Maximale werbungskosten

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    Werbungskosten

    Was Arbeitnehmer alles

    • Zuletzt aktualisiert: 15. September 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Werbungskosten mindern Ihre Steuerlast bei Ihren Einkünften als Arbeitnehmer.
    • Zu den Werbungskosten zählen alle Kosten, die Ihnen durch Ihre Arbeit entstehen.
    • Von sich aus berücksichtigt das Finanzamt bei Arbeitnehmern pauschal 1.000 Euro.

    So gehen Sie vor

    • Dieses Werbungskosten-ABC listet zahlreiche Steuerspar-Möglichkeiten auf. Prüfen Sie, welche Posten davon bei Ihnen angefallen sind.
    • Haben Sie im Jahr mehr als 1.000 Euro an Werbungskosten ausgegeben, können Sie zu viel gezahlte Steuern nur durch detaillierte Angaben in der Anlage N Ihrer Steuererklärung zurückholen.
    • Auch Vermieter können Werbungskosten von ihren Einkünften abziehen. Kapitalanleger können nur eingeschränkt bestimmte Kosten absetzen, wenn sie Abgeltungsteuer bezahlt haben.

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    Zu den Werbungskosten gehört alles, was Sie ausgeben, um überhaupt Geld zu verdienen. Dazu gehören Bewerbungsfotos genauso wie die Fahrt zum Vorstellungsgespräch. Wer schon einen Job hat, muss vielleicht in eine Fortbildung investieren, um ihn auch zu behalten. Bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt der Arbeitgeber 1.000 Euro Arbeitnehmer-Pauschbetrag.

    Wer im Jahr diesen Betrag mit seinen Werbungskosten nicht übersteigt, der könnte in der Anlage N seiner Steuererklärung darauf verzichten, einzelne Ausgaben einzutragen. Denn 1.000 Euro berücksichtigt das Finanzamt bei jedem Arbeitnehmer automatisch.

    Wer Wohnungen vermietet, sollte seine Immobilie hin und wieder renovieren. Die gesetzliche Definition der Werbungskosten können Sie in § 9 EStG nachlesen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Werbungskosten-ABC

    Absetzen können Sie alle beruflich veranlassten Ausgaben, soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei ersetzt hat.

    Arbeitsmittel Alles, was Sie für Ihre berufliche Tätigkeit einsetzen, gilt als Arbeitsmittel. Grundsätzlich kann jeder Gegenstand ein steuerlich absetzbares Arbeitsmittel sein, wenn Sie ihn überwiegend für berufliche Zwecke nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Aktentasche, PC, Schreibtisch, selbst bezahlter Bürostuhl, Bücherregal und Fachliteratur.

    Arbeitszimmer Für die meisten Steuerzahler ist das häusliche Arbeitszimmer als Steuersparmodell passé. Für diese Kosten gilt nämlich grundsätzlich ein Abzugsverbot. Der Gesetzgeber lässt aber zwei Ausnahmen zu: Wenn Ihnen für Ihre berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, können Sie bis zu 1.250 Euro pro Jahr geltend machen. Wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt Ihrer gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit darstellt, sind Ihre Kosten unbeschränkt abzugsfähig.

    Bahncard Haben Sie sich eine Bahncard gekauft, um Ihre beruflich veranlassten Reisekosten zu senken? Dann können Sie den Preis in voller Höhe als Werbungskosten angeben.

    Berufsausbildung Kosten Ihrer eigenen erstmaligen Berufsausbildung oder Ihres Erststudiums können Sie nur begrenzt bis zu 6.000 Euro im Jahr als Sonderausgaben absetzen. Dagegen können Ihre Ausgaben als Werbungskosten in unbegrenzter Höhe berücksichtigt werden, wenn sie

    • für eine weitere Berufsausbildung,
    • für ein weiteres Studium,
    • für ein Erststudium nach einer bereits abgeschlossenen nichtakademischen Berufsausbildung oder
    • im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses

    Berufskleidung Die Finanzämter erkennen Ausgaben für typische Berufskleidung und deren Reinigung als Werbungskosten an. Darunter fallen beispielsweise Arbeitskittel, Uniform, Blaumann, Sicherheitsschuhe, Arztmantel, Operationshose, Robe und Barett eines Richters sowie die Amtstracht eines Geistlichen. Alle Kleidungsstücke, die Sie als herkömmliche „bürgerliche“ Bekleidung nutzen können, sind dagegen keine typische Berufskleidung.

    Berufsverband Absetzbar sind auch Ihre Beiträge zu Berufsständen und sonstigen Berufsverbänden, beispielsweise die Ärzte- oder die Anwaltskammer, aber auch Gewerkschaften.

    Bewerbungen Wenn Sie eine Arbeitsstelle suchen, können Sie beispielsweise Ausgaben für Inserate, Telefonkosten, Porto, Kosten für Fotokopien von Zeugnissen und nicht erstattete Reisekosten für Vorstellungsgespräche absetzen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Ihre Bewerbung Erfolg hatte.

    Doktortitel Promotionskosten erkennt das Finanzamt als Werbungskosten an, wenn sie beruflich veranlasst sind. Auch Kosten einer Habilitation zählen grundsätzlich zu den Werbungskosten.

    Doppelte Haushaltsführung Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann seine Ausgaben als Werbungskosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung von der Steuer absetzen. Das Finanzamt berücksichtigt Kosten der Zweitwohnung, Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (innerhalb der ersten drei Monate) und Umzugskosten.

    Bus, Bahn und Co.

    Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, können Sie die über die Entfernungspauschale hinausgehenden tatsächlichen Ticketkosten als Werbungskosten abziehen. Die Entfernungspauschale wird übrigens bei Flügen nicht angewendet, stattdessen können Sie auch hier die tatsächlichen Kosten absetzen.

    Fahrten zur Arbeit Ihre Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte fördert der Gesetzgeber in Form einer Pauschale. Für diesen Weg können Sie eine Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 Euro für jeden vollen Entfernungskilometer als Werbungskosten von der Steuer absetzen – unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit und wieder nach Hause gelangen. Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf 4.500 Euro jährlich begrenzt. Wenn Sie aber mit Ihrem eigenen Pkw oder einem Dienstwagen zur Arbeit fahren, berücksichtigt das Finanzamt auch einen höheren Betrag.

    Feierkosten – Die Kosten für eine Feier mit Kollegen, Vorgesetzen und Geschäftsfreunden sind steuerlich absetzbar, falls das Fest zumindest in Teilen beruflich veranlasst war. Im Juli 2015 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass ein Steuerberater die Ausgaben für eine Feier mit Kollegen und persönlichen Freunden absetzen darf (Urteil vom 8. Juli 2015, Az. VI R 46/14). Er hatte in einer gemieteten Halle 46 Kollegen zu seiner bestandenen Steuerberaterprüfung eingeladen und zugleich 55 Leute aus seinem privaten Umfeld anlässlich seines 30. Geburtstags. Er reichte die Gästeliste beim Finanzamt ein und wollte anteilig die Kosten für Miete und Bewirtung als Werbungskosten abziehen. Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht Baden-Württemberg lehnten das ab; der BFH gestattete dies.

    Diese steuerzahlerfreundliche Rechtsprechung ist mittlerweile gefestigt, wie das BFH-Urteil vom 20. Januar 2016, Az. VI R 24/15 zeigt. Hier klagte ein Finanzbeamter, der sein 40-jähriges Dienstjubiläum mit seinen Kollegen im Finanzamt feierte. Er lud alle Kollegen per E-Mail dazu ein und durfte die von ihm bestellten und bezahlten Getränke und Häppchen als Werbungskosten absetzen. Denn ein Dienstjubiläum ist ein berufsbezogenes Ereignis, hat der BFH festgestellt. Die Aufwendungen hierfür können nahezu ausschließlich beruflich veranlasst sein, wenn der Arbeitnehmer folgende Bedingungen einhält:

    • Der Mitarbeiter tritt als Gastgeber auf und bestimmt die Gästeliste.
    • Nachdem die Grenze zwischen Kollege und privaten Freunden fließend sein kann, sollten die beruflichen Gäste nicht individuell, sondern nach einem abstrakten Kriterium eingeladen werden: zum Beispiel alle Kollegen, die gesamte Abteilung, alle Außendienstler, die Senioren oder Azubis der Firma etc.
    • Die Feier sollte in Räumlichkeiten des Arbeitgebers stattfinden und idealerweise zumindest in Teilen oder am Rande der regulären Arbeitszeiten, zum Beispiel am Freitagnachmittag.
    • Bezüglich des Aufwands sollte sie im üblichen Rahmen gehalten werden. Ein Sekt- und Weinumtrunk mit Häppchen ist auf jeden Fall drin.
    • Abgrenzung zu Repräsentationsaufwendungen: Wer Verwandte, persönliche Freunde, Angehörige des öffentlichen Lebens wie Bürgermeister, Stadträte, Journalisten einlädt, muss wissen, dass diese zum privaten Bereich gehören und ihre Einladung einer berufliche Veranlassung zumindest zum Teil widersprechen kann. Zumindest aber der Teil der Kosten, der auf die beruflichen Gäste entfällt, ist absetzbar.

    Der Anlass der Feier ist nur eines von mehreren Kriterien. Das Gesamtbild entscheidet, ob und in welcher Höhe Werbungskosten absetzbar sind. Auch Arbeitnehmer können Bewirtungskosten haben.

    Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten, dann darf er bis zu 110 Euro je Teilnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei sponsern. Geschenke bis 60 Euro fließen in diese Betragsgrenze ein. Gibt die Firma mehr als 110 Euro pro Person, muss sie hierfür Lohnsteuer und auch Sozialversicherungsbeiträge abführen.

    Fort- und Weiterbildung Berufliche Fort- oder Weiterbildungskosten können Sie in voller Höhe als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Das gilt sowohl für Bildungsmaßnahmen in einem schon ausgeübten Beruf als auch für eine Berufstätigkeit in Zukunft (wie die Vorbereitung eines Handwerksgesellen auf die Meisterprüfung). Typische Beispiele sind Lehrgänge, Tagungen und Seminare.

    Führerschein Die Aufwendungen für einen Lkw- oder Busführerschein sind grundsätzlich Werbungskosten. Dagegen zählen die Kosten eines Pkw-Führerscheins zur privaten Lebensführung, auch wenn Sie nur mit dem Auto zur Arbeit kommen können.

    Kapitaleinkünfte Seit 2009 erhebt der Staat auf Zinsen, Dividenden und andere private Geldanlagen 25 Prozent Abgeltungsteuer. Die tatsächlichen Werbungskosten sind nicht absetzbar. Es gibt aber einige Ausnahmen, zum Beispiel die Bankspesen und Maklercourtagen beim An- und Verkauf von Wertpapieren, der Ausgabeaufschlag beim Kauf von Investmentfonds sowie manche Gebühren.

    Kontoführung – Auf normalen Girokonten finden regelmäßig auch beruflich veranlasste Transaktionen (zum Beispiel die Überweisung des Arbeitslohns) statt. Deshalb sind Kontoführungsgebühren anteilig als Werbungskosten abziehbar. Hier hat sich eine Nichtbeanstandungsgrenze von 16 Euro jährlich durchgesetzt. Die meisten Finanzämter berücksichtigen diesen Betrag auch bei kostenfreien Girokonten.

