Lotto steuerfrei

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    Lotto steuerfrei

    Steuern zahlen oder nicht – wie ist das mit dem Lottogewinn?

    Samstagabend, die Ziehung der Lottozahlen ist vorbei und da sind sie: die sechs richtigen Zahlen. Auf dem eigenen Lottoschein. Mitsamt Superzahl. Auch ohne die genauen Quoten zu kennen, darf man sich jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach bereits auf einen Millionengewinn freuen.

    Aber wie sieht es denn überhaupt mit den Steuern aus? Bekommt man den ganzen Gewinn ausgezahlt, darf man das ganze Geld behalten? Oder muss ein Teil davon gleich als Steuern an den Fiskus abgedrückt werden?

    Anders sieht es schon aus, wenn ein Angehöriger oder guter Freund den Millionengewinn abräumt und einen an seinem Glück teilhaben lassen will. In dem Fall wird die klassische Schenkungssteuer fällig. Wer mit anderen in einer Tippgemeinschaft spielt, sollte daher auch immer darauf achten, dass dies auch so auf dem Schein vermerkt ist, denn nur wer das im Zweifelsfall auch glaubhaft nachweisen kann, kommt ohne Steuerzahlung davon.

    Die Begründung dafür, dass ein Lottogewinn nicht versteuert werden muss, liegt übrigens darin, dass man ihn quasi fürs Nichtstun bekommt.

    Die Vermögenssteuer in Deutschland wurde im Jahr 1997 abgeschafft, besteuern könnte man den Lottogewinn also nur noch als Einkommen. Genau als das wird der Gewinn jedoch nicht gezählt, denn Einkommen definiert sich dadurch, dass man eine Leistung erbringt, für die man im Gegenzug Geld erhält. Das Ausfüllen eines Lottoscheins wird nicht als Leistung betrachtet, dementsprechend stellt der Gewinn kein Einkommen dar und bleibt steuerfrei.

    Anders sieht es da schon mit Gewinnen in Quizshows oder ähnlichem aus, dort muss der Kandidat aktiv etwas tun, hat sich seinen Gewinn am Ende also genaugenommen erarbeitet, somit zählt er als Einkommen und wird versteuert.

    Wie bereits erwähnt, muss auf Schenkungen die übliche Schenkungssteuer gezahlt werden. Jedoch gibt es Freibeträge, die es erlauben, dem Ehegatten oder Lebenspartner steuerfrei bis zu einer halben Million Euro zu schenken, Kinder dürfen bis zu 400.000 Euro steuerfrei erhalten und Großeltern dürfen ihren Enkeln bis zu 200.000 Euro steuerfrei zukommen lassen. Für alle anderen engeren Verwandtschaftsverhältnisse wie Schenkungen von Kindern oder Enkeln an Eltern oder Großeltern, unter Geschwistern oder an Nichten, Neffen, Onkel oder Tanten gilt ein Freibetrag von 20.000 Euro. Die Freibeträge werden jeweils 10 Jahre lang aufaddiert, nach 10 Jahren geht der Zähler wieder auf Null und die Freibeträge dürfen erneut ausgeschöpft werden.

    Wer das Geld aus einem Lottogewinn also anlegt und daraus Gewinne, Zinsen oder sonstige Einnahmen erzielt, muss diese Einnahmen im Rahmen der Einkommenssteuer versteuern.

    Dabei ist es gleich, ob der Lottogewinner das Geld nur auf einem Konto liegen lässt und die Zinsen einstreicht, ob er mit Aktien spekuliert oder ein Tagesgeldkonto einrichtet oder ob er in Immobilien investiert und diese vermietet.

    Wirft das gewonnene Geld in irgendeiner Form Gewinn ab, muss dieser versteuert werden.

    Zusätzlich fällt noch die sogenannte Abgeltungssteuer an, zum Beispiel in Form einer Kapitalertragssteuer.

    Ist also der Lottogewinn als solches erst einmal steuerfrei, sollte der Gewinner einer höheren Summe trotzdem recht bald den Weg zu einem Steuerberater antreten und sich dort eingehend über alles informieren lassen, was mit der Versteuerung seines Gewinns zu tun hat.

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    Muss man einen Lottogewinn versteuern?

    Sicherlich handelt es sich um ein Luxusproblem, doch viele Menschen fragen sich, ob man seinen Lottogewinn versteuern muss. Und wenn ja, wird hierauf die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% erhoben oder sogar der deutsche Spitzensteuersatz in Höhe von 45%? Die Antwort lässt alle Lottospieler erfreut aufatmen.

