Muss ich lohnsteuer machen

    0
    33

    Steuererklärung 2017 :  Wer sie machen muss und wer Ihnen dabei hilft

    Jetzt wird es aber wirklich Zeit. Am 31. Mai endet die Frist für die Steuererklärung – aber nicht für alle.

    Bis zum 31. Mai muss die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt sein – zumindest wenn man verpflichtet ist, mit dem Finanzamt abzurechnen. Falls die Abgabe freiwillig ist, hat man vier Jahre Zeit, für das Jahr 2016 also bis zum 31. Dezember 2020. Die Mühe lohnt sich in vielen Fällen: In Berlin bekommt jeder Steuerzahler im Schnitt 985 Euro zurück. Aber auch wer eine Steuererklärung abgeben muss, kann sich Zeit erkaufen, indem er einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater einschaltet. Dann muss man erst am Jahresende liefern. Verzichten Sie auf fremde Hilfe und können schon jetzt absehen, dass Sie den Mai-Termin nicht schaffen, sollten Sie beim Finanzamt um Fristverlängerung bitten.

    Wer in der Pflicht ist

    Einige Steuerzahler sind verpflichtet, eine Erklärung abzugeben. Das gilt für Arbeitnehmer oder Pensionäre mit Steuerklasse V, IV mit Faktor oder VI. Auch wer sich Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen, muss in aller Regel mit dem Finanzamt abrechnen. Wer Nebeneinkünfte (Miete, selbstständige Arbeit) von 410 Euro oder mehr hatte, muss ebenfalls eine Steuererklärung abgeben. Gleiches gilt, wenn man Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Arbeitslosengeld von über 410 Euro bezogen hat. Rentner sind betroffen, wenn sie mit der Rente und anderen Einkommensquellen wie Miete und Verpachtung über den Grundfreibetrag von 8652 Euro (Ehepaare: 17 304 Euro) kommen.

    Wer beim Ausfüllen hilft

    Wer die Steuererklärung selber machen möchte, kann sich Hilfe in Form von Steuerprogrammen holen. Elf Programme hat die Stiftung Warentest getestet. Testsieger waren „Tax 2017“ und die zwei „Wiso“-Programme. Wer die Arbeit an andere delegieren möchte, ist bei einem Lohnsteuerhilfeverein gut aufgehoben. Dort bezahlt man einen einkommensabhängigen jährlichen Mitgliedsbeitrag, der zwischen 40 und 300 Euro betragen kann – der Durchschnittsbeitrag liegt bei 150 Euro. Die Dienstleistung umfasst die Beratung, das Ausfüllen der Formulare, die Prüfung des Bescheids bis hin zum Einspruch. Das Problem: Wer Kapitaleinnahmen von mehr als 13 000 Euro hat (Verheiratete: 26 000 Euro) oder die Anlagen S, G oder L ausfüllen muss oder Honorare bezieht, darf nicht zum Lohnsteuerhilfeverein gehen, sondern muss zum Steuerberater. Das macht die Sache deutlich teurer. Steuerberater rechnen nach der Gebührenordnung ab. Bei einem Arbeitnehmereinkommen von 30 000 Euro können schnell Gebühren von 700 Euro anfallen.

    Wer muss was, wann und wo abgeben? Steuererklärung für Einsteiger

    Nicht nur Ersttäter sind manchmal etwas ratlos, wenn es um die Steuererklärung geht. Muss man wirklich eine abgeben? Sollte man? Ist nach einem Umzug noch das bisherige Finanzamt zuständig? Und warum kann sich trödeln bei der Steuererklärung lohnen?

    Bis zum 31. Mai muss sie Steuererklärung fertig sein. So liest man es zumindest überall. Der Stichtag gilt aber längst nicht für alle. Wer kann sich wie lange Zeit lassen? Wer kann sich die Arbeit komplett sparen? Welche Belege braucht man? Und welches Finanzamt ist überhaupt zuständig, wenn man im letzten Jahr woanders gewohnt hat? Hier ist alles, was man als Steuererklärungs-Einsteiger wissen sollte:

    Wer muss die Steuererklärung machen und bis wann?

