Minijob steuerklasse

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    Steuerklasse 6 bei Minijob?

    Steuerklasse 6 bei Minijob – das ist die gängige Regelung. Wer einen Minijob ausübt, der die 450 Euro Grenze nicht überschreitet, muss aber zunächst keine Steuern zahlen. Lediglich Beiträge zur Rentenkasse sind auch von 450 Euro Jobbern abzuführen.

    Übersteigt das Einkommen aus dem Minijob aber die 450 Euro Grenze oder wird mehr als einem Nebenjob nachgegangen, müssen die Einkünfte nach Steuerklasse 6 veranlagt werden. Diese Einordnung ist für Steuerzahler nicht immer günstig, weshalb es eine Alternative gibt.

    Steuerklasse 6 bei Minijob: Was genau ist ein Minijob?

    Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen, für die bestimmte Sonderregeln bei den Sozialversicherungen gelten. Kennzeichen derartiger Arbeitsverhältnisse ist ein klar geregeltes Arbeitsentgelt.

    • Minijobber dürfen bis maximal 450 Euro pro Monat verdienen. Man spricht deshalb auch von 450 Euro Jobs, wenn man die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse meint.

    Das Arbeitsentgelt wurde von ursprünglich 400 Euro angehoben, da die Jobs inzwischen unter die Sozialversicherungspflicht fallen und besteuert werden.

    Problematisch: Steuerklasse 6 bei Minijob

    Die Steuerklasse 6 ist die Steuerklasse, die für Zweit- bzw. Nebenbeschäftigungen reserviert ist. Wer mehrere Minijobs ausübt, landet mit diesen schnell in Steuerklasse 6.

    • Ben F. ist seit vielen Jahren sozialversicherungspflichtig als Reiseverkehrskaufmann tätig und verdient monatlich 2100 Euro brutto. Vor wenigen Monaten hat er zusätzlich eine Stelle als Reiseführer in seiner Heimatstadt angenommen. Die Beschäftigung übt er auf 450 Euro Basis aus, da er monatlich 200 Euro damit verdient. Nun möchte Ben einer weiteren Nebentätigkeit als Texter für Reiseführer nachgehen. Hier würde er monatlich 350 Euro erhalten. Nimmt Ben nun diesen weiteren Job an, greift nicht mehr die 450 Euro Regelung. Die Einkünfte der Nebentätigkeiten werden mit dem Einkommen aus Bens Hauptberuf zusammengerechnet und unterliegen der Sozialversicherungspflicht.

    Dadurch, dass der Minijob nun auch sozialversicherungspflichtig ist, wirkt sich dieser Umstand allerdings ausgesprochen negativ aus. Der Grund: Die Abzüge sind in der Steuerklasse 6 am höchsten, weil es keine Freibeträge gibt. Vom ohnehin schmalen Gehalt wandert auf diese Weise ein großer Teil weg.

    Die Alternativ zu Steuerklasse 6 bei Minijob: die Pauschalsteuer

    Der Gesetzgeber hat diese Ungerechtigkeit erkannt, die sich für den Minijobber in der Steuerklasse 6 ergibt, und eine Alternative geschaffen. Die Beschäftigen können sich auch für eine Pauschalsteuer entscheiden, die aus bürokratischen Gründen für sie günstiger ist.

    In diesem Fall wird das Finanzamt komplett umgegangen. Die Pauschalsteuer in Höhe von 2 Prozent des Bruttogehalts wird vom Arbeitgeber direkt an die Minijobzentrale abgeführt.

    Der Beschäftigte ist damit seinen Verpflichtungen im vollem Umfang nachgekommen.

    Im Überblick: Minijob und Steuerklassen

    Die Krankenversicherung beim Minijob

    Wer zahlt die Krankenversicherung bei einem Minijob?