    Kreditkarte – Bestimmt verwenden Sie Ihre Kreditkarte auch für berufliche Ausgaben. Dann sollten Sie einen beruflichen Nutzungsanteil in Prozent ermitteln. Den Kostenanteil, der auf die berufliche Nutzung entfällt, können Sie als Werbungskosten abziehen.

    Meisterprüfung Wer sich für die Aufstiegsfortbildung zum Meister entscheidet, kann seine Ausgaben als Werbungskosten abziehen.

    Rechtsberatung Ihre Beratungskosten und sonstige Rechtsverfolgungskosten (zum Beispiel Prozesskosten) können Sie von der Steuer absetzen, wenn sie berufsbedingt entstanden sind. Das ist zum Beispiel bei einem Prozess vor dem Arbeitsgericht der Fall. Beruflich bedingt ist auch ein Streit vor dem Finanzgericht um Lohnsteuer oder Werbungskosten.

    Reisekosten Wenn Sie aus beruflichen Gründen unterwegs waren, können Sie die Kosten, die Ihnen dadurch entstanden sind, als Reisekosten von der Steuer absetzen. Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen und Reisenebenkosten. Typische Beispiele für beruflich veranlasste Reisen sind Seminar-, Kunden- oder Messebesuche.

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    Sprachkurs Belegen Sie einen Sprachkurs, der konkret mit Ihrer Berufstätigkeit zusammenhängt, sind Ihre Kosten als Werbungskosten abziehbar. Nur weil der Veranstaltungsort eines Sprachkurses im Ausland liegt, muss das nicht für eine überwiegend private Veranlassung des Kurses sprechen. Das gilt jedenfalls für die Mitgliedstaaten der EU, die EWR-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen) und die Schweiz.

    Steuerberatungskosten Wenn Sie sich eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater leisten, können Sie den Teil der Kosten absetzen, der durch Lohn oder Gehalt veranlasst ist. Der private Bereich der Steuererklärung (zum Beispiel Hauptvordruck, Anlage Kind etc.) ist seit 2006 Privatvergnügen und wirkt sich nicht mehr steuermindernd aus.

    Telefon Wahrscheinlich nutzen Sie Ihren Festnetzanschluss oder Ihr Smartphone nicht ausschließlich beruflich. Sie dürfen Ihre Kosten aber in einen – geschätzten – beruflichen und einen privaten Anteil aufteilen. Ohne Nachweis erkennen die Finanzämter 20 Prozent des Rechnungsbetrags, höchstens aber 20 Euro pro Monat an.

    Umschulung Nehmen Sie an einer beruflichen Umschulungsmaßnahme teil, sind die Kosten, die Ihnen dadurch entstehen, Werbungskosten.

    Privater Umzug

    Selbst ohne berufliche Veranlassung müssen Sie steuerlich nicht völlig leer ausgehen. Klassische Umzugsdienstleistungen bezuschusst der Fiskus auch als haushaltsnahe Dienstleistungen.

    Umzug Ihre Umzugskosten sind immer als Werbungskosten abziehbar, wenn Sie dem Finanzamt nachweisen können, dass der Wohnortwechsel beruflich veranlasst war. Haben Sie den Umzug im überwiegenden betrieblichen Interesse Ihres Arbeitgebers durchgeführt (zum Beispiel in eine Dienstwohnung), dürften Sie keine Nachweisprobleme haben. Das Gleiche gilt, wenn Sie eine berufliche Tätigkeit an einem anderen Ort neu aufgenommen haben. Für eine berufliche Veranlassung spricht auch eine Fahrzeitersparnis von mindestens einer Stunde täglich.

    Unfall Wenn Ihnen auf einer beruflich veranlassten Fahrt beziehungsweise auf der Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ein Unfall passiert, können Sie die Kosten der Beseitigung des Schadens an Ihrem eigenen und am fremden Fahrzeug sowie etwaige Mietwagenkosten absetzen. Diese Kosten gelten als außergewöhnliche Aufwendungen im Rahmen der allgemeinen Werbungskosten (siehe Seiten 14 und 15 im Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 31. Oktober 2013). Ansonsten dürfen neben der Entfernungspauschale keine weiteren Fahrzeugkosten abgesetzt werden, nicht einmal Parkquittungen für das Abstellen des Autos während der Arbeitszeit.

    Übrigens: Passiert der Unfall auf dem Weg zur Arbeit und Sie müssen selbst Krankheitskosten tragen, dann können diese als Werbungskosten statt nur als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig sein. Das Gleiche gilt für selbst übernommene Behandlungs- und Fahrtkosten zu Ärzten und Kliniken aufgrund eines Arbeitsunfalls.

    Vermietung und Verpachtung Auch bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung spielen Werbungskosten eine wichtige Rolle. Zu den abziehbaren Kosten zählen zum Beispiel die Abschreibung, Schuldzinsen und Erhaltungsaufwendungen.

    Vorhalten einer Wohnung – Ein Arbeitnehmer, der eine Wohnung aus ausschließlich beruflichen Gründen während der Elternzeit vorhält, weil er plant, danach wieder zur Vollzeitstelle zurückzukehren, kann möglicherweise die Mietkosten in dieser Zeit als „Werbungskosten anderer Art“ absetzen.