    Der 31. Mai ist Abgabestichtag für alle, die eine Steuererklärung machen müssen und sich dabei keine fremde Hilfe holen. Was Manche nicht wissen: Längst nicht jeder ist zur Steuererklärung verpflichtet. Für Arbeitnehmer ist der 31. Mai ist nur wichtig, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

    • Man hatte steuerpflichtige Nebeneinkünfte über 410 Euro, etwa Mieteinnahmen oder eine Rente.
    • Man hat Lohnersatzleistungen über 410 Euro bezogen, etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Elterngeld.
    • Man hat einen Freibetrag eintragen lassen und so während des Jahres weniger Steuern abgeführt.
    • Man hat parallel für mehrere Arbeitgeber gearbeitet.
    • Ein Ehe- oder Lebenspartner war zeitweise oder durchgängig in Steuerklasse fünf oder sechs veranlagt.
    • Es gab Kapitalerträge, auf die man noch keine Abgeltungssteuer gezahlt hat.
    • Das Finanzamt hat im Vorjahr einen Verlust festgestellt.

    Auch wenn man die Steuererklärung abgeben muss, ist man nicht starr auf den 31. Mai festgelegt. Normalerweise ist es kein Problem, etwas Aufschub zu bekommen. Kümmert sich ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Frist ohnehin bis zum Jahresende.

    Wer sollte freiwillig abgeben?

    Alle, die nicht zur Steuererklärung verpflichtet sind, können sich freiwillig veranlagen lassen. In vielen Fällen lohnt sich das, weil man sich Geld zurückholen kann. Zum Beispiel in diesen hier:

    Ohne das Sortieren von Belegen geht es leider nicht. Doch oft lohnt sich die Arbeit.

    • Die Werbungskosten lagen über 1000 Euro. Das ist normalerweise schon der Fall, wenn man mindestens 16 Kilometern zur Arbeit pendelt.
    • Die Sonderausgaben lagen über dem Pauschbetrag von 36 Euro. Als Sonderausgaben zählen beispielsweise Unterhaltszahlungen, Spenden und Kirchensteuer, aber auch Vorsorgeaufwendungen für die Altersvorsorge und andere Versicherungen.
    • Man hat haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerker im Haus bezahlt. Mieter können beispielsweise den Hausmeister oder den Reinigungsservice geltend machen.
    • Man hat Verluste gemacht, beispielsweise bei Vermietungsgeschäften.

    Wenn man die Steuererklärung freiwillig macht, ist der 31. Mai unwichtig. Man hat vier Jahre Zeit, sich Geld zurückzuholen, danach sind sie Ansprüche verjährt. Wer sich für 2012 noch eine Rückzahlung sichern will, muss die Steuererklärung bis zum 31. Dezember 2016 einreichen. Wird wider Erwarten eine Nachzahlung fällig, kann man den Antrag zur Veranlagung immer noch zurücknehmen, wenn der Steuerbescheid da ist.

    Es kann sogar sein Gutes haben, die Steuererklärung auf die lange Bank zu schieben. 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahrs beginnt nämlich der Verzugszeitraum. Ab dann werden Zinsen fällig – für jene, die Steuern nachzahlen müssen, aber auch für das Finanzamt, das Steuern zurückerstattet. Mit sechs Prozent p.a. ist der Zinssatz ist weit besser als bei jedem Festgeldkonto. Für jeden Monat im Verzugszeitraum gibt es 0,5 Prozent Zinsen auf die Rückerstattung. Ob man selbst für den Verzug verantwortlich ist, weil man die Steuererklärung nicht früher abgegeben hat, ist dabei übrigens unerheblich. Ausgezahlt werden die Zinsen aber nur, wenn mindestens 10 Euro zusammenkommen.

    Welches Finanzamt ist nach einem Umzug zuständig?

    Für die Steuererklärung ist immer das Finanzamt des aktuellen Wohnorts zuständig, egal, wo man im jeweiligen Steuerjahr gelebt hat. Wenn man umzieht, muss man das dem Finanzamt zwar nicht melden. Um Rückfragen zu vermeiden kann das aber nicht schaden.