    Die wichtigste Regelungen zuerst: Wer weniger als 450 Euro oder genau diesen Betrag pro Monat netto verdient, muss die gesetzliche Krankenversicherung nicht selbst bezahlen. Wer stattdessen dafür aufkommen muss, hängt vom individuellen Fall ab:

    Der Minijobber übt nur die geringfügige Beschäftigung aus: Der Arbeitgeber zahlt pauschal 13 Prozent des Nettogehalts noch einmal zusätzlich für die Versicherung.

    Der Minijobber ist familienversichert (z.B. als Student): Die Familienversicherung deckt die Kosten ab.

    Der Minijobber geht einer Hauptbeschäftigung nach: Die Kosten werden über den Hauptjob abgedeckt.

    Zwei weitere Szenarien sind zudem denkbar:

    1. Der Arbeitnehmer übt mehrere Minijobs gleichzeitig aus: Die Einkünfte werden addiert und der Versicherte muss selbst einen Teil der Kosten für die Krankenversicherung tragen.
    2. Der Arbeitnehmer geht zusätzlich zu seinem Hauptjob mehreren Minijobs nach: Auch hier werden die Einkünfte addiert und der Versicherte muss selbst einen Teil der Kosten für die Krankenversicherung tragen.

    Was gilt für die private Krankenversicherung bei einem Minijob?

    Wer privat versichert ist und dies auch bleiben möchte bzw. muss, sollte Folgendes beachten: Der Arbeitgeber ist von der Zahlung der Versicherung befreit. Die Kosten für diese muss der Arbeitnehmer selbst tragen.

    Wer die Möglichkeit besitzt, die private Versicherung zu verlassen und nur Einkünfte als Minijobber bezieht, sollte deshalb von der entsprechenden Option Gebrauch machen. Der finanzielle Nachteil ist andernfalls erheblich.

    Welche Kosten durch Sozialversicherungen entstehen dem Arbeitgeber?

    Welche Kosten durch Sozialversicherungen entstehen dem Arbeitgeber?

    Steuerklassen und Minijobs

    • Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs liegt bei 450 Euro.
    • In der Regel ist ein Minijob steuerfrei und braucht keine Steuerklasse.
    • Ein Minijob wird entweder nach Pauschsteuer oder nach Lohnsteuerklasse versteuert.
    • Gilt die Pauschsteuer, muss der Arbeitnehmer keine Steuern zahlen.

    Steuerklassen und Minijob: Pauschsteuer oder Steuerklasse

    Im Normalfall wird ein Minijob über die Pauschsteuer versteuert. Praktisch bedeutet dies, dass der Arbeitgeber zwei Prozent des gesamten monatlichen Bruttoverdienstes an die Minijobzentrale abführt. Das Finanzamt wäre in diesem Falle nicht zuständig.

    Anders verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer eine der sechs Steuerklassen wählt. Dabei sollte er jedoch bedenken, dass er in seiner Wahl nicht grundsätzlich frei, sondern an bestimmte gesetzliche Vorgaben gebunden ist. Lohnsteuer muss dann gezahlt werden, wenn man der Steuerklasse 5 oder 6 zugeordnet ist.

    Steuerklassen und Minijobs je nach Lebenssituation

    Nach der Pauschalbesteuerung des Minijobs benötigen Singles für diesen keine Steuerklasse. Denn das Einkommen bis max. 450 Euro ist steuerfrei.

    Entscheidet man sich gegen die Pauschsteuer und für die Versteuerung des Minijobs durch die Steuerklasse, gilt die Steuerklasse 6.

    Übt ein Single zusätzlich zu einem Hauptberuf einen Nebenjob aus, in dem er mehr als 450 Euro verdient, wird dieser automatisch ebenfalls der Steuerklasse 6 zugeordnet. Diese Steuerklasse ist mit sehr hohen Abzügen verbunden.

    Werden mehrere Nebentätigkeiten parallel ausgeübt, würde für den zweiten und jeden weiteren Nebenjob die Steuerklasse 6 gelten.

    Nicht selten tritt der Fall ein, dass einer der beiden Ehepartner voll berufstätig ist und der andere Ehepartner lediglich einen Minijob ausübt. Hier wäre es sinnvoll, dass der voll berufstätige Ehepartner die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner die Steuerklasse 5 wählt.