    Lottogewinne sind in Deutschland steuerfrei

    Ein Lottogewinn stellt im deutschen Steuersystem eine Ausnahme dar, da er in keiner der in § 2 Abs. 3 EStG genannten Einkunftsarten fällt. Der Gewinner erhält die volle Gewinnsumme ausgezahlt und muss keine Abzüge durch das Finanzamt fürchten – egal, ob er seinen

    Tippschein im Lottokiosk oder online bei Anbietern wie Tipp24 und Co. abgegeben hat.

    Sozialleistungen können gekürzt werden

    Sollte ein Lottogewinner Sozialleistungen (ALG I oder ALG II bzw. „Hartz 4“) beziehen, so muss der Gewinn bei der Agentur für Arbeit als einmalige Einnahme gemeldet werden. In diesem Fall bleibt der Gewinn selbstverständlich steuerfrei. Die Zahlungen der Agentur für Arbeit können allerdings je nach Gewinnhöhe gekürzt oder komplett gestrichen werden.

    Was passiert nach dem Gewinn?

    Eine Vermögenssteuer wurde in Deutschland zuletzt im Jahr 1996 erhoben. Der damalige Steuersatz betrug 1% auf das steuerpflichtige Vermögen. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Erhebung der Vermögenssteuer jedoch für verfassungswidrig. Durch den bloßen Besitz eines hohen Lottogewinns werden heutzutage also keine Steuern fällig.

    In der Regel bringt man das Geld jedoch zur Bank und möchte von der Verzinsung der Gewinnsumme profitieren. Auf derartige Kapitalgewinne wird seit dem Jahr 2009 generell die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% (bzw. 26,375% inkl. Solidaritätszuschlag) auf alle Zinserträge über einem Freibetrag in Höhe von 801 Euro erhoben.

    Ein Rechenbeispiel

    Angenommen man knackt den Lottojackpot und erhält einen Gewinn in Höhe von 10 Millionen Euro. Würde man die gesamte Summe mit einer Verzinsung in Höhe von 4% p.a. anlegen, beliefen sich die Zinserträge auf satte 400.000 Euro pro Jahr. Abzüglich der Abgeltungssteuer verbleiben davon 294.500 Euro auf dem eigenen Konto. Diese Summe könnte man jährlich ausgeben, ohne dass sich die ursprüngliche Gewinnsumme um einen einzigen Euro reduzieren würde.

    Ausnahmen bei ausländischen Lotterien

    Vorsicht ist bei der Teilnahme an ausländischen Lotterien geboten. Auf einen Gewinn in der amerikanischen Powerball Lotterie werden beispielsweise satte 36% an Steuerabgaben fällig. Über derartige Lotterie- und Glücksspielsteuern entscheidet jeweils der Staat, in dem die Lotterie ansässig ist. Bei Mehrländer-Lotterien wie dem Eurojackpot werden bei einer Teilnahme aus Deutschland keine Steuern auf den Gewinn erhoben. Wie es bei der größten Lotterie der Welt, der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo aussieht, erfahren Sie in unserem El Gordo Ratgeber zu El Gordo Gewinn und Steuern.

    Steuern auf EuroJackpot – müssen Gewinne versteuert werden?

    Jeden Freitag hoffen unzählige Spieler auf den Hauptgewinn beim EuroJackpot. Was aber, wenn man tatsächlich den Jackpot knackt? Sicher fängt man dann an zu träumen, was man mit den Millionen alles anstellen kann. Nach der ersten Riesenfreude stellt sich aber wahrscheinlich auch bald eine eher ernüchternde Frage: Muss man auf EuroJackpot-Gewinne eigentlich Steuern zahlen? Wir haben die Antwort parat!

    Grundsätzlich gilt in Deutschland: Alle Gewinne, die auf Glück oder Zufall beruhen, sind steuerfrei. Dies ist beim EuroJackpot eindeutig der Fall. Auch auf Lotterien, die als Gewinn eine monatliche Sofortrente auszahlen, wie beispielsweise die GlücksSpirale beim Lotto 6 aus 49, trifft dies zu.

    Ein Lotto-Gewinn ist also einer der wenigen Einkünfte, auf die man keine Steuern bezahlen muss, weil dieser unter keine der Einkunftsarten fällt, die in § 2 Abs. 3 EStG genannt werden. Gewinner werden daher steuerrechtlich nicht belangt.

    Steuern und Abgaben nach dem Lotto-Gewinn?!