    Schon Neugeborene bekommen seit 2008 eine Steuer-Identifikationsnummer, die sie dann ihr Leben lang begleitet. Beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) werden die elfstelligen IDs verwaltet, zusammen mit den dazugehörigen Daten wie Name, Geburtstag und –ort und Anschrift. Die persönliche ID hat man irgendwann per Brief bekommen. Sie steht aber auch auf dem letzten Steuerbescheid. Wer die ID nicht mehr findet, kann sie beim BZSt anfordern.

    Welche Unterlagen braucht das Finanzamt, welche nicht?

    Egal, ob am Rechner oder per Hand: Wer die Steuererklärung ausfüllen will, muss erstmal Unterlagen sortieren. Schließlich muss man wissen, was man eintragen kann. Ein Trost: Viele dieser Papiere und Belege muss man gar nicht oder nur auf Nachfrage beim Finanzamt einreichen.

    Mit abgeben muss man – so vorhanden: Spendenbescheinigungen, Nachweise über Behinderungen, Bescheinigungen über vermögenswirksame Leistungen und, wenn man die Anlage U ausfüllt, auch Nachweise zur Unterhaltsbedürftigkeit. Auch bei bestimmten Werbungskosten will das Finanzamt normalerweise Unterlagen sehen. Wer beruflich bedingte Umzugskosten absetzen möchte oder zum ersten Mal doppelte Haushaltsführung oder ein häusliches Arbeitszimmer angibt, kann die jeweiligen Belege gleich einreichen, um Rückfragen zu vermeiden.

    Alle anderen Quittungen und Nachweise, etwa zu Arbeitsmitteln, Versicherungsprämien und Beiträgen zu Berufsverbänden, muss man nur abgeben, wenn das Finanzamt einen dazu auffordert.

    Dass man die Unterlagen nicht einreichen muss, heißt aber nicht, dass man sie gleich wegwerfen kann. Das sollte man frühestens dann machen, wenn der Steuerbescheid da ist und rechtskräftig geworden ist. Das gilt auch für Kontoauszüge. Handwerkerrechnungen muss man – unabhängig von der Steuererklärung – zwei Jahre lang aufbewahren.

    Muss ich lohnsteuer machen

    Steuererklärung 2016: Wer muss ans Finanzamt zahlen?

    18.11.2016, 12:28 Uhr | sw (CF)

    Die Einkommenssteuererklärung ist nicht für jeden verpflichtend (Quelle: INSADCO/imago)

    Die Einkommensteuererklärung ist für viele Arbeitnehmer eine lästige Pflicht, die gern aufgeschoben wird. Nicht jeder muss jedoch überhaupt eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Wann Sie dazu verpflichtet sind und was für eine freiwillige Steuererklärung spricht, erfahren Sie hier.

    Steuererklärung ist für viele Menschen Pflicht

    Die Abgabe der Steuer betrifft viele, aber nicht alle Menschen in Deutschland. Das Einkommensteuergesetz unterscheidet zwischen Pflicht- und Antragsveranlagung. Geregelt ist alles im Paragraphen 46. Von der Steuerpflicht sind gewöhnliche Arbeitnehmer befreit, die neben dem Arbeitslohn keine weiteren Einkünfte besitzen, so das Portal „Steuerklassen.com“.

    Wenn Sie verpflichtet sind eine Steuererklärung zu machen, ist der Abgabetermin üblicherweise der 31. Mai des folgenden Jahres. Die Steuererklärung für das Jahr 2016 sollte also spätestens am 31. Mai 2017 bei Ihrem Finanzamt vorliegen.

    Haben Sie aus nachvollziehbaren Gründen die Erklärung nicht rechtzeitig abgeben können, gewährt das Finanzamt häufig einen Aufschub – den müssen Sie jedoch möglichst frühzeitig beantragen.

    Steuererklärung abgeben, wenn .