    Dies entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg in einem Fall einer angestellten Augenärztin, die mit ihrem Lebensgefährten in einer anderen Stadt zusammengezogen ist. Die zweite Wohnung – vermutlich in Berlin – hatte sie während der Elternzeit kaum noch beruflich genutzt, weshalb ein Abzug wegen doppelter Haushaltsführung ausschied. Dennoch gestatteten die Richter einen Werbungskostenabzug. Die Ärztin behielt ihre relativ günstige Wohnung am Beschäftigungsort vorsorglich aus beruflichen Gründen und wegen des angespannten Mietmarkts. Allerdings dürften private Gründe nur eine untergeordnete Rolle spielen. Um dies zu prüfen sei ein strenger Maßstab anzulegen, betonten die Richter (Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 1. Juni 2017, Az. 3 K 3278/14; Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesfinanzhof eingelegt: Az. VI B 69/17).

    Zinsen Für die Einkünfte aus Kapitalvermögen (auch Dividenden) hat der Gesetzgeber ab 2009 ein Werbungskostenabzugsverbot eingeführt. Seitdem gibt es die Abgeltungssteuer von pauschal 25 Prozent für Kapitalerträge. Werbungskosten fallen unter den Tisch, abziehen können Sie nur einen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern 1.602 Euro).

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    Hohe Werbungskosten? Lohnsteuerermäßigungsverfahren nutzen!

    Bei erwartungsgemäß hohen Werbungskosten können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens für sich nutzen. Dazu beantragen Sie einfach beim Finanzamt einen Freibetrag. Dadurch erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen, weil Ihr Arbeitgeber weniger Lohnsteuer von Ihrem Arbeitslohn einbehalten muss. Werbungskosten, die Ihre Steuerlast mindern, werden also sofort berücksichtigt und nicht erst, nachdem Sie Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Ausgaben rund um den Beruf – für Arbeitnehmer immer noch die beste Möglichkeit Steuern zu sparen

    Als Arbeitnehmer hat man eine ganze Reihe von Möglichkeiten, seine Steuerlast zu senken: Fachbücher und Bewerbungskosten, Wege zur Arbeit und Reisekosten, Arbeitskleidung und Telefonkosten oder Computer und Schreibtisch senken die Steuerlast. Der Haken: Meine Kosten müssen höher sein als der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 €.

    Als Pendler schnell über dem Pauschbetrag

    Das heißt, erst wenn ich mehr als 1.000 € Werbungskosten habe, wirkt sich das so richtig auf meine Steuererstattung aus. Dann macht auch Kleinvieh Mist und das sammeln vieler Einzelbelege Sinn. Um die Grenze zu überschreiten, ist jedoch fast immer ein großer Kostenblock notwendig. Meist ist es der Weg zur Arbeit, die Entfernungspauschale. Denn schon ein einfacher Weg zur Arbeit von 15 km, den ich jeden Tag außerhalb meines Urlaubs fahre, reicht aus, um die Werbungskostenpauschale zu überschreiten. Jetzt macht sich jede weitere Ausgabe bezahlt. Eigentlich ganz einfach, kompliziert wird es erst, wenn ich an wechselnden Arbeitsorten tätig bin oder mal mit der Bahn, mal mit dem Auto, mal mit den Kollegen zur Arbeit fahre. Auch Umwegfahrten, die länger aber schneller als der kürzeste Weg sind, machen häufig Probleme bei der Anerkennung.

    Pendler: Jahresbezogene Prüfung der Kosten

    Arbeitstage-Rechner

    Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kann statt der Entfernungspauschale die höheren tatsächlichen Fahrtkosten ansetzen.

    Die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel sind absetzbar, wenn sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen. Das Finanzamt prüft also jahresbezogen, ob die Entfernungspauschale oder die tatsächlichen Kosten höher sind. Das gilt auch, wenn im Kalenderjahr nur zeitweise öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden, etwa weil ich im Winter statt mit dem Fahrrad mit der Bahn zur Arbeit fahre oder nach einem Wohnungswechsel das Verkehrsmittel wechsel.

    Maßgebende Entfernung für die Berechnung der Entfernungspauschale ist auch bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die kürzeste Straßenverbindung von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte. Das gilt unabhängig davon, ob Teile der Strecke oder die gesamte Strecke zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Eine Addition der tatsächlich zurückgelegten Strecken ist nicht möglich.

    Doppelter Haushalt gut für Werbungskosten

    Lexikon-Begriffe & Gesetze

    Eine zweite Möglichkeit die Pauschbetragsgrenze schnell zu überschreiten besteht, wenn ich aus beruflichen Gründen dauerhaft an meinem Arbeitsort eine Zweitwohnung benötige. Durch das Führen eines doppelten Haushalts kommen nämlich schnell höhere Kosten zusammen, die sich bei der Steuerlast bemerkbar machen. Hier kann ich die tatsächlichen Unterkunftskosten abziehen und so monatlich bis zu 1.000 € als Werbungskosten geltend machen. Die doppelte Haushaltsführung ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft und mit vielen Gestaltungsspielräumen verbunden, die die Steuerersparnis beeinflussen. Gerade bei ledigen Personen stellt sich etwa die Frage nach dem Lebensmittelpunkt. Denn nur, wenn ich einen eigenen Hausstand innehabe, den ich finanziell zumindest mit trage, und daneben eine Wohnung in der nähe meines Arbeitsplatzes, kann ich von der doppelten Haushaltsführung profitieren. Es genügt also nicht, wenn ich unentgeltlich ein oder mehrere Zimmer bei meinen Eltern bewohne. Außerdem bestehen viele kleinere Gestaltungsmöglichkeiten, die man im Vorfeld kennen sollte, z.B. die Drei-Monats-Frist bei Verpflegungskosten, die Besuche des Ehepartners vs. Familienheimfahrten, die Behandlung von Umzugskosten oder der mögliche Ansatz der Entfernungspauschale.

