Muss ich eine einkommensteuererklärung abgeben

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    Steuererklärung: Ist die Abgabe freiwillig oder Pflicht?

    Nicht jeder muss eine Steuererklärung abgeben – aber jeder darf! Und oft erhalten genau diejenigen Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, eine Steuererstattung.

    Arbeitnehmer, was gilt ohne Job

    hohe Kosten bei niedrigen Einnahmen, Heirat, wenn das Finanzamt plötzlich Geld will

    Kontrollmitteilung, Sozialleistungen, Erbschaft, Schenkung

    Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    Arbeitnehmer, was gilt ohne Job

    Abgabepflicht bei Arbeitnehmern

    Bei Arbeitnehmern zieht der Arbeitgeber Monat für Monat Lohnsteuer ab und bezahlt so Deine Steuerschuld. Für Dich ist steuerlich damit eigentlich alles erledigt und Du musst Dich nicht weiter mit dem Finanzamt auseinandersetzen. Erst wenn weitere Einnahmen, bestimmte Kombinationen von Lohnsteuerklassen oder andere Besonderheiten vorliegen, kannst zur Abgabe verpflichtet sein.

    Der Gesetzgeber vermutet in diesen Fällen, dass er trotz Lohnsteuerabzug und / oder Vorauszahlungen während des Jahres von Dir zu wenig Einkommensteuer bekommen hat. Deshalb musst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben.

    Eine Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung besteht u. a. in diesen Fällen:

    Die steuerpflichtigen Nebeneinkünfte liegen über 410 €.

    Es wurde ein Freibetrag eingetragen.

    Es wurde Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld etc. über 410 € bezogen.

    Es bestanden parallel mit mehreren Arbeitgebern Arbeitsverhältnisse.

    Es liegen Kapitalerträge vor, bei denen keine Abgeltungsteuer erhoben werden konnte.

    Nicht verheiratete oder geschiedene Eltern wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen.

    Ein Ehepartner hatte das ganze Jahr oder zeitweise die Steuerklasse 5 oder 6.

    Im Umkehrschluss heißt das: Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss auch keine abgeben. Du darfst aber auch → freiwillig eine Steuererklärung abgeben.

    Abgabepflicht, wenn Du keinen Job hast

    Wenn Du keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (also Arbeitslohn) hast und ggf. Dein / e Partner / in auch nicht, dann musst Du nur dann eine Steuererklärung abgeben, wenn Deine Einkünfte eine bestimmte Grenze überschreiten. Diese Einkünfte kannst Du zum Beispiel mit der Viermietung einer Wohnung erzielen oder als Gewerbetreibender, Freiberufler, Freelancer usw.

    Ob Du eine Steuererklärung abgeben musst, hängt in diesen Fällen vom sogenannten steuerfreien Grundfreibetrag ab: Liegst Du unter der Grenze, musst Du keine Steuererklärung abgeben. Überschreitest Du sie, machst Du eine Steuererklärung.

    So hoch darf Dein Gesamtbetrag der Einkünfte sein (das sind die Einnahmen abzüglich Werbungskosten bei Arbeitnehmern bzw. abzüglich Betriebsausgaben bei Selbstständigen):

    Wann lohnt sich die freiwillige Abgabe?

    hohe Kosten bei niedrigen Einnahmen, Heirat, wenn das Finanzamt plötzlich Geld will

    Die Abgabe der Steuererklärung ist freiwillig, wenn man nicht → per Gesetz zur Abgabe verpflichtet ist.

    Oft erhalten genau diejenigen Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, eine Steuererstattung. Die Abgabe der Steuererklärung lohnt sich besonders dann, wenn Du während eines Jahres zum Beispiel hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen hattest oder geheiratet hast. Dann ist eigentlich immer eine Steuererstattung drin.

    Will das Finanzamt wider Erwarten doch Geld sehen, kann die Steuererklärung zurückgenommen werden. Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben und das Finanzamt kann keine Steuernachzahlung verlangen.

    Warum fordert das Finanzamt Dich zur Abgabe auf?

    Kontrollmitteilung, Sozialleistungen, Erbschaft, Schenkung

    Du hast noch nie eine Steuererklärung abgegeben – und dann kommt plötzlich ein Brief vom Finanzamt, in dem Du zur Abgabe aufgefordert wirst. Warum? Und was musst Du jetzt tun?

    Vor allem darfst Du das Schreiben nicht ignorieren: Wenn das Finanzamt Dich auffordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, dann musst Du ihm Folge leisten. Durch die Aufforderung entsteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung, auch wenn Du sonst keine Steuererklärung hättest abgeben müssen.