    Wer in die Steuerklasse 5 eingeordnet wurde, müsste allerdings damit rechnen, dass er weder einen Grundfreibetrag, noch einen Kinderfreibetrag geltend machen könnte und deshalb deutlich höhere Steuern als in den Steuerklassen 1, 2, 3 und 4 zahlen müsste. Lediglich die Steuerklasse 6 ist noch ungünstiger.

    Sollte eine verheiratete Person zusätzlich zu ihrem Hauptjob einen Nebenjob ausüben, gelten in etwa die gleichen Regelungen, wie sie auch für Singles gelten.

    Was muss ich bei mehreren Minijobs beachten?

    Es kann passieren, dass bei zwei oder mehreren Minijobs eine unkorrekte Besteuerung des Arbeitseinkommens erzielt wird.

    Denn die steuerbegünstigten Regelungen eines Minijobs gelten immer nur bis zur Höhe von 450 Euro. Wer mehr als diese 450 Euro verdient, zum Beispiel durch mehrere Minijobs , muss steuerlich gesehen aktiv werden.

    Er ist dann zum einen verpflichtet, am Jahresende eine Steuererklärung abzugeben. Zum anderen muss in dieser Steuererklärung der Verdienst, der bei der geringfügigen Beschäftigung erzielt wurde, mit angegeben werden.

    Er wird dann zwar nicht noch einmal versteuert, denn die Besteuerung erfolgt ja bereits durch die Knappschaft. Aber der Verdienst aus der geringfügigen Beschäftigung wird bei der Berechnung des Progressionsvorbehalts berücksichtigt.

    Wie läuft die Anmeldung eines Minijobs?

    Der Arbeitgeber eines Minijobbers muss den Arbeitnehmer und dessen Tätigkeit bei der Knappschaft anmelden. Die Knappschaft ist bundesweit für alle Minijobs zuständig und übernimmt für den Arbeitgeber die Abführung von Steuern und Sozialabgaben.

    Nach der Anmeldung eines Minijobs bei der Knappschaft erhält der Arbeitgeber eine entsprechende Mitteilung, in der die Höhe der vom Arbeitgeber abzuführenden Steuerabgaben und Sozialkosten enthalten ist. Diese zahlt er dann an die Knappschaft.

    Was ist ein Minijob?

    Als Minijob wird umgangssprachlich eine Tätigkeit auf Basis von 450 Euro monatlich bezeichnet. Diese Tätigkeit nennt sich korrekt geringfügige Beschäftigung. Dabei kommt es bei der Einstufung als Minijob nicht auf die zeitliche Dauer dieser Tätigkeit, sondern auf die Höhe der Bezahlung an.

    Steuerklassen und Minijobs

    • Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs liegt bei 450 Euro.
    • In der Regel ist ein Minijob steuerfrei und braucht keine Steuerklasse.
    • Ein Minijob wird entweder nach Pauschsteuer oder nach Lohnsteuerklasse versteuert.
    • Gilt die Pauschsteuer, muss der Arbeitnehmer keine Steuern zahlen.

    Steuerklassen und Minijob: Pauschsteuer oder Steuerklasse

    Im Normalfall wird ein Minijob über die Pauschsteuer versteuert. Praktisch bedeutet dies, dass der Arbeitgeber zwei Prozent des gesamten monatlichen Bruttoverdienstes an die Minijobzentrale abführt. Das Finanzamt wäre in diesem Falle nicht zuständig.

    Anders verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer eine der sechs Steuerklassen wählt. Dabei sollte er jedoch bedenken, dass er in seiner Wahl nicht grundsätzlich frei, sondern an bestimmte gesetzliche Vorgaben gebunden ist. Lohnsteuer muss dann gezahlt werden, wenn man der Steuerklasse 5 oder 6 zugeordnet ist.