    Umzug: Das Finanzamt an den Kosten beteiligen

    Wer aus beruflichen Gründen umzieht, z.B. wegen eines Jobwechsels oder weil er seine erste Arbeitsstelle nach der Ausbildung antritt, kann die Umzugskosten steuerlich ansetzen. Das gilt auch in Fällen, die man auf den ersten Blick nicht vermutet, etwa wenn sich die Fahrzeit zum Arbeitsplatz deutlich verkürzt oder Sie statt mit dem Pkw zu fahren öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder zu Fuß gehen können. Erfreulicherweise beteiligt sich das Finanzamt auch dann an den Kosten, wenn der Umzug privat veranlasst ist. Grund: Die Finanzverwaltung will einen Anreiz bieten, auch private Umzüge mit »offiziellen« Umzugsunternehmen und nicht in Schwarzarbeit durchführen zu lassen.

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    Verbesserungen für Betreuer und Vormund

    Verbessert hat sich die steuerliche Situation für alle, die ehrenamtlich als Betreuer, Vormünder oder Pfleger tätig sind. Seit 2011 kann hier die Übungsleiterpauschale von inzwischen 2.400 € geltend gemacht werden. Ist man zusätzlich als Trainer in Sportvereinen, als Betreuer im Jugendbereich, als Chorleiter oder Dirigent in einem Musikverein tätig, sind Einnahmen jedoch anzurechnen. Aber in diesen Fällen lohnt sich ohnehin eine Beschäftigung mit der Frage nach der steueroptimalen Regelung, denn hier können sowohl Vereine als auch Ehrenamtliche durch geschickte Konstellationen profitieren.

    Arbeitszimmer – was geht für wen?

    Die meistgelesenen Beiträge

    Arbeitsmittel gehen auch ohne Arbeitszimmer

    Ganz wichtig: Ein Arbeitszimmer hat nichts mit der Absetzbarkeit von Arbeitsmitteln zu tun, d.h. Berufskleidung, Bücher, Zeitschriften, Computer, Fotokopierer, Laptop-Tasche, Büromaterialien, Schreibtisch, Bücherregal usw. können immer als als Werbungskosten abgesetzt werden. Und je nach Beruf können spezielle Arbeitsmittel hinzukommen. So kann ein Fotoapparat auch für Journalisten oder Gutachter ein anzuerkennendes Arbeitsmittel sein. Liegen die Anschaffungskosten über 410 €, so ist es auf die Nutzungsdauer abzuschreiben.

    Belege sammeln empfohlen

    Auch wenn der Weg Wohnung Betriebsstätte, der doppelte Haushalt oder das Arbeitszimmer allein nicht ausreicht, kann er einen ausreichenden Sockelbetrag bieten, um mit weiteren Werbungskosten die Grenze zu überschreiten und im Vergleich zur Pauschale Geld zu sparen. Das heißt: Belege sammeln ist immer sinnvoll, auch wenn es lästig ist.

    An Reisen beteiligt sich der Staat

    Pauschale oder tatsächliche Kosten?

    Interessant wird es auch, wenn Sie beruflich viel reisen müssen und Ihnen der Arbeitgeber Ihre Reisekosten nicht oder nicht vollständig erstattet. Dann sollten Sie über das Jahr hinweg Ihre beruflich veranlassten Reisen sorgfältig dokumentieren, damit Ihnen das Finanzamt bei der Steuererklärung keine Probleme bereitet.

    Firmenwagen – nicht immer ein Gewinn

    Ärger mit dem Finanzamt gibt es häufig auch bei der Nutzung von Firmenwagen. Solange sie pauschal nach der 1%-Methode versteuern, ist es relativ einfach. Was vor der Entscheidung für den Firmenwagen jedoch oft vergessen wird: Erstens: der Listenpreis ist maßgebend, d.h. Rabatte oder der tatsächliche viel niedrigere Kaufpreis des Gebrauchtwagens spielt steuerlich keine Rolle und zweitens auch die Kilometerentfernung zur Arbeit fließt in die Steuerlast mit ein. So müssen neben 1 % des Listenpreises auch noch 0,03 % des Listenpreises pro Entfernungskilometer versteuert werden. Bei einem Firmen-PKW, der 30.000 € kostet, kommen bei 30 km zur Arbeit im Jahr insgesamt 6.840 € steuerpflichtiger Nutzwert zusammen, davon entfallen 3.240 € auf die Fahrten zur Arbeit. Über die Entfernungspauschale können aber nur 2.070 € gegen gerechnet werden.

    Fahrtenbuch als Alternative

    Will man die Besteuerung des Firmenfahrzeugs verringern, indem man statt die Pauschalmethode zu wählen ein Fahrtenbuch führt, schaut das Finanzamt meist ganz genau hin. Selbst ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch kann schnell zu Streitereien mit dem Finanzamt führen, auch wenn es plausible Angaben sind. So sind Umwegfahrten, die das Navigationsgerät vorschlägt unter Umständen einzeln zu rechtfertigen und mit Baustellen oder Stauhinweisen zu belegen oder die km-Angabe wird bezweifelt, wenn nur die Stadt und nicht der Stadtteil oder Straße dokumentiert sind. Hier muss man vorher die Fallstricke kennen, denn eine nachträgliche Angabe ist meist nicht mehr möglich, weil man sich schlicht nicht mehr erinnert.