    Eine solche Aufforderung ergeht zum Beispiel, wenn das Finanzamt eine Kontrollmitteilung wegen Einkünften aus Kapitalvermögen, von der Deutschen Rentenversicherung Bund oder bei einer Erbschaft oder Schenkung erhält, oder wenn ein Kontenabruf ergeben hat, dass Sozialleistungen geflossen sind, die sich steuerlich auswirken können.

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    22. Oktober 2014, 11:17 Uhr

    Steuern Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    Selbstständige kommen um die Abgabe einer Steuererklärung nicht herum. Aber auch zahlreiche Arbeitnehmer müssen ihre Einkommenssituation offenlegen. Ob Sie dazu gehören, erfahren Sie in unserer Checkliste.

    Larissa Holzki, Jahrgang 1990, wurde in Hannover von der Nabelschnur getrennt und noch im Brutkasten von der Lokalpresse entdeckt (Babyboom: „Hebammen im Dauerstress“). Schreibt heute lieber selbst, auch über andere Berufsgruppen. Hat an der Kölner Journalistenschule gelernt und in Köln und Hamburg Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Kriminologie studiert. Bei SZ.de zuständig für das Ressort Job und Karriere.

    Grundsätzlich gilt: Wer aufgefordert wird, eine Steuererklärung zu machen, der muss dem Finanzamt seine Einkünfte und Ausgaben bis zu einem bestimmten Termin mitteilen (was passiert, wenn Fristen nicht eingehalten werden, lesen Sie hier). Wer keine Aufforderung erhält, ist davon nicht automatisch befreit. In verschiedenen Einkommenssituationen sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung auch unaufgefordert verpflichtet.

    Zu denen, die um eine Einkommensteuererklärung nicht herum kommen, gehören alle Selbständigen sowie Freiberufler, Land- und Forstwirte, Gewerbetreibende und Beteiligte. Denn anders als bei Angestellten wird bei ihnen nicht jeden Monat ein Teil des Einkommens als Lohnsteuer einbehalten. Stattdessen zahlen viele von ihnen vier Mal im Jahr Einkommensteuer voraus. Ob diese Zahlungen festgesetzt werden, hängt von der Höhe der Einkünfte ab. Die voraussichtlich fällige Einkommensteuer muss mindestens 400 Euro im Kalenderjahr und 100 Euro pro Quartal betragen. Da diese Zahlungen geschätzt werden oder auf den Ergebnissen des Vorjahres beruhen, sind sie allerdings nur ein grober Richtwert. Aus dem Steuerbescheid können sich höhere Nachzahlungen oder Rückerstattungen ergeben.

    Wann Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen müssen

    Aber auch in anderen Fällen nimmt das Finanzamt an, dass es Ihnen im Laufe des Jahres nicht genügend Geld abgezogen hat. Eine Einkommensteuererklärung müssen Sie nach § 46 des Einkommensteuergesetzes daher auch dann abgeben, wenn Ihr Einkommen ganz oder teilweise aus nichtselbständiger Arbeit hervorgeht – das heißt zum Beispiel aus Lohnersatzleistungen – und eine der folgenden Situationen zutrifft:

    • Sie und Ihr Partner haben Arbeitslohn bezogen und die Steuerklassenkombination III/V oder das Faktorverfahren in Anspruch genommen.
    • Das Finanzamt hat Ihnen oder Ihrem Partner Freibeträge eingetragen.
    • Sie haben als Arbeitnehmer Nebeneinkünfte, die 410 Euro überschreiten. Dazu zählen zum Beispiel Überschüsse aus der Vermietung einer Wohnung.
    • Sie haben Lohnersatzleistungen von insgesamt mehr als 410 Euro bezogen – zum Beispiel Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld. Diese Einkünfte sind zwar steuerfrei, erhöhen aber die Besteuerung der übrigen Einkünfte (Progressionsvorbehalt). Bei gemeinsamer Veranlagung gilt die 410-Euro-Grenze für beide Partner zusammen. Eventuell können Sie mit einer Einzelveranlagung Steuern sparen. (LINK: Was muss ich als Ehepaar beachten).
    • Sie haben eine Abfindung erhalten und der Arbeitgeber hat davon die Lohnsteuer einbehalten. Sie haben von mehreren Arbeitgebern Lohn erhalten, der nicht pauschal versteuert wurde. Wenn Sie weitere Arbeitsverhältnisse haben, werden diese nach der Steuerklasse VI abgerechnet und eventuell zu gering besteuert.
    • Von einem neuen Arbeitgeber haben Sie einen „sonstigen Bezug“ erhalten (zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld) und die Lohnsteuerbescheinigung des früheren Arbeitgebers für das gleiche Kalenderjahr vorgelegen hat.
    • Sie sind Arbeitnehmer und haben sich im vergangenen Jahr scheiden lassen und Sie oder Ihr Partner haben im gleichen Jahr wieder geheiratet. Dann muss das Finanzamt wissen, wer mit wem zusammenveranlagt wird. Das gilt auch, wenn die Ehe durch den Tod des Partners aufgelöst wurde.
    • Sie sind mit dem anderen Elternteil Ihres Kindes nicht verheiratet und wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen oder anders als je zur Hälfte untereinander aufteilen. Damit sichergestellt werden kann, dass zum Beispiel Ausbildungsfreibeträge nur einmal gewährt werden, müssen beide Eltern eine Steuererklärung abgeben.