    Generell gilt aber, der Staat wird beteiligt, wenn ein angelegter Gewinn Zinsen einbringt. Dann unterliegt er nämlich der Abgeltungssteuer von derzeit 25 Prozent. Diese Einnahmen müssen immer beim Finanzamt angegeben und versteuert werden.

    Ferner ist zu beachten, dass auch die Verwendung des Gewinns steuerpflichtig ist. Folgendes Beispiel verdeutlicht dies: Stell dir vor, du gewinnst 80 Millionen Euro bei der nächsten EuroJackpot Ziehung. Der gesamte Betrag ist steuerfrei. Einen Teil deines Gewinns nutzt du dann dazu, ein Restaurant zu eröffnen. Jeglicher Profit, den du mit deinem Restaurant erzielst, muss regulär versteuert werden.

    Kann ich Lotto-Gewinne einfach vererben?

    Die gleiche Regel gilt für Erbschaften. Solltest du deinen Lotto-Gewinn vererben wollen, müssen deine Erben die entsprechende Erbschaftssteuer bezahlen.

    Wichtig ist auch: Ein Lottogewinner, der Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld oder Hartz IV empfängt, ist dazu verpflichtet, den Gewinn als einmalige Einnahme zu melden. Es muss dann geprüft werden, ob das Arbeitslosengeld in Zukunft reduziert oder sogar ausgesetzt wird. Dies hängt von der Höhe des Gewinns ab.

    Generell ist es empfehlenswert, sich nach einem Lotto-Gewinn über eine mögliche Steuerpflicht zu informieren.

    Andere Länder, andere Sitten

    Wie erwähnt, sind Lotto-Gewinne also in Deutschland nicht steuerbar. Wie sieht es aber in anderen Ländern aus? Es ist durchaus interessant herauszufinden, dass es signifikante Unterschiede geben kann.

    Auf der sicheren Seite befinden sich Lottospieler außer in Deutschland unter anderem auch in Österreich, Belgien oder Großbritannien – in diesen Ländern muss man keine Steuern auf Lottogewinne zahlen. Es gibt jedoch einige Länder, in denen der Fiskus mitkassiert. In Spanien zum Beispiel fallen auf Gewinne über 2.500 Euro Steuern von 20 Prozent an. Auch in Portugal müssen Lotto-Gewinner 20 Prozent Abgaben des gewonnenen Betrags leisten. Dies gilt jedoch erst bei Gewinnen von mindestens 5.000 Euro. In der Schweiz werden ebenfalls Steuern erhoben. Alle Gewinne über 1.000 Schweizer Franken sind von 35 Prozent Steuern befallen.

    In den USA ist es sogar noch komplizierter. Die Abgaben, die zu leisten sind, hängen von dem jeweiligen Bundesstaat ab, in dem der Lottoschein gekauft wurde. Die Auszahlung der Preise kann also je nach Bundesstaat ziemlich variieren.

    So werden auf Gewinne von mehr als 5.000 Dollar aus den amerikanischen Lotterien PowerBall und MegaMillions bei US-Bürgern 25 Prozent staatliche Steuern erhoben. Bei Ausländern beträgt diese Steuer 30 Prozent. Zusätzlich muss die Steuer des jeweiligen Bundesstaates bezahlt werden, die sich zwischen 5 und 8 Prozent bewegt. In New York werden dazu Steuern von der Stadt selbst einbehalten.

    Lotto-Steuerparadies Deutschland

    Zum Glück sind wir in Deutschland gegen diesen Steuer-Albtraum gefeit. Gewinne aus Glücksspielen und Lotterien an sich fallen unter keine der Einkommenskategorien und damit auch nicht unter die Steuerpflicht. Nur wenn der Gewinn gewinnbringend angelegt wird, sind die entsprechenden Abgaben zu leisten. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir dir im Gewinnfall, einen Steuerberater deines Vertrauens zu konsultieren.

    Wir hoffen, dass wir etwas Licht in die dunkle (Steuer-) Welt bringen konnten. Da nun die nüchterne Information abgedeckt ist, geht’s jetzt ran ans Träumen! Wähle deine Wunschzahlen und fülle deinen EuroJackpot Tippschein schon für die nächste Ziehung aus! Viel Spaß und Erfolg!

    Источники: http://www.lotto-online.net/Steuern-zahlen-oder-nicht-_-70.html, http://www.lottostiftung.de/ratgeber/steuern/, http://www.eurojackpot.org/aktuelles/steuern-auf-eurojackpot-muessen-gewinne-versteuert-werden/

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