    Aus- und Fortbildung: Gesetzgeber schränkt den Kostenabzug ein

    Die Rechtsprechung hat sich in den letzten Jahren beim Abzug der Ausgaben für Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung großzgügig gezeigt. Der meist lukrativere Ansatz als Werbungskosten statt als Sonderausgaben ist in vielen Fällen möglich geworden: Für Zweitstudien, Umschulungen oder Weiterbildungen und selbst für das Erststudium oder die Erstausbildung ließ der BFH den Abzug von Werbungskosten zu.

    Diese Entwicklung hat der Gesetzgeber 2011 gestoppt: Aufwendungen für das Erststudium oder die Erstausbildung sind nicht mehr als Werbungskosten abziehbar – und das sogar rückwirkend ab 2004. Allerdings ist die Auseinandersetzung noch nicht zu Ende: Denn das Bundesverfassungsgericht muss noch entscheiden, ob diese Gesetzesänderung verfassungsgemäß ist, was den derzeitigen Abzug als Sonderausgaben rechtfertigt, oder ob die Kosten von Erststudium und Erstausbildung nicht doch als Werbungskosten abziehbar sein müssen.

    Werbungskosten oder Sonderausgaben – wo ist der Unterschied?

    Sonderausgaben haben den Nachteil, dass ein Verlust, der durch den Sonderausgabenabzug entsteht, nicht in spätere Jahre vorgetragen werden kann. Konsequenz: Haben Sie während Ihres Studiums oder Ihrer Ausbildung keine oder nur geringe Einnahmen (maximal bis zum Grundfreibetrag), wirken sich Ausbildungskosten auch in späteren Jahren nicht steuermindernd aus. Sie sind steuerlich verloren.

    Anders beim Werbungskostenabzug: Entsteht durch ihn ein Verlust, kann dieser in spätere Jahre vorgetragen werden. Dadurch sinken die Steuern in den ersten Jahren der Berufstätigkeit nach dem Studium bzw. nach der Ausbildung. In den meisten Fällen ist also der Werbungskostenabzug besser.

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    Wenn Schüler und Studenten jobben

    Immer mehr Schüler und Studenten verdienen sich einige Extra-Euro mit einem Nebenjob. Vor allem in den Schul- und Semesterferien wird eine Frage aktuell: Wie behandeln Finanzamt und Sozialversicherung den Verdienst? Nur wenn Sie die Antwort kennen, können Sie dafür sorgen, dass möglichst viel von dem hart verdienten Lohn in der eigenen Tasche landet und beim Kindergeld nichts anbrennt.

    Werbungskosten oder Sonderausgaben? Die Frage, wie die Kosten für Erststudium und Erstausbildung ansetzbar sind, ist noch nicht endgültig entschieden. Behalten Sie also beide Abzugsmöglichkeiten im Auge, um hier richtig zu reagieren: Einerseits den Abzug von Fortbildungskosten als Werbungskosten, andererseits den Ansatz von Ausbildungskosten als Sonderausgaben. Denn um das Maximum für sich herauszuholen, sollten Sie bereits während Ihrer Ausbildung handeln.

    Ehrenamtspauschale für Betreuer und Vormund

    Ehrenamtlichen Betreuern, Vormündern und Pflegern steht nach § 1835a BGB eine Aufwandsentschädigung von 399 € pro betreuter Person zu. Diese Aufwandsentschädigungen sind dabei keine Einkünfte aus sonstigen Leistungen, sondern Einkünfte aus sonstiger selbstständiger Tätigkeit und daher grundsätzlich einkommensteuerpflichtig (Finanzministerium Baden-Württemberg vom 10.02.2016 – 3 – S 2337/38).

    Für die Einkünfte gibt es einen Steuerfreibetrag von 2.400 € jährlich (200 € monatlich). Nach Abzug des Freibetrags verbleibende steuerpflichtige sind zu versteuern. Eine Betriebsausgabenpauschale (z.B. 25 % der Betriebseinnahmen) wird für Betreuer , Vormünder und Pfleger seit 2015 nicht mehr gewährt. Darüber hinaus gelten die steuerlichen Regelungen zur Übungsleiterpauschale.

    Ist man zusätzlich als Trainer in Sportvereinen, als Betreuer im Jugendbereich, Chorleiter oder Dirigent in einem Musikverein tätig, sind diese Einnahmen anzurechnen. In diesen Fällen lohnt es sich bei der Beschäftigung mit der Frage nach steueroptimalen Regelungen auseinanderzusetzen. Denn hier können unter Umständen durch geschickte Konstellationen Vereine und Ehrenamtliche gleichermaßen profitieren.

    Interessante Beiträge zu diesem Thema:

    Ihr Arbeitgeber schickt Sie häuftiger in die Welt, um dort Ihrer Tätigkeit nachzugehen? Dann ist es meist nicht einfach eine gute Work-Life-Balance aufrecht zu erhalten. Es gibt ständig neues zu organisieren. Wer denkt da schon an die Einkommensteuererklärung?

    Ein Minijob ist ein Arbeitsverhältnis, bei dem der monatliche Arbeitslohn höchstens 450,00 € beträgt, oft als 450-Euro-Job bezeichnet. Aufgrund des seit 2015 auch bei Minijobs zu beachtenden Mindestlohns ist die monatliche Arbeitszeit begrenzt. Für den Arbeitnehmer bleibt der Arbeitslohn normalerweise sozialversicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

    Je nachdem, welcher Art eine Bildungsmaßnahme ist und welchem Zweck sie dient, gilt für die Kosten der Sonderausgaben- oder der Werbungskostenabzug.

    Bis heute haben nahezu 55.000 Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland ihren Arbeitsort in der Schweiz, den sie fast täglich aufsuchen und von dort regelmäßig an ihren deutschen Wohnsitz zurückkehren. Die Besteuerung dieses als Grenzgänger bezeichneten Personenkreises richtet sich nach Art. 15a des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen vom 11.8.1971 (DBA Deutschland-Schweiz).