    Steuerklassen und Minijobs je nach Lebenssituation

    Nach der Pauschalbesteuerung des Minijobs benötigen Singles für diesen keine Steuerklasse. Denn das Einkommen bis max. 450 Euro ist steuerfrei.

    Entscheidet man sich gegen die Pauschsteuer und für die Versteuerung des Minijobs durch die Steuerklasse, gilt die Steuerklasse 6.

    Übt ein Single zusätzlich zu einem Hauptberuf einen Nebenjob aus, in dem er mehr als 450 Euro verdient, wird dieser automatisch ebenfalls der Steuerklasse 6 zugeordnet. Diese Steuerklasse ist mit sehr hohen Abzügen verbunden.

    Werden mehrere Nebentätigkeiten parallel ausgeübt, würde für den zweiten und jeden weiteren Nebenjob die Steuerklasse 6 gelten.

    Nicht selten tritt der Fall ein, dass einer der beiden Ehepartner voll berufstätig ist und der andere Ehepartner lediglich einen Minijob ausübt. Hier wäre es sinnvoll, dass der voll berufstätige Ehepartner die Steuerklasse 3 und der andere Ehepartner die Steuerklasse 5 wählt.

    Wer in die Steuerklasse 5 eingeordnet wurde, müsste allerdings damit rechnen, dass er weder einen Grundfreibetrag, noch einen Kinderfreibetrag geltend machen könnte und deshalb deutlich höhere Steuern als in den Steuerklassen 1, 2, 3 und 4 zahlen müsste. Lediglich die Steuerklasse 6 ist noch ungünstiger.

    Sollte eine verheiratete Person zusätzlich zu ihrem Hauptjob einen Nebenjob ausüben, gelten in etwa die gleichen Regelungen, wie sie auch für Singles gelten.

    Was muss ich bei mehreren Minijobs beachten?

    Es kann passieren, dass bei zwei oder mehreren Minijobs eine unkorrekte Besteuerung des Arbeitseinkommens erzielt wird.

    Denn die steuerbegünstigten Regelungen eines Minijobs gelten immer nur bis zur Höhe von 450 Euro. Wer mehr als diese 450 Euro verdient, zum Beispiel durch mehrere Minijobs , muss steuerlich gesehen aktiv werden.

    Er ist dann zum einen verpflichtet, am Jahresende eine Steuererklärung abzugeben. Zum anderen muss in dieser Steuererklärung der Verdienst, der bei der geringfügigen Beschäftigung erzielt wurde, mit angegeben werden.

    Er wird dann zwar nicht noch einmal versteuert, denn die Besteuerung erfolgt ja bereits durch die Knappschaft. Aber der Verdienst aus der geringfügigen Beschäftigung wird bei der Berechnung des Progressionsvorbehalts berücksichtigt.

    Wie läuft die Anmeldung eines Minijobs?

    Der Arbeitgeber eines Minijobbers muss den Arbeitnehmer und dessen Tätigkeit bei der Knappschaft anmelden. Die Knappschaft ist bundesweit für alle Minijobs zuständig und übernimmt für den Arbeitgeber die Abführung von Steuern und Sozialabgaben.

    Nach der Anmeldung eines Minijobs bei der Knappschaft erhält der Arbeitgeber eine entsprechende Mitteilung, in der die Höhe der vom Arbeitgeber abzuführenden Steuerabgaben und Sozialkosten enthalten ist. Diese zahlt er dann an die Knappschaft.

    Was ist ein Minijob?

    Als Minijob wird umgangssprachlich eine Tätigkeit auf Basis von 450 Euro monatlich bezeichnet. Diese Tätigkeit nennt sich korrekt geringfügige Beschäftigung. Dabei kommt es bei der Einstufung als Minijob nicht auf die zeitliche Dauer dieser Tätigkeit, sondern auf die Höhe der Bezahlung an.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-6-bei-minijob/, http://www.steuerklassen.com/minijob/steuerklassen-und-minijobs/, http://www.steuerklassen.com/minijob/steuerklassen-und-minijobs/

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