000 Euro wären das 7.500 Euro Kapitalertragssteuer und 412,50 Euro Soli-Zuschlag und bei Konfession auch die Kirchensteuer von 8% =  600,00 Euro. Dem Gewinner verbleiben also nach Abzug von 8.512,50 Euro noch 21.487,50 Euro. Geht der Glückliche ansonsten keiner Erwerbstätigkeit nach, sprich er hat sonst kein Einkommen, ist unter Umständen eine Steuererklärung am Jahresende sinnvoll. Die Kapitalerträge unterliegen dann dem persönlichen Steuersatz und der ist evtl. niedriger als die 25% (z.B. nach Abzug der Sonderausgaben, private Krankenkasse etc.) Das Finanzamt erstattet von der Kapitalertragssteuer wieder etwas zurück.

    2. Achtung Schenkungssteuer!

    Auch wenn sie ein sozial engagierter Lotto-Gewinner sind und Ihren Freunden mal einfach so ein Haus schenken möchten, fallen Steuern an. Die Schenkungssteuer nämlich, die der Beschenkte entrichten muss. Die Höhe der Schenkungssteuer richtet sich allerdings nach der Art der Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem und nach der Höhe des Vermögens, das der Freund erhält. Je enger der Verwandtschaftsgrad, desto niedriger die Schenkungssteuer. Allerdings läge die Steuer bei einem reinen Geld-Geschenk wesentlich höher als bei einer Immobilien-Schenkung.

    3. Die Ehe als Zugewinn-Gemeinschaft

    Viele Gewinner hegen natürlich den Wunsch, den Gewinn auch mit dem Ehepartner zu teilen. Die Umsetzung ist aber nicht so einfach wie gedacht. Schenken Sie Ihrem Partner in irgendeiner Form einen Teil des Gewinns, dann fällt für diesen wiederum die Schenkungssteuer an – allerdings etwas weniger als bei Freunden und Verwandten.

    Um also Ihrem Partner etwas vom Gewinn zukommen zu lassen, ist es ratsamer die Zugewinngemeinschaft aufzulösen. Im Zuge der Auflösung geht nun die Hälfte des Zugewinns (Lotto-Gewinns) auf den Partner über, ohne extra Steuern dafür entrichten zu müssen. Wäre eine Gütertrennung im Eheleben schon vor dem Lotto-Gewinn vollzogen worden, dann hätte der Partner allerdings Pech gehabt: Dann käme der beschenkte Ehepartner nämlich nicht um die Schenkungssteuer herum.

    4. Die Tipp-Gemeinschaft

    Wenn sich Spieler zu einer Tipp-Gemeinschaft zusammenschließen, lässt sich der Gewinn problemlos zu gleichen Teilen und steuerfrei aufteilen. Allerdings sollten Sie sich in diesem Fall schon im Vorhinein absichern: Sie haben eine Nachweispflicht, dass es sich tatsächlich um eine Tipp-Gemeinschaft handelt, sonst fällt die Schenkungssteuer an. Ein provisorischer Vertrag auf Papier genügt schon als Nachweis. Und wenn Sie den Vertrag auch noch einem Juristen vorlegen, gehen Sie allemal auf Nummer sicher.

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    Lottogewinn versteuern: Diese Regeln gelten

    Ein Lottogewinn ist eine rundum schöne Sache: Der Arbeitsaufwand ist sehr überschaubar, die Beträge häufig sehr lohnend – und das Finanzamt erwartet noch nicht einmal, dass Sie Ihren Lottogewinn versteuern. Wenigstens nicht gleich. Allerdings: Es gibt auch einige steuerliche Besonderheiten im Zusammenhang mit Spiel-, Wett- und Lottogewinnen, die Sie besonders bei großen Gewinnen kennen sollten.

    Grundsätzlich gilt: Spielgewinne müssen in Deutschland nicht versteuert werden. Grund dafür ist aber nicht, wie häufig vermutet, eine generelle, vom Gesetzgeber bewusst gewährte Steuerbefreiung von Wett- und Lottogewinnen. Vielmehr gilt: Spielgewinne sind in Deutschland keiner der sieben Einkunftsarten zugeordnet, auf die der Staat in unterschiedlicher Form Einkommensteuer erhebt. Sie sind daher schlicht „nicht steuerbar“, wie es im Fachjargon heißt.

    Für die Praxis ist dieser Unterschied irrelevant – zumindest was das Heer der Gelegenheitsspieler betrifft. Sie müssen ihren Lottogewinn nicht versteuern.

    Anders sieht es aber aus, wenn Gewinne regelmäßig und in beträchtlicher Höhe fließen – und zu einer echten Einnahmequelle werden, vergleichbar einem Einkommen als Arbeitnehmer oder Selbstständigem. So haben beispielsweise bereits einige Berufsspieler vor Gericht Schiffbruch erlitten, weil sie über mehrere Jahre sehr regelmäßig und erfolgreich an Pokerturnieren, Cash-Games oder Internetveranstaltungen teilgenommen haben. Besonders bitter: Die Gerichte bestätigten in vielen Fällen nicht nur die vom Finanzamt angesetzte Einkommensteuerpflicht der erzielten Gewinne, sondern hielten auch die Besteuerung der Umsätze für begründet (z.B. Finanzgericht Münster, Az. 15 K 798/11 U). Aus Ihrer Sicht waren die betroffenen Profispieler wie Unternehmer zu behandeln, mit allen einkommens- und umsatzsteuerlichen Konsequenzen.