    Über 500.000 Vereine gibt es in Deutschland, 36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren engagieren sich freiwillig – das sind mehr als 23,4 Millionen Menschen. Diese Angabe stammt zwar aus dem Jahr 2004, neuere Daten sind leider nicht verfügbar. Aber da die Zahl der Freiwilligen 2004 im Vergleich zu 1999 um zwei Prozent gestiegen war, kann man davon ausgehen, dass sich auch bis heute nicht allzu viel geändert hat.

    Sie arbeiten beruflich von zuhause aus? Dann können Sie Ihre Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer möglicherweise als Werbungskosten abziehen. Entweder bis zu einem Betrag von 1.250,00 € pro Jahr, vielleicht sogar unbegrenzt – allerdings nur, wenn Ihr häusliches Arbeitszimmer bestimmte Anforderungen erfüllt.

    Computer, Fachliteratur, Büromöbel, Aktentasche, Telefon oder Handy, Büromaterial oder Berufskleidung, fast jeder nutzt das eine oder andere davon beruflich. Im Fachjargon werden sie deshalb Arbeitsmittel genannt. Die Kosten hierfür sind komplett absetzbar, wenn diese Gegenstände zu mindestens 90 % beruflich genutzt werden. Das heißt im Umkehrschluss: Ab einer 10 %igen privaten Mitbenutzung fallen die Anschaffungskosten in Höhe des privaten Nutzungsanteils steuerlich unter den Tisch. Allerdings gelten für einige teils beruflich, teils privat genutzte Gegenstände wie z. B. Computer, Telefon und Internet Sondervorschriften für die Aufteilung der Kosten.

    Ein Fahrzeug vom Arbeitgeber, das Sie auch privat nutzen können, ist eine tolle Sache. Leider aber hinterlässt der Dienstwagen auf der monatlichen Gehaltsabrechnung deutliche Spuren. Unser Beitrag hilft Ihnen, die Steuer- und Abgabenlast zu senken.

    Immer mehr Schüler und Studenten verdienen sich einige Extra-Euro mit einem Nebenjob. Vor allem in den Schul- und Semesterferien wird eine Frage aktuell: Wie behandeln Finanzamt und Sozialversicherung den Verdienst? Nur wenn Sie die Antwort kennen, können Sie dafür sorgen, dass möglichst viel von dem hart verdienten Lohn in der eigenen Tasche landet und beim Kindergeld nichts anbrennt.

    Bei vielen Angestellten und Beamten befindet sich der Arbeitsplatz weiter entfernt von der Hauptwohnung. Da benötigt man am Beschäftigungsort eine Unterkunft oder Zweitwohnung und schon liegt eine doppelte Haushaltsführung nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG vor. Nach neuer Rechtsprechung gilt das auch, wenn Sie Ihre Hauptwohnung vom Arbeitsort wegverlegen.

    Ein Wohnungswechsel ist eine kostspielige Angelegenheit. Erfreulicherweise beteiligt sich das Finanzamt auch dann an den Kosten, wenn der Umzug privat veranlasst ist. Grund: Die Finanzverwaltung will einen Anreiz bieten, auch private Umzüge mit »offiziellen« Umzugsunternehmen und nicht in Schwarzarbeit durchführen zu lassen.

    In der Anlage N der Steuererklärung können Sie für jeden Kilometer, den Ihre Wohnung vom Arbeitsplatz entfernt liegt (Entfernungskilometer), eine verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale steuerlich geltend machen. Das gilt auch für Fahrten bei doppelter Haushaltsführung.

    Viele Angestellte, Beamte und Lehrer nutzen für ihre beruflichen Aufgaben ein häusliches Arbeitszimmer. Die Kosten dafür sind oft, aber nicht immer steuerlich absetzbar.

    Ob innerbetriebliche Fortbildung, Abendschule, Umschulung, Berufsausbildung, Meisterschule oder Studium: Einen großen Teil der oft hohen Kosten können Sie steuerlich absetzen. Dazu gehören nicht nur Kurs-, Lehrgangs-, Studien- oder Prüfungsgebühren, sondern auch Reisekosten, Verpflegung und – falls notwendig – Übernachtungskosten.

    News zum Thema

    Fahrtenbuch: Ordnung muss sein!

    [10.12.2017] Dass ein Fahrtenbuch steuerlich nur dann erkannt wird, wenn es fortlaufend und zeitnah geführt wird, ist scheinbar noch immer nicht jedem bekannt. Anders lässt sich der folgende Fall kaum erklären. mehr

    Zugbegleiterin hat keine regelmäßige Arbeitsstätte

    [07.12.2017] Eine Zug-Servicemitarbeiterin, die ihren Dienst täglich am selben Bahnhof beginnt und beendet, hat dort dennoch keine regelmäßige Arbeitsstätte: Ihre Haupttätigkeit erbringt sie im Zug, sagt das FG Rheinland-Pfalz. mehr

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    Was sind Werbungskosten?

    Ob Fahrtkosten, Fortbildung oder Fachbücher: Alle Ausgaben rund um den Job heißen Werbungskosten. Und für diese Ausgaben können Sie Geld zurückbekommen.

    Sie fahren mit dem Auto zur Arbeit, machen eine Fortbildung oder ziehen in eine neue Stadt – und all das nur, damit Sie einen guten Job haben und Geld verdienen. Die Finanzverwaltung nennt diese Kosten Werbungskosten. Und weil Werbungskosten eng mit dem Geldverdienen zusammenhängen, unterstützt Sie der Staat. Das heißt: Sie dürfen die Werbungskosten von ihren Einnahmen abziehen. Nur auf das Geld, was übrig bleibt, müssen Sie Steuern zahlen.