    Steuerpflichtig sind grundsätzlich alle Selbstständigen, Freiberufler, juristischen Personen und Vermieter sowie Verpachter. Es gibt aber noch gesonderte Regelungen für Arbeitnehmer und Rentner. Laut dem Portal „Steuertipps“ sind Sie per Gesetz verpflichtet, Steuern zu zahlen, wenn:

    • Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kindergeld zusätzlich zum Gehalt erhalten und die Grenze von 410 Euro überschritten
    • Gehalt von verschiedenen Arbeitgebern bekommen, dass pauschal nicht versteuert wird
    • steuerpflichtige Extraeinkünfte den Wert von 410 Euro übersteigen
    • beide oder einer der Ehepartner Gehalt bezieht und entweder in der Steuerklasse V oder VI eingetragen ist
    • beide oder einer der Ehepartner Gehalt erhält und enweder das Faktor III- oder Faktor IV-Verfahren beantragt hat
    • beide oder einer der Ehepartner Freibeträge erhalten hat
    • nach der Scheidung einer der beiden Ex-Partner erneut geheiratet hat
    • Einkünfte über dem Grundsteuerfreibetrag von 8.652 Euro liegen. Bei Ehepaaren sind es 17.304 Euro

    Auch immer mehr Rentner müssen Steuern bezahlen. Das ist zum einen notwendig, wenn der Grundfreibetrag 2016 über 8.652 Euro liegt. Zum anderen ist ein bestimmter Teil der Rente steuerpflichtig. 2016 liegt der steuerpflichtige Anteil bei 72%, sprich der Rentenfreibetrag rangiert bei 28%. Wer 2040 in Rente geht, dessen zu versteuernder Pflichtanteil sind 100%.

    Steuererklärung: Wer darf verzichten?

    Wer nicht in die oben genannten Kategorien fällt, braucht keine Steuererklärung abgeben. Dies trifft zumeist zu, wenn Sie nur sehr geringe Einkünfte haben, die unter dem Steuerfreibetrag von derzeit 8.652 Euro im Jahr liegen. Falls Sie sich dennoch unsicher sind, ob Sie zu einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten Sie sich bei Ihrem Finanzamt erkundigen oder einen Steuerberater aufsuchen.

    Freiwillige Steuererklärung lohnt sich

    Wer keine Steuererklärung dieses Jahr abgeben muss, kann dies aber freiwillig tun. Und der lästige Papierkram lohnt sich definitiv. Im Durchschnitt zahlt das Finanzamt laut dem Statistischen Bundesamt 873 Euro zurück, so „Die Welt“. Wenn Sie die Steuererklärung freiwillig abgeben, haben Sie dazu vier Jahre Zeit.

    Ein klassischer Fall für Rückzahlungen sind die Werbungskosten. Der steuerlich geltend machende Betrag für beruflich veranlasste Kosten liegt laut „Finanztip“ bei 1.000 Euro. Die Pauschale gilt für jeden einzelnen Arbeitnehmer. Zu den Werbungskosten gehören Faktoren wie Fort- und Weiterbildungen, Fahrtkosten, Berufskleidung, etc. Laut dem Portal „Steuertipps“ können Sie ebenfalls außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben angeben und auf eine Steuererstattung hoffen.

    Mehr zum Thema
    Shopping
    Funktionswäsche – für die kalten Wintertage
    jetzt bei Lidl.de
    Festliche Looks für strahlend schöne Feiertage
    gefunden auf otto.de

    Newsletter bestellen

    Tagesanbruch:

    Jeden morgen wissen, was wichtig ist

    Abonnieren Sie den Newsletter unserer Chefredaktion und wir schicken Ihnen jeden Morgen einen Überblick über die Top-Themen des Tages.

    Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/steuererklaerung-2017-wer-sie-machen-muss-und-wer-ihnen-dabei-hilft/19740350.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Steuererklaerung-fuer-Einsteiger-article17370946.html, http://www.t-online.de/finanzen/id_46110950/steuererklaerung-2016-verpflichtet-zur-abgabe-oder-freiwillig-.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here