    Lottogewinn versteuern: Steuerliche Beratung immer empfehlenswert

    Doch auch wenn Sie sich keine Sorgen machen brauchen, dass Sie den einmaligen Lottogewinn versteuern müssten: Mit mittel- und langfristigen steuerlichen Folgen müssen Sie trotzdem rechnen. Der Grund: Auf den Wett- oder Lottogewinn selbst zahlen Sie zwar keine Einkommensteuer – wohl aber auf die Erträge, die Sie in den Folgejahren mit Ihrem Gewinn erwirtschaften. Fazit: Es können also aus einem Lottogewinn in den Folgejahren Steuern anfallen, die sich aus Einkünften ergeben, die mit dem Lottogewinn erzielt wurden. Wenn Sie beispielsweise einmal den Euro Jackpot gewonnen haben, ist dieser Gewinn steuerfrei. Die Erträge aus der Anlage des Gewinns jedoch in der Regel nicht.

    Wenn Sie beispielsweise Ihren Lottogewinn in den Kauf von Immobilien investieren und daraus Mieteinnahmen erzielen, müssen Sie diese Mieteinnahmen versteuern. Gleiches gilt für alle anderen steuerbaren Einkünfte, von Kapitalerträgen – wie Zinsen oder Dividenden – bis hin zu den Unternehmensgewinnen aus einer gekauften Beteiligung oder Firma.

    Deshalb sollten Sie bei großen Lottogewinnen in jedem Fall sehr genau überlegen, wie Sie das Geld mittelfristig investieren und steueroptimiert anlegen wollen. Dabei ist es aus steuerlicher Sicht meist auch empfehlenswert, einen Profi (Vermögens- oder Steuerberater) zu konsultieren.

    Für den Fall der Fälle Ist der Lotto-Gewinn steuerfrei?

    Einmal im Leben sechs Richtige haben – davon träumt jeder Lottospieler. Die gute Nachricht: An das Finanzamt müssen Gewinner erstmal nichts abführen. Nur die Erträge sind steuerpflichtig.

    Seltene Zahlenfolge: 9, 10, 11, 12, 13, und 37. Nur drei Spieler haben sechs Richtige getippt. Sie können sich über einen Gewinn freuen.

    "Ein klassischer Lottogewinn ist steuerfrei", erklärt Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin. Denn der Lottogewinn zählt nicht als Einkommen. Denn das Wesen des Einkommens besteht darin, dass ich eine Leistung erbringe und im Gegenzug dafür Geld erhalte. Und auch bei einer Tipp-Gemeinschaft, lässt sich der Gewinn hinterher zu gleichen Teilen ohne Steuerabzug untereinander aufteilen. Dass auf dem Lottoschein möglicherweise nur einer der Gruppe vermerkt ist, spielt dann keine Rolle. Doch hier sollte man sich vorher absichern. Die Gewinner sind in der Nachweispflicht, dass Sie tatsächlich eine Tipp-Gemeinschaft bilden. Ansonsten wird die Schenkungssteuer fällig.

    Steuerpflichtig sind hingegen Preisgelder. Gewinnt etwa ein Teilnehmer einer Fernsehshow den Hauptpreis, muss das Geld meist versteuert werden. Bei Lottogewinnen entfallen lediglich Steuern auf die Erträge.

    Ein Beispiel: Legt ein Lottogewinner einen Gewinn von 1 Million Euro zu 1 Prozent Zinsen an, bekommt er dafür 10 .00 Euro. "Auf diese 10.000 Euro muss er dann Abgeltungssteuer zahlen", erklärt Rauhöft. Fällig werden hierbei in der Regel 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Wer seinen Sparerfreibetrag in Höhe von 801 Euro nicht ausgeschöpft hat, kann diesen von dem Zinsertrag noch abziehen. Verheirateten steht ein Freibetrag von 1602 Euro zu.

    Steuern werden unter Umständen auch fällig, wenn sich ein Gewinner spendabel zeigt. "Verschenken Sie Geld, müssen möglicherweise Schenkungssteuern gezahlt werden", erläutert der Steuerexperte. Das Gleiche gilt für wertvolle Sachgeschenke wie Autos oder Immobilien. Allerdings gibt es hier Freibeträge: Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern steht ein Freibetrag von 500.000 Euro zu. Eltern können jedem Kind bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken, Großeltern jedem Enkelkind bis zu 200. 000 Euro. Schenkungen an Geschwister, Nichten und Neffen, Eltern und Großeltern sind bis zu 20. 000 Euro steuerfrei.

    Источники: http://www.lotto24.de/websites/magazin/allgemein/kleiner-steuerratgeber-fur-lotto-millionare/, http://www.steuern.de/lottogewinn-versteuern.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Ist-der-Lotto-Gewinn-steuerfrei-article13344741.html

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