    Hilfe vom Steuerberater

    Es gibt noch weitere, zum Teil sehr spezielle Fälle, in denen Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind. Diese könnten zum Beispiel eintreten,

    • wenn Sie eine Urlaubsvergütung aus der Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft bekommen haben,
    • Ihr Lohnsteuerabzug teilweise mit der gekürzten, teilweise mit der ungekürzten Vorsorgepauschale durchgeführt wurde,
    • Sie noch unausgeglichene Verluste aus den Vorjahren haben,
    • Ihr beschränkt steuerpflichtiger Partner im EU-Ausland lebt oder Sie in Deutschland weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt haben, sich aber als „fiktiv unbeschränkt steuerpflichtig“ behandeln lassen.

    Wenn Sie unsicher sind, ob Sie vielleicht doch eine Steuererklärung abgeben müssen, schauen Sie sich den entsprechenden Paragraphen § 46 des Einkommensteuergesetzes genau an und fragen Sie im Zweifel einen Steuerberater.

    Nicht jeder muss eine Steuererklärung abgeben

    . aber jeder darf! Oft erhalten genau diejenigen Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, eine Steuererstattung. Will das Finanzamt wider Erwarten doch Geld sehen, kann die Steuererklärung zurückgenommen werden.

    Die Abgabe der Steuererklärung ist freiwillig, wenn man nicht per Gesetz zur Abgabe verpflichtet ist. Eine Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung besteht u. a. in diesen Fällen:

    Die steuerpflichtigen Nebeneinkünfte liegen über 410 €.

    Es wurde ein Freibetrag eingetragen.

    Es wurde Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld etc. über 410 € bezogen.

    Es bestanden parallel mit mehreren Arbeitgebern Arbeitsverhältnisse.

    Es liegen Kapitalerträge vor, bei denen keine Abgeltungsteuer erhoben werden konnte.

    Nicht verheiratete oder geschiedene Eltern wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen.

    Ein Ehepartner hatte das ganze Jahr oder zeitweise die Steuerklasse 5 oder 6.

    Vier Jahre Zeit für die Abgabe

    Wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, bekommt dafür mehr Zeit als ein Pflicht-Einreicher : Vier Jahre dürfen sich die Steuerpflichtigen hier Zeit lassen. Die Steuererklärung für das Jahr 2016 muss dem Finanzamt also spätestens am 31.12.2020 vorliegen, bis zum 31.12 2017 darf noch die Steuererklärung für das Veranlagungsjahr 2013 abgegeben werden.

    Die Steuererklärung muss am 31.12. um 24 Uhr beim Finanzamt sein. Es reicht nicht, wenn sie erst am 31.12. losgeschickt wird – denn die Post wird dann erst nach dem 31.12. zugestellt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Unterlagen auch noch bis 24 Uhr in den Hausbriefkasten des Finanzamts einzuwerfen: Dort wird jeder eingeworfene Umschlag mit einem Zeitstempel versehen.

    Rücknahme der Steuererklärung möglich

    Fordert das Finanzamt wider Erwarten eine Steuernachzahlung, kann innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt und die Steuererklärung wieder zurückgenommen werden. Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben und das Finanzamt kann keine Steuernachzahlung verlangen. Zur Sicherheit sollte mit dem Einspruch die Aussetzung der Vollziehung beantragt werden.

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    Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-ist-die-abgabe-freiwillig-oder-pflicht, http://www.sueddeutsche.de/geld/steuern-wer-muss-eine-steuererklaerung-abgeben-1.2146392, http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/nicht-jeder-muss-eine-steuererklaerung-abgeben

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