    Werbungskosten können Sie haben, wenn Sie a) Geld als Arbeitnehmer verdienen, b) Rente bekommen, c) Geld bei einer Bank anlegen und Zinsen erhalten, d) ein Mietshaus haben und Miete einnehmen und e) wenn Sie sonstige Einkünfte haben, die nicht durch eine Selbstständigkeit entstehen.

    Was zählt alles zu den Werbungskosten für Arbeitnehmer?

    Es gibt viele Dinge rund um Ihren Job, für die Sie Geld ausgeben müssen und wofür Sie am Ende des Jahres Steuern zurückbekommen können. Weil es allerdings sehr viele verschiedene Berufe gibt und deshalb auch unterschiedliche Ausgaben, haben wir hier die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

    • Die Fahrten zur Arbeit, egal ob mit einem Г¶ffentlichen Verkehrsmittel, dem eigenen Auto oder mit einer Fahrgemeinschaft.
    • ReisekostenВ bei einer Dienstreise.
    • Berufsbekleidung, wie beispielsweise einen Laborkittel.
    • FachbГјcher oder Fachzeitschriften, die um Ihr berufliches Thema kreisen und Sie auf dem Laufenden halten.
    • Werkzeug, das Sie fГјr Ihren Job brauchen, zum Beispiel die FrisГ¶rschere.
    • In manchenВ FГ¤llen das Arbeitszimmer zu Hause.
    • Eine Zweitwohnung, die Sie aus beruflichen GrГјnden brauchen.
    • Fortbildungen oder WeiterbildungenВ sowie die kosten fГјr einen berufsbedingten Sprachkurs.
    • Die Kosten fГјr eine zweite Ausbildung.
    • Kosten fГјr die Bewerbung um eine neue Stelle.
    • Kosten fГјr einen Umzug zum Beispiel zu einer neuen Arbeitsstelle.
    • Unfallkosten, die auf dem Weg zur ArbeitВ entstanden sind.
    • BeitrГ¤ge zu BerufsverbГ¤nden und Gewerkschaften.
    • Bestimmte VersicherungsbeitrГ¤ge wie zum Beispiel die Berufshaftpflichtversicherung.
    • KontofГјhrungsgebГјhren.
    • Anwaltskosten und Gerichtskosten, zum Beispiel bei Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber.
    • (Behandlungs-) Kosten bei Berufskrankheiten.
    • Steuerberatungskosten fГјr die Erstellung der Anlage N (fГјr Einnahmen aus nichtselbststГ¤ndiger Arbeit).

    Alle Quittungen und Kassenzettel für Bustickets, Arbeitskleidung oder andere berufliche Ausgaben zählen Sie am Jahresende zusammen und tragen sie in Anlage N Ihrer Steuererklärung ein. Danach machen Sie eine Kopie aller Belege und legen die Originale zur Steuererklärung in den Umschlag.

    Der Staat erlaubt jedem Arbeitnehmer, pauschal 1.000 Euro im Jahr als Werbungskosten geltend zu machen. Das bedeutet, dass das Finanzamt immer automatisch 1.000 Euro vom Jahreseinkommen abzieht, auch wenn Sie weniger Kosten hatten. Wie das funktioniert, erklärt unser Steuer ABC zum Thema Werbungskostenpauschale.

    Unsere Infografik gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die gängigsten Werbungskosten:

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    Kann ich auch als Rentner Werbungskosten haben?

    Natürlich dürfen auch Rentner Werbungskosten in die Steuererklärung eintragen und zwar in die Anlage R. Welche Werbungskosten das sind, erklärt Ihnen unser Steuer-Tipp Rentner können Werbungskosten von der Steuer absetzen.

    Gibt es auch Werbungskosten bei KapitaleinkГјnften?

    Wenn Sie Geld verdienen, indem Sie Ihr Geld geschickt anlegen, haben Sie meisten auch Kosten für Bankgebühren etc. Seit 2009 dürfen Sie diese Kosten aber nicht mehr in tatsächlicher Höhe als Werbungskosten von den Einnahmen abziehen. Stattdessen gibt es den sogenannten Sparer-Pauschbetrag, bei dem nur noch Kosten von maximal 801 Euro für Kapitaleinkünfte in die Steuererklärung (Anlage KAP) eingetragen werden dürfen. Das heißt: Mehr als 801 Euro gibt es nicht, egal wie hoch die Kosten sind.

    Was sind Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung?

    Auch Vermieter können Werbungskosten in die Steuererklärung eintragen, genau gesagt in Anlage V (für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Dazu gehören beispielsweise die Grundsteuer für das Mietshaus sowie Renovierungskosten. Welche Kosten Vermieter noch als Werbungskosten absetzen können, erfahren Sie in unserem Artikel Was Vermieter von der Steuer absetzen können. Eine Grenze gibt es übrigens nicht.

    Und was ist, wenn ich noch "Sonstige EinkГјnfte" habe?

    Zu den sonstigen Einkünften (Anlage SO) zählen zum Beispiel der Unterhalt von einem Ex-Partner oder die Abgeordnetenbezüge eines Politikers. Auch hier kann es Werbungskosten geben. Bei Unterhaltseinkünften gilt beispielsweise ein Pauschbetrag von 102 EUR. Dieser Betrag wird automatisch von den Einnahmen abgezogen und nur für den Rest müssen Sie Steuern bezahlen.

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    Источники: http://www.finanztip.de/werbungskosten/, http://www.steuertipps.de/beruf-job, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/was-sind-werbungskosten.html

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